@Pharus Im Knast kann man eigentlich nicht natürlich, normal oder selbstverständlich in die Erwachsenenrolle hineinwachsen.
Was das allgemeine Knastgeschehen ziemlich schnell anbietet, ist ausschließlich eine Verrohung der Persönlichkeit, des zweckmäßigen Handelns und des dementsprechenden Denkens.
Söring schrieb selbst in einem seiner zu Knastzeiten verfassten „Newsletters“, „im Knast sei nichts echt“.
Natürlich spielt auch das Eintrittsalter und der Staat eine Rolle, welcher (Knast-) Kultur und Mentalität jemand überhaupt ausgesetzt ist.
Dann nicht zuletzt die Gesamtaufenthaltsdauer und Sicherheitsstufe des Gefängnisses.
Im englischenHochsicherheitsgefängnis wurden ihm gleich zweimal der Daumen gebrochen. In den USA war JS die meiste Zeit über in Gemeinschaftszellen untergebracht.
Das macht natürlich auch mit der Psyche etwas, abgesehen von dem Umstand zu befürchten, niemals mehr lebend in Freiheit zu geraten.
Ich vermute: JS hatte eine Vielzahl an Phantasien entwickelt, wie sein Leben in Freiheit eines Tages ausschauen könnte. Mittlerweile ist JS empfindlich auf dem Boden der Realität wohl gelandet.
Geblieben ist ihm einzig und allein die traurige Vergangenheit, für die JS einen hohen/zu hohen Preis bezahlt hat; denn sicher hat JS sich sein Altersdasein völlig anders ausgemalt.
Warum versucht JS nicht sein Glück an der Börse oder handelt mit Krypto, anstatt eine unangenehme Vergangenheit ständig zu wiederholen, sich mit kritischen Fragen immerzu erneut auseinanderzusetzen und an seiner eigenen Lebensgeschichte herumzubasteln.
Der Sinn des Lebens ist sicherlich woanders angesiedelt, aber JS hat einengen theologisch geerdeten Glauben noch zu Knastzeiten die endgültige Absage erteilt, als gäbe es keinen „Freien Willen“, sondern etwa eine göttliche Vorherbestimmung (Providencia Divina); so dass es entweder GOTT existenziell nicht gäbe, oder dieser sei sogar etwa mitschuldig an den erlebten missliebigen Gesamtumständen. Auch hierbei wird JS bei seiner
Offenbar aufgezeigten Besserwisserei mehr als
missverständlich.
Daher haben seine Ausführungen wohl generell weitaus mehr in Unterhaltungswert statt den erhofften Wahrheitswert.
Welch ein trostloser Lebensweg begegnet und da wohl bei der Teilnahme eines Events?
JS, glaube ich, bewegt die Furcht vor dem Vergessenwerden, weil bewegen wird JS wohl in diesem Leben nicht mehr viel!