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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.04.2019 um 09:25
Rick_Blaine schrieb:Ich meine, er kam mit dem Wohnmobil ins Hölzl. Ich denke er ist in Siegsdorf auf die Ls getroffen. Denn es ergibt sich mir auch keinerlei Sinn, warum die Ls von sich aus ins Hölz gefahren sind.
Gut, das ist auch die einzige alternative Erklärung, die ich mir noch vorstellen könnte. Aber für wahrscheinlich halte ich sie nicht, weil damit nur ein Teil der angesprochenen Probleme gelöst werden könnte (und auch neue auftauchen).
Rick_Blaine schrieb:Aber wie gesagt, ein Auto am Tatort eines Mordes abzustellen und dann Stunden später unter Einsatz eines Grossteils der Beute wieder zurückzukehren, das ist für mich die allerabstruseste Theorie.
Aber warum so abstrus? So übermäßig gefährlich war es doch nicht für den Täter. Der Mord war bis 20 Uhr nicht entdeckt worden und wenn der Täter das Womo und die Leichen u.s.w. vom Hölzl beseitigte, war die Wahrscheinlichkeit auch extrem gering, dass der Mord in dieser Nacht noch hätte entdeckt werden können. Deshalb war auch sein Auto relativ unverdächtig, selbst dann, wenn er es direkt am Tatort parkiert hätte (was er vermutlich nicht tat).
Rick_Blaine schrieb:Aber all das haben wir hier schon hundertmal diskutiert.
Das stimmt allerdings. Einfachster Weg aus dem Dilemma: Lass dich einfach überzeugen! ;)
Rick_Blaine schrieb:Diese wurden nie irgendwo thematisiert. Hätte es diese gegeben, denke ich, wäre das sicherlich im Zusammenhang mit diesem Fall irgendwann mal von der Polizei erwähnt worden.
Nun ja, bei Palling ein paar Kilometer entfernt soll es einige Jahre zuvor einen Überfall auf ein Wohnmobil gegeben haben. Ansonsten verlaufen Aufbrüche von Wohnmobilen wahrscheinlich weit weniger spektakulär. Wenn man recherchiert, etwa in entsprechenden Camperforen, scheinen die alles andere als selten zu sein. Warum die Polizei dazu aber nichts verlautbaren lässt, wundert mich auch. Um Touristen nicht zu verängstigen? Aus ermittlungstaktischen Gründen? Oder weil die Zahl der Fälle doch nicht so groß ist...?
schluesselbund schrieb:Stimme dir im weitem zu. Aber an Raubmord mag ich nicht so recht glauben.
Raubmord ist auch für mich nicht die einzige Möglichkeit. Aber ich meine, es könnte so gewesen sein. Ich sehe dabei momentan nicht allzu viele Ungereimtheiten. Ob es wirklich so war, weiß ich auch nicht...


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16.04.2019 um 10:52
mattschwarz schrieb am 12.04.2019:Und was bitte sollten diese Zeugen dann berichten? Richtig, dass der Mann vom Tatort mit dem Camper weggefahren ist. Das dürfte so aber feststehen, weil der Camper samt den Langendonks nämlich in Nürnberg wieder auftauchte. Dass hier ein zunächst unbeteiligter Dritter eingreift wäre doch wohl eher unwahrscheinlich. Naja obwohl. Der Täter bringt die Langendonks um und haut ab. Der Prinz Eisenherz oder von mir aus auch der falsche Rockefeller kommt vorbei und klaut den Camper für ne Spritztour. . In Altenfurt entdeckt er die ungewöhnliche Fracht und ist perplex. Ach ne, ich weiss nicht
Was für abstruse Theorien strickst du denn?
Du sprichst hier von „feststehen“, dabei ist das eine Mutmaßung über den Tatablauf und den womöglich Beteiligten.
Natürlich müssen die L‘s irgendwie nach N gekommen sein. Nur wäre es hilfreich gewesen, man hätte einen vermeintlichen Täter mit dem Camper tatsächlich gesehen.
Vll war es am Ende eine Frau mit langen roten Haaren und kein verzauster Blondschopf?
Übertrieben gesagt!
Wir wissen nur dass es jemanden gab, der eine zeitliche und örtliche Nähe zum Verbrechen gehabt haben soll.

Wer hat denn bitte von einem Dritten gesprochen? Ich wüsste zwar auch nicht, inwieweit man das ausschließen kann, aber ich weiß dass es keine darauf deutenden Anhaltspunkte gibt!


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16.04.2019 um 14:49
Menedemos schrieb:Raubmord ist auch für mich nicht die einzige Möglichkeit. Aber ich meine, es könnte so gewesen sein. Ich sehe dabei momentan nicht allzu viele Ungereimtheiten. Ob es wirklich so war, weiß ich auch nicht...
Natürlich lässt sich ein Raubmord andenken. Ist wohl auch der Vorstellung geschuldet, dass schlicht und einfach Wissen fehlt aus dem privaten geschäftlichen Bereich der Langendonk. Woran eben die Raubmordthese nicht stimmig ist, ein Räuber kommt raubt und geht. Schiessen tut er nur, wenn seinen Forderungen nicht nachgekommen wird. Oder er sich bedrängt fühlt. Ihr scheint es so zu sein, dass der Täter kein Interesse an Geld bekundet. Er wirft sogar welches in Altenfurt noch weg.

Ich verwerfe nach wie vor eine zwei Täterthese nicht. Gut möglich, das der Taxigast nur das Wohnmobil in Altenfurt abgefackelt hat. Dafür spricht, dass er Gegenstände weggeworfen hat. So auch dass die Kleidung kein Verschmutzung aufwies. Es ist wohl nicht zufällig dass der Taxigast genau soviel Geld vorgefunden hat, dass es für die Fahrt zum Hölzl ausreichte. In dem Sinne könnt ich @Rick_Blaine noch zustimmen dass der eigentliche Täter nach Altenfurt noch weiter reiste. Der Taxigast sein Auto im abholte. Um das weiter vorgehen genauer zu besprechen traf man sich im HB.


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16.04.2019 um 15:58
schluesselbund schrieb:Woran eben die Raubmordthese nicht stimmig ist, ein Räuber kommt raubt und geht. Schiessen tut er nur, wenn seinen Forderungen nicht nachgekommen wird. Oder er sich bedrängt fühlt.
Ich könnte mir am ehesten vorstellen, dass der Täter das Womo verwaist vorgefunden hat, weil die Langendonks ein bisschen spazieren gingen. Der Täter wollte es aufbrechen und dann wurde er von dem zurückkehrenden Ehepaar überrascht. Ist aber natürlich reine Spekulation.
Aber ich habe so etwas Ähnliches schon einmal erlebt: Wir haben das Auto in Italien am Strand geparkt, waren nur 10 Minuten weg und bei unserer Rückkehr war es aufgebrochen. Wären wir nur 2 Minuten früher zurückgekommen, wären wir möglicherweise in einer ähnlichen Situation gewesen wie die Langendonks...


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16.04.2019 um 17:22
@Menedemos

Hervorragender Gedanke. Einwenig skeptik ist trotzdem angesagt. Warum verreist er nicht einfach nach dem Doppelmord?


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16.04.2019 um 17:24
Menedemos schrieb:Ich könnte mir am ehesten vorstellen, dass der Täter das Womo verwaist vorgefunden hat, weil die Langendonks ein bisschen spazieren gingen. Der Täter wollte es aufbrechen und dann wurde er von dem zurückkehrenden Ehepaar überrascht
Ganz genau. Oder aber er hatte es schon aufgebrochen und kam gerade aus dem Camper heraus, als die Ls zurückkehrten. Das erklärt nämlich vieles: der Täter beging in dem Sinne keinen Raubmord, also Mord um zu rauben, sondern beging den Mord zur Verdeckung des schon angefangenen Raubes. Aus seiner Sicht daher eine Art "Notwehr". Es gab also keine Abwägung "Mord für eine bestimmte Höhe der Beute", sondern vielmehr "Mord zur Vermeidung einer strafrechtlichen Ahndung". Wenn man andenkt, dass der Mann evtl. anderweit wegen einer weit schwerwiegenderen Tat gesucht wurde oder noch eine Bewährung lief, wäre ein Mord in Verdeckungsabsicht sogar im Ansatz nachvollziehbar.
Menedemos schrieb:Wären wir nur 2 Minuten früher zurückgekommen, wären wir möglicherweise in einer ähnlichen Situation gewesen wie die Langendonks...
Quasi Langendonk 2.0? Naja, nicht jeder ertappte Dieb schießt gleich wild um sich. Vielleicht wäre er auch einfach weggelaufen oder er hätte Dir (was nicht zu wünschen wäre) noch "ein paar auf's Maul gehauen". Unser Taxifreund hingegen hatte wohl eine sehr viel kürzere Zündschnur.


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16.04.2019 um 18:03
mattschwarz schrieb:Quasi Langendonk 2.0? Naja, nicht jeder ertappte Dieb schießt gleich wild um sich. Vielleicht wäre er auch einfach weggelaufen oder er hätte Dir (was nicht zu wünschen wäre) noch "ein paar auf's Maul gehauen".
Ich wäre wohl einfach weitergegangen und hätte so getan, als wäre es gar nicht mein Auto (was es strenggenommen auch nicht war, war ein Mietauto). "Raubgut" war auch nur eine alte Jacke, von der ich im Nachhinein ganz froh bin, dass sie endlich weg ist und dass mich der Dieb zum Kauf einer neuen, schöneren gezwungen hat! :)

Aber Herr Langendonk spielte - ganz im Gegensatz dazu - möglicherweise den Helden. Die Liebe zu seinem Fahrzeug war auf jeden Fall deutlich ausgeprägter als in meinem Fall - was ihm vielleicht zum Verhängnis wurde.


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16.04.2019 um 18:53
mattschwarz schrieb:Oder aber er hatte es schon aufgebrochen und kam gerade aus dem Camper heraus, als die Ls zurückkehrten.
Ich glaube da nicht dran. Schon allein weil das kein Parkplatz war, um eine kleine Wanderung zu unternehmen.

Und aus der Perspektive von einem, der Camper aufbricht:

1. Warum mache ich das am hellichten Tag? Kann das doch ungestörter machen.
Das sollte man nicht wahllos machen.

2. Da es sich nicht um einen regulären Parkplatz handelte, muss ich damit rechnen, dass sich die Insassen nicht weit entfernen.

3. Warum breche ich überhaupt einen 0815-Camper auf? Was erwarte ich da?
Könnte doch z.B. auch in ein Ferienhaus in Kitzbühel oder so einbrechen.

4. Warum bringe ich zwei Menschen um, um den Jahrhundertraub zu verschleiern,
verweile aber dann ewig am Tatort mit zwei Leichen?

5. Wenn ich es nötig habe, einen 0815-Camper aufzubrechen, warum ist mir dann im Nachtatverhalten Geld ziemlich egal?


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16.04.2019 um 19:10
Menedemos schrieb:Ich könnte mir am ehesten vorstellen, dass der Täter das Womo verwaist vorgefunden hat, weil die Langendonks ein bisschen spazieren gingen. Der Täter wollte es aufbrechen und dann wurde er von dem zurückkehrenden Ehepaar überrascht
Dagegen spricht aber die OFA. Laut der wurden die L bei Kaffee und Kuchen, mehr oder weniger aus dem Nichts, aus dem Wald heraus erschossen.


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16.04.2019 um 19:42
Menedemos schrieb:Raubgut" war auch nur eine alte Jacke, von der ich im Nachhinein ganz froh bin, dass sie endlich weg ist und dass mich der Dieb zum Kauf einer neuen, schöneren gezwungen hat! :)

Aber Herr Langendonk spielte - ganz im Gegensatz dazu - möglicherweise den Helden. Die Liebe zu seinem Fahrzeug war auf jeden Fall deutlich ausgeprägter als in meinem Fall - was ihm vielleicht zum Verhängnis wurde.
Gratulation zur neuen Jacke! Falls Du verheiratet bist, kam Deiner Frau der Diebstahl möglicherweise auch entgegen oder Du hattest zumindest einen guten Grund, Deine Garderobe auf Vordermann zu bringen 😀. Im Ernst, vielleicht wollte Harry wirklich Frau und Camper verteidigen, eben den von Dir besagten Helden spielen. Dummerweise war der Typ bewaffnet und (Achtung Wortspiel) der Schuss ging nach hinten los.


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17.04.2019 um 04:23
Menedemos schrieb:Ich könnte mir am ehesten vorstellen, dass der Täter das Womo verwaist vorgefunden hat, weil die Langendonks ein bisschen spazieren gingen. Der Täter wollte es aufbrechen und dann wurde er von dem zurückkehrenden Ehepaar überrascht. Ist aber natürlich reine Spekulation.
Aber ich habe so etwas Ähnliches schon einmal erlebt: Wir haben das Auto in Italien am Strand geparkt, waren nur 10 Minuten weg und bei unserer Rückkehr war es aufgebrochen. Wären wir nur 2 Minuten früher zurückgekommen, wären wir möglicherweise in einer ähnlichen Situation gewesen wie die Langendonks...
Das ist mir leider auch schon passiert, in Südfrankreich, 5 Minuten zum Fotografieren das Auto stehen gelassen, und schon war es aufgebrochen und ausgeraubt. Hier glaube ich zwar nicht an ein solches Szenario, weil ich nicht glaube, dass die Ls freiwillig ins Hölz gefahren sind. Aber generell denke ich schon in diesen Kategorien, denn ich denke:
Menedemos schrieb:Aber Herr Langendonk spielte - ganz im Gegensatz dazu - möglicherweise den Helden. Die Liebe zu seinem Fahrzeug war auf jeden Fall deutlich ausgeprägter als in meinem Fall - was ihm vielleicht zum Verhängnis wurde.
Das ist auch meine Theorie. Anstatt sich "friedlich ausrauben zu lassen" hat sich vermutlich Herr L gewehrt. Der Täter gerät in Panik und wehrt sich dann mit brutaler Gewalt. Das ist gar nichts Ungewöhnliches. Auch in letzter Zeit gab es eine ganze Reihe Fälle, in welchen ein einfacher Strassenraub dadurch eskalierte, dass das Opfer eben nicht sofort brav klein beigab. Meistens kommen dann Messer zum Einsatz, teilweise verlaufen diese Überfälle dann auch tödlich. Der Täter hat das normalerweise nicht geplant. Und wenn er dann eine Schusswaffe dabei hat, dann kann es noch dramatischer werden. Das dürfte hier so gewesen sein.

Gerade ältere Leute sehen oft nicht ein, warum sie wehrlose Opfer sein sollten.

Ein weiteres Problem der "Täter parkte sein Auto am Hölzl" Theorie ist ja auch, dass nicht nur dieser Vorgang extrem unwahrscheinlich ist, sondern dass man dann auch noch eine Erklärung für die Anwesenheit der Ls am Hölzl braucht, die ja nun eigentlich nach Reit im Winkl wollten. Und bitte nicht wieder die fiktive Geigenausstellung.


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17.04.2019 um 11:08
Rick_Blaine schrieb:Ein weiteres Problem der "Täter parkte sein Auto am Hölzl" Theorie ist ja auch, dass nicht nur dieser Vorgang extrem unwahrscheinlich ist, sondern dass man dann auch noch eine Erklärung für die Anwesenheit der Ls am Hölzl braucht, die ja nun eigentlich nach Reit im Winkl wollten. Und bitte nicht wieder die fiktive Geigenausstellung.
Du gehst ja davon aus, dass die Langendonks in Siegsdorf nach dem Telefonat ihren späteren Mörder begegnet sind. Sie mit ihm danach ins Hölzl fuhren. Das erklärt zwar die Anwesenheit der Langendonks im Hölzl. Erklärt aber nicht, warum die Langendonks von Marquartstein nach Siegsdorf gefahren sind. Genau so wenig, warum sie von Marquartstein nicht nach Reit im Winkel weiter gefahren sind.


Selbst wenn man davon aus geht, die Langendonks wären nie in Marquartstein gewesen, und sie hätten die Mittagszeit in Siegsdorf verbracht, so scheint es mir immer noch unwahrscheinlich, dass sie dort irgend einen Fremden mitnahmen, der es fertig brachte mit ihm ins Hölzl zu fahren. Die Langendonks wollten doch weiter die deutsche Alpenstrasse bereisen.


Nun ich erachte es durchaus für möglich dass der Täter mit dem Auto ins Hölzl gelangte. Oder zumindest in der Nähe des Tatortes sein Fahrzeug abgestellt hat. Nach der Einfahrt zum Hölzl gleich zu beginn des Waldes gibt es ein Möglichkeit zum Parkieren. Ich habe auch dort mein Auto abgestellt wie ich in Hölzl war.


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17.04.2019 um 16:44
Kann es nicht auch einfach sein dass Nürnberg quasi zufällig ausgewählt wurde?
Der Täter haut erstmal vom Tatort schnellstmöglich ab und fährt einfach mal in Richtung Norden. In München will er das Fahrzeug nicht abstellen, da es ihm zeitlich und örtlich noch zu nah am Tatort ist. Also fährt er weiter die A9 rauf.
Der Täter weiß er braucht eine größere Stadt um gegebenenfalls noch mit dem Zug nach Hause reisen zu können und auch die anonymität einer größeren Stadt wird ihm nicht ungelegen gekommen sein.
Nun zwischen München und Nürnberg gibt es an der A9 eigentlich nur Ingolstadt als halbwegs größere Stadt.

Da zieh ich jetzt aber einfach mal den möglichen österreichischen Hintergrund heran, und sage dass Ingolstadt eher unbekannt ist in Österreich. Natürlich nicht vom Namen her, gerade auch wegen Audi, aber man hat irgendwie kaum Bezug zu dieser Stadt. Da ist ein "Nürnberg" auf den Straßenschildern doch schon viel einladender.
Auch in Hinsicht auf die 2 Punkte die ich oben genannt habe.
Er wird also von der A9 auf die A6 abgebogen sein, und die erstbeste Ausfahrt genommen haben die ihm untergekommen ist. Eben jene runter auf die Gleiwitzer Straße. Von da an fuhr er vorbei am Gewerbegebiet und schon ist er genau am Fundort des Wohnwagens.
Nimmt man jetzt mal den Routenplaner zur Hand und lässt die Fahrzeit genau zwischen beiden Orten berechnen, kommt man auf Rund 3h.
In Anbetracht der Tatsache dass das Fahrzeug damals wohl nur um die 80 auf der Autobahn gepackt hat und wir bei den 3h von der absolut kürzesten Route ausgehen müssen die der Täter ja nicht gefahren sein muss, würde ich sagen dass man in etwa bei 4 - 4 1/2 Stunden Fahrzeit liegt.


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18.04.2019 um 00:24
Ich wohne nur ums Eck und hab mich immer gefragt wie kann man in der Nähe vom Chiemsee sein und dann in Litzelwalchen unweit einer Mülldeponie campen? Von der B304 sieht man den Tatort sehr gut. Die Straße ist stark frequentiert, laut.... dort nur ein paar Stunden Pause zu machen ist lachhaft. In der Gegend ist das, mit Abstand, der scheußlichste Platz um nur kurz zu rasten. Die paar Flieger auf dem kleinen "Flugplatz" sind der nächste Witz. Komm Schatz, wir fahren in den schönen Chiemgau und machen Rast neben der Mülldeponie an der Bundesstraße. Ein paar Kilometer weiter ist der Chiemsee. Egal, wir bleiben lieber hier. Im Übrigen hab ich schon als Kind hier oft Schüsse gehört. Bei so viel Wald und zig Jägern in der Nachbarschaft war das normal.


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18.04.2019 um 01:43
StockholmSY schrieb:Ich wohne nur ums Eck und hab mich immer gefragt wie kann man in der Nähe vom Chiemsee sein und dann in Litzelwalchen unweit einer Mülldeponie campen?
Weil sie der Täter dorthin lotste. Sie sollten dort auf ihn warten.
Rick_Blaine schrieb:Ein weiteres Problem der "Täter parkte sein Auto am Hölzl" Theorie ist ja auch, dass nicht nur dieser Vorgang extrem unwahrscheinlich ist, sondern dass man dann auch noch eine Erklärung für die Anwesenheit der Ls am Hölzl braucht, die ja nun eigentlich nach Reit im Winkl wollten.
Der Täter hat dort geparkt, nachdem er die Ls dorthin lotste:
Entweder die Übergabe oder was auch immer geriet außer Kontrolle.
Oder es ging schon vorher was im Verhältnis schief, was letztendlich zur Exekution der Ls führte.


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18.04.2019 um 09:49
Cass schrieb:Weil sie der Täter dorthin lotste. Sie sollten dort auf ihn warten.
Cass schrieb:Der Täter hat dort geparkt, nachdem er die Ls dorthin lotste:
Cass schrieb:Oder es ging schon vorher was im Verhältnis schief
Eben so stell ich mir das vor. Es passt zu der Zeugen Aussage mit dem weissen Sierra. So etwas muss sich in Nähe des hölzl abgespielt haben.

Darüber will sich aber hier niemand so richtig Gedanken machen.... Komisch :-(


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18.04.2019 um 10:14
mattschwarz schrieb:Oder aber er hatte es schon aufgebrochen und kam gerade aus dem Camper heraus, als die Ls zurückkehrten.
Cass schrieb:ch glaube da nicht dran. Schon allein weil das kein Parkplatz war, um eine kleine Wanderung zu unternehmen.

Und aus der Perspektive von einem, der Camper aufbricht:

1. Warum mache ich das am hellichten Tag? Kann das doch ungestörter machen.
Das sollte man nicht wahllos machen.

2. Da es sich nicht um einen regulären Parkplatz handelte, muss ich damit rechnen, dass sich die Insassen nicht weit entfernen.

3. Warum breche ich überhaupt einen 0815-Camper auf? Was erwarte ich da?
Könnte doch z.B. auch in ein Ferienhaus in Kitzbühel oder so einbrechen.

4. Warum bringe ich zwei Menschen um, um den Jahrhundertraub zu verschleiern,
verweile aber dann ewig am Tatort mit zwei Leichen?

5. Wenn ich es nötig habe, einen 0815-Camper aufzubrechen, warum ist mir dann im Nachtatverhalten Geld ziemlich egal?
Zu 4) und 5) hätte ich Erklärungen anzubieten. Der Mord war nicht geplant und die hohen Ausgaben auch nicht, waren aber vom Täter eventuell sinnvoll investiert, um seine A. zu retten. 1) - 3) sind aber schon sinnvolle Einwände. Natürlich ist jeder Einbruch in ein Wohnmobil mit Risiken verbunden. Manchmal wird ja nachts auf Autobahnparkplätzen Betäubungsgas eingeführt. Ist auch nicht ohne Risiko. Die Schlafenden könnten aufmerksam werden oder andere Leute auf dem Parkplatz. Aber ganz von der Hand zu weisen sind deine Einwände trotzdem nicht.
rottal76 schrieb:Dagegen spricht aber die OFA. Laut der wurden die L bei Kaffee und Kuchen, mehr oder weniger aus dem Nichts, aus dem Wald heraus erschossen.
Dass sie bei Kaffee und Kuchen saßen, ist meiner Meinung nach nicht gesichert. Die aufgebauten Campingmöbel hat niemand gesehen, deshalb ja von der Polizei die etwas merkwürdige Vermutung, die Möbel wurden HINTER dem Camper aufgebaut. Ansonsten hat man nur ein Tischbein gefunden (uns ist jedenfalls kein weiterer Hinweis bekannt), das auch der Täter aus Versehen herausgeschmissen haben könnte, als er die Leichen verlud.
Das mit den Schüssen aus dem Wald ist allerdings schwerer zu erklären, da hast du recht.
mattschwarz schrieb:Gratulation zur neuen Jacke! Falls Du verheiratet bist, kam Deiner Frau der Diebstahl möglicherweise auch entgegen oder Du hattest zumindest einen guten Grund, Deine Garderobe auf Vordermann zu bringen
Meine Frau hätte definitiv ein Motiv gehabt, zu so einem Diebstahl anzustiften... *grübel* :)
Rick_Blaine schrieb:Ein weiteres Problem der "Täter parkte sein Auto am Hölzl" Theorie ist ja auch, dass nicht nur dieser Vorgang extrem unwahrscheinlich ist, sondern dass man dann auch noch eine Erklärung für die Anwesenheit der Ls am Hölzl braucht, die ja nun eigentlich nach Reit im Winkl wollten.
Vielleicht wollten sie ja zu so etwas wie einer GEIGENAUSSTELLUNG, die irgendwo nördlich des Chiemsees vielleicht stattfand??
Rick_Blaine schrieb:Und bitte nicht wieder die fiktive Geigenausstellung.
Och, schade... :)
schluesselbund schrieb:Erklärt aber nicht, warum die Langendonks von Marquartstein nach Siegsdorf gefahren sind. Genau so wenig, warum sie von Marquartstein nicht nach Reit im Winkel weiter gefahren sind.
Das stimmt. Wenn überhaupt, dann müsste die Entführung konsequenterweise bereits in Marquartstein stattgefunden haben. Dagegen spricht aber wiederum das gutgelaunte Telefongespräch auf halber Fahrtstrecke.

Auch wenn ihr Aufenthalt bei Litzlwalchen etwas komisch ist, mittlerweile neige ich wieder eher der These zu, dass die Langendonks aus eigenem Antrieb dort hingefahren sind, warum auch immer. Vielleicht haben sie ja tatsächlich Litzlwalchen mit Litzelau verwechselt...
Cass schrieb:Weil sie der Täter dorthin lotste. Sie sollten dort auf ihn warten.
Das Hölzl eignet sich nicht dazu, jemanden dort hinzulotsen. Unauffindbar, vor allem für Ortsfremde.
SteamedHams schrieb:Da ist ein "Nürnberg" auf den Straßenschildern doch schon viel einladender.
Ich verstehe deine Überlegungen, vielleicht war es ja wirklich so, dass der Täter einfach irgendeine größere Stadt ansteuerte, die mit dem Tankinhalt erreichbar war. Allerdings kann es schon auch sein, dass er Nürnberg ein bisschen kannte.
Stellt euch vor: Ihr wärt in der Situation des Täters! Ihr wollt das Fahrzeug aus eurem "Revier" entfernen - wo würdet ihr hinfahren?

In eine Gegend, in der ihr noch NIE wart?

Also ich nicht. Ich würde eher eine Gegend aussuchen, mit der ich zwar nicht in unmittelbarem Bezug stehe, in der ich mich aber zumindest halbwegs auskenne.

Aber selbst wenn das in diesem Fall auch so gewesen sein sollte, würde es den Ermittlungen wahrscheinlich nicht groß weiterhelfen. Was würde es nützen, wenn man wüsste, dass der Täter schon vorher ab und zu mal in Nürnberg war? Vermutlich wenig.


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18.04.2019 um 11:47
Menedemos schrieb:Der Mord war nicht geplant und die hohen Ausgaben auch nicht
Ganz genau. Wahrscheinlich war nicht einmal geplant, die Ls überhaupt anzutreffen. Diese kamen aus Sicht des Täters zu früh zurück und Harry gab dann leider den Helden, was den Täter zum Handeln veranlasste. Vielleicht hat Harry sogar noch zugelangt, was den Täter zusätzlich wütend machte. Daher das Übertöten.
Menedemos schrieb:Dass sie bei Kaffee und Kuchen saßen, ist meiner Meinung nach nicht gesichert. Die aufgebauten Campingmöbel hat niemand gesehen, deshalb ja von der Polizei die etwas merkwürdige Vermutung, die Möbel wurden HINTER dem Camper aufgebaut. Ansonsten hat man nur ein Tischbein gefunden
Sehe ich auch so. Bei einem Tischbein fällt mir immer wieder ein, dass sich ein solcher möglicherweise auch gut als Verteidigungswaffe eignen könnte. Quasi als Ersatz für einen nicht vorhandenen Baseballschläger. Könnte es sein, dass Harry das Tischbein nutzen wollte, um Camper und Frau zu verteidigen? Der Täter vielleicht sogar eine abbekam und dann voller Wut blindlings hasserfüllt tötete?
Menedemos schrieb:Auch wenn ihr Aufenthalt bei Litzlwalchen etwas komisch ist, mittlerweile neige ich wieder eher der These zu, dass die Langendonks aus eigenem Antrieb dort hingefahren sind, warum auch immer.
Ich neige dazu, dass Harry vielleicht die Blase gedrückt hat. Man hielt an und, weil man schon da war, beschloss man, sich gleich hier noch bei Kaffee und einem guten Kuchen, um dann gestärkt weiter das Chiemgau zu genießen.
Menedemos schrieb:Stellt euch vor: Ihr wärt in der Situation des Täters! Ihr wollt das Fahrzeug aus eurem "Revier" entfernen - wo würdet ihr hinfahren?
Jedenfalls irgendwohin, wo ich sicher weiß, dass ich von dort aus einfach da hin komme, wo ich dann hin will. Wenn ich wieder zurück wollte, fahre ich sicher nicht über 300 km um mich dann spät Abend in einem Bahnhof erkundigen zu müssen, ob ich überhaupt noch zurückreisen kann. Wenn ich soweit nach Nürnberg fahre, dann nur, wenn ich sicher wüsste, dass ich wieder zurückkomme. Dass wusste der Mann offenbar nicht. Maximal HOFFTE er dies. Und diese wage Hoffnung reicht für mich nicht aus in dieser Situation. Daher war nicht geplant zurückzureisen. Er WOLLTE von dort aus ursprünglich nicht zurück, sondern MUSSTE plötzlich ungeplant die Rückreise antreten.


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18.04.2019 um 11:57
latte3 schrieb:Eben so stell ich mir das vor. Es passt zu der Zeugen Aussage mit dem weissen Sierra. So etwas muss sich in Nähe des hölzl abgespielt haben.
Ich bin ja auch der Ansicht, dass irgendwas den Langendonks vorgelegen haben muss, damit sie das Hölzl überhaupt gefunden haben. Nun hat aber das Hinlotsen die gleich Schwäche wie die Langendonks hätten in Siegsdorf einen Fremden mitgenommen. Ich kann mir in beiden Fällen nicht erklären, warum sie den Wünschen einer fremden Person nachkommen sollten. Für beide Fälle müsst ja schon gellten, dass die Langendonks diesen Jemand gekannt haben.


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18.04.2019 um 12:17
schluesselbund schrieb:Nun hat aber das Hinlotsen die gleich Schwäche wie die Langendonks hätten in Siegsdorf einen Fremden mitgenommen. Ich kann mir in beiden Fällen nicht erklären, warum sie den Wünschen einer fremden Person nachkommen sollten. Für beide Fälle müsst ja schon gellten, dass die Langendonks diesen Jemand gekannt haben.
1.
Die Langendonks haben diesen Jemand aber nicht gekannt. Ob ich das weiß? Ja!

2.
Ein fremder könnte seinen Wünschen auch mit einer Waffe etwas Nachdruck verleihen, Hat er aber nicht. Man hat sich zufällig getroffen. Woher ich das weiß? Weil niemand so blöd ist, jemand ans Hölzl zu lotsen oder gar zu entführen. Und schon gar nicht verabredet man sich an so einem Ort. Warum? Weil sich dieser Ort für überhaupt gar nichts außer zum Gassigehen oder um sich kurz zu erleichtern eignet. Er ist kaum findbar, abgelegen und doch einsehbar. Hier treffen sich keine Agenten und auch ein Amateur lotst da niemanden hin.


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