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Schulerfahrungen aller Art

218 Beiträge, Schlüsselwörter: Schule, Eltern, Erwartungen
Marita
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

11.01.2014 um 19:58
@Heijopei
@Asche
Es freut mich immer wieder, wenn jemand hier zu dieser Thematik etwas schreibt, weil es aufzeigt wie empfindsam und aufmerksam Kinder im Volksschulalter die Welt wahrnehmen und beobachten.
Zu Deiner Frage, ob der Tod eines Menschen so unwichtig geworden ist, sag ich mal schnell ja, weil häufig nur mehr wirtschaftlich gedacht wird. Nicht, dass ich das gutheiße, doch ich nehme die Welt auch ähnlich Deiner Wahrnehmung wahr. Solange es einem nicht selbst betrifft, tut es ja nicht weh, und dass es jemanden anderen etwas ausmachen kann, das wird erst gar nicht registriert bzw. im schlimmsten Fall nicht einmal mehr ignoriert.


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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 01:29
@Asche
Evtl. dachte der Lehrer es sei ein Witz?

Bei mir in der Schule (naja, ich besucht dort nur einen Schnellstudium für die Hochschulreife, sozusagen das Abi nahholen im Eiltempo. Bin also viel älter als die meisten und kenne eig. keinen ausser meine Klasse) hat sich letzens auch ein Mädchen umgebracht. Da kam auch einfach plötzlich die Rektorin rein und erzählte das, ohne das wir es schon wussten und legte eine Schweigeminute ein und hat uns halt gesagt an wen wir uns wenden können wenns uns deswegen schlecht geht, etc.

Ich denke es ist die heutige Mentalität dass man einfahc weiterarbeitet, mit der Argumentation, da man sonst im Elend versinkt.


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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 10:52
@xotix1
@Marita

Stimmt mich nachdenklich, was ihr beide da schreibt. Besonders der Satz
xotix1 schrieb:Ich denke es ist die heutige Mentalität dass man einfahc weiterarbeitet, mit der Argumentation, da man sonst im Elend versinkt.
trifft es m.E. zwar genau, aber ist andererseits ein Zeugnis unserer emotionalen Armut. Was, wenn nicht einmal der Tod, kann uns noch aus diesem Irrsinn rausholen?

Ich meine, Schüler sind Kinder. Wohin bringen wir sie, wenn bis auf Leistung nichts mehr von Wert ist?


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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 11:16
Ich denke, dass diese Problematik hier zu eindimensional gesehen wird. Bei uns ist letztes Jahr der stellvertretende Schulleiter verstorben. Der Direktor hat es durchgesagt, wir haben eine Schweigeminute eingelegt, darüber im Anschluss im Unterricht gesprochen und danach auch "normal" weitergemacht. Die Lehrkräfte und die Schüler haben dabei aber gegenseitig Rücksicht aufeinander genommen und wer in der Trauer vertieft war, wurde dabei auch nicht gestört. Für viele war es in diesem Moment aber sogar wichtig, irgendetwas tun zu können, was den Schein von Normalität wahrt, das hatte überhaupt nichts verwerfliches. Noch an dem selben Tag ist aber auch eine Ecke für ihn eingerichtet worden mit Bild, Kerzen und Kondolenzbuch. Das hat auch vielen bei der Trauer geholfen. Zudem hat die Schule einen Gedenkgottesdienst gefeiert.
Ich fand den Umgang mit diesem Sterbefall jedenfalls sehr angemessen.


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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 12:17
Bei uns wurde zwar auch eine Art Altar eingerichtet, aber nur für zwei oder drei Tage. Danach wurde alles abgerissen, Zeitungsartikel wurden lediglich vor dem Lehrerzimmer aufgehängt und jede Klasse, die ihn als Lehrer hatte, bekam ein Bild von ihm.

Ich weiß nicht, wie nah man einem stellvertretenden Schulleiter steht (dem meinen stehe ich nicht sehr nahe), aber dieser Lehrer war wirklich etwas besonderes. Ich persönlich hätte mir da weit mehr erwartet als ein einfaches "Jetzt denken wir mal kurz an ihn und machen danach normal weiter." Wirklich geholfen hat das niemandem von uns. Den normalen Schuldruck hätte man ohne Weiteres von uns nehmen können.


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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 12:37
Ich hatte das Glück auch für mein Abitur nie wirklich etwas machen zu müssen. Daher ist mir meine Schulzeit als eine sehr schöne und angenehme Zeit in Erinnerung geblieben. Insoweit sie es konnten haben sich meine Eltern und Großeltern auch hinter mich geklemmt und mich unterstützt (was sie auch heute noch machen)
Besonders in der Sek 1 und in der Grundschule hatte ich ein weitestgehend gutes Verhältnis zu all meinen Lehrern. Ab der Sek 2 wurde es dann anders. Da gab es die, die gewusst haben das ich mein Ding mache und mich in Ruhe gelassen haben bzw. sich wenn die Zeit war auch mal auf eine sinnlose aber lustige Diskussion eingelassen haben und die, die mir mit ihrer Spießigkeit und ihrem falschen Lächeln richtig stark auf den Geist gegangen sind. Da hab ich dann schon auch gerne mal gefehlt oder kam etwas zugedröhnt zur Penne^^
Wir hatten einen extrem strengen und total autoritären stellvertretenden Schulleiter. Wenn er irgendwo hinkam war immer sofort Ruhe im Raum und keiner hat mehr aufgemuckt. Er war sozusagen die graue Eminenz der Schule und seit über 20 Jahren der stellvertretende Schulleiter. Im Gegensatz zu den 1200 anderen Schülern hatte ich aber überraschenderweise zu ihm ein gutes Verhältnis. Er hatte immer nur einen Matheleistungskurs in dem ich dannauch zufällig drin saß und hat zur gleichen Zeit durch Zeitungen etc. erfahren, dass ich mich sehr stark und auch an unserer Schule sozial engagiere. Den Pluspunkt bin ich zum Glück nie losgeworden, selbst nicht, als ich mich im Vollrausch direkt vor ihm (außerhalb der Schule) übergeben habe.

Aber eigentlich war die Schule für mich eine Möglichkeit meine Freunde zu treffen und über das vergangene Wochenende zu reden und das nächste zu planen. Durch das Kurssystem hatte man immer wieder andere Sitznachbarn mit denen ich mich auch gut verstand und in den Pausen dann seine "clique". So ab Beginn der 12ten Klasse kam dann auch immer ein Schwarm Mädchen dazu die einen in den Pausen immer wieder verfolgt haben :D


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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 12:51
@Asche
Naja, Leistung ist nicht unbedingt immer schlecht, aber Kinder sollte man Kinder sein lassen. Als ich das erstemal verlassen wurde wäre ich am liebsten auch nur noch zuhause vergammelt aber ich wurde zur Arbeit (Ausbildung) gedrängt. Ist auch nichts schlimmes. Man sollte den Unttericht wohl weitermachen aber wenn jemand nicht mehr kann dann sollte man dies respektieren und auch Prüfungen verschieben etc. Aber gleich frei geben? Weis nicht, wieviel das bringt. Vll ein kleiner Ausflug als Klasse oder so, weis nicht. Ich kenn mich da wohl zuwenig aus. Ich denke jedoch, meine Schule hat es ganz gut gemeistert. Für mich wars aber sehr befremdlich da die Schule mir nichts bedeutet und sie auch sehr weit weg ist. Ist also nicht zu vergleichen mit der Schule aus der Kindheit.

Die Schule in der Kindheit war ganz ok. Bin "schnell" in einem Wocheninternat gelandet, was ganz toll war. Man hatte immer seine Freunde um sich, hunderte Kinder zum spielen und einfach ein grosses Gelände wo man alles mögliche machen kann. (Inclusive Wald etc.) Handies und co waren verboten, selten durften wir TV schauen (z.B. WM oder 9/11 News etc.) Sonst hat man halt 4 Stunden Monopoly-Matches gemacht oder sonst was. Denke, das hat mich auch geprägt. Scheisse ist, dass man danach etwas allein dasteht in seinem richtigen Zuhause. Man kennt zwar eingie Leute aber halt niemals so krass wie wenn man die volle Schulzeit dort verbracht hätte.


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Marita
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

12.01.2014 um 13:07
@Asche
Ja, @Asche, wenn die Dinge mal so sind, wie sie sind, dann kann man nur versuchen es im kleinsten Kreis anders zu machen, oder dort, wo man gerade selbst steht. Wenn die Ärzte den "Befehl" bekommen bei der Visite nicht zu lange mit den Patienten zu sprechen, und die das dann auch noch durchziehen, spätestens dann weiß man wo man gelandet ist. Nichts desto trotz hab ich, als ich im Krankenhaus war, mich der ärztlichen Zurückhaltung gefügt, und danach versucht das Positive in einem Dankesbrief lobend zu erwähnen.


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salix
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Schulerfahrungen aller Art

23.05.2014 um 19:41
MEine Eltern waren nicht desinteressiert, dennoch hätte ich mir mehr Interesse und Stärkung gewünscht was die Schule betraf..


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Schulerfahrungen aller Art

23.05.2014 um 20:34
Hi, interessanter Thread, zu dem ich auch gerne meinen Part beitragen möchte.

Ich beneide alle, die hier positive Erinnerungen an die Schulzeit haben. Bei mir ist das leider nicht der Fall. Ich war so gut wie die gesamte Schulzeit über ein Einzelgänger und Außenseiter, wurde viel gehänselt und ging dementsprechend sehr ungerne zur Schule. Auch, wenn ich nicht dumm war, haben meine Noten darunter etwas gelitten. Meine Eltern hat das entweder nie interessiert oder sie haben es verdrängt, was ich ihnen teils noch heute zum Vorwurf mache, auch wenn ich nie mit ihnen darüber gesprochen und ansonsten ein gutes Verhältnis zu ihnen habe. An die Schulzeit denke ich nur sehr ungerne zurück und zum Teil hat das auch noch Auswirkungen auf mein heutiges Leben! Kinder können Arschlöcher sein... lol 🙉


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Lupo1954
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

24.05.2014 um 00:22
Kinder können Arschlöcher sein... 🙉
Da hast Du recht. Was habe ich für Prügel bezogen... Bis zum gebrochenen Nasenbein.
.


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Heijopei
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

24.05.2014 um 00:45
Aus heutiger Sicht war Schule zu meiner Zeit toll, da haben sich die Lehrer um einen gekümmert .
Und wenn jemand aus der Reihe getanzt ist hat sich unser Rektor dieser Sache angenommen ,
einer der feinsten Menschen die ich in meinem Leben kennenlernen durfte , der war zwar hart aber gerecht .
Und wenn der der meinung war du hats es nicht drauf und bleibst hängen , dann war nachsitzen angesagt und zwar solange bis es sitzt .
Zu dieser Zeit hatte man aber auch noch Respekt vor seinen Lehrern , und es hatte ernsthafte Konsequenzen wenn die zu dir nachhause gekommen sind .
(Da hatte noch längst nicht jeder Haushalt ein Telefon)
Meist haben sie einem nem "Blauen Brief" mitgegeben den man am nächsten tag unterschrieben wieder vorlegen musste .

Da mussten die Lehrer noch keine Angst haben von irgendwelchen Juppie-eltern verklagt zu werden .


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Heijopei
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

24.05.2014 um 01:01
Und mal auf heute bezogen , dieses ganze gequatsche von wegen Behinderten ins normale Schulsystem intregrieren gabs damals nicht .
Da waren behinderte ganz normal in die Klasse intergriert , das wurde uns erklärt das die dazu gehören die aber auf unsere Hilfe angewiesen sind .
Da wurde noch in 2er Reihe angetreten wenns irgendwohinging , und wenn dein Partner eben ne verkrüppelte Hand hatte , hast du die genauso genommen wie ne gesunde .
Das heutige Schulsystem grenzt doch mehr aus als es integriert .


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Schulerfahrungen aller Art

24.05.2014 um 01:19
@Radi0head
Ich war so gut wie die gesamte Schulzeit über ein Einzelgänger und Außenseiter, wurde viel gehänselt und ging dementsprechend sehr ungerne zur Schule. Auch, wenn ich nicht dumm war, haben meine Noten darunter etwas gelitten. An die Schulzeit denke ich nur sehr ungerne zurück und zum Teil hat das auch noch Auswirkungen auf mein heutiges Leben! Kinder können Arschlöcher sein... lol 🙉
ich hatte ungefähr die gleiche Situation bezüglich Einzelgänger und Außenseiter und wurde viel gehänselt. Allerdings bin ich kurioser Weise gerne zu Schule gegangen um des Lernen Willen. Na ja und so schrecklich das für ein Kind und sein weiteres Leben sein kann, wenn es einen solchen Status hat, ein gutes hatte bei mir das ganze, denn durch die Außenseiterrolle hatte ich genug Ruhe um mich voll und ganz dem Unterricht zu widmen. Somit hatte ich immer ganz gute Noten ohne, dass ich viel pauken musste :D


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Draiiipunkt0
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

24.05.2014 um 01:27
Ich war in der Grundschule ein Außenseiter. Auf dem Gymnasium war ich dann bis zur 11. Klasse ganz "normal". 12. und 13. kam dann exzessiver Drogenkonsum, doch irgendwie schaffte ich das Abi, studiere heute und freu mich des Lebens.


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Schulerfahrungen aller Art

20.09.2014 um 13:09
@Draiiipunkt0
gratuliere dazu!


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Schulerfahrungen aller Art

20.09.2014 um 14:24
auf meiner Schule waren häufig Schlägereien und Konkurrenzkämpfe. Und das war keine Hauptschule in einem Problemviertel. Sondern Realschule in einer normalen Stadt. Und nicht in den 70ern sondern nach 2000. Und die Lehrerschaft ist zum größten Teil unfähig, dagegen vorzugehen. Sie hatten Angst vor Schülern und Eltern. Ich möchte mal eine normale Schule sehen heutzutage, es gibt Studien, nach denen jeder 3. dauerhaft gemobbt wird.


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Mat.nurMat.
ehemaliges Mitglied

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Schulerfahrungen aller Art

10.09.2015 um 20:38
Irgendwie ist es schon seltsam, wie die Meinungen hier auseinandergehen. Also erstmal: Ich BIN Schülerin an einem staatlichen Gymnasium in Sachsen, dem Bundesland mit dem besten Bildungssystem Deutschlands.
Und ich kann nicht beurteilen, wie es in eurer Kindheit (die anscheinend ungefähr 30-40 Jahren in der Vergangenheit stattgefunden hat) in der Schule aussah, aber ich finde es doch relativ erbärmlich (Pardon) von FAIREN Konkurrenzkämpfen und angemessener Züchtigung mittels gewaltsamer Rohrstockstrafen der Lehrkräfte zu sprechen.
Ich verstehe nicht, warum man jemanden bewundern sollte, der sich mit einem anderen wie ein Kleinkind auf dem Boden wälzt, so jemand verdient meiner Meinung nach keinen Respekt. Mutwillige Handgreiflichkeit gegenüber einem anderen Menschen, Tier oder einer Pflanze ist kein Ausdruck innerer Reife oder Gerechtigkeit, sondern von Agression und Machtgier!? Ein Kind, welches geschlagen wird, lernt Angst, nicht, stillsitzen. Ich würde mich ernsthaft schämen, wenn ich auch nur eine Stunde vor der geschlossenen Klassenzimmertür verbringen müsste, und würde überlegen, was ich an meinem Verhalten verbessern könnte. Die Lehrer sind übrigens nicht weniger streng (obwohl manche Mitschüler nicht zu wissen scheinen, was “streng“ eigentlich heißt), sie geben gnadenlos Hausaufgaben, schreiben unangekündigte Kontrollen, schreien herum und vergeben Tadel. Andererseits glauben sie daran, dass jeder Schüler gefördert werden sollte und gehen so gut auf die Belange jedes Einzelnen ein, wie sie können. Und der Stoff ist nicht einfacher, sondern schwieriger, das liegt am allgemeinen Fortschritt und dem wachsenden Leistungsdruck. ^^ Allgemein bin ich ULTRA-ethisch erzogen wurden, was an den Medien, meinen Eltern und diversen Kinderserien (die das einzige an Fernsehematerial waren, die ich bis ungefähr ins Grundschulalter überhaupt kannte) liegt. Deshalb interessiert es mich nicht im geringsten, was andere für Klamotten tragen, ob sie behindert sind oder nicht. Ich glotze nicht, lache nicht und beleidige Niemanden. Denn ich weiß, was passiert, es gibt Ohren. Außerdem ist ein Rollstuhlfahrer oder Obdachloser kein Objekt der allgemeinen Belustigung.


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Schulerfahrungen aller Art

27.01.2016 um 08:47
Auf eine IHK - Fortbildungskurse hat einer in der Pause beim nahegelegenen Fleischer eine halben stadtwurst ring gekauft.

Diesen hat er aus seinen Hosenstall raushängen lassen. ( Im Untterich )
Und seine Banknachbarin gesagt Sie soll ma schaun was er da so hat.

Mitten im Untterich: IIIII der hat sein Ding raushängen !
Zum Glück war der Lehrer Cool daruf und hat nur gesagt er soll den scheiss lassen.


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28.01.2016 um 14:59
Würde hier auch gerne mal meine Erfahrung mitteilen. Bei mir ist es zwar schon einige Jahre her, aber im Vergleich zu manch anderen doch noch recht "jung" ;)

Ich wurde 1996 eingeschult. An die Grundschule kann ich mich jedoch nur noch an das etwa letzte Jahr erinnern. Ich war ein sehr sehr schüchternes Kind. Und habe mich auch wegen Kleinigkeiten geschämt (z.B hatte ich durch einen kleinen Unfall viele Kratzer im Gesicht) was mich innerlich oft fertig machte. Genauso wenn ich mal "ärger" bekam, weil ich ein Heft nicht ordentlich geordnet habe. Selbst für sowas schämte ich mich. Kritik habe ich mir immer sehr persönlich genommen, dies aber nie nach außen getragen. Ich stimmte nur immer mit gesenkten Kopf zu. Meine Eltern wussten das, denke ich, nicht. Jedenfalls kann ich mich an kein Gespräch, diesbezüglich, erinnern.
In den pausen war ich oft allein, nicht weil mich keiner mochte, sondern weil ich mich (warum auch immer) von anderen fern hielt.
Zuhause, in dem Dorf indem ich wohnte, hatte ich dennoch Freunde mit denen ich auch was unternam. Aus der schule auch ein paar. Vielleicht war es die "fremde" Umgebung ?!
Ich weiß auch noch dass ich immer sehr traurig war, wenn mein Vater mich an der Bushaltestelle absetzte und zur Arbeit fuhr.

Die Jahre und Schulzeit nach der Grundschule waren besser. Ich War immer von Freunden umgeben und konnte auch eigentlich schnell welche finden. Trotz merhmaligen umzugs. (Innerhalb der 4. Klasse Umzug und danach innerhalb der 7. Klasse ein umzug)
Dennoch blieb ich immer sehr schüchtern. Meine Noten waren nicht immer besonders gut. Und das versuchte ich auch immer zu verheimlichen. Ich schämte mich dafür, ich war nicht doof, woran es lag dass meine Noten meist schlecht waren, das weiß ich nicht.
Ich gehörte immer der "coolen" gruppe der schule an, zwar war ich nie wirklich aktiv mit dabei, aber man akzeptierte mich.
Mein Selbstbewusstsein stärkte sich ungefähr ab der 9. Klasse. Wo auch meine Schüchternheit langsam nach lies. Ich bin zwar heute noch recht zurückhaltend wenn ich jemanden noch nicht gut kenne, aber ich kann es oft auch gut überspielen.

Ich Blicke mit gemischten Gefühlen in die Schulzeit zurück. Habe mich oft sehr allein gefühlt (obwohl ich es eigentlich nicht war)
Vielleicht lag es an den vielen und teils heftigen Streitigkeiten mit anschließender Scheidung, meiner Eltern? Ich weiß es nicht.


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