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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

10.214 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Terrorismus, Aktenzeichen Xy, Gesucht ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

05.05.2026 um 22:42
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Woher nimmst Du diese Annahme ?
Ich schrieb: könnte.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Daran ist nichts merkwürdig.
Bei mir klingeln mindesten einmal monatlich irgend welche Vertreter das Haus durch.
Merkwürdig ist, dass die Polizei sich durchgeklingelt hat.
Das kann man machen, wenn es um eine Geschwindigkeitsueberschreitung geht - kennen Sie diese Person? Wohnt die hier?
Aber nicht, wenn man die Frau mit der Panzerfaust(attrappe) sucht. Die zu den Leuten gehört, auf die eine der höchsten Belohnungen in Dtl ausgelobt wurde, sollte man zu ihrer Festnahme beitragen.
Zitat von Jan_Jan_ schrieb am 06.03.2024:
Laut der "Berliner Zeitung" hätten die Polizisten mit einem Foto des Ex-RAF-Mitglieds Klette die einzelnen Wohnungen des Gebäudes abgeklingelt, bis sie der Gesuchten gegenüberstanden.
Für solche Festnahmen gebe es fähige Spezialeinheiten in der Hauptstadt.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/terrorismus-polizeigewerkschaft-weist-kritik-an-raf-einsatz-zurueck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240318-99-380506
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Für mich lässt sich die Frage anhand der bisher zitierten Quellen nicht zufriedenstellend klären.
Wie auch immer - offensichtlich fehlt sich die Berliner Polizei nicht ausreichend von ihren Verdener Kollegen informiert, sonst haetten sind nicht 2 junge Streifenbeamte auf Klette losgelassen, sondern eine Spezialeinheit.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

05.05.2026 um 23:26
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Och, sie sieht sich schon noch ähnlich.
Wer weiß, mit welchem Bild sie da aufgetaucht sind. In Klettes Facebookprofil z.B., das übrigens bis heute online ist, findet man auch Bilder von ihr aus jüngerer Zeit, die für so einen Zweck getaugt hätten.
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Wie auch immer - offensichtlich fehlt sich die Berliner Polizei nicht ausreichend von ihren Verdener Kollegen informiert, sonst haetten sind nicht 2 junge Streifenbeamte auf Klette losgelassen, sondern eine Spezialeinheit.
Hoffe wir können das noch irgendwie klären. An ein Deutschland, in dem es möglich ist, dass eine Behörde einer Polizeidienststelle anträgt, eine „Claudia“ aus Berlin zu überprüfen und dazu nur ein Foto mitgibt, aber nicht erwähnt, dass es sich um eine gesuchte Terroristin handelt, will ich einfach nicht glauben.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

05.05.2026 um 23:46
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Sie werden sich doch aber als Polizei zu erkennen gegeben und nach der Frau auf dem Bild gefragt haben.
Glaube ich zwar nicht so und vor allem wird sie keiner der Nachbarn erkannt haben, sofern sie die Fahndungsfotos verwendeten
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Die fragen aber in der Regel nicht mit einem Foto nach einer bestimmten Person.
Ich glaube nicht, das man mit den Fahndungsfotos irgend etwas erreicht hat ?
Zitat von SmooverSmoover schrieb:önnte doch ein aktuelles Foto gewesen sein.
Woher ?
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Das sind diese 50er Jahre Haeuser - da ist nicht so viel mit Schallschutz. Und Klette mit ihrer 1 Zimmer Wohnung sitzt ja direkt neben dem Treppenhaus.
Das hat was von einer Ausrede. Das kannst Du gar nicht wissen und wenn ja , wahrscheinlich nicht beurteilen.

Ich wohne auch in so einem Haus. BJ. 1954
In genau dieser Stadt
Ja, das ist hellhörig.
Manchmal höre ich auch, wenn über mir an der Tür gerklingelt wird, oder das Kind unten tobt.
Aber so hellhörig das man jemanden von unten nach oben akustisch verfolgen kann, sind diese Häuser dann doch nicht
Wenn man es den immer oder öfter hört, dann verwundert es einen auch nicht, wenn man an diesem Tag Geräusche wahr nimmt.

Wer sich nicht vorstellen kann, das öfters Leute sich durchs Haus klingeln, um einem was auch immer andrehen zu wollen, der hat noch nicht in Berlin Kreuzberg gewohnt.

Wie dem auch sei. Klette scheint in diesem Moment arglos gewesen zu sein.

Ob jemand mit 64 Jahren noch einmal in der Lage ist durch groß angelegte Fahndungsmaßnahmen durchzukommen, die angelaufen wären, wenn sie mit Waffengewalt geflüchtet wäre ?
Ich denke sie wusste, das Es für sie vorbei ist, wenn ihre Scheinidentität nicht hält.
Es ist nicht so einfach für die Psyche, lange Zeit unter falschen Namen zu leben.
Davon berichteten viele RAF Aussteiger schon vor jahrzehnten
Es kostete erhebliche psychische Kräfte sich die Scheinidentität anzueignen, bis man fast selbst dran glaubt Claudia zu sein. Das wird Klette erfahren haben.
Ob sie sich dxen Schwierigkeiten mit Mitte 60 noch einmal gewachsen sah, wage ich zu bezweifeln.
Da sie sich zwangsläufig öfters Gedanken darüber gemacht haben muss wie es ist, wenn sie denn auffliegt, wird sie auch die Aussichtslosigkeit sich freizuschießen oder sonstwie gewaltsame Flucht erkannt haben.

Für sie war mit der Entdeckung Endstation. Das wusste sie vorher.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 00:40
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Woher ?
Capoeira-Szene, Facebook oder ähnliches.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich denke sie wusste, das Es für sie vorbei ist, wenn ihre Scheinidentität nicht hält.
Es ist nicht so einfach für die Psyche, lange Zeit unter falschen Namen zu leben.
Davon berichteten viele RAF Aussteiger schon vor jahrzehnten
Es kostete erhebliche psychische Kräfte sich die Scheinidentität anzueignen, bis man fast selbst dran glaubt Claudia zu sein. Das wird Klette erfahren haben.
Ob sie sich dxen Schwierigkeiten mit Mitte 60 noch einmal gewachsen sah, wage ich zu bezweifeln.
Da sie sich zwangsläufig öfters Gedanken darüber gemacht haben muss wie es ist, wenn sie denn auffliegt, wird sie auch die Aussichtslosigkeit sich freizuschießen oder sonstwie gewaltsame Flucht erkannt haben.

Für sie war mit der Entdeckung Endstation. Das wusste sie vorher.
Ist spekulativ, aber durchaus naheliegend. Nur konnte das niemand wissen. Die Frage, ob die Polizei verantwortungsvoll gehandelt hat, muss man doch aus der damaligen Perspektive beantworten, nicht retrospektiv.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:00
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Vielleicht war es auch einfach Glück, dass DK nicht wusste, dass sie es wirklich nur mit zwei Polizisten zu tun hatte.
Sie hatte mit zwei Zielfahndern aus Verden, Niedersachsen und mit zwei jungen Berliner Streifenpolizisten zu tun.
Die Zielfahnder hatten keine hoheitlichen Befugnisse in Berlin, deshab brauchten sie ortsansässige Polizisten, um Klette mitnehmen zu können.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:02
Zitat von SmooverSmoover schrieb:ur konnte das niemand wissen. Die Frage, ob die Polizei verantwortungsvoll gehandelt hat, muss man doch aus der damaligen Perspektive beantworten, nicht retrospektiv.
Hinterher ist man immer schlauer
Man müsste genauer Wissen wie die Fahndung gelaufen ist.

Vielleicht war das einer von dutzenden Hinweisen auf Klette , die von der Polizei Berlin nachgegangen wurde.
Wenn das dutzende Hinweise waren, die sich zu 99% als Hirngespinste herausstellten.
Da kann man sich schon vorstellen, das nicht bei jeder Nachprüfung dieser Hinweise gleich das SEK hinzu gezogen werden kann.
Ich denkle, es hätte erst einmal mit geheimdienstlichen Mitteln überprüft werden müssen, wer denn diese Claudia ist ,anstatt einfach mal nach den Papieren zu fragen.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:06
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Vielleicht war das einer von dutzenden Hinweisen auf Klette , die von der Polizei Berlin nachgegangen wurde.
Nicht die Berliner Polizei, es waren Zielfahnder aus Niedersachsen.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:10
Zitat von emzemz schrieb:Nicht die Berliner Polizei, es waren Zielfahnder aus Niedersachsen.
Die Fahndungsmaßnahme wurde von 2 Berliner Polizisten durchgeführt.
Ich kann mir nicht vorstellen, das der Hinweis auf Klette so konkret und sicher erfolgt war.
Anders kann ich mit die Vorgehensweise nicht erklären
War das BKA nicht involviert ?
Die sind doch eigentlich für die Fahndung zuständig ?


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:18
@Nightrider64

Sei bitte so gut und mach dich hier schlau.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Zielfahnder-schildert-erstmals-im-Detail-Daniela-Klettes-Festnahme,klette346.html
Der Polizist aus Niedersachsen war der Spur in Berlin Kreuzberg nicht zum ersten Mal nachgegangen. Bereits im November 2023 habe er dort nach einer Claudia gesucht. Diese Spur hatte das LKA eigentlich schon aufgegeben, bis der Beamte den ARD-Podcast "Legion" hörte. Die Journalistinnen und Journalisten hatten darin Daniela Klette auf Fotos eines Capoeira-Vereins in Berlin entdeckt. Daraufhin habe sich der Ermittler gedacht, "es könnte böse ausgehen, wenn hier nicht jeder Stein richtig umdreht wird", erinnerte er sich. Und verfolgte die Spur erneut. Am Ende war es dann der Capoeira-Lehrer, der die Ermittler auf die Sebastianstraße in Berlin Kreuzberg hinwies.



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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:20
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Ich habe nicht den Eindruck, dass sie die Nerven verloren hat.
Nein, hat sie absolut nicht. Hätte sie aber wild um sich geschossen, vielleicht noch jemanden verletzt oder getötet, wäre das sehr schlecht für sie gewesen, mit Blick auf den Prozess.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Waren die Waffen nicht alle versteckt ?
Ja, gut - das hat man hinterher festgestellt, aber man wusste es vorher nicht.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Für sie war mit der Entdeckung Endstation. Das wusste sie vorher.
Moment. So ganz schlecht lief es aber bis jetzt nicht für sie:

1. Sie hat keinen Widerstand geleistet und zugegeben, dass sie Daniela Klette ist.
2. Große Teile der Beute (bzw. ihres Anteils daran) konnten sichergestellt werden.
3. Der Tatvorwurf des versuchten Mordes im Zusammenhang mit den Überfällen ist vom Tisch.

Natürlich hat sie eine mehrjährige Haftstrafe für die Raubüberfälle zu erwarten. Sie geht da sicherlich nicht straffrei raus.

Was aber noch aussieht, ist das Gerichtsverfahren des Generalbundesanwalts im Hinblick auf die RAF-Taten. Und da geht es um drei Tatvorwürfe:
Am Morgen des 25. Februar 1990 versuchte die Angeschuldigte als Teil der „Kämpfenden Einheit Febe Elizabeth“, vor dem Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank AG in Eschborn eine Sprengstoffexplosion auszulösen. Hierzu stellten Mitglieder des Kommandos einen mit Doubletten-Kennzeichen versehenen PKW VW Golf im Bereich der Toreinfahrt ab. Im Kofferraum des Fahrzeugs befanden sich insgesamt 45,05 Kilogramm Sprengstoff. Am Einbau des Sprengstoffs hatte Daniela Klette mitgewirkt. Im Falle einer Detonation hätte die Druckwelle den im Eingangsbereich des Gebäudes gelegenen Wachraum erfasst, in dem sich zu dieser Zeit drei Sicherheitsbedienstete der Deutschen Bank AG aufhielten. Eine Explosion unterblieb nur deshalb, weil die Zündvorrichtung versagte.

Am Abend des 13. Februar 1991 verübte Daniela Klette zusammen mit anderen „RAF-Mitgliedern“ als „Kommando Vincenzo Spano“ einen Schusswaffenanschlag auf die US-amerikanisc he Botschaft in Bonn-Bad Godesberg. Die Angeschuldigte feuerte gemeinsam mit zwei weiteren Schützen von der gegenüberliegenden Rheinseite aus mit automatischen Langwaffen mindestens 250 Schüsse auf das Botschaftsgebäude ab. Mindestens 57 Projektile trafen die Botschaft. Durch die Schüsse wurden zwanzig Personen unmittelbar gefährdet.

In den frühen Morgenstunden des 27. März 1993 führte das „RAF-Kommando“ „Katharina Hammerschmidt“ einen Sprengstoffanschlag auf die neu gebaute, aber noch nicht mit Gefangenen belegte Justizvollzugsanstalt Weiterstadt aus. Zu dem Kommando zählte auch Daniela Klette. Mitglieder der Gruppe überstiegen die Anstaltsmauer und überwältigten unter Vorhalt einer Maschinenpistole das Wachpersonal sowie einige Vollzugsdienstanwärter. Die Opfer wurden gefesselt und in einem VW-Transporter vom Anstaltsgelände gebracht. Dabei nahmen Mitglieder des Kommandos einem Geschädigten Fahrzeugschlüssel und Geldbörse ab. Später zündete das Kommando in der Justizvollzugsanstalt mehrere Sprengsätze, wobei Daniela Klette daran mitgewirkt hatte, die Sprengladungen anzubringen. Durch die Detonation entstand an dem Verwaltungsgebäude sowie an drei Zellengebäuden ein Gesamtschaden von 123 Millionen DM (etwa 63 Millionen Euro).
Quelle: https://www.generalbundesanwalt.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/Pressemitteilung-vom-27-03-2026.html

Also geht es bei diesem Verfahren darum:
Die Angeschuldigte ist des versuchten Mordes in zwei Fällen sowie des versuchten und vollendeten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des erpresserischen Menschenraubs und des besonders schweren Raubes in Mittäterschaft (§ 211 Abs. 2, § 311 Abs. 1 a. F., § 239a Abs. 1, §§ 249, 250 Abs. 2 Nr. 1, §§ 22, 23, 25 Abs. 2 StGB) hinreichend verdächtig.
Quelle: ebenda


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 01:42
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Hinterher ist man immer schlauer
Eben, ergo ist man vorher dümmer. Eine Überprüfung und mögliche Festnahme plant man aber nunmal im Voraus mit dem seinerzeit verfügbaren Wissen.
Zitat von emzemz schrieb:Sei bitte so gut und mach dich hier schlau.
Danke für den Link. Daraus ergibt sich auch, dass die Beamten, die bei DK geklingelt haben, sehr wohl wussten, dass es um die Frage geht, ob es Klette ist oder nicht. Und dass sehr wohl Leuten ein Bild von ihr gezeigt wurde und das offenbar nicht das alte Fahndungsfoto war, sondern ein deutlich neueres. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist, was der Zielfahnder hier sagt:
Eigentlich sei er davon ausgegangen, dass es sich bei diesem Hinweis erneut um eine falsche Spur handelte, sagte er am Dienstag im Prozess vor dem Landgericht Verden, der aus Sicherheitsgründen im Staatsschutzsaal des Oberlandesgerichts in Celle stattfindet. Immerhin seien bis zu jenem Tag schon mehr als 2.000 Tipps bei der Polizei eingegangen - große Erfolge gab es allerdings keine.
Aufgrund des Podcasts und der KI-Recherche war doch offensichtlich, dass das keine Spur wie jede andere war, sondern ein sehr heißes Ding. Und deshalb macht mich die Sache mit dem Hund und dem Toilettengang auch nach wie vor sprachlos. Er sagt an anderer Stelle sinngemäß ja sogar selbst, dass das keine gewöhnliche Spur war.
Die Journalistinnen und Journalisten hatten darin Daniela Klette auf Fotos eines Capoeira-Vereins in Berlin entdeckt. Daraufhin habe sich der Ermittler gedacht, "es könnte böse ausgehen, wenn hier nicht jeder Stein richtig umdreht wird", erinnerte er sich.



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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 07:53
In Mietwohnungen kam doch früher immer "Techem", die diese Röhrchen an den Heizkörpern ablesen und tauschen. Egal, wie Verbrauch heute ermittelt wird - ganz ohne gelegentlichen Eingriff wird es auch heute nicht funktionieren.

Man hätte doch, darauf will ich hinaus, jemanden von der Polizei in so einer Mission ins Haus schicken können, um sich vorab einen Eindruck zu verschaffen.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 08:26
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:In Mietwohnungen kam doch früher immer "Techem", die diese Röhrchen an den Heizkörpern ablesen und tauschen. Egal, wie Verbrauch heute ermittelt wird - ganz ohne gelegentlichen Eingriff wird es auch heute nicht funktionieren.
Das sind meistens elektronische Messeinrichtungen, für die Ablesung muss heute niemand mehr in die Wohnung. Aber es stimmt natürlich, gelegentlich müssen diese Einrichtungen sicher erneuert werden. Die Batterien halten nicht ewig. Gilt auch für Rauchmelderüberprüfungen, kann auch auf den Mieter abgewälzt werden, aber bei so großen Wohnungsbaugesellschaften wird es meistens durch Dritte gemacht.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Man hätte doch, darauf will ich hinaus, jemanden von der Polizei in so einer Mission ins Haus schicken können, um sich vorab einen Eindruck zu verschaffen.
Ja, irgend so etwas. Wahrscheinlich öffnet dann irgend jemand anders die Tür, weil Klette "gerade unterwegs" ist. Aber einen Eindruck hätte man schon mal.

Am Anfang wurde ja behauptet, die Wohnung sei monatelang observiert worden. Das passt nicht zu den neueren Informationen. Wahrscheinlich wollte man suggerieren "wir wissen alles" - auch mit Blick auf Garweg (und womöglich Staub). Ich glaube aber nicht, dass Klette da direkt geplaudert hat.
Zitat von sören42sören42 schrieb:1. Sie hat keinen Widerstand geleistet und zugegeben, dass sie Daniela Klette ist.
2. Große Teile der Beute (bzw. ihres Anteils daran) konnten sichergestellt werden.
3. Der Tatvorwurf des versuchten Mordes im Zusammenhang mit den Überfällen ist vom Tisch.
Wenn sie jetzt noch ein Geständnis ablegen würde, würde sich das sicher auf das Strafmaß auswirken. Damit hätte sie das Maximum für sich herausgeholt. Ich vermute aber nicht, dass das passiert. Sie zeigt ja auch keine Reue:
Mit scharfen Worten kritisierte die Staatsanwaltschaft Klettes Verhalten vor Gericht. Sie habe die Angeklagte als „vollkommen ich-bezogen“ erlebt, sagte sie. „Reue und Einsicht sehen eindeutig anders aus.“

Das habe sich einmal mehr gezeigt, als ein Polizeibeamter als Zeuge davon berichtet habe, dass eine zufällig an einem Tatort anwesende Elfjährige anschließend ein Jahr in Therapie gewesen sei. Bei der Schilderung habe Klette „zum Teil gegrinst und mit dem Kopf geschüttelt“. „Das ist mir besonders sauer aufgestoßen“, unterstrich Marquardt.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/staatsanwaeltin-und-nebenklage-klette-prozess-staatsanwaltschaft-fordert-15-jahre-haft-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260429-930-9737


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 09:12
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn sie jetzt noch ein Geständnis ablegen würde, würde sich das sicher auf das Strafmaß auswirken.
Niemals gibt der Staat hier nach.
Es sei denn, sie würde Garweg und Staub verraten.
Aber da friert eher die Hölle zu.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 21:09
Zitat von sören42sören42 schrieb:Nein, hat sie absolut nicht. Hätte sie aber wild um sich geschossen, vielleicht noch jemanden verletzt oder getötet, wäre das sehr schlecht für sie gewesen, mit Blick auf den Prozess.
Und genau das hat sie gewusst.
Sie wird die Situation hundert mal in Gedanken durchgespielt haben, was denn ist, wenn ihre Identität auffliegt
Zitat von sören42sören42 schrieb:1. Sie hat keinen Widerstand geleistet und zugegeben, dass sie Daniela Klette ist.
2. Große Teile der Beute (bzw. ihres Anteils daran) konnten sichergestellt werden.
3. Der Tatvorwurf des versuchten Mordes im Zusammenhang mit den Überfällen ist vom Tisch.

Natürlich hat sie eine mehrjährige Haftstrafe für die Raubüberfälle zu erwarten. Sie geht da sicherlich nicht straffrei raus
Sie hat zunächst wohl nicht zugegeben, das sie Klette ist.
Erst als man sie zur Identitätsüberprüfung mit genommen hat, wusste sie, das das Spiel vorbei ist.
Ob sie von sich aus ihre Identität preisgegeben hat, dazu gibt es verschiedene Schilderungen.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das sind meistens elektronische Messeinrichtungen, für die Ablesung muss heute niemand mehr in die Wohnung. Aber es stimmt natürlich, gelegentlich müssen diese Einrichtungen sicher erneuert werden. Die Batterien halten nicht ewig. Gilt auch für Rauchmelderüberprüfungen, kann auch auf den Mieter abgewälzt werden, aber bei so großen Wohnungsbaugesellschaften wird es meistens durch Dritte gemacht.
Ja, bei mir wurde das auch alles gemacht die letzten Jahre. Rauchmelder angebaut.
Aber die Handwerker interessierte es nie , wer da wohnt und ihnen den Tätigkeitsbericht unterschreibt.

Habe schon oft bei Bekannten in der Wohnung auf Zählerablesungen , Installation oder sonstigen Handwerkertätigkeiten gewartet.
Nie hat mich jemand ernsthaft danach gefragt, wer ich denn sei.
Der Job wurde erledigt, irgend eine Unterschrift auf dem den Nachweis und gut ist.
Wenn sie jemand gefragt hätte, wer sie denn sei, weil ein männlicher Mieter erwartet wurde, hätte sie sich als
Bekannte ausgeben können, die eingesprubngen ist, weil die Mieter arbeiten müssen.
Passiert hundert Mal am Tag.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Am Anfang wurde ja behauptet, die Wohnung sei monatelang observiert worden. Das passt nicht zu den neueren Informationen. Wahrscheinlich wollte man suggerieren "wir wissen alles" - auch mit Blick auf Garweg (und womöglich Staub). Ich glaube aber nicht, dass Klette da direkt geplaudert hat.
Das glaube ich auch.
Wenn sie schon vorher sicher identifiziert worden wäre, sie erst einmal einige Zeit beobachtet worden wäre, um eventuelle Komplizen ausfindig zu machen und schlußendlich dann verhaftet worden wäre, dann wäre die Verhaftung sicher anders verlaufen


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 21:44
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das hat was von einer Ausrede. Das kannst Du gar nicht wissen und wenn ja , wahrscheinlich nicht beurteilen.
Bla, bla.
Ich habe nicht geschrieben, dass Klette es gehört haben muss, dass sich die Beamten von unten nach oben, von Tür zu Tür durchgeklingelt haben.
Aber es wäre möglich.
So eine 1-Zimmer Wohnung liegt dicht am Treppenhaus und solche Gespräche finden ja an der Wohnungstür und damit am Treppenhaus statt.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:ch wohne auch in so einem Haus. BJ. 1954
In genau dieser Stadt
Ja, das ist hellhörig.
Manchmal höre ich auch, wenn über mir an der Tür gerklingelt wird,
Ah, also doch hellhörig. Da haben wir ja die gleiche Erfahrung gemacht.
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Hoffe wir können das noch irgendwie klären. An ein Deutschland, in dem es möglich ist, dass eine Behörde einer Polizeidienststelle anträgt, eine „Claudia“ aus Berlin zu überprüfen und dazu nur ein Foto mitgibt, aber nicht erwähnt, dass es sich um eine gesuchte Terroristin handelt, will ich einfach nicht glauben.
Der Unmut der Berliner Polizei war deutlich...


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 23:49
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Und genau das hat sie gewusst.
Sie wird die Situation hundert mal in Gedanken durchgespielt haben, was denn ist, wenn ihre Identität auffliegt
Die Polizei konnte aber nicht wissen, dass sie so denkt. Über ihr aktuelles Mindset und ihre psychische und geistige Verfassung war doch nichts bekannt. Das einzige, was sehr naheliegend war, war, dass Klette nichts mehr zu verlieren haben dürfte, wenn sie checkt, dass das Spiel aus ist. Deshalb war das schon eine gewagte Nummer und unnötig riskant.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wer sich nicht vorstellen kann, das öfters Leute sich durchs Haus klingeln, um einem was auch immer andrehen zu wollen, der hat noch nicht in Berlin Kreuzberg gewohnt.
Es besteht doch überhaupt kein Zweifel daran, dass die Polizei sich als Polizei zu erkennen gegeben hat, als sie sich durch das Haus geklingelt hat. Die haben nicht behauptet, Vertreter, Paketbote oder Zählerableser zu sein. Deshalb wusste Klette ja auch sofort, was da gerade passiert, als sie schließlich dran war, und hat entsprechend Garweg gewarnt.
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Der Unmut der Berliner Polizei war deutlich...
Ich kann mir das trotzdem einfach nicht vorstellen. Einfach absurder Gedanke.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

06.05.2026 um 23:56
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Ich kann mir das trotzdem einfach nicht vorstellen. Einfach absurder Gedanke.
Wohl war.

Aber unterm Strich haben 2 junge Streifenbeamte sich mit einem Bild von Klette in der Hand von Tuer zu Tuer geklingelt.....
....an die monatelange Observation kann man dann halt auch nicht mehr glauben.

Ich finde es so absurd wie die Tatsache, dass Klette viele private Bilder und andere Unterlagen in ihrer Wohnung hatte.
Ich haette gedacht, als RAFler sei man minimalistisch unterwegs, schon, um den Ermittlern wenig Spuren zu geben, im Fall des Falles.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

gestern um 00:47
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Es besteht doch überhaupt kein Zweifel daran, dass die Polizei sich als Polizei zu erkennen gegeben hat, als sie sich durch das Haus geklingelt hat.
Aber sicher nicht so, das es jeder mitbekommen hat
Die. Realitäten haben doch gezeigt, das Klette keinesfalls was mitbekommen hat, als man von Tür zu Tür gegangen ist.
Und natürlich schreit kein Kripo Beamter durchs Treppenhaus
Das wird diskret gehandhabt
Mir stellen sich bei der Vorgehensweise eh so einige Fragen.
Was hat man sich dabei versprochen mit den Phantombilder "hausieren" zu gehen.
Die normale Vorgehensweise wäre doch eine Andere, hätte man wirklich angenommen Klette in dem Haus aufzufinden.
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Deshalb wusste Klette ja auch sofort, was da gerade passiert, als sie schließlich dran war, und hat entsprechend Garweg gewarnt.
Das stimmt so nicht.
Die SMS wurden meines wissens vom Klo aus gesendet.
Erst zu dem Zeitpunkt, als klar war, das man sie mitnehmen werde und sie bat, vorher noch einmal auf Toilette gehen zu dürfen.
Ihr war klar, das ihre Papiere vielleicht für eine Sichtprüfung ausreichten, nicht aber bei einer Identitätsüberprüfung auf der Wache.
Deshalb die Warnung an Garweg um ihm Zeit zu verschaffen abzutauchen.
Hat ja auch funktioniert.


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Noch nicht gefasste mutmaßliche RAF-Terroristen

gestern um 01:34
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber sicher nicht so, das es jeder mitbekommen hat
Die. Realitäten haben doch gezeigt, das Klette keinesfalls was mitbekommen hat, als man von Tür zu Tür gegangen ist.
Nur weil sie es in der Rückschau nicht mitbekommen hat, heißt das doch nicht, dass sie es nicht hätte mitbekommen können.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Und natürlich schreit kein Kripo Beamter durchs Treppenhaus
Das wird diskret gehandhabt
Dann erzähl doch mal genauer, wie das abgelaufen ist.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Was hat man sich dabei versprochen mit den Phantombilder "hausieren" zu gehen.
Du weißt doch überhaupt nicht, welche Bilder es waren.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die normale Vorgehensweise wäre doch eine Andere, hätte man wirklich angenommen Klette in dem Haus aufzufinden.
Wie gesagt, durch den Podcast und die KI-Übereinstimmung war völlig klar, dass das keine Spur wie jede andere war. Wenn einzelne Polizisten das im Nachhinein relativieren wollen, schreit das förmlich nach einer Schutzbehauptung.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das stimmt so nicht.
Die SMS wurden meines wissens vom Klo aus gesendet.
Erst zu dem Zeitpunkt, als klar war, das man sie mitnehmen werde und sie bat, vorher noch einmal auf Toilette gehen zu dürfen.
Ihr war klar, das ihre Papiere vielleicht für eine Sichtprüfung ausreichten, nicht aber bei einer Identitätsüberprüfung auf der Wache.
Deshalb die Warnung an Garweg um ihm Zeit zu verschaffen abzutauchen.
Hat ja auch funktioniert.
Es ging darum, dass sie sofort wusste, dass die Polizei vor ihr stand. Es hat ja auch nie jemand von der Polizei behauptet, dass man nicht gesagt hätte, wer man ist. Natürlich hat man das.


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