Tussinelda schrieb:zum Beispiel, dass es kein in Teilen verfassungswidriges Gesetz mehr ist, wie der Vorgänger. Es geht um Selbstbestimmung und Menschenwürde und den Abbau von Diskriminierung. Aber das hatten wir doch alles schon, warum andauernd diese Wiederholungen?
Ich sprach nicht über Rechtmäßigkeit, sondern über den Sinn etwas ungeregelt zu lassen obwohl, wie du argumentierst darauf Folgen/Kosten/Entscheidungen einhergehen. Von daher keine Wiederholung.
Tussinelda schrieb:das Wort "SBGG" fällt
Ok, jetzt hab ich den Kontext. SBGG Fällt im Zusammenhang, weil es rechtlich eine Geschlechtswechsel erlaubt, das wenn gewollt regelmäßig, aber völlig außen vor lässt(im Gesetzestext) wie mit Folgen umgegangen wird bzw muss.
Ergo SBGG sagt, sei wer du bist und dass wenn du willst regelmäßig anders
ICD-11 sagt sei wer du bist, du bist nicht krank
ICD-10 sagt sei wer du bist aber du hast (ggf) eine Störung
Die KK sagen ich übernehme Behandlungskosten wenn du krank bist
Es ist doch erkenntlich, dass ICD-11 und SBGG deutlich moderner und ohne Krankheitsbild definieren beim Thema Trans, die 2 Anderen Bereiche aber eindeutig.
Tussinelda schrieb:das SBGG regelt die Selbstbestimmung über den Geschlechtseintrag und Vornamen. Das regelt nicht, was Krankenkassen zahlen oder was wie beim ICD eingestuft wird.
Sagte ich auch nicht, ich habe auf Folgethemen verwiesen und konkret das Problem von Kostenübernahmen ohne Krankheit verwiesen.
Tussinelda schrieb:lass es einfach, ich werde das sonst melden, denn ich toleriere das nicht weiter.
Warum soll ich nicht mehr allgemein schreiben? Was denn nun? Dich nicht ansprechen, allgemein solls auch nicht sein, wie du meinen Satz auf dich personalisiert habe ich nicht in der Hand.
Tussinelda schrieb:das stimmt doch gar nicht, es werden weiterhin Kosten übernommen, es gibt weiterhin Transitionen
Du redest immer von einer Grundsatzregelung, die gibt es aber nicht. Und nochmal möchte ich darauf verweisen, dass die KK wohl deutlich aus Kulanz im Sinne des Betroffenen handeln, wenn denn die Kosten übernommen werden. Das es keine Transition mehr gibt hat ich weder geschrieben noch irgendwie angedeutet. Fakt ist, es ist für die Kostenübernahmen, wenn überhaupt, Grundlegend ein Gutachten und ein Antrag nötig. Das Gutachten allein widerspricht ja bereits dem SBGG und nach meiner Auffassung ICD-11 denn was soll begutachtet werden wenn man gar nicht krank ist? Kann st du den aufgezeigten Widerspruch erkennen?
Tussinelda schrieb:was soll ich belegen?
Du schreibst, das
Tussinelda schrieb:Somit fällt Therapie eben nicht unter Heilung, sondern unter Begleitung
Das würde mich interessieren, weder den Wortlaut noch inhaltlich finde ich dazu, das Therapie nicht als Heilung gelten soll. Daher frage ich dich.
Tussinelda schrieb:nee, so wäre es nicht.
Ja eben, warum soll dann die KK neben der Depressionstherapie einfach so eine OP zahlen? Genau das ist doch mein Punkt den ich versuche dir klar zu machen. Es muss doch erst therapiert werden, bevor man operiert....
Tussinelda schrieb:nein, die Kassen müssen niemanden finanziell unterstützen und das weißt Du auch, sie müssen aber ggf. medizinische Behandlungen bezahlen. Behandlungen.
Richtig, daher wird die Depressionstherapie gezahlt, da gibt es eine anerkannte medizinische Krankheit, eine Störung, eine Depression. Trans sein hingegen ist ja bewusst keine Störung mehr. Der Widerspruch hallt weiter mit.
Tussinelda schrieb:keine Ahnung, was Du mir mitteilen willst, bitte anders formulieren
Gern. Du hast geschrieben:
Tussinelda schrieb:Es geht um Entpathologisierung
Was ist das?
Pathologisierung ist die Deutung von als abweichend empfundenen Verhaltensweisen, körperlichen Zuständen oder sozialen Phänomenen als krankhaft, gestört oder medizinisch behandlungsbedürftig. Das soll nach ICD-11 und SBGG nicht mehr passieren. Der Betroffene ist völlig normal und gesund, es gibt keinen Grund für ein Pathologisierung, diese ist nicht mehr nötig. ICD-11 ist die Einschätzung von Profis, das SBGG schafft eine rechtlich Rahmen bei uns.
Wenn aber jemand als gesund gilt, dann ist keine Therapie oder Begleitung zu leisten.
Jetzt kommt das Thema Depression, das ist ein Krankheitsbild, also wird das behandelt und Therapiert, mit dem Ziel, wie ich bereits sagte, eine Linderung und Rückfälle ich schwere depressive Fasen langfristig zu verhindern. Die Therapie hat erstrangig dieses Ziel, erst nachrangig vollkommene Heilung, die ist meist sehr unwahrscheinlich, da vorrangig der Selbstzumgang mit seinen Gefühlen geschult wird.
Wo ist nun die Verbindung zum Transsein? Eigentlich nur das sein, was aber nicht mehr als Störung gilt und nicht mehr so einzuschätzen ist, somit ist mein Argument, die KK dürften keine OPs leisten, denn das widerspricht der Definition von Krankheit/Störung und derer Behandlungen. Nur die Depression an sich ist weiterhin zu therapieren.
Mir ist vollkommen klar, dass Betroffene durch die Gesellschaf, ggf Ihr Umfeld und andere Faktoren in eine Depression rutschen, für diese Fall wäre aber ggf ICD-10 besser, rein theoretisch wenn es um Kostenübernahmefaktoren geht.
Tussinelda schrieb:von begleitender Therapie, und davon kann man nicht nur sprechen, sondern das gibt es so und wird auch so umgesetzt.
begleitete Therapie unterstützt Hauptbehandlungen, indem sie körperliche, psychische oder soziale Nebenwirkungen von Krankheiten reduziert und die Lebensqualität verbessert. Was deutest du denn als Hauptbehandlung? Die OP? Die Depressionstherapie? Es kommt wohl deutlich darauf an, wenn man über Begleitung spricht, was ist die Hauptbehandlung. Ich habe das Gefühl du argumentierst, dass die Depression die Hauptbehandlung sei und daher eine OP als Nebenbehandlung passiert.
Tussinelda schrieb:wohl eher nicht, denn Trans*gruppen haben sich ja für diese Änderung seit Jahren eingesetzt
Im Sinne der Betroffenen ist es ja klar, dass man nicht als gestört und krank gelten will, anders herum, wenn man Kosten übernommen haben will, ist ein Diagnose wiederum nicht nur sinnvoll, sondern nötig. Allgemein Wünsche und konkrete sind nicht immer das Selbe.
Tussinelda schrieb:@gagitsch
zum besseren Verständnis
Und du reg dich nochmal auf über irgendwelche persönliche Spitzen. LOL
interrodings schrieb:Damit wären dann geschlechtsangleichende massnahmen ja aber nicht mehr notwendigerweise von der kasse zu zahlen. Eher ein psychiater/psychologie für die therapie der depression.
Genau das sage ich ja.