Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Was denkt ihr über Transgender?

6.035 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Frauen, Frau, Mann ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was denkt ihr über Transgender?

30.03.2026 um 16:38
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Ja da haben sie "euphemismus tretmühle" gespielt und netter klingende bezeichnungen genommen. In der praxis bleibt es allerdings meines wissens so wie früher.
nee, eben nicht. Vielleicht mal diesbezüglich informieren.....


melden

Was denkt ihr über Transgender?

30.03.2026 um 16:40
@Tussinelda
Na dann heraus mit der sprache. An was bemist sich den? Mein stand ist das es um einen behandlungswürdigen zustand handeln muss welcher sonst leid verursacht.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

30.03.2026 um 16:44
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Na dann heraus mit der sprache. An was bemist sich den? Mein stand ist das es um einen behandlungswürdigen zustand handeln muss welcher sonst leid verursacht.
irgendwie schreiben wir gerade von verschiedenen Dingen. Mir ging es gerade um den Unterschied ICD10 zu ICD11.


melden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 09:51
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:weil das eine eben nicht zwangsläufig das andere bedingen muss, darum geht es ja beim SBGG. Dass man ohne OP, ohne Gutachten, ohne Richter seinen rechtlichen Status ändern kann. Das wurde also extra nicht berücksichtigt.
ok, aber wo ist der Sinn? Das öffnet doch Tür und Tor für jeden, egal groß sein Problem ist, oder eben auf der anderen Seite wie sehr er das ausnutzen möchte..... Vor und Nachteil sind gleich groß.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:also fällt da das SBGG nur zufällig oder wie?
Versteh ich nicht, was fällt, wieso fällt? Bitte beschreibe deine Frage anders...
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja und? Alles andere soll nicht im SBGG geregelt sein.
ja und?? Wieso ja und? Wenn du über das SGBB so redest und über die Probleme und Wünsche der Transpersonen schreibst, ist alles so klar und selbstverständlich, das ist es aber nicht bei Kostenübernahmen für eine Transition, dein ja und finde ich unpassend, denn bei Kostenübernahmen muss es eine Grundlage geben. Wenn ICD-11 keine Störung mehr diagnostizieren kann warum zahlen? Wenn das SGBB das nicht regelt warum dann zahlen?

Ich habe kein Problem damit, wenn ein Gesetz nicht alles klärt, aber dann kann später nicht davon ausgegangen werden, sich darauf stützen zu können oder ggf Geld für Leistung zu erhalten. Von daher halte ich das SGBB für lückenhaft.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das kommt doch auf den Grund der Depression an, meinste nicht?
Ganz genau! Trans sein kann aber nicht mehr der Grund sein, weil das kein Krankheitsbild ist! ICD-11 hat mit der Novellierung dafür gesorgt, das Trans sein keine Störung ist. Eine Depression kann ja dennoch entstehen, aber dann wird nur die Depressionstherapie bezahlt. Von daher hast du soeben beantwortet warum KK keine Transition mehr zahlen müssen....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:lass diese Bemerkungen mir gegnüber.
getroffene Hunde bellen, da war allgemein geschrieben....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja, aber Trans*sein ist keine psychische Störung mehr. Das bedeutet doch nicht, dass Depression keine Erkrankung wäre.....
Richtig, wir kommen wieder dazu, wie ich bereits sagte, dass dann die KK nur die Depressionstherapie behandeln lassen und keine Transition zahlen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Leidensdruck ist sehr wohl zu belegen.
Das werden die Betroffenen können und die Profis erkennen. Darüber hinaus wird es dann aber keine Zusätze geben außer die Depressionsbekämpfung.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, der Leidensdruck ggf. gemindert.
Das weißt du doch nicht, es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, aber keine Gewissheit.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Trans*sein ist keine psychische Störung mehr, fällt also nicht mehr unter diese im ICD11.
Wie ich bereits mehrfach sagte.....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Somit fällt Therapie eben nicht unter Heilung, sondern unter Begleitung z.B. der Transition oder Hilfe bei den Problemen, die wegen Trans*geschlechtlichkeit auftreten können, zum Beispiel keine Anerkennung, Ausgrenzung, Angst vorm Outing usw.
Das hätte ich gern belegt, wenn du das weißt....

Es wäre ja dann so, dass wenn ich oder irgendjemand Depressionen wegen Existenzängsten hätte, und die Therapie wird gestartet und parallel dazu wird mir um meine Ängste zu nehmen 1Mio € überwiesen, damit ich diese Ängste begleitend zur Therapie abbaue...
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:eben. Und wenn eine geschlechtsangleichende OP ein Leiden lindert, dann ist dies wohl eine Indikation. Transgeschlechtlichkeit ist keine Störung mehr, trotzdem kann man unter Depressionen leiden, was aber mehr an den "äußeren" Umständen, der Umwelt liegt, als an der Trans*geschlechtlichkeit an sich.
dito eins drüber...... Wenn das stimmt und die Kassen das so regeln(Belege), dann müssten bei meinem Beispiel die Kassen um Ängste zu mindern dem Betroffenen Finanziell unterstützen oder oder oder
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es geht um Entpathologisierung
Die gibt es mit ICD-11 ja bereits seit Jahren und ich mag anmerken für eine Indikation ist ein Befund nötig, eigentlich schließt sich aus, eine Indikation zu erhalten wenn nicht vorher die Krankheit vorherrscht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Trans*geschlechtlichkeit ist eine Variante der Geschlechtsidentität. Dies kann aber zu psychischen Belastungen führen die selbstverständlich behandelt werden.
Damit wir uns nicht dauernd im Kreis drehen, ich weiß was du meinst, aber was behandelt wird, ist die Depression (es wird beigebracht positive zu denken bzw eine Linderung der Depression sowie Rückfälle in schwere Phasen zu verhindern) nicht eine OP die dann ggf folgt. Die OP kann ja ggf noch größere Probleme verursachen, denn wenn die eigene Vorstellung vor allem während einer depressiven Phase oder gar eine länger andauernden Depression dann nicht erfüllt wird, oder auch nur teilweise erfüllt wird, dann ist die OP kontraproduktiv. Von daher kann man nicht von Heilbegleitung sprechen. mMn


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 09:55
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Ja da haben sie "euphemismus tretmühle" gespielt und netter klingende bezeichnungen genommen. In der praxis bleibt es allerdings meines wissens so wie früher.
Naja, ob beschönigend oder entpathologisierend, kann man sich wohl streiten.

Wo ich zustimme, ist, wenn die jeweilige Person das tatsächliche Thema/Problem hat, dann wird es Dieser egal sein ob ICD-11 oder ICD-10 nun besser passt.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 10:42
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:ok, aber wo ist der Sinn?
zum Beispiel, dass es kein in Teilen verfassungswidriges Gesetz mehr ist, wie der Vorgänger. Es geht um Selbstbestimmung und Menschenwürde und den Abbau von Diskriminierung. Aber das hatten wir doch alles schon, warum andauernd diese Wiederholungen?
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Versteh ich nicht, was fällt, wieso fällt? Bitte beschreibe deine Frage anders...
das Wort "SBGG" fällt
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:ja und?? Wieso ja und? Wenn du über das SGBB so redest und über die Probleme und Wünsche der Transpersonen schreibst, ist alles so klar und selbstverständlich, das ist es aber nicht bei Kostenübernahmen für eine Transition, dein ja und finde ich unpassend, denn bei Kostenübernahmen muss es eine Grundlage geben. Wenn ICD-11 keine Störung mehr diagnostizieren kann warum zahlen? Wenn das SGBB das nicht regelt warum dann zahlen?
das SBGG regelt die Selbstbestimmung über den Geschlechtseintrag und Vornamen. Das regelt nicht, was Krankenkassen zahlen oder was wie beim ICD eingestuft wird.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich habe kein Problem damit, wenn ein Gesetz nicht alles klärt, aber dann kann später nicht davon ausgegangen werden, sich darauf stützen zu können oder ggf Geld für Leistung zu erhalten. Von daher halte ich das SGBB für lückenhaft.
häh? Wer stützt sich denn aufs SBGG um Leistungen zu erhalten? Noch einmal, das ist dort nicht geregelt.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Trans sein kann aber nicht mehr der Grund sein, weil das kein Krankheitsbild ist!
es kann aber zu einer Dysphorie führen, ist im ICD. Es kann zu Depressionen führen, wo nicht das Trans*sein an sich der Grund sind, sondern der Umgang damit, auch von anderen, der Gesellschaft usw. Diskriminierungserfahrungen usw.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:getroffene Hunde bellen, da war allgemein geschrieben....
lass es einfach, ich werde das sonst melden, denn ich toleriere das nicht weiter.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das werden die Betroffenen können und die Profis erkennen. Darüber hinaus wird es dann aber keine Zusätze geben außer die Depressionsbekämpfung.
das stimmt doch gar nicht, es werden weiterhin Kosten übernommen, es gibt weiterhin Transitionen
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das werden die Betroffenen können und die Profis erkennen. Darüber hinaus wird es dann aber keine Zusätze geben außer die Depressionsbekämpfung.
falsch
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das weißt du doch nicht, es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, aber keine Gewissheit.
ich schrieb ggf. Bitte aufmerksamer lesen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das hätte ich gern belegt, wenn du das weißt....
was soll ich belegen? Dass wenn etwas keine Krankheit ist, es nicht um Heilung gehen kann? Das ist einfach logisch. Es geht um Unterstützung, Begleitung
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es wäre ja dann so, dass wenn ich oder irgendjemand Depressionen wegen Existenzängsten hätte, und die Therapie wird gestartet und parallel dazu wird mir um meine Ängste zu nehmen 1Mio € überwiesen, damit ich diese Ängste begleitend zur Therapie abbaue...
nee, so wäre es nicht.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Wenn das stimmt und die Kassen das so regeln(Belege), dann müssten bei meinem Beispiel die Kassen um Ängste zu mindern dem Betroffenen Finanziell unterstützen oder oder oder
nein, die Kassen müssen niemanden finanziell unterstützen und das weißt Du auch, sie müssen aber ggf. medizinische Behandlungen bezahlen. Behandlungen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Die gibt es mit ICD-11 ja bereits seit Jahren und ich mag anmerken für eine Indikation ist ein Befund nötig, eigentlich schließt sich aus, eine Indikation zu erhalten wenn nicht vorher die Krankheit vorherrscht.
keine Ahnung, was Du mir mitteilen willst, bitte anders formulieren
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Von daher kann man nicht von Heilbegleitung sprechen. mMn
von begleitender Therapie, und davon kann man nicht nur sprechen, sondern das gibt es so und wird auch so umgesetzt. Egal, wie Du darüber denken magst.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Wo ich zustimme, ist, wenn die jeweilige Person das tatsächliche Thema/Problem hat, dann wird es Dieser egal sein ob ICD-11 oder ICD-10 nun besser passt.
wohl eher nicht, denn Trans*gruppen haben sich ja für diese Änderung seit Jahren eingesetzt


4x zitiertmelden
1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 11:17
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es kann zu Depressionen führen, wo nicht das Trans*sein an sich der Grund sind, sondern der Umgang damit, auch von anderen, der Gesellschaft usw. Diskriminierungserfahrungen usw.
Damit wären dann geschlechtsangleichende massnahmen ja aber nicht mehr notwendigerweise von der kasse zu zahlen. Eher ein psychiater/psychologie für die therapie der depression.


2x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 11:31
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Damit wären dann geschlechtsangleichende massnahmen ja aber nicht mehr notwendigerweise von der kasse zu zahlen. Eher ein psychiater/psychologie für die therapie der depression.
ja, lies aber bitte, was davor steht......ok?


melden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 11:48
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:zum Beispiel, dass es kein in Teilen verfassungswidriges Gesetz mehr ist, wie der Vorgänger. Es geht um Selbstbestimmung und Menschenwürde und den Abbau von Diskriminierung. Aber das hatten wir doch alles schon, warum andauernd diese Wiederholungen?
Ich sprach nicht über Rechtmäßigkeit, sondern über den Sinn etwas ungeregelt zu lassen obwohl, wie du argumentierst darauf Folgen/Kosten/Entscheidungen einhergehen. Von daher keine Wiederholung.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das Wort "SBGG" fällt
Ok, jetzt hab ich den Kontext. SBGG Fällt im Zusammenhang, weil es rechtlich eine Geschlechtswechsel erlaubt, das wenn gewollt regelmäßig, aber völlig außen vor lässt(im Gesetzestext) wie mit Folgen umgegangen wird bzw muss.

Ergo SBGG sagt, sei wer du bist und dass wenn du willst regelmäßig anders
ICD-11 sagt sei wer du bist, du bist nicht krank
ICD-10 sagt sei wer du bist aber du hast (ggf) eine Störung
Die KK sagen ich übernehme Behandlungskosten wenn du krank bist

Es ist doch erkenntlich, dass ICD-11 und SBGG deutlich moderner und ohne Krankheitsbild definieren beim Thema Trans, die 2 Anderen Bereiche aber eindeutig.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das SBGG regelt die Selbstbestimmung über den Geschlechtseintrag und Vornamen. Das regelt nicht, was Krankenkassen zahlen oder was wie beim ICD eingestuft wird.
Sagte ich auch nicht, ich habe auf Folgethemen verwiesen und konkret das Problem von Kostenübernahmen ohne Krankheit verwiesen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:lass es einfach, ich werde das sonst melden, denn ich toleriere das nicht weiter.
Warum soll ich nicht mehr allgemein schreiben? Was denn nun? Dich nicht ansprechen, allgemein solls auch nicht sein, wie du meinen Satz auf dich personalisiert habe ich nicht in der Hand.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das stimmt doch gar nicht, es werden weiterhin Kosten übernommen, es gibt weiterhin Transitionen
Du redest immer von einer Grundsatzregelung, die gibt es aber nicht. Und nochmal möchte ich darauf verweisen, dass die KK wohl deutlich aus Kulanz im Sinne des Betroffenen handeln, wenn denn die Kosten übernommen werden. Das es keine Transition mehr gibt hat ich weder geschrieben noch irgendwie angedeutet. Fakt ist, es ist für die Kostenübernahmen, wenn überhaupt, Grundlegend ein Gutachten und ein Antrag nötig. Das Gutachten allein widerspricht ja bereits dem SBGG und nach meiner Auffassung ICD-11 denn was soll begutachtet werden wenn man gar nicht krank ist? Kann st du den aufgezeigten Widerspruch erkennen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:was soll ich belegen?
Du schreibst, das
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Somit fällt Therapie eben nicht unter Heilung, sondern unter Begleitung
Das würde mich interessieren, weder den Wortlaut noch inhaltlich finde ich dazu, das Therapie nicht als Heilung gelten soll. Daher frage ich dich.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nee, so wäre es nicht.
Ja eben, warum soll dann die KK neben der Depressionstherapie einfach so eine OP zahlen? Genau das ist doch mein Punkt den ich versuche dir klar zu machen. Es muss doch erst therapiert werden, bevor man operiert....
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, die Kassen müssen niemanden finanziell unterstützen und das weißt Du auch, sie müssen aber ggf. medizinische Behandlungen bezahlen. Behandlungen.
Richtig, daher wird die Depressionstherapie gezahlt, da gibt es eine anerkannte medizinische Krankheit, eine Störung, eine Depression. Trans sein hingegen ist ja bewusst keine Störung mehr. Der Widerspruch hallt weiter mit.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:keine Ahnung, was Du mir mitteilen willst, bitte anders formulieren
Gern. Du hast geschrieben:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es geht um Entpathologisierung
Was ist das? Pathologisierung ist die Deutung von als abweichend empfundenen Verhaltensweisen, körperlichen Zuständen oder sozialen Phänomenen als krankhaft, gestört oder medizinisch behandlungsbedürftig. Das soll nach ICD-11 und SBGG nicht mehr passieren. Der Betroffene ist völlig normal und gesund, es gibt keinen Grund für ein Pathologisierung, diese ist nicht mehr nötig. ICD-11 ist die Einschätzung von Profis, das SBGG schafft eine rechtlich Rahmen bei uns.

Wenn aber jemand als gesund gilt, dann ist keine Therapie oder Begleitung zu leisten.
Jetzt kommt das Thema Depression, das ist ein Krankheitsbild, also wird das behandelt und Therapiert, mit dem Ziel, wie ich bereits sagte, eine Linderung und Rückfälle ich schwere depressive Fasen langfristig zu verhindern. Die Therapie hat erstrangig dieses Ziel, erst nachrangig vollkommene Heilung, die ist meist sehr unwahrscheinlich, da vorrangig der Selbstzumgang mit seinen Gefühlen geschult wird.
Wo ist nun die Verbindung zum Transsein? Eigentlich nur das sein, was aber nicht mehr als Störung gilt und nicht mehr so einzuschätzen ist, somit ist mein Argument, die KK dürften keine OPs leisten, denn das widerspricht der Definition von Krankheit/Störung und derer Behandlungen. Nur die Depression an sich ist weiterhin zu therapieren.

Mir ist vollkommen klar, dass Betroffene durch die Gesellschaf, ggf Ihr Umfeld und andere Faktoren in eine Depression rutschen, für diese Fall wäre aber ggf ICD-10 besser, rein theoretisch wenn es um Kostenübernahmefaktoren geht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:von begleitender Therapie, und davon kann man nicht nur sprechen, sondern das gibt es so und wird auch so umgesetzt.
begleitete Therapie unterstützt Hauptbehandlungen, indem sie körperliche, psychische oder soziale Nebenwirkungen von Krankheiten reduziert und die Lebensqualität verbessert. Was deutest du denn als Hauptbehandlung? Die OP? Die Depressionstherapie? Es kommt wohl deutlich darauf an, wenn man über Begleitung spricht, was ist die Hauptbehandlung. Ich habe das Gefühl du argumentierst, dass die Depression die Hauptbehandlung sei und daher eine OP als Nebenbehandlung passiert.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wohl eher nicht, denn Trans*gruppen haben sich ja für diese Änderung seit Jahren eingesetzt
Im Sinne der Betroffenen ist es ja klar, dass man nicht als gestört und krank gelten will, anders herum, wenn man Kosten übernommen haben will, ist ein Diagnose wiederum nicht nur sinnvoll, sondern nötig. Allgemein Wünsche und konkrete sind nicht immer das Selbe.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:@gagitsch
zum besseren Verständnis
Und du reg dich nochmal auf über irgendwelche persönliche Spitzen. LOL
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Damit wären dann geschlechtsangleichende massnahmen ja aber nicht mehr notwendigerweise von der kasse zu zahlen. Eher ein psychiater/psychologie für die therapie der depression.
Genau das sage ich ja.


2x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 12:21
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich sprach nicht über Rechtmäßigkeit, sondern über den Sinn etwas ungeregelt zu lassen obwohl, wie du argumentierst darauf Folgen/Kosten/Entscheidungen einhergehen.
nein, ich argumentiere nicht, dass aus dem SBGG Folgekosten entstehen, das erfindest Du gerade. Es ist auch nicht ungeregelt, das regelt das SGB
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:weil es rechtlich eine Geschlechtswechsel erlaubt, das wenn gewollt regelmäßig, aber völlig außen vor lässt(im Gesetzestext) wie mit Folgen umgegangen wird bzw muss.
es regelt die Änderung des Geschlechtseintrags und des Vornamens, nichts körperliches
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es ist doch erkenntlich, dass ICD-11 und SBGG deutlich moderner und ohne Krankheitsbild definieren beim Thema Trans
das SBGG regelt gar nix in Bezug auf Diagnosen, es regelt die Selbstbestimmung bezüglich der Änderung des Geschlechtseintrags und des Vornamens und ICD regelt nicht, sondern benennt Diagnosen
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Sagte ich auch nicht, ich habe auf Folgethemen verwiesen und konkret das Problem von Kostenübernahmen ohne Krankheit verwiesen.
Du bringst es in Bezug zur Kostenübernahme, was aber eben nicht in Bezug steht
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Was denn nun? Dich nicht ansprechen, allgemein solls auch nicht sein, wie du meinen Satz auf dich personalisiert habe ich nicht in der Hand.
Du hattest mich zitiert
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Du redest immer von einer Grundsatzregelung
wo mache ich das denn? Zitat bitte, damit ich weiß, worauf Du Dich beziehst
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:dass die KK wohl deutlich aus Kulanz im Sinne des Betroffenen handeln, wenn denn die Kosten übernommen werden.
nein, aufgrund medizinischer Indikation
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Fakt ist, es ist für die Kostenübernahmen, wenn überhaupt, Grundlegend ein Gutachten und ein Antrag nötig. Das Gutachten allein widerspricht ja bereits dem SBGG und nach meiner Auffassung ICD-11 denn was soll begutachtet werden wenn man gar nicht krank ist? Kann st du den aufgezeigten Widerspruch erkennen?
Beschreibung
Die Geschlechtsinkongruenz im Jugend- und Erwachsenenalter ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte und anhaltende Inkongruenz zwischen dem empfundenen Geschlecht einer Person und dem zugewiesenen Geschlecht, die oft zu dem Wunsch nach einer "Transition" führt, um als eine Person des erlebten Geschlechts zu leben und akzeptiert zu werden, und zwar durch eine Hormonbehandlung, einen chirurgischen Eingriff oder andere Gesundheitsdienstleistungen, um den Körper der Person so weit wie möglich und gewünscht an das erlebte Geschlecht anzupassen. Die Diagnose kann nicht vor dem Einsetzen der Pubertät gestellt werden. Geschlechtsvariante Verhaltensweisen und Vorlieben allein sind keine Grundlage für die Zuweisung der Diagnose. m
Quelle: https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das würde mich interessieren, weder den Wortlaut noch inhaltlich finde ich dazu, das Therapie nicht als Heilung gelten soll. Daher frage ich dich.
Stichwort affirmative Therapie
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ja eben, warum soll dann die KK neben der Depressionstherapie einfach so eine OP zahlen?
das soll und macht sie ja nicht. Stichwort Geschlechtsinkongruenz
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Richtig, daher wird die Depressionstherapie gezahlt, da gibt es eine anerkannte medizinische Krankheit, eine Störung, eine Depression. Trans sein hingegen ist ja bewusst keine Störung mehr. Der Widerspruch hallt weiter mit.
bitte oben lesen, Zitat aus ICD11
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:begleitete Therapie unterstützt Hauptbehandlungen
nein, eine begleitende Therapie begleitet den Patienten.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Und du reg dich nochmal auf über irgendwelche persönliche Spitzen. LOL
das war keine Spitze, es diente dem besseren Verständnis, da meine Formulierung offenbar missverständlich war.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 13:30
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du bringst es in Bezug zur Kostenübernahme, was aber eben nicht in Bezug steht
nicht? Ohne Bezug Leistungsübernahmen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du hattest mich zitiert
Ja logo, und dann geantwortet im allgemeinen, das ist hier möglich und wird regelmäßig so gehandhabt.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wo mache ich das denn? Zitat bitte, damit ich weiß, worauf Du Dich beziehst
hier zB
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das stimmt doch gar nicht, es werden weiterhin Kosten übernommen, es gibt weiterhin Transitionen
Ich schrieb ja bereits :
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Du redest immer von einer Grundsatzregelung, die gibt es aber nicht. Und nochmal möchte ich darauf verweisen, dass die KK wohl deutlich aus Kulanz im Sinne des Betroffenen handeln, wenn denn die Kosten übernommen werden.
....
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Fakt ist, es ist für die Kostenübernahmen, wenn überhaupt, Grundlegend ein Gutachten und ein Antrag nötig. Das Gutachten allein widerspricht ja bereits dem SBGG und nach meiner Auffassung ICD-11 denn was soll begutachtet werden wenn man gar nicht krank ist?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, aufgrund medizinischer Indikation
Eine Indikation kann nur erfolgen, wenn etwas zu heilen wäre.
Die Indikation gilt doch im Falle einer Transition als das von mir genannte Gutachten, es reicht nicht aus, dass ein allgemein Arzt sagt, dass könnte helfen, sondern das würde vollumfänglich zu begutachten sein. Und da nochmal die Frage wie will man etwas begutachten, wenn man per Definition nicht an einer Störung leidet?(lt ICD-11 seit 2022)
Die Diagnose kann nicht vor dem Einsetzen der Pubertät gestellt werden. Geschlechtsvariante Verhaltensweisen und Vorlieben allein sind keine Grundlage für die Zuweisung der Diagnose. m
Quelle: https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html
Erkennst du den Knackpunkt? Diagnose, Diagnose, und selbst sagt das ICD-11, das keine Störung oder Krankheit vorliegen kann! Eine Diagnose ist daher nicht möglich, da keine Grundlage(Störung/Krankheit) vorherrscht. Entweder ist die Definition des ICD-11 undeutlich oder in sich inkongruent. Das ICD-11 beschreibt das Trans-Erleben sogar als Zustand sexuellen Gesundheit, was will man da diagnostizieren? Es wird auch nicht anders wenn du HA60 zitierst.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Stichwort affirmative Therapie
Das ist ja das was ich mehrfach beschrieb, was allgemein eine Depressionstherapie macht. Aber gut, dann haben wir das Fachwort auch mal ins Spiel gebracht. Leider nützt Wertschätzung nicht der Krankenkasse oder dem Argument zur Kostenübernahme. Aber Wertschätzung ist wichtig für den Menschen, dass muss man deutlich sagen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das soll und macht sie ja nicht.
Das sagtes du aber mit dem Zusatz Begleitmaßnahme.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:bitte oben lesen, Zitat aus ICD11
Hab ich, worauf willst du hinaus? ICD-11 hat Transexualität umbenannt in Geschlechtsinkongruenz und von Störung in die Kategorie "Zustände sexueller Gesundheit" verlagert. Warum ist das für dich kein Widerspruch? Keine Krankheit/Störung steht Diagnose gegenüber, das passt nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, eine begleitende Therapie begleitet den Patienten.
Durch die Begleitung soll die Hauptursache für die Therapie besser und effektiver erreicht werden, so formuliere ich es um. Da präzisiere ich mich gern.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das war keine Spitze, es diente dem besseren Verständnis
ok, nehm ich dankend mit.


2x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 16:41
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Und da nochmal die Frage wie will man etwas begutachten, wenn man per Definition nicht an einer Störung leidet?(lt ICD-11 seit 2022)
Man kann auch diagnostizieren was keine Erkrankung oder Störung ist.
Plakatives Beispiel: Hochbegabung - diagnostizierbar, aber keine Krankheit und daher nicht als Störung im ICD-10 oder ICD-11 klassifiziert.
Auch einen z.B. altersgemäßen Entwicklungsstand eines Kindes, eine Körpergröße (ohne Krankheitswert) oder das Nichtvorhandensein einer bestimmten Erkrankung kann man.... ob man von "diagnostizieren" spricht weiß ich nicht, aber sagen wir mal, ärztlich bestätigt schriftlich festhalten.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

31.03.2026 um 17:11
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Eine Indikation kann nur erfolgen, wenn etwas zu heilen wäre.
Nein, nicht zwangsläufig. Es kann auch um Leidminderung gehen (Schmerztherapie zB). Oder Schwangerschaft (Z34.0) hat einen ICD-Code und wird nicht geheilt. Weitere Beispiele:

ICD-10: Z00 – Allgemeine Untersuchung ohne Beschwerden
ICD-10: Z23 – Bedarf nach Impfung


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

01.04.2026 um 08:26
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Plakatives Beispiel: Hochbegabung - diagnostizierbar,
ok, da hast du einen guten Punkt.

Bei medizinischen Kosten wird sich das diagnostizieren aber wohl auf einen pathologischen Befund hinauslaufen, sonst wäre eine KK nicht in der rechtlichen Lage etwas zu zahlen.
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Nein, nicht zwangsläufig. Es kann auch um Leidminderung gehen
Ja, da bin ich bei dir, das sagte ich bei der Depressionstherapie selbst, Minderung und Vorbeugung.

Ich meine ja, nur, das eine OP kostenmäßig nur von den KK übernommen werden sollte/würde/könnte wenn die Depression nicht Therapierbar wäre ohne eine Transition. Aber wer will das vorher wissen? Mal 2 Gedankenbeispiele dazu

positiv für OP:
Person leidet, hat Depression, geht zum Arzt, kommt in Therapie, der Psychologe sagt, ich kann nicht erfolgreich Therapieren wenn keine OP erfolgt, da das Leiden direkt damit zusammenhängt, -> OP wird von der KK übernommen

gegen OP:
Person leidet, hat Depression, geht zum Arzt, kommt in Therapie, der Psychologo sagt, ich therapiere die Depression, dann leidet die Person nicht mehr, -->OP wird nicht bezahlt nur die Depressionstherapie

Also wenn ich da eine Gedankenfehler hab, bitte gebt mal Feedback, denn meine Überzeugung ist auf Grund der eigenen Definition der KK wird eine Transition nicht übernommen nur weil man das wünscht, sondern Diagnose und Antrag sind erforderlich. Der Antrag ist sicher keine Problem wenn man das alles will, aber bei der Diagnose wird es ja deutlich diffiziler.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

02.04.2026 um 11:51
Man sollte nicht vergessen, dass die Krankenkasse vieles nicht bezahlt. Auch vieles nicht, das eine unmittelbare gesundheitliche (körperliche) Beeinträchtigung mit sich bringt. Dafür aber anderes, das vollkommen nutzlos ist.

Beispiele: Ordentlicher Zahnersatz. Craniomandibuläre Dysfunktion. Therapie des Sicca-Syndroms. Dafür wird Homöopathie bezahlt. Es sind teilweise einfach politische Entscheidungen.

Das Bezahlen der Transition gehört zu dieser Kategorie, es ist eine politische Entscheidung. Würde man dieselben Maßstäbe wie beim Zahnersatz anlegen, dann dürfte es auch hier nur eine "Basisvorsorge" geben, sprich die Therapie einer ggf. vorhandenen Depression. Fairer wäre es m.E., zunächst für ordentlichen Zahnersatz auch für arme Menschen zu sorgen, bevor Transitionen bezahlt werden.


3x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

02.04.2026 um 12:37
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Fairer wäre es m.E., zunächst für ordentlichen Zahnersatz auch für arme Menschen zu sorgen, bevor Transitionen bezahlt werden.
ich finde nicht, dass es da ein entweder oder geben sollte, bzw. ein "zunächst" und "bevor". Warum kann man nicht dafür sein, dass Beides gehen sollte?


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

02.04.2026 um 12:50
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Warum kann man nicht dafür sein, dass Beides gehen sollte?
Weil beides Geld kostet. Geld ist in den Sozialsystemen momentan mehr als knapp, wie man an den aktuellen Zahlen und den Reformplänen sieht. Von daher muss man hier leider klar priorisieren. Ich will damit nicht sagen, dass das fair ist. Es ist allerdings die bittere Realität.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

02.04.2026 um 14:13
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Bei medizinischen Kosten wird sich das diagnostizieren aber wohl auf einen pathologischen Befund hinauslaufen, sonst wäre eine KK nicht in der rechtlichen Lage etwas zu zahlen.
Es gibt auch die Variante, dass die Gesundheit (psychisch, körperlich) gefährdet ist. Die genaue Bezeichnung kann ich dir leider nicht sagen; falls es wichtig ist, kann ich das aber wieder recherchieren (Unsicherheit basiert darauf dass ich dreisprachig unterwegs bin). Kurz und gut: Therapien können stattfinden, wenn jemand noch gesund ist, es aber absehbar ist dass ohne eine solche sich die Gesundheit verschlechtern wird.
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Man sollte nicht vergessen, dass die Krankenkasse vieles nicht bezahlt. Auch vieles nicht, das eine unmittelbare gesundheitliche (körperliche) Beeinträchtigung mit sich bringt. Dafür aber anderes, das vollkommen nutzlos ist.
Meine Zustimmung hierzu.
Aber keine Zustimmung zum Rest: Transition sollte m.E. bezahlt werden. Allein die Hürde (eine OP, lebenslang Medikamente, zusätzlich zu den lebenslangen Hürden) zeigt das m.E. an. Wer die Hürden der Transition für sich zu hoch empfindet, oder schlichtweg mit etwas zufrieden ist das keine medizinische Transition darstellt, kann dies nachwievor und es gibt auch Menschen die es dabei belassen.
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Fairer wäre es m.E., zunächst für ordentlichen Zahnersatz auch für arme Menschen zu sorgen, bevor Transitionen bezahlt werden.
Warum denn nicht beides? Derart viele Menschen werden auch keine medizinische Transition anstreben.
Selbst bin ich stark kurzsichtig - eine Brille (oder sonstige Korrektur) ist zwingend nötig. Krankenkassen zahlen nichts zu. Das finde ich zwar einerseits schade, neide deshalb aber noch lange niemandem eine Transition.


1x zitiertmelden

Was denkt ihr über Transgender?

02.04.2026 um 14:29
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Weil beides Geld kostet. Geld ist in den Sozialsystemen momentan mehr als knapp, wie man an den aktuellen Zahlen und den Reformplänen sieht. Von daher muss man hier leider klar priorisieren. Ich will damit nicht sagen, dass das fair ist. Es ist allerdings die bittere Realität.
Klar, kann man natürlich darüber streiten, welche Kostenübernahme fairer ist. Aber wenn man sich die Kosten für Transitionen und beispielsweise Zahnersatz anschaut, dürfte einem schnell klar werden, warum beim Zahnersatz in den letzten Jahrezehnten immer weniger übernommen wurde und auf Zusatzversicherungen gesetzt wird. Zahnmedizin ist leider ein sehr kostenintensiver Posten bei den KK.

Ich habe mal versucht die jährlichen Kosten für Transitionen zu schätzen und komme auf:

3.075 Stück x 50.000 € = 153.75 Mio €

Grundlagen:
3.075 geschlechtsangleichende Operation* wurden 2023 in Deutschland durchgeführt
Quelle: https://de.statista.com/infografik/27135/anzahl-der-geschlechtsangleichenden-operationen-in-deutschland
Gesamtkosten einer Transition können sich bis zu 50.000 EUR belaufen.
Quelle: https://www.krankenkasseninfo.de/ratgeber/nachrichten/geschlechtsumwandlung-bei-transsexualitaet-was-bezahlt-die-krankenkasse-59952.html?srsltid=AfmBOorB1nUW-kfNkTuPpkJqy8I2VYZZud_7MePxSpmyFJqd8t8ZUKGf&

Einschränkungen:
-
eine Geschlechtsangleichung besteht aus einer Reihe von Eingriffen, die Statistik bildet die Gesamtsumme dieser Eingriffe ab
- die Anzahl beinhaltet auch selbstbezahlte und durch PKV bezahlte Eingriffe

Also dürften die 153 Mio noch deutlich überschätzt sein mMn. Ein Bruchteil (deutlich unter 0,1%) der jährlichen KK-Kosten (rd. 300 Mrd).

Dann sollte man eher bei unnützen Dingen wie Homöopathie sparen.


1x zitiertmelden