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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

197 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Rentnerin, Troisdorf, Heinen

Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

06.02.2013 um 20:39
Auch nicht erbberechtigte Personen, könnten über monetäre Größen in ihrem Budget verfügen..??

Hass oder Neid, würden sich als mögliche Tatmotive in diesem Mordfall, in den Vordergrund
drängen..


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

06.02.2013 um 22:28
@Giselle-Sophie
denkbar wäre schon - und es wäre ja nicht der erste diesbezügliche Fall, dass ein Erbberechtigter aber nicht mehr solange warten wollte, zumal ja Fr. H. recht rüstig und gesund zu sein schien. Und wenn sich dann womöglich im eigenen Lebensumfeld der Erbberechtigten Veränderungen oder "Notwendigkeiten" etc. ergeben, kann das schon ein Motiv sein.
Aber, wie gesagt, das ist reine Spekulation, um mögliche Motive abzuklopfen ...

@RogerMortimer
Ich gehe völlig konform mit dir, dass sie wohl keine/n "Senioren-Kontakt-BesucherIn" an diesem Nachmittag/Abend erwartet hat: das Abendessen (für sie allein, nehme ich an) stand ja augenscheinlich schon bereit, zumindestens wird das im xy-Beitrag zu dargestellt. Und auch bei der Vereinbarung des Treffens für den folgenden Freitag lädt sie sich ja direkt bei der anderen Dame ein ...
RogerMortimer schrieb:Hass oder Neid, würden sich als mögliche Tatmotive in diesem Mordfall, in den Vordergrund
drängen..
Hass oder Neid sind zumindestens insofern naheliegende bzw. mögliche Motive, als die Tat ja anscheinend mit großer, "massiver" Gewalteinwirkung begangen wurde - was ggf. auch zu Hass oder Neid passen könnte.

Was ich nicht verstehe ist dieser Satz von dir, kannst du mir das nochmal erklären, was du damit meinst?
RogerMortimer schrieb:Auch nicht erbberechtigte Personen, könnten über monetäre Größen in ihrem Budget verfügen..??


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

06.02.2013 um 23:44
@nilhörnchen
nilhörnchen schrieb:Weiß man eigentlich, wann ihr Mann verstorben ist, d.h. wielange sie schon alleine war?
Ich meine irgendwo gelsen zu haben,vielleicht wurde es auch im Filmfall erwähnt im Frühjahr des Mordjahres....ist aber ohne Gewähr, vielleicht finde ich die Quelle noch....
RogerMortimer schrieb:Hass oder Neid, würden sich als mögliche Tatmotive in diesem Mordfall, in den Vordergrund
drängen..
Ja, das könnte ich mir auch durchaus vorstellen....massive Gewalteinwirkung...ob der Tod gewollt war oder nicht......und ich finde für Hass oder Neid als Motiv, ist dieses These auch noch eine Überlegung wert
Quinzy schrieb: Ging Frau Heinen möglicherweise irgend jemanden zu stark und permanent auf die Nerven mit möglichen Forderungen( Zeit für Erledigungen/Besorgungen/etwaige Dienstleistungen/ Zeit, die der jenige mit ihr verbringen sollte) ihrerseits, womit dann dieser jenige viel seiner Zeit einbüßen mußte...?


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Giselle-Sophie
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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

07.02.2013 um 03:41
RogerMortimer schrieb: könnten über monetäre Größen in ihrem Budget verfügen
@RogerMortimer
Dieses Zitat muss ich erst mal googlen, was es bedeutet. Da steh ich wie der Ochs vor'm Scheunentor.


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Giselle-Sophie
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

07.02.2013 um 15:22
RogerMortimer schrieb:Auch nicht erbberechtigte Personen, könnten über monetäre Größen in ihrem Budget verfügen..??

Hass oder Neid, würden sich als mögliche Tatmotive in diesem Mordfall, in den Vordergrund
drängen..
Ich übersetze mal die Zitate nach meinem Verständnis wie folgt:

"Auch nicht erbberechtigte Personen könnten über Geld verfügen??"

"Hass oder Neid könnten auch Tatmotive sein."

Zum ersten Satz: Ja. Aber wo ist das Motiv?
Zum zweiten Satz: Ja. Und die Frage ist, wer hasste Frau Heinen oder wer war neidisch auf sie?

Allerdings habe ich gelesen, dass die Polizei bei solchen Morden, wo das Motiv unklar ist, zunächst im Familienumfeld ermitteln würde. Und da sehe ich nun die Motive "Hass" oder "Neid" nicht unbedingt im Vordergrund.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

07.02.2013 um 17:28
@Giselle-Sophie
Giselle-Sophie schrieb:Allerdings habe ich gelesen, dass die Polizei bei solchen Morden, wo das Motiv unklar ist, zunächst im Familienumfeld ermitteln würde. Und da sehe ich nun die Motive "Hass" oder "Neid" nicht unbedingt im Vordergrund.
Teil eins dieser Aussage stimme ich vorbehaltlos zu. Ich gehe auch davon aus, dass das unmittelbare und gerade das familiäre Umfeld der Toten umfassend unter die Lupe genommen wurde.

Teil zwei sehe ich kritischer: Was genau bei jemandem Hass oder Neid auslöst ist vermutlich sehr individuell - manche sind schneller "genervt" als andere - oder es baut sich über Jahre ein "Leidensdruck" auf, der - als Momentaufnahme von außen - kaum nachvollziehbar ist. Für denjenigen ist aber "viel zusammengekommen" und - das ist eine weitere Spekulation - irgendetwas hat diesen Druck noch erhöht oder das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht. Dass kann von außen betrachtet eine derartige Kleinigkeit sein, dass niemand es - buchstäblich - der Rede Wert findet. Dann würde es auch die Polizei schwer haben, dies herauszufinden. Umso mehr, wenn derjenige/diejenige über die Jahre seinen/ihren Hass oder auch Neid immer gut verborgen hat, sozusagen eine sprichwörtliche "Mördergrube" aus seinem/ihren Herzen gemacht hat ...

Anmerkung am Rande: ich werde mir ab jetzt sparen, immer krampfhaft beide Formen zu verwenden, das ist mühsam ;-))) ... erstens, weil ich aufgrund der "massiven Gewalteinwirkung" (ohne, dass von einem Mordwerkzeug jemals die Rede war) eher von einem männlichen Täter ausgehen und zweitens, weil ihr euch bitte die weibliche Form einfach der Vollständigkeit halber dazudenkt ;)


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

07.02.2013 um 17:43
Es ist schon sehr frappant, dass der Täter einen Mord begeht und auf die Mitnahme von
nicht unerheblichen Geldbeträgen, Schmuck und sonstigen Wertgegenständen in den
Wohnräumen, "großzügig" verzichtet.

Ein Raubmord ist von ihm nie geplant gewesen, da er mit angrenzender Wahrscheinlichkeit,
in seiner Existenz monetär selbst gut abgesichert ist.

Die Wohnungstür hat er nach seiner kriminellen Handlung beim Verlassen nicht in das
Schloss fallen lassen, um vermutlich von den Bewohnern im Haus nicht akustisch wahrgenommen
zu werden.

Wenn Frau Heinen im lokalen Telefonverzeichnis mit ihrer vollen Adresse eingetragen gewesen ist,
könnte möglicherweise eine Person, mit der sie sich aufgrund ihres Inserates(Rubrik Bekanntschaften) getroffen hat, private Nachforschungen über ihren präzisen Wohnort angestellt haben.

Womöglich hat er sie infolgedessen am 05.10.2011 unangemeldet aufgesucht, um sie mit seinem
Besuch zu überraschen, der jedoch seinerseits affektiv völlig entgleist ist, weil
Frau Heinen sich wohl mit seiner Art überrumpelt gefühlt hat.

Mord aus Habgier - wie im Doppelmordfall Schemmer in Koblenz - wird die zuständige Kripo
bei den Erbberechtigten akribisch sondiert haben.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

07.02.2013 um 23:28
@Quinzy
Quinzy schrieb:Wenn das Haus doch so hellhörig ist, dann muss der Mord doch passiert sein, als niemand ausser Frau Heinen im Haus war, denn sonst hätten doch Nachbarn etwas gehört. Das Ehepaar, das über Frau Heinen wohnt gab an, sie wären um ca. 19.15Uhr von einem längeren Ausflug nach Hause gekommen, lebend gesehen wurde Frau Heinen zuletzt um 10.30 Uhr. Also müsste sich doch der Mord im Zeitraum zwischen 10.30 und 19.15 Uhr ereignet haben, wenn die Aussagen des Ehepaares zutreffend sind, oder...?
Ein Zeitraum wo der Täter wusste das, außer Fr. Heinen, niemand im Haus anzutreffen ist.
Entweder hat er das Haus über einen längeren Zeitraum ausgespäht, oder aber er es war
Ihm aus persönlicher Erfahrung bekannt.

@QF1
QF1 schrieb:
1.) Pantoffeln:

Wer sagt denn eigentlich, dass der Täter nicht schon längst in der Wohnung war, als Frau Heinen vom Sofa aufgestanden ist, ohne die Pantoffeln anzuziehen? Es könnte ein ganz normaler Besuch gewesen sein, bis die Situation eskaliert ist, warum auch immer.
Meine Vermutung geht dahin das der Täter sowohl einen Wohnungsschlüssel als auch einen
Haustürschlüssel hatte.

@QF1
QF1 schrieb:Es ergibt ja überhaupt keinen Sinn, die Tür nicht zu schließen, außer man will, dass die Tat rasch entdeckt wird.
So ähnlich habe ich es mir auch schon gedacht, was dann bedeuten könnte das es eine
persönliche Bekanntschaft zu Fr. Heinen gab.

@chianti
chianti schrieb:Hier steht, die Balkontür sei sperrangelweit auf gewesen. Im xy-Film wurde das zwar nicht bestätigt, ist also mit Vorsicht zu genießen, allerdings könnte ein schnelles Verlassen der Wohnung durchaus über den Balkon erfolgt sein. Wie das Tür-ins-Schloss-Fallen im Film zu bewerten ist, ist mir auch schleierhaft (Durchzug?)
Bei geöffneter Balkontür ist Zugluft entstanden und hat die Haustür zuknallen lassen. Allerdings
Würde ich eine Flucht über den Balkon ausschließen, da der Täter damit rechnen musste
Von einem zufällig vorbeikommenden Passanten oder einem Nachbarn von gegenüber gesehen
zu werden.

@chianti
chianti schrieb:sind in der Tat die Pantoffeln am Sofa. Die zieht man ja i.d.R. an, wenn man zur Tür geht. Das spricht wiederum dafür, dass Frau H. überrascht/ erschreckt wurde durch jemand, der von selbst reinkam.
Da kommen wir dann wieder zu dem Punkt dass der Täter über entsprechende Schlüssel verfügt
haben muss.

@diegraefin
Comtesse schrieb:Nach einem Hoch mit schwülwarmer Luft kündigte sich an dem Abend ein Tief an mit kühler auffrischender Luft, d.h. dass da jemand kurz durchlüftet, um den alten Muff der letzten warmen Tage wieder aus der Bude zu bekommen, ist durchaus wahrscheinlich. (Ich hatte mir das nur angucken wollen, weil ich wissen wollte, ob ein abendliches Lüften wettertechnisch überhaupt wahrscheinlich gewesen wäre, aber von den Berichten her würde ich das bejahen!)
Das wird sehr wahrscheinlich der Grund für das öffnen der Balkontür gewesen sein. Wenn ich das richtig verstanden habe hatte sie ihr Abendessen zubereitet aber noch nicht angerührt. Wahrscheinlich wollte sie damit den Kochdunst aus der Wohnung abziehen lassen (sofern es
eine warme Mahlzeit war).

@nilhörnchen
Allerdings sieht es so aus, als gäbe es auf der anderen Seite auch sowas wie eine - nachträglich angebaute - Loggia, schaut allerdings fast so aus, was wäre die rundherum verbaut. Die Frage ist, ob hier ein Einstieg möglich wäre bzw. ob dort die "Balkontür" offen war.
Das wäre wenigstens nicht straßenseitig und daher wohl etwas weniger auffällig, andererseits glaube ich, dass, wenn von "Balkon" die Rede ist, eher die Balkone gemeint sind, die man am Foto gut erkennt.
Und da ist das Risiko einer Entdeckung während des "Manövers" vermutlich ziemlich hoch.
Es sieht auch nicht so aus, als wäre es ganz einfach, hier "eben mal hochzuklettern und einzusteigen", aber ich bin auch keine versierte Fassadenkletterin. ;-)
Ich bin zwar kein versierter Fassadenkletterer aber ich würde wenn schon , dann die hinten
angebauten Loggien als „Einstiegshilfe“ benutzen. Ich selbst habe mal in einem Zweifamilienhaus
gewohnt. Parterre wohnte meine Vermieterin und im 1. Stock war meine Wohnung. Ich hatte zwar keine Loggia, dafür aber eine Terrasse. An einem Samstag Abend hatte ich dann auf einmal ungebetenen Besuch. Die Einbrecher hatten das Haus wohl schon über einen längeren Zeitraum ausgekundschaftet Und dabei festgestellt das die Rollläden der Wohnung im Parterre schon über einen längeren Zeitraum nicht mehr geöffnet wurden (meine Vermieterin war mehrere Wochen zur Kur) und da ich beruflich stark eingespannt war und immer sehr spät nach Hause kam war auch meine Wohnung für die Einbrecher scheinbar leer. Begünstigt wurde der Einbruch noch durch die abgeschiedenen Lage und den angrenzenden Wald auf der Rückseite des Hauses, also dort wo
auch meine Terrasse lag. Trotz Dunkelheit hatte ich noch kein Licht angemacht wohl aber
die Rollläden zur Terrasse heruntergelassen und die Einbrecher (3 oder 4)wohl im Glauben waren das Haus sei unbewohnt. Interessant dabei ist das sie nicht versucht haben durch die Haustür oder die Kellertür zu kommen, nein, sie sind schlicht und ergreifend auf meine Terrasse gekraxelt (ca. 2 Meter hoch) und haben dann ein kleines Flurfenster aufgebrochen um in das Treppenhaus zu gelangen. Aufgefallen ist mir das erst als sie das Glas meiner Wohnungstür eingeschlagen haben.
Holla die Waldfee, da war plötzlich was los ;-) Einer gegen Drei oder Vier. Na, wer hat wohl gewonnen ;-)

@RogerMortimer
RogerMortimer schrieb:Es ist schon sehr frappant, dass der Täter einen Mord begeht und auf die Mitnahme von
nicht unerheblichen Geldbeträgen, Schmuck und sonstigen Wertgegenständen in den
Wohnräumen, "großzügig" verzichtet.
Meine ehem. Vermieterin, auch so über 80, hatte mir mal in Ihrer Wohnung sämtliche
„Geheimverstecke“ gezeigt wo sie zusätzlich Bargeld aufbewahrte mit der Begründung
„..falls mir mal was passiert, sie wissen schon“ . Ich will damit sagen das es möglicherweise
sogar noch mehr Bargeld in der Wohnung gab. Aber wenn ich das richtig verstanden habe
gab es wohl auch keinen Hinweis darauf das die Wohnung durchsucht wurde. Das ist schon
mehr als augenfällig.

Mit freundlichen Grüßen

Lohengrin


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 13:49
@Lohengrin
Lohengrin schrieb:Holla die Waldfee, da war plötzlich was los ;-) Einer gegen Drei oder Vier. Na, wer hat wohl gewonnen ;-)
na bumsti, du erlebst ja sachen - puh, stelle ich mir als ein ziemlich heftiges erlebnis vor!!!
... und ich hoffe doch, die gerechtigkeit hat gesiegt! ;-)
Lohengrin schrieb:Meine ehem. Vermieterin, auch so über 80, hatte mir mal in Ihrer Wohnung sämtliche
„Geheimverstecke“ gezeigt
wow, die hatte aber offensichtlich großes vertrauen zu dir. ich weiß gar nicht, ob ich das überhaupt wissen möche - nämlich grad für den fall, dass ihr mal was passiert ...

aber um auf den Punkt zu kommen: ich glaube auch, dass durchaus noch einiges in der Wohnung "zu holen" gewesen wäre.
Was aber im Umkehrschluss auch heißen könnte, dass vielleicht niemand so genau sagen kann, ob und ggf. was fehlt. Wenn sie es nämlich niemandem (im Detail) anvertraut hätte, also anders als deine Vermieterin, @Lohengrin ... was ja durchaus sein könnte.

Das heißt aber auch, dass es theoretisch möglich ist, dass der Täter sehr wohl genau das aus der Wohnung geholt oder bekommen hat, was er haben wollte. Was auch immer das gewesen sein könnte:
ein bestimmtes Schmuckstück eher nicht, denn das würde am ehesten noch einem Familienmitglied auffallen, wenn es fehlt.

Papiere/Unterlagen? Möglich, speziell, wenn sie trotz Ihres Alters die Vermietungsgeschäfte noch weitgehend selbst geführt hat. Aber auch sonst könnte es der Täter auf bestimmte Unterlagen abgesehen haben können - und hatte das Glück (oder konnte davon ausgehen), dass das niemandem auffallen würde. Ich zermartere mir nur gerade das Gehirn, auf welche Unterlagen so eine Definition zutreffen könnte, das einzige, was mir einfällt wäre ein privater Schuldschein.

eine größere Summe Bargeld, die sie -ohne dass die Familie davon wusste - zuhause gebunkert hat. Wenn aber die Familie nichts davon wusste, warum dann der Täter?

@RogerMortimer
RogerMortimer schrieb:Womöglich hat er sie infolgedessen am 05.10.2011 unangemeldet aufgesucht,
gefällt mir sehr gut, deine Überlegung, dass durch die Kontaktanzeige vielleicht jemand auf sie aufmerksam geworden ist - vielleicht ja jemand, den sie angeschrieben hat* (was sie ja angeblich auch gemacht hat, wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Und der sich dann über sie informiert hat und seine Chance gewittert hat. Der müsste auch der Polizei nicht unbedingt bekannt sein, weil wenn sie auf eine Anzeige geantwortet hat (vielleicht ja schon einige Tage oder Wochen zurückliegend), dann muss es ja in der Wohnung keinerlei Hinweis mehr auf diese Kontaktaufnahme gegeben haben.

Das wiederum bringt mich auf die - zugegeben gewagte - Idee, dass das in unser Serientäter-Szenario passen könnte: der Täter arbeitet also gezielt mit dieser Masche, um an alte und ja offensichtlich einsame Leute "heranzukommen", schaut sich die dann näher an und wenn er der Meinung ist, da ist was zu holen (oder was auch immer seine Motivation ist), dann schlägt er zu.

* Denn sie hat ja Chiffre-Anzeigen aufgegeben und da bestimmt nicht ihren (vollen) Namen angegeben, oder? Dann wäre es schwierig, herauszufinden, wer sie ist und sie auszuspionieren.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 14:22
Dieser Fall ist wirklich sehr abstrus: Der Täter hatte ein völliges Desinteresse, nach seinem begangenen Mord, die alte Dame zusätzlich auszurauben, so dass sich der primäre Verdacht,
unwillkürlich auf die Erbbegünstigten auswirkte.

Parallel dazu, hätte er einen Raubmörder simulieren können, um in dieser "Paraderolle",
meisterhaft von sich abzulenken und den Kreis der verdächtigen Personen für die
zuständige Mordkommission zu erhöhen.

Könnte der Täter von Natur aus leicht reizbar oder schnell gekränkt sein? Ist er mit
dieser Verhaltensweise schon einmal in ihrem nähren Umfeld aufgefallen(beispielsweise
auf ihrer Geburtstagsparty)?
Hat er sie im alkoholisierten Zustand aufgesucht und führten dann kleine Irritationen
zu einem heftigen und unkontrollierten Ausbruch? Übersah er deshalb ferner ihre offenen
Geldbeträge in der Wohnung?
Nilhörnchen schrieb:
Denn sie hat ja Chiffre-Anzeigen aufgegeben und da bestimmt nicht ihren (vollen) Namen angegeben, oder? Dann wäre es schwierig, herauszufinden, wer sie ist und sie auszuspionieren.
Da Frau Heinen sicherlich nicht unhöflich gewesen ist, wird sie sich gegenüber fremden Personen
(hinsichtlich Rubrik Kontaktanzeigen), folglich am Telefon immer mit Nachnamen vorgestellt haben.
Ob sie einen Standardeintrag im örtlichen Telefonbuch mit vollständiger Adresse hatte, wissen wir nicht, aber wäre durchaus nachvollziehbar.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 14:33
@RogerMortimer
RogerMortimer schrieb:Da Frau Heinen sicherlich nicht unhöflich gewesen ist, wird sie sich gegenüber fremden Personen (hinsichtlich Rubrik Kontaktanzeigen), folglich am Telefon immer mit Nachnamen vorgestellt haben.
Ja, davon würde ich auch ausgehen. Ich hatte mir nur gedacht, dass sie ja erst mal nur Briefe von den Leuten bekommen hat, die diese ja an die Redaktion schicken, wo sie dann in ihren Chiffre-Umschlag kommen und gesammelt an sie gesendet werden. D.h. für mich, solange Fr. H. sich nicht von sich aus bei jemandem meldet (und ein Treffen vereinbart), weiß derjenige ja rein gar nichts über sie - außer dem Anzeigentext.

Du meinst also, es könnte auch jemand gewesen sein, mit dem sie dann schon Kontakt aufgenommen hat und der daher einiges über sie wissen konnte? Kann sein, aber dafür müsste es ja Hinweise in der Wohnung gegeben haben, da ich annehme, dass Frau H. die Briefe (zumindestens) derjenigen, mit denen sie dann Kontakt aufgenommen hat, aufgehoben haben wird. Dann hätte die Polizei ja einen Anhaltspunkt ... und diesen hoffentlich auch gründlich überprüft.

Wobei, während ich jetzt so schreibe, kann es natürlich sein, dass der Täter dann genau diesen, seinen Brief auch wieder mitgenommen hat. Wenn er ihn denn gefunden hat.

aber ich bin vollends bei dir: dass so gar nichts von den offensichtlich herumliegenden Wertsachen und Geldern mitgenommen wurde, macht eigentlich in keinem Szenario viel Sinn ... abstrus ist da schon ein gutes Wort ;)
RogerMortimer schrieb:Könnte der Täter von Natur aus leicht reizbar oder schnell gekränkt sein? Ist er mit
dieser Verhaltensweise schon einmal in ihrem nähren Umfeld aufgefallen(beispielsweise
auf ihrer Geburtstagsparty)?
Hat er sie im alkoholisierten Zustand aufgesucht und führten dann kleine Irritationen
zu einem heftigen und unkontrollierten Ausbruch? Übersah er deshalb ferner ihre offenen
Geldbeträge in der Wohnung?
sehr gute Fragen, finde ich! Auch eine mögliche Alkoholisierung könnte ein Grund erstens für die Eskalation und zweitens dafür sein, dass nichts mitgenommen wurde. Nicht nur, weil er es in seinem Zustand gar nicht gesehen hat, sondern auch, weil ihm nach der Tat nichts ferner lag, als das Opfer "auch noch" auszurauben - und er in seinem Zustand nicht auf die Idee gekommen ist, es durch das Mitnehmen von Wertsachen als Raummord darzustellen und - wie du ja sagst - damit den Kreis der Verdächtigen für die Polizei deutlich zu erhöhen. Alkohol macht Birne hohl und so ...


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 15:39
Vermutlich hat sich sein Vernichtungswille gegen die alte Dame, durch den Genuss von Alkohol
wie ein nötiger Energieschub massiv verstärkt, so dass er sich gedanklich nicht mehr beherrschen konnte und seine Tatausführung in diesem Status beschleunigte.


Weiterhin können wir alle nur mutmaßen, ob das zurückgelassene Bargeld,
nach seinem Mord überhaupt keine Rolle für ihn gespielt hat.
Ansonsten käme auch die sekundäre Option in Betracht, dass er
nach seiner Tat innerlich so aufgewühlt gewesen ist und
schlichtweg vergessen hat, es mitzunehmen.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 18:04
Ich denke ja weiterhin, der Täter ist nicht zum Morden dorthin gekommen, sondern wollte was Anderes, und als der Mord dann geschah (oder Totschlag), hat ihn Panik ergriffen, weshalb er fluchtartig den Tatort verließ und nicht mehr die Nerven hatte, das zu tun, weswegen er eigentlich gekommen war. Das wäre die einzige logische Erklärung, wenn man davon ausgeht, dass der Tod der alten Dame nicht das einzige Ziel dieser Tat gewesen ist. Letzteres wäre wohl nur für diejenigen interessant, die die Verstorbene beerben, aber die scheint die Polizei wohl (mangels Beweisen?) nicht "auf der Pfanne" zu haben.

Wenn dem Täter die Tat irgendwie verunglückt ist und er dann eben panisch reagierte und schnell wieder die Flucht ergriff, ohne noch nach Geld o.ä. zu suchen, spricht das m.E. für einen unerfahrenen Täter, der auch nicht sehr planvoll vorging, denn sonst hätte er ja die Situation vorher schon durchdacht und entsprechend besser im Griff gehabt. Das wiederum spricht dann für einen eher jüngeren Täter mit wenig Erfahrung und Weitblick, einer der nicht skrupellos ist, denn den hätte der Tod der alten Dame dann ja nicht so aus der Fassung gebracht. Es ist irgendwie von der Art her ähnlich wie der Mordfall an Sabine Jauch, nur dass die nicht so alt war, aber auch dort wurde vorhandenes Geld nicht angerührt. Der Täter in dem Fall war ein junger Mann aus ihrem weiteren Bekanntenkreis. Vielleicht war es hier auch so jemand?


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 23:21
Irgendwie hat er sich mit entsprechenden Argumenten, Einlass in ihre Wohnung verschafft--vermutlich ohne Schlüssel, denn im Filmfall von Aktenzeichen XY-ungelöst, ist ihre Wohnungstür von innen mit einem Türspion und einem Kastenschloss mit Sperrbügel ausgestattet und gesichert gewesen.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

08.02.2013 um 23:53
Irgendwie hat er sich mit entsprechenden Argumenten, Einlass in ihre Wohnung verschafft--vermutlich ohne Schlüssel, denn im Filmfall von Aktenzeichen XY-ungelöst, ist ihre Wohnungstür von innen mit einem Türspion und einem Kastenschloss mit Sperrbügel ausgestattet und gesichert gewesen.
/ZITAT]


Ich glaube eher, er hatte einen Schlüssel....Möglicherweise saß Frau Heinen auf ihrem Sofa, Füße hoch, Pantoffeln aus.....sie hörte ein Geräusch im Flur, möglicherweise die Tür, die geöffnet wurde, das Geräusch des Schlüssels, der umgedreht wurde zum aufschließen,...erschrocken "springt" sie hoch, läuft ohne Hausschuhe in den Flur und wird dort attackiert......
Ich denke ja weiterhin, der Täter ist nicht zum Morden dorthin gekommen...
Ja das denke ich auch, der Mord war ein "Versehen"...
Quinzy schrieb: Ging Frau Heinen möglicherweise irgend jemanden zu stark und permanent auf die Nerven mit möglichen Forderungen( Zeit für Erledigungen/Besorgungen/etwaige Dienstleistungen/ Zeit, die der jenige mit ihr verbringen sollte) ihrerseits, womit dann dieser jenige viel seiner Zeit einbüßen mußte...?
....vielleicht sollte sie "nur" einen "Denkzettel" bekommen....Ziel wäre gewesen, das sie sich in ihrer Wohnung alleine fürchtet nach so einem Überfall und sie womöglich ins Seniorenheim oder betreutes Wohnen "umsiedelt".....


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

09.02.2013 um 11:42
Falls der Täter einen Schlüssel für die Wohnungstür besessen hätte, könnte die Kripo die Anzahl der Verdächtigen zweifellos verringern.
Aus dem Filmfall ergibt sich jedoch visuell die Tatsache, dass sie mit angrenzender Wahrscheinlichkeit, nur ihren engsten Familienangehörigen, einen "Zugang" zu ihren Wohnräumen gewährt hat.

Selbst den Nachbarn in ihrem Haus, hat sie eigenhändig für einen Notfall keinen Wohnungsschlüssel übergeben.
Sie ist möglicherweise in dieser Hinsicht sehr argwöhnisch und unzeitgemäß gewesen.


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Giselle-Sophie
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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

09.02.2013 um 12:12
Weiß jemand, ob Frau Heinen Leute ihres Vertrauens ('ne Freundin, enge Verwandte ...) in der Nähe wohnen hatte? Es musste doch auch mal jemand nach ihr schauen und sich nach dem Befinden erkundigen. Hat ihr jemand geputzt? Wer hat gewusst, was sie bewegt, was los war bei ihr? Fuhr sie ein Auto?
In dem xy-Film, in der Szene mit dem Spendensammler (war es der ASB? - wie auch immer) wurde Frau Heinen gezeigt als eine Frau, die ihre Einstellung hatte und dabei blieb. Wenn sie nicht wollte, wollte sie nicht, was der Vertreter auch immer sagte, und sie schloss das Fenster. Also zusammenfassend gesagt, sie war freundlich und nett und hatte ihren Kopf.

@RogerMortimer
Dein Aspekt mit den begrenzten Schlüsseln finde ich auch sehr bedenkenswert. Sie sah sich überhaupt nicht als Person, die evtl. mal schnell Hilfe von den Nachbarn irgendwann brauchen könnte. Also hatte sie vielleicht doch Angehörige in der Nähe? Mit 88 Jahren ist das schon erstaunlich, niemanden zu brauchen, mit dem Haus, den Mietern usw.


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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

09.02.2013 um 12:13
Man muß aber auch dazu sagen das die FF in XY sehr oft (vielleicht auch aus Ermittlungstaktischen Gründen) vom tatsächlichen Geschehen ein wenig entfernt sind ... siehe den Fall Frauke Liebs, Tanja Gräff oder aber auch Nelli Graf ... da wurde überall etwas weggelassen.

In diesem Fall kann es sein das eine gute Freundin von mir die aktuelle Mieterin der Wohnung kennt sie war sich aber nicht ganz sicher und will da noch mal nachhorchen sobald ich mehr weiß melde ich mich nochmal.

LG 79


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Giselle-Sophie
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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

09.02.2013 um 12:18
@Neunundsiebzig
Vielen Dank für das Bemühen.
Es ist ja gut, wenn Frau Heinen so fit war, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie alles allein gemanagt hatte. Darüber kam im Film so gut wie nichts. Man wollte wahrscheinlich vermeiden, dass die Zuschauer gelenkt werden beim Nachdenken.


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Giselle-Sophie
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Mord an 88jähriger Hildegard Heinen aus Troisdorf

09.02.2013 um 12:24
@diegraefin
Habe grad eben deinen letzten Beitrag gelesen und meine, dass das passen könnte, so ein noch unerfahrener Täter, der sich dachte, diese alte Frau von seinem Ansinnen überzeugen zu können, ob seriös oder weniger seriös. Der hatte vielleicht nicht mit der Bestimmthein und Beharrlichkeit der Frau Heinen gerechnet und da hat ihn die Wut gepackt. ...


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