Kitri schrieb:Situation, wenn der besuchende Freund eine längere Anreise und damit höhere Reisekosten hat als wenn er etwa im Umkreis wohnt, und entsprechend auch nicht nur 1-2 Tage bleibt.
Kitri schrieb:die Erwartung, bei Freundesbesuchen Verpflegungskosten zu zahlen, überhaupt etwas kleinkariert?
Ich kenne das jetzt so nicht, ich persönlich würde nicht erwarten, dass mein Besuch mir etwas für den Aufenthalt bezahlt.
Es sollte aber auch möglich sein, in einer Freundschaft diesen Punkt anzusprechen,vor allem wenn
Kitri schrieb:Manchem ist es vielleicht auch einfach nicht möglich, für z. B. eine Woche jemanden zu beherbergen ohne dass derjenige sich an den Kosten beteiligt.
Kitri schrieb:der Gast die Reise ja nicht machen muss, wenn er finanziell so knapp dran ist.
locutus schrieb:Dann müsste man auch die hälfte der Reisekosten tragen
Das kenne ich jetzt auch nicht so. Allerdings ist es auch doof, wenn es wie hier sehr einseitig ist.
Kitri schrieb:Allerdings hat sie (anders als ich) generell kein großes Bedürfnis, Menschen zu treffen, auch nicht die, die sie mag, und würde sich deshalb dafür kein Bein ausreißen.
Kitri schrieb:Ich habe eine Freundin am anderen Ende der Republik, die nicht reisen kann.
Wohl eher, dazu zu phlegmatisch ist?
Kitri schrieb:mit der Bahn zu ihr fahre. Das dauert je nach Verbindung 6-7 Stunden, WENN alles gut geht. Am Zielort muss ich dann nochmal ca. 45 Minuten durch die Stadt bis zu ihr fahren.
Das ist ja schon eine sehr weite und auch anstrengende Anreise! Da bist Du ja quasi fast den halben Tag unterwegs.
Kitri schrieb:Wir sind beide finanziell ähnlich knapp dran, aber trotzdem erwartet sie, dass ich mich zusätzlich an den Essenskosten beteilige. Wir rechnen das nicht penibel aus, aber machen beim Einkaufen so Pi mal Daumen / nach Gefühl ungefähr die Hälfte.
Das finde ich schon okay, vor allem, wenn der Gast spezielle Lebensmittel wünscht/benötigt.
Kitri schrieb:wenn das Geld knapp ist, verstehe ich, wenn ein Gastgeber das nicht leisten kann. Zumal es bei dem, was ich meine, um tendenziell teurere Sachen geht. Zum Beispiel habe ich längere Zeit keine Milchprodukte gegessen und getrunken, dafür aber reichlich von diesen teuren Ersatzprodukten.
Kitri schrieb:Die hatten kistenweise Limo angeschleppt, aber ich trinke überhaupt keine Limo.
Man versucht ja, auf Wünsche einzugehen.
Meine eine Schwester hat sich früher immer, wenn sie zu Besuch kam, Radler gewünscht und sie trinkt auch sehr gerne Sekt. Ich hatte das dann immer eingekauft aber es kam auch schon vor, dass ich darauf "sitzen" blieb. Da wir beides eigentlich nicht trinken habe ich ihr das dann mitgegeben. Habe keine Lust, dass das bei mir rumsteht und am Ende schlecht wird.
Was ich an ihr oft beobachtet habe, wenn sie früher mir war und auch übernachtet hat: Sie hat sich eine große Tasse Kaffee gemacht (man muss da ja nur auf einen Knopf am Automaten drücken) und da gibt sie immer jede Menge Milch rein. Dann trinkt sie aber so langsam, dass der Kaffee kalt wird (durch die viele Milch ist der Kaffee ja schon nicht mehr so warm) und kippt die kalte Hälfte weg. Das hat sie ganz oft gemacht. Das finde ich echt unnötig. Deswegen machte ich ihr auch nur noch eine kleinere Kaffeemenge, wenn sie mal zu Besuch kommt (sind wenn nur noch Tagesbesuche). Allerdings wollte sie die letzten Male lieber Wasser und Wein, es war Sommer. Der Partner ist sehr glücklich mit Kaffee und trinkt den auch ordnungsgemäß aus 😄
Da Treffen bei meiner Schwester in den letzten Jahren nie geklappt haben, sind wir gar nicht so scharf darauf, dass sie kommt. Sie lädt nie zu sich ein, und wenn wir mal in ihrer Stadt waren (Hotel oder Campingplatz) war es ihr auch angeblich nicht möglich, sich in einem Café oder Restaurant zu treffen. Nach ein paar Mal gibt man es dann auch auf.
Deswegen kann ich es nachvollziehen
@Kitri dass Du auch nicht so glücklich darüber bist, dass Du stets die Anstrengungen und Kosten der Reise schultern musst.
BoboKGB schrieb:Wenn ich jetzt wüsste, dass ich für ein paar Tage bei jemandem zu Gast bin, dem es finanziell nicht gut geht, würde ich vielleicht von mir aus mal anbieten, bestelltes Essen zu bezahlen oder ähnliches.
So würde ich das machen, bzw. als Dankeschön in ein nettes Lokal einladen.
Rotmilan schrieb:Sie lud zum Beispiel in ein eher teures Restaurant zu ihrem Geburtstag zum Essen ein. Mit der Ansage, dass sie jeweils 1 Getränk für jeden Gast bezahlt, das Essen selbst und weitere Getränke sollten von den Gästen selbst bezahlt werden.
So etwas habe ich noch nie gehört und das ist für mich eigentlich auch keine Einladung.
Rotmilan schrieb:Ich habe eine Anreise mit Bahn und Bus, was auch kostet.
Dazu muss ich auch etwas Gepäck mitnehmen.
Obwohl es unbequem und auch etwas unangenehm für mich ist, da ich dann gegen Mitternacht alleine zum Hauptbahnhof einer Großstadt muss, um die Rückfahrt anzutreten, habe ich bisher ihre Einladungen nicht ausgeschlagen.
Rotmilan schrieb:Sie sagte mir, ich solle bitte einen Kuchen backen
Rotmilan schrieb:Den Kuchen zu transportieren wäre mehr als unpraktisch gewesen, womöglich hätte der die Fahrt nicht unbeschadet überstanden.
Ergo habe ich einen Fertigkuchen mittlerer Preisklasse direkt am Ort gekauft und ein bisschen nett verpackt.
Allerdings ist so etwas total schwierig. Dass Deine Bekannte so etwas nicht versteht lässt den Rückschluss zu, dass mit ihr irgend etwas nicht stimmt.
Rotmilan schrieb:Nach der Feier bekam ich dann per WhatsApp eine Nachricht, dass sie wahnsinnig enttäuscht sei, da ich keinen Kuchen selbst gebacken hätte, sondern einen Kuchen gekauft hätte und der nicht geschmeckt hätte und dass ich einfach keine Freundin sei.
Nicht zu fassen. Sei froh, dass Du Dich zukünftig nicht mehr über diese Person ärgern musst. Ein gekaufter Kuchen muss doch nicht schlechter schmecken und meist ist er auch noch teurer als selbst gebackener.
Es ist super, dass Du überhaupt etwas mitgebracht hast.
klompje1 schrieb:Aber im grunde konnten wir es uns nicht erlauben. Es war damals auch irgendwie selbstverständlich das es so gemacht würde.
Würde also davon ausgegangen das dies selbstverständlich war.
Schon vor Jahren haben wir im Niederländischkurs gelernt, dass es dort üblich ist, wenn man z.B. mit Freunden zusammen essen geht, dass einer zahlt und die anderen einem später ihren Anteil geben oder überweisen.
In der Familie kann das ja anders sein. Gab es denn auch Gegeneinladungen? Das hätte ich dann ja schon erwartet.
klompje1 schrieb:Uns Frauen geht es schon besser heutzutage.
Weil? Es heute mehr Convenience-Produkte gibt oder mehr Männer kochen oder wieso?
martenot schrieb:Wir sind im Herbst auf einer Hochzeit eingeladen gewesen (die in einem eher kleineren Rahmen gefeiert wurde). Da war es so, dass es für die Hochzeitsgäste im Restaurant eine spezielle Speisekarte gab, auf der drei Hauptgerichte standen, aus denen man auswählen konnte.
Sowohl bei meiner ersten wie auch bei der zweiten Hochzeit hatten wir vorher ein Büffet ausgewählt mit verschiedenen Speisen. Jeder konnte sich nach eigenem Geschmack und Appetit bedienen.
Was natürlich richtig reinhaut sind die Getränke. Aber das sind ja auch spezielle Anlässe und man bekommt ja auch Geldgeschenke...
martenot schrieb:Was die Getränke betrifft, weiß ich nicht mehr, ob es eine Einschränkung gab, ich glaube nicht.
Als ich 50 wurde, habe ich auch recht "groß" eingeladen. Da hatte ich eine Location gebucht, wo es sonntags ein tolles Buffet gab. In einer Zeit von 3 Stunden konnte man da essen und trinken, was man wollte. Viele Getränke waren inkludiert, aber nicht alle. Pro Gast wurde ein bestimmter Betrag fällig.
Das hielt die Kosten einigermaßen überschaubar.
martenot schrieb:zumal ich mich sowieso eher zurückhaltend verhalte und nicht dazu tendiere, die Luxusvarianten zu bestellen, die auf der Karte zu finden sind.
Mache ich auch nicht, brauche ich auch nicht.