martenot schrieb:Meine Mutter hatte mich häufiger ermahnt, weil ich als Kind zu "weich" und zu emotional war. Damals hieß es auch, ich solle mich halt einfach gegen Anfeindungen zur Wehr setzen und mich "wie ein richtiger Junge" verhalten.
An diesem Tipp ist - erst mal - nicht alles verkehrt. Leider ist es ja nicht nur heutzutage so, dass man sich wehren können sollte, verbal und zur Not auch physisch. Sonst wird man sehr leicht zum Opfer. Man sollte auch eine gewisse Resilienz entwickeln. Die kann in diesen Zeiten nicht schaden. Das aber gilt für beide Geschlechter. Und dabei sollte man selbstverständlich seine sensible, emotionale Seite nicht unterdrücken.
Und natürlich mecht es wenig Sinn, ein Kind zu Interessen drängen zu wollen, die es nun mal nicht hat. Sie hätten dich fördern und unterstützen sollen... Denn genau das macht emotional stark.
Pusemuckel schrieb:Leute, die nicht damit klarkommen, dass ein Kind ein echter Mensch ist mit eigener Seele, eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen, sollten sich vielleicht lieber eine Puppe kaufen als Kinder zu bekommen.
Ja, das sehe ich genauso.
martenot schrieb:Diese Angst bzw. das Gefühl, nicht dazu zu gehören, ist immer da. Und es hindert mich oft, mich unbefangen in neue Gruppen integrieren zu können.
Heute auch noch? Da würde ich schon behaupten, dass die Gesellschaft inzwischen weiter ist. Es gibt natürlich immer einige Rückwärtsgewandte.
Das Problem heute ist eher, dass man sich zwingend in irgendeine Schublade einordnen muss, und wenn es noch so viel Auswahl gibt. Sprich, die Leute kommen eher damit klar, wenn du dich als homosexuell outest, als damit, wenn du nicht weißt, wohin du gehörst / dir kein Label geben kannst oder willst.
Dini1909 schrieb:Dieses Vorurteil, das wenn man Homo ist, gleich auf alle steht.
Ja, völlig bekloppt. Und Menschen, die bi sind, die fallen dann grundsätzlich über jeden und jede her. ;-)