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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

7.721 Beiträge, Schlüsselwörter: Massentierhaltung, Veganismus, Fleischkonsum

Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

04.10.2016 um 02:56
Ach leute, mittlerweile sollte doch wirklich keiner mehr denken, dass veganer dauernd soja mampfen T.T


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

13.10.2016 um 15:45
Moin, moin,
Yong schrieb:
Alle Veganer in meinem Bekanntenkreis sind unheimlich aggressive und inzwischen auch sehr unsympathische Menschen
Interessant!
Die Menschen (welche kein Fleisch konsumieren) in meinem Bekanntenkreis, sind weder aggressiv noch unheimlich. Sie essen einfach nur keine Tiere :)
Das wird auch immer so bleiben.
Wenn es nicht um irgendwelche Ernährungstrends oder gesundheitliche Entscheidungen geht sind die Gründe für Vegetarismus und Veganismus eben moralisch begründet und wenn es um Moral geht, dann gibt es immer solche und solche.

Das ist doch bei Themen wie Religion, Todesstrafe und einer ganzen Menge anderer Dinge genau das Gleiche.

Manche treffen eine für sie selbst moralisch richtige Entscheidung und leben dann halt danach, möglicherweise ohne das ihr Umfeld von dieser privaten Entscheidung überhaupt etwas mitbekommt. Andere leben halt ihr leben, geben aber ab und an Denkanstöße bzw bringen sich in Diskussionen ein, das Verständnis wie jemand zu etwas bestimmten überhaupt anders denken kann variiert und während einige nur traurig sind wenn ihnen klar wird, dass sie die Welt nicht retten können fangen andere an aggressiv zu missionieren.

Ich glaube nicht, dass sich das je ändern wird. Damit, dass nicht nur moralische Vorstellungen sich unterscheiden, sondern auch die Vorstellung davon wie groß der Einflussradius der eigenen Moralvorstellungen sein kann/darf müssen wir leben, scheint einfach menschlich zu sein.
Durchfall schrieb:also ich bin froh, wenn es billig ist. Ich brauche billiges Geflügel für meinen Ernährungsplan.
Und die leiden gar nicht so viel, weil die industrielle Tötung schnell und effizient ist.
Nuja, zum einen stellt sich mir die Frage wie man es überhaupt in Ordnung finden kann, dass es in der Massentierhalt Leid gibt und zum Anderen stimmt das so eben nicht.
Wenn ein Hobbyhalter bzw jemand der in kleinerem Ausmaß Nutzgeflügel hält nachts bzw in den sehr frühen Morgenstunden in den Stall geht und das Tier (das bis dahin ein gutes Leben hatte) auf den Arm nimmt und raus trägt, DANN ist da wirklich kein Leid, denn der Kopf ist ab bevor das Tier überhaupt gemerkt hat das irgendetwas anders ist als sonst.
In der industriellen Schlachtung gibt es eine Menge Stress und Panik und das über Stunden, es beginnt mit dem Ausstallen (das läuft bei Broilergruppen von 50 000 + Tieren ein _bischen_ anders, wie man sich sicher denken kann, es folgen Transport, Wartezeiten am Schlachthof) da geht außer der eigentlichen Tötung gar nichts schnell und über die Haltung und das Leben dieser Tiere VOR der Ausstallung haben wir da ja noch nicht gesprochen..
Wenn Du wirklich der Ansicht bist dass es ok ist wenn Nutztiere für Deinen Fleischkonsum leiden, DANN ist das eine Einstellung mit der ich wunderbar leben kann.
Denn damit, dass nicht jeder meine Ansichten teilt kann ich bestens leben. Aber daran, dass es gesund ist sich etwas einzureden das einfach mal nicht so ist (meist geschieht das weder aus böser Absicht noch aus Gleichgültigkeit sondern aus Unwissenheit und Wunschdenken heraus) glaube ich einfach nicht und Fakt ist eben, dass man mindestens von billigem Putenfleisch die Finger lassen muss, wenn man es NICHT in Ordnung findet dass dort massives Leid verursacht wird.
Wenn auf der Fleischpackung Fotos von den Füßen und Flügeln der Tiere wären würdest Du besser entscheiden können ob das noch in Deine Ansicht von "akzeptabel" fällt.
@Balthasar70
....dieses Leben, satt im warmen Stall, mit bester medizinischer Betreuung und geschützt vor Feinden?
Du weißt schon über welche Gruppengrößen wir hier reden, oder?
Ja ich kenne das Gesetz das "jedes Tier einmal täglich zu sichten ist" auch, aber das tut man in einer Halle mit tausenden von Tieren wie genau?
Wenn da einzelne Tiere verenden und mitgefressen oder ins Tiefstreu getrampelt werden fällt das bestenfalls beim Reinigen der Halle nach dem Ausstallen auf aber vorher doch nicht.
Wenn der Geflügelwirt in die Halle kommt und hier und dort ein Husten hört, dann kommt halt ggf jemand mitm Abstrichtupfer nimmt Stichproben und dann wird eben übers Trinkwasser behandelt.
Wenn ein verletztes oder totes Tier gesichtet wird wird es halt rausgenommen und entsorgt.

Also wenn Du das als beste medizinische Versorgung ansiehst leite bitte nie ein Krankenhaus. :)
"Oh ist verletzt, ok, Kopf ab und in die Mülltonne."

Und satt sein ist ne gute Sache, wenn man keine Mastpute ist die billig viel Fleisch kriegen ansetzen muss..
gastric schrieb:Übersatt. Sie werden täglich mit soviel futter gefüttert, dass ihr magen sich vergrößert und sie so schnell gewicht zulegen, dass die knochen nicht mehr mit dem wachstum hinterherkommen.
Davon wüßte ich nu nichts. Meines Wissens sind sämtliche Nutztierarten eh mehr oder weniger "Daueresser". Meine fedrigen Familienmitglieder werden im Winter wenn sie draußen nix finden auch ad libitum gefüttert und eigentlich sollte es bei Hühnern, Enten und Co auch so sein, dass sie jederzeit ans essen können.
Dass Knochen brechen, kaum eine Mastpute ohne eitrige Fußsohlenentzündungen durch die Mast geht usw hat primär etwas mit Qualzucht und teilweise mit der Zusammensetzung des Futters zu tun (wie gesagt "zuviel Futter zur freiwilligen Aufnahme" gibt es für diese Tierchen nicht).
Und natürlich mit Profitgier..
Es hat schon seine Gründe warum eine Pute in einer Haltungsform in der moralische Menschen die Tiere betreuen müssen ohne zu zerbrechen mit ca 5kg Gewicht geschlachtet werden.
So unterschiedlich sind die Rassen eben leider nicht, dass man in der Wirtschaftgeflügelmast erwarten könnte, dass es gut geht eine Pute auf 10kg und mehr hochzumästen. Die Beine und Füße sind dann schon Schrott und beim Ausstallen schleppen viele Tiere sich auf den Flügelspitzen daher, die zu diesem Zeitpunkt auch meist nimmer doll aussehen.
Wer sowas ok findet der soll halt auch bitte dazu stehen oder den höheren Preis für Putenfleisch zahlen der nun einmal anfällt, wenn die Tiere so gehalten, gemästet und geschlachtet werden, dass Knochenbrüche und eitrige Abszesse nicht normal sind.
Und aus Hühnern Masthybriden zu züchten die in ca einem Monat schlachtreif sind..
Mit 4 Wochen sind normale Hühner noch Küken, die ihre Energie viel mehr fürs Durchfiedern und wachsen brauchen.. da ist an Mast und Schlachtreife gar nicht zu denken..
Das hat dann aber leider nimmer viel mit der Haltung oder Fütterung zu tun. zu tun.
Ich kenne einige Hobbyhalter, die sich mal ein paar Masthybridenküken gekauft haben zur Eigenmast.
Die wachsen dann wie andere Hobbyhühner heran, flitzen durch den Garten und fressen was sie finden...
Aber das "WACHSE, NIMM AN GEWICHT ZU" ist fest in ihrer Genetik verankert.
Nicht wenige dieser Halter hatten sich längst gegen die Schlachtung entschieden, weil diese Tiere vom Verhalten her schon ihren Eindruck hinterlassen..
Die Zucht von Leistungshybriden ist hohe Wissenschaft, jahrelange Forschung und kostet extrem viel Geld. Irgendwie muss man ja aus einem Gencode der erwachsen werden möchte einen erschaffen der als Küken als Brathähnchen verkauft werden kann.
Die Selektion auf Tiere, die dem Menschen besonders zugetan, anhänglich und leicht zu handhaben sind läuft da eher nebenbei und hilft einfach mal, wenn man mit tausenden von Tieren in einer Halle klar kommen, Tupferproben nehmen und am Ende der Mast dann soviele wie möglich lebend verpacken will.
Für Hobbyhalter endet das dann oft traurig, denn nicht selten müssen diese Tiere geschlachtet werden, weil sie trotz Bewegung, aktivem Hühnerleben und kalorienärmerer Nahrung mehr Gewicht ansetzen als ihre Knochen tragen können.
Unter Hobbybedingungen zwar nicht nach einem Monat, aber ich kenne nur wenige Fälle in denen das länger als 6-8 Monate gut ging (mein ältester Hahn starb mit 13 Jahren, nur als Vergleich)
@Balthasar70
....es geht hier allerdings um Vegetarismus und Veganismus, also die Ideologie des totalen Verzichts auf Fleisch unabhängig von den Haltungsbedingungen.
Ok, das versteh ich nu ehrlich gesagt nicht so ganz..
Es geht hier doch um Gründe für bzw gegen Vegetarismus bzw um die unterschiedlichen Ausprägungen des Vegetarismus bis hin zu dem Kunstwort "Veganismus"

Und wenn jemand seine Nahrung ohne tierische Erzeugnisse zusammenstellt, dann hat derjenige dafür doch Gründe und neben gesundheitlichen Intentionen, dem Folgen irgendwelcher Ernährungstrends, religiösen Gründen usw gibt es eben nicht nur die Leute die "einfach keine tierischen Produkte essen wollen", sondern bei nicht wenigen sind die Haltungsbedingungen eben genau der Punkt an dem die Entscheidung gar nicht mehr soviel damit zu tun hat ob man es in Ordnung findet Tiere zu töten.

Mein Mann, ich und viele unserer Freunde sind in erster Linie deswegen zu Veganern geworden, weil es die Haltungsbedingungen sind die gar nicht gehen und die Beschaffung von Tierprodukten ohne diesen Wahnsinn ist oft aufwendig und teuer sodass viele dazu kommen irgendwann auch privat Vegan zu leben, unterwegs ist das eigentlich ab dem Zeitpunkt ab dem man diesen ganzen industriellen Wahnsinn ablehnt eh notwendig, weil Bäcker, Imbissbuden und Co ihre Tierprodukte ja eher nicht auf kleinen Bauernhöfen einkaufen.
@Balthasar70
....diese Gründe sind allerdings hinfällig da selbst bei allerbester Haltung kein Veggi plötzlich wieder anfangen würde Fleisch zu essen. Es gäbe ja dann auch überhaupt keinen Grund für sie z.B. Auf Wild zu verzichten.
Sorry, aber DAS ist ganz einfach falsch. Wenn Du mir nicht glaubst kannst Du gern mal ins Hühnerforum schauen.
Da kommt es nämlich sehr oft GENAU zu diesem Punkt und das ist auch in Ordnung so.
Häufigster Gang der Dinge:
Die Leute lebten in der Stadt und ernährten sich vegan, weil sich die Frage nach dem "Ist Töten überhaupt ok." nicht stellte, weil sie um den industriellen Massentierwahnsinn eh nicht herumkamen.
Dann ziehen sie aufs Land und die Anschaffung von ein paar Hühnern für "eigene Eier" ist oft recht schnell gefallen, es sind genügsame Tiere die nett zu beobachten sind.
Irgendwann kommt dann für jeden Hühnerhalter der Punkt an dem er entscheiden muss ob er seine gluckige Henne brüten lässt oder nicht.
Und je nachdem wie die Gruppe zusammengesetzt ist und wie man lebt bedeutet der Wunsch selbst einmal zu sehen wie Küken heranwachsen fast unweigerlich, dass man die Hähne schlachten bzw zur Schlachtung abgeben muss, denn nicht bei jeder Rasse vertragen sich die Hähne, nicht jede Gruppe ist gross genug für mehr als einen Hahn und "ein gutes Zuhause für die Hähne finden" sind seltene Glücksfälle, nichts auf das man zählen kann.

Und während manche durch das Zusammenleben mit Hühnern in ihrer Ansicht, dass man ein Leben nicht dafür nehmen darf bestärkt werden gibt es sehr wohl auch gar nicht so wenige die vorher strikt vegan, bzw durch die eigenen Eier vegetarisch lebten denken sich dann "Warum nicht" und lernen entweder das Schlachten oder finden jemanden der Ihnen dabei zur Hand geht.
Keiner von denen rennt danach wieder zu Imbissbuden usw aber die paar Hähne, die zu gegebener Zeit nach Sibirien ziehen (ein freundliches Wort für die Kühltruhe) werden mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen zubereitet und gegessen (nur bei der Schlachtung fließen meistens Tränen und Schnaps) und daran ist meiner Meinung nach auch nichts schräg.

schönen Tag noch und zwar Euch allen.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

13.10.2016 um 16:51
Fraukie schrieb:Wenn auf der Fleischpackung Fotos von den Füßen und Flügeln der Tiere wären würdest Du besser entscheiden können ob das noch in Deine Ansicht von "akzeptabel" fällt.
würde mich nicht stören. Habe selbst schon Tiere geschlachtet.

Und was soll ich denn machen? Ich habe wie gesagt einen Ernährungsplan und dafür kommt mir billiges Geflügelfleisch ganz recht.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

16.10.2016 um 12:30
Meine Meinung zu Vegariern und Veganern ist immer so eine Sache.
Ich kenne viele in meinem Bekanntenkreis, die sich selbst Vegetarier oder Veganer schimpfen, weil es gerade mal so in der Mode ist, mit dem Argument sie "wollen ja die armen Tiere schützen."
Aber dann seinem Haustier Industriefutter geben, ne ? ;)
Da stört es mich auch ungemein, wenn man nicht mehr normal mit ihnen essen kann. Eine Mahlzeit ohne Fleisch ? Für mich überhaupt kein Problem ! Aber wenn man sich dann noch andauernd solche Sachen wie "Ist das denn auch biologisch abbaubar ?" oder " Nein, DAS esse ich ganz sicher nicht, das kommt aus dem Supermarkt !" anhören kann, ist der Spaß bei mir auch zu Ende.

Nein, aber um mal beim Thema zu bleiben, ich persönlich bin ganz normaler Fleischesser und werde das auch immer bleiben, schon alleine weil ich es auch einfach so gewöhnt bin, akzeptiere und respektiere es aber voll und ganz, wenn sich jemand dazu entschieden hat, vegetarisch oder auch vegan zu leben und dies aus vollster Überzeugung und eigenen Gründen tut.
Jedoch möchte ich aber genauso akzeptiert werden, wenn ich sage, dass ich eben gerne Fleisch esse.
Ich tue damit ja niemandem weh. Ich verletze keine Tiere und würde das auch NIE tun. Mir ist klar, dass ich damit auch die Massentierhaltung in gewisser Weise unterstütze, aber wir alle unterstützen ja ebenso auch die Tierversuche mit Shampoos, Make-Up und anderen Kosmetikartikeln.
Ebenso wird sich ja häufig darüber gestritten, ob es gesünder ist vegan oder vegetarisch zu leben und auch unter diesen Lebensweisen wird sich gestritten, ob der eine jetzt ein Poser ist oder nicht.

Ich finde, Vegetarismus und Veganismus sind Themen, über die man sich noch in 100 Jahren streiten wird dabei hat die Welt doch wohl genug schlimmere Probleme.
Sollte man sich denn gegenseitig keinen Respekt zollen ?


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 09:43
@Tautropfen
Tautropfen schrieb:Ich finde, Vegetarismus und Veganismus sind Themen, über die man sich noch in 100 Jahren streiten wird dabei hat die Welt doch wohl genug schlimmere Probleme.
Das heißt ich soll mich ersteinmal um schlimmere probleme woanders kümmern und dann die recht leicht zu lösenden vor der eigenen haustür beheben? Auch mit dem hintergrundwissen, dass einige schlimmere probleme weltweit mit der überproduktion an schlachtvieh, fleisch, milch und eiern zusammenhängen? Wenn man schlimmere probleme der welt angehen will, dann muss man an vielen ecken ansetzen. Die reduktion von tierprodukten ist eine und diese ist nicht so unwichtig wie sie erscheint und wenn ich dann lesen darf, dass es schlimmere probleme auf der welt gibt, aber gleichzeitig aus purer gewohnheit weiterhin die schlimmen probleme mitverursacht werden, dann ..... puuuh.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 10:47
Tautropfen schrieb:Ich tue damit ja niemandem weh. Ich verletze keine Tiere und würde das auch NIE tun.
Dass es dann andere für dich tun müssen macht die Sache nicht besser. Du nimmst es sozusagen billigend in Kauf, dass andere Lebewesen gequält und getötet werden.
Tautropfen schrieb:Ebenso wird sich ja häufig darüber gestritten, ob es gesünder ist vegan oder vegetarisch zu leben
Dass eine vegetarische oder vegane Ernährung wesentlich gesünder ist, haben zahlreiche Studien bereits bewiesen. An der Stelle verweise ich einfach mal auf die Bücher "How not to Die" und "Tiere essen".
Tautropfen schrieb:dabei hat die Welt doch wohl genug schlimmere Probleme.
Ja, zum Beispiel Unwissenheit und Ignoranz:

folgen des fleischkonsums
Tautropfen schrieb:Sollte man sich denn gegenseitig keinen Respekt zollen ?
Interessant, dass das jemand sagt, der offensichtlich das Leben anderer nicht respektiert, weil er sie isst.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 10:57
Ich ess gerne Fleisch und spreche mich gegen die Religion des Veganismus/Vegetarismus aus - da diese Einschränkungen auferlegt, aber keine Vorteile bietet. Das Fleisch schmeckt gut. Der Verzicht darauf ist eine Einschränkung (negativ).

Dem stehen keine positiven Anreize gegenüber, die Vegenismus/Vegetarismus erstrebenswert machen könnten.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 11:13
@lkdwpi
lkdwpi schrieb:Dem stehen keine positiven Anreize gegenüber, die Vegenismus/Vegetarismus erstrebenswert machen könnten.
Zumindest keine, die nur dir persönlich dienen, ausgenommen evtl bessere gesundheit. Alles andere wie weniger tierleid, weniger billigfleischexporte richtung afrika und damit einhergehend gestärkter dortiger markt samt kleinbauern, die nicht ihrer existenzgrundlage beraubt werden zählen da eher weniger oder aber der umstand, dass man sein eigenes grundwasser weniger belastet und damit auch die einen umgebene umwelt nicht ganz so im eimer ist.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 11:30
Ja, das hast du richtig erfasst. Das zählt - aus eigener Sicht - nicht. Vor allem irgendwas mit Bauern und Billigfleischexport. Es wird auch gerne von Vegetariern angeführt, dass für die Fleischproduktion viele Pflanzen (als Nahrung für die Tiere) benötigt würden ... die man stattdessen an ärmere Länder geben könnte als Nahrungsmittel.

Frage ist: Würd das tatsächlich so passieren? Sowas wird doch von Unternehmen produziert, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben. Die würden dann eher gar nicht mehr produzieren - statt kostenlos pflanzliche Nahrung an ärmere Staaten zu geben.

Hier sind die Regierungen gefordert die Anreize setzen und halt über Steuern/Entwicklungshilfe solche Staaten unterstützen (und dann von Firmen Getreide, etc. kaufen - und wenn mans kauft dann lohnt es sich für jemanden der Geld damit verdient es herzustellen).

Das mit besserer Gesundheit für sich selber ist ein Gerücht. Hängt immer von der Menge ab. Am gesündesten wäre wohl (hab ich irgendwo gelesen) Pescetarismus, wegen der guten gesunden Fettsäuren die in bestimmten Fischsorten viel vertreten wären. Ausgewogen (also ein bisschen Fleisch - aber nicht zu 100 Prozent nur Fleisch essen) - das ist sicher nicht viel schlechter als 100 Prozent nur sich von pflanzlischem Kram ernähren.

Tierleid ist egal. Bin ein Menschn.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 11:50
Vegane Ernährung ist Luxus. Und auch für Gesellschaften unterhalb unserer Denkbar ungeeignet.

Vor allem wenn man nicht die künstlichen Nahrungergänzungsmittel hätte oder sich Lokal im Geographischen udn Klimatischen Sinne ernähren will

Über Vegetarismus kann man noch Diskutieren.

Vielleicht reicht es aber auch einfach den Fleischkonsum wieder auf einen Stand der 50er und 60er Jahre zu beschränken.


Argumente wie der Welthunger oder die Umwelt ziehen nur bedingt, weil da müssen wir mal Gesamtrechnungen aufmachen.

bzw abkommen von Milchmädchenrechnungen.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 11:53
@lkdwpi
lkdwpi schrieb:Frage ist: Würd das tatsächlich so passieren? Sowas wird doch von Unternehmen produziert, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben. Die würden dann eher gar nicht mehr produzieren - statt kostenlos pflanzliche Nahrung an ärmere Staaten zu geben.
Es wäre gar nicht notwendig, wenn es die massentierhaltung gar nicht gäbe. Zum einen importieren wir etreide und co aus eben diesen ländern und zum anderen schicken wir unser billigfleisch dorthin und zerstören den markt. Nicht der nahrungsmittelmangel ist dort das problem, sondern der umstand, dass sich viele kein essen leisten können.

Kostenlos nahrung zur verfügung zu stellen wäre eine katastrophe für den weltmarkt und führt nur in eine abwärtsspirale.
lkdwpi schrieb:Hier sind die Regierungen gefordert die Anreize setzen und halt über Steuern/Entwicklungshilfe solche Staaten unterstützen (und dann von Firmen Getreide, etc. kaufen - und wenn mans kauft dann lohnt es sich für jemanden der Geld damit verdient es herzustellen).
Wir importieren doch schon nahrungs- und futtermittel. Wir exportieren tierprodukte. Nur der preis ist fürn allerwertesten, denn solange wir trotz import des futtermittels, schlachtung und export in diese länder immernoch billiger produzieren, als die hiesigen bauern dort, ist das ganze konzept fürn allerwertesten.
lkdwpi schrieb:Tierleid ist egal. Bin ein Menschn.
Menschen SIND tiere.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 12:06
@gastric

Also die Lieferketten und Herkünfte muss man schon etwas weiter auseinanderhalten.


610x305


Sojabohnen -schrot Import D


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 12:38
@Fedaykin
Seit wann importieren wir als einziges futter- und nahrungsmittel soja?


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 14:05
Es ist sicherilclh das Hauptfuttermittel was importiert wird.

Dann kommen noch Ölsaaten

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Jedenfalls ist das geographisch getrennt sprich den Import von Futtermitteln und Export von Fleischprodukten nach Afrika.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 14:18
@gastric
@Reliable


Ja, es gibt weitaus schlimmere Probleme auf der Welt, als sich darüber zu streiten, wer hier bessere Menschen sind.
Und nur, weil ich Fleisch esse, macht mich das nicht zu einem Monster.

Schonmal darüber nachgedacht, dass man Leben nehmen muss um neues Leben zu schenken ?
Anscheinend befasst ihr euch nicht mit Ethik.

Aber andere Menschen anzugreifen, die in einem Forum ihre freie Meinung äußern, das ist das einzige was ihr könnt. Lest erstmal richtig, bevor ihr urteilt.

Ich muss mich zwar nicht rechtfertigen, aber es gibt auch schonende Methoden, um Fleisch zu bekommen, die keine Massentierhaltung unterstützen.

Greift ruhig an so viel ihr wollt, juckt mich nicht im geringsten.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 14:49
@Tautropfen
Ich bin lediglich der meinung, wer im glashaus sitzt, sollte nicht in schweine beißen und das man sich durchaus mal den rattenschwanz ansehen sollte, der an der hähnchenbrust auf dem eigenen teller ist. Wer dann mit "ich esse aus gewohnheit weiter fleisch" kommt und gleichzeitig "es gibt schlimmeres" propagiert, der hat sich mit der problematik, die aus dem einfachen konsum tierischer produkte resultiert, kein stück beschäftigt.
Tautropfen schrieb:Schonmal darüber nachgedacht, dass man Leben nehmen muss um neues Leben zu schenken ?
Anscheinend befasst ihr euch nicht mit Ethik.
Ethik beschäftigt sich mit verantwortungsbewussten handeln. Das, was hier passiert, hat nichts mit verantwortungsbewusstsein zu tun. Das ist reine profitgier und die ist mittlerweile weit an ethischem verhalten vorbei. Und der satz "leben nehmen um neues leben zu schenken" ist ehrlich gesagt im kontext der tierhaltung recht unangebracht.
Tautropfen schrieb:Ich muss mich zwar nicht rechtfertigen, aber es gibt auch schonende Methoden, um Fleisch zu bekommen, die keine Massentierhaltung unterstützen.
Für dich als einzelne person sicherlich. Für 80mio deutsche auch? Oder die 7mrd menschen weltweit? Was passiert aus den "schonenden" methoden, wenn die breite masse diese für sich entdeckt? Wie sieht es mit denjenigen produkten aus, die ebenfalls von tieren stammen?


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 15:03
@gastric

Hast du dich denn auch schon mit der Problematik beschäftigt, was den Anbau biologischer Lebensmittel betrifft, wo zum Beispiel 25 mal mehr Lebewesen sterben, weil ja mehr Fläche benötigt wird und mehr die Umwelt durch Pestizide und Erntemaschinen belastet wird?
Ist es etwa keine Problematik, wenn dadurch Nutztiere und Insekten ihres Lebensraum beraubt werden?
Wenn man sich hinstellt als militanter Veganer oder Vegetarier sollte man sich nicht selbst auf die Schulter klopfen und behaupten, diese Religion ist die einzig wahre, weil man ja so viel für die Tierwelt tut. Denn das Gegenteil ist der Fall !

Was 80 Mio Deutsche tun, kann ich kaum beinflussen, nicht? Es muss jeder für sich seinen Weg finden, sollte den Weg des anderen aber wohl akzeptieren können. Mit allen Konsequenzen etc..


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 15:26
@Tautropfen
Ich will ja nicht meckern, aber ich klopf mir nicht auf die schulter. Ganz im gegenteil versuche ich meinen lebensweg immernoch soweit zu optmieren, dass ich auf der einen seite möglichst wenig leid anrichte und auf der anderen seite möglichst wenig eingeschränkt bin. Ich renn aber auch nicht rum, poche auf meine gewohnheit und richte das augenmerk auf größere probleme. Mir gehts am allerwertesten vorbei, wie wer lebt, aber wer mir auf der einen seite sagt, er verzichtet aus purer gewohnheit nicht und auf der anderen seite mit größeren problemen kommt, den weise ich mal ganz dezent darauf hin, dass ne menge richtig mieser probleme mit der eigenen gewohnheit zusammenhängen.

Und wenn das für dich bereits millitant ist, dann solltest du dringend an deiner auffassung arbeiten. Ich für meinen teil habe NIRGENDS irgendwen bekehrt oder aber auf die richtigkeit des vegetarismus/veganismus hingearbeitet. Ganz im gegenteil bin ich sogar der meinung, dass ein moderater (und damit meine ich nicht einmal die woche) tierproduktekonsum völlig im rahmen liegt.


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18.10.2016 um 17:03
Tautropfen schrieb:Ja, es gibt weitaus schlimmere Probleme auf der Welt
Nenne mir bitte mal ein paar.
Tautropfen schrieb:als sich darüber zu streiten, wer hier bessere Menschen sind.
Habe ich nicht behauptet. Zeig mir bitte wo, wenn es kein leerer Vorwurf sein soll.
Tautropfen schrieb:Was 80 Mio Deutsche tun, kann ich kaum beinflussen, nicht?
Das stimmt, jedoch kannst du mit gutem Beispiel voran gehen :)
Tautropfen schrieb:Wenn man sich hinstellt als militanter Veganer oder Vegetarier sollte man sich nicht selbst auf die Schulter klopfen und behaupten, diese Religion ist die einzig wahre, weil man ja so viel für die Tierwelt tut. Denn das Gegenteil ist der Fall
Mit welcher Begründung?

Weißt du, es läuft bei Diskussionen zwischen Veganern / Vegetariern und Fleischessern fast zwangsläufig auf Streit hinaus, weil es nicht ein einziges sinnvolles Argument für Fleischkonsum gibt. So fühlt ihr euch in die Ecke gedrängt und stellt uns als militante Weltverbesserer und Missionare dar. Tief im inneren weiß fast jeder, dass es falsch ist, andere zu seiner Lustbefriedigung sterben zu lassen, das könnte erklären warum ihr immer mit den dämlichsten Argumenten und Vorurteilen eure Position zu vertreten.


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Gründe für oder gegen Veganismus/Vegetarismus

18.10.2016 um 17:10
@gastric

Ich habe dich zwar angesprochen, aber mit keiner Silbe dich als militanter Veganer/Vegetarier bezeichnet. Arbeite also du an deiner Auffassung. :)
Hier im Thread geht es um Problematiken zwischen Fleichesser und der Gegenfraktion ! Und diese empfinde ich persönlich nicht als "First World Probleme"

@Reliable

Sorry, ich kann grad keine Zitate kopieren und antworte untereinander.

Dein Ernst? O.o In Afrika hungern immer noch Menschen und wir diskutieren hier über Essgewohnheiten etc.

Habe niemanden persönlich "beschuldigt", es allgemeingültig umschrieben.

Tue ich, nach meiner Fasson. Kann und will trotzdem niemanden bekehren.

Ja es ist müssig darüber zu diskutieren. Dennoch könnt "ihr" einfach mal akzeptieren, dass nicht jeder Fleischesser ein "Mörder" ist und keinerlei Lebewesen respektiert, nur weil er sich davon ernährt. Schließlich sind Pflanzen auch Lebewesen, nicht? ;)


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