@1ostS0ul
1ostS0ul schrieb:Es geht ja nicht darum was ich denke, sondern es wird in der verlinkten studie aufgegriffen (Seite 63) --> es also doch, im gegen dem von dir geschriebenen, eine relevanz auch in der realität hat. Würdest denn du einen Job wählen in welchem du dem verdacht des kindesmissbrauches ausgestzt wärst?
Ich
habe einen Job, in dem du im Endeffekt ständig riskierst, dem Verdacht des Kindesmissbrauchs ausgesetzt zu werden.
Von dem sind nämlich gerade in meinem Bereich nicht nur Männer betroffen. Wir arbeiten mit Kindern/Jugendlichen, von denen viele bereits Missbrauchserfahrungen mitbringen, die Mehrheit psychisch krank ist und einige ihrerseits übergriffig gegenüber anderen Kindern oder Mitarbeitern werden. Ich hatte schon 13-14-jährige, die mich überreden wollten, dass ich mich zu ihnen ins Bett lege und meinten, das "müsse ja keiner wissen"...
Mit denen bin ich nachts über einen längeren Zeitraum alleine im Haus. Da stehst du auch als Frau im Zweifelsfall immer "mit einem Bein im Gefängnis"...
Es mag einige vielleicht bei der Berufswahl abschrecken, aber ein Hauptkriterium ist es sicher nicht. Und bei der Einstellung spielt es normalerweise keine Rolle.
Mag sein, dass das speziell in Krippen anders ist; da hab ich nix mit zu tun, aber da wollen nach meiner Erfahrung auch die wenigsten Erzieher arbeiten.
Aber allgemein auf den "pädagogischen Bereich" bezogen, ist es nicht relevant.
Ich kenne - durch meinen Beruf und auch durch meine Ausbildung - viele Erzieher. Ich habe noch von keinem gehört, dass er wegen solcher Ängste irgendwo nicht eingestellt wurde.
In meinem Team arbeiten zwei Männer - findet man nicht oft - und von den Eltern der von uns betreuten Kinder hat diesbezüglich auch
noch nie jemand Bedenken angemeldet.