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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

15.409 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Deutschland, Tiere, Gefahr ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 19:47
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:90, 105, 120 sind alles Höhen die ein Wolf ohne Probleme überspringt.
Es ist aber immer auch die Frage, ob er überspringt oder überklettert - irgendwo kommt er an seine Grenze. Abgesehen davon, dass meist untergraben wird.
Wir hatten mal ein Lamm, das einen guten Meter übersprungen hat. Offenbar sah das Gras auf der Nachbarweide grüner aus.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 19:52
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Abschreckung zusätzlich zu den Zaunmaßnahmen wären Wachen zu postieren , wie es in den östlichen Ländern Europas erfolgreich praktiziert wird.
Nichts anderes haben die Schäfer früher gemacht, als sie noch permanent ihre Herden gehütet haben.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 20:04
Zitat von sybelsybel schrieb:Opfer sind die Schafe und natürlich ist es nicht einfach bis unmöglich Schafe und andere Weidetiere zu schützen. Trotzdem hat meiner Meinung nach der Halter in letzter Instanz die Verantwortung.
In letzter Instanz müsste er also die Erlaubnis erhalten die Wölfe mit allen Konsequenzen von ihrem Vorhaben abzuhalten. Eine schwierige Forderung, die eher nicht nach Deutschland passt.
Zitat von sybelsybel schrieb:Mich nervt nur mittlerweile das man egal in welchem Bereich immer mehr da zu über gegangen ist die Eigenverantwortung an Empfehlungen irgendeiner Behörde abzugeben.
Der Staat bringt durch seine Regelungen Probleme ins Land und dann sollen das andere mit wirklich großem Aufwand dann in den Griff bekommen?
Nein, hier ist der Staat in der Verantwortung.
Zitat von sybelsybel schrieb:Reine Weidehaltung wird nur mit entsprechend gesicherter Weide möglich sein.
Nur gibt es eben keine gesicherten Weiden, nirgendwo.
Die Schweiz wurde hier mehrfach ausführlich benannt, kein Land hat wohl mehr je Wolf aufgewendet, um Weidehaltung und Wölfe in Einklang zu bringen. All die Millionen an realitätsfernen Ideen führten nun am Ende doch zur Bejagung des Wolfes, ganze Rudel wurden entnommen.
Zitat von sybelsybel schrieb:Um das zu finanzieren muss der Fleischpreis hoch und auch der Landschaftsschutz entsprechend entlohnt bzw dieser überdacht werden.
Warum sollte der Fleischpreis steigen, nur weil in wenigen Teilen Europas solche Experimente stattfinden?
Wir leben nicht auf einer abgeschotteten Insel und die EU wird eine Zollpolitik wie Trump sicherlich nicht einführen.
Derzeit sollen die Südamerikaner ja freien Zugang mit ihren landwirtschaftlichen Erzeugnissen in die EU erhalten, Geflügel und Rindfleisch dürfte dann auch vermehrt günstig von dort auch beim Aldi in Kassel landen.
Bei Schaf- und Ziegenfleisch importiert Deutschland bereits >50%, warum sollte das Importfleisch aus Irland oder Neuseeland teurer werden? Die haben keine Probleme mit dem Wolf.
Zitat von sybelsybel schrieb:Nein wir brauchen nicht unbegrenzt Wölfe und auch ich bin für abschießen von auffälligen Wölfen.
Das hätte vor langem passieren sollen, damit sich dieses Jagdverhalten nicht so ausbreitet.
Bis heute ist das dank gut geförderten und gepamperten NGOs ein fast unmögliches unterfangen.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Das hätte ich, aber wenn man den Link anklickt, folgt sofort ein download.
Mir ist eine alte Studie aus der USA (?) bekannt, die wurde zwar immer gerne zitiert aber der wichtige Kontext dann meist nicht genannt.
Wirksam war es bei einem Rudel, welches sich auf Weidejagd spezialisierte diese ganz zu entnehmen, weil es eben keine Rolle spielt nur ein Tier zu entnehmen, wenn eben alle diese Jagdmethode bereits erlernt haben.
Ich nehme an, das dies die Studie ist, die Du meinst. Man sollte diese halt komplett lesen.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 20:05
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nichts anderes haben die Schäfer früher gemacht, als sie noch permanent ihre Herden gehütet haben.
Da der NABU das Wolfsmanagement berät und damit auch unsere Regierung , sowie diese Kooperation eine flächendeckende Ausbreitung des Wolfes über ganz D anstrebt , wären diese in der Pflicht , Wachpersonal zum Schutz der Weidetiere abzustellen und das Ganze auch zu finanzieren. Bei fast 3 Mio Erwerbslosen , müsste es doch mit dem Teufel zu gehen , wenn man da nicht welches Personal finden würde , bei entsprechend guter Entlohnung.
Günstiger wäre es allerdings allemal , die Anzahl der Wölfe zu reglementieren auf ein gesundes Maß .


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 20:17
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Nichts anderes haben die Schäfer früher gemacht, als sie noch permanent ihre Herden gehütet haben.
Da gab es auch noch gut dotierte Abschussprämien für den Wolf, das brachte dem Hirten vermutlich mehr als der übliche Monatslohn.
Und "früher" sind auch bei Anwesenheit Schafe gerissen worden oder glaubst Du die Wölfe wissen nicht zu jagen?
Gute Wolfsrudel haben gerne einen der ablenkt, der lockt zB die HSH an und die anderen gehen an die Schafe. Nichts anderes werden die mit einem Hirten machen, der rennt einem Wolf hinterher und auf der anderen Seite schlägt dann das Rudel zu.

Was der Schäfer Jahnke nicht schon alles versucht hat, selbst das Bewachen mit mehreren Personen einer Weide war nicht immer erfolgreich.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 20:56
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Der Staat bringt durch seine Regelungen Probleme ins Land und dann sollen das andere mit wirklich großem Aufwand dann in den Griff bekommen?
Nein, hier ist der Staat in der Verantwortung.
Ach, der Staat hat die Probleme ins Land geholt?
Wer ist denn "der Staat"? Doch wohl die Wähler. Die, die den Artenschutzabkommen und der FFH zugestimmt haben, die einen Abschuss bis zum Erreichen einer gewissen Ausbreitung verbietet.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Und "früher" sind auch bei Anwesenheit Schafe gerissen worden oder glaubst Du die Wölfe wissen nicht zu jagen?
Wo habe ich gesagt, dass ich glaube, dass keine Schafe gerissen wurden oder ein intaktes Wolfsrudel nicht zu guter Jagd taugt?

Viele Wölfe dezimiert der Straßenverkehr, einige werden illegal geschossen, der eine oder andere entnommen, und einige überleben Krankheiten und Verletzungen nicht. Und irgendwann wird es sich einpendeln. Wenn bis dahin keine Schafe mehr auf den Weiden zu finden sind, wird es eher daran liegen, dass der Schäfer eh das unterste Glied in der landwirtschaftlichen Produktionskette ist und seine Arbeit und das Produkt unterbezahlt. Und wie gesagt, solange ein Kalb nicht mehr wert ist, als aktuell, wird kein Landwirt Geld für einen Tierarzt ausgeben und erstrecht nicht für präventiven Herdenschutz. Dann wird eher ein Schild aufgestellt à la "Wölfe fressen kein Gras".
Es ist einfach, immer andere als die Verantwortlichen hinzustellen. Was soll diese Diskussion überhaupt? Warum wird nicht einfach versucht, ein Miteinander hinzubekommen?
Ach ja: Ist unbequem und kostet Geld. Alles abschießen wäre ja viel einfacher. Na dann, die Menschheit lernt leider nur wenig dazu.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 21:49
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Ach, der Staat hat die Probleme ins Land geholt?
durch diejenigen die den Wolf unter Naturschutz gesetzt hatten, kamen die Probleme auf.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Da der NABU das Wolfsmanagement berät und damit auch unsere Regierung , sowie diese Kooperation eine flächendeckende Ausbreitung des Wolfes über ganz D anstrebt , wären diese in der Pflicht , Wachpersonal zum Schutz der Weidetiere abzustellen und das Ganze auch zu finanzieren. Bei fast 3 Mio Erwerbslosen , müsste es doch mit dem Teufel zu gehen , wenn man da nicht welches Personal finden würde
gute Idee
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Wer ist denn "der Staat"? Doch wohl die Wähler. Die, die den Artenschutzabkommen und der FFH zugestimmt haben, die einen Abschuss bis zum Erreichen einer gewissen Ausbreitung verbietet.
ich bezweifle, dass alle Wähler das alles so wollten
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:ja, ich gehöre dazu, bin selbst Weidetierhalter
muss man glauben können...


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 21:58
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:ja, ich gehöre dazu, bin selbst Weidetierhalter und habe viele Jahre ehrenamtlich zu Aufklärung und Schutz (z.B. Infos, Gespräche, Zaunbau) beigetragen. Ich schiebe das Problem nicht den Landleuten zu, ich bin selbst einer ;-)
Das ist bitter. Deine Argumentation lässt da eher vermuten, dass du pro- Wolf bist.
Es ist ja nicht nur das Problem der teilweise unmöglichen Abwehrmaßnahmen (Zaun/HSH) sondern vor allem das Leid der Weidetiere, wenn Wölfe angreifen und schreiende, schwerstverletzte Tiere zurück lassen. Surplus Killing passiert sehr oft bei Schafherden und auch das wird von der Regierung hingenommen (von wegen "saurer Apfel")

Siehst du das Problem nicht? Ist deine Schafhaltung so sachlich und distanziert, dass du hauptsächlich in Kilopreisen denkst?

Was ist mit den Menschen, die sehr enge Beziehungen zu ihren Weidetieren haben, die nicht entschädigt werden wollen, sondern ihre Tiere in Ruhe auf ihrem eigenen Land laufen lassen wollen? Sie sollen gezwungen werden, sich den praxisfremden Regelungen der Regierung zu unterwerfen?

Privatleute können die geforderten Schutzleistungen gar nicht stemmen, z.B. werden Herdenschutzhunde erst ab einem Bestand von mindestens 100 Mutterschafen gefördert.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Aber zurück zum Wolf: Fakt ist, es ist noch immer eine geschützte Tierart, und wir täten gut daran, zu lernen, wie man mit ihm lebt. Solange es also keine besseren Mechanismen zur Abschreckung gibt, als Zaun & Hund, muss man eben schauen, wie man das zusammen kriegt.
Wenn du mir das sagen würdest, könntest du gleich wieder gehen. "Muss man eben schauen" -ich glaub es nicht. Das ganze Problem wird auf die Weidetierhalter umgelegt, ohne echte Lösungen bieten zu können. Das müsste man mal vorher überlegen, bevor man den Wolfsbestand auf zig tausende Wölfe anwachsen lässt.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

04.01.2026 um 22:07
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Wer ist denn "der Staat"? Doch wohl die Wähler. Die, die den Artenschutzabkommen und der FFH zugestimmt haben, die einen Abschuss bis zum Erreichen einer gewissen Ausbreitung verbietet.
Der Staat sind gewählte Abgeordnete, diese machen Regelungen und Gesetze. Wähler haben sicherlich nicht die Artenschutzabkommen oder zur Lobhudelei um den Wolf abgestimmt.
Und das Verbot zum Abschuss wurde von wem beschlossen und aufrecht erhalten? Sicherlich nicht von Wählern sondern von den beteiligten Abgeordneten.
Litauen ist meiner Kenntnis nach in der EU und hat die Wolfsregulierung durch Abschüsse nie beendet.
Offenbar gibt es ja Möglichkeiten ein richtiges Maß an Naturschutz und Rücksicht auf Betroffene zu nehmen, auch in der EU.
Rumänien lässt als hier ja oft zitierter Vorzeige Osteuropäische Staat auch jährlich Wölfe und Bären abschießen, in einem nicht geringem Umfang.
Bewegung in die Wolfsdebatte kam doch erst mehr rein als vdL ihr Pony zu Wolfsfutter wurde, da war sie plötzlich Betroffene.

Vorkommnisse und Auswüchse wie in Deutschland würde in diesen Ländern nicht so durchlaufen in der Politik.
Ich empfehle wiederholt die Dokumentation von Welt TV dazu anzusehen.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

05.01.2026 um 01:53
Zitat von OptimistOptimist schrieb:durch diejenigen die den Wolf unter Naturschutz gesetzt hatten, kamen die Probleme auf.
wie schon geschrieben, unterliegt der Wolf den verschiedenen Schutzabkommen: FFH, Washingtoner Artenschutzabkommen, Berner Konvention. Das mag dir gefallen oder nicht, es ist ein geschütztes Tier und daran müssen wir uns so lange halten, bis sich der Status ändert.
Aber es ist ja nicht so, dass hier nicht auch illegal geschossen würde.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:muss man glauben können...
kannst du auch gerne lassen, das ist mir ehrlich gesagt egal.
Zitat von DawnDawn schrieb:das Leid der Weidetiere, wenn Wölfe angreifen und schreiende, schwerstverletzte Tiere zurück lassen.
Natürlich. Deshalb müssen die Tiere ja vorher geschützt werden, damit das nicht passiert. Mein Reden.
Zitat von DawnDawn schrieb:Ist deine Schafhaltung so sachlich und distanziert, dass du hauptsächlich in Kilopreisen denkst?
Ich habe nie behauptet, dass ich Schafe halte, oder?
Habe ich, aber tue ich nicht mehr. Und vorher waren es Schafe aus einem Schutzprojekt, da ging es nicht um Schlachtung.
Ich halte nur noch Pferde. Ganzjährig, draußen, und ja, auch wir haben hier Wolfsgebiet.
Und wenn ich sie nicht schützen könnte, dann würde ich sie nicht halten.
Nein, ich muss und will davon nicht leben, und die Situation ist anders als bei einem Berufsschäfer, keine Frage. Dennoch kann man m.M.n. nicht immer die Verantwortung von sich weisen. Es kann nur funktionieren, wenn alle Hand in Hand arbeiten. Die Schäfer brauchen Unterstützung und Hilfe bei der Prävention, und statt den Maisanbau für die Biogasanlagen zu subventionieren, inklusive nächtelanger nahezu kostenloser Beregnung, wäre es gut, die Schafhalter stärker zu unterstützen, die oftmals die wichtige Landschafts- und Deichpflege betreiben und durch die Weidehaltung eine annähernd artgerechte Tierhaltung umsetzen. Würde sich auch für ein FÖJ gut anbieten, da lernt man was und tut etwas Gutes :-)

Und ja, auch in der EU funktioniert das Zusammenleben mit dem Wolf. Auch ohne Abschuss, siehe z.B. in Spanien.

Wie auch immer, jeder soll seinen eigenen Weg gehen. Ich bin durch mit dem Thema.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

05.01.2026 um 02:10
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Es kann nur funktionieren, wenn alle Hand in Hand arbeiten
tun sie aber nicht.
Der Staat unterstützt zu wenig, also ist es nur "ein frommer Wunsch"

Hier sagst du selbst, dass zu wenig unterstützt wird:
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Die Schäfer brauchen Unterstützung und Hilfe bei der Prävention, und statt den Maisanbau für die Biogasanlagen zu subventionieren, inklusive nächtelanger nahezu kostenloser Beregnung, wäre es gut, die Schafhalter stärker zu unterstützen, die oftmals die wichtige Landschafts- und Deichpflege betreiben und durch die Weidehaltung eine annähernd artgerechte Tierhaltung umsetzen. ...
Wenn also der Staat zu wenig hilft (und das wird wohl bei dem chronischen Geldmangel nicht besser werden), wird's halt nichts mit "Hand in Hand arbeiten".

Und zudem, wer keine Schafe hält, noch dazu keine Schafe, die wandern müssen und somit Zäune auf- und abgebaut werden müssen, hat gut Reden, von wegen "Hand in Hand"


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

05.01.2026 um 23:00
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn also der Staat zu wenig hilft (und das wird wohl bei dem chronischen Geldmangel nicht besser werden), wird's halt nichts mit "Hand in Hand arbeiten".
komisch, wenn ich das selbe sage, und zwar mit Zahlen was uns andere Subventionen so wert sind, dann wird mir derailing vorgeworfen.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 00:08
Zitat von cejarcejar schrieb:dann wird mir derailing vorgeworfen.
von mir ja nun nicht.
Ansonsten weiß ich nicht was du mir inhaltlich - bezogen auf das Thema worum es ging - sagen wolltest?

Findest du also ich habe unrecht mit meinem Einwurf oder nicht?


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 09:38
Zitat von OptimistOptimist schrieb:von mir ja nun nicht.
Kam von mir.
Warum?
weil es OT war
a) was haben Wölfe mit Subventionierungen von Autofahrern zu tun ?
b) auch sollte der Diskutant den Unterschied zwischen Ausgaben und Subventionen kennen.=
Alle Subventionen sind Ausgaben , wogegen nicht alle Ausgaben auch Subventionen sind.
In meinem Fall , würde ein Zaunbau für geforderte , weitere 10 000 Wölfe in D ( lt. NABU) Ausgaben in Höhe von ca. 150 000 000 € verursachen.

Wenn wir schon mal bei Zahlen sind: ( Schätzungen)
150 000 000 € für einen geplanten Zaunbau: 10 000 Wölfe = 15 000 €/Wolf an Ausgaben
25Mrd Subventionen Autofahren : 30 Mio Autofahrer ( berufstätige Pendler) = 830€/Autofahrer an Subventionen.
Daran erkennt man , das ein Wolf viel mehr Kosten verursacht als ein Autofahrer .
Allerdings ging es mir nicht primär um die Kosten , sondern :
a) das es für viele Menschen unzumutbar wäre , ganz D mit weiteren 10 000 Wölfen flächendeckend zu besetzen
b) und daraufhin ganz D mit wolfsabweisenden Zäunen zu versehen
c) und dies , obwohl es diese 10000 Wölfe noch gar nicht gäbe.

Wohin Derailing und OT führt , erkennt man hier unter der Rubrik "Umfragen " eine Zeile unter der der Wölfe.
Da geht es um Dieter Nuhr und ein Diskutant faselt immer wieder vom "Waldsterben der 80er Jahre"


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 11:43
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Wenn wir schon mal bei Zahlen sind: ( Schätzungen)
150 000 000 € für einen geplanten Zaunbau: 10 000 Wölfe = 15 000 €/Wolf an Ausgaben
Und das nur für die Zäune.
Der Wolf ist ein Luxustier was der an Steuergelder so frisst.
Andere Arten müssen stark unter dem Wolf leider, weil diese sich unterordnen müssen.

Vor 40 Jahren sollten die Weidetierhalter die ganzen Stacheldrahtzäune abbauen und möglichst wenig Zaun mit eDraht aufstellen, damit die Wildtiere (alle) weniger gestört werden oder gar in den Zäunen umkommen.
Und nun sollen wir mit massiv engmaschigeren Zäunen die Natur abriegeln gegen ein einziges Tier.

Es ist nicht zu verstehen.

Zum OT
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:25Mrd Subventionen Autofahren
Die Pauschale bekommt jeder, ob der zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem Auto fährt.
Er zahlt weniger Steuern, bzw bekommt diese wieder, der Staat nimmt einem etwas weniger weg.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 12:14
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Und das nur für die Zäune.
Richtig , das Monitoring ist da nicht mal mit eingerechnet. Dürfte sich in ähnlichen Dimensionen bewegen oder könnte gar noch höher ausfallen.
Das die Pauschale jeder Berufspendler ( auch Radfahrer , Zugfahrer etc .) erhalten kann , ist mir bekannt. Ich habe mich nur auf @cejar bezogen auf das Autofahren mit den Subventionen.
Rechnet man die restlichen 1/3 Berufspendler noch dazu , zu den 2/3 Autofahrern kostet es im Schnitt ja noch weniger pro Person , obwohl dies ja nur für 1 Jahr gerechnet wäre.
Das man allerdings dadurch einen höheren CO2 Ausstoß nur fördert ( KfZ-Subventionen) , sollte man auch wissen. Davor warnen ja auch schon etliche Wissenschaftler. Aber , dies ist ein anderes Thema.
Es sind und bleiben mMn reine Fantasiegespinste ( Zaunbau für 10 000 nicht existente Wölfe ) einiger Wissenschaftler, wobei der NABU auch manch Wissenswertes vermittelt.


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06.01.2026 um 13:27
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Der Wolf ist ein Luxustier was der an Steuergelder so frisst.
Nur kann dieser ja mal gar nichts dafür.

Wäre der Wolf nicht vergrämt oder erschossen worden, wäre eine Ansiedlung so in der Form und mit diesen Folgen ja gar nicht nötig.

Ich halte es somit für sinnvoller das Geld nicht in Wolfschutzzäune über den Bund und Steuergeldern zu bauen, sondern die Nutztierhalter in die Pflicht zu nehmen, ggf auch zu unterstützen, aber nr wo es Sinn macht.

Herdenschutzhunde sind wohl deutlich günstiger und einfacher als "dumme" und "starre" Zäune.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 13:31
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Wohin Derailing und OT führt , erkennt man hier unter der Rubrik "Umfragen " eine Zeile unter der der Wölfe.
Da geht es um Dieter Nuhr und ein Diskutant faselt immer wieder vom "Waldsterben der 80er Jahre"
Und das sehe ich eben anders als Du. Man sollte schon einordnen für welchen Quatsch man ansonsten Geld hat - Dienstwagenprivileg eben als Beispiel - und wie wenig einem der Erhalt von anderen Lebensformen wert ist.

Ohne Geld in Relation zu anderen Dingen zu setzen, ist es erst einmal nur eine abstrakte Zahl. 150 Millionen sind im Vergleich zu einem Haushaltseinkommen extrem viel, im Vergleich zu den Kosten für die Elbphilharmonie bei uns in Hamburg dann nicht so. Es ist in meinen Augen sogar komplett albern wenn man Zahlen nicht untereinander vergleicht und eben relativiert.
Wenn Du nicht in einer sehr privilegierten Situation lebst, machst Du es im Privaten ja auch nicht anders, Du Gewichtest Deine Ausgaben je nach Wertigkeit für Dich.

Was an der Einordnung der Kosten für den Wolf im Vergleich zu anderen Kosten Derailing sein soll erschließt sich mir null.

Sind für mich die Kosten des Erhalts des Wolfes 150 Mio wert? Auf jeden Fall, eher als so manch andere Gelder die unsinnig rausgehauen werden.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 13:40
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Nur kann dieser ja mal gar nichts dafür.
Ne, das ist richtig. Ein wildes Tier würde auf solch Irrsinnigen Ideen niemals kommen, die sind meist nicht dekandent.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Herdenschutzhunde sind wohl deutlich günstiger und einfacher als "dumme" und "starre" Zäune.
Könntest Du einmal eine Rechnung aufstellen, was kostet ein HSH, welche Versicherung versichert den zu welcher Summe, Tierarztkosten und der größte Posten das Futter.
Und bei einem HSH benötigt man einen guten Zaun, damit dieser nicht mal abhaut und Pfiffi von Dörte erlegt.
Der Schutz von HSH ist aber eben auch nur gering, Wölfe erlernen damit umzugehen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:sondern die Nutztierhalter in die Pflicht zu nehmen, ggf auch zu unterstützen, aber nr wo es Sinn macht.
Nutztierhalter in die Pflicht nehmen, würde für mich bedeuten, diese müssen in der Lage sein Wolfsangriffe abzuwehren, sprich in letzter Instanz müssten sie diese töten.

Es kommen immer wieder klasse Vorschläge, die alle seit 15 Jahren durchexerziert wurden und keinen wirklichen Schutz boten.
Die Schweiz ist doch immer gern als Beispiel genannt worden, die haben sicherlich das meiste Geld und den weit größten Aufwand betrieben, alles waren nur Kurzzeitlösungen, der Wolf lernt schneller als vielen lieb ist. Mir scheint viele glauben der Wolf sei nicht schlau und lernt nicht tagtäglich dazu.
Nun wird dort ein aktives Wolfsmanagement betrieben.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

06.01.2026 um 13:56
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:....
Der Wolf ist ein Luxustier was der an Steuergelder so frisst.
Andere Arten müssen stark unter dem Wolf leiden, weil diese sich unterordnen müssen.

Vor 40 Jahren sollten die Weidetierhalter die ganzen Stacheldrahtzäune abbauen und möglichst wenig Zaun mit eDraht aufstellen, damit die Wildtiere (alle) weniger gestört werden oder gar in den Zäunen umkommen.
Und nun sollen wir mit massiv engmaschigeren Zäunen die Natur abriegeln gegen ein einziges Tier
wirklich widersprüchlich.

"Andere Arten müssen stark unter dem Wolf leiden"
->
nicht nur diese, sondern auch die Weidetierhalter.

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Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Der Wolf ist ein Luxustier was der an Steuergelder so frisst.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Nur kann dieser ja mal gar nichts dafür
das sagt auch niemand.
Die Politik kann was dafür, weil sie den Wolf fördert (z.B unter Naturschutz gestellt usw).
Ob das richtig oder falsch ist, steht auf einem anderen Blatt, mir ging's jetzt nur um dein Argument, wer etwas dafür kann oder nicht.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Wäre der Wolf nicht vergrämt oder erschossen worden, wäre eine Ansiedlung so in der Form und mit diesen Folgen ja gar nicht nötig
ist auch nur aus Sicht mancher nötig, Andere sehen das alles ganz anders.
Da prallen also Interessen aufeinander.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich halte es somit für sinnvoller das Geld nicht in Wolfschutzzäune über den Bund und Steuergeldern zu bauen, sondern die Nutztierhalter in die Pflicht zu nehmen, ggf auch zu unterstützen, aber nr wo es Sinn macht
ja, die Nutztierhalter sollen solch eine Politik ausbaden, die sie ja gar nicht wollten?
Und was heißt "ggf" -> wie viele oder eher wie Wenige werden da in solch einen Genuss kommen?
Und wirklich alle Kosten werden sie sowieso nicht erstattet bekommen, zudem viel Bürokratie.
Ich als Halter würde beizeiten aufgeben, bin da sicher nicht die Einzige. Aber vielleicht ist das ja ein willkommener Nebeneffekt für die Politik?
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Herdenschutzhunde sind wohl deutlich günstiger und einfacher als "dumme" und "starre" Zäune
...und eben nicht so unproblematisch, wie manche denken. Hier im Thread wurde schon auf einige Probleme diesbezüglich hingewiesen.
Es lässt sich von außen und in der Theorie immer alles so schön sagen.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Die Schweiz ist doch immer gern als Beispiel genannt worden, die haben sicherlich das meiste Geld und den weit größten Aufwand betrieben, alles waren nur Kurzzeitlösungen, der Wolf lernt schneller als vielen lieb ist
das haben so manche Entscheider evtl. gar nicht auf dem Schirm, wie schlau Wölfe sind (sieht man ja schon an Hunden, wie gelehrig die sind).


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