Meriruka schrieb:Oft frage ich mich, wie die Leute das gehandhabt haben, als es noch nicht die "heilige Kuh" MHD gab.
Finde genau den Gedankengang sinnvoll und praktiziere diesen auch.
Ebenso: anschauen, dran riechen, schmecken... gerade wenn es keine tierischen Lebensmittel sind, ist es nicht so heikel und es gibt deutlich sichtbare, riech- und schmeckbare Hinweise auf Verderbnis.
Was man früher aber sicherlich gemacht hat: statt spezielle "Notnahrung" zu bunkern, vielmehr Nahrung herstellen und wieder aufbrauchen (im Sommer/Herbst für Winter/Frühjahr). Dass mal zu viel eingemacht wurde, kam sicherlich auch vor. (Kennt ggf. der ein oder andere noch: Wenn man die selbst eingemachten Vorräte älterer Verwandter findet, schon Jahrzehnte alt.) Aber m.E. keine strikte Trennung zwischen Notnahrung die man ihrer Art eigentlich nicht mag, und andere auch für den Alltag.
Gegen (modern) Notvorräte im Schrank/Keller, die alt werden, kann ein "rotierendes System" helfen: Sprich, von den haltbaren Anteilen des normalerweise auch gegessenen Essens einen Vorrat haben, und diesen immer wieder aufbrauchen und nachkaufen.
Hier stehen aktuell z.B. 20-kg-Säcke Mehl (verschiedene Sorten), 10-kg-Säcke Hülsenfrüchte, packungsweise Nüsse, Hülsenfrüchte... Olivenöl im Kanister... (ebenso Wasserkanister, hier sowieso fürs Trinkwasser nötig), in einem Jahr sind diese Lebensmittel längst verzehrt (und durch neue ersetzt). Selbiges mit Gläsern und Dosen: Sauerkraut, Oliven, Antipasti...
Ist uns lieber als z.B. Notnahrung, die man normalerweise schon deshalb nicht anrührt weil einem die Nahrung nicht zusagt, die dann in den meisten Fällen abläuft, und wenn sie doch einmal gegessen werden sollte (auch noch weit vorm MHD) einem ggf. nicht bekommt, gerade weil sie ungewohnt ist.