@martenotGenau, das meinte ich. Ich könnte mir auch etwas anderes suchen, wenn mir die (so in meinem Beruf) 60+-Stunden-Woche zu viel wäre. Könnte auch einfach nach Deutschland zurück. Finanziell würde es sicherlich auch mit Teilzeit reichen.
Die 44-Stunden-Woche gilt hier aber für jegliche Berufe, auch jene, die man sich eher nicht nach persönlichem Interesse aussuchen wird.
(Teilzeit existiert, genauso wie auch Nebenjobs existieren, insbesondere für Studenten.)
Weniger Freizeit bzw. frei einteilbare Zeit merke ich natürlich schon; an mich könnte man sowas wie Streaming oder andere "relaxt für abends"-Aktivitäten nicht verkaufen. Da habe ich einfach keine Zeit dafür, und die Freizeit die ich habe nutze ich lieber sehr bewusst, anstatt zu suchen, womit man sie denn füllen könnte.
(In vielen typischeren Berufen hätte ich ggf. auch Probleme, in Vollzeit zu arbeiten, gerade wenn es ein Beruf mit Kunden- oder Patientenkontakt wäre, menschliches Verhalten einzuschätzen wäre, insgesamt zwischenmenschliche Interaktion laufend erforderlich wäre.)
abberline schrieb:Das liegt dann aber nicht an den Kindern, sondern an den Eltern. Die ihre Red Bull Dose auch gleich mit in die Walachei werfen.
Meist stört mich bei sowas das Verhalten der Eltern. Auch in dem von MissMary genannten Beispiel: Wer da einlädt und es so gestaltet, anstatt die "wilde Bande" (von mir nett gemeint, Kinder sollen ruhig sich austoben dürfen) z.B. auf den Spielplatz oder einen öffentlich zugänglichen Sportplatz zu schicken, oder auch nur die Treffen wechselseitig durchzuführen, das sind die Eltern. Dass die Kinder dann gerne mitmachen: keine Frage.
Dini1909 schrieb:Die Kids heutzutage? Ja die sind irgendwie anders. Sie sind früher "groß" , haben mit 12 / 13 Jahren andere Interessen als wie ich sie noch hatte, Kleiden sich anders, als zu meiner Zeit, sehen reifer aus.
Das fällt mir auch auf. Aber ich muss dann auch sagen: Auch damals hatten mit 12/13 viele andere Interessen als ich sie hatte (auch später), somit ggf. ein vager Vergleich. Inwieweit sich das tatsächlich geändert hat? Die Durchführung von Interessen sicherlich, das ist IMHO klar.
Dini1909 schrieb:Wobei Konsolen es zu meiner Zeit auch schon gab und Netflix war die Videothek.
Das meine ich. Der Hauptunterschied wohl: Früher war es sporadischer vorhanden. Ich kann mich noch erinnern, meine Schulfreundin (sie hatte alterstypischere Interessen als ich) zu bestimmten Zeiten nicht ans Telefon zu bekommen: Da lief dann etwas auf Musiksendern zu ihrer Lieblingsband. Fotos der angehimmelten Stars bekam man meist nur aus den einschlägigen Jugendzeitschriften; gab es keinen Kiosk am Ort oder war diese dort ausverkauft, schaute man, ob man diese noch schnell vor Rückfahrt des Schulbusses in der (Klein-)Stadt kaufen konnte.
Heutzutage alles jederzeit online erhältlich.