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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

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Themen-Wiki: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.02.2019 um 04:05
@SwanBlack

Alle Wege in Oberbayern führen erst einmal nicht nach Rom, aber nach München. Und München dürfte wohl gerade jedem Preussen oder anderem Ausländer einfallen, wenn er sich sonst nicht in Bayern auskennt. Und in der Umgebung von Traunstein ist München beschildert. Nürnberg dagegen ist in dieser Gegend nirgends ausgeschildert.

Daher liegt es nahe anzunehmen, dass der Täter entweder den naheliegendsten Weg gewählt hat, das ist auf der B 304 ein kurzes Stück an Traunstein vorbei zu fahren und auf die A 8 nach München einzubiegen, auf dem Autobahnring um München herum schliesslich auf der A 9 nach Nürnberg zu fahren.

Alternativ könnte er auf der B 304 erst nach Norden gefahren sein, dieser dann nach Osten folgend über Wasserburg und Ebersberg wieder bis zum Autobahnring München gekommen sein.

Eher ungewöhnlich wäre eine Fahrt "über die Dörfer" nach Norden über Altötting, Eggenfelden, Simbach und Straubing auf die A 3 nach Regensburg und dann weiter nach Nürnberg.

Diese Route ist zwar nicht ganz unbekannt, als Nürnberger haben wir sie manchmal im Sommer genutzt, wenn A 9 und A 8 hoffnungslos zugestaut waren, aber in dieser Nacht gab es soweit bekannt keine nennenswerten Staus.

Zeitlich sind alle genannten Versionen möglich. Gesehen wurde das Wohnmobil offensichtlich nirgends. Jedenfalls hätte er das Wohnmobil genausogut und mit viel geringerem Aufwand in München "verstecken" können. Die Fahrt nach Nürnberg macht weiterhin nur dann Sinn, wenn man annimmt, dass der Täter eigentlich nicht wieder nach Oberbayern zurückkehren wollte.


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16.02.2019 um 05:06
Tritonus schrieb:Hast du eine Quelle?
Schau dir XY an. Und leider ist das VOX Video nicht mehr abrufbar. Will dir aber auch so auf die Sprünge helfen. Da das weiter vorn auch nachzulesen ist. Der erste Taxifahrer will bei der Anfahrt eine solventen Geschäfts Herren ausgemacht haben. Der Taxifreund habe dann über Musik und Harmoniker berichtet. Weiter habe der Fahrgast ein ruhigen Eindruck hinterlassen. Auf den Taxifahrer habe der Fahrgast gebildet gewirkt.

Der zweite Taxifahrer sieht das doch etwas anders. Er will eine Fahrgast erkannt haben, mit unglaublicher Ausdünstung, schwarzen Fingernägeln, wenig sprechend, insgesamt unruhig/verwirrt, auch habe er unter dem Schako etwas verbergen wollen.

Ich würde meinen doch sehr verschieden Wahrnehmungen. So kann das Phantombild auch weit daneben liegen. Und es eben nicht zum Taxifreund führen.


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16.02.2019 um 06:37
NightSpider schrieb:Raubmord schließe ich persönlich aus.
Mache ich auch. Allerdings erachtet Profiler Horn bei VOX dies für möglich.
NightSpider schrieb:Natürlich wollte er den Tatort verschleiern, mit dem Wissen das er zwar gefunden werden wird, aber je länger dies dauern würde desto besser für den Täter. 10 Tage haben gereicht ihn über 20 Jahren nicht zu finden. Überlegungsfehler kann ich da keine erkennen, im Gegenteil.
Dann nenn mir mal was, was der Täter unternimt um das Hölzl zu verschleiern! Erkenst du den Überlegungsfehler wirklich nicht? Der Taxifreund braucht auch kein 10 Tage um nicht erkannt zu werden. Dafür reicht schon eine Sekunde nach der Taxifahrt. Er ist und bleibt ein Phantom.
NightSpider schrieb:Das würde aber voraussetzen, wenn ich deinen Gedankengang richtig folge, das der Täter wissen hätte müssen das er nicht gefunden wird. Das wiederum kann ich aber so gar nicht am Ablauf erkennen, ich bin mir sicher das er das nicht wissen konnte.
Wissen im eigentlichen Sinne konnter er es vielleicht nicht. Genau wie die Polizei auch nicht weiss ob sie Spuren finden kann. Aber auch egal. Die Tatsache, dass keine Spuren gefunden wurden bzw alle weggeputzt oder vernichtet wurden lässt doch darauf schliessen, dass der Täter seiner Sache sehr sicher war. Weiter er auch profesionel gehandelt hat. Warum soll das nicht zum Ablauf passen? Nur weil er etwas nicht Wissen kann? Wer weiss schon alles?
NightSpider schrieb:Interessanter Ansatz, warum denkst du das? Wäre es auch denkbar das das Phantombild einfach so schlecht war, das es diese Person schlichtweg nicht gibt und so niemand den Täter erkennen konnte?
Dazu lese den Beitrag von 5:06 Uhr. Ergänzend vieleicht noch, Perrüke. Anderer Kleidungsstiel. Späterer Bartwuchs. Bei der Taxifart geschminkt.
NightSpider schrieb:Warum konnte der Täter nie gefunden werden?
Ein gut Frage. Es führen eben keine Spuren zu Täter. Phantombild nicht genügend gut. Vielleicht die Nenung der Inhalte der Telefongespräche. Wie die Höhe dieses grösseren Geldbetrages. Den Grund der Mittnahme der Geige. Vielleicht ist schon die Vermutung falsch, der Taxifreund könnte was mit dem Verbrechen zu tun haben.


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16.02.2019 um 22:38
Rick_Blaine schrieb:Jedenfalls hätte er das Wohnmobil genausogut und mit viel geringerem Aufwand in München "verstecken" können. Die Fahrt nach Nürnberg macht weiterhin nur dann Sinn, wenn man annimmt, dass der Täter eigentlich nicht wieder nach Oberbayern zurückkehren wollte.
Hm, schon interessant, die Meinung eines Ortskundigen zu hören. Das macht das alles aber noch konfuser. Was glaubst du, warum er so gehandelt hat? Vielleicht kannte er sich einfach nicht gut aus?


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17.02.2019 um 00:14
Tritonus schrieb:Was glaubst du, warum er so gehandelt hat? Vielleicht kannte er sich einfach nicht gut aus?
Ich kann mir die Sache aus dem derzeitig verfügbaren Indizienbild nur so erklären, dass der Täter tatsächlich weg aus dem Chiemgau nach Norden, mindestens bis Nürnberg wollte, und zwar aus Gründen, die nichts mit der Tat zu tun haben.

Und dann hat er festgestellt, dass er, vermutlich versehentlich, eine wichtige Spur im Hölzl gelegt hat, und daher so schnell wie möglich dorthin zurück wollte, um diese zu beseitigen. Das hat er erst in Nürnberg bemerkt.

Er hat auch zunächst versucht, möglichst unauffällig in den Chiemgau zurück zu kommen. Taxi vom Brandort zum Hbf in Nürnberg. Hätte er dort einen Zug genommen, hätte sich seine Spur schon jetzt verloren.

Es fuhr offensichtlich aber kein Zug, der ihn in seinem Gefühl schnell genug zurückbrachte. Und hier traf er nun die riskante Entscheidung, diese sehr ungewöhnliche Taxifahrt zu unternehmen, an die sich der Taxler sicher erinnern würde.

Üblicherweise muss man mit dem Zug von Nürnberg erst nach München, und vom dortigen Hbf wieder in Richtung Traunstein fahren. Auch in München hätte er also noch einmal seine Spur verwischen können. Das hätte er theoretisch auch mit dem Taxi gekonnt. Er hat es nicht getan:

-entweder wurde er immer nervöser was die Zeit angeht, oder umgekehrt
-er wurde immer ruhiger weil er sich ausdachte, dass selbst wenn die Taxler sich an ihn erinnern und irgendwann die Polizei die entsprechenden Verbindungen zieht, das kaum zu einer Identifikation führen wird. Ich halte das für durchaus möglich, besonders wenn er weder aus der Gegend war noch vor hatte, dort länger zu bleiben.

Wie dem auch sei, ich denke, was im Hölzl zurückgeblieben war, hätte ihn identifiziert. Ein Auto war das sicherlich nicht, denn es ist m.E. komplett unsinnig anzunehmen, ein Täter lässt sein eigenes Fahrzeug am Tatort stehen, um stundenlang das Tatfahrzeug irgendwo anders hinzufahren, und dann stundenlang umständlich zu seinem Fahrzeug zurückzukehren.

Nein, ich denke er wollte nach Norden, hat nicht bemerkt, dass er etwas im Hölzl verloren hat, hat das schliesslich in Nürnberg, vermutlich beim Abfackeln des Wohnmobils registriert, und ist dann notgedrungen wieder zurück. Erfolgreich, denn was ihn dort hätte verraten können, wurde nie gefunden.

Anschliessend, da bin ich mir sicher, hat er wieder den Chiemgau und Oberbayern verlassen.

Was hat er da verloren? Wer weiss? Es hat aber schon erstaunlich viele Täter gegeben, die an Tatorten ihre Geldbeutel mit Ausweisen verloren haben. Kommt immer wieder vor.


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17.02.2019 um 01:18
Rick_Blaine schrieb:Ich kann mir die Sache aus dem derzeitig verfügbaren Indizienbild nur so erklären, dass der Täter tatsächlich weg aus dem Chiemgau nach Norden, mindestens bis Nürnberg wollte, und zwar aus Gründen, die nichts mit der Tat zu tun haben.
Da wollt also der Täter nach Norden reisen. Warum hält er sich dann im Hölzl auf? Was wollte oder suchte er dort?
Rick_Blaine schrieb:Und dann hat er festgestellt, dass er, vermutlich versehentlich, eine wichtige Spur im Hölzl gelegt hat, und daher so schnell wie möglich dorthin zurück wollte, um diese zu beseitigen. Das hat er erst in Nürnberg bemerkt.
Rick_Blaine schrieb:Was hat er da verloren? Wer weiss? Es hat aber schon erstaunlich viele Täter gegeben, die an Tatorten ihre Geldbeutel mit Ausweisen verloren haben. Kommt immer wieder vor.
Gut den Geldbeutel mit Ausweisen verloren, wäre sicher ein Grund für die Rückkehr. Aber dass er das erst in Nürnberg bemerkte, doch erstaunlich. Vielleicht hin bis unwahrscheinlich. Gemäss XY wollte er die Taxifahrt mit Kreditkarte bezahlen. Anbei wäre auch so ein kleiner Gegenstand nicht leicht auffindbar, so dass dem Täter kein Zeitdruck vorgelegen haben mag. Und er durchaus auch die Taxifahrt verschleiern hätte können.


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17.02.2019 um 09:01
Na also wenn ich zwei Leute umgelegt hätte und in Tatortnähe meinen Ausweis verloren, dann würd's mir auch unter den Sohlen brennen ...


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17.02.2019 um 10:28
Hannes_F schrieb:Na also wenn ich zwei Leute umgelegt hätte und in Tatortnähe meinen Ausweis verloren, dann würd's mir auch unter den Sohlen brennen ...
Zu dem Zeitpunkt wusste aber noch niemand, dass dort der Tatort war. Das stellte man erst einige Zeit später fest.


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17.02.2019 um 11:30
Rick_Blaine schrieb:Wie dem auch sei, ich denke, was im Hölzl zurückgeblieben war, hätte ihn identifiziert. Ein Auto war das sicherlich nicht,
Dass er ohne Auto im Hölzl war, finde ich sehr unwahrscheinlich. Wie und warum soll er ohne Auto ausgerechnet dorthin kommen, wenn er nicht aus der Gegend ist? Und vor allem: wie ist er da schnell Sonntags morgens um 5 wieder weggekommen? Zu Fuß bis Traunstein und dann mit dem Zug? Glaube ich nicht. Wenn er da nicht gewohnt hat, war er mit Sicherheit mit dem Auto da.
Die Frage ist dabei, und da hast du recht, warum er den Camper 300 km weit weg fährt. Um den Tatort zu verschleiern, hätten auch 100 km gereicht, und er hätte sich kein Taxi nehmen müssen. Aber vielleicht war das seiner Nervosität geschuldet.


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17.02.2019 um 14:35
Rick_Blaine schrieb:Ich kann mir die Sache aus dem derzeitig verfügbaren Indizienbild nur so erklären, dass der Täter tatsächlich weg aus dem Chiemgau nach Norden, mindestens bis Nürnberg wollte, und zwar aus Gründen, die nichts mit der Tat zu tun haben.

Und dann hat er festgestellt, dass er, vermutlich versehentlich, eine wichtige Spur im Hölzl gelegt hat, und daher so schnell wie möglich dorthin zurück wollte, um diese zu beseitigen. Das hat er erst in Nürnberg bemerkt.

Er hat auch zunächst versucht, möglichst unauffällig in den Chiemgau zurück zu kommen. Taxi vom Brandort zum Hbf in Nürnberg. Hätte er dort einen Zug genommen, hätte sich seine Spur schon jetzt verloren.

Es fuhr offensichtlich aber kein Zug, der ihn in seinem Gefühl schnell genug zurückbrachte. Und hier traf er nun die riskante Entscheidung, diese sehr ungewöhnliche Taxifahrt zu unternehmen, an die sich der Taxler sicher erinnern würde.

Üblicherweise muss man mit dem Zug von Nürnberg erst nach München, und vom dortigen Hbf wieder in Richtung Traunstein fahren. Auch in München hätte er also noch einmal seine Spur verwischen können. Das hätte er theoretisch auch mit dem Taxi gekonnt. Er hat es nicht getan:

-entweder wurde er immer nervöser was die Zeit angeht, oder umgekehrt
-er wurde immer ruhiger weil er sich ausdachte, dass selbst wenn die Taxler sich an ihn erinnern und irgendwann die Polizei die entsprechenden Verbindungen zieht, das kaum zu einer Identifikation führen wird. Ich halte das für durchaus möglich, besonders wenn er weder aus der Gegend war noch vor hatte, dort länger zu bleiben.

Wie dem auch sei, ich denke, was im Hölzl zurückgeblieben war, hätte ihn identifiziert. Ein Auto war das sicherlich nicht, denn es ist m.E. komplett unsinnig anzunehmen, ein Täter lässt sein eigenes Fahrzeug am Tatort stehen, um stundenlang das Tatfahrzeug irgendwo anders hinzufahren, und dann stundenlang umständlich zu seinem Fahrzeug zurückzukehren.

Nein, ich denke er wollte nach Norden, hat nicht bemerkt, dass er etwas im Hölzl verloren hat, hat das schliesslich in Nürnberg, vermutlich beim Abfackeln des Wohnmobils registriert, und ist dann notgedrungen wieder zurück. Erfolgreich, denn was ihn dort hätte verraten können, wurde nie gefunden.

Anschliessend, da bin ich mir sicher, hat er wieder den Chiemgau und Oberbayern verlassen.

Was hat er da verloren? Wer weiss? Es hat aber schon erstaunlich viele Täter gegeben, die an Tatorten ihre Geldbeutel mit Ausweisen verloren haben. Kommt immer wieder vor.
Genau so war es und nicht anders!!! Wahrscheinlich wollte der gute Mann gerade die Reisekasse der Langendonks in seinen Geldbeutel überführen, als er feststellte, dass er eben diesen im Hölzl hat liegen lassen. Also kleine Planänderung und wieder retour. Wahrscheinlich hatte er auch ursprünglich den Plan, noch ein wenig Taxihopping zu betreiben. Z.B. a bisserl am Münchner Bahnhof nochmal umzusteigen, vielleicht auch noch Marquartstein. Doch dann kam: richtig eine unglaubliche Müdigkeit. Wir dürfen nicht vergessen, der Mann hatte schon einiges geleistet an dem Tag. So ganz spurlos geht das auch an einem Hardcorehölzlmeuchler nicht vorbei. Physisch aber vor allem psychisch nicht ohne. Dann die Nacht noch durchgemacht und wahrscheinlich kaum was vernünftiges gegessen. Also abwägen: weiter saves Taxichangen oder doch lieber schneller ins Hajapopajabettchen? Letztlich siegte die Müdigkeit. Schnell den Gelbeutel gecasht und ab. Verständlich. Der Mann hatte sicher wenig Bock, im Taxi einzuschlafen. Zu riskant, dabei hätte er ggf. Handlungsoptionen verloren. Z.B. wenn ein kleines Durchsagerl im Radio oder über Taxifunk gekommen wäre, dass da was mit nem holländischen Camper los war oder noch schlimmer im Hölzl a bisserl Blaulicht gewesen wäre.

Klar am Ende des Tages kann man leicht sagen, dass die Performance des Typen schwankend war. Geschenkt. Das weiss er selbst, dass das ein Salto Nullo war. Dennoch insgesamt gesehen, hat er mehr richtig als falsch gemacht. Und sind wir doch mal ehrlich: wer von uns hat noch nie an einem blöden Ort was liegen lassen? Klar hätte er nochmal schaun müssen, bevor er loscruised. Die Lektion hat er sicher gelernt. Auf die ganz harte Tour. So was ist ihm sicher nicht mehr passiert.


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17.02.2019 um 15:49
@mattschwarz
mattschwarz schrieb:Z.B. wenn ein kleines Durchsagerl im Radio oder über Taxifunk gekommen wäre, dass da was mit nem holländischen Camper los war oder noch schlimmer im Hölzl a bisserl Blaulicht gewesen wäre.
@mattschwarz Sag mal Trollst du? Echt jetzt.
mattschwarz schrieb:Wahrscheinlich hatte er auch ursprünglich den Plan, noch ein wenig Taxihopping zu betreiben. Z.B. a bisserl am Münchner Bahnhof nochmal umzusteigen, vielleicht auch noch Marquartstein.
Grösserer Unsinn habe ich noch nie gelesen. Mir fehlen die Wort. Trotzdem ein Versuch. Das Taxihopping hat ihm so gut gefallen, dass er glatt den Umstiegt in ein anderes Hopping verpasst hat.
mattschwarz schrieb:Letztlich siegte die Müdigkeit. Schnell den Gelbeutel gecasht und ab.
Ja klar, so könnte es gewesen sein.

Wie er den dann mit Hilfe a bisserl Blaulicht den Geldbeutel im Hölzl gefunden hat, schlief der Taxifreund neben dem Geldbeutel ein. Und die Moral an der Geschichte ist, als er dann wieder Aufwachte bemerkte er dass sich gar keine Ausweispapier im Geldbeutel finden liessen. Die verbrannten samt Camper in Altenfurt.
mattschwarz schrieb:Also kleine Planänderung und wieder retour.
Wohl das einzige richtig ist an der ganzen These.


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17.02.2019 um 21:22
Seefahrer schrieb:Zu dem Zeitpunkt wusste aber noch niemand, dass dort der Tatort war.
Ja, das stimmt schon. Trotzdem müsste er schon ziemlich abgebrüht gewesen sein. Hätte ja auch durch Zufall gefunden werden können und dann später zugeordnet.


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18.02.2019 um 00:49
@Tritonus
Die Frage ist dabei, und da hast du recht, warum er den Camper 300 km weit weg fährt. Um den Tatort zu verschleiern, hätten auch 100 km gereicht
Weil es dem Täter nicht nur um die Verschleierung des Tatorts gegangen sein dürfte, sondern vielmehr darum zu suggerieren, dass es sich um einen zufälligen Raubmord und nicht um einen Mordanschlag auf der dem Täter wohlbekannten Alpenroute der Langendongs handelte.
Inszeniert wird primär ein "ordinärer" Raubmord im entfernten Nürnberg, wo niemand die Langendonks hätte vermuten/ abfangen können.
Anders im Chiemgau. Hier schien ggf. sogar dem Täter sein Motiv zu offensichtlich zu sein, so dass er o.g. Rochade veranstaltete.
M.M.n. reiste der Täter weder mit den Opfern im Hölzl an, noch war er dort beheimatet. Wahrscheinlicher erscheint mir, dass er mit eigenem PKW den Langendonks auf den Fersen war und diesen nach deren Ankunft in der Nähe, ggf. im Hartmannweg oder direkt an der 304, platzierte.
Ich würde vermuten, dass er sich dann am Waldrand entlang bewegt hat und mehr oder weniger aus dem Wald kommend unvermittelt vor den Langendonks auftauchte.

Insgesamt scheint die Tat und das Nachtatverhalten angefangen von der antiquierten Waffe bis zum Taxiexodus ein wenig dilettantisch. Weniger ein Profi als vielmehr eine Art musischer Privatier im Rachemodus wäre mein Credo.

Ps.: weiss jemand etwas über die Verkehrssituation an jenem Tag? War diese ggf. für das verzögerte Aufbrechen des Täters Richtung Nürnberg ursächlich?
Wer steht schon gern mit zwei Leichen im Stau..?
Was mein Ihr?


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18.02.2019 um 09:33
Mein Gedanke ist, dass er das Fahrzeug gen Osten verbringen wollte (Tschechien, Polen), aber aus irgendwelchen Gründen wohl Zweifel bekommen hat, dass er dies ohne Kontrolle erreichen könnte...


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.02.2019 um 19:45
SwanBlack schrieb:Gibt es eigentlich irgendwelche Hinweise zur genauen Route des Blonden von Litzlwalchen nach Nürnberg?
Der Täter soll vom Feldweg aus Richtung Norden abgebogen sein, also NICHT Richtung Autobahn. Aber unter welchen Umständen diese Beobachtung stattgefunden hat, wurde der Öffentlichkeit nie mitgeteilt. Daher sollte man auch nicht absolut darauf vertrauen.
Rick_Blaine schrieb:Ich kann mir die Sache aus dem derzeitig verfügbaren Indizienbild nur so erklären, dass der Täter tatsächlich weg aus dem Chiemgau nach Norden, mindestens bis Nürnberg wollte, und zwar aus Gründen, die nichts mit der Tat zu tun haben.

Und dann hat er festgestellt, dass er, vermutlich versehentlich, eine wichtige Spur im Hölzl gelegt hat, und daher so schnell wie möglich dorthin zurück wollte, um diese zu beseitigen. Das hat er erst in Nürnberg bemerkt.
Durchaus mal überlegenswert. Aber:
Tritonus schrieb:Dass er ohne Auto im Hölzl war, finde ich sehr unwahrscheinlich. Wie und warum soll er ohne Auto ausgerechnet dorthin kommen, wenn er nicht aus der Gegend ist? Und vor allem: wie ist er da schnell Sonntags morgens um 5 wieder weggekommen? Zu Fuß bis Traunstein und dann mit dem Zug? Glaube ich nicht. Wenn er da nicht gewohnt hat, war er mit Sicherheit mit dem Auto da.
Richtig, irgendwie muss er ja an den Waldrand gekommen sein. Wir reden hier von der tiefsten Pampa! Landstreicher gibt es seit 100 Jahren nicht mehr, Waldtrolle hat es wohl noch nie gegeben. Bliebe nur Entführung.
Ich finde es übrigens nicht so gefährlich, sein Auto in der Nähe des Tatorts zu parken. So lange nicht bekannt ist, dass der Tatort ein Tatort ist, ist das kein so großes Problem. Klar, ein optimaler Abstellort ist das keinesfalls. Der Blonde hatte es ja auch eilig, vielleicht gerade WEGEN des Autos.


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18.02.2019 um 20:34
Philowl schrieb:Inszeniert wird primär ein "ordinärer" Raubmord im entfernten Nürnberg, wo niemand die Langendonks hätte vermuten/ abfangen können.
Also den Tatort verlegen. Sachlich betrachtet kommt das absolut hin. Den Ermittlern dürfte schnell klar gewesen sein, dass dieser Waldparkplatz nur der Brandort war. Das konnte wohl das Phantom auch annehmen. Allerdings wenn nicht, wäre es eine halbwegs Erklärung warum der Taxifreund im Hölzl ausstieg. Anbei bleibt immer noch die Frage, warum die Fahrt nach Nürnberg.
Philowl schrieb:Ps.: weiss jemand etwas über die Verkehrssituation an jenem Tag? War diese ggf. für das verzögerte Aufbrechen des Täters Richtung Nürnberg ursächlich?
Die Verkehrssituation ist mir nicht bekannt. Aber für das verzögerte Aufbrechen vielleicht dies. Der Täter nahm sich nach der Tat die Einstiegshilfe als Abreagierungsteil mit in den Wald. Wie dann seine Aufwallungen gelöster war, und der Tatort nicht bemerkt wurde, verbracht er die Leichen den Camper und fuhr nach Nürnberg. Diese Aktion dürft schon seine Zeit gedauert haben.


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18.02.2019 um 20:56
In der Spätsendung vom 24. Oktober 1997 gingen 2 Hinweise ein:
“Ein Ehepaar hatte sich gemeldet das 4 Jahre vor dem Doppelmord ebenfalls wie das ermordete Ehepaar
mit einem Wohnmobil am Chiemsee unterwegs war. Die beiden wurden in einem Restaurant von einem
Kellner angesprochen auf dem das Phantombild genau passte, mit Ausnahme der Haarfarbe. Dieser Kellner
versuchte die beiden zu überreden, nicht wie geplant am Abend weiterzureisen sondern da zu bleiben zu
einer Feier mitzukommen. Das Verhalten des Mannes kam den beiden spanisch vor, so fuhren sie weiter…
…die Polizei ist unterwegs.”
Quelle Forum Hobby-Ermittler-Team S.39

Lohnt sicht echt auch mal das andere Forum "Hobby-Ermittler-Team" zu besuchen.


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18.02.2019 um 22:56
schluesselbund schrieb:Der Täter nahm sich nach der Tat die Einstiegshilfe als Abreagierungsteil mit in den Wald. Wie dann seine Aufwallungen gelöster war
Das ist jetzt aber ganz ganz harter Tobak. Du meinst der Mann nahm die Einstiebshilfe mit in den Wald um sich daran abzureagieren? Quasi als Fitnessgerät? Ganz ganz harter Tobak.

Nochmal zurück zur psychischen und physischen Verfassung des Taxichangers: ich meine es war nicht nur die Eile, die ihn unvorsichtig hat werden lassen. Optimal wäre gewesen, das Taxi nochmals zu wechseln. Ich bin sicher, dass es dann kein Phantombild gegeben hätte. Möglicherweise wäre das Hölzl nicht mal als Tatort identifiziert worden. Nur kann man nach so einer Aktion und der fast durchgemachten Nacht noch klar denken? Realistisch betrachtet war der Mann sicher schon um die 24 Stunden wach. Da er wohl nicht jeden Tag so eine Meuchelei betrieb, wird ihn das auch psychisch belastet haben. Egal wie er so drauf war: er hatte kaum Gelegenheit zu relaxen. Er musste sich jeden weiteren Schritt überlegen. Dazu die Angst vor dem Entdecktwerden. Kurzum: es ist davon auszugehen, dass der Mann schlichtweg platt war und mental auf der letzten Rille brannte.


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18.02.2019 um 22:59
Ich lese hier schon einige Zeit mit und möchte zu der Taxifahrt etwas anmerken.

Vor ein paar Jahren bekam ich flüchtig mit, dass ein Sohn eines älteren Ehepaares in einen Kunstraub verwickelt gewesen sein soll. Die Familie hat ihm damals die Ausreise nach USA ermöglicht, wo er noch heute lebt und wohl auch wieder straffällig wurde. Dieser damals junge Mann war ziemlich gewaltbereit und nutzte schon zu Jugendzeiten sein Taschengeld dafür, weitere Taxifahrten von mehreren 100 km ins Prostituiertenmilieu zurückzulegen während die Eltern arbeiteten und scheinbar nicht mitbekamen, wie sich ihr Sohn entwickelte.

Damit will ich sagen, die Taxifahrt kann auch einfach einer Gewohnheit geschuldet gewesen sein. Erstmal weg vom Tatort, evtl nach Nürnberg zu einem Komplizen, mit dem man bzgl der Geige gemeinsame Sache machen wollte. Ob sich dann herausstellte, dass die Geige wertlos war (sie kann auch nur die "Hülle" für Schmugglerware gewesen sein und als Musikinstrument tatsächlich wertlos), bleibt mal dahingestellt.

Sollte es sich jedoch um einen Einzeltäter gehandelt haben, hat das Camper-Paar vielleicht einfach versehentlich beim Beobachten der Segelflugzeuge mit dem Fernglas (gab es diese oder war das nur AZXY-Ausschmückung?) den Blonden vors Glas gekriegt und ihn beim Verbuddeln von irgendwas (schmutzige Fingernägel) ertappt. Dann hätte er auch nochmal ins Hölzl zurück gemusst, um sein Vorhaben nach Beseitigung der Zeugen und geeigneter Ablenkung zu beenden.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

18.02.2019 um 23:20
SwanBlack schrieb:In der Spätsendung vom 24. Oktober 1997 gingen 2 Hinweise ein:
“Ein Ehepaar hatte sich gemeldet das 4 Jahre vor dem Doppelmord ebenfalls wie das ermordete Ehepaar
mit einem Wohnmobil am Chiemsee unterwegs war. Die beiden wurden in einem Restaurant von einem
Kellner angesprochen auf dem das Phantombild genau passte, mit Ausnahme der Haarfarbe. Dieser Kellner
versuchte die beiden zu überreden, nicht wie geplant am Abend weiterzureisen sondern da zu bleiben zu
einer Feier mitzukommen. Das Verhalten des Mannes kam den beiden spanisch vor, so fuhren sie weiter…
…die Polizei ist unterwegs.”
Quelle Forum Hobby-Ermittler-Team S.39

Lohnt sicht echt auch mal das andere Forum "Hobby-Ermittler-Team" zu besuchen.
Wenn da echt was dran ist, dann handelt es sich hier um einen reinen Gelegenheitstäter...., ohne Depot (oder evtl. doch, dann aber "Kleinkram", der kurzfristig versteckt wurde) kein Profi, Waffe gefunden oder von dubiosem "Urlauber" bekommen, Gelegenheitsarbeiter mit Jobs, die das Beobachten von etwaigen Opfern erlaubt. Spekulation meinerseits. Aber ich finde, da könnte was dran sein. Wäre jetzt noch interessant, welches Restaurant und wo das war... ich werde mal im anderen Forum selbst schauen... Wenn dem nicht nachgegangen wurde.... Wäre extrem blöd. Restaurants haben Mitarbeiterlisten, auch für Aushilfen, dazu gibt es Kollegen usw.


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