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Todesstrafe

24.619 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

gestern um 18:09
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Zumal der Mensch keine Preis hat, sondern eine Würde (Kant).
Aber Kant war auch für die Todesstrafe. ;-)


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Todesstrafe

gestern um 18:11
Zitat von TePeTePe schrieb:Wie sieht den die öffentliche Meinung zu dem Fall aus ?
Der Fall interessiert doch eh niemanden. Hauptsache jemanden hinrichten. Wird schon ein Monster gewesen sein...


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Todesstrafe

gestern um 18:17
@SomertonMan
Nicht ganz - zunächst mal wurden alle Hinrichtungen in dem Bundesstaat für dieses Jahr gestoppt bzw deren Termine.
Vermutlich wird jetzt neu verhandelt und das Ergebnis ist völlig offen. Verteidigung und Mehschehrechtsorganisationen werden wahrscheinlich auf Umwandlung in eine Haftstrafe plädieren, was auch Sinn machen würde.
Dazu kommt, ob sie zb Folgeschäden behält


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gestern um 18:27
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Manche würden jetzt vielleicht dem entgegenstellen dass das Opfer von Pike möglicherweise schlimmere Qualen erleiden musste.
Wahrscheinlich. Aber das kann keine Rechtfertigung, kein Freibrief für extreme Qualen bei einer staatlichen Exekution sein, ansonsten könnten wir auch Tötungsarten wie vierteilen, ausweiden, köpfen oä wieder einführen.

Todesstrafe bei bestimmten Verbrechen und sicher festgestellter Schuld - ja. Folter vor/bei der Tötung - nein.
Zitat von TePeTePe schrieb:Dieser Ausgang ist ein GAU da er den Staat als Stümper vorführt und einen Märtyrer schafft.
Ja, da könnte was dran sein. Auf jeden Fall dürfte der Pike Fall die Diskussionen über die Todesstrafe erneut anheizen.


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gestern um 20:20
Wow, das Unvermögen einen iv Zugang zu legen bei Hinrichtungen hat ja schon Tradition in verschiedenen Bundesstaaten 😮. Wusste ich bis heute auch nicht, aber ich verstehe es auch nicht.

Ich kenne es nur so dass bei schlechtem Venenmaterial (was ja bei CP bekannt war) per Sonografie eine Vene gesucht und gefunden wird, was auch sehr zügig funktioniert.

Hat das denn. hier auch nicht funktioniert?
Info gibt es dazu jedenfalls nicht.


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gestern um 20:26
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Der Fall interessiert doch eh niemanden.
Ganz im Gegenteil. Das öffentliche Interesse an dem Fall war weltweit. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk äußert heftige Kritik., fordert die Abschaffung der Todesstrafe.
"The death penalty has no place in any society."
Quelle: https://english.aawsat.com/world/5324801-un-rights-chief-urges-tennessee-not-repeat-christa-pike-execution-attempt

NGOs natürlich sowieso. Aber viel wichtiger: das TDOC hat sich total blamiert. Für den "Arzt", der schon im Mai gescheitert war, wird das sicherlich Konsequenzen haben, das TDOC hatte wohl keinen besseren gefunden. Wahrscheinlich war das in Tennessee der letzte Versuch mit der Giftspritze. Die Senatorin, die bei Wahlgewinn der Republikaner in TN Gouverneur Lee "beerben" wird, hat schon angekündigt, den elektrischen Stuhl wieder einzuführen. Man könnte sogar vermuten, dass die Giftspritze in den ganzen USA ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Auch der US Supreme Court hat sich nicht mit Ruhm bekleckert mit seiner Ungeduld; drei liberale Richterinnen hatten ja gestern schon ihr Unverständnis darüber geäußert. Zudem ist jetzt das eingetreten, wovor Pikes Verteidiger gewarnt hatten.

Die Frage ist, wie es mit Christa Pike weiter geht. Möglichkeiten:
1. Sie wird noch im Krankenhaus versterben, ohne wieder aufzuwachen. (Das wäre ihr fast zu wünschen.)
2. Sie überlebt mit sehr starken Hirnschäden. (Dann darf sie nicht mehr hingerichtet werden.) Ist aber "Gemüse".
3. Sie überlebt mir Hirnschäden (ein Arzt hält das der BBC gegenüber für wahrscheinlich). Wahrscheinlich wird sie dann LWOP bekommen, und vegetiert dann eingeschränkt im Gefängnis dahin.
4. Sie erholt sich (körperlich) wieder völlig. Dann wird sie entweder auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet, oder nach den ganzen Peinlichkeiten wird ganz auf ihre Hinrichtung verzichtet (LWOP).

Klingt vielleicht alles zynisch, aber ich kann nicht darüber lachen. Es ist wirklich schlimm!


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gestern um 20:36
@__gans.ehrlich
Auf USA Today gibts gerade eine Art Update live mit einem Anwalt aus Pikes Team. Der sagt gerade, es gäbe noch kein Update zu ihrem derzeitigen Zustand.
Der erzählt auch gerade, wie ihr Zustand nach der zweiten Dosis war, der Vorhang wurde geschlossen und seitdem weiß man nicht, was danach ablief.
Ihr Arm ist wohl lila geworden, sie hat ja wohl noch gefragt, ob sich das tatsächlich so anfühlen soll, wie es sich anfühlt. Sie hatte wohl das gefühlt ihr Arm platzt,
Ich höre jetzt noch mal kurz weiter zu.
Wirklich tragisch, wenn die tatsächlich die Vene nicht getroffen haben. Das Zeug ist womöglich gar nicht in die blutbahn gelangt sondern ins Gewebe und Muskeln. Der Anwalt sagt, die medizinischen Experten vom Anwaltsteam, vermuten dass, genau das eingetreten ist, was man vorher schon befürchtet hat.

Die Anwälte sind alle wirklich so aufgewühlt.
Echt traurig und deprimierend.


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Todesstrafe

gestern um 21:05
@calligraphie
Danke, schau ich mir noch an. Hatte nur die Aussagen von den anwesenden Journalisten Witnesse geguckt.

Das vermute ich ja auch ( wie gagitsch auch) dass die PhenoBarbital Suppe ins Gewebe ging. Der Arzt hatte es im Mai ja auch schon verkackt bei einem anderen Todeskandidat.

Es ist abartig was sie getan hat aber es ist auch abartig 30 J. später exekutiert zu werden für eine Tat, die sie als psychisch kranke 18j. verübt hat.
Ich bin gegen die Todesstrafe. Bei sex. Gewalt/Mord an Kindern könnte sich meine Meinung jedoch ändern.


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Todesstrafe

gestern um 21:23
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ganz im Gegenteil. Das öffentliche Interesse an dem Fall war weltweit.
Ich hab erst vor paar Tagen hier bei allmy davon erfahren. Da hab ich mich schon gewundert; "Hä? Ne Vollstreckung steht an?" 🤔. Und ich bin weiß Gott nicht auf Titten- und Schlüpperseiten unterwegs. 😄 Lese tagsüber oft n-tv und t-online. Selbst in unserer Tageszeitung stand davon nie was. Fernsehen auch nichts. Mir war das komplett neu.


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gestern um 21:32
Die geplante Hinrichtung war in deutschen Medien kein Thema.

Bei ARD und ZDF habe ich nichts gefunden.
In den USA finden jährlich mehrere Exekutionen statt und das wird im deutschen Fernsehen nicht weiter verfolgt, warum auch immer.

Möchte jemand das deutsche Publikum von der amerikanischen Wirklichkeit verschonen, oder besteht schlicht kein Interesse?
Nun ja, weltpolitisch ist das Thema nicht gerade relevant.


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gestern um 21:44
Zitat von JoOxfordJoOxford schrieb:In den USA finden jährlich mehrere Exekutionen statt und das wird im deutschen Fernsehen nicht weiter verfolgt, warum auch immer.
Bei den deutschen LaGrand-Brüdern 1999 gab es hierzulande ein Medienecho. Das habe ich nur nebenbei aufgeschnappt, weil Deutsche eben. Als es dann um Tookie Williams auch hier bei uns ging, vor allem die Erwähnung, dass er anfing Kinderbücher zu schreiben, weckte dann entgültig mein Interesse. Ich wollte wissen, wie ein hochgradig bitterböses, eiskaltes, die Welt erzittern lassendes, menschseinverwirkendes Ungetüm Kinderbücher schreiben kann. Und dann drang ich tief in das Thema Todesstrafe, vor allem USA, ein, und... ... ... ... war schockiert...


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gestern um 22:11
Zitat von JoOxfordJoOxford schrieb:Die geplante Hinrichtung war in deutschen Medien kein Thema.
War heute in der ARD Tagesschau um 20:00 Uhr.


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gestern um 22:30
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:War heute in der ARD Tagesschau um 20:00 Uhr.
Ah, ok.
Danke für die Info, habe es mir gerade angesehen.
Eine kurze Mitteilung, aber immerhin.


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Todesstrafe

gestern um 22:32
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:Wow, das Unvermögen einen iv Zugang zu legen bei Hinrichtungen hat ja schon Tradition in verschiedenen Bundesstaaten 😮. Wusste ich bis heute auch nicht, aber ich verstehe es auch nicht.
Ja, offenbar nicht nur in Tennessee, auch in Alabama haben sie Probleme, Venenzugänge zu machen:

Wikipedia: Execution of Joe Nathan James Jr.
Wikipedia: Execution of Alan Eugene Miller
Wikipedia: Execution of Kenneth Eugene Smith

Bei der Hinrichtung von James gab es eine Verzögerung von drei Stunden, als der Vorhang geöffnet wurde, lag er regungslos da, Augen geschlossen, gab keine letzten Worte von sich... Die Journalistin Elizabeth Bruenig hat es in einem Artikel (und auch in ihrem Buch über die Todesstrafe) beschrieben. Hier ein paar Zeilen von der (privaten) Obduktion, von August 2022. (Triggerwarnung! Häßliche Beschreibungen.)
James hatte, so schien es, einen langen Todeskampf durchlitten. Offenbar hatte der Staat versucht, ihm in beide Hände – direkt über den Fingerknöcheln – Infusionskanülen zu legen; zurückgeblieben waren großflächige, violette Blutergüsse. Dann sah es so aus, als hätte das Hinrichtungsteam einen erneuten Versuch unternommen und Nadeln in seine Handgelenke getrieben, was zu denselben Einblutungen unter der Haut und derselben indigoblauen Fleckenbildung um die Einstichstellen herum geführt hatte. An der Innenseite von James’ linkem Arm befand sich eine weitere Einstichstelle – ein erneuter, tiefdunkler Bluterguss –, und nur ein kurzes Stück darüber, in der Armbeuge, ein seltsamer, zackiger Schnitt. Diese Wunde traf in stumpfem Winkel auf einen weiteren Schnitt. Jener längere, schmalere Schnitt war Teil eines parallelen Paares, das einem schwächeren, flacheren Paar paralleler Schnitte entsprach. Unterhalb der verstümmelten Stelle an James’ Arm befand sich eine weitere, scheinbare Einstichstelle: ein deutlicher, purpurroter Nadelstich inmitten eines strahlenförmigen, blaugrünen Blutergusses. Auch andere, weniger eindeutige Spuren waren auf seinem Arm zu sehen.
[...]
Nach der Untersuchung des Leichnams bestätigte Zivot die Vermutung, dass der Schnitt in James’ Arm höchstwahrscheinlich in der Hinrichtungskammer zugefügt worden war – in dem Versuch, eine für das Hinrichtungspersonal sichtbare Vene freizulegen. Der medizinische Fachbegriff für diesen Eingriff lautet „Cutdown“ (chirurgische Venenfreilegung), und dessen Ausführung entsetzte Zivot. „Die Anwendung eines Cutdowns in dieser Situation unterscheidet sich eklatant von der Vorgehensweise in einem medizinischen Umfeld“, erklärte er in einer E-Mail. „Ich kann nicht beurteilen, ob zuvor ein Lokalanästhetikum in die Haut injiziert wurde; denn ein tiefer Schnitt mit einer scharfen Operationsklinge in die Haut eines bei Bewusstsein befindlichen Menschen wäre ohne örtliche Betäubung extrem schmerzhaft. Im medizinischen Bereich hat der Ultraschall die Notwendigkeit eines Cutdowns praktisch überflüssig gemacht. Dass hier dennoch ein Cutdown durchgeführt wurde, ist ein weiterer Beleg dafür, dass das für die intravenöse Injektion zuständige Team für diese Aufgabe in geradezu dramatischer Weise unqualifiziert war.“
[...]
„Zudem sehe ich mehrere Einstichstellen, die sich nicht in der anatomischen Nähe einer bekannten Vene befinden“, schrieb Zivot in seiner Beurteilung. Es ist möglich, dass dies lediglich auf grobe Inkompetenz zurückzuführen ist oder dass es sich bei einigen, einer oder mehreren dieser Einstiche tatsächlich um intramuskuläre Injektionen handelte. Eine intramuskuläre Injektion würde in diesem Zusammenhang nur zur Verabreichung eines sedierenden Medikaments eingesetzt werden.
Da Zeugenaussagen zufolge nur etwa eine Minute zwischen der Verlesung von James’ Hinrichtungsbefehl und dem Einströmen des Gifts in seine Venen verging, ist kaum anzunehmen, dass irgendjemand der an der Hinrichtung Beteiligten damit rechnete, er würde noch letzte Worte äußern. Zudem wirft das Eingeständnis der Strafvollzugsbehörde (DOC), den Bewusstseinszustand von James während des Vorgangs nicht bestätigen zu können, eine offensichtliche Frage auf: Warum? James hatte die vorangegangenen drei Stunden allein in der Obhut der Behörde verbracht und war dabei vermutlich wiederholten, qualvollen und gescheiterten Versuchen ausgesetzt gewesen, einen für die tödliche Injektion geeigneten Venenzugang zu finden. Sollte James in dieser Zeit etwas zugestoßen sein, das sein Bewusstsein beeinträchtigte, so wüsste davon nur das Personal der Behörde; dass diese jedoch keinerlei Rechenschaft über die letzten Stunden im Leben von James oder über das entsetzliche Leid ablegt, das ihm vor seinem Tod zugefügt wurde, ist erschütternd – es handelt sich um jene Art katastrophaler, pseudomedizinischer Brutalität der jüngsten Vergangenheit, die vornehmlich hinter verschlossenen Türen gedeiht.
Quelle: https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2022/08/joe-nathan-james-execution-alabama/671127/ (Übersetzung Google Translate)


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Todesstrafe

gestern um 22:48
Auch gut zu wissen, wie es für die andere Seite ist:
Wenn es um die Todesstrafe geht, spreche ich aus Erfahrung. Ich war als Leiter von Justizvollzugsanstalten in Oregon und Arkansas tätig. Während meiner Amtszeit vollstreckte ich die einzigen beiden Hinrichtungen, die in den vergangenen 55 Jahren in Oregon stattgefunden haben. Die Erfahrung, an der staatlich angeordneten Tötung eines anderen Menschen mitzuwirken, hinterließ bei mir – ebenso wie bei anderen Vollzugsbeamten, Verwaltungsmitarbeitern, Journalisten und dem Gouverneur John Kitzhaber – tiefe, traumatische Spuren.
[...]
Die Todesstrafe schreckt nicht von Verbrechen ab. Sie macht unsere Gesellschaft nicht sicherer. Sie wird nicht gegen „die Schlimmsten der Schlimmen“ verhängt. Ja, die Menschen im Todestrakt haben schwere Verbrechen begangen und sollten für ihre Taten hart bestraft werden. Doch die Männer, die ich kannte und die zum Tode verurteilt worden waren, waren arm, psychisch krank und hatten schwerste Misshandlungen erlitten. Ihre Hinrichtung war lediglich weiteres Unrecht.

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Grund, von Hinrichtungen auf Bundesebene abzusehen – einen, der für Trump von großer Bedeutung sein sollte: Er würde die Männer und Frauen, die für die Bundesgefängnisbehörde (Federal Bureau of Prisons) arbeiten, vor den verheerenden Auswirkungen einer Beteiligung an einer Hinrichtung bewahren. Ich selbst lebe noch immer mit diesen Folgen. Meine Kollegen und ich litten unter den langfristigen Auswirkungen des Prozesses – der ständigen Wiederholung der Abläufe, um jemanden zu töten; dem Stress und der Angst vor einer möglichen missglückten Hinrichtung; und schließlich, selbst wenn alles „reibungslos“ verlief, den Nachwirkungen des Wissens, dass wir unsere eigenen Hände und die Macht unserer Position genutzt hatten, um einem Menschen das Leben zu nehmen. Nach diesen Hinrichtungen verbrachte ich viele schlaflose Nächte.
Quelle: S. Frank Thompson https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/12/federal-executions-trauma/602785/ (Google Translate)


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gestern um 22:56
Oben, beim ersten Wikipedia Link, wurde der Punkt am Ende verschluckt:

https://en.wikipedia.org/wiki/Execution_of_Joe_Nathan_James_Jr.

Je tiefer ich grabe, umso angewiderter bin ich von diesen ganzen Abscheulichkeiten. Für heute habe ich erstmal genug davon.


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gestern um 23:14
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Manche würden jetzt vielleicht dem entgegenstellen dass das Opfer von Pike möglicherweise schlimmere Qualen erleiden musste.

Nur um es mal festzuhalten:
Pike hat mit dem Komplizen dem Opfer mehrfach ins Gesicht getreten.
Als das Opfer fliehen wollte, schnitt Pike dem Opfer Kehle und Bauch auf.

Mit einem Fleischermesse und Asphaltstücke hat sie dem Opfer zugesetzt.

Als das Opfer um ihr Leben flehte und einen letzten Fluchtversuch unternahm hat Pike den Schädel mit einen Stein zertrümmert und hinterher Schädel Fragmente mitgenommen als Souvenir.
Meine ganz persönliche Einstellung ist:
Wenn jemand etwas falsch macht, dann ist dies für mich niemals Grund / Rechtfertigung es ebenso falsch zu machen.

Aufgrund vorangegangener Taten kann und darf ich keine folterähnlichen Methoden gutheissen.
Da gehe ich keinesfalls mit.
Weder ich persönlich noch "unsere Gesellschaft" sollte sich auf so ein abartiges Niveau herunterlassen.
Wenn ich nicht "besser" agiere wie der/die Täter/in - was bin ich dann? Als Mensch? Als Gesellschaft?

Die Mutter und ihre Gefühle nehme ich aus - wünschen und fühlen darf sie alles, dazu hat sie jedes Recht auf der Welt.

Aber wir haben eben (zum Glück) keine Selbstjustiz - auch nicht in den Staaten.


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gestern um 23:23
Wieso führt man das eigentlich nicht in einem Krankenhaus durch ? Gibt es keine Militärärzte ? Das ist doch verlogen.

TP


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Todesstrafe

gestern um 23:25
Übrigens, die Liste der (bekannten) verbockten Hinrichtungen in den USA ist nicht gerade kurz, selbst wenn man nur auf das aktuelle 21. Jahrhundert schaut. Nahezu alle mit Giftspritze. (Okay, ist ja die nahezu einzige Methode.)

Wikipedia: List of botched executions#21st century

Heute ist ein weiterer Eintrag hinzugekommen...


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gestern um 23:26
Zitat von TePeTePe schrieb:Wieso führt man das eigentlich nicht in einem Krankenhaus durch ? Gibt es keine Militärärzte ? Das ist doch verlogen.
Weil seriöse Ärzte sich für sowas nicht hergeben. Verstößt u. a. gegen den hypokratischen Eid.


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