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Todesstrafe

24.204 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

um 10:50
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Mehrheiten. Die Frage ist wer ist betroffen, wer beschäftigt sich damit, und wie werden die Mehrheiten statistisch erhoben? Ich mag damit garnicht sagen, dass wenn ein Zensus eines jeden Bürgers erhoben würde, die Befürwortung deutlich anders aussieht, aber Umfragen können schon abweichen.
Wenn's sonst nicht klappt mit den Argumenten, stellst du mal eben die Umfrageergebnisse in Frage, gar die Methodik der Erhebung.

Das ist einfach ganz schwach.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Bist du gegen die Todesstrafe?" oder "Bist du gegen die Todesstrafe für Schwerverbrecher?" da kommen ganz ganz sicher völlig unterschiedliche statistische Werte heraus.
Das ist völlig absurde, unlogische Behauptung.


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Todesstrafe

um 12:12
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Wenn's sonst nicht klappt mit den Argumenten, stellst du mal eben die Umfrageergebnisse in Frage, gar die Methodik der Erhebung.

Das ist einfach ganz schwach.
Kannst du auch was zum Thema beitragen oder reicht dir ein inhaltsloses beleidigen?


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Todesstrafe

um 12:27
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Kannst du auch was zum Thema beitragen oder reicht dir ein inhaltsloses beleidigen?
Du kannst sicher zitieren, wo ich wen beleidigt habe?


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Todesstrafe

um 12:32
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Kannst du auch was zum Thema beitragen oder reicht dir ein inhaltsloses beleidigen?
wieso, es stimmt doch und ist eine Reaktion auf den Kommentar eines users. Was soll das denn bitte für eine Argumentation des users sein?


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Todesstrafe

um 12:52
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Es gibt viel mehr Menschen, die dieses verlangen, diese Triebe in sich haben. Allerdings haben viele davon ein intaktes Rechts- und Unrechtsbewusstsein und wissen, das dies nicht gut ist. Sie tun auch alles um zu verhindern das sie in solche Situationen kommen, finanzieren sich Therapien und psychologische Unterstützung teils selbst.

Ich habe Hochachtung vor diesen Menschen, die gegen das "Böse" in ihrem Inneren Tag für Tag ankämpfen, niemanden etwas angetan haben und dennoch bei Bekanntwerden für etwas büßen müssen, das sie sich nie ausgesucht haben und das sie nie getan haben.
Das dürfte die ganz große Mehrheit derjenigen sein, die entsprechende Neigungen haben. Es gibt dazu Dunkelfeldbefragungen und Schätzungen, wie viel Prozent der männlichen Erwachsenen eine entsprechende Neigung haben. Während die Hemmschwelle niedrig ist, Kinderpornografie zu konsumieren, ist den Meisten klar, dass sexueller Missbrauch von Kindern nicht nur ethisch unvertretbar ist, sondern auch die eigene Existenz in den Abgrund ziehen kann.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich bin der Meinung , das doch sogar viele Pädophile und Vergewaltiger um Ihre Taten wissen und um deren folgen, aber der Zwang bei Gelegenheit es erneut zu tun ist größer.
Meinungen sind schön und gut. Wenn wir - wie hier - um eine "gerechte" Bestrafung streiten, sollten objektive Erkenntnisse der Maßstab sein. Die Tatsache, dass es Wiederholungstäter gibt, ist halt noch kein Beleg dafür, dass das existierende Sanktionensystem nicht ausreicht.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Was im sinne des Volkes ist, ist nicht immer gleich mit den geltenden Gesetzen.
Nun, wir haben Volkssouveränität. "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus". Gesetze sind demokratisch legitimiert.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Mehrheiten. Die Frage ist wer ist betroffen, wer beschäftigt sich damit, und wie werden die Mehrheiten statistisch erhoben? Ich mag damit garnicht sagen, dass wenn ein Zensus eines jeden Bürgers erhoben würde, die Befürwortung deutlich anders aussieht, aber Umfragen können schon abweichen.
So und? Was im "Sinne des Volkes" ist, ist entweder das Ergebnis von Wahlen und Abstimmungen (s.o.) oder etwas, das mit wissenschaftlichen Methoden erhoben worden ist.

Weder Pendeln noch die Projektion subjektiver Befindlichkeiten auf einen "gesunden Volkskörper" oder "Menschenverstand" und erst recht nicht die angemaßte Repräsentanz durch einen Kaiser oder Führer können mehr Legitimation erlangen. Wir kennen bislang - bei allen Unzulänglichkeiten der repräsentativen Demokratie - kein politisches System, das Gesellschaft und Staatsgewalt besser zusammenführt.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:1950 waren aber noch 55% dafür.....ich denke mal, das waren die, die den Krieg erlebt haben.....
1950 war die Todesstrafe noch völlig "normal" für freiheitlich-demokratische Staaten. Viele Menschen hielten sie auch in Friedenszeiten für "unverzichtbar" für besonders schwerwiegende Straftaten.

Wie so viele Anschauungen ändert sich das. Noch 1977 (RAF-Terror) war die Mehrheit der Deutschen für die Todesstrafe. Seitdem wird Gewalt immer stärker geächtet. Heute ist ganz selbstverständlich die lebenslange Freiheitsstrafe an deren Stelle als schwerste Strafe getreten. Und selbst deren reale Dauer von "nur" 15 bis 20 Jahren (in selteneren Fällen plus X-Jahre) ist ein Zeitraum, den die weit überwiegende Mehrheit akzeptiert, die Tat "gesühnt" ist.

Auch schlagende Ehemänner, Kindesmissbraucher und Vergewaltiger sind heute viel mehr geächtet als früher. Diese Gesellschaft ist "weich" geworden, es gibt neue Straftatbestände (z.B. Sexualstraftaten, die deshalb deutlich zugenommen haben) mehr Einrichtungen und Therapien zur Prävention.

"Die beste Kriminalpolitik ist eine gute Sozialpolitik" (Anselm v. Feuerbach).


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Todesstrafe

um 13:03
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das dürfte die ganz große Mehrheit derjenigen sein, die entsprechende Neigungen haben.
Sie sollten unterstützt werden dagegen anzukämpfen und es sollte damit auch medizinisch mehr unterstützt werden. Nicht wenige werden sich keine Hilfe suchen aus Angst und Scham. Das sollte nicht so sein.

Jede Straftat gegen ein Kind, die so verhindert werden kann, sollte den Aufwand wert sein.

Ich kenne auch die Diskussion, über AI "Ausweichmaterial" zu kreieren, halte das aber für den falschen Weg.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:"Die beste Kriminalpolitik ist eine gute Sozialpolitik" (Anselm v. Feuerbach).
Dem kann ich mich nur anschließen.


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Todesstrafe

um 13:05
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Noch 1977 (RAF-Terror) war die Mehrheit der Deutschen für die Todesstrafe.
also 1973 waren es 30% und 1979 waren es 44%
Zitat von OriginesOrigines schrieb:1950 war die Todesstrafe noch völlig "normal" für freiheitlich-demokratische Staaten.
wurde aber 1949 abgeschafft, aus guten Gründen


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Todesstrafe

um 14:01
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Indem man zum Beispiel Pädophilie nicht nur als Sexualstörung klassifiziert, sondern es als eine richtige Erkrankung deklariert.
Hmm, dann stell ich mal die Frage ob diese Neigung dann anders als andere Neigungen zu betrachten wäre und warum.

Was man anziehend findet kann nicht verändert werden, egal ob dies kleine Kinder, Tiere, Tote oder eben gleichalte Menschen des selben oder anderen Geschlechtes sind. Die Neigung bzw Präferenz wird ja nur als sogenannte Störung genannt, weil es unseren Normen und moralischen Werten nicht mehr entspricht, zum Glück. Neigung bleibt aber Neigung.

Eine Neigung als Krankheit zu bezeichnen würde sofort die Frage stellen, ob alle Neigungen krankhaft wären......das wird keinesfalls so sein.
Sexualmediziner gehen heutzutage überwiegend davon aus, dass die Entwicklung der Sexualität im Wesentlichen mit dem Ende der Pubertät abgeschlossen ist und eine grundsätzliche Änderung der pädophilen Sexualpräferenz nicht möglich ist.[37]
Das primäre Ziel einer Therapie besteht deshalb meist darin, sexuelle Handlungen an Kindern zu verhindern.
Quelle: Wikipedia: Pädophilie

Selbiges gilt wohl für die Hozidaliät(könnte man auch todestrieb nennen) was im Strafrecht dann als Mordlust gilt.

Also Wenn ich mir Wiki und die ganzen Verweis so ansehe, ist das Thema Trieb immer unumlenkbar, sondern nur die Situationsvermeidung eine Art Prävention.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Für viele wäre es sicherlich schon dadurch einfacher, dass sie eben kein Leben im Verborgenen führen müssten.
möglich.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Könnte wie bei einem Trockenen Alkoholiker sein, alle wissen es, alle unterstützen Person X (hoffentlich).
Auch wenn ich weiß was du meinst ist es Äpfel mit Birnen. Der Alkoholiker schadet sich erstmal selbst und keinen Anderen.
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Auch da greifen die Therapien, man müsste hier eben nur viel mehr anbieten und die Hemmschwelle senken diese auch anzunehmen.
Ist belegt, das bei Triebtätern die Neigung per Therapie reduziert werden? Ich meine nein.
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Wenn's sonst nicht klappt mit den Argumenten, stellst du mal eben die Umfrageergebnisse in Frage, gar die Methodik der Erhebung.

Das ist einfach ganz schwach.
Hast du was zum Thema beizutragen oder geht es dir nur im meine Sichtweise die deiner nicht entspricht?
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Das ist völlig absurde, unlogische Behauptung.
Nein, Die Fragestellung und der Detailgrad einer jeden Frage beeinflusst die Antwort.

Somit könnte ich fragen ob du allgemein gebildet bist?
Oder ich könnte fragen ob du bei dem Thema Molekulartechnik eine gewisse Grundkenntnis besitzt?

Aber da für dich die Fragestellung wohl egal ist, nehme ich an, wir kennen uns beide nicht Molekulartechnik aus. ;)

Ansonsten gehe wich gern zum Thema auf deine Meinung und Argumentation ein, aber nicht auf deine OT-Spitzen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Meinungen sind schön und gut. Wenn wir - wie hier - um eine "gerechte" Bestrafung streiten, sollten objektive Erkenntnisse der Maßstab sein. Die Tatsache, dass es Wiederholungstäter gibt, ist halt noch kein Beleg dafür, dass das existierende Sanktionensystem nicht ausreicht.
Das würde ich mal als Killerphrase bezeichnen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nun, wir haben Volkssouveränität. "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus". Gesetze sind demokratisch legitimiert.
Darum geht es mir gar nicht. Von daher würde ich dir nicht wiedersprechen.


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