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Mobbing an Schulen

141 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Schule, Mobbing ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mobbing an Schulen

19.10.2025 um 01:04
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Meine Zustimmung. Ich finde es schade, dass Menschen oft so reagieren, als würde man ihnen das Fleisch vom Teller klauen.
Erinnert mich gerade an eine Geschichte, ich finde, sie passt gerade hier rein:
Ich hatte mal ein Bild für eine vegane Nuss Nougat Creme als Werbung, in dem sich ein Eichhörnchen an der Creme bedient hat. Fand das niedlich und habe geteilt, in der Annahme, das andere auch Heiterkeit verspüren.

Eine Person hat sich dann eine ewig lange Antwort geschrieben, in der sie sich darüber beschwert hat, das die sogar die Nuss Nougat Creme vegan sein muss. Da habe ich mich gefragt, ob der das ernst meint? Nuss Nougat Creme enthält keine tierischen Bestandteile als markante Zutat, von daher kein Unterschied. Da frag ich mich echt, was in den Köpfen solcher Leute vor sich geht, das sie sich über sowas aufregen.

Und da sehe ich gewisse Verbindungen zwischen solchen Einstellungen, Mobbing und Hasskommentaren im Internet.

Irgendwie ist es inzwischen so, das viele Menschen auf irgendwelche Reizwörter oder die geringste Andersartigkeit automatisch mit Ablehnung, Hass, dem sprichwörtliche Schaum vorm Mund und Unfrieden reagieren, nur irgendwas nicht ihr Weltbild passt, sei es auch nur eine Kleinigkeit.


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Mobbing an Schulen

19.10.2025 um 04:14
Zitat von kaumeisterbobkaumeisterbob schrieb:Eine Person hat sich dann eine ewig lange Antwort geschrieben, in der sie sich darüber beschwert hat, das die sogar die Nuss Nougat Creme vegan sein muss. Da habe ich mich gefragt, ob der das ernst meint? Nuss Nougat Creme enthält keine tierischen Bestandteile als markante Zutat, von daher kein Unterschied. Da frag ich mich echt, was in den Köpfen solcher Leute vor sich geht, das sie sich über sowas aufregen.
Ähnliches habe ich auch schon erlebt. Auch da ging es um Speisen, bei denen höchsten eine minimal vorhandene tierische Zutat, wenn überhaupt, rausgelassen wurde, oder auch z.B. alleinig das Posten in einem Rezeptethread. Da ging es manchmal auch los, wenn ich nur den Zusatz "vegan, auch eine einfache Idee für Gäste" gepostet habe. Erstens ganz übliche Speisen, zweitens, es wird doch niemand von mir zum Nachkochen und Essen gezwungen.
Zitat von kaumeisterbobkaumeisterbob schrieb:Irgendwie ist es inzwischen so, das viele Menschen auf irgendwelche Reizwörter oder die geringste Andersartigkeit automatisch mit Ablehnung, Hass, dem sprichwörtliche Schaum vorm Mund und Unfrieden reagieren, nur irgendwas nicht ihr Weltbild passt, sei es auch nur eine Kleinigkeit.
Dem pflichte ich bei.
(Mir fällt das selbst sehr auf, da ich eben nicht so reagiere, sondern mir da Neugierde (freundlich fragen oder mich anderweitig informieren) und Zurückhaltung (wen ich nicht mag, lasse ich üblicherweise in Ruhe - seltene Ausnahmen, wenn es sich nicht nur um "mag denjenigen nicht" handelt sondern es darüber hinaus geht und es vielmehr ein Fall für Meldung an Moderatoren, Vorgesetzte, Polizei... ist) eigen sind. Daran, z.B. einen Streit anzuzetteln oder Macht zu demonstrieren, fände ich gar nichts Angenehmes, und konnte mir auch zu Schulzeiten überhaupt nicht vorstellen, warum andere Zeit und Energie dafür aufwenden das zu tun. So ein defensives Verhalten macht ggf. aber auch anfälliger für Mobbing.)


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19.10.2025 um 10:33
Zitat von kaumeisterbobkaumeisterbob schrieb:Nuss Nougat Creme enthält keine tierischen Bestandteile als markante Zutat, von daher kein Unterschied.
Ich habe mal versehentlich vegane Schokolade gekauft. Da war ein deutlicher geschmacklicher Unterschied zu normaler Milchschokolade oder Zartbitterschokolade.


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19.10.2025 um 15:15
Zitat von parabolparabol schrieb:geschmacklicher Unterschied
Für meine Person war aber das Triggerwort "vegan" und nicht der Geschmack. Hätte er gesagt, das ihm die vegane Nuss Nougat Creme im vergleich zur normalen nicht schmeckt, hätte ja da eine Ablehnung prinzipiell erstmal verstehen können.


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19.10.2025 um 23:51
Zitat von SuiGenerisSuiGeneris schrieb am 09.10.2024:Das fängt bei Neurodiversitäten wie ADHS oder Autismus an. Diese Kinder brauchen eine gesonderte Förderung,
aber grundsätzlich sind das im eigentlichen Sinne keine Behinderungen.
Da muss ich widersprechen, ASS ist eine Behinderung (Quote 30 - 100% je nach Versorgungsamt).

Quelle: kämpfe mich für meine Tochter gerade durch den Widerspruch, da zu niedrig eingestuft.

Zum Thema - der unsägliche Fall in Frankreich hat als ein Ergebnis, dass (obwohl schon länger festgelegt) der/die Mobber gehen müssen und nicht der Gemobbte. Das ist ein Anfang, wichtiger wäre die frühzeitige Intervention. Wie? Weiß ich auch nicht.

Es gibt immerhin gute Programme in den Bundesländern, diese sollten für Schulen inkl. Kollegium verbindlich sein.


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07.03.2026 um 10:39
Muss das sein???
Wie wurde das denn bisher gehandhabt an den Schulen? Ist doch wohl kein neues Thema?
Während des Fastenmonats Ramadan fühlen sich in einer Gesamtschule in Kleve muslimische Kinder in der Pause von ihren essenden Mitschülern gestört. Diese werden daraufhin aufgefordert, ihr Pausenbrot heimlich zu essen.
Quelle:
Ramadan sorgt für Essens-Streit an Gesamtschule in NRW - FOCUS online

https://share.google/uV4HO58pphQnHEd7I



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07.03.2026 um 11:15
@Shiloh

Das ist schade, dass die Schüler da nicht eigenständig eine allverträgliche Lösung finden, sondern wieder mal Ausgrenzung geschieht. Muss man wohl getrennte Bereiche einführen. Aber das kanns ja eigentlich nicht sein.

Ich frage mich ohnehin, wie die fastenden Schüler so einen Schultag überhaupt durchhalten. Dürfen ja auch nichts trinken, meines Wissens nach.


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07.03.2026 um 12:23
Einfach traurig... Das ist keine Lösung, und was wird damit anerzogen (den muslimischen wie den nichtmuslimischen Schülern)...

Niemand soll heimlich essen müssen.


Bzgl. Wasser trinken: Kinder sind vom Fasten befreit (üblich ist für Kinder ein Fasten wie man es in der vorösterlichen Fastenzeit unter Christen kennt, z.B. keine Süßigkeiten, kein Fernsehen) - was nicht heißt, dass manche trotzdem komplett fasten bzw. die Eltern es verlangen.


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Mobbing an Schulen

07.03.2026 um 12:40
MMn gibt es gegen Mobbing kein Patentrezept... Wie man als Betroffener von Mobbing am besten reagieren sollte, kann in der einzelnen Situation sehr unterschiedlich sein...

Unter Umständen muss man in Sekundenbruchteilen entscheiden, ob man demjenigen einfach erstmal eine reinhaut, oder ob es "elegantere" Wege gibt, der Situation angemessen zu begegnen... Grade für junge Menschen, denen es an Selbstbewusstsein, und Souveränität fehlt, alles andere als eine leichte Aufgabe...


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Mobbing an Schulen

07.03.2026 um 13:06
@x-ray-2

Meine Zustimmung als ehemaliges langjähriges Opfer von Schulmobbing.
Wichtig finde ich jedoch: Schüler (hier so geschrieben in der Beziehung Schüler - Schule), Kinder (hier in der Beziehung Kind - Eltern) müssen wissen dass sie Mobbing melden dürfen und sollen. Der Anteil ist wichtig und dürfte nie nachteilig sein.

(Meine Reaktion war: Mich zurückhalten, (schüchterne) direkte Ansprache "Bitte lasse mich in Ruhe!", "Hör auf damit", es Lehrern und Eltern melden.
Wie viel es brachte: Wurde teils als "haben dich geärgert" abgetan, teils galt es als "Petzen" und Strafe für alle (inkl. mir), an einer anderen Schule haben Lehrer das aber ernst genommen und das Mobbing schnell abgestellt bekommen.
Wurde Mobbing nicht beachtet, gab es z.T. Strafe für alle, habe ich Mobbingvorfälle inkl. Verletzungen kaschiert.
Reingehauen habe ich nie jemandem eine. Und nein, damit halte ich mich nicht für etwas Besseres - ich habe es v.a. nie getan weil ich als kleinere, körperlich schwächere Person mich nicht dazu in der Lage sah und es wahrscheinlich auch nicht gewesen wäre (Mobbing mit körperlichen Übergriffen durch wesentlich ältere Schüler - da hat eine fürs Alter kleine Sechstklässlerin mit Körperbehinderung einem bulligen Neuntklässler der schon mehrere Klassen wiederholte (= älter, z.B. eine Elfjährige vs. ein Siebzehnjähriger) nicht viel entgegenzusetzen).)


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Mobbing an Schulen

07.03.2026 um 15:58
@Raspelbeere
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Wichtig finde ich jedoch: Schüler (hier so geschrieben in der Beziehung Schüler - Schule), Kinder (hier in der Beziehung Kind - Eltern) müssen wissen dass sie Mobbing melden dürfen und sollen.
Ja, sicher. Auch das ist eine Möglichkeit, und sicher gibt es auch Fälle, wo ich auch dazu raten würde.

Vielleicht würden jetzt manche einwänden, man würde damit nur als schlimmer machen, aber ich denke nicht, dass das unbedingt so sein muss.
(Meine Reaktion war: Mich zurückhalten, (schüchterne) direkte Ansprache "Bitte lasse mich in Ruhe!", "Hör auf damit", es Lehrern und Eltern melden.
Ich persönlich finde, dass so ein ruhig, und höflich rübergebrachtes "Lass mich bitte in Ruhe" etwas sehr "entwaffnendes" hat - zumindest würde ich das so empfinden, wenn ich mir vorstell, ich wäre ein Mobber... Das würde mir voll den Wind aus den Segeln nehmen...:D Ob andere das auch so empfinden würden, steht auf einem anderen Blatt...
Wie viel es brachte: Wurde teils als "haben dich geärgert" abgetan, (...)
Ja, typisch Lehrer... dann wird das so abgetan, als wäre es gar nicht der Rede wert... Und wenn man sich irgendwann mal wehrt, weil einem nichts mehr anderes übrigbleibt, wenn die Lehrer nichts machen, dann ist man der "Böse", ganz schlimm gewalttätig und die Eltern werden in die Schule zitiert, um über deine "Aggressionen" zu reden...
(...) teils galt es als "Petzen" und Strafe für alle (inkl. mir), (...)
Es galt als Petzen - typisch Mobber (od. "Bullys"), erst schikanieren sie dich, und wenn du dir Hilfe suchst, bist du "Petze"...

Strafe für alle, inkl. dir...? Nach welcher völlig verwuselten Logik soll denn das Sinn ergeben...? Aber ich glaube, ich kann es mir sogar denken: Du wurdest mitbestraft, weil du dich körperlich gewehrt hast...? Natürlich trotzdem beknackt, man wird sich ja wohl noch wehren dürfen, zumindest solange man halbwegs die Verhältnismäßigkeit wahrt...
(...), an einer anderen Schule haben Lehrer das aber ernst genommen und das Mobbing schnell abgestellt bekommen.
Und dann das Ganze auch noch von Schule zu Schule sehr unterschiedlich... Kann ich mir lebhaft vorstellen, eben je nachdem, wie die Lehrer mit dem Problem umgehen...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Wurde Mobbing nicht beachtet, gab es z.T. Strafe für alle, habe ich Mobbingvorfälle inkl. Verletzungen kaschiert.
Strafe für alle... ja, wie gesagt, das würde nur höchstens dann Sinn ergeben, falls überhaupt, wenn das Opfer sich unangemessen, und unverhältnismäßig heftig gewehrt hätte. Aber so wie ich es verstanden habe, hattest du dich ja nie körperlich gewehrt, geschweige denn übermäßig heftig... Dann wüsste ich auch nicht wofür die Strafe dann noch sein könnte... da reicht meine Fantasie nicht aus...^^

Verletzungen kaschiert - oh, das klingt gar nicht gut... Nicht nur, dass es überhaupt zu Verletzungen kam, diese wurden auch noch kaschiert, bzw versteckt vor Mitschülern, oder auch ausserhalb der Schule...?

Ich weiß natürlich nicht, wie lange deine Schulzeit her ist, aber zu meiner Zeit (80er) wurden Mädchen nur sehr selten Mobbingopfer, und wenn dann durch andere Mädchen. Aber dass ein Neuntklässler eine Sechstklässlerin, die auch noch eine körperliche Behinderung hat, so heftig angeht, dass diese sichtbare Verletzungen erleidet - sowas hats damals schlichtweg nicht gegeben, zumindest nicht wo ich meine Schulzeit verbracht hab...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Reingehauen habe ich nie jemandem eine. Und nein, damit halte ich mich nicht für etwas Besseres - ich habe es v.a. nie getan weil ich als kleinere, körperlich schwächere Person mich nicht dazu in der Lage sah und es wahrscheinlich auch nicht gewesen wäre (Mobbing mit körperlichen Übergriffen durch wesentlich ältere Schüler - da hat eine fürs Alter kleine Sechstklässlerin mit Körperbehinderung einem bulligen Neuntklässler der schon mehrere Klassen wiederholte (= älter, z.B. eine Elfjährige vs. ein Siebzehnjähriger) nicht viel entgegenzusetzen).)
Nicht jeder ist 1.90 gross, und völlig klar, dass man sich als jüngeres Mädchen nicht auf eine Schlägerei mit einem viel grösseren Jungen einlässt - das würde ich auch niemandem empfehlen...^^

Um das nochmal zusammenzufassen: Regelmäßiges Mobbing durch wesentlich ältere (männliche) Schüler, das sichtbare Verletzungen hinterlässt - das mag man sich ja gar nicht vorstellen... Hat man dich womöglich aufgrund deiner Behinderung quasi als Opfer ausgewählt - das wäre ja total abgefuckt, wenn dem so wäre...

Übrigens, wenn ich irgendwas gefragt hab, was zu persönlich oder sowas ist, einfach ignorieren... Falls dem so sein sollte, hoffe ich, du bist nicht böse...:)

Und sorry, dass ich so nen Roman geschrieben hab... wenn ich einmal im Flow bin, hau ich in die Tasten wie Stephen King im Kokainwahn...^^


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Mobbing an Schulen

07.03.2026 um 22:52
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Wie man als Betroffener von Mobbing am besten reagieren sollte, kann in der einzelnen Situation sehr unterschiedlich sein...
Ich hab mir damals ein dickes Fell angelegt und da ich es quasi nicht anders kannte, war es für mich eben so. Klingt hart aber was will man machen - meistens ging es vom linken Ohr rein und am rechten wieder raus... Es war vieles nur mit Worten selten mit Taten...

Ich war auf einer Schule hier im Dorf, 1-10 Klasse , man kannte sich untereinander durch Vereine oder ähnliches, die Eltern kannten sich eigentlich relativ familiär.

Wir hatten zwei Lehrer die sogar im selben Ort lebten und sich sehr engagiert haben.

Ich war damals das einzigste Kind mit einer sichtbaren körperlichen Beeinträchtigungen also bekam ich halt mal "Glöckner von Notre Damm" zugeworfen, Behindi, Blindfisch oder Hobbit ...

Es waren letztendlich eigentlich immer die selben die einen geärgert haben - eigentlich immer die "Großen" .

Einer der oben beschriebenen Lehrer hatten Aufsicht auf dem Schulhof er bemerkte das mal wieder Wörter gegenüber von mir geäußert wurden - der Lehrer sxhrie laut den Nachnamen des Täters, ein jeder wusste dann was Sache war. Er musste die Schulordnung dreimal abschreiben, nach dem Unterricht im Beisein des Lehrers und danach ist der Lehrer mit ihm zu mir nach Hause da musste er sich bei meinem Eltern entschuldigen - es ließ zwar danach nach aber aufgehört hat er auch nicht .

Heute, 20 + Jahre später, bin ich immer noch mit dem Lehrer befreundet, man kennt sich halt und der , der mich immer geärgert hat, hab ich hier und da noch mal gesehen aber mehr auch nicht.

Heute würde sich das glaub ich kein Lehrer mehr trauen oder sich so engagieren ... Bei uns auf der Schule waren eben Lehrer noch Respektpersonen.


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07.03.2026 um 23:25
Warum sollte jemand heimlich essen? Soweit kommt's noch. Wer nix hat den will, soll es lassen, aber jedes Kind darf natürlich ganz normal essen und muss da keine Abstriche machen


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07.03.2026 um 23:27
Zitat von abberlineabberline schrieb:Kind darf natürlich ganz normal essen und muss da keine Abstriche machen
Ja das stimmt , aber man sollte sich halt jetzt auch nicht unbedingt provokant, kauend direkt vor ein Kind stellen was gerade Fastet. Das macht man einfach irgendwie nicht.


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08.03.2026 um 00:06
@Dini1909
Jedes Kind soll auf den Schulhof und in der Pause essen können, wo es will. Das müssen die anderen halt akzeptieren.


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08.03.2026 um 00:39
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Einfach traurig... Das ist keine Lösung, und was wird damit anerzogen (den muslimischen wie den nichtmuslimischen Schülern)...

Niemand soll heimlich essen müssen.


Bzgl. Wasser trinken: Kinder sind vom Fasten befreit (üblich ist für Kinder ein Fasten wie man es in der vorösterlichen Fastenzeit unter Christen kennt, z.B. keine Süßigkeiten, kein Fernsehen) - was nicht heißt, dass manche trotzdem komplett fasten bzw. die Eltern es verlangen.
Ich verstehe den - ziemlich vage gehaltenen - Artikel allerdings so, dass die nichtmuslimischen Kinder bzw. Jugendlichen (auf eine Gesamtschule geht man ja ggf. bis zum Abi), dass sich die Kinder, die in der Pause etwas essen wollen, mit ihrem Brot nicht heimlich hinter die Büsche schlagen sollen, sondern dass sie sich idealerweise nicht futternd direkt neben ihre fastenden Klassenkameraden stellen sollten.

Dass Beleidigungen und Würgegeräusche hinsichtlich der Kids, die etwas essen, völlig fehl am Platze sind und einer Konsequenz bedürfen, ist klar. Allerdings lese ich auch nicht klar heraus, dass die Provokationen einseitig erfolgt sind. "Mit dem Pausenbrot provozieren" kann natürlich theoretisch bedeuten, dass sich jemand durch die bloße Existenz einer ins Brot beißenden Person provoziert fühlt. Ebenso kann das aber auch bedeuten, dass da ein paar Spaßvögel was in die Richtung "Guck mal, was ich gerade esse, mjamjam und was du nicht essen darfst, weil du blöd bist" geäußert haben.

Wie gesagt, ein paar Meter Abstand zueinander auf dem Pausenhof tun niemandem weh. Das Pausenbrot schmeckt nicht schlechter, weil man es mal nicht an Punkt X aufessen kann und normalerweise braucht man für das Essen einer typischen Pausenverpflegung auch nicht die komplette Länge derselben. Danach kann man sich immer noch mit den muslimischen Klassenkameraden austauschen.

Was anderes wäre es für mich, wenn es Beschwerden darüber gäbe, dass in der Mensa gegessen wird. Weil das im Gegensatz zum Pausenhof ein Ort ist, in dem es primär ums Essen geht und nur sekundär ums soziale Miteinander. Aber das scheint ja nun nicht der Fall zu sein.


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Mobbing an Schulen

gestern um 12:25
@Sternentänzerin

Wie leider oft bei Mobbing, es ist oft schwer zu sagen wer genau was getan hat.
Auch ich bin der Meinung, dass es sich nicht gehört andere mit Essen zu provozieren, also z.B. jemandem der nichts essen möchte oder darf (Gründe egal; es können auch medizinische sein) immer mit dem Essen vor der Nase herumzuwedeln.
Finde ich klar nicht in Ordnung:
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Ebenso kann das aber auch bedeuten, dass da ein paar Spaßvögel was in die Richtung "Guck mal, was ich gerade esse, mjamjam und was du nicht essen darfst, weil du blöd bist" geäußert haben.
Aber einfach normal auf der selben Bank sitzen, am selben Spielgerät sein, sich in der selben Gruppe unterhalten und dabei essen: finde ich weder provozierend und verkehrt.

Wie oft, würde ich mir einfach einen pragmatischen Umgang wünschen, wie du ihn auch andeutest. An meinem Arbeitsplatz gibt es Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen (mit u.a. auch unterschiedlichen Ess-, Fastengewohnheiten), und da scheint man das zu können. Z.B. weder eine Abschlussfeier die in den Ramadan fällt als Provokation wahrzunehmen, noch Leuten provokativ "etwas vorzuessen", noch z.B. mitgerbrachte typische Speisen zu einem Fest aus der eigenen Kultur oder Religion (z.B. muslimischer Kollege bringt zu Eid al-Fitr (Zuckerfest) für alle etwas zum Naschen mit, indischer Kollege bringt etwas zu Diwali mit, kleine Weihnachtsfeier mit Lebkuchen und Teepunsch...) als Missionierungsversuch wahrzunehmen.

Ich kenne es selbst aus eigenen Mobbingvorfällen dass die Wiedergabe dessen sehr verzerrt erfolgen kann - und mal die Wahrheit mehr in der Mitte, mal mehr beim einen, mal mehr beim anderen Extrem liegt.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ich war damals das einzigste Kind mit einer sichtbaren körperlichen Beeinträchtigungen also bekam ich halt mal "Glöckner von Notre Damm" zugeworfen, Behindi, Blindfisch oder Hobbit ...
Das war bei mir auch so. Es kam "Panzerknacker", "Spasti", "das eiserne Kreuz", und leider auch körperliche Attacken wie "einen Gehfehler reinhauen" wie sie es nannten (auf der Treppe mit dem Fuß mir einen Fuß wegangeln) und heftigere, letztere dann meist von Schülern mehrerer Klassen darüber.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Nicht jeder ist 1.90 gross, und völlig klar, dass man sich als jüngeres Mädchen nicht auf eine Schlägerei mit einem viel grösseren Jungen einlässt - das würde ich auch niemandem empfehlen...^^
Ich war damals eine Elfjährige mit Sportbefreiung und Orthesen, wackelig unterwegs, an Treppen schön langsam am Geländer... keine Chance selbst gegen Gleichaltrige.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Strafe für alle, inkl. dir...? Nach welcher völlig verwuselten Logik soll denn das Sinn ergeben...? Aber ich glaube, ich kann es mir sogar denken: Du wurdest mitbestraft, weil du dich körperlich gewehrt hast...? Natürlich trotzdem beknackt, man wird sich ja wohl noch wehren dürfen, zumindest solange man halbwegs die Verhältnismäßigkeit wahrt...
Das war Anfang der 90er Jahre. Körperlich habe ich mich nicht gewehrt, ich hätte es es nicht gekonnt. Ich konnte damals aufgrund meiner Behinderung nicht mal richtig nach hinten oder zur Seite greifen, bin leicht gestürzt und man konnte mir auch einfach z.B. die Brille von der Nase holen.
Strafe gab es für "ihr seid auf dem Gang laut gewesen" (mehrere Schüler prügeln und lachen, ich schreie "aufhören!"), "ihr gebt im Bus keine Ruhe" (Jugendlicher hinter mir schüttelte meinen Sitz durch, ich versuchte durch nicht Anlehnen und durch "aufhören!" zu vermeiden, weiterhin schmerzhaft geschüttelt zu werden; Jugendlicher versuchte zu vermeiden dass ich im Bus mich festhalten kann indem mit einem Metallgegenstand auf meine Hände geschlagen wurde, ich stürzte) etc.
Schulbusmobbing war häufig - so ein begrenzter Raum, aus dem man nicht weg kann, ist da "ideal".
Oft schimpften zunächst Busfahrer (was ich durchaus verstehen kann: Verkehrssicherheit, und der Fahrer kann nicht während der Fahrt die Situation analysieren), dann wurde mit Aussteigen "für alle da hinten" gedroht, dann das der Schule gemeldet, und Strafe für mehrere inkl. teilweise mich.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Um das nochmal zusammenzufassen: Regelmäßiges Mobbing durch wesentlich ältere (männliche) Schüler, das sichtbare Verletzungen hinterlässt - das mag man sich ja gar nicht vorstellen... Hat man dich womöglich aufgrund deiner Behinderung quasi als Opfer ausgewählt - das wäre ja total abgefuckt, wenn dem so wäre...
Ich kann dir sagen, das waren nicht nur männliche. Das war ziemlich 50:50 auch bei körperlichen Attacken - es gibt auch Mädchen die prügeln, treten, spucken, Zigarettenverbrennungen hervorrufen.
Und ich kann mir schon denken, dass die Behinderung mich für viele als das ideale Opfer wirken ließ - Anlässe zum Spotten, kann man "vorführen", kann sich kaum wehren. Bin zudem Autistin - die meisten Autisten haben Mobbing in ihrer Schulzeit erlebt. Es gibt Kinder und Jugendliche, die ein schüchtern wirkendes Kind, bei dem man ggf. auch noch über Mitschüler mitbekommt dass dieses Kind gute Schulnoten hat, und dem man körperliche Einschränkungen ansieht als ideales Opfer ansehen um sich abzureagieren.
Heutzutage finden sich ab und zu "in den Medien" Berichte über Mobbing, bei dem mehrere ältere Jugendliche einen jüngeren, teils behinderten, Jugendlichen/ ein Kind angegriffen haben. Genau sowas.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Verletzungen kaschiert - oh, das klingt gar nicht gut... Nicht nur, dass es überhaupt zu Verletzungen kam, diese wurden auch noch kaschiert, bzw versteckt vor Mitschülern, oder auch ausserhalb der Schule...?

Ich weiß natürlich nicht, wie lange deine Schulzeit her ist, aber zu meiner Zeit (80er) wurden Mädchen nur sehr selten Mobbingopfer, und wenn dann durch andere Mädchen. Aber dass ein Neuntklässler eine Sechstklässlerin, die auch noch eine körperliche Behinderung hat, so heftig angeht, dass diese sichtbare Verletzungen erleidet - sowas hats damals schlichtweg nicht gegeben, zumindest nicht wo ich meine Schulzeit verbracht hab...
Meine Schulzeit war ab Ende der 80er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre. Mobbing fand an dörflicher Grundschule, Hauptschule in größerer Marktgemeinde sowie Realschule an einer Kleinstadt statt. Mobber kamen teils aus anderen Klassen und aus anderen Schulen. (Kein Mobbing mehr an: Berufsschule, Berufsoberschule, sowie im Arbeitsleben.)
Verletzungen kaschieren: Ich habe diese manchmal kaschiert, d.h., auch mal größere blaue Flecken oder Zigarettenverbrennungen Erwachsenen nicht mehr gemeldet, und bei Entdecken dieser irgendwann auch mal gelogen, z.B. ich sei von selbst gestürzt. Eltern und Lehrer haben diese nicht kaschiert, falls du das vermutet hast.


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Mobbing an Schulen

gestern um 19:45
@Dini1909
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ich hab mir damals ein dickes Fell angelegt und da ich es quasi nicht anders kannte, war es für mich eben so. Klingt hart aber was will man machen - meistens ging es vom linken Ohr rein und am rechten wieder raus... Es war vieles nur mit Worten selten mit Taten...
Ja, ist eine Möglichkeit damit umzugehen, wenn auch vielleicht nicht die allerbeste...

Ich seh da die Gefahr, dass dadurch, dass man alles in sich "hineinfrisst", es letztlich bös auf die Psyche schlagen kann... Wie gesagt, es ist eine Möglichkeit, aber wirklich wohl fühlt man sich damit sicher auch nicht...

Dann stellt sich noch die Frage, wie die Mobber (oder Bullys) das ganze wahrnehmen - Denken die 'Oh an dem prallt ja alles ab - wir müssen neues Opfer suchen', oder läuft man dadurch sogar Gefahr, dass die Mobber mehr werden, weil man ihnen vermittelt 'mit mir kann mans ja machen'...?

Aber ich vermute, mit solchen Fragen hast du dich selbst schon ausreichend auseinandergesetzt...
Ich war auf einer Schule hier im Dorf, 1-10 Klasse , man kannte sich untereinander durch Vereine oder ähnliches, die Eltern kannten sich eigentlich relativ familiär.

Wir hatten zwei Lehrer die sogar im selben Ort lebten und sich sehr engagiert haben.
In so einer überschaubaren Dorfgemeinschaft, wo jeder jeden kennt, kann es wahrscheinlich sogar passieren, dass man den Mobbern nicht nur in der Schule begegnet, sondern auch noch in der Freizeit... Aber ich kann's nicht wirklich einschätzen, ich kenn nur Großstadt, wo es eben auch sein kann, dass man in einer ganz anderen Gegend wohnt, als die Mitschüler, und auch die Eltern untereinander sich nicht persönlich kennen...
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ich war damals das einzigste Kind mit einer sichtbaren körperlichen Beeinträchtigungen also bekam ich halt mal "Glöckner von Notre Damm" zugeworfen, Behindi, Blindfisch oder Hobbit ...
Ja, ich kenn auch so jemanden - wenn zu dem einer "Quasimodo" sagt, kriegt der n Tobsuchtsanfall... Jetzt wird er nur noch "Hobbit" genannt, was ich allerdings auch nur minimal besser finde... und der ist eigentlich nicht mal behindert, nur klein...
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Es waren letztendlich eigentlich immer die selben die einen geärgert haben - eigentlich immer die "Großen" .
Interessant, denn in Fällen von Mobbing unter (nicht behinderten) Gleichaltrigen, gibt es ja diese natürliche Überlegenheitssituation nicht... Ist es denn so, dass die Mobber meistens älter sind, als die Opfer...? Wäre mal interessant...
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Einer der oben beschriebenen Lehrer hatten Aufsicht auf dem Schulhof er bemerkte das mal wieder Wörter gegenüber von mir geäußert wurden - der Lehrer sxhrie laut den Nachnamen des Täters, ein jeder wusste dann was Sache war. Er musste die Schulordnung dreimal abschreiben, nach dem Unterricht im Beisein des Lehrers und danach ist der Lehrer mit ihm zu mir nach Hause da musste er sich bei meinem Eltern entschuldigen - es ließ zwar danach nach aber aufgehört hat er auch nicht .
Der Lehrer hat Einsatz gezeigt - das muss man dem Mann lassen... Er hat wirklich versucht, zu helfen... Inwieweit das gelingt, ist eine andere Frage, aber es scheint ja zumindest weniger geworden zu sein... Hätte aber natürlich auch nach hinten losgehen können...
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Heute, 20 + Jahre später, bin ich immer noch mit dem Lehrer befreundet, man kennt sich halt und der , der mich immer geärgert hat, hab ich hier und da noch mal gesehen aber mehr auch nicht.
Das ja cool^^ Sowas hätte es in der Stadt wahrscheinlich nicht gegeben...
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Heute würde sich das glaub ich kein Lehrer mehr trauen oder sich so engagieren ... Bei uns auf der Schule waren eben Lehrer noch Respektpersonen.
Da magst du recht haben... Von den Lehrern heute würde ich mir auch nicht mehr allzuviel versprechen...^^
Warum sollte jemand heimlich essen? Soweit kommt's noch. Wer nix hat den will, soll es lassen, aber jedes Kind darf natürlich ganz normal essen und muss da keine Abstriche machen
Ja, aber echt... Kann man die Kinder bitte einfach in Ruhe essen lassen, ohne ihnen auf den Sack zu gehen - oder is das heutzutage schon zu viel verlangt...?

@Raspelbeere
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Das war bei mir auch so. Es kam "Panzerknacker", "Spasti", "das eiserne Kreuz", und leider auch körperliche Attacken wie "einen Gehfehler reinhauen" wie sie es nannten (auf der Treppe mit dem Fuß mir einen Fuß wegangeln) und heftigere, letztere dann meist von Schülern mehrerer Klassen darüber.
Da reg ich mich ja allein vom Lesen schon auf... Ich bin selbst behindert, und Treppen sind für mich der pure Horror - bzw waren es, als ich noch so halbwegs gehen konnte...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ich war damals eine Elfjährige mit Sportbefreiung und Orthesen, wackelig unterwegs, an Treppen schön langsam am Geländer... keine Chance selbst gegen Gleichaltrige.
Wie gesagt, definitiv keine gute Idee...
Das war Anfang der 90er Jahre. Körperlich habe ich mich nicht gewehrt, ich hätte es es nicht gekonnt. Ich konnte damals aufgrund meiner Behinderung nicht mal richtig nach hinten oder zur Seite greifen, bin leicht gestürzt und man konnte mir auch einfach z.B. die Brille von der Nase holen.
Strafe gab es für "ihr seid auf dem Gang laut gewesen" (mehrere Schüler prügeln und lachen, ich schreie "aufhören!"), "ihr gebt im Bus keine Ruhe" (Jugendlicher hinter mir schüttelte meinen Sitz durch, ich versuchte durch nicht Anlehnen und durch "aufhören!" zu vermeiden, weiterhin schmerzhaft geschüttelt zu werden; Jugendlicher versuchte zu vermeiden dass ich im Bus mich festhalten kann indem mit einem Metallgegenstand auf meine Hände geschlagen wurde, ich stürzte) etc.
Oh, das klingt ja gar nicht gut... Das finde ich schon ziemlich massiv, weil es zum einen körperliche Gewalt beinhaltet, und zusätzlich noch so eine fiese Psycho-Komponente hat...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Oft schimpften zunächst Busfahrer (was ich durchaus verstehen kann: Verkehrssicherheit, und der Fahrer kann nicht während der Fahrt die Situation analysieren), dann wurde mit Aussteigen "für alle da hinten" gedroht, dann das der Schule gemeldet, und Strafe für mehrere inkl. teilweise mich.
Klar, die primäre Aufgabe des Fahrers ist das Fahren - soweit so klar. Aber letztlich haben die Erwachsenen, bzw speziell die Lehrer da ne ziemlich schwache Leistung abgeliefert... Als ob es ihnen scheissegal ist, ob jemand gemobbt wird, und dann mit irgendwas ankommen, das verdächtig nach Kollektivbestrafung riecht... Mit so unfähigen Lehrern kanns ja auch nix werden, und drunter leiden tun die Schüler, bzw du...
Ich kann dir sagen, das waren nicht nur männliche. Das war ziemlich 50:50 auch bei körperlichen Attacken - es gibt auch Mädchen die prügeln, treten, spucken, Zigarettenverbrennungen hervorrufen.
Und ich kann mir schon denken, dass die Behinderung mich für viele als das ideale Opfer wirken ließ - Anlässe zum Spotten, kann man "vorführen", kann sich kaum wehren.
Ja, Mädchen sind da nicht zu unterschätzen, besonders wenn das Opfer auch Mädchen ist - aber das ältere Jungen gegen ein jüngeres, behindertes Mädchen tatsächlich die Grenze zu physischer Gewalt überschreiten, kommt mir echt extrem vor... Da muss man doch auch als Aufsichtspersonen sehr nachlässig sein, damit sowas über längere Zeit gehen kann...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Bin zudem Autistin - die meisten Autisten haben Mobbing in ihrer Schulzeit erlebt.
Oh, gut zu wissen, danke für die Offenheit - ich hab gelesen, dass einige Autisten Schwierigkeiten mit Ironie, Doppeldeutigkeiten oder Redewendungen haben - das ist ja manchmal für Nicht-Autisten schon schwer, wenn man mit wildfremden Leuten schreibt, dass man es nich zu Missverständnissen kommt lässt, und auch alles so rüberkommt, wie es rüberkommen soll...

Normalerweise sollte man denken, dass man als Lehrer die autistischen Schüler ein bißchen im Auge behält, um eben so etwas vorzubeugen... aber scheinbar ja nicht...
Es gibt Kinder und Jugendliche, die ein schüchtern wirkendes Kind, bei dem man ggf. auch noch über Mitschüler mitbekommt dass dieses Kind gute Schulnoten hat, und dem man körperliche Einschränkungen ansieht als ideales Opfer ansehen um sich abzureagieren.
Heutzutage finden sich ab und zu "in den Medien" Berichte über Mobbing, bei dem mehrere ältere Jugendliche einen jüngeren, teils behinderten, Jugendlichen/ ein Kind angegriffen haben. Genau sowas.
Wir waren ja früher nun wirklich auch keine Engel, aber sowas hätten wir nicht gemacht - nicht mal die schlimmsten aus der Clique... Eher wahrscheinlich sogar noch dem Opfer geholfen und die Mobber durch die nächste Wand gerammt... Wir waren schon krass unterwegs, auch mit dem Gesetz im Konflikt, aber wir waren keine bösartigen Sadisten oder sowas... Naja, einer von uns vielleicht, aber der war ein spezieller Fall...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Meine Schulzeit war ab Ende der 80er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre. Mobbing fand an dörflicher Grundschule, Hauptschule in größerer Marktgemeinde sowie Realschule an einer Kleinstadt statt. Mobber kamen teils aus anderen Klassen und aus anderen Schulen. (Kein Mobbing mehr an: Berufsschule, Berufsoberschule, sowie im Arbeitsleben.)
Interessant - Ich vermute mal, dass die einstigen Mobber später in der Berufschule nicht mehr zugegen waren, und dann mit neuen Mitschülern quasi die Karten neu gemischt wurden...?
Verletzungen kaschieren: Ich habe diese manchmal kaschiert, d.h., auch mal größere blaue Flecken oder Zigarettenverbrennungen Erwachsenen nicht mehr gemeldet, und bei Entdecken dieser irgendwann auch mal gelogen, z.B. ich sei von selbst gestürzt. Eltern und Lehrer haben diese nicht kaschiert, falls du das vermutet hast.
Kaschiert hast du die selbst, schon klar^^ Aber, oh mann, das is echt ganz fieser Shice, wenn sie es sogar schaffen, dass man die eigenen Peiniger auch noch deckt... von Zigarettenverbrennungen mal ganz zu schweigen - wenn ich zuviel darüber nachdenk, lauf ich Gefahr mich hier noch aufzuregen...

Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass du heute nach Jahren ein bißchen Distanz zu dieser offenkundig sehr schlimmen Zeit aufbauen konntest:) und ja, viel zu langen Roman hab ich auch wieder verfasst...=)


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Mobbing an Schulen

gestern um 20:05
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Interessant, denn in Fällen von Mobbing unter (nicht behinderten) Gleichaltrigen, gibt es ja diese natürliche Überlegenheitssituation nicht... Ist es denn so, dass die Mobber meistens älter sind, als die Opfer...? Wäre mal interessant...
Selbstverständlich kann sich da auch jemand überlegen fühlen, auf welche Art und Weise auch immer: das Aussehen, die Körpergröße, die Anzahl der Freunde, die "cooleren" Hobbies, der Name, Beruf der Eltern ... Und Fähigkeiten unterscheiden sich auch unter nichtbehinderten Menschen.
Übrigens: Auch Neid (das Empfinden das Gegenüber sei einem überlegen was man nicht aushalten könne) kann Mobbing hervorrufen.
Menschen die auf Mobbing aus sind dürften immer etwas finden, auf das sie Mobbing beziehen können.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Aber letztlich haben die Erwachsenen, bzw speziell die Lehrer da ne ziemlich schwache Leistung abgeliefert...
Meine Zustimmung.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Oh, gut zu wissen, danke für die Offenheit - ich hab gelesen, dass einige Autisten Schwierigkeiten mit Ironie, Doppeldeutigkeiten oder Redewendungen haben - das ist ja manchmal für Nicht-Autisten schon schwer, wenn man mit wildfremden Leuten schreibt, dass man es nich zu Missverständnissen kommt lässt, und auch alles so rüberkommt, wie es rüberkommen soll...
Ich kann dir versichern, dass es dabei nicht um harmlose Scherze oder Missverständnisse gegangen ist, wie meinetwegen ein nettes Schulterklopfen oder spaßhaftes Kitzeln als "Schlagen" wahrzunehmen, oder ein kumpelhaftes "na alte Wurschthaut?" (war damals verbreitet) nicht als solche zu erkennen und gleich Beleidigung zu nennen.
Humor erkenne ich recht gut, mag auch Sprachspiele und habe auch keine Probleme mit Redewendungen. (Schwäche eher: Menschen am Gesicht wiedererkennen, bemerken wenn eine Stimmung ins Negative umschlägt, Ertragen hoher Lautstärke.) War als Kind auch vom naiv-freundlichen Typ, z.B. darauf vertraut dass ein vom Lehrer verlangtes Entschuldigen ehrlich ist und derjenige mich nun in Ruhe lassen würde, oder jemand der mir mehrmals etwas gestohlen hat einen "ausgeliehenen" Gegenstand wieder zurückbringen wird da derjenige ja sagte, es auszuleihen. Erst mit der Zeit wurde ich diesbezüglich skeptischer.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Interessant - Ich vermute mal, dass die einstigen Mobber später in der Berufschule nicht mehr zugegen waren, und dann mit neuen Mitschülern quasi die Karten neu gemischt wurden...?
In der Klasse war kein einziger aus meiner früheren Klasse - es handelte sich damals auch um einen Nischenberuf. Etliche der Mobber waren auch aus höheren Klassen, d.h. sobald ich die Berufsschule (die mehrere Berufe anbot) besuchte mit der Ausbildung bereits fertig. Die meisten weiblichen Mobber besuchten danach eine kaufmännische Berufsschule, ich eine technische.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass du heute nach Jahren ein bißchen Distanz zu dieser offenkundig sehr schlimmen Zeit aufbauen konntest:) und ja, viel zu langen Roman hab ich auch wieder verfasst...=)
Danke :) Mir geht es gut (hatte allerdings lange Zeit mit Sozialphobie zu tun) - und bei Ansätzen von Mobbing (gegen andere) bin ich arg hellhörig.


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Mobbing an Schulen

gestern um 20:20
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ich kann dir versichern, dass es dabei nicht um harmlose Scherze oder Missverständnisse gegangen ist, wie meinetwegen ein nettes Schulterklopfen oder spaßhaftes Kitzeln als "Schlagen" wahrzunehmen, oder ein kumpelhaftes "na alte Wurschthaut?" (war damals verbreitet) nicht als solche zu erkennen und gleich Beleidigung zu nennen.
Himmel nein, so hab ich das nicht gemeint...:D Ich meinte, es sei gut, wenn ich, als dein Gesprächspartner, weiss, dass du Autistin bist, weil ich dann z.B. nichts Ironisches schreibe, was ja bei Nicht-Autisten schon leicht zu Missverständnissen führen kann, besonders mit fremden Leuten online, deren Mimik man nicht sieht, und deren Stimme man nich hört - puh, langer Satz, hoffe ich konnte rüberbringen was ich meinte:)

Jetz les ich erstmal den Rest von deinem Post...^^


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