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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

12.684 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungeklärt, Feuer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:03
Wie kommen User hier jetzt auf einen Geigenaustausch? Gibt es dazu Belege oder Quellen oder sind das nur Vermutungen?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:09
@mattschwarz
Ein Polizeianwärter muss hier immer mitlesen und mitnotieren.So sparen die sich ein Haufen Ermittlungstätigkeiten
macht ihr jetzt nen comicthread hier draus?
was soll denn das?
wo ist der offizielle beleg dafür des es sich bei der behauptung um eine tatsache handelt?

@KiskaIsland
die geige wird von einigen ( eine zeitlang auch von mir) als tatmotiv vermutet.
daher kommt auch die vermutung dazu des die originalgeige gegen eine andere ausgetauscht wurde.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:11
Zitat von KiskaIslandKiskaIsland schrieb:Wie kommen User hier jetzt auf einen Geigenaustausch? Gibt es dazu Belege oder Quellen oder sind das nur Vermutungen?
Ich denke das dürfte feststehen. Wenn ich mir das so recht überlege, könnte vielleicht auch das ganze Wohnmobil ausgetauscht worden sein. Vielleicht war das ja besonders wertvoll und wurde durch ein billiges ersetzt, das dann abgefackelt wurde.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:14
@mattschwarz

Ich glaube, langsam überfordert dein Ironie-Niveau hier den einen oder anderen ;)


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:23
Ich würde sagen...Saitenweise Spam :-(


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:33
In Bezug auf die Tatsache das zwei Menschen gewaltsam zu Tode gekommen sind, halte ich das mit der Geige hier momentan für weder lustig noch angebracht. Ich habe die Geige als ernsthaften Gedanken ins Spiel gebracht, da anscheinend niemand weiß ob die Geige nicht doch einen Wert gehabt hat. Es wurden Menschen schon für weniger umgebracht, mitunter hatte die Geige einen Wert wofür man zwei Menschenleben in Kauf genommen hat. Dieser Gedanke ist ja wohl erlaubt, ohne einen Beweis natürlich, den hab ich nun mal nicht, ins Lächerliche muss man dies jedoch in keinster Weise ziehen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 18:54
Zitat von TearsOfAvalonTearsOfAvalon schrieb:Dieser Gedanke ist ja wohl erlaubt, ohne einen Beweis natürlich, den hab ich nun mal nicht, ins Lächerliche muss man dies jedoch in keinster Weise ziehen.
Völlig richtig. Wir sollten das ironische Ad-Absurdum-Führen von Hypothesen, die man ablehnt, nicht weiterführen, so sehr der eine oder andere hier offenbar durchaus eine komödiantische Ader hat.

Irgendeine bisher ungeklärte Rolle kann der Komplex Geige/Geigenausstellung/Geigenschätzung durchaus spielen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 19:21
Zitat von KiskaIslandKiskaIsland schrieb:Die Geige war wahrscheinlich wertvoll genug, dass die Langendonks sie mitnahmen und in Mittenwald schätzen ließen.
Nun ja, das die Geige in Mittenwald geschätzt wurde ist auch nur eine Vermutung. Die Vermutung beruft sich grade mal auf einen Zeitungsartikel.
Zitat von TearsOfAvalonTearsOfAvalon schrieb:Tea
Zitat von monstramonstra schrieb:TearsOfAvalon schrieb:
1. Wie lange vorher war die Reise der LDs geplant?
2. War diese Route die sie gefahren sind geplant?
3. Waren Sie schon öfters in D bzw. in dieser Region wo sie zuletzt unterwegs waren?
4. Wo ist die zweite Tatwaffe, das Messer, hingekommen? War es aus dem Besitz der LDs oder hatte die der Täter bei sich?
5. Wurde die Geige in D geschätzt? War sie wertvoll, wenn ja wie wertvoll?
6. Warum wollten sie die Geige in D schätzen lassen? Wurde Sie davor schon mal in Holland geschätzt?
Zitat von monstramonstra schrieb:Soweit ich das überblicken kann, gibt es dazu keine öffentlich verfügbaren Erkenntnisse



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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.03.2018 um 21:47
Wenn wir schon wieder bei der Geigendiskussion angelangt sind, dann möchte ich mal einwerfen und fragen :
Wie schaut es da eigentlich bezüglich möglicher Versicherung aus. Sollte /Würde man da eine eigene Reiseversicherung abschließen und bei wertvollen Gegenstände diese extra angeben ? oder wär das z.B. durch andere Versicherungen abgedeckt ?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 07:41
Zitat von sandymaus3sandymaus3 schrieb:Wenn wir schon wieder bei der Geigendiskussion angelangt sind, dann möchte ich mal einwerfen und fragen :
Wie schaut es da eigentlich bezüglich möglicher Versicherung aus. Sollte /Würde man da eine eigene Reiseversicherung abschließen und bei wertvollen Gegenstände diese extra angeben ? oder wär das z.B. durch andere Versicherungen abgedeckt ?
Auch wieder ein super Ansatz, der führt zwangsläufig zur Wurzel:

Die L. werden bestimmt ihre Geige nicht ziellos für die Reise eingepackt haben, die L. hätten ihre Geige viel einfacher in ihrem Heimatland schätzen lassen können. Geigen sind sehr empfindlich und eher untypisch für den durchschnittlichen Campingurlaub, vor allem natürlich die sehr wertvollen Exemplare zudem wenn das Instrument gar nicht benutzt/gespielt wird, sondern einfach nur geschätzt werden soll.

Ich stelle mir gerade vor ich bin noch bei mir zu Hause, in den Niederlanden bei den Reisevorbereitungen zu der geplanten Reise, aus welchem Anlaß heraus käme ich auf die sehr außergewöhnliche Idee die Geige gerade in meinem Urlaub, in dem ca. 850 Km entfernten Chiemgau, zum aller ersten mal schätzen lassen zu wollen, und nicht etwa irgendwo nahe der Heimat z.B. in den Niederlanden, Belgien, Deutschland in Grenznähe usw.


Was war überhaupt der Anlaß (z.B. Eine Annonce in einer niederländischen Zeitung, ...."wir geben ihne Geld für ihre alte klassische Geige.....bla ..bla...kommen Sie vorbei im....Ihr...Sonntagsanzugmann....im....Chiemgau.....bla"....usw...) für die L. ihre Geige einzupacken?

Hat man ggf. vorab schon mal diesbezüglich ein Telefonat geführt um nicht unnötig das Intrument in dem begrenzten Campingwagen mitzunehmen?

Was war das Ziel dieser Aktion, bzw. was versprachen sich die L. davon, war es z.B. besonders verlockend?

Was war dort besser, warum hat man die Geige z.B. nicht beiläufig mal z.B. in Amsterdam (ca. 144 Km einfach) schätzen lassen?

Ich kann mir nicht vorstellen das man die Geige ins blaue hinein, quasi ziellos auf puren Verdacht, die weite Strecke mitgenommen hat, ohne zu wissen ob dort überhaupt eine geeignete Anlaufstelle für das Vorhaben bestehen könnte.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 08:02
Zitat von monstramonstra schrieb:So glaubte die Polizei, die Geige sei mit verbrannt. Das haben sie bis jetzt geglaubt. Aber ein Beamter (der Azubi) ist immer dazu verdonnert, dieses Forum mitzulesen. Und jetzt haben sie erkannt, dass sie mit einer Austauschgeige genarrt worden sind. Viel zu spät...
Zitat von fauchifauchi schrieb:des ist doch jetzt hoffentlich nur eine vermutung von dir.
mir ist zwar auch schon "zu ohren gekommen" des ermittler bei allmy mitlesen,aber ob des auch für diesen thread gilt ist fraglich.
oder hast du zufällig einen beleg dafür,falls es keine vermutung von dir ist.
Zitat von mattschwarzmattschwarz schrieb:Nein, nein das hat @monstra vollkommen zutreffend richtig beschrieben. Ein Polizeianwärter muss hier immer mitlesen und mitnotieren. So sparen die sich ein Haufen Ermittlungstätigkeiten.
Das ist aber scheinbar die Realität, von Azubi oder Polizeianwärter steht da aber nichts.
Auch in verschiedenen Internetforen diskutierten Hobbydetektive über den Mordfall. »Das verfolgt die Polizei natürlich auch«, so Stampfl.


Mit den Angehörigen sei man nach wie vor in engem Kontakt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, haben die drei Töchter und die Polizei eine Belohnung von zusammen 51 000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Kripo Traunstein unter Telefon 0861/987 30 entgegen.
https://www.berchtesgadener-anzeiger.de/startseite_artikel,-langendonkdoppelmord-jaehrt-sich-heute-zum-20-mal-_arid,337182.html


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 08:07
Zitat von DrosselpartDrosselpart schrieb:Was war dort besser, warum hat man die Geige z.B. nicht beiläufig mal z.B. in Amsterdam (ca. 144 Km einfach) schätzen lassen?

Ich kann mir nicht vorstellen das man die Geige ins blaue hinein, quasi ziellos auf puren Verdacht, die weite Strecke mitgenommen hat, ohne zu wissen ob dort überhaupt eine geeignete Anlaufstelle für das Vorhaben bestehen könnte.
Mittenwald, das die Langendonks ja offenbar ansteuerten, ist seit 350 Jahren ein europaweit renommiertes Zentrum des Geigenbaus. Zehn Geigenbaumeister arbeiten heute dort.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 08:36
Zitat von DrosselpartDrosselpart schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen das man die Geige ins blaue hinein, quasi ziellos auf puren Verdacht, die weite Strecke mitgenommen hat, ohne zu wissen ob dort überhaupt eine geeignete Anlaufstelle für das Vorhaben bestehen könnte.
Zitat von medardusmedardus schrieb:Mittenwald, das die Langendonks ja offenbar ansteuerten, ist seit 350 Jahren ein europaweit renommiertes Zentrum des Geigenbaus. Zehn Geigenbaumeister arbeiten heute dort.
Vielleicht handelt es sich bei der Geige auch um ein Instrument, das in Mittenwald gefertigt wurde. Dann macht es evtl. Sinn vor Ort Erkundigungen z.B. über die Herstellerfirma einzuholen. Das muss aber überhaupt nicht mit einem monetären Wert der Geige zusammenhängen. Vielleicht wollte man einfach Hintergründe am "Geburtsort" der Geige in Erfahrung bringen. Ich könnte mit vorstellen, dass so etwas (wenn es sich eben gerade nicht um eine herausragende, bekannte Manufaktur handelt) in Amsterdam gar nicht möglich war (mit Internet war da ja noch nicht so viel los).

Was einen möglichen Versicherungsschutz anbelangt, bin ich skeptisch. Soweit die Geige wirklich wertvoll gewesen sein sollte, wofür es keine objektiven Anhaltspunkte gibt, sehe ich in der Mitnahme des Instruments auf eine Urlaubsfahrt in einem Wohnmobil eine Obliegenheitspflichtverletzung (grobe Fahrlässigkeit), die nach den Versicherungsbedingungen in der Regel zur Leistungsfreiheit des Versicherers führt.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 08:52
zur Geige:

ich tue mich bereits mit der hier inzwischen ja einhellig verbreiteten meinung schwer, dass die geige erstmals in mittenwald geschätzt wurde.
a) macht, wie schon von @Drosselpart angeführt, eine dortige erstschätzung wenig sinn, wenn diese viel einfacher und für das evtl. selbst als wertvoll erachtete instrument viel weniger belastend, heimatnah möglich war, wobei es gerade in NL durchaus namhafte experten gibt;
b) würde sich ein schätzer/geigenbauer wohl an das holländische ehepaar erinnern und aussagen zum vorgelegten instrument machen können;
c) dürfte ebendieser bei einer tatsächlich auffällig wertvollen violine dringend dazu geraten haben, diese nicht auf die campingtour weiter mitzunehmen, sondern, natürlich gegen quittung und evtl. sogar gesichertem rücktransport, evtl. auch zur restaurierung, in seiner obhut zu belassen. selbst für ein nicht so wertvolles instrument dürfte zumindest die empfehlung, dieses nicht durch falschen transport zu gefährden, ausgesprochen worden sein, es sei denn natürlich, es handelte sich um ein regelmäßig bespieltes instrument, also eine übungsgeige, wobei dann aber schon die schätzung wieder keinen sinn ergibt, außer es ging nicht um den wert, sondern die historie - damit aber für ein motiv jenseits von raubkunst und jahrzehnte/-hunderte alter rache nicht zu verwerten…

gerade letztere betrachtung, zusammen mit der durch den geplanten besuch einer "violtentoonstelling", gibt eigentlich einen hinweis auf eine gewisse affinität der langendonks zu geigen, also evtl. auch auf eigenes musizieren. damit dürfte es sich also eher um ein übungsinstrument handeln, was halt die ausübung dieses hobbys auch im urlaub ermöglichen sollte, somit aber sicherlich keinen besonderen wert darstellen dürfte.
da die mutmaßliche schätzung nur auf spekulation und einem einzelnen, selbst aber wohl auch spekulativen, zeitungsartikel beruht, wage ich sie hier doch anzuzweifeln.
leider wissen wir halt über die l.s so gut wie nichts...

---

zum telefonat aus siegsdorf:

dieses telefonat erscheint tatsächlich sowohl bzgl. zeit als auch ort auffällig.

zwar mag es gründe geben, dass man den anruf in die heimat bereits mittags tätigt, doch mag ich mir das nicht so recht vorstellen. zwar mag an einem samstag die abendliche erreichbarkeit geringer sein als am frühen nachmittag - wobei man auch hier an die üblichen samstäglichen familienaktivitäten denken sollte, dennoch ist es doch gerade auf reisen eher üblich, sich abends zu melden, um auch die erlebnisse des tages mit zu berichten.
auch fehlt mir beim veröffentlichten gesprächsinhalt bis auf die trockene wiedergabe der bisherigen reiseroute jedweder bezug auf die eindrücke der reise. statt "wir waren in rosenheim, danach am chiemsee..." würde man doch eher ein "wir waren im wunderschönen rosenheim mit seiner tollen architektur, wunderschön, und danach am chiemsee, herrliche landschaft, wunderbar ruhig..." erwarten, also eine wiedergabe subjektiver eindrücke, selbst im kurzgefassten telefonat. (sicher kann das in der berichterstattung untergegangen sein, dennoch wissen wir nicht einmal, ob ihnen ihre reise überhaupt gefallen hat!)

auch dass man zum telefonieren nach siegsdorf und dort bis zum bahnhof gefahren ist, entzieht sich meinerseits einer offensichtlichen logik. wollte man nach dem mittagessen zuhause anrufen, so hätte man dies ohne mühe bereits aus marquartstein tun können, wenn schon nicht aus dem gasthof, so doch aus einer der damals noch recht dicht vorhandenen telefonzellen vor ort. ansonsten wäre dies sicherlich auch vom nächsten geplanten haltepunkt (reit im winkl oder der ort der ominösen ausstellung) möglich gewesen. und an ein nur halbstündiges zeitfenster für die erreichbarkeit der tochter möchte ich nicht wirklich glauben...

und auch in siegsdorf selbst ist die wahl der telefonzelle am bahnhof nicht unbedingt nachvollziehbar. man musste zwangsläufig seine (zuvor ohnehin schon aufgegebene ursprüngliche) route verlassen (wovon gegenüber der tochter ja auch nichts erwähnt wird) und in erwartung einer dortigen telefonzelle den örtlichen bahnhof suchen, denn der lag eben nicht direkt an der ortsdurchfahrt, das wohnmobil parken und schließlich nach dem kurzen telefonat wieder zurück auf die route finden. ein ziemlicher aufwand, nur um mitzuteilen, dass es einem gut geht, man in rosenheim und am chiemsee war und am abend zu einer geigenausstellung wolle, also ein gespräch von vielleicht fünf minuten.
warum war es den l.s aber so wichtig, dieses telefonat zu führen, um dafür unmittelbar nach dem mittagessen mit der ausgeschlagenen telefongelegenheit den siegsdorfer bahnhof aufzusuchen und dann auch sofort wieder in richtung hölzl aufzubrechen, nur um dann an diesem ungastlichen ort etliche stunden zu verbringen?!


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 09:23
Zitat von mattschwarzmattschwarz schrieb:Was hätte der Austausch der Geigen denn für einen Vorteil gehabt, außer dass der Täter zu allem Überfluss auch noch eine Geigen mitgeführt haben soll? Er hätte damit möglicherweise verschleiern können, dass er die Geige gestohlen hat. Wozu? Der Diebstahl einer Geige fällt bei einem Doppelmord nicht besonders ins Gewicht.
Apropos "zu allem Überfluss", scheinbar hatte der Täter auch einen besonderen Hang dazu, z.B.:

- Überflüssiger Lärm durch Schusswaffengebrauch trotz scheinbar mitgeführtem Messer (Angriff erfolgte durch das Messer), dadurch ergibt sich wahrscheinlich auch die überflüssige Wartezeit von 2h

- überflüssiges ÜBERtöten, Schusswaffe plus Messer

- Überflüssiges Morden von zwei Personen, da scheinbar kein Motiv erkennbar

- Überflüssige 11h, da Fahrt nach Nürnberg statt 5 Km um die Ecke und dann unerkannt zu Fuß in Hölzl

- Überflüssiges "Rauben von Wertgegenständen" und entsorgen dieser in Nürnberg

- Aus der Fahrt nach Nürnberg resultiert dann die überflüssige Rückfahrt mit dem Taxifahrt zum Tatort1 mit den überflüssigen Ausgaben von 500 Dm

- Daraus resultierten dann überflüssigerweise die Phantombilder und die Personenbeschreibungen


Ich könnte mir vorstellen, das der Täter auch noch genügend kriminelles Potential für eine Austauschgeige gehabt haben könnte, sofern er Zugriff auf eine Billig-Geige gehabt hätte, nur damit nicht der leiseste Verdacht in die Richtung der Geigenbauer/Geigenschätzer/Geigensammler im Chiemgau fällt, daher ggf.auch die ungwöhlich lange Verschleierungsfahrt (11h).

Der Aufwand, das Risiko, das Strafmaß, die ausgelobte Belohnung und die 500 DM Taxikosten setzen dann schon einen gewissen "Gegenwert" (Nutzen, Ziel) voraus.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

21.03.2018 um 09:31
Zitat von fravdfravd schrieb:auch dass man zum telefonieren nach siegsdorf und dort bis zum bahnhof gefahren ist, entzieht sich meinerseits einer offensichtlichen logik. wollte man nach dem mittagessen zuhause anrufen, so hätte man dies ohne mühe bereits aus marquartstein tun können, wenn schon nicht aus dem gasthof, so doch aus einer der damals noch recht dicht vorhandenen telefonzellen vor ort. ansonsten wäre dies sicherlich auch vom nächsten geplanten haltepunkt (reit im winkl oder der ort der ominösen ausstellung) möglich gewesen. und an ein nur halbstündiges zeitfenster für die erreichbarkeit der tochter möchte ich nicht wirklich glauben...
Ich glaube, Du setzt hier eine durch nichts belegte Kausalkette voraus, die dann als "ungewöhnlich" oder "seltsam" bewertet wird und als Indiz dafür angeführt wird, dass an dieser Stelle schon etwas "aus dem Ruder" lief. Es spricht doch wenig dafür, dass man "zum Telefonieren" nach Siegsdorf gefahren ist. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass man evtl. noch einen Kaffee trinken wollte, Besorgungen tätigte (z.B. Kuchen kaufen, Zigaretten, wenn sie geraucht haben sollte oder anderes). Vielleicht hat man dann eine Telefonzelle gesehen und en passant ("Du Harry, wir könnten doch mal wieder daheim anrufen") entschieden bei der Tochter kurz durchzuläuten.

Insgesamt verläuft doch keine Reise mit einem Wohnmobil stur auf einer vorgefertigten Route von der unter keinen Umständen abgewichen werden darf. Warum auch, die sympathischen Ls sind Rentner. Sie können sich treiben lassen. Man kann hinfahren wo man will, auch mal abseits der ungefähren Route, bleiben wo man will, sich auch mal verfahren. Auch ins Hölzl. Einfach mal abseits fahren und schauen, wo es ein Plätzchen gibt, an dem man anhalten kann, um vielleicht mal seine Ruhe von jedem Getrubel zu haben, mal kurz nichts anschauen. Bei einer Tasse Kaffee zusammen reden und (warum sollte dies ehrenrührig sein) sich diskret ins innere des Wohnmobil zurückzuziehen, um sich zu vergnügen. Soweit letzteres der Fall gewesen sein sollte, könnte dies zu einer gewissen Brisanz geführt haben, wenn der Täter dabei "gestört" hätte und es darauf hin zu einer Auseinandersetzung gekommen ist.


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21.03.2018 um 09:33
Zitat von fravdfravd schrieb:b) würde sich ein schätzer/geigenbauer wohl an das holländische ehepaar erinnern und aussagen zum vorgelegten instrument machen können
Gut möglich, dass genau das auch passiert ist, die Aussage aber so irrelevant war, dass die Polizei keine Notwendigkeit sah dies öffentlich zu kommunizieren.
Zitat von fravdfravd schrieb:ürfte ebendieser bei einer tatsächlich auffällig wertvollen violine dringend dazu geraten haben, diese nicht auf die campingtour weiter mitzunehmen, sondern, natürlich gegen quittung und evtl. sogar gesichertem rücktransport, evtl. auch zur restaurierung, in seiner obhut zu belassen.
Ein weiteres Indiz dafür, dass die Geige eben nicht wertvoll war.
Zitat von fravdfravd schrieb:dieses telefonat erscheint tatsächlich sowohl bzgl. zeit als auch ort auffällig.
Nein, ein Telefonat am frühen Nachmittag von einer öffentlichen Telefonzelle aus war im Jahr 1997 ganz sicher nicht auffällig.
Zitat von fravdfravd schrieb:dennoch ist es doch gerade auf reisen eher üblich, sich abends zu melden, um auch die erlebnisse des tages mit zu berichten.
Es ist meiner Meinung nach ein riesiger Fehler, solche Banalitäten als merkwürdig / auffällig darzustellen, nur weil sie den eigenen Gewohnheiten widersprechen würden. Ich kann nach wie vor nicht erkennen, was daran merlwürdig sein soll, die eigenen Kinder an einem frühen Samstagnachmittag anzurufen. Und bisher konnte auch noch kein User hier plausibel begründen, warum das Telefonat dubios sein sollte, das einzige Argument war immer nur "Also ich würde das ja nicht so machen" und das ist, mit Verlaub, kein Argument.
Zitat von fravdfravd schrieb:auch fehlt mir beim veröffentlichten gesprächsinhalt bis auf die trockene wiedergabe der bisherigen reiseroute jedweder bezug auf die eindrücke der reise. statt "wir waren in rosenheim, danach am chiemsee..." würde man doch eher ein "wir waren im wunderschönen rosenheim mit seiner tollen architektur, wunderschön, und danach am chiemsee, herrliche landschaft, wunderbar ruhig..." erwarten, also eine wiedergabe subjektiver eindrücke, selbst im kurzgefassten telefonat.
Ja. Und außerdem wurde auch nicht veröffentlicht, welche Gerichte die Langendonks beim Mittagessen in Marquartstein bestellt haben, welche Getränke sie getrunken haben und wie viel Trinkgeld sie der Kellnerin gegeben haben. Ganz klares Indiz, dass auch mit dem Mittagessen irgendwas faul war!
Zitat von fravdfravd schrieb:auch dass man zum telefonieren nach siegsdorf und dort bis zum bahnhof gefahren ist, entzieht sich meinerseits einer offensichtlichen logik. wollte man nach dem mittagessen zuhause anrufen, so hätte man dies ohne mühe bereits aus marquartstein tun können, wenn schon nicht aus dem gasthof, so doch aus einer der damals noch recht dicht vorhandenen telefonzellen vor ort.
Natürlich nur Spekulation, aber ein völlig banaler Grund könnte gewesen sein, dass z.B. an damaligen Telefonzellen in Marquartstein keine wirkliche Möglichkeit bestand, mit einem Wohnmmobil zu parken, und man eben weiterfuhr mit dem Ziel, dann zu telefonieren wenn man eine Telefonzelle inklusive Parkmöglichkeit findet. Wie gesagt, das ist völlig ins Blaue hinein geraten, ich möchte nur aufzeigen dass es sehr plausible Gründe dafür geben kann, nicht in Marquartstein zu telefonieren.
Zitat von fravdfravd schrieb:und auch in siegsdorf selbst ist die wahl der telefonzelle am bahnhof nicht unbedingt nachvollziehbar. man musste zwangsläufig seine (zuvor ohnehin schon aufgegebene ursprüngliche) route verlassen
Wir wissen doch gar nicht, wie die Reisepläne für den Samstag aussahen. Insofern kann man natürlich auch nicht sagen, eine Route sei aufgegeben worden.


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21.03.2018 um 10:04
Zitat von DrosselpartDrosselpart schrieb:Apropos "zu allem Überfluss", scheinbar hatte der Täter auch einen besonderen Hang dazu, z.B.:- Überflüssiger Lärm durch Schusswaffengebrauch trotz scheinbar mitgeführtem Messer (Angriff erfolgte durch das Messer), dadurch ergibt sich wahrscheinlich auch die überflüssige Wartezeit von 2h- überflüssiges ÜBERtöten, Schusswaffe plus Messer- Überflüssiges Morden von zwei Personen, da scheinbar kein Motiv erkennbar- Überflüssige 11h, da Fahrt nach Nürnberg statt 5 Km um die Ecke und dann unerkannt zu Fuß in Hölzl- Überflüssiges "Rauben von Wertgegenständen" und entsorgen dieser in Nürnberg- Aus der Fahrt nach Nürnberg resultiert dann die überflüssige Rückfahrt mit dem Taxifahrt zum Tatort1 mit den überflüssigen Ausgaben von 500 Dm- Daraus resultierten dann überflüssigerweise die Phantombilder und die Personenbeschreibungen
Ich finde, das hast du phantastisch ausgeführt!!! Alles, was Su beschrieben hast trifft mE vollkommen zu. In der Tat scheint der Mörder hier ständig scheinbar vollkommen überflüssige Aktionen durchzuführen. Diese sind dabei nicht nur unnötig, sondern stellen den Täter ständig vor neue Aufgaben, die gelöst werden müssen. Jede "Lösung" führt dann wieder zu neuen Problemen und Herausforderungen. Es scheint mir fast so, als sei der Täter von seinen eignen Handlungen getrieben. Er versucht quasi vor sich selber zu fliehen. Aus diesem Kreislauf scheint er erst bei der Rückkehr zum Tatort ausgebrochen zu sein. Möglich wäre aber auch, dass sogar anschließend noch "überflüssige" Aktionen ausgeführt wurden, die nur nicht entdeckt wurden.

So jetzt meine Hypothese (zum Auseinandernehmen und Kritisieren):

1. Die sympathischen L's machen ihre Urlaubsfahrt. Die Geige ist nur dabei, weil man gehört hat, dass diese evtl. aus Mittenwald stammt. Wenn man schon in der Gegend, kann man da ja vielleicht mal nachfragen, ob da einer über die Manufaktur oder sogar einen Wert was sagen kann. "Harry, vielleicht ist das alte Ding sogar noch was Wert". "Ach Truus, vergiss es, trotzdem lass uns schauen, ob es den Geigenbauer noch gibt, oder, ob wir was rauskriegen"

2. Alles verläuft völlig entspannt und ungewöhnlich. Man isst. "Ach Harry, bin ich voll. Das deutsche essen ist schon heftig. Lass uns mal ne Pause einlegen, vielleicht noch ein Kaffee irgendwo im Grünen". "Ok, ich fahr hier mal runter Richtung Siegesdorf, vielleicht finden wir ein Plätzchen". "Harry, Stopp, da ist ne Telefonzelle. Lass uns doch kurz mal daheim anrufen, ob alles ok ist".

3. "Ach komm, lass uns aufhören zu suchen, ist doch egal zum Kaffee trinken reicht's. Fahr doch einfach in den nächsten Feldweg rein. Da könne wir uns doch einfach raussetzen"

4. "Nach dem Kuchen bin ich jetzt echt müde, könnte mich fast hinlegen". "Gute Idee Truus, gefällt mir". "Ach Harry, Du schon wieder. Wir können doch nicht hier einfach ...". "Doch können wir ...")

5. "Harry da draußen ist einer, hab's genau gesehen der hat durchs Fenster geschaut". "Ekelhaft, warte den schnapp ich mir und erzähle ihm was"

6. "He, Du blöder Spanner hau bloß ab, nichts besseres zu tun? Heee, was soll das, tu das Ding weg, nein!"


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21.03.2018 um 10:16
Zitat von mattschwarzmattschwarz schrieb:Vielleicht handelt es sich bei der Geige auch um ein Instrument, das in Mittenwald gefertigt wurde. Dann macht es evtl. Sinn vor Ort Erkundigungen z.B. über die Herstellerfirma einzuholen. Das muss aber überhaupt nicht mit einem monetären Wert der Geige zusammenhängen. Vielleicht wollte man einfach Hintergründe am "Geburtsort" der Geige in Erfahrung bringen. Ich könnte mit vorstellen, dass so etwas (wenn es sich eben gerade nicht um eine herausragende, bekannte Manufaktur handelt) in Amsterdam gar nicht möglich war (mit Internet war da ja noch nicht so viel los).
Die Frage sollte dann lauten:
Wann kamen die L. durch wen und zu wieviel DM/Gulden/etc. in den Besitz der Geige ist es ggf. ein Erbstück?


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21.03.2018 um 10:23
Zitat von DrosselpartDrosselpart schrieb:Die Frage sollte dann lauten:Wann kamen die L. durch wen und zu wieviel DM/Gulden/etc. in den Besitz der Geige ist es ggf. ein Erbstück?
Oder einfach ein Flohmarktkauf. Vielleicht gebraucht angeschafft. Ich sehe in der Geige keinerlei Mysterium. Nur, weil es ganz vereinzelt teure Geigen gibt, spricht doch gar nichts dafür, dass ausgerechnet die Ls eine so wertvolle Geige besaßen und dann noch in ihrem Wohnmobil Spazierenfahren.


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