sevenheartseas schrieb:Und nein prinzipiell finde ich wenn jemand vorschlägt wo essen zu gehen trägt jener auch die Rechnung. Also ich handhabe das zumindest so.
Bei einem "Vorschlag" ja. Bei einer "Einladung" ist m.E. eher davon auszugehen, dass zumindest ein "normales" Essen und ein alkoholfreies Getränk übernommen wird.
"Wir könnten mal wieder zusammen Essen gehen. Ich würde die 'Schlemmerstube' vorschlagen, was meint ihr?"
vs.
"Ich lade euch alle zum meiner Geburtstagsfeier in der 'Schlemmerstube' ein."
"Ich würde ich gerne mal wieder zum Essen einladen."
Unfreundlich und unaufmerksam an der Einladung ins teure Restaurant, bei der jeder selbst zahlen soll, finde ich da nicht mal unbedingt das Selbstzahlen an und für sich, sondern dass (möchte man etwas essen und trinken) man nun nur
teure Speisen und Getränke zur Auswahl hat.
nairobi schrieb:martenot schrieb:Ich habe auch Geld, aber bin trotzdem eher "kostenbewusst". Das heißt, ich überlege mir meistens ziemlich genau, ob eine hohe Ausgabe für mich (oder andere) einen wirklichen Mehrwert hat oder nicht. Und häufig habe ich festgestellt, dass es preisgünstigere Varianten gibt, die genauso schön sind, genauso viel Spaß machen, genau denselben Wert bieten. Und damit fühle ich mich genauso wohl.
Ganz genau.
Und dem schließe ich mich an. Ebenso mittlerweile entspannte finanzielle Verhältnisse, aber dennoch kostenbewusst mit z.B. selten essen gehen, nie Mahlzeiten bestellen, kostenlose Freizeitmöglichkeiten nutzen. (Dadurch bleibt dann mehr Geld übrig für die teureren Dinge, die wir als wirklichen Mehrwert empfinden. Und heuzutage auch, einfach mal spontan großzügiger sein können wenn das situativ passt.)
Freunde bzw. allgemein Gäste haben da auch noch nie (meines Wissens) den Eindruck gehabt, es würde bei uns "billig" zugehen, sondern vielmehr, dass wir uns für Gäste viel Aufwand machen würden und man bei uns lecker schlemmen könne.
(Das heißt dann nicht, dass da Kaviar, teure Weine o.ä. daherkämen (wir wären auch gar nicht der Typ dafür), sondern einfach eine gut gekochte Mahlzeit zu Hause. Auch das musste, wenn es mal knapper war, nicht sonstwieviel kosten; z.B. ein selbstgebackener Apfelkuchen mit einem guten Früchtetee dazu, abends ein Pastagericht oder indisch auch wieder selbstgekocht, hat da nie den Rahmen gesprengt, aber Gäste freuen sich halt wenn sowas daherkommt anstatt z.B. eine Pizza bestellt (was in dem Alter, in dem es bei uns finanziell knapp war, noch das typische war was man bei einer Einladung unter Gleichaltrigen bekommen hat), was sogar teurer wäre.)