@Zig_Stardust Okay, du gehst in deinem letzten Post erneut nicht auf meine Aussagen ein, aber ok. Ich versuche es noch einmal und dann ist es denke ich auch gut, außer du gehst wirklich auf meine Aussagen ein, sonst drehen wir uns im Kreis:
Mir wird ehrlich gesagt nicht klar, wieso du normale Abläufe einer Miewagenfirma, die in diesem Zusammenhang relevant sind, als "Geschwurbel" bezeichnest.
Söring und E.H. haben beide angegeben, dass Söring in ein Laken gewickelt war (vermutlich um Blut vom Auto fernzuhalten und sich zu "bedecken"), als er Loose Chippings verließ bzw. in Washington ankam. Dies geht aus E.H.'s Aussage hervor und aus Ricky Gardners Notizen zu Sörings Aussage, die Söring selbst in einem seiner Bücher ("Mortal Thoughts") "zitiert." Zudem hat er die verletzte Hand seiner eigenen Aussage nach (Verhör London) verbunden bzw. die Wunde abgebunden.
Söring hat sich seiner eigenen Aussage nach entkleidet bevor er ins Auto gestiegen ist. Zuerst komplett bis auf Unterhosen und Socken und später hat er sich auch noch der Socken entledigt. Laut E.H., die diese Aussage bestätigt, hat er außerdem einen Pullover des Vaters gestohlen und diesen stattdessen angezogen. Das geht so aus den Protokollen der Verhöre und Gerichtsprozesse hervor.
Diese Aussagen passen erst einmal zusammen. Und sie deuten stark darauf hin, dass Söring den Mietwagen nicht mit Blut in Kontakt bringen wollte und einiges dafür getan hat, dies zu vermeiden.
Ob E.H. das Auto nun mit Cola oder sonst war gereinigt hat ist im Prinzip auch völlig egal.
Wir erfahren aus der Aussage der Putzkraft von der Reinigungsfirma, dass der Wagen ihrer Einschätzung nach offenbar vor Rückgabe gereinigt wurde.
Wenn nie viel Blut im Wagen war, dann halte ich es durchaus für möglich, dieses von Kunststuff insoweit entfernen/"wegputzen" zu können, dass es nicht mehr sichtbar war. Der Aussagen nach ist Blut mit den Textilien im Autos gar nicht in Verbindung gekommen.
Das Auto ist nun also zurück und wird weitervermietet. Denn es ist ja ein Mietwagen. Wie oft der Wagen vermietet wurde, können wir nicht wissen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass er in dem Zeitraum zwischen Rückgabe und Luminol-Untersuchung weitere Male vermietet wurde. Jedes Mal wird dann entsprechend auch eine Reinigung stattgefunden haben. Die von mir zitierte Quelle belegt, dass es möglich ist, dass Luminol nicht mehr auf einst vorhandenes Blut reagiert, wenn entsprechende Stellen mehrere Male nur mit Wasser gereinigt wurden.
Du dichtest da zehn Aussagen dazu, die ich gar nicht angeführt habe und die für diese Schlussfolgerung überhaupt nicht notwendig sind.
Bleiche braucht es nicht denn Wasser reicht.
Dampfreiniger braucht es ebenfalls nicht.
Ob Cola oder nicht ist irrelevant.
Dass die Mietwagen gereinigt werden ist übrigens belegt - oder willst du das anzeifeln? - also stimme ich deiner Aussage "Belege keine" nicht zu.
Auch zu den Reinigungsmethoden der Autovermiermietung etc. gibt es übrigens offizielle Werbung usw. die man sich anschauen kann.
Was ist daran "Schwurbelei"? Das ist doch einfach der normale Alltag einer Autovermietung? + Skepsis in Bezug auf die Aussagekraft der Luminol-Untersuchung, die durch de Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen begründet ist.
Wie du siehst - und wie eigentlich schon in meinem anderen Beitrag zu lesen war, da diese ganzen Punkte nicht von mir angeführt wurden - braucht es all das, was du als "Geschwurbel" bezeichnest, nichteinmal. Mag sein, dass Bleiche benutzt wurde oder auch nicht - mag sein, dass Cola genutzt wurde weil man davon ausging, dass Cola "alles reinigt" oder auch nicht. Das ist irrelevant in Bezug darauf, dass auf Grund der verspäteten Luminol-Testung nicht feststeht, wie aussagekräftig dieses Ergebnis tatsächlich ist. Was bleibt sind die Aussagen von Haysom und Söring - denen man nicht glauben muss - die sich allerdings dahingehend nicht wiedersprechen und mit dem Tatort übereinstimmen (fehlendes Laken, Blutfleck der Gruppe 0 im Schlafzimmer, Vermutung, dass es ein Video von Söring am Hotel ohne Hose gäbe, Narben an den Händen von Söring laut eigener Aussage + den Ermittlern + der Jury gezeigt usw.).
An welchem Punkt widersprichst du hier?
Wie gründlich die Testung durch Reid wirklich war, welche Putzmittel verwendet wurden usw. sind doch nur weitere Überlegungen, die zutreffen können und die Luminol-Testung noch mehr in Frage stellen - aber all das braucht es nicht, um ganz logisch an den Punkt zu kommen, dass es durchaus möglich ist, dass einst Blut vorhanden war, es allerdings soweit gereinigt wurde, dass das Luminol nicht mehr reagierte.
Im Gesamtkontext des Falls tut dieses Thema damit im Prinzip gar nichts zur Sache, da es nicht abschließend geklärt werden kann.
Zig_Stardust schrieb:Das Überzeugende am realen Gesamtkontext ist allerdings, dass kein gefundenes Blut im Auto besser zu spotless am Abgabetag passt, als alles Geschwurbel zusammen.
Nein. Offensichtlich ist das nur eine mögliche Erklärung. Es bleibt allerdings die Frage, wieso Söring und E.H. das Auto überhaupt extra nochmal gereinigt haben sollten, wenn es keinen Grund dafür gegeben hätte?
Eine weitere Frage von mir an dich ist:
Irgendjemand war mit dem Mietwagen in Loose Chipping, oder glaubst du das auch nicht? Und dort wurden zwei Menschen ermordert. Und wenn ich das richtig verstanden habe glaubst du ja auch nicht, Söring sei unschuldig. Also was genau soll "kein Blut im Mietwagen" "beweisen"?
sun7dance schrieb:Ich kann dir keine direkte Quelle sagen, da der Brief nie öffentlich war.
Okay, schade. Ich hatte gehofft, dass ma das Dokument irgendwo sehen kann.
sun7dance schrieb:Siegfried Stang erwähnt die Stelle in seinem Buch Nebelkerzen folgendermaßen:
Aah stimmt! Das Buch von Stang habe ich selbst gelesen.