Sterntänzerin schrieb:Andererseits: Warum sollte meine Tante ihre Wünsche ausgerechnet an ihrem Geburtstag unterordnen müssen?
Muss sie selbstverständlich nicht.* Sie muss aber auch damit rechnen - was ich überhaupt nicht böse meine - dass erstens zu Silvester andere ggf. lieber mit der Familie zu Hause feiern, zweitens die meisten mit Kindern fehlen, drittens einige gar nicht raus wollen (Silvester: die Böllerei, auch wegen Tieren zu Hause bleiben).
Da muss man sich (sie an ihrer Stelle) sich m.E. selbst überlegen was man möchte: Mit wenigen feiern, Menschen die man ggf. gerne dabei hätte fehlen, oder vielleicht die Feier um einige Tage verschieben, und ggf. die Feier auch zweiteilen (z.B. kurz Kaffee, Tee, Kuchen auch mit Gästen die mit Kindern kommen, abends dann schick essen, evl. etwas Alkohol, ohne Kinder)?
* Auch ich mache das nicht (und auch generell ordne ich meine Wünsche niemandem unter, außer es ist etwas, das ich - siehe nächster Punkt als Beispiel - als wichtig erachte, z.B. wirklich jemandem helfen). Laute Feiern mit vielen Menschen wären für mich z.B. inakzeptabel. Genauso wenn jemand wolle, dass ich mich regelrecht zu verkleiden habe.
Umgekehrt, nehme auf Gäste Rücksicht, sofern das irgendwie zu vereinbaren ist (ist es für mich z.B. beim Essen immer).
Motzfussel schrieb:Ich sortiere aber auch Menschen aus, die nicht verstehen, dass ich wegen meinen Tieren z. B Silvester niemals das Haus verlassen würde oder Termine absage, wenn mit den Tieren was ist.
Das ist mir sehr verständlich.
Einmal sagten unsere Schwiegereltern einen Besuch, der von unserer Seite auch Planung nötig machte (Urlaub nehmen, Einkaufen, Übernachtung für sie organisieren etc. - gut 600 km Anreise) am Vortag ab: Katze schwer krank. Meine Schwiegermutter hatte erst Bedenken, dass ich sauer wäre. Es war absolut kein Problem von unserer Seite, es war schade, natürlich, die Katze tat mir sehr leid (wurde wieder gesund
:)) und so einen Besuch, kann man doch nachholen.
Genauso: Eine (nun ehemalige) Schulfreundin hat für ihre Hochzeit einen Dresscode vorgegeben der für mich (hatte damals sehr wenig Geld zur Verfügung) eine Anschaffung von Kleidung, die ich nie wieder hätte anziehen wollen (Sommerkeid mit Blumen, Handtäschchen etc.), und die teils aus gesundheitlichen Gründen unbedingt zu vermeiden gewesen wäre (hochhackige Schuhe) bedeutet hätte. Sie wollte dann auch noch ein paar andere Umstyling-Maßnahmen... So sorry, und tschüss. Ich mache für Freunde viel, aber mich so verbiegen, nein. Wer mich dabeihaben will, kriegt mich, und nicht mich in Verkleidung. (Hatte mich erstmal sogar auf die Feier gefreut und für die Anreise und ein Geschenk gespart, verschiedene Kombinationen von vorhandener Kleidung ausprobiert welche m.E. für so eine Feier gut aussehen würde und in der ich mich auch für mal einen Anlass wohlfühle, selbstzumachende "festliche" Frisuren im Internet angsehen und ausprobiert (durchaus ein bisschen "über den eigenen Schatten springen" aus eigenem Antrieb). Dann kam ihre "Ansage", und ich war nicht mehr dabei.)
Selbst hatten wir bei unserer Hochzeit keinen Dresscode. Kinder hätten auch nicht zu Hause bleiben müssen ("hätten", da wir damals keine Freunde oder Verwandten mit Kindern in der Nähe hatten, außer Onkel und Tante mit Baby-Cousine weit weg, die (verständlicherweise) die Strecke nicht anreisen wollten, aber wenn sie da Lust drauf gehabt hätten, definitiv willkommen gewesen wären).