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Mobbing an Schulen

181 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Schule, Mobbing ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mobbing an Schulen

10.03.2026 um 10:05
@x-ray-2
Nein, Autisten sind nicht generell ironiebefreit ;) Ich mag z.B. sowas wie Sprachspiele, Kabarett... und auch vielen anderen Autisten geht es so. Kann mir auch problemlos z.B. foren-/gruppeninterne "Gags" zu verstehen aneignen, z.B. das in einem Koch-Tread in einem Forum die Frage nach dem Wohnort oder ob man vorbeikommen dürfe schlichtweg heißt "dein Essen sieht lecker aus". Null Probleme :)

(Wenn zusätzlich z.B. eine Lernbehinderung oder eine besonders ausgeprägte Form von Autismus vorliegt, kann das schwieriger sein.
Autisten die geistig fit sind und keinen oder geringen Hilfebedarf haben haben aber zumeist ein Verständnis von Ironie etc. und mögen meist auch Sprachspiele, Humor etc. In z.B. Foren, Selbsthilfe- und Freizeitgruppen die eher selbstständige, mitunter auch auf dem ersten Arbeitsmarkt tätige Menschen mit Autismus zu finden sind (wozu ich auch gehöre) ist mit einem alters- und intelligenzentsprechendem Verständnis von obigem zu rechnen.)

Was meist hilft: Akzeptieren, wenn im Zweifelsfall nachgefragt wird (manche Formen ironischer Aussagen können ja tatsächlich ernst gemeint sein) und Nachfragen nicht als Affront ansehen. Genau solche Nachfragen sind es IMHO, die vielen (Nichtautisten) sauer aufstoßen, da leicht etwas hineininterpretiert wird, nach dem Motto "die Nachfrage kann ja nicht ernst gemeint sein".

Mobbing gegen Autisten beginnt häufig, da anderen z.B. von der Mehrheit abweichende Interessen, eine oft exaktere Sprachverwendung, ein Meiden von Pausensituationen etc. auffallen, eine etwas introvertiert-exzentrische Lebensweise - schon ist jemand gefunden, der sich als wenig zu einer Gruppe gehörender Mensch isoliert angreifen lässt um sich abzureagieren.
Da kann z.B. ein Kind, Jugendlicher mit z.B. wenig Blickkontakt, mehr Interesse am Lernen, wenig bis keinem Interesse an "angesagten Dingen" und alterstypischem Verhalten... vielleicht noch von üblicheren abweichenden Gesten... in jeglicher Umgebung so auffallen (denke an den Stereotyp vom "Streber"), auch ohne dass es direkte Missverständnisse gibt, da derjenige einfach nur wünscht in Ruhe gelassen zu werden und gar kein Interagieren mit den späteren Tätern anstrebt. Selbst hätte ich z.B. mit vielen Tätern von mir aus gar nichts zu tun gehabt oder mit ihnen neutral interagiert, z.B. nicht befreundete Mitschüler, jemand aus einer anderen Klasse - das wäre für mich jemand gewesen mit dem ich, von mir aus, einfach den Schulbus genutzt hätte, oder in der Klasse vor, hinter demjenigen gesessen wäre, ohne von mir aus Ärgern, Lästern etc.

Mit dem Konzept "einem selbst geht es besser, wenn es anderen schlecht geht", "wer nicht zu meinen Freunden gehört ist ein Feind" kann ich intuitiv auch nichts anfangen. Auch als Kind nicht. Das macht einen auch angreifbarer, weil man mit vielem nicht rechnet. Hatte mich z.B. auch häufig gefragt: Warum machen diejenigen das, anstatt z.B. Pause, Schulbusfahrt zu verbringen ohne Ärger zu verursachen (und selbst Ärger zu bekommen)? Warum nicht einfach in Ruhe lassen wen man nicht mag?
(Heutzutage, angelesen, verstehe ich das besser, empfinde es aber - neben dem ethischen, sozialen Aspekt "macht man nicht" - nachwievor als bizarr, wie man daraus überhaupt für sich Gewinn ziehen kann. Muss es mir nicht verkneifen, sondern es ist mir schleierhaft, wie es sich angenehm für einen anfühlen kann, Aufwand zu betreiben um einem Menschen zu schaden.)


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11.03.2026 um 04:32
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Nein, Autisten sind nicht generell ironiebefreit ;)
Nein, generell sicher nicht. Aber bei einigen doch schon, daher wollte ich nichts schreiben, was falsch rüberkommt... Hängt wohl auch davon ab, welcher Grad, und welche Art Autismus vorliegt - muss auch zugeben, mich mit der Thematik, ausser hier und da mal was gelesen zu haben, nie näher beschäftigt zu haben...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Mobbing gegen Autisten beginnt häufig, da anderen z.B. von der Mehrheit abweichende Interessen, eine oft exaktere Sprachverwendung, ein Meiden von Pausensituationen etc. auffallen, eine etwas introvertiert-exzentrische Lebensweise - schon ist jemand gefunden, der sich als wenig zu einer Gruppe gehörender Mensch isoliert angreifen lässt um sich abzureagieren.
Ich bin zwar, soweit ich weiss, kein Autist, aber von dem kommt mir trotzdem einiges sehr bekannt vor, wenn ich an mich selbser, und meine Schulzeit denke... Ich war halt sowas irgendwo zwischen Einzelgänger und Aussenseiter - erst später wo ich dann letztlich auf einer Hauptschule gelandet war, war ich gut in einer Clique integriert, mit der ich mich auch ausserhalb der Schulzeit getroffen hab...
Mit dem Konzept "einem selbst geht es besser, wenn es anderen schlecht geht", "wer nicht zu meinen Freunden gehört ist ein Feind" kann ich intuitiv auch nichts anfangen. Auch als Kind nicht.
Ich auch nicht....
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(Heutzutage, angelesen, verstehe ich das besser, empfinde es aber - neben dem ethischen, sozialen Aspekt "macht man nicht" - nachwievor als bizarr, wie man daraus überhaupt für sich Gewinn ziehen kann. Muss es mir nicht verkneifen, sondern es ist mir schleierhaft, wie es sich angenehm für einen anfühlen kann, Aufwand zu betreiben um einem Menschen zu schaden.)
Ja, die nötigen Eigenschaften hat zum Glück nicht jeder... Menschen, die mir überhaupt nichts getan haben, zu quälen, ist nicht mein Ding... Grade auch im pubertären Alter, so kriegt man ja auch ganz schlecht ne Freundin... Auf sowas steht doch keine...^^


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11.03.2026 um 12:02
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Ich bin zwar, soweit ich weiss, kein Autist, aber von dem kommt mir trotzdem einiges sehr bekannt vor, wenn ich an mich selbser, und meine Schulzeit denke... Ich war halt sowas irgendwo zwischen Einzelgänger und Aussenseiter
Trifft auf mich auch zu. Gemobbt wurde ich Gott sei Dank nicht. Aber "nicht dazu gehören" zieht sich seit der Oberschule durch mein Leben.


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11.03.2026 um 15:31
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Nein, generell sicher nicht. Aber bei einigen doch schon, daher wollte ich nichts schreiben, was falsch rüberkommt... Hängt wohl auch davon ab, welcher Grad, und welche Art Autismus vorliegt - muss auch zugeben, mich mit der Thematik, ausser hier und da mal was gelesen zu haben, nie näher beschäftigt zu haben...
Autismus wurde bei mir erst spät diagnostiziert, da ich den damals als "klassisch" angesehenen Eigenschaften (z.B: entwicklungsverzögert, sprachverzögert, nonverbal) nicht entsprach und eher als intelligent/"voraus", eigensinnig, still/schüchtern auffiel.
Autisten die eher in die Richtung tendieren verstehen normalerweise Ironie gut. Hatte auch z.B. in der Schule nie Probleme mit Deutschunterrichtsthemen wie Glossen und Satire, fand schon als Kind sowas wie Büttenreden, Alleinunterhalter/Kabarettisten witzig, mache auch gerne Späße mit Sprachspielen.
Allenfalls finde ich vieleicht mache Witze, die eher den Humor neurotypischer Menschen ansprechen, nicht besonders witzig (oder kenne Situationen, auf die sie sich beziehen, nicht, da sie so ähnlich nie in meinem Leben vorkamen), und mag so manche Witze, Cartoons... die als eher "nerdig" gelten dürften.

In die Klasse integriert gefühlt habe ich mich est in der Berufsschule: Kein Mobbing; wer mich nicht mochte, ließ mich einfach in Ruhe; in der Pause immer wieder Gelegenheit zu netten Gesprächen gehabt (nun überlappten auch mehr Interessen); und ganz neu, ich wurde bei Einladungen berücksichtigt (z.B. privates Klassen-Grillfest nicht vor mir verheimlicht, sich auch mal so zwischendurch für die Freizeit getroffen).
Dazugehören ist mir nicht so wichtig; ich bin schon zufrieden wenn man mich in Ruhe lässt und ansonsten "neutral" mit mir umgeht (z.B. man mich bei Aktivitäten die zusammen gemacht werden müssen wie Fahrgemeinschaft, Gruppenarbeit... berücksichtigt, oder man mir ansonsten eine faire Möglichkeit gibt das alleine durchzuführen).
Zitat von philaephilae schrieb:Aber "nicht dazu gehören" zieht sich seit der Oberschule durch mein Leben.
Ab wann begann die "Oberschule"? (Ich frage nach, da ich anhand des Begriffs vermute dass du nicht in Deutschland, aber im deutschsprachigen Raum zur Schule gegangen bist.)
Wie war es zuvor?


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11.03.2026 um 15:38
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(Ich frage nach, da ich anhand des Begriffs vermute dass du nicht in Deutschland, aber im deutschsprachigen Raum zur Schule gegangen bist.)
Die gibt es doch auch in D.


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11.03.2026 um 16:18
@sooma

Das Wort "Oberschule" war mir noch nicht exakt so bzgl. Deutschland begegnet. Eine frühere Bekannte von mir aus der Schweiz nannte die letzten drei Schuljahre ihrer Tochter so, ein Mit-Azubi aus Österreich hatte eine solche besucht, daher kannte ich den Begriff. Internetrecherche (Wikipedia-Artikel) auf das Posting hier hin zeigte mir dann, dass zumindest in Deutschland ganz unterschiedliche Schulen so bezeichnet werden können, teils ab der 7. Klasse beginnend (aber auch schon früher), teils den zweiten Bildungsweg bezeichnend.
Deshalb fragte ich nach :)

Ich besuchte z.B. eine Berufsoberschule, die aber nicht alleinig als "Oberschule" bezeichnet wurde.
Deshalb bleibt für mich die Frage offen - und um die ging es mir, nicht um das Land, Bundesland oder gar den Wohnort -, was Gründe dafür sein könnten, wenn jemand in niedrigeren Schulstufen keinem Mobbing ausgesetzt ist, später aber sehr wohl, und wann das ungefähr war. Z.B. ab der Pubertät (wenn eine Oberschule zwischen der 4. und 7. Klasse beginnt), oder im (vielleicht sogar schon mittleren) Erwachsenenalter (2. Bildungsweg).


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11.03.2026 um 19:26
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ab wann begann die "Oberschule"? (Ich frage nach, da ich anhand des Begriffs vermute dass du nicht in Deutschland, aber im deutschsprachigen Raum zur Schule gegangen bist.)
Wie war es zuvor?
Oberschule / Oberstufe schrieb ich, um von der Grundschule abzugrenzen. In meinem Fall wars ein Gymnasium (in Deutschland), und begann ab der 7. Klasse. Also pünktlich zur Pubertät. Einen Zusammenhang halte ich für denkbar.
In der Grundschule hatte ich viele Freunde bzw. war auch Teil einer Clique, wurde zu Geburtstagen eingeladen etc.


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11.03.2026 um 19:51
Über die gesamte Grundschulzeit hinweg kann ich mich nicht beklagen.

Die zwei Jahre Orientierungsstufe danach waren echt scheiße. Man fühlte sich nie dazugehörend. Meine besten Freunde gingen nach der Grundschule auch alle auf die IGS. Auch mein bester Freund bis heute und seit Sandkasten.

Erstes Jahr Realschule war da wieder ganz anders; wurde von allen Jungs und Mädels gemocht. Gott sei Dank gingen die besonders asozialen Fälle aus der Orientierungsstufe entweder aufs Gym oder auf die Haupt danach.

Und in der 7. Klassse Realschule half man mir sogar, als ein Spinner von Macker meinte mich nötigen zu müssen, nur um ihm seinen scheiß Kakao holen zu müssen.

Ab der 8. Klasse wurde das Klima dann wieder unangenehmer. Lag Hauptsächlich an zwei neu hinzugekommenen sorry dafür jetzt Bitches und die leider aber auch Mitäuferinnen und Mitläufer finden konnten.

Tja, ich war bis dahin halt noch immer kein Schönling, sondern ein Pummel und legte bis dahin auch noch keinen Wert auf Kleidungsstil oder ob Marke oder nicht und auch nicht auf meine Frisur. Zudem bekam ich dann auch noch Akne, die immer schlimmer wurde, aber noch vor Abschluss auch wieder in den Griff bekam.

Besonders das letzte Jahr, die 10.Klasse, war dann aber wieder besser. Durch mein deutlich verändertes Erscheinungsbild, auch Figur betreffend, konnten mich sogar diese Bi..besser akzeptieren.
Fielen auch aus allen Wolken und waren beeindruckt, als ich dann auch von meiner ersten und sehr attraktiven Freundin von einem Gymnasium einen Ort weiter erzählte und sie zum Abschlussball als Begleitung auch mitbrachte.

Aber auch in den nicht so guten Realschulzeiten hatte ich immer meine wenigen Jungs und auch ein Mädel und habe mit denen auch oft privat was unternommen.
Zitat von philaephilae schrieb:. In meinem Fall wars ein Gymnasium (in Deutschland),
Glaube ich dir und tut mir sehr leid.

Auch da kann man auf Ausgrenzung und sogar auch auf aktives Mobbing aus diesen oder jenen Gründen treffen. Aber immer daran denken: Nicht die Ausgegrenzten und Gemobbten sind schuld, sondern die Mobber.

Die Ausgrenzten nur dann, wenn sich freiwillig dafür entschieden und solche gibt es ja auch. Die sollte man dann einfach nur in Ruhe lassen.




Durfte mir auch teilweise echte Horrorstorys von unserem Nachbargymnasium anhören.


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11.03.2026 um 20:08
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Glaube ich dir und tut mir sehr leid.

Auch da kann man auf Ausgrenzung und sogar auch auf aktives Mobbing aus diesen oder jenen Gründen treffen. Aber immer daran denken: Nicht die Ausgegrenzten und Gemobbten sind schuld, sondern die Mobber.
Richtig.

Ich wurde ja nicht gemobbt, ich hab nur einfach nicht da reingepasst. Wenn ich Freunde hatte, dann immer nur Einzelpersonen. Das ist bis heute so. Bin wohl einfach kein Gruppenmensch.


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11.03.2026 um 20:31
Zitat von philaephilae schrieb:Richtig.
Muss auch immer wieder erwähnen, weil Opfern ja gerne auch mal was anderes eingeredet wird.
Zitat von philaephilae schrieb:Ich wurde ja nicht gemobbt,
Klar.

Aktives Mobbing war auch nur als allgemeine Ergänzung zu verstehen.
Zitat von philaephilae schrieb:ich hab nur einfach nicht da reingepasst. Wenn ich Freunde hatte, dann immer nur Einzelpersonen
Schulzeit bei mir auf einen kleinen sehr überschaubaren Kreis beschränkt gewesen. Der Kreis, auch Freundeskreis, wurde erst nach der Schule nach und nach größer. Dann mal wieder kleiner, aber auch immer wieder Mal größer.

Aber mittlerweile habe ich auch nur noch wieder eine Einzelperson als Freund. Reicht mir auch. Bin ich zufrieden mit. Und seine Frau würde ich noch als gute Freundin bezeichnen.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:als ein Spinner von Macker
Der dann im Verlauf übrigens mehrere Klassenkonferenzen erhalten hat und Gipfel seines asozialen und mobbenden Verhaltens war dann auch eine sexuelle Belästigung (ja, er wurde auch tätlich ihr gegenüber) gegenüber einer Mitschülerin im Werkunterricht.

Der dachte damals echt, der könne sich alles erlauben mit seiner Schönlingsfresse und Arroganz.
Zitat von philaephilae schrieb:ich hab nur einfach nicht da reingepasst.
Auch sowas sollte man sich nicht einreden und auch nicht einreden lassen.

Zur Integration gehören schließlich auch immer zwei Seiten.

Weiß nicht, ob du das schon mal hier irgendwo geschrieben hast, aber was waren die Gründe dafür? Zu elitäres Umfeld auf dem Gymnasium oder warum?


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11.03.2026 um 20:41
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Zu elitäres Umfeld auf dem Gymnasium oder warum?
Kann nur mutmaßen, dass ich zu introvertiert war, andere Interessen hatte als der Großteil, nicht zum Komasaufen in Clubs gegangen bin, und so Beziehungskram hat mich auch noch nicht interessiert.

Elitär wars bei uns nicht.


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11.03.2026 um 20:54
Zitat von philaephilae schrieb:Kann nur mutmaßen, dass ich zu introvertiert war, andere Interessen hatte als der Großteil, nicht zum Komasaufen in Clubs gegangen bin, und so Beziehungskram hat mich auch noch nicht interessiert.
Ja, Menschen sind nun mal verschieden.

Ich durfte mir in dieser Richtung immer nur Sprüche wegen meinem schon damals teilweise nicht so mainstreammäßigen Musikgeschmack (vor allem auch in dem Alter schon) anhören oder halt auch, weil ich einigen Augen ne Pussy gewesen bin, der sich auch nicht wehren wollte oder sich nicht getraut hat die Schwärme, die man so hatte, mal direkt anzusprechen.

So zum Saufen an See bin ich dann mit meiner kleinen Clique immer mit. Aber da stimmten ja auch von vornerhein die Antennen. Da musste man nichts erst versuchen, um dabei sein zu können.


Dann kann ich dich aber auch so verstehen, dass du dich je nachdem auch ganz freiwillig dafür entschieden hast, was natürlich dein gutes Recht gewesen ist und sogar von wahrer Stärke und Charakter zeugt, sich nicht um jeden Preis zu verbiegen, nur um auf Teufel komm raus dazuzugehören. Respekt davor! Das schafft nicht jeder.

Und sei froh, dass du dann auch von aktivem Mobbing verschont geblieben ist, was ja leider auch nicht immer selbstverständlich ist und seis nur, dass die, die nicht dem Großteil entsprechen, sich irgendwelche blöden Sprüche anhören müssen.
Zitat von philaephilae schrieb:Elitär wars bei uns nicht.
Ok.

Ja, je nach Gym hätte das ja sein können.

Und dann kann ja auch wegen des Status ausgegrenzt oder auch aktiv gemobbt werden.


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11.03.2026 um 21:03
@philae


Wobei ich mich aber bis zum Ende der 9. Klasse wirklich ganz freiwillig abgegenzt hatte und da sogar auch mal Sprüche von meinen Leutchens gekommen sind, war mein äußeres Erscheinungsbild, weil ich legte auf Kleidungstil und ob Markenklamotten oder nicht und auch ob gemachte oder gar gestylte Haare einfach keinen Wert.

Mir kam es auf Komfort an. Hauptsache Kleidung bequem und Hauptsache Morgens auch schnell im Bad fertig sein zu können bzw. etwas länger schlafen zu können, lol.


Das weiß ich noch.


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12.03.2026 um 10:33
Zitat von philaephilae schrieb:Oberschule / Oberstufe schrieb ich, um von der Grundschule abzugrenzen. In meinem Fall wars ein Gymnasium (in Deutschland), und begann ab der 7. Klasse. Also pünktlich zur Pubertät. Einen Zusammenhang halte ich für denkbar.
In der Grundschule hatte ich viele Freunde bzw. war auch Teil einer Clique, wurde zu Geburtstagen eingeladen etc.
Danke für die Info. (Auch da z.B. das Gymnasium in einigen Bundesländern in der 5. Klasse beginnt.)
Ich kann mir da wirklich den Beginn der Pubertät, aber auch ggf. die andere Klassenzusammensetzung mit Mitschülern, die Mobbing initiieren, vorstellen.
Mich fand man in der Grundschule seltsam, und dann passte es die Jahre danach auch nicht und immer weniger. Bei mir fiel z.B. die Pubertät anders und weniger ausgeprägt statt - kein Interesse an Liebesbeziehungen, kein Schwärmen für Stars, keine laute Musik, keine Parties, kein Alkohol, keine Markenklamotten oder anderweitig Angesagtes (zudem, Kleidung musste über Orthesen passen)... sondern (wie ich heutzutage weiß) nicht neurotypisch, die Noten blieben im sehr guten Bereich, Interessen die als "uncool" galten (z.B. Physik), auch wegen meiner Behinderung vieles nicht tun können und dürfen (ich war auch in der 8. Klasse monatelang im Krankenhaus mit dann langsamer Genesung über ein weiteres Jahr). Die Auswahl der Schule passte auch nicht; es war kein Gymnasium, sondern erst eine Haupt- und eine Realschule, obwohl ich sicher (schaue ich mir damalige Zeugnisse an, damalige Interessen, Bestehen der 8. Klasse trotz massiven Fehlzeiten wegen Krankenhausaufenthalten, heutiger Beruf) gymnasiumsgeeignet gewesen wäre. Auch dadurch passte ich nochmals weniger in die Klasse.
Zitat von philaephilae schrieb:Kann nur mutmaßen, dass ich zu introvertiert war, andere Interessen hatte als der Großteil, nicht zum Komasaufen in Clubs gegangen bin, und so Beziehungskram hat mich auch noch nicht interessiert.
Genau so. Trinke z.B. auch immer noch keinen Alkohol. Insgesamt auch der ruhige, bedächtige Typ.
Zitat von philaephilae schrieb:Ich wurde ja nicht gemobbt, ich hab nur einfach nicht da reingepasst. Wenn ich Freunde hatte, dann immer nur Einzelpersonen. Das ist bis heute so. Bin wohl einfach kein Gruppenmensch.
Bei mir ist das auch so. Während der Schulzeit hatte ich eine Freundin (über die meisten Jahre, immer die selbe Person). Heutzutage auch wenige Freunde, und es fällt auf, die meisten der wenigen (inkl. mein Partner) sind neurodivergent bzw. auch direkt mit Autismusdiagnose.
(Persönlich bin ich damit auch zufrieden, ich möchte gar keine Clique, etwas in Gruppen unternehmen.)
Mit Mobbing hatte ich nach der 10. Klasse keine Probleme mehr. Leute waren dann meinem Eindruck nach auch eher mir ähnlich (weiterer Bildungsweg war viel passender als die vorherige Hauptschule, Realschule), und reif genug, danach zu handeln: wenn man jemanden nicht mag, kann man denjenigen auch eher in Ruhe lassen.


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12.03.2026 um 11:53
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Bei mir fiel z.B. die Pubertät anders und weniger ausgeprägt statt - kein Interesse an Liebesbeziehungen, kein Schwärmen für Stars, keine laute Musik, keine Parties, kein Alkohol, keine Markenklamotten oder anderweitig Angesagtes
Ja, genau so war ich auch. Obwohl... Laute Musik kam schon vor, alleine zu Hause, wenn ich sturmfrei hatte (wir hatten keine Nachbarn). :-)

Schwärmen für Stars kam auch vor. Aber eben nicht so extrem, und auch nicht unbedingt die, die alle toll fanden.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Interessen die als "uncool" galten (z.B. Physik),
Ich zeitweise auch. Das hing aber damit zusammen, dass ich mich für Astronomie/ Astrophysik interessierte, das Raum-Zeit-Kontinuum, Einstein und solchen Kram.

Meine Noten waren allerdings nicht wirklich glänzend. Ich konnte immer gut mit Fremdsprachen, und natürlich deutsch, alles andere war eher so semi...
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Genau so. Trinke z.B. auch immer noch keinen Alkohol. Insgesamt auch der ruhige, bedächtige Typ.
Ich hab schon ab und zu was getrunken. Aber es war eben immer maßvoll, zB ein Glas Wein oder eine 0,3 Flasche Bier. Niemals darüber hinaus. Mit 18 hatte ich ne Zeit lang geraucht, und alle so (mit erstauntem Gesicht): "Du rauchst??"
Da stand ich dann tatsächlich bei den "Coolen" in der Raucherecke, aber Freundschaften entstanden dadurch nicht.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Wobei ich mich aber bis zum Ende der 9. Klasse wirklich ganz freiwillig abgegenzt hatte und da sogar auch mal Sprüche von meinen Leutchens gekommen sind, war mein äußeres Erscheinungsbild, weil ich legte auf Kleidungstil und ob Markenklamotten oder nicht und auch ob gemachte oder gar gestylte Haare einfach keinen Wert.

Mir kam es auf Komfort an. Hauptsache Kleidung bequem und Hauptsache Morgens auch schnell im Bad fertig sein zu können bzw. etwas länger schlafen zu können, lol.
Das ist bei mir bis heute so.

Und ganz ehrlich: Menschen, die jemanden deswegen ablehnen, brauche ich auch nicht in meinem Leben.

Ich laufe ja nun nicht verlottert rum, aber einfach leger, oder, wie sagt man: casual.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:und sogar von wahrer Stärke und Charakter zeugt, sich nicht um jeden Preis zu verbiegen, nur um auf Teufel komm raus dazuzugehören. Respekt davor! Das schafft nicht jeder.
Ich habe schon versucht mich anzupassen, gebe ich zu. Als meine damalige beste Freundin plötzlich komisch wurde, und meinte, sie müsse so auf American High School machen (damals waren ja diese ganzen US-Teeniefilme mega beliebt). Da hatte sie dann schnell eine andere Freundin gefunden, mit der sie das durchziehen konnte. Und plötzlich waren meine Klamotten ganz schlimm und ich selbst zu langweilig bzw. was weiß ich... Das erfuhr ich natürlich nur hintenrum, wenn die eine sich mit der anderen gestritten hatte, und sich dann bei mir ausheulte.

Teenager halt. :D

Jedenfalls habe ich schnell gemerkt, dass der damals angesagte Style nicht zu mir passt, und ich damit albern und unauthentisch wirke.

Wenn ich heute Teenager sehe, habe ich das Gefühl, dass man mehr Auswahl hat beim Klamottenstil, Männlein wie Weiblein. Sprich, es gibt weniger No Gos. Aber ist nur mein Eindruck von außen.

Dennoch möchte ich ums Verrecken nicht mit den jungen Leuten von heute tauschen. Ich sage nur: Social Media.


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12.03.2026 um 13:48
Zitat von philaephilae schrieb:Ja, genau so war ich auch. Obwohl... Laute Musik kam schon vor, alleine zu Hause, wenn ich sturmfrei hatte (wir hatten keine Nachbarn). :-)

Schwärmen für Stars kam auch vor. Aber eben nicht so extrem, und auch nicht unbedingt die, die alle toll fanden.
Ich kann mir vorstellen, dass schon das reicht, um als "anders" zu gelten.

(Selbst habe ich in der Tat nie für Stars geschwärmt. Als einmal im Englischunterricht in einem kurzen Referat der Lieblingsstar präsentiert werden musste, und ich nicht wusste was ich nun tun sollte, half mir immerhim meine Freundin und "lieh" mir ihren zweiliebsten Star.)
Zitat von philaephilae schrieb:Ich hab schon ab und zu was getrunken. Aber es war eben immer maßvoll, zB ein Glas Wein oder eine 0,3 Flasche Bier. Niemals darüber hinaus. Mit 18 hatte ich ne Zeit lang geraucht, und alle so (mit erstauntem Gesicht): "Du rauchst??"
Da stand ich dann tatsächlich bei den "Coolen" in der Raucherecke, aber Freundschaften entstanden dadurch nicht.
Beides war bei mir nicht der Fall: Nie geraucht, und Alkohol habe ich nur sehr wenige Male Kleinstmengen im familiären Umfeld getrunken - also "mal anstoßen" (halbes Glas Orangensaft mit Sekt z.B.). Das dann aber sehr schnell sein gelassen da es mir nicht zusagte. Auch bei der Abschlussfeier keinen Alkohol getrunken.
(Nein, ich verurteile niemanden, der mal Alkohol trinkt.)

Inwieweit ich versuche mich anzupassen: Kaum.
Eher habe ich mal Interessen, Hobbies verschwiegen. Kleidungsstil anpassen ging kaum - "angesagt" waren damals z.B. enge Hosen, Bauchfrei-Oberteile und derartiges, was schonmal gar nicht über Orthesen passte. Damals mussten meine Oberteile z.B. weit geschnitten und vorne knöpfbar sein, Hosen weit und leicht anziehbar.
Nebst: wie nicht selten bei Autisten, bin reizempfindlich. Da will ich bequeme Kleidung, auch heuzutage wo die Einschränkung durch die Orthesen weggefallen ist.
Um mir neue Interessen anzueignen die mich eigentlich nicht interessieren nur in der Hoffnung, damit beliebt zu werden, waren mir meine Zeit und mein Taschengeld zu schade.
Zitat von philaephilae schrieb:Meine Noten waren allerdings nicht wirklich glänzend. Ich konnte immer gut mit Fremdsprachen, und natürlich deutsch, alles andere war eher so semi...
Meine waren es; mir fiel aber das Lernen leicht (war also kein "Streber" in dem Sinne, sondern mochte es schon, Zeit für Hobbies zu haben) und es war mir wichtig, weil ich davon träumte mal Wissenschaftler zu werden (wurde ich dann auch) und ich dafür weg von der Hauptschule wollte. Zudem mir auch schwante: gute Noten düften ein guter Bonuspunkt sein um einen Ausbildungsplatz (nach der Realschule) zu ergattern, um damit bzgl. der Bewerbungschancen ein wenig die Behinderung und "schüchternes Auftreten" (wie ich es nannte und wie es genannt wurde; heute weiß ich: ist Autismus) zu kompensieren.


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12.03.2026 um 15:38
Aber rückblickend waren wirklich die zwei Orientierungsstufenjahre (1995-1997) bei mir die schlimmsten.

So richtig dicke war man da mit keinem in der Klasse.

Dann gab es sehr häufig Stress mit einigen Mitschülern aus meiner oder Paralellklasse und in den zwei Jahren wurde mir auch mindestens einmal in der Woche Schläge nach der Schule angedroht. Dazu kam es Gott sei Dank nie, mit Ausnahme einmal Abends nach dem Badminton vom Fahrrad gestoßen und wegen Connections und man daher wohl auch genau wusste, wen man da vom Rad geholt hat. (auf der Realschule später bin ich dann durch einen einen Klassenkameraden in Schwimmverein eingetreten und hat mir auch viel mehr Spaß gemacht)


Tja, und unsere Klassenlehrerin auf der Ori mochte auch irgendwie nur Mädchen. Das ließ sie mich und andere Jungs auc aus der Erinnerung spüren.

Dann gab es häufig Zoff zwischen unseren BVB- und Bayern-Fans in der Klasse. Mir war das alles latte und bis heute kein Fußballfan, gesellte mich damals dann aber zu den BVB-Fans, weil Vatern mir immer sagte, die Bayern sind abgehoben und keine gute Mannschaft und so spielte ich dann notgedrungen auch mal ab und an auf ihrer Seite in Pausen auf dem Hof mit, wenn sie noch jemanden gebraucht haben. Glücklicher hätte es mich gemacht, mich irgendwo chillig mit meiner Cinema hinzupflanzen.

Aber tatsächlich waren die damaligen Bayern-Fans aus unserer Klasse aus der Erinnerung auch die schlimmsten, lol. Bei denen hätte ich erst recht nicht mitspielen wollen.

Dass ich mich schon damals überhaupt nicht für Fufball interessiert habe, führte natürlich auch dazu, dass ich bei Gesprächen nie was mitzureden hatte und weil mich diese Gesprächsthemen so oder nicht interessiert haben.

Dann wurde ich in der Ori auch mal vor der gesamten Klasse bloßgestellt, aufgrund eines Briefchens an eine Mitschülerin, in die ich mich mit der Zeit immer mehr verguckt hatte und war sie mir bereits seit dem ersten Tag aufgefallen. War aber nicht sie selbst, aber ihre Freundin zusammen mit anderen Jungs.
Jo, Gelächter, dumme Sprüche und Blicke waren die Folge. Ab da wurde ich dann auch zumindest so empfunden auch besonders von einigen Mitschülerinnen immer schief angesehen.




Zu guter Letzt musste ich mich sogar auch mal dafür rechtfertigen, warum ich an meinem Geburtstag in damals Dantes Peak gehen wollte und nicht in einen wiederveröffentlichen Star Wars Film aus den 80ern. Zwei, mit denen ich halbwegs gut aus der Klasse konnte, lud ich nämlich ein und andere bekamen das mit.

War einfach ne Scheißzeit die Ori.

Selbst die Klassenfahrten waren ein mehr oder weniger Graus. Man war zwar dabei, aber fühlte sich dennoch nicht dazugehörend. Und ich gehörte auch zu denen, mit denen sich keiner die Jungsstube teilen wollte.

Auch wurde ich in diesen zwei Jahren am häufigsten und von so einigen wegen meines Übergewichts gehänselt.

Ist natürlich im Verhältnis, was andere so erlebt haben in ihrer Schulzeit oder ganz aktuell an Schulen erleben, alles nur Lapalie, mit Ausnahme der Androhung von Schlägen, die auch ich erleben wenn auch auch Gott sei Dank (mit Ausnahme des einen Vorfalls) nie physisch umgesetzt erfahren durfte.



Zitat von philaephilae schrieb:Und ganz ehrlich: Menschen, die jemanden deswegen ablehnen, brauche ich auch nicht in meinem Leben.
Dito!
Zitat von philaephilae schrieb:Ich habe schon versucht mich anzupassen, gebe ich zu
Ja, irgendwo, aber so wie ich dich verstand, gab es für dich auch Grenzen und hättest nicht alles mitgemacht, nur um dazuzugehören.

Meine Grenze lag da übrigens beim Rauchen. Da blieb ich hart.

Erst mit 19 wurde ich durch vermehrt Discobesuche nach und nach zum Raucher, lol.
Zitat von philaephilae schrieb:edenfalls habe ich schnell gemerkt, dass der damals angesagte Style nicht zu mir passt, und ich damit albern und unauthentisch wirke.
Man sollte das anziehen und tragen, worin man sich selber wohlfühlt und man sich auch selber drin wiedererkennen kann.

Ich fand da zum Glück einen guten Kompromiss ab Ende der 9. Klasse für mich. Fühlte mich selber drin wohl, war auch so weit bequem und gefiel mir auch vom Aussehen her, kam damit aber auch vor anderen gut an.

Was ich niemals getragen hätte, wären Baggyhosen gewesen, würg.
Zitat von philaephilae schrieb:Wenn ich heute Teenager sehe, habe ich das Gefühl, dass man mehr Auswahl hat beim Klamottenstil, Männlein wie Weiblein. Sprich, es gibt weniger No Gos. Aber ist nur mein Eindruck von außen.
Ich finde aber auch, dass die Individualtität gelitten hat.

Umso erfreuter bin ich dann auch, nochmal ab und an Teenager aber auch Erwachsene zu sehen, die sich von der Masse absetzen und dabei bestimmt nach eigenem individuellem Geschmack und Ausdruck ihrer Persönlichkeit gehen. Bspw. Gothic- oder ein wilder Alternativerstil.


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Mobbing an Schulen

12.03.2026 um 16:13
Zitat von philaephilae schrieb:Sprich, es gibt weniger No Gos. Aber ist nur mein Eindruck von außen.
Ich denke, ich weiß schon, was du damit auch ganz speziell meinen könntest.

Und ja, das fällt mir auch auf.

Und nein, nicht weil ich gezielt danach suche und dann starren möchte (starren würde mir nie einfallen), sondern passiert das unweigerlich, geht oder fährt man nicht mit geschlossenen Augen durch die Öffentlichkeit.


Für mich persönlich gibt es aber keine No Gos, nicht mal an Schulen, so lange nicht gegen Gesetze oder auch interne Hausordnungen verstoßend.

Als liberal eingestellter Menschen, bin ich dafür, dass jeder Mensch so rumlaufen sollte, wie es ihm gefällt und auch speziell sehr freizügige Kleidung ganz sicher keine Einladung darstellt.

Und auch Menschen, denen bestimmte Kleidung nur einfach nicht steht oder auch ärmlich wirkt, haben es deswegen nicht verdient sich blöde, abwertende Sprüche anhören zu müssen oder auch nur deshalb aus einer Gemeinschaft wie einer Klassengemeinschaft bspw. ausgeschlossen zu werden.


Und leider dürfte Kleidung und Kleidungsstil (oder auch, weil einfach nur keine Markenklamotten) auch heute noch einer der Gründe darstellen, warum bestimmte Schüler oder Schülerinnen gemobbt oder auch nur ausggrenzt werden.

Einer von weiteren Gründen.



Aber wie gesagt, sind nicht die Schuld, die sich aus Sicht anderer falsch kleiden, sondern die, die andere deswegen mobben oder auch nur aus einer Gemeinschaft oder Gruppe ausgrenzen.


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Mobbing an Schulen

12.03.2026 um 16:24
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Aber wie gesagt, sind nicht die Schuld, die sich aus Sicht anderer falsch kleiden, sondern die, die andere deswegen mobben oder auch nur aus einer Gemeinschaft oder Gruppe ausgrenzen.
Absolut meine Meinung :) (Und das gilt auch bei anderen Dingen, wie z.B. Hobbies, Interessen.)

Man muss nicht jeden explizit mögen - aber man kann andere wenigstens in Ruhe lassen.


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Mobbing an Schulen

12.03.2026 um 16:38
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Absolut meine Meinung :) (Und das gilt auch bei anderen Dingen, wie z.B. Hobbies, Interessen.)

Man muss nicht jeden explizit mögen - aber man kann andere wenigstens in Ruhe lassen.
So siehts aus:
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Aber immer daran denken: Nicht die Ausgegrenzten und Gemobbten sind schuld, sondern die Mobber.

Die Ausgrenzten nur dann, wenn sich freiwillig dafür entschieden und solche gibt es ja auch. Die sollte man dann einfach nur in Ruhe lassen.
Und natürlich gilt das sachverhaltsbetreffend übergreifend und nicht nur auf Kleidung und Stil sowie weiteres zum äußeren Erscheinungsbild gehörend beschränkt.


PS.

Ich vertrete auch die Ansicht, dass nicht pauschel die asozial sind, die eine Jogginghose tragen, sondern die, die andere nur deswegen als asozial betiteln oder ihnen Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben nachsagen.



Aso, mit liberal eingestellt, meinte ich oben übrigens noch; Ob zugeknöpft oder extrem freizügig gekleidet, mir alles latte. Jeder soll nach seinem eigenen Willen und Vorstellung so rumlaufen, wie es ihm oder ihr gefällt.

Auch die, die freiwillig Hidschab (also nur Kopftuch locker oder enger) tragen wollen, sollen das weiterhin tun dürfen, ohne Nachteile befüchten zu müssen, stehen sie nicht gerade in einer besonderen Stellung und Pflicht und unterliegen dem Neutralitätsgebot im Dienst.



Dasselbe natürlich auch betreffend Kippas zu tragen.




Vor kurzem las ich auch erst wieder, dass besonders Frauen mit Kopftuch im Alltag Diskriminierungen ausgesetzt sein sollen, was ich mir leider gut vorstellen kann und bestimmt an Schulen bereits. Also Schülerinnen mit Kopftuch betreffend.


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