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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.891 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.10.2026 um 23:05
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Genau so wahrscheinlich ist mMn das Szenario, daß ihr zufällig jemand entgegen (oder auch hinterher)kam , mit dem sie einen Beef hatte. Möglicherweise für alle so harmlos, daß keiner inklusive Sibylle selbst, der davon wußte, ein Motiv darin erkannte- außer eben dem Täter.
Um das noch eben was näher zu erläutern: ich glaube, daß jeder in seinem Arbeits-oder auch persönlichem Umfeld (Verwandte, Bekannte) einige wenige Personen hat, mit denen die Chemie einfach nicht so stimmt, hier und da Spannungen auftreten.
Diese Spannungen erscheinen oft so harmlos, daß man sie nicht einmal für erwähnenswert gegenüber Dritten hält, z.B. weil man denkt, daß es sich nicht lohnt, dafür jetzt ein Faß aufzumachen.

Aber je nach dem, wie das Gegenüber gestrickt ist , kann er oder sie die Wertigkeit ganz anders empfinden. Erst recht bei jungen Leuten wie in diesem Fall, wo Dinge wie z.B. romantische Gefühle, Stolz ,Eifersucht oder verletzte Eitelkeit eine zusätzliche Rolle spielen könnten.

Wenn jemand Chantal erzählt, daß Kevin auf sie steht und sie antwortet: "Echt? Wie süß! Ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, daß das von meiner Seite aus mal was wird" und Kevin davon Wind bekommt, dürfte das für ihn besser zu verkraften sein als die an ihn ran getragene Antwort "Echt ? Der mag ja ganz nett sein, ist aber mit diesen ganzen Pickeln überhaupt nicht mein Typ". Die könnte Kevin wiederum schon eher aggro machen und wenn noch zusätzlich Alkohol im Spiel ist, weil er z.B.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Besucher vom LaGatsch, Hasen oder der Veranstaltung an den Sportplätzen
...gerade aus einer dieser Locations kommt.

Hat sich hier natürlich nicht so zugetragen, trotzdem glaube ich, daß man jemandem vollkommen unabsichtlich sehr triggern kann, ohne es selbst bemerkt zu haben.

Das meine ich seit Jahren mit "Vorgeschichte".


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.10.2026 um 10:35
Noch was zur Täterbeschreibung: wir haben alle den "auffallend schlanken" Täter zur Kenntnis genommen.
Vor dem geistigen Auge baut sich da der Typ "Lulatsch" auf - was er aber letztlich gar nicht war !
. Er ist auffallend schlank, 1,70 Meter groß....
Quelle: https://web.archive.org/web/20120529203308/http://content.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/626/mordfaelle.pdf

War selbst 1983 mit 18 Jahren 185 cm groß.
Typen mit "Einssiebzig" waren " Mindestens nen halben Kopp kleiner", was sowohl von den Betroffenen selbst wie auch von den Größeren als Defizit wahrgenommen wurde.

"Auffallend schlank" in Kombination mit 1,70 m ist weniger ein Lulatsch, sondern eher so der Typ "Hänfling".

Eventuell hat sie dieser "weniger imposanten Person" gar nicht so wirklich einen Messereinsatz zugetraut und sich deswegen zur Wehr gesetzt , als er übergriffig wurde.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.10.2026 um 11:44
Jedenfalls muß es schrecklich für eine junge Frau sein, sich instinktiv von jetzt auf gleich entscheiden zu müssen, ob man sich wegen des vorgehaltenen Messers widerstandslos vergewaltigen lässt, oder mitten im Wohngebiet nicht vielleicht doch versucht, auf sich aufmerksam zu machen, weil im Umkreis weniger Meter nur durch Mauern getrennt viele Menschen sind und der Typ, der mit dem Messer herumwedelt, schon rein optisch alles andere als wie ein selbstsicherer und erfahrener Sexualstraftäter wirkt.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.10.2026 um 13:11
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Da hier kein Motiv zu erkennen ist gibt es viele Optionen, das können auch Sachen sein die wir nicht auf dem Schirm haben.
...man kann wirklich sehr viele erdenkliche Möglichkeiten in Betracht ziehen!


Was mich auch umtreibt, ist, was die Ermittler dazu führte Keine Verbindung zu beiden Fällen hergestellt zu haben!

Warum??

Weil man einfach keine gefunden hat, oder hat man definitiv etwas als 'Beweis' dass es verschiedene Täter sind bzw. sein müssen?

Für mich sind Sexualstraftäter in beiden Fällen am wenigsten eine Möglichkeit!
Allein von den Örtlichkeiten sowas von auffällig und extrem ungünstig.. mitten in ner Ortschaft zwischen Häusern auf der Straße, oder bei A. in Schrebergärten keine 20 meter zu einer Häuserreihe entfernt und zur viel befahrenen Schmidenerstr., trotz Bewuchs o. ähnlichem.
Da es ne Hanglage ist zwischen den Häusern, hört mer da jedes Geräusch.
Deshalb evtl. der Schrei und das sofortige Mund zuhalten und/oder erdrosseln/ erwürgen..!
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 05.10.2026:Exakt. Neben dem Schicki und dem Musicland war das Oz noch ein Klassiker für Teens.
Ich weiß aus aktiver Zeit das es das Musicland und das Maxim Gorki war, für unter 18 Jährige.

Wttw.stuttgart
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 05.10.2026:Ah jetzt, sorry! Ja klar, aber den halte ich auch für irrelavant, sehr auffällig da abends das Ding wegzumachen und mit dem Auto reinzufahren - an sich gleich wie bei der zufahrt zum Querweg neben MV.
Es wurde hier auch mal darüber diskutiert, wie die ganze Erde des Aushubs abtransportiert wurde?

Ich denke sogar diese heutige Absperrung gab es damals nicht, genauso wie es ja das heutige Tor in den Querweg nicht gab, und es damals den Durchgang an MV's Haus gab, aber später nicht mehr!

Vielleicht wurde wegen der Tat danach dies alles umgebaut...

Irrelevant ist es nicht, nur weil es niemand bemerkt hat... finde ich.

Es gab ja auch die Diskussion das der Aushub schon vorher statt fand?!

Allerdings hätte der Gärtner Besitzer dies (sollte man annehmen) vorher bemerkt!

Rechnet mal wieviel Erde ein (Bsp.) 1 x 0,5 x 1 meter Aushub ausmacht??

Garten-Erde Rechner

Mutterboden 0,5 m/3 bis zu 700kg!!!
Wenn die Erde feucht ist, nochmal 20-30% mehr!!

Alles in der Nacht von Hand weggetragen??
Auch all das Werkzeug war evtl. schon bereit.


Leise das Auto runter rollen lassen, beladen dann eben rausfahren... unbemerkt! Hätte man allerdings auch Mit A. machen können, oder eben nicht, da alles voll Blut.

Ich weiß.. sehr riskant.. dennoch möglich!


Mfg


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.10.2026 um 13:35
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Es gab ja auch die Diskussion das der Aushub schon vorher statt fand?!

Allerdings hätte der Gärtner Besitzer dies (sollte man annehmen) vorher bemerkt!
Wann hätte der Täter, der Anja "verschwinden lassen" wollte, das denn tun sollen?

Er hätte zunächst mal wissen müssen, daß sie erstens an diesem Abend außer der Reihe alleine unterwegs ist, da ihre Freundin verhindert war , zweitens , daß sie sich doch noch "spontan" auf den Weg gemacht hat, auch wenn die meisten inklusive Kommissar Kögel einig schienen , daß "spontan" ein Vorwand gewesen sein muß und drittens, unbemerkt mit der Buddelei, vielleicht noch bei Tageslicht , nicht weit von der überwachten MV-Villa beginnen mussten, Sichtschutz durch Gebüsch hin oder her.

Dieser dämliche Ablageort mit zusätzlichem Buddeln und das genau so dusselige Verteilen der Kleidung auf dem Feld deutet doch ganz klar auf eine spontane Tat hin, die anschließend vertuscht werden musste.

Jemand, der Anja warum auch immer gezielt hätte töten wollen, hätte sie doch bei anderer Gelegenheit eher in ein Waldstück oder sonst wo hin entführt, wo man den Leichnam vielleicht bis heute nicht gefunden hätte.
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Rechnet mal wieviel Erde ein (Bsp.) 1 x 0,5 x 1 meter Aushub ausmacht??

Garten-Erde Rechner

Mutterboden 0,5 m/3 bis zu 700kg!!!
Wenn die Erde feucht ist, nochmal 20-30% mehr!!

Alles in der Nacht von Hand weggetragen??
Auch all das Werkzeug war evtl. schon bereit.
Es gibt hier einen verlinkten Zeitungsartikel, daß diese Figuren "bis zu sechs mal" wegen der Erde hin und her unterwegs gewesen sein könnten.
Solche Kamikaze-Aktionen kämen vielleicht bei "Fargo" vor, aber nicht , wenn man es mit planenden Tätern zu tun gehabt hätte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.10.2026 um 18:21
@JestersTear
Anja wurde eher durch Zufall entdeckt, oder was meinst du mit "dämlicher" Ablageort?

Zu Fuß den Aushub wegbringen, zig male, und wohin? mitm Schubkarren? In nem Rucksack? Treppen hoch.. Treppen runter?

Irgendwo stand vielleicht doch n Fahrzeug parat, die alte Ziegelei wäre das einzigste was möglichst unentdeckt Sinn macht in der Nähe!

Aber Alles in dieser Nacht..?

Eventuell wurde die Erde gar nicht, komplett weg gebracht sondern dort verteilt in den Gärten, da gab und gibt es auch einen Streifen der als Weinberg angelegt ist, sieht man auf Maps!

Was in der Zeitung stand, ist das man davon ausgeht, oder ist so etwas gesichert?

Es kann auch einiges schlichtweg blanke Theorie sein die man damals annahm...!

Ich glaube auch weiterhin nicht an eine Zufalls Tat, genauso wenig wie bei S.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.10.2026 um 10:33
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:@JestersTear
Anja wurde eher durch Zufall entdeckt, oder was meinst du mit "dämlicher" Ablageort?
Aber sie wurde entdeckt - und das gerade mal drei Tage nach dem Mord.

Eine Leiche dort zu vergraben, wo man Polizeistaffeln mit Hunden erwarten durfte , dürfte ja wohl aus der Not geboren und ungeplant gewesen sein.

Der Zufall bestand wohl eher darin, daß es drei Tage gedauert hat.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.10.2026 um 10:38
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Ich glaube auch weiterhin nicht an eine Zufalls Tat, genauso wenig wie bei S.
Du glaubst daran, daß schon jeweils Tage oder Wochen vorher jemand geplant hatte, Sibylle und Anja umzubringen und im zweiten Fall schon vorher ein Loch ausgegraben hat, ohne wissen zu können, daß sie sich noch mal auf den Weg macht und dazu ungewohnterweise alleine ist, auch den Bus nicht nimmt, sondern zu Fuß geht ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.10.2026 um 11:06
@KuMa99

Wenn deine Theorie stimmen sollte und man tatsächlich mit einem Auto hätte ranfahren können, wäre es schön blöd gewesen, "nur" die Erde abzutransportieren und nicht den in Decken eingewickelten Leichnam.

Jetzt kann man natürlich anmerken: "Oh, Kofferräume und die Leichenspürhunde...", allerdings wäre kein Mensch auf die Idee gekommen, daß der Täter aus der Siedlung kommt, wenn im tiefsten Wald gegraben und der Leichnam bis heute nicht gefunden worden wäre.

Dann hätte Anja nämlich schon genauso gut an der Haltestelle Kursaal von einem Fremden abgegriffen worden sein können. Wahrscheinlich würden bis heute alle den angeblichen "Hallo-Sager" von der Haltestelle für den Täter halten.

Ich kann mir unter diesen Voraussetzungen auch beim besten Willen nicht vorstellen, daß es juristisch möglich gewesen sein könnte, jeden einzelnen Kofferraum der Muckensturm-Bewohner mal auf Verdacht untersuchen zu lassen, wenn nie jemand auch nur ansatzweise eine Ahnung gehabt hätte, was überhaupt genau passiert sein soll.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.10.2026 um 12:17
Ich hab geschrieben dass man mit dem PKW in die Gärten fahren konnte und auch heute noch Kann.
Ich denke auch NICHT das ein Auto direkt in die Gärten gefahren wurde.

Und die Hunde sind drüber geschnüffelt und haben NICHT angeschlagen.
Erst der Nachbar war der Auslöser.
Weiß man doch auch schon seit Anfang an.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Du glaubst daran, daß schon jeweils Tage oder Wochen...
Wo hab ich das geschrieben?!
Nein ich glaub Nicht daran, es geht um die Möglichkeit.

Es geht mir um die Ansicht, dass bei beiden Taten im erfolglosen Versuch, (was auch immer das Motiv war?!) auch bis zum äußersten zu gehen geplant oder in Betracht evtl. gezogen wurde..!
Was ja auch vollendet wurde.
Egal ob Dilettantisch oder nicht!

Speziell bei A. gibt es so einige Abläufe die einen Fragend zurücklassen, wie dies unentdeckt durchgezogen werden konnte!
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wenn deine Theorie stimmen sollte und man tatsächlich mit einem Auto hätte ranfahren können, wäre es schön blöd gewesen, "nur" die Erde abzutransportieren und nicht den in Decken eingewickelten Leichnam
siehe >
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Irgendwo stand vielleicht doch n Fahrzeug parat, die alte Ziegelei wäre das einzigste was möglichst unentdeckt Sinn macht in der Nähe!
Nen Leichnam über die Straße zu transportieren ist was anderes wie nur das Werkzeug oder Erde evtl.!
(Auch nur ne Theorie)
Dort wurde ja auch der Verbundpass A. gefunden.


Natürlich musste sie dort begraben werden, wo denn sonnst wenn kein Abtransport (oder einfach liegen lassen) in Frage kommt?!
Und es wurde ja auch sehr akkurat ausgeführt!

Alle Beamten incl. Hunde haben es nicht bemerkt.

Mühselig zu erahnen wie lange es gedauert hätte sie später doch noch zu finden!
Ich denke auch es wäre wiederholt worden die Weinberge und Gärten nochmal abzusuchen.

Mfg


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.10.2026 um 18:02
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Du glaubst daran, daß schon jeweils Tage oder Wochen vorher jemand geplant hatte, Sibylle und Anja umzubringen und im zweiten Fall schon vorher ein Loch ausgegraben hat, ohne wissen zu können, daß sie sich noch mal auf den Weg macht und dazu ungewohnterweise alleine ist, auch den Bus nicht nimmt, sondern zu Fuß geht ?
Wenn der Täter Anja auf dem Weg in den Gemeindeclub gesehen/beobachtet hatte, wusste er dass sie alleine unterwegs war. Um zu verhindern dass sie auf dem Rückweg an der OZ den Bus nimmt brauchte er Komplizen, die sie dann "überreden" den Weg in den Weinberg zu gehen. Es gab ja 2 junge Männer die es zur fragwürdigen Zeit eilig hatten an die OZ zu kommen aber dann weder in Bus noch Bahn eingestiegen sind. Auch der Ohrenzeuge (Gassigeher) sprach von 2 jungen Typen. Der oder die Täter könnte(n) dann das Loch gegraben haben während Anja im Club war.

Alternativ zu einer geplanten Tat könnte Anja auf dem Heimweg mit ihren Mördern aneinander geraten und in den Weinberg verfolgt worden sein, wo dann alles eskalierte. Evtl. lief man sich an der OZ über den Weg und Anja hatte keine Lust mit den Männern zusammen 7 Minuten auf ihren Bus zu warten und ist dann aus diesem Grund zu Fuß losgelaufen.

Am wahrscheinlichsten ist meiner Ansicht nach in beiden Fällen ein auflauernder Täter, bei Anja mit Komplizen.


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12.10.2026 um 08:13
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Rechnet mal wieviel Erde ein (Bsp.) 1 x 0,5 x 1 meter Aushub ausmacht??

Garten-Erde Rechner

Mutterboden 0,5 m/3 bis zu 700kg!!!
Wenn die Erde feucht ist, nochmal 20-30% mehr!!
Ein Teil des Aushubs wurde ja auch dafür gebraucht, das Grab mit Anja wieder aufzufüllen. Der Überschuß dürfte im Prinzip ungefähr Anjas Volumen entsprochen haben. Und das konnte vermutlich tatsächlich in der Nähe verteilt werden und mußte nicht abtransportiert werden. Vielleicht ließ sich die Erde im Grab ja auch noch ein wenig verdichten, so daß man mehr wieder einbringen konnte, als man zuvor entnommen hatte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.10.2026 um 09:17
Zitat von riki71riki71 schrieb:Ein Teil des Aushubs wurde ja auch dafür gebraucht, das Grab mit Anja wieder aufzufüllen. Der Überschuß dürfte im Prinzip ungefähr Anjas Volumen entsprochen haben. Und das konnte vermutlich tatsächlich in der Nähe verteilt werden und mußte nicht abtransportiert werden. Vielleicht ließ sich die Erde im Grab ja auch noch ein wenig verdichten, so daß man mehr wieder einbringen konnte, als man zuvor entnommen hatte.
Exakt das habe ich mir beim Durchlesen auch gedacht. Aus meiner Sicht war dieser Restaushub verglichen zur Grabearbeit das wesentlich kleinere Problem.


Sehr interessant oben die Szenarien zu Sibylle von @blaomat und der Wahrscheinlichkeiten von @JestersTear . Die sehe ich übrigens sehr ähnlich.


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12.10.2026 um 14:15
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Was mich auch umtreibt, ist, was die Ermittler dazu führte Keine Verbindung zu beiden Fällen hergestellt zu haben!

Warum??

Weil man einfach keine gefunden hat, oder hat man definitiv etwas als 'Beweis' dass es verschiedene Täter sind bzw. sein müssen?
Hatten wir schon paar mal und ich bekomm es auch nicht auf die Reihe. Zeitliche und örtliche Nähe, Strassenbahnen Linie 2 und 14, Haltestellen, schneller Einsatz von stichwaffen etc, wir haben das ja alles schon mal durchgekaut. Aus meiner Sicht ist ein Zusammenhang zumindest nicht unwahrscheinlich, von daher komisch dass das öffentlich nie thematisiert wurde. Was intern gemacht wurde wissen wir natürlich nicht.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.10.2026 um 14:58
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wenn deine Theorie stimmen sollte und man tatsächlich mit einem Auto hätte ranfahren können, wäre es schön blöd gewesen, "nur" die Erde abzutransportieren und nicht den in Decken eingewickelten Leichnam.
seh ich genauso wie du. Ich denke auch das der Mord an Anja nicht geplant war und man sie dort in einem Garten aus Not vergraben hat, zugegeben man hat sich Mühe gegeben und man man sauber gearbeitet, aber es war eine Notlösung.
Und planen konnte man das auch nicht, denn es konnte doch keiner wissen, das Anja an dem Abend alleine ist und den Weg nimmt.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.10.2026 um 15:43
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:1) Psycho ohne Bezug zum Opfer ---- 4
2) Strassenbahnverfolger mit gescheiterter Anmache wenn die Kippen nicht vom Täter stammten und der Wagen nichts mit der Tat zu tun hatte. ---- 8
3) Musiclandbesucher der vorausgefahren ist mit Vorgeschichte -----4
4) Versuchter Raub----2
5) Politisch motivierter Mord --- 0
6) Wohlstandsneid oder Klassenkampf Arm gegen Reich ----Minus 1
7) Konflikt am Rotebühlplatz mit anschließender Verfolgung -----2
8) Besucher vom LaGatsch, Hasen oder der Veranstaltung an den Sportplätzen ----8
9) Besucher eines Ortsansässigen -----3
10) Bekannter aus dem Schicki ----- Wenn es einen Zusammenhang mit Anja gibt: 5, falls nicht: 1
@quaerere1
@riki71
@blaomat
@KuMa99
@Heavythoughts
@Sulina
@Quiron
@Alray81
@K-Jettie

Wie sieht es aus welche Wahrscheinlichkeiten sehen die anderen Mitschreiber ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.10.2026 um 17:07
Zitat von aliM.aliM. schrieb:
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Was mich auch umtreibt, ist, was die Ermittler dazu führte Keine Verbindung zu beiden Fällen hergestellt zu haben!

Warum??

Weil man einfach keine gefunden hat, oder hat man definitiv etwas als 'Beweis' dass es verschiedene Täter sind bzw. sein müssen?
Hatten wir schon paar mal und ich bekomm es auch nicht auf die Reihe. Zeitliche und örtliche Nähe, Strassenbahnen Linie 2 und 14, Haltestellen, schneller Einsatz von stichwaffen etc, wir haben das ja alles schon mal durchgekaut. Aus meiner Sicht ist ein Zusammenhang zumindest nicht unwahrscheinlich, von daher komisch dass das öffentlich nie thematisiert wurde. Was intern gemacht wurde wissen wir natürlich nicht.
@KuMa99

Laut dem vielzitierten Artikel haben die Grotjahn-Ermittler zuerst versucht, einen Bezug zum Mord an Sabine Binder vom Mai 1981 herzustellen.

Macht ja auch Sinn, die beiden Taten lagen zeitlich (knapp 22 Monate) und von der Ausführung her (junge Frau wird erstochen) besser beieinander als Sibylle/Anja, die über vier Jahre später erwürgt wurde, auch wenn zusätzlich eine Stichwaffe zum Einsatz kam.

Ich kann mir schon vorstellen, daß der ein oder andere Anja-Ermittler mal über einen Zusammenhang mit S.G. nachgedacht hat. Nur weil keiner gefunden wurde, heißt es ja nicht, daß es keinen gibt.

Falls wundersamer Weise der Anja-Fall noch aufgeklärt werden sollte, weil z.B. ein Mitwisser sein Gewissen erleichtert (was verjährt wäre), würde der Täter bestimmt schon befragt werden, was er denn so am Abend der Bundestagswahl 1983 gegen 22:30 Uhr alles angestellt hat.
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Weil man einfach keine gefunden hat, oder hat man definitiv etwas als 'Beweis' dass es verschiedene Täter sind bzw. sein müssen?
Die "Zwei-Täter-Theorie" beruht letztlich auf der Wahrnehmung des Ohrenzeugen und der damaligen Annahme der Kripo, daß die Arbeit, so wie so ausgeführt wurde, von einer Person nicht zu bewältigen gewesen wäre.
Hoffentlich kommt nun keiner auf die Idee, daß blonde Friedhofsgärtner sowas bestimmt schaffen könnten ;-)

Die Betonung liegt aber auf Theorie.

Offensichtlich hat die OFA nach der Jahrtausendwende widersprochen und den "positiv besetzten" Einzeltäter ins Gespräch gebracht.
Der war übrigens auch mein Favorit, bevor ich hier eingestiegen bin.
Mittlerweile erscheinen mir die zwei Jugendlichen plus Helfer deutlich plausibler.

Ob die Kripo im Laufe der Jahrzehnte ihre Sichtweise verändert hat, würde mich zwar sehr interessieren, hab aber dazu nie mehr was gelesen.

Außer der Aussage von Kögel: "Anja Aichele mußte sterben, weil sie noch jemanden sehen wollte".

Vom "spontanen Aufbruch" nach Einkleben von Tanzschulfotos ins Album hatte er sich offenbar auch verabschiedet.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.10.2026 um 17:16
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Wie sieht es aus welche Wahrscheinlichkeiten sehen die anderen Mitschreiber ?
Wollte noch mal explizit darauf hinweisen, daß diese "Tabelle" nicht von mr stammt, nur die Skala der Wahrscheinlichkeiten.

Es ist aberwitzig, einen "politischen Mord" oder "Sozialneid arm/reich" als mögliches Motiv anzunehmen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.10.2026 um 17:41
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb am 22.12.2011:Wenn das Mädchen etwa 40 kg wog und ich nur das Gewicht von 1ml Gartenerde mit 1,5g rechne,dann waren es ca 60kg Erde. Bezweifele,das das einer alleine geschafft hat.
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb am 21.12.2011:Dann mussten mehrere Kilogramm Erde weggeschafft werden. Oder sind die einfach in der Nähe des Grabes ins Gebüsch geschüttet worden. Jedenfalls haben sich die Typen dreckig gemacht. Ist vielleicht auch jemandem komisch vorgekommen,das der Typ adrett wegging und wie ein Gärtner wiederkam.
Zitat von pingping schrieb am 23.01.2012:bei denen eine Grube nicht mal eben in 30 Min. ausgehoben werden kann und 100 Liter Lehmboden lässt man auch nicht mal ebenso im Rucksack verschwinden...
Bin nicht so der "Erde Abtransportier"-Experte, schien aber zumindest nach Ansicht früherer User mehr Arbeit gewesen zu sein, als hier heute vermutet wird.


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12.10.2026 um 18:11
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Weil man einfach keine gefunden hat, oder hat man definitiv etwas als 'Beweis' dass es verschiedene Täter sind bzw. sein müssen?
Die "Zwei-Täter-Theorie" beruht letztlich auf der Wahrnehmung des Ohrenzeugen und der damaligen Annahme der Kripo, daß die Arbeit, so wie so ausgeführt wurde, von einer Person nicht zu bewältigen gewesen wäre.
Noch was dazu hinterher: meine irgendwo gelesen zu haben, daß die Tat selbst als ziemlich "konfus" beschrieben wurde, das anschließende "Aufräumen" mit Bewässern und so dagegen als eher "durchdacht" und den widrigen Umständen entsprechend als "bestmögliche Lösung" aus Sicht der Täter angesehen wurde.
Also ging man davon aus, daß die zwei Hitzköpfe, denen die Begegnung mit AA komplett entglitten ist, einen "coolen" , älteren Helfer zur Rate gezogen haben.

Was dann durch das schwachsinnige Verteilen der Kleidung, höchstwahrscheinlich mit dem Ziel, eine falsche Spur zu legen, wieder zunichte gemacht wurde.


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