G.Plinganser schrieb:@Luminoltest im Mietwagen:
Dazu möchte ich in Erinnerung bringen, dass weder die Anklage noch die Verteidigung dieses Argument der nicht festgestellten Blutspuren durch Luminol im Mietwagen vorgebracht hatten.
Ich habe mich auch stets gefragt, warum dies nicht genauer betrachtet wurde; Fragen hierzu wären:
- Wie viel Zeit lag zwischen der Rückfahrt von J. Söring bis zur Untersuchung durch Luminol? 87 Tage, ist das richtig?
- Wie oft wurde das Mietfahrzeug in dieser Zeit erneut vermietet, der Innenraum gereinigt/grundgereinigt?
- Hätte in dieser Zeit auch anderweitig Blutspuren in den Mietwagen eingebracht werden können, die nichts mit dem Fall Söring zu tun gehabt haben?
- Wie hoch wäre damit die Aussagekraft von detektiertem Blut in dem Fahrzeug nach dieser Zeit mit Bezug auf den Haysom-Doppelmord gewesen?
- Wurde der Luminol-Test unter "optimalen Lichtverhältnissen" so durchgeführt, dass eine Detektion vor Ort auch erkannt hätte werden können?
- Wie viele Tests und wo genau wurden die Proben mit Luminol gezogen? Besteht dabei die Möglichkeit, dass diese nicht ausreichend waren?
- Ist es richtig, dass es spätere Untersuchungen mit gelegten Blutspuren und Luminol-Tests an einem typ-gleichen Fahrzeug gab, bei welchen mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln bereits nach der ersten Reinigung Blutspuren unkenntlich für Luminol wurden?
- Sind die Antworten auf diese Fragen möglicherweise der Grund, warum die Bezugnahme auf die Tests mit Luminol als "nothingburger" bezeichnet wurden?
Mit besten Grüßen...
Das sind alles Nebelkerzen aus dem großen Bericht nach Terry Wright...man hat den Eindruck es muss einfach wegdiskutiert weden....
Es stört doch einfach den aalglatten Durchgang die Geständnisse/Einlassungen beider auf einen 99% Wahrheitsgehalt in Sörings Geständnissen zu biegen.
Völlig außer Acht gelassen bei deinem Wright'schen Fragenkatalog bleibt, dass das Fahrzeug laut Zeugenaussage so geleckt beim Mietverleih wieder ankam, dass es noch nicht einmal gesaugt werden musste. Und das nur ein paar Std. nach den Morden. Das war eigentlich Bestätigung genug für die Jury im Zusammenhang mit Updikes Hinweis auf die negativen Bluttests im Auto an der Aussage Haysoms und Sörings Geständnissen (Blutende Hand am Mülleimer) zu zweifeln. Haben sie ja im Geschworenenzimmer auch. Aber Söring behauptete im Prozess ja, dass er im Kino in DC war. Für mich total unverständlich ist allerdings, dass Wright tatsächlich als Ermittler der Darstellung von Haysom folgt, sie hätte mit Coca Cola es hinbekommen, das Auto in einem fleckenfreien Zustand zu hinterlassen. Ganz die Tatortreinigerin in einer dunklen Tiefgarage. Und das Mikrospuren (unsichtbar) durch das Luminol später nicht mehr reaktiv anzeigen, obwohl dieses zweifelsohne chemisch innerhalb des vergangen Zeitraums möglich ist. Für alle Dampfreiniger Fanatiker für Autoreinigungen.Saubere normal verdreckte Autos bedürfen keiner solchen Ausnahme Reinigung! Ich würde da unemotional und ganz faktisch rangehen. Ohne Spekulationen.