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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.11.2014 um 12:34
vielefragen schrieb:nehmen die cv verbindungen nur katholiken ?,
Ja. Andere Konfessionen, Konfessionslose und Frauen sind die absolute Ausnahme.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.11.2014 um 12:55
@vielefragen
@Destructivus

aber der ökv nimmt auch evangelische auf!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.11.2014 um 13:37
osttimor schrieb:aber der ökv nimmt auch evangelische auf!
Ist mir bis auf Ausnahmen nicht bekannt. Aber ich schliesse es auch nicht aus.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.11.2014 um 16:56
So, dann mal zurück zum Mordfall Kammerer. Nachdem ich ja gestern schon einiges
geschrieben habe will ich versuchen es in einen nahtlosen Übergang zu bringen. Gar
nicht so einfach ;) Dazu muss ich noch einmal beim ooF ansetzen. Wie wir bereits
wissen handelte es sich bei Daniela und ihrem Freund um keine "normale" Beziehung
und wie die Bezeichnung on-off schon zum Ausdruck bringt gab es da wohl öfter mal
Stress. Wenn man den Begriff on-off-Beziehung mal 'goggelt' findet man recht schnell
heraus das zum überwiegenden Teil Eifersucht eine tragende Rolle dabei einnimmt.

Im Zusammenhang mit dem Hobby des ooF (Musiker u. auch verm. Sänger) und in
Verbindung mit seinem äußeren Erscheinungsbild (angenehme Erscheinung - Frauen
können das sicherlich besser beurteilen als ich) vermute ich mal das der Freund in
seinem weiblichen Umfeld auch recht gut ankam und dieser Umstand mehr oder weniger
des öfteren der Auslöser für Beziehungsstress zwischen den Beiden gewesen sein könnte.
Ich erwähne das deshalb weil es ein nicht unwesentlicher Aspekt ist im Hinblick darauf
das es, wie es vorher schon einige Male von anderen Usern erwähnt wurde, auch
die Möglichkeit gibt das es sich bei dem Täter um eine weibliche Person gehandelt
haben könnte. Das steht zwar im Gegensatz zu der Aussage der Ohrenzeugin die eine
männliche Stimme´wahrgenommen haben will, man darf es aber trotzdem, wie ich meine,
nicht einfach ad acta legen. Ich selbst hatte ja schon mal den Einwand erhoben das eine
Frau wahrscheinlich nicht durch den 'finsteren' Park flüchten würde, aber man darf
nicht vergessen das in dieser Nacht Vollmond war und der Park dadurch relativ gut
ausgeleuchtet und Sonnenaufgang bereits um ca. 06:30 Uhr war. Auch die Morgen-
dämmerung dürfte bereits gegen 05:00 Uhr eingesetzt haben. Also alles in allem für
eine Frau als Täter akzeptabel Rahmenbegingungen.

Als Mordmotiv käme hier eindeutig Eifersucht in Frage auch wenn die Tatausführung
dem wiederspricht (Raserei etc.), Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Bei meinen
Überlegungen kämen also zwei Szenarien in Betracht. Zum einen könnte es sich also
um eine Person handeln die z.B. selbst ein Interesse an dem Freund in Pradl hatte.
Zum anderen käme auch eine Person in Frage die in Daniela vielleicht schon seit Beginn
der Studienzeit eine vermeintliche Nebenbuhlerin gesehen hatte. Das letztgenannte
Szenario bezieht sich allerdings dann nicht auf den ooF sonder auf einen anderen Mann
der wiederum möglicherweise mit dem ooF bekannt war. Wie wir wissen gibt es mehrere
Aussagen die bestätigen das Daniela eine fröhliche und aufgeschlossene junge Dame war
die auch gerne mal geflirtet hat. Ich bin jedenfalls der Meinung das man eine Frau als Täter
nicht vorschnell ausschließen sollte - auch wenn es scheinbar nicht paßt.
Nur zur Info: meine Zusammenfassung ist nocht nicht ganz beendet. Ich muß da gewisse
Pausen einhalten ;)

@vielefragen
vielefragen schrieb:es war demnach jemand, der nicht wollte, dass sie x erreichte, und vor t.bs haus gewartet hatte.
Da stellt sich dann aber die Frage woher er hätte wissen sollen das Daniela noch mal
zurück kommt um ihr Rad wieder in der DHS9 abzustellen um dann zu Fuß in Richtung
Pradl zu laufen. Aufgrund der kleineren Schürf- und Schnittwunden die bei ihr festgestellt
wurden, gehe ich davon aus das sie irgendwo im näheren Umfeld der Bogenmeile mit
ihrem Rad gestürzt sein könnte und das der Grund dafür war weshalb sie das Rad wieder
zurück zum KaKu-Heim gebracht hat, weil sie event. erkannt hatte das sie nicht mehr fahrtüchtig
war; das ist aber nicht gesichert sondern lediglich eine Vermutung meinerseits. ;)

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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vielefragen
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

24.11.2014 um 19:36
@Lohengrin
das rad blieb dort, weil es beim radständer schon zu einem gegenübertreffen kam. vielleicht drängte er sie ab. sie ließ es stehen, lief einen umweg, streifte dabei torkelnd eine hauswand oder fiel hin.

er fuhr ihr nach.

durch deine simple zeichnung wurde mir bewusst, dass sich daniela nicht nur zwischen den heimen, sondern auch zwischen vereinen, herkünften und lebenseinstellungen bewegte, sonst ziemlich geschlossenen gesellschaften.

mich hatte in der vorgeschichte etwas irritiert, eine userin schrieb, daniela habe sich in innsbruck und in dem heim nicht wohlgefühlt. es seien zwei (?) selbstmorde von mitbewohnern passiert.

nach meiner erinnerung setzte nach studenten-suiziden nach einer zeit des verdrängens, meist durch die vom ort weggezogenen angestoßen, eine phase der gegenwärtigen schuldzuweisungen unter den überlebenden ein, von stummen vorwürfen bis zu starken auseinendersetzungen reichend.

ich dachte mir nach dem beitrag ihrer kollegin, vielleicht fragte eine sich aus innsbruck verabschiedende daniela offener und mutiger als die dort weiter studierenden nach den zusammenhängen, die die mädchen in den tod getrieben haben könnten. möglicherweise suchte sie in der nacht darauf antworten, oder sie erwähnte ihr bekannt gewordene gewaltsituationen im vorfeld.

jemand könnte sich von verrat bedroht oder in der ehre gekränkt gefühlt haben.

als daniela in richting der telefone geht, denkt die person, jetzt erfährt die polizei alles.

das wurde verhindert.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

25.11.2014 um 08:44
@Lohengrin

Ich glaube aus folgenden Gründen nicht an eine weibliche Täterschaft (selbstverständlich schließen sie eine Frau aber nicht völlig aus):

1) Die Kriminalstatistik spricht dagegen. Ein Mord wird zehnmal häufiger von einem Mann als von einer Frau begangen.
2) Daniela wollte ja Innsbruck verlassen, für eine eifersüchtige Nebenbuhlerin hätte sich das Problem sowieso bald von selbst erledigt. Also wenn Eifersucht ein Motiv war, dann mMn eher durch einen Mann, der damit nicht fertig wurde, dass Daniela weggehen wollte. Oder der rasend war, weil sie in dieser Nacht noch zu einem anderen wollte. So nach dem Motto "Wenn ich sie nicht haben kann, dann keiner".
3) Die Ohrenzeugen, die eine weibliche und eine männliche Stimme gehört haben wollen.

Ich wollte als vierten Punkt schon schreiben, dass ein Zeuge gesehen hat, wie eine männliche Person auf einem Fahrrad hinter Daniela fuhr. Tatsächlich ist aber nur allgemein von einer "Person" die Rede. Das sollten wir im Kopf behalten, das taucht hier im Thread mehrfach falsch auf, leider auch in meiner Zusammenfassung vom 18.7.2014.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

25.11.2014 um 17:39
@vielefragen

Tatsächlich ware es eine Bewohnerin die Selbstmord begangen hat. Das Verhalten
der damaligen Heimleitung nach dem Suizid ist bei einigen der Heimbewohner
ziemlich sauer aufgestoßen weil die Heimleitung relativ "kaltschnäuzig" daüber
hinweggegangen ist und keine Gedenkaktionen seitens der Mitbewohner zulassen
wollte. Auch bei dem Mord an Daniela ist man wohl recht schnell auf Distanz
gegangen. Kalt und emotioslos - so wird die Atmosphäre von ehem. Bewohnern beschrieben
die selbst einmal in dem Wohnheim gelebt haben.

@nephilimfield

Gedanklich fahre ich da zweigleisig und wäge beide Möglichkeiten ab. Noch ist es zu
früh sich eindeutig festzulegen zumal es ja auch noch nicht zu 100% sicher ist ob
Daniela ihr Rad tatsächlich zum KaKu-Heim zurückgebracht hat. Dafür gibt es keinerlei
Zeugenaussagen die das eindeutig belegen. Wir (ich) sind ja einfach von der Annahme
ausgegangen das Daniela, weil sie zuletzt mit dem Ex-TV im KaKu-Heim in der DHS9 war,
ihr Rad auch wieder dort abgestellt hat. Aber war das auch so ? Im Grunde genommen
haben wir mit unseren Überlegungen, aufgrund der Nähe zur DHS9 und dem Ex-TV bzw.
seiner Verhaftung einen Automatismus in die Handlung eingebracht ohne einen konkreten
Anhaltspunkt dafür zu haben. Mittlerweile gehe ich den Leuten hier ziemlich auf den
Wecker mit meinen ständigen Uhrzeitangaben aber ich bin der Überzeugung das sich
aufgrunddessen ein Aktionsradius ermitteln läßt der in etwa aufzeigt in welchem Radius
innerhalb der Bogenmeile sich Daniela, mathematisch betrachtet, aufgehalten haben könnte
und welche Anlaufpunkte dafür in Frage kämen. Aber da werde ich mir eher in meinem Blog
nochmal Gedanken zu machen. Sie kann das Rad durchaus schon früher irgendwo
abgestellt haben, es muß nicht zwangsläufig die DHS9 gewesen sein.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 20:48
@Lohengrin

Die Version, dass Daniela ein zweites Mal ihr Rad in der DHS9 abgestellt hat, beruht darauf, die unterschiedlichen Sichtungen unter einen Hut zu bringen. Angeblich wurde sie ja radfahrend in den Bögen gesehen, aber es gibt auch drei Zeugen, die sie zu Fuß gesehen haben, wobei es leider keine Info gibt, wo.

Ich habe aber sowieso ein grundsätzliches Problem mit der Bögensichtung, weil sie nicht wirklich zur Tathergangshypothese des CCT passt. Das CCT hat ja wesentlich mehr Informationen als wir und hat auf Basis dieser Informationen die Hypothese aufgestellt, dass Daniela aus der Wohnung geflohen ist und der Ex-Verdächtige sie mit ihrem Rad verfolgt hat. Somit kann irgendetwas mit den Bögensichtungen nicht stimmen. Denn würde das CCT diesen Sichtungen vertrauen, hätte es diese Hypothese nicht aufstellen können.

Damit will ich ausdrücklich NICHT die Folgerungen des CCT unterstützen und den Ex-Verdächtigen wieder ins Spiel bringen, sondern nur überlegen, welche Zeugenaussagen das CCT als vertrauenswürdig ansieht. Die Bögensichtungen können aufgrund obiger Überlegungen nicht dazugehören. Also ist es offensichtlich kein Faktum, dass Daniela wirklich mit dem Rad in der Bogenmeile war.


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JosefK1914
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 21:35
nephilimfield schrieb: Ich habe aber sowieso ein grundsätzliches Problem mit der Bögensichtung, weil sie nicht wirklich zur Tathergangshypothese des CCT passt. Das CCT hat ja wesentlich mehr Informationen als wir und hat auf Basis dieser Informationen die Hypothese aufgestellt, dass Daniela aus der Wohnung geflohen ist und der Ex-Verdächtige sie mit ihrem Rad verfolgt hat.
Die Ursache für diese Ansicht ist doch höchstwahrscheinlich bekannt.

Es wurde am Lenker des Fahrrades DNA des ehemaligen Tatverdächtigen gefunden. Eine solche Spur ist unter normalen Umständen natürlich sehr schwerwiegend und die Folgerung des CTC, dass der TE das Opfer evtl. mit dem Fahrrad verfolgt haben könnte, war ohne weitere Information dann natürlich nicht von der Hand zu weisen.

Da Zeugenaussagen immer mit Vorsicht zu genießen sind, werden dann Zeugenaussagen, welche zu neuen Indizien nicht passen, als fehlerhaft interpretiert.

Nachdem aber aufgeklärt wurde, wie die DNA-Spuren am Fahrrad zustande gekommen waren, ist die Interpretation des CTCs obsolet geworden.

Hier aus der Interpretation des CTCs noch etwas herauszulesen zu wollen, halte ich daher für verfehlt.


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ZenCat1
Diskussionsleiter
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 21:50
Hier teile ich @JosefK1914 's Meinung, vor allem:
JosefK1914 schrieb:Da Zeugenaussagen immer mit Vorsicht zu genießen sind, werden dann Zeugenaussagen, welche zu neuen Indizien nicht passen, als fehlerhaft interpretiert.
In diesen Bereich fällt mE auch die Aussage der Ohrenzeugin, die das ORF-Interview gegeben hat. Man erinnere sich: Die Gegenüberstellung (ca. 1 Jahr nach der Tat, oder?) wurde mit dem bosnischen Asylbewerber durchgeführt, also offensichtlich jemand, der nur gebrochen deutsch spricht. Von dem her wurde damals also diese Ohrenzeugin noch als "glaubwürding" gewertet. Warum nachher nicht mehr? Die Medien kolportierten, dass sie sich "nicht mehr sicher war". ME hat sie alles richtig gemacht: Sich bei der Polizei gemeldet, ihre Aussage gemacht, zur Gegenüberstellung gegangen. Aber sie hatte ja kaum was gesehen, wie konnte sie sich also 100% sicher sein, dass es genau dieser Mann war? Also liefert sie ihn nicht ans Messer, sondern bricht ab und sagt, sie kanns nicht mit Sicherheit sagen. Respekt, da gehts immerhin um die Zukunft desjenigen, den sie nicht genau gesehen hat.

So, und plötzlich war sie unglaubwürdig und wird totgeschwiegen. Ich bin mir fast sicher, dass auch ihre Aussagen "nicht zu den neuen Indizien gepasst haben", um @JosefK1914 zu zitieren. Dass hier von vielen als Fakt angenommen wurde, dass ihre Aussage Mist ist, geht gar nicht, finde ich. Warum? Weil sie vom CCT und TBs Anwalt nicht erwähnt wird? Für die ersten hat ihre Aussage nicht gepasst, und der 2. hat auch nur die Akten zur Verfügung, die ihm vorgelegt werden.

Meine Güte, wenn diese Dame nur etwas mehr Mitteilungsdrang gehabt hätte und sich hier mal Gehör verschafft hätte! Es ist zum Haare Raufen!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 22:38
@JosefK1914

Es dürfen nie die Indizien der Hypothese angepasst werden. Das wäre ein schwerer Fehler, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Kriminalistik. Dem CCT ein derart unprofessionelles Verhalten zu unterstellen, soweit bin ich noch nicht, trotz der Hautschuppengeschichte (dazu habe ich meine eigene Meinung).
Die DNA-Spur auf dem Lenker kann jedenfalls nicht ausschlaggebend für die CCT-Version des Verfolgens gewesen sein, da auch dem CCT bekannt war, dass der Ex-Verdächtige das Rad vorher geschoben, also angefasst hat.

@ZenCat1

Es ist die Frage, ob sich diese Ohrenzeugin wirklich schon 2005 bei der Polizei gemeldet hat. Es war damals nur die Rede davon, dass eine Ohrenzeugin ein akzentfreies Deutsch oder ein Deutsch mit leichtem Akzent hörte. Von gebrochenem Deutsch, wie es die Ohrenzeugin nun schilderte, war nie die Rede.


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ZenCat1
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 23:20
@nephilimfield

Ja, aber das war doch nur in den Zeitungen zu lesen - ich glaube nicht, dass wir das alles für 100% bestätigt nehmen können, was die geschrieben haben! Einiges wurde ja eh schon widerlegt - ich möchte grundsätzlich nichts als "Fakten" ansehen, was nur in den Medien zu lesen war.

Dazu kommt - wann war denn diese Gegenüberstellung mit dem Bosnier? Ich weiß es nicht mehr genau und bin zu faul, um nachzuschauen - aber doch 1 Jahr, 1 1/2 Jahre nach der Tat, oder? Da wurde sie geholt, um einen radebrechenden Asylbewerber zu identifizieren - das lässt für mich den Schluss zu, dass sie sich schon einige Zeit vorher bei der Polizei gemeldet hat, wahrscheinlich gleich nach der Tat. Wenn es damals nur die Zeugen gegeben hätte, die "akzentfreies deutsch" oder "deutsch mit leichtem Akzent" gehört haben, dann hätte es doch keine Gegenüberstellung mit einem Asylbewerber gegeben. Ich denke mal, dass dieser nicht des fließenden Deutsches Herr war.

Und wir wissen, dass die Medien damals, gerade, was die Frage "deutsch oder nicht deutsch" betrifft, sich ganz schön widersprochen haben, irgendwie hat jeder was anderes geschrieben, und der ORF hat nochmal was konträres gesendet. Und ich bestehe immer noch darauf, dass irgendwo, in einer Zeitung oder online, von einem "starken Akzent" die Rede war, ich weiß das noch zu gut. Ist nicht mehr zu finden online, wie so einige andere Artikel von damals - leider.

Und trotzdem, oder gerade deswegen: Man kann absolut nicht für bare Münze nehmen, was in den Medien geschrieben wurde - vor allem, weil sie sich so eklatant widersprochen haben. Das ist es, was ich meine, dass wir letztlich nichts wissen - zumindest können wir kaum was als gesicherten Fakt annehmen.


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JosefK1914
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 23:21
nephilimfield schrieb:Es dürfen nie die Indizien der Hypothese angepasst werden. Das wäre ein schwerer Fehler, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Kriminalistik. Dem CCT ein derart unprofessionelles Verhalten zu unterstellen, soweit bin ich noch nicht, trotz der Hautschuppengeschichte (dazu habe ich meine eigene Meinung).
Dann gäb es so gut wie keine Verurteilungen. Es gibt selten ein Fall, wo die Zeugenaussagen und sonstigen Indizien ein einheitliches Bild ergeben. Es gibt genügend Fälle, wo die Zeugenaussagen verworfen werden, die nicht in das Bild passen. Aktuelles Beispiel: Peggy Knobloch. Hier ist natürlich eine Abwägung notwendig, jede Zeugenaussage muss einzeln gewichtet werden, aber gerade wegen der Unzulänglichkeit von Zeugen haben Gerichte damit höchst selten ein Problem.
nephilimfield schrieb:Die DNA-Spur auf dem Lenker kann jedenfalls nicht ausschlaggebend für die CCT-Version des Verfolgens gewesen sein, da auch dem CCT bekannt war, dass der Ex-Verdächtige das Rad vorher geschoben, also angefasst hat.
Woher wollen Sie das wissen? Es ist eher wahrscheinlich, dass das erst durch die Einvernahme des Tatverdächtigen herausgekommen ist.


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ZenCat1
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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

26.11.2014 um 23:22
@nephilimfield
nephilimfield schrieb: trotz der Hautschuppengeschichte (dazu habe ich meine eigene Meinung).
Magst Du uns sagen, was Deine Meinung dazu ist? Würde mich wirklich sehr interessieren!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

27.11.2014 um 00:09
JosefK1914 schrieb:Woher wollen Sie das wissen?
Auf dem Weg von der Party in der Zollerstraße in Richtung DHS9 hat der Ex-Tatverdächtige Danielas Rad vor zwei Zeugen geschoben (laut Beitrag von Georg_H). Da ich annehme, dass die Wege Danielas von den Ermittlern minutiös rekonstruiert wurden (bis auf die letzten 20 Minuten), sollte das schon vor der Verhaftung bekannt gewesen sein.

@ZenCat1

Es ist nur eine persönliche Vermutung:

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das CCT derart unprofessionell agiert und Hautschuppen, die - wie wir als kriminalistische Laien schon wissen - überhaupt nichts beweisen, allen Ernstes als Hauptindiz gegen den Ex-Tatverdächtigen angesehen hat. Das würde das CCT als bedenklich inkompetent ausweisen. Daher glaube ich eher, dass das CCT von vornherein wusste, dass die Hautschuppen nichts aussagen, aber offiziell trotzdem eine "wichtige" DNA-Spur lancierte, um auf den Ex-Tatverdächtigen und auch auf den Zimmerkollegen (wegen des Alibis) Druck aufzubauen. Also ein rein taktisches Spielchen: Die DNA-Spur wurde aufgeblasen, um jemanden zum Reden zu bringen.

Das ist die "CCT-freundliche" Version. Alles andere wäre wie gesagt höchst bedenklich, da ja gerade das CCT immer wieder mit der Interpretation neuer (oder auch alter) Spuren befasst ist und dafür top ausgebildet sein sollte.


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ZenCat1
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

27.11.2014 um 00:23
@nephilimfield

Stimme Dir zu, ein derart unprofessionelles Vorgehen wäre der Skandal schlechthin, und ich kann und will mir das wirklich nicht vorstellen.

Aber: Wenn diese Spur aufgeblasen wurde, um Druck aufzubauen, was bleibt dann? Selbst für uns Laien würde sich eine DNA-Spur direkt an der Einstichstelle noch erklären lassen: Vorherige Umarmungen etc., da wird immer was haften bleiben im Brustbereich. Soll heißen: Selbst, wenn man DNA eines Tatverdächtigen in diesem Bereich hätte, würde es noch Erklärungen dafür geben, die wiederum widerlegt werden müssten. Und wo sonst sollten Spuren sein, die nicht erklärbar wären und vom Mörder stammen müssten? Und wenn es die geben würde, wäre der ehemals TV entweder nicht inhaftiert worden oder nicht freigekommen.

Sprich: Sie haben nix verwertbares :(


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JosefK1914
ehemaliges Mitglied

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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

27.11.2014 um 08:20
@nephilimfield

Bzgl. des minutiösen Weges von dem Opfer ist das schieben des Fahrrades nur ein Randdetails, ob den Zeugen die Wichtigkeit dieses Details bei der Befragung bewusst war, ist fraglich. Für einen zeitliche Bestimmung war dieses Details belanglos. Wir müssen auch hier an die Unzulänglichkeit der Befragungen denken, der Zimmernachbar soll erst 3 Jahre nach der Tat befragt worden sein. Ob daher das Schieben vorher bekannt war, ist reine Spekulation. Ein Nichtwissen diesbzgl. würde die Aktion des CCT verständlicher machen.

Ihre Theorie bzgl. des CCT mag richtig sein, aber was würde das bedeuten?

Man präsentiert nicht nur dem Verdächtigen gegenüber quasi gefälschte Beweise sondern gegenüber der ganzen Öffentlichkeit? Das nenne ich Vorspiegelung falscher Tatsachen in der Öffentlichkeit. Was das dann für den ehemals Tatverdächtigen bedeutet, dürfte Ihnen klar sein.

Und heutzutage sollte man den Mechanismus falscher Geständnisse eigentlich besser kennen, gerade wenn man so einen Druck aufbaut, falsche Beweise präsentiert, sind falsche Geständnisse wahrscheinlicher.

Ihre Theorie mag richtig sein, sie hätte mit einem Rechtsstaat dann erst recht nichts zu tun, da ist mir ein inkompetentes CCT fast schon lieber. Das diese Interpretation der DNA-Spuren sogar von der StA öffentlich gemacht wurde, spricht da eher für ein inkompetentes Team, denn letzteres ist für die Erhöhung des Drucks gar nicht erforderlich. Nur diese Öffentlichkeitsarbeit der StA hat bewirkt, dass das CCT jetzt so dumm dasteht.

Letztendlich schließe ich mich den weiteren Bemerkungen von @ZenCat1 an, wir haben keinerlei Grundlage die Zeugenaussagen zu bewerten.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

27.11.2014 um 09:20
JosefK1914 schrieb:Nur diese Öffentlichkeitsarbeit der StA hat bewirkt, dass das CCT jetzt so dumm dasteht.
@JosefK1914
Richtig!
Das gibt aber auch der Vermutung großen Spielraum, zusammen mit dem Posting von Georg_H hier im Forum, dass die Tiroler Behörden sich mit den Beamten (CCM) von der Bundespolizeidirektion Wien nicht ganz koscher waren & sind.

Denn würde die Version des CCM tatsächlich zutreffen, haben die Tiroler Behörden & Beamten damals total geschlammt und versagt bei den Mord-Ermittlungen. Natürlich auch der zuständige Tiroler-StA damals! Somit hätte in diesem Fall nämlich das Tiroler Landeskriminalamt & der damalige Innsbrucker StA die Hauptverantwortung, dass der Täter bis heute nicht gefasst wurde.

Das nun diese Öffentlichkeitsarbeit des StA das CCM so dumm dastehen lässt, kann dies natürlich auch eine Retourkutsche gewesen sein, erst recht, wenn es vielleicht zwischen dem Tiroler StA und den damaligen leitenden Tiroler Kripo-Beamten ein noch immer bestehendes "Proporz-Verhältnis" gibt? Dieser Verdacht drängt sich mMn. auch zwangsläufig auf, wenn man die Öffentlichkeitsarbeit des StA sich in diesem Fall genauer ansieht.

Es könnte sich also im Hintergrund in diesem Falle ein großer Interessenskonflikt abspielen (meine Vermutun)? Gedanke = wobei unbediengt vermieden werden soll, dass das Tiroler Landeskriminalamt & Staatsanwaltschaft i-wie nur dumm dasteht, da lass ich doch lieber die Wiener Ermittler dumm dastehen???

Irgendwie total skandalträchtig kommt mir persönlich der Fall Daniela Kammerer sowieso vor, weil es doch im Grunde ja nicht wahr sein kann, wenn man Tatort, Tatzeit, Mordopfer & auch Zeugenaussagen hat, der Täter trotzdem noch immer frei herumrennt. Da passiert mitten in Innsbruck ein brutaler schrecklicher Mord, und die finden den Täter bis heute nicht.

Bezeichnender Weise interessiert der mögliche große Skandal der hinter diesem Mord steckt wohl auch keinen Journalisten wirklich, denn auch hier ist es merkwürdig (finde ich), dass sich niemand von der schreibenden Zunft je einfindet, der hier mal von Grund auf alles neu recherchiert und die schweren Fehler (die unbediengt passiert sein müssen bei den Ermittlungen) mal schonungslos aufdeckt.

Lieben Gruß,
Doverex


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

27.11.2014 um 09:39
@ZenCat1
@JosefK1914
@Doverex

Ich stimme euren Beiträgen zu.

Vor allem die Überlegung, dass das Schieben des Rades ein Detail ist, das ursprünglich gar nicht ermittelt wurde, kann ich nachvollziehen (die Ermittlungen waren ja - siehe Alibi - sowieso suboptimal). Dann könnte es also sein, dass sich die groß hinausposaunte DNA-Spur auf das Fahrrad bezog (wie wir ja schon vermutet haben, bevor die Hautschuppen unter dem Rock bekannt wurden). Erst im Laufe der U-Haft stellte sich dann heraus, dass das Rad geschoben wurde und die DNA deshalb völlig unverfänglich auf das Rad gelangt sein konnte. Da man aber in der Öffentlichkeit bereits eine DNA-Spur als ausschlaggebend für die U-Haft nannte, konnte man nicht mehr so leicht zurückrudern und bezeichnete (wider besseres Wissen) die Hautschuppen unter dem Rock als tatrelevant.
So könnte ich mir dieses vermaledeite Beharren auf irrelevanten Spuren auch erklären.


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27.11.2014 um 11:26
@nephilimfield
Das ist in diesem verkorksten Fall durchaus nachvollziehbar


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