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Todesstrafe

25.173 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

um 10:40
@Misses_F
Selbst wenn es einmal passiert ist es schon zu oft.
Es ist auch nicht so dass jeder Mörder die Todesstrafe erhält.

Fortschritt bedeutet, nicht immer alles zu entschuldigen und nicht immer zweite Chancen einzuräumen denn wir reden hier bei jeden weiteren Chancen von möglichen weiteren Todesopfern.
Wenn ein Täter die hohe Grenze überschritten hat, weswegen er zur Todesstrafe verurteilt wurde dann ist es nach meinem empfinden vorbei mit "Er kann sich ja noch ändern, wir müssen das gewährleisten".
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wer weiß was du tun würdest, wenn du 30 Jahre auf einige Quadratmeter beschränkt wärst? Auch du könntest dich zum negativen verändern?
Und dann soll mich die volle Härte des Gesetz genauso treffen.


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Todesstrafe

um 10:42
Zitat von Misses_FMisses_F schrieb:Die Mehrheit ist auch für die bestehenden Waffengesetze in den USA. Da sollte man ansetzen.
Es ist aber vielmehr die fehlende Soziale Sicherheit, die mittellose Menschen in die Beschaffungskriminalität treibt, was einen Großteil der Verbrechen ausmacht. Im Gegenzug dazu wächst natürlich auch die Polizeigewalt, letztendlich ein Teufelskreis.


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um 10:42
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Siehe Christa Pikes welche innerhalb des Gefängnis einen weitere Mord verüben wollte ..
Oh man, immer dieselbe Leier. Nebenbei: selbst die angegriffene Frau (ob sie wirklich getötet werden sollte, müsste man ja auch erstmal beweisen) sagte aus, Pike wollte durch den Angriff eine andere Mitinsassin schützen/verteidigen. (Quelle: Wikipedia.) Ich finde es stereotyp, immer wieder auf diesen "Mordversuch" zu kommen, um zeigen zu wollen, was für ein durch und durch schlechter Mensch Pike doch ist.


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um 10:43
@redsherlock
Der Grund für den Mordversuch ist mir egal.
Selbst wenn sie Mutter Theresa damit retten wollte ..

Wir reden von einer rechtskräftigen Verurteilung meines Wissens.
Von daher brauchst du Mordversuch auch nicht in klammern ausführen ..


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um 10:44
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und dann soll mich die volle Härte des Gesetz genauso treffen.
Wenn du das jetzt so sagst.


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um 10:45
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ein Fall wird beschrieben, wo es um Thiopental geht, das auch im Wikipedia Artikel zu Pentobarbital erwähnt wird, welches aber IV gegeben werden muss. Wie schnell die Wirkung verläuft, wird dort auch beschrieben.
Danke, das werde ich mir einmal anschauen.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wer ansatzweise die USA mit Afghanistan und Iran auf eine Stufe stellen will .. Also ich bitte dich ..
Ich weiß nicht, ob der User die USA mit den anderen beiden Staaten auf eine Stufe stellen wollte, Fakt ist aber USA, Afghanistan und Iran teilen nun mal das Merkmal "öffentliche Hinrichtung".
Das zu benennen löst bei dir offenbar mehr Empörung aus, als der Vorgang an sich.

Öffentliche Hinrichtungen empfinde ich als barbarisch und ekelhaft.
Nichts, aber auch gar nichts daran ist fortschrittlich.


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um 10:45
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Fortschritt bedeutet, nicht immer alles zu entschuldigen und nicht immer zweite Chancen einzuräumen denn wir reden hier bei jeden weiteren Chancen von möglichen weiteren Todesopfern.
Hey, das ist ja mal eine Definition! Allerdings ist es nahezu das genaue Gegenteil meiner Definition von Fortschritt. Gewährung zweiter Chancen sehe ich als eine der größten Errungenschaften moderner Zivilisation.


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um 10:47
@redsherlock
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Gewährung zweiter Chancen sehe ich als eine der größten Errungenschaften moderner Zivilisation.
Und diese Gewährung sorgt für weitere Mordopfer.
Ob es nun eine große Errungenschaft der modernen Zivilisation ist Menschen welche sich Moralisch und Gesellschaftlich ins aus befördert haben zu halten, ist denke ich anzuzweifeln.


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Todesstrafe

um 10:47
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wir reden von einer rechtskräftigen Verurteilung meines Wissens.
Von daher brauchst du Mordversuch auch nicht in klammern ausführen ..
Es sind schon viele rechtskräftig zum Tode Verurteilte hingericht worden, die nachweislich unschuldig waren.


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um 10:47
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und diese Gewährung sorgt für weitere Mordopfer.
Belege bitte!


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um 10:49
@redsherlock
Du willst Belege dafür haben das Mörder welche eine zweite Chance erhalten haben rückfällig wurden und erneut gemordet haben?

Wie wäre es mit Jack Unterweger?


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um 10:50
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und diese Gewährung sorgt für weitere Mordopfer.
In den USA eher selten, weil Mörder ja gar nicht mehr aus dem Knast raus kommen. Würden dort strengere Waffengesetzte angewendet werden, gäbe es viele Morde erst gar nicht. Aber das ist ein anderes Thema.


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um 10:51
@Misses_F
Und hier in Deutschland ist es besser?
Was ist mti den ganzen Sportschützen die ein Arsenal an Waffen Zuhause haben?


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um 10:53
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ich weiß nicht, ob der User die USA mit den anderen beiden Staaten auf eine Stufe stellen wollte, Fakt ist aber USA, Afghanistan und Iran teilen nun mal das Merkmal "öffentliche Hinrichtung".
Das zu benennen löst bei dir offenbar mehr Empörung aus, als der Vorgang an sich.
Die Auswertung des von mir verlinkten Textes obliegt jedem Leser selbst, wie er es auffasst hat auch oft mit Kommunikationsebenen zu tun. Wenn diese sich nicht decken kann es durchaus zu Konflikten als auch Missverständnissen kommen.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Öffentliche Hinrichtungen empfinde ich als barbarisch und ekelhaft.
Nichts, aber auch gar nichts daran ist fortschrittlich.
Da stimme ich dir zu. Öffentlich auf dem Marktplatz ist schon übel genug, besonders wenn die Zuschauer oft unter Waffengewalt dazu aufgefordert werden. Landesweite Übertragungen finde ich moralisch noch verwerflicher. ich swill mir nicht vorstellen ob da gar noch Werbung eingeblendet wird oder ob es einen Kommentator wie beim Sport gibt.


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um 10:57
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und hier in Deutschland ist es besser?
Ja ist es. Hier kommt nicht Hans und Franz oder Misses_F so schnell an eine Waffe. Das ist im Amiland kein Problem.


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um 10:58
@Misses_F
Nicht?

Wie kam dann der Amokläufer von Winnenden an seine Waffe?
Ist eine rhetorische Frage .. Ich kenne die Antwort


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um 10:59
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:also es gibt eine Diagnose und aufgrund der Diagnose sind Komplikationen sehr wahrscheinlich. Da dies aber - Deiner Meinung nach - nur eine Vermutung ist (trotz Diagnose) probiert man es eben auch und stellt dann fest "huch, ist alles genau so eingetreten, wie angekündigt" und das findest Du, ist ein korrektes Vorgehen?
Ich stelle die Diagnose nicht in Frage. Das die Diagnose eine Blutanomalie (Thrombozythämie) zeigte, heißt aber nicht, das die Vollstreckung so dermaßen schief geht, es erhöht zwar die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns, aber bringt keine Gewissheit.

Und ob die Wahrscheinlichkeitserhöhung des Scheiterns dann den rechtlichen Prozess einer solchen Maßnahmen hier ein Vollstreckung der Todesstrafe einfach so aussetzen lässt, das wage ich zu bezweifeln. Von daher kann ich es nachvollziehen, die Vollstreckung nciht abzusagen. Man hatt also ein Risiko erkannt bzw benannt bekommen durch die Diagnose, aber Neben dem Risiko steht eben auch ein Vollzug.

Und man probiert nicht, sondern man vollzieht mit einem bekannten Risiko. Du stellst es immer so dar, als haben die irgendwie aus Gut Dünken rumprobiert weil die Bock hatten mal das so zu machen. So einfach ist das nicht.

Was da höher wiegt, kann man streiten, machen wir ja grad. Ein Richter oder Experte in solchen Rechtsfragen wirds noch besser wissen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das darf aber doch nicht die Frage sein, wenn prognostiziert ist, dass diese Methode A) nicht funktionieren kann und b) Qualen verursachen kann, Letzteres ist ja laut 8th Amendment verboten......
Aber ist eine Neigung dann eine Prognose? Diese Abwägung wird gemacht worden sein. Sollte zumindest gemacht worden sein. Eine Thrombozythämie lässt zu erhöhter Gerinnung neigen, aber daraus kann man nicht prognostotizieren, dass dann (hier) eine Vollstreckung durch Giftspritze nicht klappt.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Dann verstehe ich deine Argumentation nicht.
Warum, weil die Das Wort befangen nicht passt?

Mir ging es ja darum, dass ich verdeutlichen wollte, das der Anwalt erstmal alles versuchen wird die Vollstreckung zu verhindern/schieben. Alles. Da wird dann eine Diagnose erstellt, da wird dann das ausgeführt und jenens ggf auch mal dramatisiert, mal heruntergespeilt, je wie man es grad braucht.


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Todesstrafe

um 11:00
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Und hier in Deutschland ist es besser?
Immerhin haben wir HartziIV und ein funktionierendes Sozialsystem.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Was ist mti den ganzen Sportschützen die ein Arsenal an Waffen Zuhause haben?
Die werden besser überwacht als in den USA, zudem sind die Zugangsvoraussetzungen zu Waffen auch weit restriktiver. Das ist kein Vergleich.

Kanada hat eine ähnliche, teils sogar noch höhere Waffendichte, aber weniger Kriminalität, besonders mit Schusswaffen.

In der Schweiz haben viele Wehrpflichtige ihr Sturmgewehr mit daheim, das dürfte weltweit die größte Dichte legaler Kriegswaffen in der Zivilbevölkerung sein. Kriminalität? Weniger als in den USA.

Die Waffe ist weniger das Problem. Das Problem ist mehr die Verrohung der Menschen. Und die bekommst du auch nicht mit einer Todesstrafe in den Griff, nur durch soziale Aktionen.


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Todesstrafe

um 11:02
In einem Gesundheitsupdate, das am Okt. 8, sagen Pikes Anwälte, dass sie mit etwas Hilfe geht, ihre schwer beschädigten Arme wieder in Bewegung kommen und sie wieder angefangen hat zu essen.

Das Update kommt nur vier Tage, nachdem Pikes Anwälte gesagt haben, dass sie als hirntot galt.
The turnaround in Christa Pike’s health in the last three days has been profound and a credit to the medical team caring for her," they said. "Physicians are encouraged by her physical recovery."
Quelle: https://eu.usatoday.com/story/news/nation/2026/10/08/christa-pike-walking-and-eating-again-after-botched-tennessee-execution/92160418007/


Als ich gestern Abend von dem Update hörte war ich maximal überrascht und hab mich für sie gefreut, wenn auch anderseitig das Leid, die Wut, Enttäuschung der Opferangehörigen gegenwärtig und nachvollziehbar ist (aber das ist jetzt deren Aufgabe dies professionell zu bearbeiten).
Aber nach gut 1 Woche bei Bewusstsein zu sein, essen zu können und mit Hilfe gehen zu können finde ich sehr spektakulär und das Pflegeteam scheint echt ihr Bestes gegeben zu haben.
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und vermute dass sie von maßgeblichen, irreversiblen Hirnschäden verschont bleibt, weil die Menge an Pentobarbital im ZNS zu gering war.
Wenn man überhaupt als Laie zu ihrem Zustand nach dem Fail spekulieren konnte, hätte ich aller wenigstens mit 2 - 3 Wochen (eher mehr) Koma und Intubation gerechnet und jetzt isst sie schon und kann sich bewegen.


Wenn Pentobarbital hinsichtlich Exekution so umstritten ist, warum nimmt man nicht Fentanyl/Sufentanil (wo schon winzige Mengen idR letal sind) wie viele ungewollte , tote Suchtkranke zeigen.
Ein Fentanyl-Blutspiegel von etwa 2 bis 3 ng/ml kann für jemanden ohne Opioidtoleranz tödlich sein, während regelmäßige Opioidbenutzer viel höhere Werte überleben können.
Die gemeldeten tödlichen postmortalen Fentanyl-Konzentrationen erstrecken sich über etwa 3 ng/ml bis 200 ng/ml, so dass keine einzige Zahl sich für sich allein als tödlich erweist. Postmortales Blut unterliegt auch einer Umverteilung nach dem Tod, und Fentanyl-Gehirn-Blut-Verhältnisse in Autopsie-Serien reichen von 0,29 bis 16 (Nedahl, Johansen und Linnet, Journal of Analytical Toxicology, 2021, 45(1):53-59) - weshalb eine gemessene Konzentration nicht als Schwelle gelesen werden kann.
Quelle: https://grovetreatment.com/addiction/drug/prescription/fentanyl/how-much-is-lethal/

Aber scheitert es u.a. daran dass es keine verlässliche letale Dosisangabe gibt ??
Bei so vielen ungewollten Fentanyl Toten in den USA wirkt das iwie seltsam.


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Todesstrafe

um 11:02
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Die werden besser überwacht als in den USA, zudem sind die Zugangsvoraussetzungen zu Waffen auch weit restriktiver. Das ist kein Vergleich.
Das stimmt, wir können froh sein hier sehr umfangreiche Waffengesetze zu haben.


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