Mobbing an Schulen
um 10:05@x-ray-2
Nein, Autisten sind nicht generell ironiebefreit ;) Ich mag z.B. sowas wie Sprachspiele, Kabarett... und auch vielen anderen Autisten geht es so. Kann mir auch problemlos z.B. foren-/gruppeninterne "Gags" zu verstehen aneignen, z.B. das in einem Koch-Tread in einem Forum die Frage nach dem Wohnort oder ob man vorbeikommen dürfe schlichtweg heißt "dein Essen sieht lecker aus". Null Probleme :)
(Wenn zusätzlich z.B. eine Lernbehinderung oder eine besonders ausgeprägte Form von Autismus vorliegt, kann das schwieriger sein.
Autisten die geistig fit sind und keinen oder geringen Hilfebedarf haben haben aber zumeist ein Verständnis von Ironie etc. und mögen meist auch Sprachspiele, Humor etc. In z.B. Foren, Selbsthilfe- und Freizeitgruppen die eher selbstständige, mitunter auch auf dem ersten Arbeitsmarkt tätige Menschen mit Autismus zu finden sind (wozu ich auch gehöre) ist mit einem alters- und intelligenzentsprechendem Verständnis von obigem zu rechnen.)
Was meist hilft: Akzeptieren, wenn im Zweifelsfall nachgefragt wird (manche Formen ironischer Aussagen können ja tatsächlich ernst gemeint sein) und Nachfragen nicht als Affront ansehen. Genau solche Nachfragen sind es IMHO, die vielen (Nichtautisten) sauer aufstoßen, da leicht etwas hineininterpretiert wird, nach dem Motto "die Nachfrage kann ja nicht ernst gemeint sein".
Mobbing gegen Autisten beginnt häufig, da anderen z.B. von der Mehrheit abweichende Interessen, eine oft exaktere Sprachverwendung, ein Meiden von Pausensituationen etc. auffallen, eine etwas introvertiert-exzentrische Lebensweise - schon ist jemand gefunden, der sich als wenig zu einer Gruppe gehörender Mensch isoliert angreifen lässt um sich abzureagieren.
Da kann z.B. ein Kind, Jugendlicher mit z.B. wenig Blickkontakt, mehr Interesse am Lernen, wenig bis keinem Interesse an "angesagten Dingen" und alterstypischem Verhalten... vielleicht noch von üblicheren abweichenden Gesten... in jeglicher Umgebung so auffallen (denke an den Stereotyp vom "Streber"), auch ohne dass es direkte Missverständnisse gibt, da derjenige einfach nur wünscht in Ruhe gelassen zu werden und gar kein Interagieren mit den späteren Tätern anstrebt. Selbst hätte ich z.B. mit vielen Tätern von mir aus gar nichts zu tun gehabt oder mit ihnen neutral interagiert, z.B. nicht befreundete Mitschüler, jemand aus einer anderen Klasse - das wäre für mich jemand gewesen mit dem ich, von mir aus, einfach den Schulbus genutzt hätte, oder in der Klasse vor, hinter demjenigen gesessen wäre, ohne von mir aus Ärgern, Lästern etc.
Mit dem Konzept "einem selbst geht es besser, wenn es anderen schlecht geht", "wer nicht zu meinen Freunden gehört ist ein Feind" kann ich intuitiv auch nichts anfangen. Auch als Kind nicht. Das macht einen auch angreifbarer, weil man mit vielem nicht rechnet. Hatte mich z.B. auch häufig gefragt: Warum machen diejenigen das, anstatt z.B. Pause, Schulbusfahrt zu verbringen ohne Ärger zu verursachen (und selbst Ärger zu bekommen)? Warum nicht einfach in Ruhe lassen wen man nicht mag?
(Heutzutage, angelesen, verstehe ich das besser, empfinde es aber - neben dem ethischen, sozialen Aspekt "macht man nicht" - nachwievor als bizarr, wie man daraus überhaupt für sich Gewinn ziehen kann. Muss es mir nicht verkneifen, sondern es ist mir schleierhaft, wie es sich angenehm für einen anfühlen kann, Aufwand zu betreiben um einem Menschen zu schaden.)
Nein, Autisten sind nicht generell ironiebefreit ;) Ich mag z.B. sowas wie Sprachspiele, Kabarett... und auch vielen anderen Autisten geht es so. Kann mir auch problemlos z.B. foren-/gruppeninterne "Gags" zu verstehen aneignen, z.B. das in einem Koch-Tread in einem Forum die Frage nach dem Wohnort oder ob man vorbeikommen dürfe schlichtweg heißt "dein Essen sieht lecker aus". Null Probleme :)
(Wenn zusätzlich z.B. eine Lernbehinderung oder eine besonders ausgeprägte Form von Autismus vorliegt, kann das schwieriger sein.
Autisten die geistig fit sind und keinen oder geringen Hilfebedarf haben haben aber zumeist ein Verständnis von Ironie etc. und mögen meist auch Sprachspiele, Humor etc. In z.B. Foren, Selbsthilfe- und Freizeitgruppen die eher selbstständige, mitunter auch auf dem ersten Arbeitsmarkt tätige Menschen mit Autismus zu finden sind (wozu ich auch gehöre) ist mit einem alters- und intelligenzentsprechendem Verständnis von obigem zu rechnen.)
Was meist hilft: Akzeptieren, wenn im Zweifelsfall nachgefragt wird (manche Formen ironischer Aussagen können ja tatsächlich ernst gemeint sein) und Nachfragen nicht als Affront ansehen. Genau solche Nachfragen sind es IMHO, die vielen (Nichtautisten) sauer aufstoßen, da leicht etwas hineininterpretiert wird, nach dem Motto "die Nachfrage kann ja nicht ernst gemeint sein".
Mobbing gegen Autisten beginnt häufig, da anderen z.B. von der Mehrheit abweichende Interessen, eine oft exaktere Sprachverwendung, ein Meiden von Pausensituationen etc. auffallen, eine etwas introvertiert-exzentrische Lebensweise - schon ist jemand gefunden, der sich als wenig zu einer Gruppe gehörender Mensch isoliert angreifen lässt um sich abzureagieren.
Da kann z.B. ein Kind, Jugendlicher mit z.B. wenig Blickkontakt, mehr Interesse am Lernen, wenig bis keinem Interesse an "angesagten Dingen" und alterstypischem Verhalten... vielleicht noch von üblicheren abweichenden Gesten... in jeglicher Umgebung so auffallen (denke an den Stereotyp vom "Streber"), auch ohne dass es direkte Missverständnisse gibt, da derjenige einfach nur wünscht in Ruhe gelassen zu werden und gar kein Interagieren mit den späteren Tätern anstrebt. Selbst hätte ich z.B. mit vielen Tätern von mir aus gar nichts zu tun gehabt oder mit ihnen neutral interagiert, z.B. nicht befreundete Mitschüler, jemand aus einer anderen Klasse - das wäre für mich jemand gewesen mit dem ich, von mir aus, einfach den Schulbus genutzt hätte, oder in der Klasse vor, hinter demjenigen gesessen wäre, ohne von mir aus Ärgern, Lästern etc.
Mit dem Konzept "einem selbst geht es besser, wenn es anderen schlecht geht", "wer nicht zu meinen Freunden gehört ist ein Feind" kann ich intuitiv auch nichts anfangen. Auch als Kind nicht. Das macht einen auch angreifbarer, weil man mit vielem nicht rechnet. Hatte mich z.B. auch häufig gefragt: Warum machen diejenigen das, anstatt z.B. Pause, Schulbusfahrt zu verbringen ohne Ärger zu verursachen (und selbst Ärger zu bekommen)? Warum nicht einfach in Ruhe lassen wen man nicht mag?
(Heutzutage, angelesen, verstehe ich das besser, empfinde es aber - neben dem ethischen, sozialen Aspekt "macht man nicht" - nachwievor als bizarr, wie man daraus überhaupt für sich Gewinn ziehen kann. Muss es mir nicht verkneifen, sondern es ist mir schleierhaft, wie es sich angenehm für einen anfühlen kann, Aufwand zu betreiben um einem Menschen zu schaden.)
