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Themendiskrepanz

181 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Thema, Themendiskrepanz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Themendiskrepanz

13.09.2006 um 02:28
Wenn wir zugrunde legen, dass auch die "Sikegervölker" traumatisiert worden sind -dann
sehe ich da tatsächlich einen der Gründe für einen möglichen Verfall - dasAbgleiten ins
Triviale.

Aber warnte nicht schon Stefan Zweig in seinem Buch"Die Welt von
Gestern" vor dem, was wir heute erleben? Schrieb nicht ein anderer dergrossen
Schriftsteller des vorigen Jahrhunderts: "Wer nicht VOR 1914 geboren ist, derweiss gar
nicht mehr was es heisst ein Mensch zu sein"!

Angesichts dieserAussage
erschrecke ich immer wieder, denn mir wird klar, dass wir es mit denFolgeschäden einer
gigantischen Auseinandersetzung und Überforderung ganzerVölkerschaften zu tun haben.


"Und hat denn Geist und Kultur Deutschland unddie Welt vor der Barbarei
gerettet? Waren es nicht gerade die "Proffessoren" die demUngeist in Scharen huldigten?


Ich möchte angesichts des ungeheurenarbeitstechnischen und gesellschaftlichen
Wandels die Menschen, die sich verweigernmöchten und sich abzulenken suchen in Schutz
nehmen.

Ich habe in meinem Lebenvielfach Lebensformen 10 - 15 Jahre
vorweggenommen, ehe sie sich in der Gesellschaftdurchsetzten. ssteiger, Engagierter,
Patchworkfamilie, alternative Wohn- undLebensformen all das lebte ich oft ehe es
"modern" wurde.

Ich sah mit Grauenauf die erste Hälfte des letzten
Jahrhunderts, lernte was die Ereignisse fürFolllllgen hatten weil ich mich geradezu
manisch genau DAFÜR interessierte. Was michvor Verzweiflung und Nihilismus rettete aber
war letztlich nicht nur Wissen sondernwaren auch tiefe spirituelle Erlebnisse.


Ich kann heute damit leben dassviele der in meiner Jugend noch üblichen Konventionen
nicht mehr gültig sind. Vielewaren "Äusserlichkeiten". Auch adrett angezogene - saber
gescheitelte Jungs, höflichund sauber konnten Untaten begehen - ich weiss das.


Manch einer meinerGeneration hat all die adretten Vertreter des Unrechts gehasst und
legte keinen Wertmehr auf diese Konventionen und ich verstand das gut.

Und wenn
ich heutesehe, das junge Leute mit ihre Schuhsohlen auf den Postern und Sitzflächel von
Bänken"abstreifen" krieg ich einen zuviel - das macht mich aggressiv.

Aberdann
sage ich mir - besser das, als das "andere".

Nein, ich bin skeptisch,was die
"guten alten Werte" angeht und die Zeit in der sie hochgehalten wurden. Wennschon alte
Werte - dann bitte die GANZ alten! Aber da muss man schon SEHR weitzurückgehen - sehr
weit .....


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 02:35
Hm, nicht umsonst gab ich in meinem Profil bekannt :

Bekennende Aeosophin undgeistige Wissens Schafferin

Und wenn schon, das war eigendlich immer mein Grundfür die Argumentation ein gewisser Rückschritt sein zum Fortschritt nötig...nun denneinen Wert den ich nie fallen lassen werde ist HOFFNUNG !


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 02:42
"Und wenn
ich heute sehe, das junge Leute mit ihre Schuhsohlen auf den Posternund Sitzflächel von Bänken "abstreifen" krieg ich einen zuviel - das macht michaggressiv.

Aber dann
sage ich mir - besser das, als das "andere"."

Schneller als es einem lieb ist wird wieder zurückgefunden zu traditionellen Werten,es wird schon gesiebt. zukunftsgewand, ausserordentliches mass an geistiger und örtlicherflexibilitäthohe zumutbarkeitsgrenzen, das sind tugenden und talente, die der sprengungtraditzioneller werte hervorgingen.

aber auch kritikfähigkeit, individualismus,und subjektive weltanschauungen und ordnungen.

Die zuletzt aufgezähltenAtribute werden wieder zurückgehen, während die ersteren immer mehr geforert werden.

wir sind auf dem weg zu einer neuen angepasstheit, die natürlich auch irgendwann,sofern möglich wieder durch eine neue generation zersplittert und neu geformt wird.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 02:53
Sicher - da gibt es "Wellenbewegungen".


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:05
ja so 50 jahresintervalle.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:06
obwohl also von der groben strömung her, kommt bestimmt auf die sicht an denk ausinnenpolitischer sicht 50 jahre , aber keine ahnung ist nur ne waage schätzung.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:12
Meiner Meinung nach liegt das Problem in der mangelnden Bereitschaft unserer Gesellschaftsich mit ihren/unsren Kindern zu beschäftigen. Die Kinder und Jugendlichen konsumierendas was sie vorgesetzt bekommen. Und das ist eben das Angebot an Sendungen im Fernsehenwelches sich auf erschreckend niedrigem Niveau befindet.
Die Möglichkeiten sich zubilden, welche nornia beschrieben hat existieren zwar, fristen jedoch ein Nischendasein.Die Kinder erfahren auch keinerlei Motivation sich zu bilden. Man zwingt sie zwar in dieSchule zu gehen, lässt sie aber mit dieser Situation alleine. Das natürliche Bedürfnisder Kinder zu lernen wird am Fernseher, im Internet usw. befriedigt.
Sobald man sichjedoch ernsthaft mit Kindern beschäftigt, beginnen sie Interessen in alle möglichenRichtungen zu entwickeln. Meine eigene Erfahrung in dieser Richtung hat gezeigt daß siealles was wir ihnen dann vorwerfen, begierig wie ein Schwamm aufsaugen. Anstatt vormFernseher zu verkümmern wollen sie etwas lernen. Anstatt GZSZ und wie diese Sendungensich alle nennen zu schauen, wollen sie lieber etwas über das Leben und die Welt um unsherum erfahren. Bis es zu diesem Punkt kommt ist jedoch eine intensive Beschäftigung mitdiesen Kindern nötig. Auch muß man sich weiterhin mit den Kindern beschäftigen. Bis zudem Punkt, an dem sie beginnen ihre eigenen Wege zu gehen. Wir müssen den Kindernbeibringen selbst zu denken. Ein gesundes Interesse an ihrer Umwelt zu entwickeln.

Die derzeitige Entwicklung unserer Gesellschaft lässt sich nur stoppen wenn wirumdenken. Es liegt nicht in der Hand der älteren und auch nicht in der Hand der kommendenGeneration. Sondern allein in der unseren. Wir müssen unseren Umgang mit unseren Kindernüberdenken, damit deren Generation die gesellschaftliche Entwicklung umkehren kann.

In der heutigen Gesellschaft ist es nicht immer leicht sich mit unserem Nachwuch zubeschäftigen. Die einen müssen Arbeiten. Man verlangt von den Menschen flexibilität. Auchlange Wege zur Arbeit müssen in Kauf genommen werden. Das wird von beiden Elternteilenerwartet. Beide Elternteile müssen arbeiten, weil der Lohn eines Elternteils oft nichtausreichend ist. Da bleibt oft wenig Zeit sich mit den Kindern zu beschäftigen.

Die anderen sind arbeitslos. Durch lange Arbeitslosigkeit bzw. immer wiederkehrendeArbeitslosigkeit geht diesen Menschen jegliche Motivation verloren. Auch die Motivationsich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Ich habe viele dieser Menschen kennen gelernt.Sie vegetieren nur noch vor sich hin. Für diese Menschen existieren nur noch die drei f.

Die, welche Karriere machen, haben meist auch wenig Zeit sich mit ihren Kindernzu beschäftigen. Von diesen Menschen wird erwartet daß sie sich einsetzen. Ein 10-14Arbeitsstundentag ist keine seltenheit. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für die Kinder.

Wie man also sieht, sind die Vorraussetzungen mehr schlecht als recht. Trotzaller widrigen Umständen müssen wir uns dennoch die nötige Zeit nehmen. Nur auf dieseWeise wird sich was ändern.
Neue Regeln aufstellen ändert die Gesellschaft nicht. Wirmüssen uns ändern damit sich die Gesellschaft ändern kann.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:27
Ich bin dagegen alles als so negativ abzustempeln.

Alles was die "heutigejugend" macht. noch nie hat sich eine jugend aus dem definiert was die vorherige ihrvorgab. man unterschätzt die jugend.

lass sie doch gzsz schauen klingeltönerunterladen. Das ist der Zahn der Zeit, das einzige die älteren beherrschen müssen istdie regulation. mit ihren abgenutzten werten, von der neuen generation aus spiessigenwerten.

Regulierung ist alles, wer aus dem gesellschaftlichen bild heute einenkompletten sittenverfall herausstilisiert, der ist mE paranoid, und verhält sich wie diespiesser die Rockmusik als quell allen übels gesehen hatten.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:33
@DeadPoet

Insofern wiederholt es sich immer. Aber unrecht hat isnat nicht! Under beschreibt Missstände, die Missstände sind!


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:39
@ deadpoet

Ich glaube du hast da was missverstanden. Das war in keinsterweiseKritik an der Jugend. Im Gegenteil. Ich habe die Eltern kritisiert.
Den Kindern zB.die Schuld am Ergebnis der Pisastudie zu geben wäre wie den Überbringer der schlechtenNachricht für die Nachricht verantwortlich zu machen.
Ist auch nichts dagegen zusagen daß die Kinder GZSZ schauen. Aber daß die Eltern die Erziehung ihrer Kinder demFernseher überlassen, dagegen ist schon was zu sagen.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:41
"Aber unrecht hat isnat nicht! Und er beschreibt Missstände, die Missstände sind!"

Was natürlich stimmt! es sind Misstände, man sollte sich lediglich bei derthematisierung solcher Generationskonflikte darüber im klaren sein, das dienachfolgende, auch wenn es kein universalgedächtniss gibt, leider,bei beobachtunggewisser tendenzen vor augen halten das es eben "nur" tendenzen sind.

Der menschkommt schnell von regulierung zu verbot zensierung, restriktionen.

Unser Bildder Welt, egal wie alt wir sind, wird irgendwann kompromitiert,
und in einem gewissenrahmen, ist es völlig in ordnung..


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 03:48
Den Kindern zB. die Schuld am Ergebnis der Pisastudie zu geben wäre wie den Überbringerder schlechten Nachricht für die Nachricht verantwortlich zu machen.

>ich wehremich garnich gegen deine einwände, und stimme auch deiner ersten einschätzung voll zu.<

die pisastudie steht in keinem vergleich zur Bildungsqualität eines ganzenvolkes.
wir erleben da nur eins, nämlich das ein bildunglastiger staat wiedeutschland der allen bürgern bildung erlaubt unter zumutbaren bedingungen schlechterdasteht als ein staat mit stärkerem gefälle zwischen arm und reich.


Wennwir uns hinentwickeln wollen zu einer rein elitären bildungschicht, ohne zwischenstufen,dann sollten wir die pisastudie mit offenen armen empfangen,
ohne sie zu kritisieren,ohne zweifel zu üben. bislang ist das der fall.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 04:43
@DeadPoet
<"Unser Bild der Welt, egal wie alt wir sind, wird irgendwannkompromitiert, ">

Wia moanst etz des??


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 04:45
@DeadPoet
<"das ein bildunglastiger staat wie deutschland der allen bürgern bildungerlaubt unter zumutbaren bedingungen schlechter dasteht als ein staat mit stärkeremgefälle zwischen arm und reich.">

Ist das so? Interessante Info. Wäre neErklärung.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 04:54
ei speak no bayowarisch.
but for sure i have to explained it.

die nächstegeneration wird sich immer von unseren wertevorstellungen entfernen,
man sollte dasnicht verteufeln sondern die positiven veränderungen forcieren und nicht die negativen.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 05:41
@DeadPoet

JA SO finde ich das auch akzeptabel formuliert. Und so ist es wohlauch sinnvoll. Wenn wir dabei bedenken, dass nach einigen Generationen - meist schon beiden Enkeln wieder JENE Wertvorstellungen eine Rolle spielen, die den Grosseltern lieb undteuer waren - in abgemilderter, verwandelter Form versteht sich.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 14:04
@rocketfinger

>>der viel wichtigere schluss aus dem ganzen liegt in dertatsache, dass unsere gesellschaft gewisse "gesellschaftsformen" völlig verkümmern lässt(und den geist und mit sich ziehend auch den körper einer degeneration unterzieht) welchedie einst prägnanten merkmale unseres sozialen kollektivs ausmachten:

-kreativität
- der drang zur bildung und dem "sich weiterentwickeln"
- sozialekontakte pflegen
- kritikfähiges denken
- gehobene konversationen und eingrundmaß an eloquenz
- geistige entwicklung durch kommunikation/interaktion<<

O.K. unter diesen Gesichtspunkten kann ich, bzw. muss ich leider deiner Ansicht überdie heutige Gesellschaftsform zustimmen. Die eigentliche Intention deines Threads war mirzuvor nicht so ganz ersichtlich und die derzeitige Gesellschaft schlichtweg als stupiderabzustempeln, weil sie sich anders verhält, wäre mir zu engstirnig gedacht gewesen.
Aber das die Tendenzen, wie hier bereits einige User zuvor schrieben, in Bezug aufdie Förderung der Kinder und Jugendlichen, wie ich finde nicht nur in sozialer sondernauch ideeller Weise, einen bedenklichen Verlauf zu nehmen scheinen, läßt sich nichtabstreiten.
Das soziale Verhalten verarmt zunehmend und die Ideale beschränken sichüberwiegend auf materielle Güter.
Wenn ich dabei auf mein eigenes noch nicht allzulanges Leben zurück blicke, so ist dieser Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung dochrecht interessant zu beobachten...als Kind war es z.B. etwas besonderes, wenn jemandeinen Fernseher in Farbe hatte. Meine Teenagerzeit hingegen wurde schon langsam aberdeutlich mehr geprägt vom technischen Fortschritt und zudem waren wohl die 90er Jahre infinanzieller Hinsicht für die überwiegende Bevölkerung weitaus sorgenfreier als heute. Esgab deutlich weniger Arbeitslose und für uns Jugendliche war es nahezu eineSelbstverständlichkeit, dass es allen gut ging.
Aber dann begann die Wirtschaftlangsam etwas zu bröckeln (natürlich ist Deutschland immer noch ein wohlhabendes Land),aber die Menschen mussten damit beginnen, zu lernen, sich einzuschränken.
Zum einenförderte diese Entwicklung zu Frustrationen bei der Bevölkerung, weil z.B. menschlicheArbeitsplätze durch Maschinen ersetzt wurden und die Kinder dieser dadurch arbeitslosenEltern sich ungeachtet fühlten, weil ihre Eltern ihnen nun nicht mehr den neuestentechnischen Schnickschnack kaufen konnten. Zudem sorgte dann aber zu allem Überfluss derGebrauch dieses technischen Unsinns (wie z.B. Handys und PC Games bei Grundschulkindern)dafür, dass diese Kinder phantasieloser und kontaktärmer aufwachsen, als früher.
Diesist natürlich nur ein überspitztes Beispiel, aber wenn ich mir den immer höher werdendenStellenwert materieller Dinge, frei nach dem von der Marktwirtschaft suggerierten Motto:"Hast du nichts, bist du nichts" betrachte und dazu zeitgleich die immer mehr anwachsendePerspektivenlosigkeit der Jugendlichen, die ihre Selbstständigkeit mit einem nahezuunerreichbaren Ausbildungsplatz beginnen müssen, dann schließt sich mir hier einTeufelskreis...der sich aber vielleicht dadurch selber aufheben könnte, weil die Menschendazu gezwungen werden, wieder ein wenig mehr Kampfgeist, Eigeninitative vor allem jedochauch andere Werte, wie Menschlichkeit und Kreativität, als verbleibende Alternative inden Vordergrund zu setzen...


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 14:40
"Hast du nichts, bist du nichts"

Und wenn man es schafft irgendwann mal derbreiten Masse klar zu machen dass der obige satz in wirklichkeit heissen müsste, "Weißtdu nichts, bist du nichts", wäre uns allen schon geholfen.


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rocketfinger Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 19:39
@nornia


widerspricht es sich im grunde nicht selbst, dass unseregesellschaft zum einen zur "materiellen-konsumgesellschaft" mutiert und zum anderen denwert meterieller konsumgüter nicht erfassen und verwerten kann?!

versteh michnicht falsch, dein beitrag stimmt insofern völlig, aber postuliert sich daraus nicht ebendieser widerspruch?


ich finde es gleicht dem verhalten eines spielers:soviel geld er auch gewinnt, so ist er doch unfähig damit sinnvoll umzugehen. impliziertdies evtl., dass in unserer gesellschaft eine art von "suchtverhalten" vorliegt und somitbeispielsweise nicht nur jugendliche dieser erliegen, sondern auch erwachsene? denn suchtkann nur dann kontrolliert und behandelt werden, wenn zum einen die fähigkeit zurselbstkontrolle besteht und zum anderen jemand da ist, der dies überwacht und evtl. auchiniziiert. gesellschaftskritisch versagen die meissten menschen in beiden punkten undsomit eröffnet sich hier der angriffspunkt für konsumbetreiber und -verteiler.


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Themendiskrepanz

13.09.2006 um 20:19
@rocketfinger

Mein Eindruck entspricht in erster Linie am ehesten dem, dassviele Menschen (sowohl Kinder als auch Erwachsene) an einer absoluten Reizüberflutungleiden. Es wird nicht unbedingt weniger vermittelt als früher, aber aus der gesamtenSumme an Neuigkeiten, die in jeglicher Form täglich auf uns einprasseln, die Quintesenzfür sich selber heraus zu finden ist dadurch deutlich erschwert.
Mit der Zeitbeginnt man dann abzustumpfen und das ist in gewisser Weise sogar eine Form vonSelbstschutz. Denn wenn ich mir Beispielsweise alle aktuellen Nachrichten überKriegskrisengebiete noch immer mit der gleichen Intensität ansehen würde, wie zu denZeiten als es grade mal drei Programme gab, dann hätte ich einen Fulltimejob der michbaldigst in die Depression treiben würde.
Andererseits führt eine zu extremeAbgestumpftheit aber leider auch dazu, dass sich das Weltbild verschiebt und für diemeisten der Bezug zur Realität ein Stück weit verloren geht. Man kann sich wunderbar ineine Traumwelt flüchten und am Leben der tollen Medienstars so hautnah teilhaben, dassman sich glatt einbilden könnte, live dabei zu sein...bis die Seifenblase platzt.
Schon Marx sah einige dieser Folgen der Technisierung voraus und die die in derMarktwirtschaft an der Spitze stehen lachen sich über die Dummheit des sich manipulierbarmachen lassenden Volk ins Fäustchen...schließlich läßt sich eine Unmenge Geld damitverdienen... wer ohne zu hinterfragen etwas kauft, kauft mehr und wer sich auch nochsagen läßt, was er kaufen soll, der kauft noch mehr...


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