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Die Göhrde-Morde

15.529 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Ungelöst, Doppelmord, 1989, Göhrde, Lüneburg, Lage, KUR, Winsen, Bad Bevensen + 15 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Die Göhrde-Morde
kautostar
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Die Göhrde-Morde

24.11.2015 um 22:48
Na dann lies doch den Schlüssel. Über die Obduktion ist doch hier auch schon berichtet worden


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Die Göhrde-Morde

24.11.2015 um 22:51
@kautostar
kautostar schrieb:Na dann lies doch den Schlüssel. Über die Obduktion ist doch hier auch schon berichtet worden
So, so , das habe ich nicht gelesen ? Was habe ich da gelesen ?
Ein taoistisches großes " Nichts " ?
Bin so gespannt, was Du posten wirst.

Wenn es sich in dem Rahmen hält , der in diesem Forum gepostet wurde, dann ist es sehr mager .

Als Jäger , sagt man das Wild kümmert. Dann kümmerst Du mich auch .

Muss ich jetzt über irgendetwas nachdenken ? :)


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Die Göhrde-Morde

24.11.2015 um 23:27
@kautostar

An die Theorie mit dem ersten Mord zur Vortäuschung eines Serientäters glaube ich nicht, laut den öffentlich bekannten Informationen hat sich das Paar erst in der Kur in Bad Bevensen kennengelernt. Woher hätte der jeweilige Partner davon so schnell erfahren sollen.

Und selbst wenn, dann hätte er längere Zeit vorher in der Göhrde lauern müssen, bis ihm zufällig ein anderes "passendes" Paar über den Weg läuft. Abgesehen davon glaube ich, dass die Ermittler routinemäßig auch die Alibis der betrogenen Partner überprüft haben.

Die Idee an sich ist ja schon älter und wurde schon in mehreren meiner Lieblings-Krimis verarbeitet, z.B. in "Der Kommissar" in "Drei Tote reisen nach Wien" oder im Tatort "rot, rot, tot".

Mit alloverthetime würde ich mich hier nicht anlegen, denn er kennt ja laut eigener Aussage hier im Forum die Wahrheit und es gibt ja eigentlich nur Einen, der diese kennen kann...


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Die Göhrde-Morde

24.11.2015 um 23:30
@Heidi71
W & K haben sich nicht auf einer Kur kennengelernt.
Sie kannten sich schon länger durch das Niedersachsen-Lotto.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:06
Für Leute, die gerne viel schreiben oder streiten, empfehle ich die Diskussionen zu Frauke L. Oder Tanja G. Schön wäre es, wenn hier nicht die 156. Theorie zu den Geschehnissen aus dem Hut gezaubert und breit diskutiert wird, sondern man sich mehr an Fakten orientieren würde.


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kautostar
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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:10
@halldieklapp

Naja, die Fakten wären ja schnell durchgekaut. Fakten gibts und haben auch wenige. Geht es in dem Forum nicht um Theorien. Dann lass ich es halt sein. Will nicht unnütze Sachen herbeiführen.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:12
@all

Was geht jetzt hier ab ?
Beleidigungen gegen meine Person sind wohl normal.
Wenn jemand etwas verspricht , was er Morgen nicht halten kann ,
dann sollten hier alle nachdenken.

Neuanmeldung , finde ich gut .

Unnütz kann nützlich sein .

Irgendwann klackt es dann , und dann wird aus der netten
Userin , doch etwas mehr.


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kautostar
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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:19
Tut mir leid, wenn meine Aussagen für dich beleidigend wirkten. So waren sie sicherlich nicht gemeint. Wenn weitere Spekulationen nicht erwünscht sind, dann lass ich das sein.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:21
...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!

Unpassender Satz eigentlich für ein so hochsensibles Thema, aber durchaus auch zutreffend! Zumal man tatsächlich davon ausgehen könnte, dass der/die Mörder bereits verstorben sind, oder aber noch leben könnten.

Ich gehe aber hier von einem Einzeltäter aus, der vielleicht einen Bezug zu Paar 2 hatte, umgekehrt, bei einem Bezug zu Paar 1 verstehe ich den Sinn und Zweck der zweiten Tat nicht. Das die Taten sinnlos waren ist allen bewußt, versuche nur irgendeine Verbindung herzustellen, die das logische Handeln des Täters beschreibt.

Um noch einmal auf die Rekonstruktion der Taten zurückzukommen, so favorisiere ich folgenden Ablauf.
Ich tendiere nicht in die Richtung, dass dieser Mörder im Wald auf seine Opfer wartete, so denn er keinen beruflichen Hintergrund hatte, der es ihm ermöglichte, solche Taten dort vor Ort zu begehen.

Ein Motiv in Richtung Sexualdelikt wird immer wieder erwähnt, Spuren vielleicht, die vom Täter absichtlich auch so gelegt wurden. Ich möchte jetzt nur ein wenig Querdenken, um nochmal alles genau zu betrachten und nicht gleich alles ausschließen.
Zwar wird von vielen Fallanalytikern darauf hingewiesen, dass eben der Täter in diesem Bereich zu suchen ist, nur der Erfolg ist bislang nicht eingetreten.
Vielleicht bestand sein eigentliches Motiv und Ziel auch darin, die Menschen zu berauben und zu erpressen. Er hat sie während einer Rast (nicht in Röthen) mit Waffe bedroht und folglich versucht, von den Opfern Geld und Wertgegenstände zu erpressen. Auf einem solchen Rastplatz ist es auch für gewöhnlich einfacher, an einem schönen Tag, auf eben genau solche Opfer zu treffen, die in sein Schema passen. Wo findet man solche Plätze entlang der Bundesstraße aus Norden und Westen kommend?
Aufgrund bestimmter Umstände ist der Tatablauf jedoch eskaliert.
Durch diese Art des Ablaufs konnte der Täter zu jeder Zeit sicherstellen, wo die FZ der Opfer geparkt waren, im Gegensatz zu einer Konfrontation im Wald. Denn eines möchte ein Täter doch verhindern...er möchte so wenig wie möglich auffallen. Eigentlich fällt jemand dort wenig auf, wo viele Menschen aufeinander treffen. Wenn der Wald als Schutz diente, um unauffällig zu bleiben, so waren seine Erfolgschancen jedoch auch geringer. Genau das ist das, was ich damit sagen möchte. Er muß zumindest dort über einen längeren Zeitraum verweilen, deshalb schon merkwürdig, dass er nicht von mehreren Zeugen gesichtet wurde. Das ist etwas, was mich stutzig macht! Also eben ein direkter Waldbezug durch die Art des Jobs, oder eben den anderen Bezug, wobei er tatsächlich eher aufgefallen wäre.

Zwar ist diese Annahme sehr vage und vor dem Hintergrund der späteren Morde schon fast als lächerlich einzustufen, zumal ein Raub in anderen Bereichen durchaus lukrativer wäre. Aber an dieser Stelle gebe ich noch einmal gerne den Querverweis zum Hammermörder, der seine Opfer tötete, um in den Besitz der Fahrzeuge zu kommen, mit denen er dann zu seinen Banküberfällen fuhr.
Daran sieht man schon, dass es Taten gibt, deren Hintergründe sehr einfach gestrickt sind, der Täter aber erbarmungslos zuschlägt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Solche Täter gibt es nicht nur in der heutigen Zeit, auch damals konnte man diese sicher nicht ausschließen.
Die Verbringung der Fahrzeuge ist eigentlich eine logische Konsequenz des Täters gewesen, um Spuren in eine andere Richtung zu lenken, aber ob dieser tatsächlich tagelang mit den FZ fuhr, ist schwer nachvollziehbar?! Solange es keine aktuelle Fahndung gab, konnte er dies auch unbeschwert tun. Halte dies aber für unsinnig! Vor dem Hintergrund des Raubes konnte und sollten die Opfer-FZ vielleicht noch als Nutzfahrzeug für weitere Taten dienen...
Im Gegensatz zum Hammermörder fehlt aber hier der Bezug zu einem weiteren Delikt.

Auszuschließen ist es nicht, es könnte dem Täter nach einigen Tagen jedoch zu gefährlich geworden sein, er war kein Profi und mußte alles nochmal genau durchdenken. Vielleicht plagten ihn auch Angst-und Schuldgefühle.
Er parkte den Wagen in nördliche Richtung, um von der Göhrde abzulenken. In den darauf folgenden Tagen lief die Tat immer wieder vor seinen Augen ab, er ist leer ausgegangen. Diese Tatsache störte ihn ungemein, wo er doch aus finanziellen Gründen gerade auf einen Geldschub angewiesen wäre.
Über Zeitungen und TV verfolgt er die Geschehnisse rund um die Fahndung des ersten Paares und haderte mit seiner Entscheidung, bis er erneut zuschlug.
Aber genau an diesem Tage werden die Leichen des ersten Paares gefunden. Das große Polizeiaufgebot, die anschließende Fahndung nach Paar 2, lassen ihn erneut von seinem Vorhaben ab und er parkt den Wagen im nahegelegenen Bad Bevensen. Möglich auch, dass er bei dieser Tat die Info besaß, dass ein Bezug zu Bad Bevensen existiert, vielleicht sogar genau dieses Opferpaar auch kannte.
Nachdem die Polizei über Wochen keine Spur von Paar 1 hatte, so kamen in den Tagen um den 12.07. mehrere Ereignisse für den Täter zusammen. Er hat dann aus Angst vor der Entdeckung keine weiteren Taten geplant.

Dies ist nur ein kleiner "anderer" Gedanke, den ich schon länger versuche abzuwägen, auch um den Ablauf und das Motiv noch einmal aus einer gänzlich anderen Sicht zu betrachten......vielleicht diente der "Hammermörder" für ihn als Vorbild, unter der Prämisse der doppelten "Pärchenmorde"aber auch wieder schwer nachvollziehbar.

Auch ich betrachte diesen Ansatz als unbrauchbar, wenn man bedenkt, dass eben bei jeder Tat ein Doppelmord stattfand, aber vielleicht hat ja jemand eine andere Idee, die vielleicht in diesem Zusammenhang denkbar wäre.

Trotzdem behaupte ich, dass es dem Täter auf eine andere Art und Weise gelungen sein muß, den Kontakt zu den Paaren herzustellen und dies nicht in dem Bereich Röthen geschah.
Denn ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Waldarbeiter, Förster, Jäger in seinem eigenen Revier zuschlägt. Hat es sowas schon einmal gegeben? Solche Berufsgruppen kämen nämlich in Frage, wenn man von einem direkten Übergriff in der Nähe der Auffindestellen ausgeht, eben weil sie dort arbeiten und dadurch mehrere Möglichkeiten besitzen und ihr Revier so gut kennen, wie kaum ein anderer...aber das ist mir hier bei diesen Fällen irgendwie zu einfach...kann mich nicht damit anfreunden
Sexualdelikt respektive Beziehungstat scheinen für mich in der Rangfolge der Motive an den ersten Stellen zu stehen. Nur warum endeten die Morde an Paaren nach dem 12.07.1989? Hat der Täter aufgehört zu morden, oder war er mit dem Ergebnis zufrieden?

@kautostar
Lass Dich bitte nicht vergraulen! Über dieses Obduktionsvideo wären wir alle sehr dankbar...bitte weitermachen


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:24
@halldieklapp
halldieklapp schrieb:Für Leute, die gerne viel schreiben oder streiten, empfehle ich die Diskussionen zu Frauke L. Oder Tanja G. Schön wäre es, wenn hier nicht die 156. Theorie zu den Geschehnissen aus dem Hut gezaubert und breit diskutiert wird, sondern man sich mehr an Fakten orientieren würde.
Wir sind hier einzig und allein , bei den 4 fachen Göhrdemorden.

Hat Frauke Liebs Fall damit etwas zu tun ?

Wir erwarten die Überspielung des Obduktionsberichts von kautostar .

Hier geht es nur um Fakten.

Das haben lange , alle User so gehandelt.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 00:41
@bb37

Eine ganz nachvollziehbare Situation, die Du schilderst.

Bitte gib mir etwas Zeit , damit ich explizit darauf antworten kann.


Die Sexualität des Täters , spielt hier eine große Rolle .
Frauen , liebte und hasste er .

Er war und ist ein Waldläufer .

Wenn wir das Video haben , kommen wir sicherlich weiter.
Brüste entfernt , was bedeutet das denn ?

Jeder normale Mann , mag die Brüste seiner Frau. Wie viel Hass, muss
ein Mann haben , um diese zu entfernen.

Der Täter, wird zu keiner Zeit, eine normale Beziehung zu einer Frau gehabt haben , obwohl er sich nichts mehr gewünscht hat.


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K13Elch
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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 11:18
Guten Tag, alle zusammen.
Ich versuche hier Fakten einzubringen.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 16:51
@bb37
bb37 schrieb:Ein Motiv in Richtung Sexualdelikt wird immer wieder erwähnt
Ein Sexualdelikt bringt man fast immer , mit einer Frau in Verbindung.
Könnte es hier auch anders herum gelaufen sein ?
bb37 schrieb:Vielleicht bestand sein eigentliches Motiv und Ziel auch darin, die Menschen zu berauben und zu erpressen.
Das kann es doch nicht gewesen sein, denn wenn der Täter für beide Paarmorde in Frage kommt, dann lässt er Frau W. doch nicht ihren teuren Schmuck .
bb37 schrieb:Er hat sie während einer Rast (nicht in Röthen) mit Waffe bedroht und folglich versucht, von den Opfern Geld und Wertgegenstände zu erpressen. Auf einem solchen Rastplatz ist es auch für gewöhnlich einfacher, an einem schönen Tag, auf eben genau solche Opfer zu treffen, die in sein Schema passen. Wo findet man solche Plätze entlang der Bundesstraße aus Norden und Westen kommend?
Aufgrund bestimmter Umstände ist der Tatablauf jedoch eskaliert.
Das er die Opfer , an einer anderen Stelle aufnahm ist durchaus denkbar.
Aber wohl sehr unwahrscheinlich, das es auf einem Parkplatz an der Bundesstraße gewesen ist. Denn beide Paare, hätten da sicher keine Rast gemacht.
Wenn er eine Waffe bei sich hatte, wäre ein delegieren der Opfer gut möglich.
Dann hat er Opfer gesucht, die am Waldrand, oder sogar in einem Waldweg geparkt haben.
Wenn er sie da " nur " berauben wollte, hätte er aber auch schlechte Karten gehabt.
Denn die Opfer mit dem Fahrzeug, hätten schnell die Polizei holen können.
bb37 schrieb:Wenn der Wald als Schutz diente, um unauffällig zu bleiben, so waren seine Erfolgschancen jedoch auch geringer. Genau das ist das, was ich damit sagen möchte. Er muß zumindest dort über einen längeren Zeitraum verweilen, deshalb schon merkwürdig, dass er nicht von mehreren Zeugen gesichtet wurde. Das ist etwas, was mich stutzig macht! Also eben ein direkter Waldbezug durch die Art des Jobs, oder eben den anderen Bezug, wobei er tatsächlich eher aufgefallen wäre.
Vielleicht hat der Täter als Obdachloser , eine kurze Zeit im Wald gelebt.
Dann hätte er zu seiner versteckten Behausung eilen können, um eine Zeitlang dort zu verweilen.
Die Göhrde wird viel von Jägern begangen und bejagt. Da müsste sich der Täter schon eine dichte Schonung ausgesucht haben.
Vielleicht war er auch , über die Schonzeiten informiert.
Schwarzwild ist das ganze Jahr offen , andere Arten nicht.
Im Mai ist einiges Wild für die Jagd freigegeben.
Hier der Link zu einer Tabelle :

http://schonzeiten.de/jagdzeiten-niedersachsen-jagd/

Am 21. Mai 1989 wurde R. ermordet
Am 12. Juli 1989 wurde Herr K. und Frau W. ermordet

Die Jahreszeit ist meist schon recht warm, da könnte jemand im Wald leben.

Wenn sich tatsächlich ein Täter im Wald eine Behausung gebaut hat, dann
müsste er wahrscheinlich von Raub leben . Nur würde er es logischer Weise doch nicht , in der Nähe seiner Behausung machen.
Vielleicht sind die Opfer , aber seiner Unterkunft zu nahe gekommen.

Als Waldläufer würde er nicht auffallen. Gerade nicht in einem Naturschutzgebiet, wie das bei Röthen.
Er hätte alles im Blick, und die Bahn vor der Tür.
Von BB, konnte er zu Fuß wieder zurück kommen.
Von Winsen , mit der Bahn.

Vor den Verbrechen, wurde einem Soldaten, bei einer Übung in der Göhrde, ein Gewehr gestohlen. Das tauchte auch nie wieder auf.
Solch eine Tat, kann auch nur ein Waldläufer verübt haben.
Dann hat er das Gewehr verkauft , oder gegen eine Pistole getauscht.
bb37 schrieb:Trotzdem behaupte ich, dass es dem Täter auf eine andere Art und Weise gelungen sein muß, den Kontakt zu den Paaren herzustellen und dies nicht in dem Bereich Röthen geschah.
Das halte ich auch für durchaus denkbar.
Es ist weiterhin auch möglich, das der Täter bereits eine Einzeltat , vorher verübt hat.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 20:48
Ich halte es für am wahrscheinlichsten, dass der Täter die beiden Pärchenmorde begangen hat, weil er einen Hass auf Liebespaare hatte. Er selber hat wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Taten in einer problematischen Beziehung gelebt, bzw. eine solche hinter sich gehabt. Vielleicht hatte er sexuelle Probleme, vielleicht waren diese Probleme aber auch nur eine Begleiterscheinung einer sonstigen Persönlichkeitsstörung. Für unwahrscheinlich halte ich es, dass der Täter im Wald herumgelungert hat und auf Paare gewartet hat um sie zu töten. Da hätte er lange warten können und es wäre nie sicher gewesen, dass er seinen Frust hätte abreagieren können. Darauf kam es ihm aber an. Meiner Meinung nach hatte er die Paare schon vor dem Waldspaziergang auserkoren und ist ihnen gefolgt, bzw. mit ihnen zunächst gemeinsam in den Wald gegangen. Ich könnte mir vorstellen, dass er in der Nähe gewohnt hat und einen Bezug zur Göhrde hatte und dort berufsbedingt nicht aufgefallen ist. Ebenso gut könnte ich mir aber auch vorstellen, dass er weiter entfernt gewohnt hat und sich in der Göhrde nur gut auskannte, weil er dort früher in der Kindheit oder der Jugendzeit oft zu Besuch war. Letztere Möglichkeit würde allerdings die Frage aufwerfen, wie er in die Göhrde gelangt ist. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln stelle ich mir zu umständlich vor für das kriminelle Vorhaben, was im Kopf sicher schon durchgespielt worden ist.. Ich kann mich natürlich auch täuschen. Er müsste evtl. zusammen mit den Opfern in deren Auto in die Göhrde gelangt sein. Das stelle ich mir wiederum sehr risikoreich vor, denn es bestand die Gefahr, dass er zusammen mit den Opfern gesehen wird.

Neue Ideen kann ich derzeit leider nicht bieten, aber durch eine intensive und interessante Diskussion kann man sich manchmal der Wahrheitsfindung nähern. Ich hoffe, dass eine solche Diskussion hier wieder zustande kommt.


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Die Göhrde-Morde

25.11.2015 um 22:15
AngRa schrieb:Meiner Meinung nach hatte er die Paare schon vor dem Waldspaziergang auserkoren und ist ihnen gefolgt
Beim Motiv bin ich einer Meinung mit Dir, aber jemanden 2 km in den Wald zu verfolgen nicht so einfach.

Was auffällt auf dieser Karte: (Beitrag von tuskam, Seite 4)
Beide Tatorte liegen am selben kleinen Waldweg. Da ist es gut möglich, dass der Täter gezielt in einer ruhigen Gegend auf Zufallsopfer gelauert hat, z.B. bei schönem Wetter auf einer Bank oder etwas versteckter von einem Hochsitz aus.


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26.11.2015 um 00:23
@AngRa
AngRa schrieb:Für unwahrscheinlich halte ich es, dass der Täter im Wald herumgelungert hat und auf Paare gewartet hat um sie zu töten. Da hätte er lange warten können und es wäre nie sicher gewesen, dass er seinen Frust hätte abreagieren können. Darauf kam es ihm aber an. Meiner Meinung nach hatte er die Paare schon vor dem Waldspaziergang auserkoren und ist ihnen gefolgt, bzw. mit ihnen zunächst gemeinsam in den Wald gegangen.
Während der Kontaktaufnahme zu Paar 2, so sie denn außerhalb des Bereiches Röthen stattfand, konnte der Täter immer noch von einer sicheren Ausgangslage ausgehen. Es liegen exakt 51 Tage zwischen den Taten, aber dann verwirklicht er wieder z.B. seinen Hass auf Liebespaare, ausgerechnet am 12.07.1989, einem Mittwoch.
Ausflugsgäste, berufstätige Paare trifft man wahrscheinlich in einem solchen Bereich eher am Wochenende, so wie die R´s aus Hamburg, an einem Sonntag.
Gut möglich, dass er aufgrund seiner langsam einkehrenden Sicherheit und Zufriedenheit diese Zwischenzeit benötigte.
Aber wie könnte eine solche Erstkontaktaufnahme ausgesehen haben? Da fehlen mir im Moment tatsächlich Ideen.
Ich kann mir nicht vorstellen, unter welchem Aspekt auch immer, dass diese Paare eine weitere Person freiwillig mitgenommen hätten, so sie denn fremd war.
Wie könnte sowas aussehen? Was muss ein Täter inszenieren und glaubwürdig den späteren Opferpaaren vermitteln?
Käme es auch in Betracht, dass der Täter seine Opfer mit dem PKW verfolgte und sein FZ anschließend versteckte? Nach dem Verbringen der Opferfahrzeuge kam er zurück und fuhr wieder mit seinem PKW davon...hmmm...sehr schwierig und risikoreich für den Täter.
Da sich der Picknickkorb/Kühlbox des ersten Paares im PKW befand, glaube ich, dass eine Rast des Paares an einem anderen Ort stattfand. Nun ja..auch die könnte der Täter mitgenommen haben und bewusst im Auto zurückgelassen haben, so dass niemand auf die Idee kommt, in der Göhrde zu suchen. Er konnte schließlich nicht wissen, wer alles von diesem Vorhaben wußte.
Aber ganz fern bin ich auch noch nicht von dem Gedankengang Verwechslung.
Man braucht eigentlich ein Bewegungsprofil des zweiten Paares, rund um den 21.05.1989. Aber ich denke, die Polizei wird das eingehend geprüft haben.

Weiterhin muss der Täter über Tagesfreizeit verfügt haben, eine Zeit, in der er weder von der Familie oder Angehörigen vermisst wird. Möglich auch, dass er für diese Zeiten ein gutes Alibi parat hatte. Oder war er sogar ein Einzelgänger, bei dem es niemals aufgefallen wäre? Nur dann käme dies meiner Meinung nach in Betracht....

@Mr.Stielz
Mr.Stielz schrieb:Da ist es gut möglich, dass der Täter gezielt in einer ruhigen Gegend auf Zufallsopfer gelauert hat, z.B. bei schönem Wetter auf einer Bank oder etwas versteckter von einem Hochsitz aus.
da sehr zeitaufwendig, also eher "Familien-und Berufsunfreundlich"...fraglich nur, ob er hätte noch mehr Paare töten können, die in dem besagten Zwischenzeitraum von 51 Tagen vielleicht dort Wanderungen unternommen haben....siehe auch Blaubeersammler am 12.06.89.
Eigentlich scheint es für mich aufgrund der zeitlichen (51 Tage zwischen den Taten, schlägt tagsüber zu) und räumlichen Umstände (Wald), sowie den sehr guten Ortskenntnissen (Röthen, BB, W. a.d.L) des Täters als gesichert, dass er auch aus der unmittelbaren Gegend dort stammt.


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26.11.2015 um 01:09
Mr.Stielz schrieb:Was auffällt auf dieser Karte: (Beitrag von tuskam, Seite 4)
Beide Tatorte liegen am selben kleinen Waldweg.
Vorsicht, die Karte in Deinem Link zeigt nicht die richtigen Tat- bzw. Fundorte...die richtigen liegen etwas versetzt und keinesfalls direkt am gleichen Weg, siehe hier:

Beitrag von Mc_Manus, Seite 231


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26.11.2015 um 06:45
Das Ganze erinnert ein wenig an die ersten Morde beim ZODIAC Killer.-)
Das der Killer Aufnahmen von seinen Opfern gemacht hat,davon dürfte man ausgehen.Er wird davon wohl noch lange gezerrt haben,und seine Lust aus dem Wiedererleben der Taten gewonnen haben, und deshalb nicht wieder in Erscheinung getreten sein.


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Die Göhrde-Morde

26.11.2015 um 08:43
@bb37

Was natürlich auch auffällt ist das Alter der Opfer. Alle Opfer waren älter als 40 Jahre. Lässt das auch einen gewissen Rückschluss auf das damalige Alter des Täters zu? Offensichtlich hatte er keinen Bezug zu jüngeren Paaren, vielleicht war er selber damals schon älter als 40 Jahre alt. Eigentlich sind Opfer einer Sexualstraftat in der Regel wesentlich jünger, Ausnahmen gibt es natürlich.

Zu einer vorherigen Kontaktaufnahme des Täters mit seinen Opfern kann ich leider auch keine neue Idee beitragen. Vielleicht war alles aber auch viel einfacher und der Täter hatte regelmäßig in Parkplatznähe zu tun und hatte Einsicht auf den Parkplatz und konnte die ankommenden Fahrzeuge und die Insassen sehen.

@bura007
Ich gehe davon aus, dass der Täter nicht weiter getötet hat, weil er zum Kreis der Verdächtigen gehörte und den Atem der Ermittler schon im Nacken gespürt hat. Er wollte auf keinen Fall ins Gefängnis und daher hat er aufgehört. Ich sehe es also ähnlich wie @Albertus. Mit den anderen hier schon vertretenen Theorien, dass er weiter gemacht hat mit Frauenmorden in ganz Norddeutschland oder gar in ganz Deutschland kann ich mich nicht anfreunden.


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26.11.2015 um 12:10
AngRa schrieb:Ich gehe davon aus, dass der Täter nicht weiter getötet hat, weil er zum Kreis der Verdächtigen gehörte und den Atem der Ermittler schon im Nacken gespürt hat. Er wollte auf keinen Fall ins Gefängnis und daher hat er aufgehört. Ich sehe es also ähnlich wie @Albertus. Mit den anderen hier schon vertretenen Theorien, dass er weiter gemacht hat mit Frauenmorden in ganz Norddeutschland oder gar in ganz Deutschland kann ich mich nicht anfreunden.
Mir fällt es schwer zu glauben, dass jemand in seinem Leben innerhalb eines kurzen 7 1/2 Wochenintervall im konzentrierten 4-fach-Blutrausch ist und sowohl Jahre vorher als auch nachher sich dann wieder voll im Griff hatte bzw. hat. Wenn die Angst der Entdeckung ab dem 12.07.89 zu groß war, dann wohl eher konkret auf den Raum Lüneburg / Lüchow-Dannenberg bezogen. Also irgendwie kann ich mir diese "Disziplin" nicht wirklich konkret vorstellen und denke, dass er für sich zwangsläufig woanders "tätig" werden musste...


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