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Schlaganfall- und plötzlich ändert sich alles

126 Beiträge, Schlüsselwörter: Angst, Familie, Vater, Schlaganfall, Hirnschlag

Schlaganfall- und plötzlich ändert sich alles

20.02.2019 um 19:56
@Stonechen
ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und gebt die Hoffnung nicht auf! Die Chancen das dein Vater nicht dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sein wird stehen gut!

Von den Menschen die ein Schlaganfall hatten die ich kenne /kannte hat man den meisten davon schon nach einem Jahr nicht mehr viel von dem Schlaganfall anmerken können.

Und ganz wichtig nimm Dir auch zwischendurch eine Auszeit, Du kannst nur für Deine Familie stark bleiben wenn Du selber neue Kräfte schöpfen kannst. Alles gute für Dich :)


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20.02.2019 um 23:32
Ein sehr sehr guter Freund von uns hatte jetzt zweimal hintereinander einen Schlaganfall. Der zweite Schlaganfall war so schlimm, das er jetzt in einem Pflegeheim ist. Seine Wohnung wurde aufgegeben und er ist auf Hilfe fremder Mendschen angewiesen. Aber seinen Lebensmut hat er Gott sei Dank nicht verloren, weil er viele wirklich gute Freunde hat, seine Familie hinter ihm steht und ein Plegepersonal hat, das ihn Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Laut seiner Aussage geht es ihm gut. Er kann soweit wie möglich ein eigenständiges Leben führen. Er nimmt am Therapien teil, kann selbstständig in die Stadt gehen und ist nur den Regeln des Heimes unterworfen, die er aber volll und ganz akzeptiert.

Ich selbst bin examinierte Altepflergerin und habe mit vielen Schalganfallpatienten gearbeitet. Ich weiß das es für Angehörige und dem Betroffenen nicht leicht ist und sich oftmals Depression und Hoffnungslosigkeit einstellen können. Aber gerade hier ist das Gespräch mit Betroffenen und Angehörigen so wie dem Arzt sehr wichtig. Du stehst nicht alleine da. Dein Vater wird sich erholen. Er wird nicht mehr der sein, der er einmal war, aber mit viel Geduld wirst Du ihn verstehen lernen. Etr wird lernen seine Zusand zu akzeptieren. Es wird Zeit und viel Gedukd kosten. ER wird immer auf Hilfe angewiesen sein, aber solange er weiß,das es Menschen gibt die ihn lieben, ihn akzeptieren, so wie er jetzt ist, die sich um ihn sorgen so wie Du es tust, solange wird er seinen Lebensmut behalten und auch nicht verlieren. . Das er ab und zu weint ist verständlich, denn er spürt das nichts mehr so ist wie es einmal war und es isr sicher sehr schwer für ihn sich mit seinen jetzigen Zustand auseinanderzusetzen und es wird ih hin und wieder in die Depression treiben.

Gönne Dir zwischenzeitlich eine Auszeit. Suche das Gespräch mit anderen Betroffenen. Sie können Dir sagen wie sie damit umgehen, welche Erfahrungen sie genacht habe. Das Gespräch mit Ärzten und Therapeuten. Es gibt viele Schlaganfallpatienten die ein eigenständiges Leben noch führen können. Das würde ich auch Deinen Vater von Herzen gönnen.

Dir, Deinen Vater wünsche ich alle Kraft und alles Gute und glaube mir, es wird alles gut werden. Habe Geduld und gebt Euch Zeit um neue Kräfte zu sammeln und gib niemals die Hoffnung auf, denn man soll "nie, niemals nie sagen." Ich wünsche Dir alles Gute und alle Kraft dieser Welt.

Sharasa


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Schlaganfall- und plötzlich ändert sich alles

21.02.2019 um 07:51
Liebe @Stonechen , auch von mir die besten Wünsche für dich und deinen Dad.
Meine Schwester hatte vor mehr als 12 Jahren einen schweren Schlaganfall. Nur zwei Wochen nach der (viel zu frühen) Geburt ihrer kleinen Tochter. Sie lag über Wochen im Koma, die Überlebenserwartung lag unter 20%, schwere Hirnschäden waren wshrscheinlich. Und das nur, weil auch in ihrem Fall die Vorboten vom Neurologen nicht erkannt wurden.
Heut lebt sie, trotz schwerer Einschränkungen (u.a. Aphasie und Lähmung der rechten Körperseite) in einer eigenen Wohnung und fährt sogar wieder Auto.

Ich drücke die Daumen, dass dein Paps sich so gut wie möglich erholt.


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21.02.2019 um 08:59
Guten Morgen ihr lieben Menschen, ich @ jetzt nicht jeden Einzelnen der mir hier aufbauende Worte hinterlassen hat und über persönliche Schicksale berichtet hat. Ich sage jetzt einfach allgemein DANKE und für das Gefühl das ich nicht allein bin mit meinen Ängsten. Das ich hier so gut verstanden werde tut mir wirklich gut. Vielen vielen Dank.

Ich möchte kurz die neusten Erkenntnisse niederschreiben.
Mein Papa wird heute in die neurologische Frührehabilitation verlegt. Dinge die man dort erst erlernt kann er jetzt schon, das macht mir VIEL Hoffnung. Ziel der Frührehabilitation (b) ist es selbstständig am Bettrand zu sitzen, Nahrungsaufnahme usw.
Gestern ging er allein zur Toilette, also dieses Ziel haben wir bereits überschritten. Er sagt selbst das das alles anstrengnend und schmerzhaft sei aber die Umstände im Krankenhaus haben ihn dazu getrieben jetzt aktiver zu werden denn nochmal im Urin liegen ohne das Hilfe kommt wollte er nicht mehr. Stromausfall war bis gestern 23 Uhr immernoch... die Pfleger wollten ihm mit eiskaltem Wasser abduschen. Er gab ihnen zu verstehen das er sie verklagt wenn sie sich dieser Dreistigkeit auch noch hingeben. Er hat eine Lungenentzündung und die wollen ihn mit eiskaltem Wasser duschen, hackt wohl. Ich bin stolz auf meinen Papa das er gezeigt hat das er sich sowas nicht gefallen lässt. Für den Stromausfall kann dort niemand was... aber wie sie mit der Situation umgehen ist furchtbar.
Er bekam auch nur einen dünnen Plastikbecher mit Wasser hingestellt, nicht mal angedickt. Wir brachten gestern aber 2 Thermoskannen heisses Wasser mit zum Tee kochen und um den Waschlappen in warmes Wasser zu tunken.

Aber! Wir hatten dann gestern ein Gespräch mit dem Beschwerde Management... die A4 Seite hatte sie nach 10 Min Gespräch voll. Sagte auch, dass das alles garnicht geht und entschuldigte sich bei meiner Mama und mir. Die Würde des Menschen ist unantastbar und die meines Vaters haben sie da. mit Füßen getreten. Sie versicherte uns das der Oberarzt und die betreffenden Schwestern der Station jetzt dazu Stellung beziehen müssen und das drastische Konsequenzen in Betracht gezogen werden. Man meldet sich dann nochmal bei uns um uns zu informieren.
Das alles spielt für uns persönlich jetzt aber keine Rolle mehr, mein Papa wird 10.30 Uhr verlegt in die Reha. Aber für die anderen Patienten war es wichtig das mal jemand den Mund aufmacht. Sie sagte auch wir wären nicht die ersten die sich Beschweren.. man würde sich der Sache nun definitiv annehmen.

Was soll ich sagen, das Gespräch dort half mir nochmal sehr. Es fiel richtig was ab.. an Wut und Unverständnis. Übrig sind jetzt noch viele Gefühle wie Angst und Sorge- aber es wird besser.
In der Reha bekommt er intensive Betreuung und Therapien (hoffe ich jedenfalls) und für ihn ist die Verlegung GANZ wichtig denn nun ist er auch gefühlt kein Krankenhaus Patient mehr sondern ein Reha Patient. Für Betroffene ist der Unterschied in der Gefühlswelt gewaltig.
Krankenhaus = krank
Reha = Fortschritt

Er wurde gestern untersucht per Ultraschall... beide Halsschlagadern. Dort erfuhren wir das die eine operierte Seite nicht nur gesäubert wurde in der Ader sondern das auch eine Umleitung gelegt wurde zum Gehirn damit die Sauerstoffzufuhr gewährleistet bleibt. Die andere Seite muss auch noch operiert werden.. aber das erst nach der Reha.
Dadurch das er bei der OP einen weiteren Schlaganfall hatte geht ubs bei dem Gedanken nun natürlich ordentlich der Stift.

Papa hat gestern viel geweint, aber nicht aus dieser Depression heraus sondern weil alles so schrecklich dort ablief. Beruhigen war kaum möglich... ABER er machte wieder hier und da Scherze.
zb
Bei der Physiotherapie tippte die Therapeutin immer Finger seiner tauben Hand und und er sollte sagen welchen Finger sie berührte. Er sagte immer den richtigen. Gestern machte meine Mum das mit ihm und er sagte dwn falschen. Meinte ich zu ihm "haste bei der Therapeutin immer nur richtig geraten?" er dann "ja, demnächst kann ich damit auftreten und die Hallen füllen"
Brüller! Da ist er wieder... der tief schwarze Humor den ich so an ihm liebe. Er bezog auch seine taube Habd freiwillig mit ein, fixierte seine Zeitung damit damit er umblättern kann. Und ich bestärke ihn damit auch und erkläre wie wichtig es ist seine taube Hand zu akzeptieren und nicht zu ignorieren damit sich da neue Verknüpfungen bilden können im Gehirn. Er bewegt sie auch völlig unbemerkt und unterbewusst... von flacher Hand zur Faust und ich zeigs ihm dann....das seine Muskeln voll da sind und nur den Weg zum Gehirn suchen jetzt. Gefühl hat er ja auch bei Druckmassagen- vergleichbar mit einem eingeschlafnem Arm. Wir müssen ihn nur wecken über einen langen anstrengenden Zeitraum. (für ihn anstrengend)

Wenn die Entwicklung so bleibt dann bin ich die glücklichste Tochter der Welt. Die halbe Gesichtshälfte wird wohl taub bleiben aber pfff... das ist das geringste Übel. Wichtig ist dss er zur Selbstständigkeit zurück kehrt.

Meine Mama hat sich gestern unter Tränen bei mir bedankt das ich gerade alles abnehme wofür sie keinen Kopf hat und das ich einfach immer da bin. Das ist für mich zwar selbstverständlich aber es ist schön das sie das bemerkt in all ihrem Kummer und Schmerz über Papa. Wir halten zusammen! Komme was wolle.

Die Reha machen die beiden dann zusammen, da komme ich nur noch als Besucherin. Die Zeit im KH wsr jetzt ganz wichtig aber in der Rehs werden sie mich in der Form nicht mehr brauchen. Dafür werde ich Aufgaben in ihrer Wohnung übernehmen... Madratzen werden demnächst geliefert und das ist dann meine Aufgabe. Einen Logopäden und Ergotherapeuten für die Zeit nach der Reha habe ich auch schon organisiert... fehlt nur noch ein guter Physiotherapeut. Die Ämter muss ich noch abklappern wegen betreffender Anträge und mich informieren über Behindertenstufen.. leider muss man damit rechtzeitig anfangen weil die Mühlen auch dort sehr langsam mahlen.
Aber das packen wir... ich kenne meine Aufgaben und Mama ist bei ihm und erledigt da ihre Aufgaben als Ehefrau. Gut geplant ist halb gewonnen. Vielleicht flüchte ich mich auch etwss in die Aufgaben um nicht zuviel nachzudenken.

Ich werde euch, bei Interesse selbstverständlich auf dem Laufenden halten, sofern meine Psyche und die Zeit es zulässt. Das hier zu tippen fiel mir auch wirklich schwer, auch wenn die Nachrichten positiv sind. Ich lebe von Tag zu Tag... fühle von Stunde zu Stunde und das viele weinen hat bei. mir Spuren hintelassen. Ich glaub ich bin die letzte Woche 1 Jahr gealtert. Jetzt muss ich mich zwingen auch wieder mal ein paar Minuten an mich zu denken.

Ich wünsche euch allen nur das Beste und BLEIBT GESUND


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21.02.2019 um 09:15
@Stonechen
Ich fasse mich kurz🤓: ihr habt mit der Beschwerde alles richtig gemacht! Es freut mich, wenn dein Papa gute Fortschritte macht. Wenn die Reha gut läuft, holt er da noch was raus. Erhol dich ein wenig! Weiter alles Gute!!🍀


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21.02.2019 um 20:49
Neuer Tag neuer Horror :(

Mein Papa ist nicht in der Reha. Wir sind nach 2 Stunden Autofahrt dort angekommen und man sagte uns "Wissen sie nicht bescheid? Wurde heute vom Krankenhaus abgesagt"
Nach 2 weiteren Stunden waren wir dann im Kh... nun hat er ein Magengeschwür und letzte Nacht viel Blut verloren durch Blut im Stuhl. Not-OP Nachts... die Stelle im Magen geklammert und musd weiterhin erstmal überwacht werden. Als wir 19 Uhr fuhren hatte er auch schon wieder 37.6 Fieber... Tendenz steigend.
Wir sind alle mit den Nerven am Ende... der Reha Platz ist weg, er kämpft jeden Tag mit neuen Begleitkrsnkheiten die entweder durch die Tonnen an Medis ausgelöst werden oder aber durch die Pflegemängel.
Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen vor Sorge. Was kommt morgen? Was passiert ihm Nachts? Keiner kann für die Umstände und für das Magengeschwür schon garnicht aber warum müssen wir so dermaßen durch die Hölle gehen? :(

Also wieder alles auf Anfang. Hoffen, bangen und bis MINDESTENS Montag noch im Krankenhaus verweilen.
Das hat nun wenigstens wieder Strom.


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21.02.2019 um 21:20
@Stonechen
Das ist ja echt unfassbar... wo soll denn die Reha stattfinden? Ich kann gar nicht in Worte fassen, was mir gerade so durch den Kopf geht. Was ist das richtige zu tun und wie setze ich das durch? Ich ziehe meinen Hut vor euch. Ich glaub, ich würde da die Wände hoch gehen, auch wenn das nienandem nützt. Ich drück dich einfach virtuell und hoffe für deinen Papa nur das Beste!


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21.02.2019 um 21:37
@Mrs.Rollins

Sie sollte in kladow stattfinden aber nun meinte die Ärztin das wir jetzt warten müssen wer sich nun meldet. in 6 Rehas ist er angemeldet und eine von denen wird sich melden sobald ein bett frei ist. aber er muss ja nun aus medizinischer Sicht eh erstmal im Kh bleiben weil er überwacht werden muss und klinisch nicht stabil ist durch den neuen Vorfall.
Ich hab schon keine Tränen mehr.. meine Kanäle sind leer.. der Schädel schmerzt und innerlich fühl ich mich wie betäubt.
Ich gehe im Kh auch die Wände hoch... gefüttert habe ich ihn und die Ente angelegt... geleert... angelegt usw. Eigentlich kamen die nur noch um den Tropf anzulegen.
Endlich nützt mir meine Pflegehelferausbildung etwas... ich übernehme das wofür die Schwestern keine Zeit haben. Das beruhigt mich etwas weil er sich auch nicht grähmt das ich es mache.
Heute waren die Schwestern aber ausnahmsweise mal nett... entweder haben unsere Beschwerden schon gefruchtet oder die merken selbst was falsch läuft. Keine Ahnung... is mir auch scheiss egal mittlerweile. Ich will nur noch das es ihm endlich besser geht und er zur Rehs kann. :(


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21.02.2019 um 21:43
@Stonechen
Echt schwer nachvollziehbar alles. Gerade wenn man krank ist, will man doch nur das einem geholfen wird... vielleicht habt ihr Glück und Montag geht es ihm besser und er kann dann demnächst auch in die Reha. Halt uns auf dem laufenden wenn du kannst 🍀


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21.02.2019 um 21:46
@Mrs.Rollins

Das mache ich. Danke für deine lieben Worte und dein offenes Ohr. Das hilft mir gerade ganz viel.
Man denkt auch immer man übertreibt weils um ein geliebtes Familienmitglied geht aber offensichtlich sind all meine Gefühle garnicht übertrieben sondern zurecht so schockiert und am Boden.
Danke auf jedenfall... die wünsche nehme ich morgen früh als stärkung für mich mit ins kh. Irgendwann muss der da oben ja mal ein Auge auf meine Familie haben und sich Zeit nehmen Wunder geschehen zu lassen. :(


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21.02.2019 um 21:51
@Stonechen
Ich habe das so ähnlich bei meiner Mutter erlebt..
Lungenkrebs....
Erst als ich sehr, sehr deutlich wurde,
Besserte sich die Situation im KH....
Traurig ,das Mann das Personal erst mit der Presse drohen muss ...
Ich wünsche euch allen viel Kraft...
Und das deinem Vater die Reha hilft..
Gruß
Brocki


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21.02.2019 um 21:55
@Brocki

Tut mir leid das du solche Zustände auch erleben musstest und vorallem tuts mir natürlich für deine Mama leid.
Die Presse als Druckmittel funzt leider auch nicht mehr da in nahezu allen Krankenhäusern das gleiche Bild zeigt. Personalmangel... Motivationslosigkeit und wenn der Patient Geld kostet statt welches reinzubringen dann ist er nutzloses Viehzeug. Und wird dementsprechend behandelt bzw vergessen zu behandeln.
Das sind böse Worte ja... aber auch die Realität.
Danke auch Dir für deine Wünsche.


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21.02.2019 um 22:01
@Stonechen
Meine Mutter ist schon vor 19 Jahre verstorben.
Und das , was ich dem Oberarzt wirklich gesagt habe, werde ich hier nicht wiederholen....


Ich würde etwas massiver....
Traurig das man so was tun musste.
Ich habe ihm nichts getan....


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21.02.2019 um 22:04
@Stonechen
Es ist schön, wenn unsere Worte Dir gut tun, das freut mich sehr. Letztlich kann man ja nichts raten oder groß sagen.... aber manchmal tut es gut, sich auszukotzen oder eben mal zu lesen, dass andere ähnlich oder gleich denken. Und das erfährst du hier ja gerade.


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21.02.2019 um 22:24
Stonechen schrieb:Die Presse als Druckmittel funzt leider auch nicht mehr da in nahezu allen Krankenhäusern das gleiche Bild zeigt. Personalmangel... Motivationslosigkeit und wenn der Patient Geld kostet statt welches reinzubringen dann ist er nutzloses Viehzeug. Und wird dementsprechend behandelt bzw vergessen zu behandeln.
Das sind böse Worte ja... aber auch die Realität.
Danke auch Dir für deine Wünsche.
Und mit Anwälten kommst auch nicht weit. Verfahren dauern oft viele Jahre, selbst wenn der Fall eindeutig ist müssen Angehörige einen echt langen Atem und ausreichend Kleingeld dabei haben damit überhaupt eine Chance auf eine Verhandlung möglich ist.


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21.02.2019 um 22:56
Die Erlebnisse und Erfahrungen mit den unterschiedlichen KH decken sich einfach nur. Ich könnte jetzt anfangen und die letzten Monate wiedergeben, was meine Erlebnisse mit meiner Mutter sind - aber ich bin so übersättigt von der Thematik, so ernüchtert von der Realität, so entäuscht vom angeblichen Leitbild und überhaupt.

Dennoch ist es als Angehöriger wichtig, Präsenz zu zeigen, Missstände anzusprechen, aber traurigerweise auch von Nöten, alles zu kontrollieren. Hätte ich das nicht getan, hätte es mehrmals schon recht böse ausgesehen, obwohl man davon ausgehen sollte, dass die Kommunikation im KH - in der jeweilen Station - funktionieren sollte. Tut sie nicht.

Für Interessierte
Es wird immer wieder Fälle geben, die schwierige Probleme für den Arzt aufwerfen. Veranlasst er eine längere Verweildauer des Pati-
enten im Krankenhaus, sodass die Kosten den Fallerlös übersteigen, bekommt er möglicherweise Druck von der Verwaltung. Er könnte versucht sein, den Patienten möglichst schnell zu entlassen. Auch wenn der Begriff „blutige Entlassung“ übertrieben sein mag, ist der Handlungsspielraum, der bisher dem Arzt die Freiheit gegeben hat, auf individuelle Nöte und Probleme der Patienten einzugehen, deutlich eingeengt.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/34876/Fallpauschalen-im-Krankenhaus-Das-Ende-der-Barmherzigkeit-der-Intransparenz

Nope! Nicht übertrieben - im Arztbrief steht dann in gutem und stabilen Zustand entlassen. :Y:

@Stonechen
Wir haben ja geschrieben und ich drücke euch weiterhin die Daumen. Ich fand den Zeitraum übrigens viel zu kurz, von der Lungenentzündung und den restl. Erzählungen, Deinen Vater direkt in die Reha zu schicken. Sie lagern das "Problem" aus - wichtig ist, dass er med. so weit fit ist, um in die Reha entlassen zu werden.
Meine Mutter war es jetzt zum 4. Mal nicht, darum landet man auch als neue Fallpauschale immer wieder im KH!


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21.02.2019 um 23:19
Stonechen schrieb:Eine Sekunde änderte ALLES für uns. Und es ist genau das was er nie wollte. Ein Pflegefall werden... angewiesen auf andere sein. Er leidet so sehr unter dieser Situation und das quält mich am allermeisten. Wenn Rückstände des Hirnschlags zurückbleiben werden wir als Familie damit leben können aber er?
Darüber reden die meisten auch nie, dann passiert es plötzlich trägt man eine riesige Last auf seinen Schultern. Bei meinem Vater war es so dass er einen Schlaganfall hatte als wir gerade alle an seinem Bett standen. Erst ein Humorvolles Gespräch und danach war alles aus.

Das einzige was ich dir raten kann ist die Umstände zu klären. Wenn sein Zustand besser wird dann wäre das natürlich großartig, es kann aber leider auch anders sein.

Persönlich habe ich das Thema schon abgeklärt bei mir. Ärzte und Pfleger sind oft so unfähig dass es für mich keine Alternative gibt.


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22.02.2019 um 08:01
@Interested

Hallo Liebes, die Lungenentzündung sollte in der Reha weiterbehandelt werden da die dort wohl auch soetwas wie eine Intensivmedizin haben. Auch die Abschlussuntersuchungen sollten nach dort verschoben werden wegen ded Stromausfalls usw.
Also die neurologische Frühreha ist laut Ärzten quasi wie Krankenhaus, nur das dort besser und öfter Therapien nebenbei stattfinden können auf dem Zimmer.

Ich weiss garnicht wie die Fallpauschale beim Schlaganfall berechnet wird..hab gestern versucht im Internet fündig zu werden aber entweder wsr ich zu dumm das zu finden oder die verstecken das bis ins letzte Darknet Loch.
Ich weiss durch meine Ausbildung noch das nach Blinddarm 5 Tage vergütet werden für das Kh.. nach er Herz Op 7 oder 9 Tage. Aber Schlaganfall kein Plan. Sonntag ist er dann 2 Wochen im krankenhaus, definitiv zu lang. Aber durch die neue Op am Magen und die anderen dazugekommenen Krankheiten berechnet sich vernutlich auch die Fallpauschale neu.

Ich fahre heute wieder zu ihm... mit schmerzendem Magen vor Sorge was heute sein wird. Ich rechne nur noch mit dem schlimmsten. :(


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24.02.2019 um 22:32
@Stonechen
Hallo, ich hoffe, das Wochenende war soweit ok? Liebe Grüße!


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25.02.2019 um 08:37
@Mrs.Rollins

Guten Morgen... ok ist leider garnichts. Und die Entwicklung stetig negativer Natur.

Durch das Magengeschwür hatte er js viel Blut verloren und die Ärzte wollten schauen ob sich die roten Blutkörperchen von allein wieder vermehren und stabilisieren. Das taten sie leider nicht und so bekam er Samstag dann 2 Bluttransfusionen. Insgesamt 500ml. Samstag habe ich ihn auch das letzte Mal gesehen weil er gestern nicht wollte. Meine Mama war aber gestern den ganzen Tag dort und rief mich von dort aus an. Sein ständiges Fieber auf und ab gefällt dem Internisten nicht daher wurde ihm gestern zu 4 verschiedenen Uhrzeiten Blut abgenommen und es wurden Kulturen angelegt weil man schauen möchte woher die ungewöhnliche Fieberkurve kommt. Vermutet wird ein Keim. Woher der nun wieder kommt lässt sich nur erahnen aber selbst dafür fehlt mir mittlerweile die Kraft.

Mein Papa hat psychisch aufgegeben. Samstag lag er nur weinend und völlig entkräftet im Bett. Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie kamen am Wochenende nun garnicht. Nichtmal zum Essen. Das erledigten meine Mama und ich und achteten darauf das er etwss zu sich nimmt und das er sich daran nicht verschluckt. Gestern bekam er zum Frühstück die Tabletten im Ganzen statt zerstoßen... Einige Zeit später plumste ihm wohl eine im Ganzen wieder aus der Wange der gelähmten Gesichtshälfte :Y:
Mir fehlen die Worte.

wenigstens wechseln sie jetzt regelmäßig sein Bettzeug, da weder Harndrang noch Stuhlgang kontrollierbar für ihn sind. Ausgelöst durch die absolute Körperschwäche. Er atmet sehr schwer und selbst das scheint für ihn momentan Hochleistungssport zu sein.

Samstag hat er sich auch nur von uns abgewendet. Er fühlt sich fürchterlich und ich glaube er hat Angst das er es nicht überlebt. Sein Zimmergenosse hat zusätzlich noch völlig einen an der Murmel und quatscht meinen Vater stetig voll ob er ihm mal ne Zigarette anmachen könnte und seinen Kuchen aud der Schublade holen. Nachts hämmert er mit seinem Infusionsständer gegen den Nachttisch weil ihm laut eigener Aussage langweilig ist.Wenn meine Mama und ich da sind scheucht er uns "könn sie mal hier könn sie mal da". Meine Mama ist noch freundlich genervt... ich werde da schon deutlicher und erkläre ihm das er hier im Krankenhaus ist und ich keine Ärztin bin. Der Mann kann ja nix dafür... ist halt auch krank aber für meinen Papa ist das gerade eine Tortur da er niemals zur Ruhe kommt. Nachts kann er garnicht schlafen. :(

Mittlerweile bekommt er 2 unterschiedliche Antibiotika gegen Lungenentzündung und irgendwas anderes, Schmerztabletten und Tropfen, Antidepressiva, doppelt dosierte Magenschoner und Medikamente via Infusion, ASS als Blutverdünner und wenn das mit dem Magen besser ist bekommt er ein weiteres Medikament da im Gehirn selbst noch eine Engstelle gefunden wurde die in der nächsten Zeit unbehandelt einen weiteren Schlaganfall auslösen wird. Dazu kommt ja noch die unoperierte andere Halsschlagader die definitiv auch noch operiert werden muss.

Ich rede nicht mehr davon wie er nach Hause kommen soll und ob ich mir wünsche das alles wieder heilt. Ich wünsche mir nur noch DAS er wieder nach Hause kommen kann. Selbst wenn er ein Pflegefall wird bzw bleibt... was ich nicht hoffe... ich habe nur noch Angst das mein Papa an den ganzen Nebenerkrankungen........ ich kann das Wort nichtmal ausschreiben.

An Reha ist nicht zu denken in dem Zustand. Heisst er bekommt neurologisch gesehen nicht die wichtigen Therapien die er zur Verbesserung bräuchte. Gut finde ich allerdings das das Krankenhaus die Blutkulturen anlegt und nicht untätig rumsitzt. Sie versuchen schon rauszubekommen woran es liegt und wie man ihm. helfen könnte. Allerdings.... wenn sie Verursacher sind, weil mehrere Stationen wegen Magen-Darm Keim geschlossen sind, dann ist die Untersucherei auch ein Wahnwitz.

Eigentlich gehört er auf die Intensivstation oder Stroke-Unit aber man traut sich nicht mehr meinen Papa nochmal zu verlegen weil er auf dieses ganze Hin und Her auch mit dem Magengeschwür reagiert hat. In Kombination mit diesen Tonnen an Medikamenten und seinem empfindlichen Magen war das alles zuviel für ihn. Und er hats auch immer gesagt "Ich kann das nicht mehr... ich brauche ein festes Zimmer" Jetzt hat er es, zu Spät.

Mit meinen Kindern rede ich nun viel offene Worte. Immerhin ist es ihr Opa und wir wohnen nur wenige Haustüren voneinander entfernt. Opa ist ihr Held. Meiner auch. Er war IMMER da für uns... hat alles getan... und jetzt liegt Opa da wie ein Häufchen Elend und gibt auf. Wie soll man das Kindern erklären. Wie soll man erklären das jetzt ALLES anders werden wird. Von einen Tag auf den anderen. In 3 Monaten wollten meine Eltern mit dem Großem nach Norwegen fahren und 2 Wochen Urlaub machen. Alles bezahlt... 3000 Euro einfach weg. Geld welches meine Eltern zwar nicht zwingend bräuchten aber wer weiss was kommt, jeder Cent könnte zukünftig wichtig werden. Mein Papa zerbricht an dem Gedanken seinen Enkel zu enttäuschen weil der Urlaub nicht stattfinden wird... da können wir 1000 mal sagen das Urlaub scheiss egal ist und das er nur wieder nach Hause kommen soll, dass sich dann noch 100 Möglichkeiten finden um in den Urlaub zu fahren. Mein Papa macht da dicht... er steht immer zu seinen Versprechen und diesmal kann er es nicht. Das schlechte Gefühl kann ihm keiner nehmen und das wiederum macht mich fertig weil er doch verstehen soll das hier jedem Scheiß egal ist ob n Urlaub klappt oder nicht... das nur ER wichtig ist für uns.

Seine Depression ist auch voll ausgebrochen. Was Anfangs "nur" weinen war ist nun eine Mischung aus mir alles egal... wird eh nix mehr.... lass mich hslt im Urin liegen wen interessierts und totale Blockade. Er lässt sich zwar noch von uns helfen aber dies schon wirklich deprimiert. Er schämt sich... für jeden Moment den er da erlebt schämt er sich.

Nur wenn ich das Wort Reha ins Spiel bringe... dann sieht man noch ein hoffnungsvolles Leuchten in seinen Augen. Und kurz danach gleich wieder leere, weil er Angst hat dahin nicht zu kommen.

Um 10.45 Uhr habe ich einen Arzttermin um mir Kraft zu holen. Den Termin habe ich mir gemacht und ich soll einen Fragenkatalog erstellen damit der mit mir abgearbeitet werden kann. Meine Ärztin möchte mir helfen mit der Situation klarzukommen. Leider bin ich ja auch mit Depression gestraft und jetzt im Moment ist die natürlich wieder voll ausgebrochen und stärker als je zuvor. Daher lass ich mir diesmal lieber gleich helfen denn alle brauchen mich jetzt. Mein Papa in erster Linie, aber auch meine Mama die völlig am Ende ist... meine Kinder brauchen ihre Mutter und jemanden zum ausweinen und anlehnen weil ihr Opa krank ist... nebenbei versuche ich ihnen eines weitesgehend unbeschwerte Kindheit zu erhalten. Der kleine war gestern zum Kindergeburtstag eingeladen, mit dem großen war ich Tischtennis spielen und habe Haupstädte unserer Bundesländer geübt.

Ich selbst habe allen erklärt das ich meinen Tränen nun freien Lauf lasse und sich keiner Sorgen machen muss um mich. Ich weine weil mir nach weinen ist und weil die Situation sich so für mich am besten Verarbeiten lässt. Mein Mann stützt meine Mama und mich wo er kann. Kümmert sich um den ganzen Papierscheiß und Einkauf, Haushalt, kranke Mietzekatze und er hält mich wenn ich weine damit ich nicht alleine bin.

Wir sind gesegnet das wir uns als Familie haben und ich weiss wieviel das Wert ist.
Dennoch fühlt sich aktuell jede Sekunde des Tages einfach nur scheiße an. Alles tut weh. Die Sorge macht Bauchschmerzen und Kopfweh. Und obwohl ich Papa bis auf gestern jeden Tag sehe, fehlt er mir. Das vermissen Gefühl ist fürchterlich.

Heute nach dem Arzt fahre ich zu ihm. Aber bei Gott bis dahin muss ich echt noch Kraft Löffeln damit ich nacher wieder kleine positive Dinge finde mit denen ich ihn stärken kann. Und mich vllt auch.


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