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Digitale Nomaden

210 Beiträge, Schlüsselwörter: Facebook, Schweiz, Reise, ZUG, Bahn, Digital, Hotel, Zigeuner, Lebensform, Mobil, Hostel + 23 weitere
Diginoma
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29.10.2017 um 09:26
Svensvenson schrieb:Einen tollen Thread hast Du da aufgemacht, sehr interessant wie Du Deine gewählte Lebensform schilderst und wie ruhig Du mit falschen Vorstellungen oder Vorurteilen umgehst.Ich glaube das man eine 1:1 Umsetzung hier in Deutschland nicht wirklich hinbekommt, Qualität, Ausstattung und Zuverlässigkeit der DB würden das wohl verhindern, man mag fast meinen daß es so gewollt ist ;)
Herzlichen Dank für Deine einfühlsamen, zugewandten Worte. Ich freue mich, wenn jemand annähernd nachvollziehen kann, warum ich diese Lebensform bevorzuge, auch wenn er es selbst nicht tut. :)

Wenn ich höre, wie das in D läuft, schätze ich die Schweiz umso mehr, auch wenn es hier schon sehr teuer ist und viele Schweizer Digital-Nomaden deswegen in D leben. Es hat eben alles seinen Preis.


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29.10.2017 um 09:29
missmary schrieb:Als alleinreisende Frau ist mir inzwischen der Flixbus 1000 mal lieber, auch wenn der mitunter auch seine Tücken hat.
Was ist ein Flixbus?


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29.10.2017 um 10:15
Das Leben der digitalen Nomaden klingt wie der Traum eines Hipsters. Ständig zwischen Köln, Berlin und Hamburg pendeln, im Starbucks irgendwelchle Chai-Latten konsumieren und während der Fahrt im Zug den eigenen, veganen Blog aktualisieren und damit noch gut was verdienen. ^^
Ich glaube kaum dass man im Zug effektiv arbeiten kann.


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29.10.2017 um 10:51
@schnitzel
Diginoma hat ja zu dem Verdienst etwas gesagt, es ist offensichtlich nicht ihr Hauptantrieb, ich kann das gut nachvollziehen.
Ich habe im Grunde auch ein klein bisschen den "Mini Nomaden Halbtags Weg" gewählt, was vermutlich ein Widerspruch in sich ist.
Zum einen habe ich mich auch verkleinert und gehörig minimiert, also viele materielle und auch soziale "Lasten" entsorgt, beruflich habe ich zunächst eher unbewusst ebenfalls einen neuen Weg eingeschlagen, aus der Selbstständigkeit heraus zunächst wieder in ein Angestellten Verhältnis und von diesem heraus nach einer Findungsphase in den Aussendienst, Büro oder fester Arbeitsplatz als Angestellter mit festen Mitarbeitern die man täglich sieht war mir einfach zu eintönig und aufgrund der Schwächen die viele in sozialen Verhalten haben auch zu riskant, um es Mal ein wenig zu umschreiben.
Habe zuvor immer viel Verantwortung getragen und war immer in Führungspositionen aber das ständige erzwungene Zusammensein mit denselben Personen tagtäglich am Arbeitsplatz, da muss man schon auf die richtigen Personen treffen um wirklich zufrieden werden zu können, das Risiko war mir bei neuer Festanstellung etwas zu hoch und so habe ich mich für den Aussendienst in einer neuen Firma entschieden, bin jetzt zur Hälfte der Arbeitszeit im Auto unterwegs, sehe ständig neue Städte und Orte, haben nur telefonischen und digitalen Kontakt zu den Mitarbeitern , lebe täglich ca.5 Stunden nur im Auto, die andere Hälfte verbringe ich bei Kunden, bei denen ich jeweils nach ca.30 - 60 Minuten wieder verschwinden kann, ich empfinde das als tolle Form der Freiheit verbunden mit meiner Arbeitszeit.
Auf jeder Tour stehe ich mehrmals vor einem Überraschungsei und weiss oft nicht was mich erwartet, neben Privatkunden bin ich meistens bei den ganz großen Firmen Deutschlands und bekomme dann immer einen ganz guten Eindruck von dem Arbeitsklima vor Ort, man soll gar nicht glauben wie unterschiedlich an verschiedenen Standorten und Firmen die identische Arbeit verrichtet wird, das ist teilweise sehr erschreckend und manchmal sehr aufschlussreich wenn man betrachtet wie manche Firmen versuchen den Arbeitgebern eine vermeintliche Wohlfühloase zu schaffen ( meist verbunden mit kompletter Überwachung, gerade in der IT Branche), ich kann jeden verstehen der dort ausbricht und nach alternativen Arbeits und Lebensformen sucht.
Deswegen gilt diesen Personen mein absoluter Respekt weil ich mir denken kann das die Gesellschaft mit solchen Menschen nicht immer gut umgeht, was aber lediglich an der Engstirnigkeit und dem eingeschränkten, genormten Denken dieser liegt. Freiheit bedeutet eben genau auch das man seine Art zu leben frei wählt und wenn man es dann noch schafft sich von der Gesellschaft nicht abzunabeln und deren "Spielregeln" noch einhält und mitspielt ist das in meinen Augen bewundernswert und absolut wichtig für die Vielfalt und den Reichtum einer Gesellschaft und eines Landes ( ganz egal wie dieses Land und die Gesellschaft heisst) wir brauchen mehr von diesen Menschen die Normen weiten und dehnen und neue Möglichkeiten aufzeigen ohne diese als das Optimum für alle anzupreisen.
Deshalb nochmals LG und viel Glück bei diesem Weg an Diginoma!


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29.10.2017 um 11:20
@schnitzel
Bei manchen klingt es wirklich so, wenn man deren Blogs so liest. Warum nicht, wenn es für sie funktioniert? Ich kann nur für mich sprechen. Mit fast 50 hab ich so einiges hinter mir, das ich auch loslassen musste (z. B. meine 81-jährige Mutter, die ich bis zu ihrem Tod im Januar betreute).


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29.10.2017 um 11:25
@Svensvenson
Tolle Lösung, die Du da gefunden hast. Ich brauche diese Freiheit auch, war schon immer so. Ich wirke zwar aufgeschlossen und kommunikativ, hab also keinerlei Kontaktprobleme, war auch immer Führernatur. Aber ich brauche meinen Freiraum, sonst fühle ich mich vereinnahmt und festgelegt.


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30.10.2017 um 00:14
Diginoma schrieb am 24.10.2017:Was die Bahnsitze angeht: Ich hab mich auch gewundert, es jedoch ausgetestet. Zumindest in der Schweizer Bahn 1. Klasse sind die Sitze sehr bequem, während ich bei einem allzu weichen Bett durchaus gerädert aufwache.
Nachdem ich nun seit mehreren Monaten kein einziges zusätzliches Kissen zu den gepolsterten Liegestühlen brauche, habe ich die Kissen entsorgt oder verschenkt in der Familie, ebenso eine zu dünne Decke und Leintücher. Das schafft wertvollen Platz im 5 qm-Lagerraum.


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30.10.2017 um 11:18
Diginoma schrieb:Was ist ein Flixbus?
Das ist der Fernbus in Deutschland. Eine der Fernbuslinien, die oft mit den Bahnlinien konkurriert.


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30.10.2017 um 14:38
@missmary
Ah, dann gehören diese nicht zum in der Bahncard100 enthaltenen Angebot des öffentlichen Verkehrs. Ich persönlich habe eher negative Erfahrungen mit solchen Reiscarunternehnen gemacht. Ewiges Anstehen bei den dreckigen Steh-Toiletten der Raststätten, weil die Cartoilette nicht geleert wurde. Übermüdete Fahrer, welche die Fahrgäste in Gefahr bringen im Straßenverkehr, stickige, enge Sitze, freches Personal etc. Also nö - mit der Bahn ist es viel besser. ;)


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30.10.2017 um 15:06
Wenn ich unterwegs bin, kann ich mich zeitlich gut strukturieren, aber sobald ich in der warmen Stube meines Neffen sitze, werde ich träge und mache nur gerade den Haushalt dort, wenn ich nicht aufpasse.

Wieder habe ich meine Arbeitspläne optimiert und stark gestrafft und in Etappen gestaffelt, um mich dabei auf das wirklich Wesentliche zu fokussieren und keine unnötige Zeit zu verlieren. Es muss eine zeitnahe Realisierung möglich sein. Das geht nur mit einer knallharten Prioritätensetzung und dem Loslassen von Ballast. Das betrifft auch die Tagesstruktur und die Umsetzung konkreter Schritte des Geplanten. Die Grundlagen stehen bereits.


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30.10.2017 um 15:13
Mein Trägheitsproblem löse ich, indem ich konsequent meine Arbeitszeit in Zügen (1.Klasse Ruhezone) verbringe. Dort habe ich das nötige Arbeitsklima, das mich ausreichend aktiviert. Zuhause bei meinem Neffen ist es zu isoliert und zu ruhig, was mich träge macht. Ich brauche emsige Leute um mich. Vorher war meine immer aktive Mutter präsent, das fehlt. Ich bin zwar gern für mich, aber nicht isoliert. Das war schon in meiner Schulzeit so, wo ich am besten im Hochbetrieb des Schulgebäudes lernen konnte, oder unterwegs im Bus nach Hause, oder in Restaurants.

Ich legte mir früher aufgrund meines Trägheitsproblems sogar einmal eine südeuropäische Ameisenkolonie zu, die waren wunderschön anzusehen (vor allem die Königin), aber recht faul (wirklich!). Dann versuchte ich es mit Livecams, aber auch diese Tiere schonten sich und ihre Jungen. Dann ging ich zu Livecams von Städten und Bahnhöfen über, das half, aber noch zu wenig, um mich nachhaltig aus meiner steten Trägheit und psychosomatischen Erschöpfung zu holen. Die einzige und beste Lösung ist dasselbe im realen Erleben, indem ich in Zügen arbeite.


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30.10.2017 um 15:23
Es ist geschafft: Ich konnte die Grundziele hierarchisch ordnen unter dem Hauptnenner und vor allem auch klar fokussieren, was Priorität hat und was eindeutig sekundär gesetzt werden muss, um das Hauptziel nicht zu gefährden, auch nicht in seiner zeitlichen Erreichbarkeit. :)


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30.10.2017 um 15:32
Ich freue mich, weil ich einigen emotionalen und intellektuellen Ballast loslassen kann. Ich gewann den dazu nötigen Abstand, um meiner Intuition folgen zu können, die schon viel früher anschlug, doch war ich da noch zu sehr verstrickt, um ihr sofort Folge zu leisten. Der Wille war da, doch rang mein idealistischer Hang zum komplettierenden Perfektionismus hartnäckig mit mir. Doch konnte ich diesem nun ein logisch und folgerichtig überzeugendes Optimum entgegensetzen, meine verlässliche Intuition. Der Rat meiner sterbenden klarsichtigen Mutter hallte auch nach. Das war eine mühsame "Geburt", doch brachte ich es endlich wie ein Puzzleteil zusammen, geführt durch vorangegangene schmerzhafte Trennungen.


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30.10.2017 um 15:47
Es trifft zu, dass ich die Hauptrichtung meines Lebensweges kenne. Nun muss ich schauen, dass ich mich auch wirklich ausreichend dafür freischaufle und alles Unnötige äußerlich und auch innerlich loslassen kann. Das braucht Zeit und ist auch mit einem inneren Ringen verbunden, wenn ich nicht sicher bin, ob ich etwas noch brauche oder nicht. Doch werde ich von oben geführt. Ich muss einfach dranbleiben und mich auch konkret damit befassen, damit es Schritt für Schritt geht. Meine Mutter war mir darin immer ein Vorbild. Noch mit 80 konnte sie enorm viel leisten, dies in vielen kleinen Schritten, ich wunderte mich immer wieder, wie das in ihrer Gebrechlichkeit noch möglich war. Daran denke ich oft. Meine Mutter ist nicht nur auf der Reise bei mir, sondern ich spüre sie auch in mir, sie hat mir viel Wertvolles weitergegeben.


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30.10.2017 um 17:08
Diginoma schrieb:Das braucht Zeit und ist auch mit einem inneren Ringen verbunden, wenn ich nicht sicher bin, ob ich etwas noch brauche oder nicht. Doch werde ich von oben geführt.
Was sind das denn für Sachen und wie merkst du, dass du dann von oben geführt wirst. Mit einem positiven gefühl oder wie drückt sich das aus?


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30.10.2017 um 17:25
Dawnclaude schrieb:Was sind das denn für Sachen und wie merkst du, dass du dann von oben geführt wirst. Mit einem positiven gefühl oder wie drückt sich das aus?
Ich bin sehr wissenshungrig. Es fällt mir schwer, für mich Grenzen zu setzen, wenn es um Wissensaneignung geht, auch wenn ich sonst so viel zu tun habe und deshalb immer wieder in einen Prioritätenkonflikt gerate. Ein Alles-oder-Nichts-Denken bringt mich dabei auch nicht weiter, deshalb versuche ich, es in einer Rangordnung zu organisieren. Derzeit lerne ich mein eingeschlafenes Französisch und kann es für mich auch rechtfertigen, weil meine Nichte gerade Nachhilfe darin braucht. Da ist die Zeit fürs Auffrischen gerechtfertigt.


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30.10.2017 um 20:08
Aber sonst muss ich wohl oder übel auch diesbezüglich abbauen (womit ich meinem Perfektionismus eine klare Absage erteile) , weil man einfach nicht alles machen kann. Ich bin ja auch schon 49. Sonst verzettle ich mich nur und mache alles nur halb und nichts richtig gut. An sich hab ich diesen Konflikt innerlich erfolgreich und folgerichtig für mein Leben gelöst und die Weichen klar gestellt, so wie beim Bahnfahren. :)

Hilfreich war dabei die Erkenntnis, dass viele Tätigkeiten funktional Ähnliches erfüllen und somit austauschbar werden. Viele Wege führen nach Rom.


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02.11.2017 um 16:47
@Diginoma

Inwiefern nervt es dich denn, wenn es bei der SBB doch mal Störungen gibt? Wie z.b. am Dienstag, glaub ich, gab es eine am Zürich HB eine Gleisstörung, die so einige Züge betroffen hatte.

Wenn du mit deiner Nichte unterwegs bist, ist das sicherlich schneller mal ein Problem. Sie muss ja sicherlich zeitnah wieder zu Hause sein.

Aber während du unterwegs bist und arbeitest, kümmert dich das eigentlich irgendwie, wenn der Zug doch mal Verspätung hat? Oder ist das dir egal?


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Diginoma
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02.11.2017 um 19:37
@patty
Ja, es kam schon mal vor, dass ich die Kleine später zu Hause "abgab", aber so dramatisch ist das nicht, denn ich rechne allgemein mit solchen Störungen, die ich als Vielfahrerin natürlich mehr mitbekomme als Wenigfahrer. Ich nehme nie die letzte Verbindung, sondern allgemein möglichst die drittletzte. Da meine Nichte erst 10 ist, muss sie frühzeitig ins Bett, da bringe ich sie natürlich entsprechend zeitig nach Hause. Da am Wochenende, wo ich meine Nichte öfter hüte, einige Verbindungen schlechter sind und andere ausfallen, darf ich nicht vergessen, dass die Wochenendfahrpläne gelten und nicht die regulären. Das vergesse ich öfter, hab die regulären im Kopf. :)


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03.11.2017 um 13:43
Gerade war ich zur Kontrolle im Krankenhaus. Meine Werte haben sich verbessert, seit ich als digitale Nomadin unterwegs bin. Mein Facharzt für Gefäßkrankheiten findet es bemerkenswert, wie ich mich auf diese Weise zu einem bewegungsreichen Leben zwinge, indem ich mir meine immer im ÖV mobile und bis ins Alter fitte Mutter zum Vorbild nehme. Auf den nächsten Termin im Mai will ich ihn verblüffen. Er selbst ist sehr sportlich. Da muss ich mich schon ins Zeug legen. ;)

Außerdem kann ich bei Erreichen dieser Ziele unnötige, mühsame Behandlungen umgehen.


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