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Todesstrafe

24.590 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

10.09.2026 um 14:33
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Aber wenn wir uns abstrakt einen Staat, ein Justizsystem mit Todesstrafe vorstellen, dann sollte man eigentlich davon ausgehen, dass das System weitere...Schwächen aufweist, die als Nebeneffekt der Todesstrafe auftreten und/oder umegekehrt die Todesstrafe hervorgberacht haben.
Jein.
Im Prinzip, GG mal außen vor, kann ich eine Todesstrafe ins deutsche Rechtssystem einbauen ohne Effekte wie LWOP zu erzeugen. Es wäre „nur“ eine Erweiterung des Strafenkatalogs.
Aber schaut man sich die Realität an, Länder weltweit mit TS, ja, sind eher nicht die Rechtssysteme die man als Vorzeigebeispiele nehmen würde.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ich denke, man muss immer das System im ganzen sehen. Man fragt sich ja, ob die Todesstrafe in den USA denkbar wäre ohne die ganzen anderen "Eigenheiten" des Systems dort. Ich denke nicht.
Historisch ist das so gewachsen.


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10.09.2026 um 16:02
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Im Prinzip, GG mal außen vor, kann ich eine Todesstrafe ins deutsche Rechtssystem einbauen ohne Effekte wie LWOP zu erzeugen. Es wäre „nur“ eine Erweiterung des Strafenkatalogs.
Das glaube ich nicht. Weil:
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Historisch ist das so gewachsen.
Auch bei uns ist das historisch so gewachsen. Mit dem gesamten Justizsystem. Und wenn es (hypothetisch) mal durch Mehrheiten eine GG-Änderung geben sollte und die Todesstrafe wieder eingeführt würde, dann wird das nicht ohne andere "Effekte" geschehen. Insofern denke ich, dass ist dein Szenario zu theoretisch.

Oder anders ausgedrückt: die Frage der Todesstrafe ist ja nicht unabhängig von der Gesellschaft, in der sie verhängt (oder nicht) wird. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen. Die US-Gesellschaft ist eine ganz andere als unsere. Besonders im Bestrafungssystem. Auch wenn es kulturell natürlich viele Gemeinsamkeiten gibt. Aber im Strafempfinden klaffen da Welten (auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ein nicht geringer Anteil der deutschen Bevölkerung sich, zumindestens insgeheim, so ein Justizsystem wie in den USA wünschen würden).


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10.09.2026 um 16:13
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Auch bei uns ist das historisch so gewachsen
Nicht wirklich. Wir hatten D nach WWII einen Fullstopp. Das GG wurde von Grund auf neu aufgesetzt. Natürlich mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit insbesondere mit den Erfahrungen des Nazi Regimes. Es wurden aber nicht bestehende Regelungen angepasst mit all den Schwierigkeiten Neues mit Bestehenden in Einklang zu bringen.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:die Frage der Todesstrafe ist ja nicht unabhängig von der Gesellschaft, in der sie verhängt (oder nicht) wird.
Da geh ich absolut mit.


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10.09.2026 um 16:16
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Und wenn es (hypothetisch) mal durch Mehrheiten eine GG-Änderung geben sollte und die Todesstrafe wieder eingeführt würde, dann wird das nicht ohne andere "Effekte" geschehen. Insofern denke ich, dass ist dein Szenario zu theoretisch.
Geht schon deswegen nicht, da wir in der EU sind. Da kann das ins GG geschrieben werden, so groß und fett, dass ein Buchstabe eine ganze Seite ausfüllt. Europarecht bricht Bundesrecht, Bundesrecht bricht Landesrecht.


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10.09.2026 um 16:18
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Geht schon deswegen nicht, da wir in der EU sind. Da kann das ins GG geschrieben werden, so groß und fett, dass ein Buchstabe eine ganze Seite ausfüllt. Europarecht bricht Bundesrecht, Bundesrecht bricht Landesrecht.
Wir reden hypothetisch. Steht ja extra da. Und ein Austritt aus der EU ist auch nicht soooo schwierig. Siehe GB


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10.09.2026 um 17:48
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Nicht wirklich. Wir hatten D nach WWII einen Fullstopp. Das GG wurde von Grund auf neu aufgesetzt. Natürlich mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit insbesondere mit den Erfahrungen des Nazi Regimes. Es wurden aber nicht bestehende Regelungen angepasst mit all den Schwierigkeiten Neues mit Bestehenden in Einklang zu bringen.
Okay, das stimmt. Insofern ist das auch noch nicht so tief in der "DNA" der deutschen Bevölkerung drin.


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11.09.2026 um 10:32
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Nicht wirklich. Wir hatten D nach WWII einen Fullstopp.
In der DDR gab es die Todesstrafe noch lange nach dem WW2


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11.09.2026 um 10:42
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:In der DDR gab es die Todesstrafe noch lange nach dem WW2
Ja. Wobei auch die DDR eine neue Verfassung bekam. Mit Todesstrafe. Aber zugegeben, ich hatte nur an die BRD gedacht. Danke für den Hinweis.

Und wie bei all den anderen Ländern mit TS die ich so kenne, nicht gerade ein Vorzeigemodell beim Thema Rechtsstaat.
Oder etwas präziser, im Bezug auf die Verfassung der DDR. Das Papier und die Realität lagen weit auseinander.


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11.09.2026 um 10:47
Die Abschaffung der Todesstrafe war eine politische Entscheidung, da die DDR eine entsprechende Anerkennung weltweit (UN) und in der BRD vorantreiben wollte.

Natürlich war die Abschaffung 1987 sehr zu begrüßen, die letzte Hinrichtung erfolgte übrigens 1981, aber dies geschah leider nicht aus humanitären Gründen.


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11.09.2026 um 10:51
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Ja. Wobei auch die DDR eine neue Verfassung bekam. Mit Todesstrafe. Aber zugegeben, ich hatte nur an die BRD gedacht. Danke für den Hinweis.

Und wie bei all den anderen Ländern mit TS die ich so kenne, nicht gerade ein Vorzeigemodell beim Thema Rechtsstaat.
Oder etwas präziser, im Bezug auf die Verfassung der DDR. Das Papier und die Realität lagen weit auseinander.
Was die TS anging, lag Verfassung und Umsetzung der Ts nicht weit auseinander. Noch 1981 wurde die letzte TS vollzogen.

Das Problem damals war ja ausdrücklich das politisch Kalkül und System dahinter. Heute, in 2026 haben wir ja Gott sein dank andere Vorausetzungen.
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Die Abschaffung der Todesstrafe war eine politische Entscheidung, da die DDR eine entsprechende Anerkennung weltweit (UN) und in der BRD vorantreiben wollte.
Das sehe ich auch so. Wohl ein Versuch das eigene System irgendwie zu retten bzw politisch auf die Höhe zu heben.


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11.09.2026 um 10:55
@gagitsch

Die DDR wollte Mitspracherecht bei der UN, der große russische Bruder hatte das und sogar Vetorecht. Und von der BRD waren ja Kredite gewünscht für die marode Wirtschaft.


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11.09.2026 um 11:16
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Die DDR wollte Mitspracherecht bei der UN, der große russische Bruder hatte das und sogar Vetorecht. Und von der BRD waren ja Kredite gewünscht für die marode Wirtschaft.
Ah, ok, danke. Das mit der UN war mir nicht bewusst.


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11.09.2026 um 11:17
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ah, ok, danke. Das mit der UN war mir nicht bewusst.
Nach der letzten Hinrichtung 1981 waren weitere Hinrichtungen/Todesurteile faktisch ausgesetzt, bis die Todesstrafe dann 1987 komplett abgeschafft wurde.


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12.09.2026 um 11:18
Zitat von gagitschgagitsch schrieb am 08.09.2026:Wenn ein Richter Zweifel hat, müssen diese ausgeräumt werden, ansonsten darf es, um Fehlurteile zu vermeiden, keine Höchststrafe geben.
Wenn das Gericht Zweifel hat, darf es gar keine Strafe geben, sondern es muss freigesprochen werden.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb am 09.09.2026:Mord ist Mord, weil geplant, hier gibt es keinen Affekt im eigentlichen Sinne.
Ein Mord qualifiziert sich nicht deswegen als Mord, weil er geplant ist.

Ein Mord kann auch ungeplant sein, genauso wie ein Totschlag geplant sein kann.

Es kommt u.a. auf das Motiv an.

Mach dich doch bitte mit den Mordmerkmalen vertraut.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb am 09.09.2026:Aber allgemein sagte ich ja bereits mehrfach, dass es nicht jeder Mörder automatisch mit der TS zu tun haben müsste, da jeder Mord individuell zu urteilen ist.
Ja, was denn nun?

Individuell zu beurteilen, oder "Mord ist Mord"?

Da solltest du dich schon entscheiden, das widerspricht sich nämlich.


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14.09.2026 um 16:02
Wie viele der Angehörigen, die auch noch 30 Jahre nach dem Tod eines Opfers, nach 30 Jahren des Täters in der Todeszelle, unter erbärmlichsten Bedingungen, dessen Tod fordern, werden von denen aufgeputscht, die für die Todesstrafe sind?

Werden zu Spielbällen der Befürworter und Gegner? Werden in den Irrglauben gelassen, der Tod des Täters rücke irgendetwas wieder "gerade"?

@redsherlock

Vielen Dank für Deinen sehr persönlichen Beitrag:

Beitrag von redsherlock (Seite 1.219)

Der Mensch ist damit konfrontiert, dass im Laufe seines Lebens Angehörige sterben. Er mit Verlusten konfrontiert wird. Er damit klar kommen muss. Meine Oma hat zwei Ehemänner verloren: Den einen in Russland, den anderen an einer Straßenkreuzung unter einem LKW. Und ein Kind, wenige Tage nach der Geburt. Andere verlieren ihren Ehepartner oder ihre Kinder, nicht durch Tod, sondern durch Trennung. Keine Straftaten, keine Genugtuung, einfach Leben.

Die Zeiten, in denen Blut Blut forderte, Rechtsfriede nicht durch Institutionen abgesichert war, Götter gehuldigt wurden und die Ahnen das Maß aller Dinge waren, die sind eigentlich vorbei. Aber wir sind ja nicht nur hier - historisch betrachtet wieder einmal - von der Dialektik der Aufklärung betroffen. Emotion (Reflexe, Instinkte) vor Rationalität. Zum Glück hält noch diese "Brandmauer"...


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15.09.2026 um 12:04
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb am 10.09.2026:(auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ein nicht geringer Anteil der deutschen Bevölkerung sich, zumindestens insgeheim, so ein Justizsystem wie in den USA wünschen würden).
@redsherlock

Ungefähr bis zum dem Zeitpunkt, an dem sie selbst für etwas angeklagt werden....
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Werden zu Spielbällen der Befürworter und Gegner? Werden in den Irrglauben gelassen, der Tod des Täters rücke irgendetwas wieder "gerade"?
Dass einige Opferangehörige glauben, der Tod eines Mörders wäre eine gerechte Strafe oder wäre eine Art Genugtuung kann ich sogar glauben, wenn die nicht angestiftet werden. Natürlich hat das etwas Attestamentarisches.

Aber Strafgesetze werden halt in Rechtsstaaten nicht unbedingt von Opferangehörigen gemacht, das ist wohl auch gut so.

Wenn ich spontan entscheiden dürfte, wie lange jemand wegen Internetbetrug ins Gefängnis müsste, würde ich eine Mindeststrafe von 30 Jahren fordern, aber eben auch nur aus der Perspektive Privatmensch, nicht aus der Perspektive Gesetzgeber.


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15.09.2026 um 12:53
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn ich spontan entscheiden dürfte, wie lange jemand wegen Internetbetrug ins Gefängnis müsste, würde ich eine Mindeststrafe von 30 Jahren fordern, aber eben auch nur aus der Perspektive Privatmensch, nicht aus der Perspektive Gesetzgeber.
Teeren und Federn fände ich klasse.


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15.09.2026 um 17:18
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Dass einige Opferangehörige glauben, der Tod eines Mörders wäre eine gerechte Strafe oder wäre eine Art Genugtuung kann ich sogar glauben, wenn die nicht angestiftet werden. Natürlich hat das etwas Attestamentarisches.
Ich kann das ja im Prinzip auch verstehen. Insbesondere, wenn die Tat noch relativ frisch ist. Aber nach 25 oder 30 Jahren ist das für mich nicht mehr nachvollziehbar, sondern es wird systembedingt (Justizsystem, Opferangehörigenorganisationen) genährt.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aber Strafgesetze werden halt in Rechtsstaaten nicht unbedingt von Opferangehörigen gemacht, das ist wohl auch gut so.
In den USA faktisch schon. Die Opferschutzorganisationen haben dort einen enormen politischen Einfluss. Und die US-Justiz ist völlig durchpolitisiert. Staatsanwälte und Richter, Gesetzgeber können es sich nicht leisten, diese Organisationen vor den Kopf zu stoßen. Und umgekehrt kann die Politik, in Wahlkämpfen, gerade diesen Zorn der Opfer und Opferverbände für ihre Zwecke ausnutzen. Zum Beispiel, um noch härtere Gesetze zu machen. Und so geht die Spirale immer weiter hoch...


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19.09.2026 um 00:13
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb am 15.09.2026:Ich kann das ja im Prinzip auch verstehen.
May Martinez hat ihre Tochter verloren. Auf die brutalste, widerwärtigste Art, die man sich vorstellen kann....Colleen war erst 19, wollte eine Ausbildung, eine Zukunft für sich. Dieses Ausbildungsprogramm sollte ihr die Chance dazu eröffnen. Christa Pike hat ihr das genommen.... aus Eifersucht. Blind, unbegründet. Sie hat die Tat geplant und vorbereitet - die Tat sogar gegenüber einer Klassenkameradin angekündigt. Sie hat Colleen gefoltert, gequält, verletzt - fast eine Stunde lang. Colleen hat um ihr Leben gefleht - versprochen nach Hause zu gehen, niemandem etwas zu sagen.... Christa hatte kein Mitleid, war eher "genervt" davon, dass Colleen immer noch gesprochen hat - das hat sie selbst so ausgesagt. Zum Schluss hat sie Colleen den Schädel eingeschlagen und aus dieser blutigen Masse ein Stück des Schädels genommen - als "Trophäe" ihrer Tat. Dieser Knochen liegt immer noch in irgendeiner Asservatenkammer als Beweisstück. Colleens Mutter wird dieses Stück ihrer Tochter erst zurück erhalten, wenn das ursprüngliche Urteil vollstreckt und der Fall damit juristisch abgeschlossen ist.... Christa Pike hat ALLE juristischen Möglichkeiten rauf und runter genutzt, durch alle gerichtlichen Instanzen... Zwischenzeitlich hat sie einen weiteren Mord versucht in Haft - wofür sie verurteilt wurde - und ihre Flucht geplant. SO sind die Jahre vergangen - während Colleens Mutter keinen Abschluss finden konnte. Was stellt man sich als Mutter vor? Meine Tochter wäre jetzt Mitte 20. Jetzt wäre sie 30 - vielleicht verheiratet und glücklich. Vielleicht hätte ich Enkel. Wie wäre ihr Leben gewesen? Hätte sie ihre Ziele erreicht, die sie anstrebte, als sie sich für dieses Ausbildungsprogramm entschieden hat - wo sie dann ihrer Mörderin begegnet ist.... Colleen hatte Angst - sie wollte das Programm sogar abbrechen, das hat sie ihrer Mutter gesagt - und sie hat es nicht so ernst genommen, gesagt, dass sie durchhalten soll.... Als ob Jahre DAS auslöschen könnten.... Ich bin nicht prinzipiell für die TS - aber ich kann Colleens Mutter verstehen. Die endlich das Urteil vollstreckt sehen will, den Knochen ihrer Tochter zurück will und Gerechtigkeit für ihre Tochter einfordert, die selbst keine Stimme mehr hat, um für sich selbst zu sprechen..... Wenn die Jahre vergehen, Mordopfer vergessen werden - weil Täter eben noch da und mit ihren Schicksalen/Geschichten präsent sind....neigen wir dazu, diese in den Vordergrund zu stellen.... Colleen Slemmer war hier das Opfer. Sie wurde mitleidslos gequält, gefoltert, verletzt und schließlich ermordet - und Christa hat sie am Ende gefragt "weißt du, WER dir das antut"....? Und Colleens Mutter lebt damit seit so vielen Jahren. +


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19.09.2026 um 07:19
@Shyrin
soll Dein post jetzt ein Plädoyer für oder gegen die Todesstrafe sein?
Denn die Mutter von Colleen Slemmer will ja die Todesstrafe und das bedeutet in den USA nun einmal, dass es Jahrzehnte dauern kann, bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind.
Außerdem verstehe ich es so, dass die Mutter die Behörden anprangert, denn die haben komplett versagt, was Opferschutz angeht, zum Beispiel indem sie ohne Warnung oder sonst etwas, ihr Pakete mit den Überresten ihrer Tochter sendeten.


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