jorkis schrieb:Das ist genau mein Problem bei der ganzen Diskussion. Man erwähnt das Geschlecht nicht, weil es keine Rolle spielt. Genauso wie man Hautfarbe, Größe usw. nicht erwähnen würde. Falls man das Geschlecht näher spezifizieren will, spricht man von einem männlichen Bäcker, oder einem diversen.
sehe ich genauso.
jorkis schrieb:Daher bin ich der Ansicht, dass man entweder das gM oder eine (andere) neutrale Form verwenden sollte, wenn man damit nicht einverstanden ist. Sprich, lieber Studierende (mit allen inhaltlichen Problemen) als Student:innen, weil letzteres den Fokus unnötigerweise auf das Geschlecht legt und die Unterschiede herausstellt
guter Punkt (Unterstreichung durch mich)
Zudem werden dadurch die Geschlechter nicht mal gleichrangig herausgestellt.
Aniara schrieb:Hast du denn den Doppelpunkt gesehen? Der macht den Unterschied. Nur Frauen müssen besonders hervorgehoben werden. Der Rest geht im Doppelpunkt unter. 😇
genau 😜
Tussinelda schrieb:das passiert durch den Doppelpunkt, der nicht nur sichtbar ist, sondern auch entsprechend "gesprochen" wird (Glottisschlag)
die diversen Geschlechter werden durch den Doppelpunkt nur als abstraktes Zeichen sichtbar gemacht, aber nicht durch ein spezifisches Wort genannt, wie z.B. durch "Bäcker" bei "Bäcker:innen"
Ein ":" ist bzw. bezeichnet nun mal keine Geschlechter, weder m, w, noch d
Es ist lediglich eine Vereinbarung, dass durch diesen alle mitgemeint sind, so wie es eben auch beim gM der Fall ist.
In diesem Sinne:
navi12.0 schrieb:Klar, der reißt es voll raus. :)
Ist zwar auch bloß Definitionssache, wie beim gM, aber wer achtet schon auf solche Deteils
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navi12.0 schrieb:Du sprichst hier so halb die Männer an, weil weibliche Anteile mit rein schwingen, und du sprichst so halb die Frauen an, weil männliche Anteile drin sind, sogar dominant, denn sie werden zuerst genann
das mit "halb Männer" sehe ich nicht bei "Bäcker:innen" z.B, da steckt der Bäcker voll drin 🙂
Aber bei "halb Frauen" gehe ich mit, denn "innen" bezeichnet keine Frau, sondern ist nur ein Hinweis auf Weiblichkeit.
Zaunkönigin schrieb:Es werden nicht "halb" die Männer/Frauen genannt.
Es gibt keine "halbe" Nennung
doch, sh oben.
Zaunkönigin schrieb:Es werden explizit Männer genannt.
Und es werden explizit Frauen genannt
die Männer ja, aber die Frauen nur halb bzw. nur ein Hinweis darauf.
navi12.0 schrieb:Die vielen Zwischengeschlechter machst du weder sichtbar, noch sprichst du sie irgendwo an. Das kann ein Wort gar nicht leisten, also was genau soll das jetzt bringen?
Zaunkönigin schrieb:Ja, da kann man drüber diskutieren.
Der Doppelpunkt soll alle Gender darstellen. Das so zu handhaben ist eine Vereinbarung.
Dem kann man zustimmen oder eben nicht.
Ob das "was bringt" ist eine individuelle Einschätzung.
Für dich offenbar nicht.
Frag mal betroffene Personen,ob sie sich damit genannt oder gewürdigt fühlen
Genau, es ist eine Vereinbarung, den Doppelpunkt SO zu definieren, aber er bezeichnet deshalb trotzdem nicht so direkt ein Geschlecht wie das zB bei Bäcker der Fall ist.
Zaunkönigin schrieb:Der Doppelpunkt soll alle Gender darstellen
soll er, aber faktisch tut er das nicht wirklich so direkt, sondern nur als Vereinbarung und Konstrukt.
Aniara schrieb:Warum dann nicht einfach Bäcker: schreiben?
Zaunkönigin schrieb:Naja, wäre dann eine neue Diskussion.
Aus meiner Sicht nicht besonders geeignet.
Klingt wie männliche Form als Hauptform, alle anderen angehängt.
Was sollte daran jetzt besser sein, als Bäcker:innen?
es ist kürzer. Und ihr sagt doch selbst, dass der Doppelpunkt für ALLE Geschlechter steht - also für m/w/d - also ist das "innen" dann doppelt gemoppelt, weil das ja im Doppelpunkt schon mit gemeint ist (der bedeutet ja ALLE Gechlechter)
Aniara schrieb:Bäcker: m/w/d
Doppelpunkt: m/w/d
Innen: w
Also haben wir m/w/d/m/w/d/w.
Weiblich gewinnt
richtig: 2 mal männlich, 2 mal divers und 3 mal weiblich.
Tussinelda schrieb:nein, weiblich gewinnt nicht, da divers die meint, die sich weder weiblich noch männlich identifizieren
doch, schau noch mal meine Summen, divers hat ja nichts mit weiblich zu tun, wie du ja selbst schreibst.