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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

368 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Erziehung, Restaurants ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

04.07.2026 um 09:01
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Manchmal überlege ich oft, ob meine Eltern uns beide zu streng erzogen haben
Nee, aber das mindset ist auch das, was Lehrer sein mega anstrengend macht, denn in der Schule geht es genau so weiter. Eltern versuchen heute oft mit Druck oder sehr forderndem oder gar unverschämtem Verhalten Lehrpersonen einzuschüchtern - oft auch mit gutem Erfolg. Kinder dürfen heute alles.

Wir haben in der Nachbarschaft eine Familie mit zwei sehr lauten Jungs. Jeden Sonntagnachmittag kommen Geschwister der Eltern und Großeltern zu Besuch, da der Platz im Garten nicht reicht, werden die Anwohner freundlich gebeten, die Autos doch wegzuparken, dass man die Straße mitnutzen kann. Da wird dann Fußball gespielt, Rad gefahren, geschrien, gelacht ...

Ich sitze eigentlich sehr gerne auf meiner Terrasse, die wegen der Sonne vor dem Haus ist, komme mir aber vom Geräuschpegel dann vor wie auf dem Pausenhof einer Grundschule. Ich werde nun im Alter einfach lärmempfindlicher und habe ja genau diese Geräusche von Montag - Freitag. Ich würde gerne einfach mal auf einer Liege liegen und ein gutes Buch lesen, ohne dass Grillduft vom Nachbarn über die Straße zieht und sich irgendwelche Kinder anbrüllen.

Sagen darf man auch nichts, sonst gilt man gleich als Kinderschreck.


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14.07.2026 um 02:51
@MissMary
Wäre mir eindeutig auch zu viel, wenn das so jeden Sonntag oder auch fast jeden passiert. Wäre es mir auch in jüngeren Jahren gewesen.
(Konkret ist mir sowas auch bei "mal" zu viel; wenn es sich aber wirklich nur um mal Kindergeburtstag handelt, sehe ich darüber hinweg.)

@Dini1909
Bzgl. "streng erzogen": Ich bin mir sicher dass sowas wie von MissMary beschrieben meine Eltern nicht veranstaltet hätten (veranstaltet = so viele so häufig einladen). Für solche Aktivitäten kenne ich es auch aus der eigenen Kindheit dass man auf den Spielplatz oder einen immer zugänglichen Teil des Sportplatzes/Fußballplatzes geschickt wurde. Ich empfinde das nicht als streng, sondern als: lernen welche Orte wofür geeignet sind, sei es z.B. laut sein (Spielplatz), beim Malen noch viel "patzen und pampen" (kann man zu Hause mit Malschürze).
Streng fände ich: ganz verbieten.

@nairobi
Zitat von nairobinairobi schrieb am 04.07.2026:Naja, kleine Säuglinge können nicht allzu lange warten, wenn sie Hunger und Durst haben.
Ein Erwachsener kann das schon. Manche haben solche Reserven am Körper, dass sie gut 3 bis 4 Wochen ohne Essen auskommen könnten.
Auch meine Meinung dazu. Erstens muss man als (gesunder) Erwachsener nicht so häufig essen, zweitens hat man als Erwachsener einen Entwicklungsstand erreicht sich ein Hunger- oder Durstgefühl auch verkneifen zu können, anstatt wie ein Säugling dann schrill zu schreien.


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14.07.2026 um 04:58
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Säugling
Meine Tochter hat am vergangenen Freitag ihren Lebensgefährten geheiratet. Sie ist 28 und er 31 und zur Hochzeit waren auch etliche Freunde eingeladen, die in einem ähnlichen Alter sind und wo z.T. auch schon Kinder da sind. Das gehört dazu, man kann diese Kinder auch nicht unbedingt über Stunden abgeben und i.d.R. will man das auch nicht.
Es waren auch kleine Säuglinge dabei, das jüngste war noch keine vier Wochen alt. Dieses Baby hat aber eigentlich die ganze Zeit über entweder bei Papa oder Mama auf dem Arm geschlafen. 3 Kinder haben Rosenblätter gestreut, das kleine Mädchen (15,16 Monate)hatte gerade erst laufen gelernt.
Das war wirklich niedlich.
Die Kinder und ihr Verhalten tragen auch zum Auflockern einer Feier bei machen bewusst, dass das Leben weitergeht und die nächste Generation heranwächst.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

14.07.2026 um 06:49
Finde die Welt entwickelt sich zu einer "mimimi" Gesellschaft.

Kinder stören wenn sie laut spielen, Kinder stören wenn sie kindisch sind, Kinder stören im Flugzeug (man hat schließlich nen großen Privatjet gebucht), Kinder stören im Hotel. Kinder stören bei Hochzeiten ..

Wurde unbeabsichtigt damit mal "konfrontiert" als ich im Urlaub war.
Das Hotel hatte insgesamt 3 Speisesääle. Für Familien, Jugendliche ab 16 und für Erwachsene.

Wirkte auf mich sehr befremdlich als ob Kinder eine ansteckende Krankheit wäre, von denen sich die "Elite" separieren muss.

Nach meinem subjektiven empfinden entwickelt sich die Gesellschaft unerträglich denn man möchte sich vor allen anstrengenden Themen isolieren, bloß nichts "erdulden" oder tolerieren müssen.
Es werden Hochzeiten veranstaltet ohne Kinder. Es gibt Adults only Hotels ..

Ich find das alles erschreckend, unsere ältere Generation .. Unsere Opas und Omis die brauchten so einen Mist nicht. Die waren belastbar und das obwohl sie mit den psychischen Nachwirkungen des 2. Weltkrieg zurechtkommen mussten wie z.b die Besatzung durch die Aliierten.
Wenn da Jemand gesagt hätte "Mich stören die Kinder bei der Hochzeit" dann hätte man ruckzuck gesagt "Dann park dein Arsch Zuhause".

Heutzutage ist man Staatsfeind Nummer 1 in einem Flugzeug wenn man ein nöckeliges Kleinkind dabei hat.
Junge Erwachsene empfinden es als Zumutung 8 Stunden am Tag arbeiten zu müssen ..

Hab selber kein Kind, bekomme es nur als außenstehender mit.


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14.07.2026 um 08:32
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Finde die Welt entwickelt sich zu einer "mimimi" Gesellschaft.

Kinder stören wenn sie laut spielen, Kinder stören wenn sie kindisch sind, Kinder stören im Flugzeug (man hat schließlich nen großen Privatjet gebucht), Kinder stören im Hotel. Kinder stören bei Hochzeiten ..

Wurde unbeabsichtigt damit mal "konfrontiert" als ich im Urlaub war.
Das Hotel hatte insgesamt 3 Speisesääle. Für Familien, Jugendliche ab 16 und für Erwachsene.

Wirkte auf mich sehr befremdlich als ob Kinder eine ansteckende Krankheit wäre, von denen sich die "Elite" separieren muss.
Das unterschreib ich. Viele sind heutzutage wirklich "mimimi" empfindlich.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wenn da Jemand gesagt hätte "Mich stören die Kinder bei der Hochzeit" dann hätte man ruckzuck gesagt "Dann park dein Arsch Zuhause".
Ich hätte das bei meiner Hochzeit eher amüsant gefunden und hätte dem Kind ein "Du wirst mal Rockstar" zugerufen.
Und wer sich in seiner Verschnupftheit von Kindern gestört gefühlt hätte, hätte ja daheim bleiben können.

Was ich allerdings nicht verstehe - hab ich in Berlin öfter gesehen - wenn Kinder, vielleicht 8-10 Jahre alt, laut schreiend und Müll hinter sich werfend, um 23 h aufm Spielplatz toben. Wohlgemerkt außerhalb der Ferien. Eltern dabei - die laut am Handy plärrend.
Das liegt dann aber nicht an den Kindern, sondern an den Eltern. Die ihre Red Bull Dose auch gleich mit in die Walachei werfen.


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14.07.2026 um 08:58
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Junge Erwachsene empfinden es als Zumutung 8 Stunden am Tag arbeiten zu müssen ..
Ja, das ist teilweise so.
Das kann aber auch gute Gründe haben.
Teilzeit macht man ja aus bestimmten Gründen.

Als ich vor 40 Jahren ins Arbeitsleben eintrat erfuhr ich von Kolleg:innen, dass man einige Zeit zuvor immer auch noch den halben Samstag gearbeitet hatte. Das wurde seitens der Politik abgeschafft, und anfangs dachte man, das könne doch gar nicht gehen...

Heutzutage gibt es ja längst die 34/35-Stunden-Wochen, je nachdem, wo man beschäftigt ist (Telekom, IG Metall Betriebe usw.)
Auf der anderen Seite werden auch Arbeitnehmern Stunden gekürzt und Kurzarbeit angeordnet, die das gar nicht wollen.
Jeder möchte es möglichst individuell auf sich und seine Bedürfnisse zugeschnitten haben.


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14.07.2026 um 09:09
@nairobi
Das kann man ja auch vertreten aber man kann halt nicht erwarten Vollzeit zu verdienen, wenn man nur Teilzeit leisten möchte.
Wenn sich heutzutage 19 jährige Personen darüber beschweren, dass 8 Stunden am Stück arbeiten unmenschlich ist dann frage ich mich was die Leute für erwartungen haben.

work life balance ist wichtig aber eine 40 Stunden Woche empfinde ich als legitim und in einem Sozialstaat wie Deutschland muss das sein.

Ich gehe auf die 40 zu und als ich "jung" war oder z.b die Generation meiner Eltern sehe, da hat Niemand eine 40 Stunden Woche als unmenschlich empfunden.

Natürlich möchte jeder möglichst individuell Leben und seine Bedürfnisse berücksichtigt sehen.
Aber es entwickelt sich in eine gefährliche Richtung und der Staat wird sich das langfristig nicht leisten können.

Man möchte nicht mehr 40 Std. die Woche arbeiten, man möchte Kinder aus diverse Bereiche canceln, die junge Leute nutzen nicht mehr ihre Füße sondern nutzen nur noch diese E-Scooter.
Das ist ein problem.


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14.07.2026 um 09:19
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:aber man kann halt nicht erwarten Vollzeit zu verdienen, wenn man nur Teilzeit leisten möchte.
Ist das so? Als ich in Teilzeit ging, war mir das bewusst, dann auch nur noch 60 % zu verdienen. Beste Entscheidung meines Lebens.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Ich gehe auf die 40 zu und als ich "jung" war oder z.b die Generation meiner Eltern sehe, da hat Niemand eine 40 Stunden Woche als unmenschlich empfunden.
Ich sehe es aber bei Bekannten und meinen Eltern: Dafür ist diese Generation jetzt komplett runtergearbeitet und viele sehnen sich nach der Rente mit 63. Wenn sie denn überhaupt noch ein hohes Alter erreichen und nicht vorher umkippen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Man möchte nicht mehr 40 Std. die Woche arbeiten, man möchte Kinder aus diverse Bereiche canceln, die junge Leute nutzen nicht mehr ihre Füße sondern nutzen nur noch diese E-Scooter.
Das sind letztlich nur wahllos aufgezählte Wünsche ohne Bezug zueinander.


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14.07.2026 um 09:27
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Ist das so? Als ich in Teilzeit ging, war mir das bewusst, dann auch nur noch 60 % zu verdienen. Beste Entscheidung meines Lebens.
Ich arbeite 80% und bin sehr zufrieden. Ich hoffe nur, dass man mir das auch weiterhin gewähren wird (ich muss die Teilzeit einmal pro Jahr neu beantragen).


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14.07.2026 um 09:55
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich arbeite 80% und bin sehr zufrieden. Ich hoffe nur, dass man mir das auch weiterhin gewähren wird (ich muss die Teilzeit einmal pro Jahr neu beantragen).
Ich damals auch. Erst haben sie sich geziert. Nachdem ich aber gedroht hatte, zu kündigen, habe ich die Teilzeit erhalten.


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14.07.2026 um 13:33
Zitat von nairobinairobi schrieb:Die Kinder und ihr Verhalten tragen auch zum Auflockern einer Feier bei machen bewusst, dass das Leben weitergeht und die nächste Generation heranwächst.
Ganz richtig. Und die meisten Eltern dürften auch aufpassen, anleiten, meinem Eindruck nach.
Üblicherweise sieht man das ja auch, z.B. dass kleinen Kindern die im Restaurant vom Tisch aufstehen nachgegangen wird, dass Eltern mit einem Kind das weint/schreit rausgehen (auch dem Kind zuliebe), dass Eltern mit einem Kind einen Besuch (egal ob privat, oder Besuch eines Museums etc.) abkürzen wenn es für das Kind zu viel wird (ebenso: auch dem Kind zuliebe) etc.
(Wahrscheinlich auch bei der Feier die du erwähnt hast.)
Die Ausreißer (die ganz klar existieren) fallen eben auf, wie in dem Beispiel das MissMary erwähnte: Jeden Sonntag eine ganze Gruppe Kinder zum Toben zu Hause einladen, anstatt sie zum Toben z.B. auf den Spielplatz zu schicken.

Ich war vor einiger Zeit bei einem Wissenschaftstag in der Stadt (selbst mit einem Stand), die Veranstaltung ist für Familien mit Kindern geeignet und gedacht, und ich habe auch dort gesehen - wie es sein sollte - dass Eltern überwiegend geschaut haben dass Kinder nicht einfach nach Dingen greifen und dass Dinge zum Anfassen einigermaßen vorsichtig behandelt werden.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:work life balance ist wichtig aber eine 40 Stunden Woche empfinde ich als legitim und in einem Sozialstaat wie Deutschland muss das sein.
Sehe ich auch so.
(Ich bin aktuell im Ausland, hier ist die 44-Stunden-Woche für jegliche Berufe noch normal. In meinem Beruf mehr, ich beschwere mich nicht, ich hätte leicht einen anderen Beruf wählen können.)


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14.07.2026 um 13:36
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ich bin aktuell im Ausland, hier ist die 44-Stunden-Woche für jegliche Berufe noch normal. In meinem Beruf mehr, ich beschwere mich nicht, ich hätte leicht einen anderen Beruf wählen können
Ich denke, das hängt davon ab, wie stark sich der Beruf mit den persönlichen Neigungen und Interessen in Einklang bringen lässt. Je besser das passt, umso einfacher ist es wahrscheinlich, lang zu arbeiten. Je weniger es passt, umso eher hat man das Bedürfnis nach Freizeit und verfügbarer Lebenszeit.


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14.07.2026 um 16:56
Die Diskussion Vollzeit und Teilzeit, das könnte man ewig ausführen und wäre Thema für ein extra Thread. Ich gehöre auch zu der Generation (34 Jahre jung) und arbeite seit 12 Jahren Teilzeit, mir reicht es, aber ich schaffe aber aufgrund meiner Behinderung nicht mehr und meiner Psyche geht es auch wesentlich besser.

Die Kids heutzutage? Ja die sind irgendwie anders. Sie sind früher "groß" , haben mit 12 / 13 Jahren andere Interessen als wie ich sie noch hatte, Kleiden sich anders, als zu meiner Zeit, sehen reifer aus.

Hier im Dorf hat man jetzt schon zweimal versucht den Jugendclub zurück ins Leben zu rufen, mit verschiedenen Angeboten ab 10 Jahren, aber mit gemeinsame Kochnachmittage, Baskettballturnier oder ähnliches lockst du wohl heute keinen mehr von Konsole und Netflix weg. Wobei Konsolen es zu meiner Zeit auch schon gab und Netflix war die Videothek.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

14.07.2026 um 17:13
@martenot
Genau, das meinte ich. Ich könnte mir auch etwas anderes suchen, wenn mir die (so in meinem Beruf) 60+-Stunden-Woche zu viel wäre. Könnte auch einfach nach Deutschland zurück. Finanziell würde es sicherlich auch mit Teilzeit reichen.

Die 44-Stunden-Woche gilt hier aber für jegliche Berufe, auch jene, die man sich eher nicht nach persönlichem Interesse aussuchen wird.
(Teilzeit existiert, genauso wie auch Nebenjobs existieren, insbesondere für Studenten.)

Weniger Freizeit bzw. frei einteilbare Zeit merke ich natürlich schon; an mich könnte man sowas wie Streaming oder andere "relaxt für abends"-Aktivitäten nicht verkaufen. Da habe ich einfach keine Zeit dafür, und die Freizeit die ich habe nutze ich lieber sehr bewusst, anstatt zu suchen, womit man sie denn füllen könnte.
(In vielen typischeren Berufen hätte ich ggf. auch Probleme, in Vollzeit zu arbeiten, gerade wenn es ein Beruf mit Kunden- oder Patientenkontakt wäre, menschliches Verhalten einzuschätzen wäre, insgesamt zwischenmenschliche Interaktion laufend erforderlich wäre.)
Zitat von abberlineabberline schrieb:Das liegt dann aber nicht an den Kindern, sondern an den Eltern. Die ihre Red Bull Dose auch gleich mit in die Walachei werfen.
Meist stört mich bei sowas das Verhalten der Eltern. Auch in dem von MissMary genannten Beispiel: Wer da einlädt und es so gestaltet, anstatt die "wilde Bande" (von mir nett gemeint, Kinder sollen ruhig sich austoben dürfen) z.B. auf den Spielplatz oder einen öffentlich zugänglichen Sportplatz zu schicken, oder auch nur die Treffen wechselseitig durchzuführen, das sind die Eltern. Dass die Kinder dann gerne mitmachen: keine Frage.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Die Kids heutzutage? Ja die sind irgendwie anders. Sie sind früher "groß" , haben mit 12 / 13 Jahren andere Interessen als wie ich sie noch hatte, Kleiden sich anders, als zu meiner Zeit, sehen reifer aus.
Das fällt mir auch auf. Aber ich muss dann auch sagen: Auch damals hatten mit 12/13 viele andere Interessen als ich sie hatte (auch später), somit ggf. ein vager Vergleich. Inwieweit sich das tatsächlich geändert hat? Die Durchführung von Interessen sicherlich, das ist IMHO klar.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Wobei Konsolen es zu meiner Zeit auch schon gab und Netflix war die Videothek.
Das meine ich. Der Hauptunterschied wohl: Früher war es sporadischer vorhanden. Ich kann mich noch erinnern, meine Schulfreundin (sie hatte alterstypischere Interessen als ich) zu bestimmten Zeiten nicht ans Telefon zu bekommen: Da lief dann etwas auf Musiksendern zu ihrer Lieblingsband. Fotos der angehimmelten Stars bekam man meist nur aus den einschlägigen Jugendzeitschriften; gab es keinen Kiosk am Ort oder war diese dort ausverkauft, schaute man, ob man diese noch schnell vor Rückfahrt des Schulbusses in der (Klein-)Stadt kaufen konnte.
Heutzutage alles jederzeit online erhältlich.


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14.07.2026 um 19:15
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Finde die Welt entwickelt sich zu einer "mimimi" Gesellschaft.
Du machst hier auch gerade ziemlich auf mimimi. Nur mal so angemerkt. :-)
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Kinder stören wenn sie laut spielen, Kinder stören wenn sie kindisch sind, Kinder stören im Flugzeug (man hat schließlich nen großen Privatjet gebucht), Kinder stören im Hotel. Kinder stören bei Hochzeiten ..
Ja und? Dich stören offenbar Menschen, die das stört. Bist du also besser?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wirkte auf mich sehr befremdlich als ob Kinder eine ansteckende Krankheit wäre, von denen sich die "Elite" separieren muss.
Ich finde nicht, dass es was mit Elite zu tun hat. Es ermöglicht Gästen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eine friedliche Koexistenz. So schlimm?
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Nach meinem subjektiven empfinden entwickelt sich die Gesellschaft unerträglich denn man möchte sich vor allen anstrengenden Themen isolieren, bloß nichts "erdulden" oder tolerieren müssen.
Wie sieht es denn mit deiner Toleranz aus? Auch nicht so toll, deinem Beitrag nach.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Ich find das alles erschreckend, unsere ältere Generation .. Unsere Opas und Omis die brauchten so einen Mist nicht. Die waren belastbar
Woher weißt du das? Warst du dabei? Weißt du, wie viele Menschen damals psychisch zerbrochen sind? Wie viele unter die Räder kamen, weil sie nicht so belastbar waren? Darüber redet man heute einfach nicht so gerne.
Weil man genau dieses glorifizierende Bild, was auch du hier zeichnest, aufrecht erhalten will.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Heutzutage ist man Staatsfeind Nummer 1 in einem Flugzeug wenn man ein nöckeliges Kleinkind dabei hat.


"Früher" hingegen gab es keine Flugreisen, zu denen man ein Kleinkind überhaupt nötigen musste.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Junge Erwachsene empfinden es als Zumutung 8 Stunden am Tag arbeiten zu müssen ..
Und??


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14.07.2026 um 19:26
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Finde die Welt entwickelt sich zu einer "mimimi" Gesellschaft.
DU machst doch nix anders, du empfindest doch jetzt auch alles Mimimi zb wenn jemand nicht belastbar ist, wenn es jemand sich an Kinderlärm stört usw...

wir leben eben in einer Gemeinschaft wo es Menschen gibt die einfach ihre Ruhe haben wollen und oder sich von Kinderlärm gestört fühlen. Die sich , wenn sie sich Urlaub leisten ein Only Adult Hotel aussuchen, dennoch sind es keine schlechte Menschen.

Selbe gilt doch für junge Paare die sich gegen Kinder entscheiden also keinen Kinderwunsch haben und das ggf. sogar medizinisch absichern lassen.
Zitat von philaephilae schrieb:Woher weißt du das? Warst du dabei? Weißt du, wie viele Menschen damals psychisch zerbrochen sind? Wie viele unter die Räder kamen, weil sie nicht so belastbar waren? Darüber redet man heute einfach nicht so gerne.
Weil man genau dieses glorifizierende Bild, was auch du hier zeichnest, aufrecht erhalten will.
Richtig, früher gab es auch schon Depressionen oder ähnliches vorallem psychische Gewalt, Angststörungen usw. sie wurden nur nicht diagnostiziert.

Ich erinnere mich an mein erstes Praktikum im Altenheim, da gab es damals eine Bewohnerin, die als Kind beide Kriege miterlebt hat, einmal als Kind und später als Erwachsene. Es gab an dem Tag ein Gewitter, diese Frau hatte eine Panikattacke, weil es sie daran erinnert hat, wie die Bomben einschlugen, sie wollte sich krampfhaft unter den Tisch verstecken konnte dies aber aufgrund ihres fortgeschrittenes Alters nicht mehr umsetzen.


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14.07.2026 um 20:22
Zitat von philaephilae schrieb:"Früher" hingegen gab es keine Flugreisen, zu denen man ein Kleinkind überhaupt nötigen musste.
Ich erinnere mich daran, dass wir vor 36 Jahren mit dem Flugzeug flogen. Das waren noch Zeiten, wo im Flieger noch geraucht werden durfte. Ein kleines Kind quengelte. Irgendwann rastete ein Passagier deswegen aus und schrie rum. Das führte natürlich nicht dazu, dass das Kind aufhörte. Für die Eltern war das natürlich auch keine angenehme Situation.


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15.07.2026 um 07:46
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Hier im Dorf hat man jetzt schon zweimal versucht den Jugendclub zurück ins Leben zu rufen, mit verschiedenen Angeboten ab 10 Jahren, aber mit gemeinsame Kochnachmittage, Baskettballturnier oder ähnliches lockst du wohl heute keinen mehr von Konsole und Netflix weg. Wobei Konsolen es zu meiner Zeit auch schon gab und Netflix war die Videothek.
Ja, da hast du wohl recht. Finde das wirklich total schade.
An was erinnert man sich, wenn man alt ist? An die unzähligen Stunden vor der XBox? Am Handy?

Nachmittage, draußen mit Freunden, Radtouren, schwimmen im See, Ausflüge, Zelten, Angeln, Fußball spielen auf der Wiese nebenan, ... das sind doch die kleinen und großen Abenteuer, wo man später in Erinnerungen schwelgen kann.
Aber gut, auch das ist irgendwo ein anderes Thema :)


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15.07.2026 um 08:57
@Dini1909
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:DU machst doch nix anders, du empfindest doch jetzt auch alles Mimimi zb wenn jemand nicht belastbar ist, wenn es jemand sich an Kinderlärm stört usw...
Kinder gehören zum Leben dazu und auch wenn "jemand nicht belastbar" ist und sich an Kinderlärm stört ist es nicht zielführend Kinder wegzucanceln.
Selbst für die betroffene Person nicht denn in der Psychologie zeigt sich, dass ein "Entziehen" der Reize (Kinderlärm), die Toleranzgrenze langfristig noch weiter senkt.

Wohin solche Gedanken führen hat man dieses Jahr gesehen als ein Anwohner ein Geburtshaus verklagt hat, weil ihm die Schmerzschreie der gebärende Frauen zu laut waren.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:wir leben eben in einer Gemeinschaft wo es Menschen gibt die einfach ihre Ruhe haben wollen und oder sich von Kinderlärm gestört fühlen. Die sich , wenn sie sich Urlaub leisten ein Only Adult Hotel aussuchen, dennoch sind es keine schlechte Menschen.
Die Leute fliegen aber nicht mit dem Privatjet im Urlaub sondern mit dem selben Flieger wie auch die Familien.
Habe oft genug mitbekommen wie junge Eltern angefeindet wurden, weil die Kinder auf dem Flug nöckelig waren.

Bei allem Respekt vor psychischer Belastung aber Vermeidungsverhalten ist der falsche Weg.
Stattdessen muss auf Resilienz gesetzt werden.
Wenn sich die Menschen systematisch von der Ursache isolieren, statt zu lernen damit umzugehen, haben wir in der Zukunft eine Gesellschaft die noch viel weniger belastbar ist, als sie bereits jetzt ist.


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15.07.2026 um 09:36
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wohin solche Gedanken führen hat man dieses Jahr gesehen als ein Anwohner ein Geburtshaus verklagt hat, weil ihm die Schmerzschreie der gebärende Frauen zu laut waren.
Kann man nicht vergleichen. Da ging es um massive Lärmbelästigung in direkter Nähe. Dass Anwohner davon nicht begeistert waren, kann ich absolut nachvollziehen. Das hat nichts mit Kinderfeindlichkeit oä zu tun. Permanente Schmerzenschreie, teilweise vll über Std, möchte wahrscheinlich niemand hören, noch dazu evtl in der Nacht. Hätte es entsprechende Schalldämmung gegeben, wäre wahrscheinlich auch der Geburtsraum kein Problem gewesen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Bei allem Respekt vor psychischer Belastung aber Vermeidungsverhalten ist der falsche Weg.
Stattdessen muss auf Resilienz gesetzt werden.
Wenn sich die Menschen systematisch von der Ursache isolieren, statt zu lernen damit umzugehen, haben wir in der Zukunft eine Gesellschaft die noch viel weniger belastbar ist, als sie bereits jetzt ist.
Ich bin doch sehr erstaunt das von dir zu lesen, nachdem du dich letztens noch vehement gegen Autokorsos in der Nacht ausgesprochen hast, mit Ängsten argumentiertest, es asozial fandest usw. Und das, obwohl eine WM nur alle 4 Jahre stattfindet.


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