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Wie gefährlich ist Alkohol wirklich?

679 Beiträge, Schlüsselwörter: Alkohol, Droge

Wie gefährlich ist Alkohol wirklich?

15.09.2012 um 10:12
neonbible schrieb:Allerdings wird dann den Jugendlichen wieder signalisiert, das sowas ja viel harmloser ist, denn es ist ja legal.
Wie ich ja schon bereits über den Alkohol schrieb .. Es darf auch bei einer Legalisierung von Drogen nicht dazu kommen, dass Unternehmen diese vermarkten, Werbung machen etc. Die Zigarettenwerbung hat man beispielsweise fast völlig ausgeschaltet. Und siehe, Rauchen wird unattraktiver. Natürlich auch aufgrund der hohen Preise und massiven Anti-Raucher-Kampagnen.

Am Rauchen sieht man gut, wie einer Droge langsam der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Es fangen immer weniger Menschen an zu rauchen. Das soll nur als Beispiel dienen. Es kommt darauf an, was man für ein Bild von Drogen im Kopf hat und was einem präsentiert wird. Solange es als cool gilt, zu kiffen, wird ein Großteil der Leute einfach deshalb mal zum Joint greifen. Solange es sich gehört, auf einer Fete zu saufen, solange werden sich die Leute betrinken. Wenn man es aber als Staat und Gesellschaft schafft die Images von Drogen zu ändern, dann werden von vorerein weniger Menschen damit anfangen und wenn sie es doch tun, dann sollen sie sich dadurch nicht ruinieren, weil das Zeug illegal ist.

Durch das Verbot von Drogen schafft man vor allem eines: Den Nährboden für Kriminalität und organisiertes Verbrechen around the world.
neonbible schrieb: Und wenn es für die Ü18 Leute legalisiert wird, kommen auch die jüngeren noch leichter dran als zu vor.
Die kommen so oder so leicht dran. ;)


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Wie gefährlich ist Alkohol wirklich?

15.09.2012 um 10:18
Die Erfahrung die Drogen einem bieten können sind auf den Moment gesehen einfach besser als was das gesellschaftliche leben dem Trübsal der 'Unterschicht' bieten kann. Weißt du wie viele Sozialhilfeempfänger ihr weniges Geld in Spielotheken tragen?
Der Mehrheit der Menschen einen selbstverantwortlichen Konsum zu unterstellen mag noch irgendwo funktionieren. Aber die Zahl von Leuten die durch Neugier oder Langeweile in Drogen Sumpf enden ist enorm. Das Gefahrenpotenzial einzelne Drogen hin oder her - Fakt ist doch das es wesentlich schlimmere Drogen als Alkohol gibt. Zudem ist zu jeder Droge auch die Erziehung im Umgang wichtig.

Schaut doch mal in Arabische Länder wo das kiffen legalisiert ist aber nicht der Alkohol. Wenn die doch an Alkohol kommen führt es zum totalen Abschuss.


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15.09.2012 um 10:18
@Aldaris
wer sich berauschen will, egal mit welchem stoff,der findet immer wege sich den stoff zubesorgen.

ob es nun verboten ist oder nicht!

der mensch hat schon immer, das bedürfniss gehabt sich zu berauschen, aus religiösität oder der sozialen kontakten wegen.


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15.09.2012 um 10:21
@Belafonte
erzähl mehr davon, wie alle hartzer und sozialhilfeempfänger sinnlos ihr bischen geld verprassen.

du scheinst da ja einiges zu wissen!


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15.09.2012 um 10:26
@dasewige

Natürlich. Es war schon immer so und es wird immer so sein. Und deshalb sollte man aufhören, dass zu bekämpfen, sondern man sollte Kompromisse finden.
Belafonte schrieb:Schaut doch mal in Arabische Länder wo das kiffen legalisiert ist aber nicht der Alkohol
Glaubst du ernsthaft, dass die Leute da unten keinen Alkohol trinken? Ich kenne jemanden, der aus Kabul kommt und glaub mir, Verbot hin oder, sei es religiös geprägt oder vom Staat verordnet, die Leute schießen sich so oder so ab.

Zeig mir ein Beispiel, wo eine Droge legalisiert wurde und wo darauf anschließend das Chaos ausbrach? Ich kenne das nur, wenn etwas verboten wurde (Siehe Prohibition).


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15.09.2012 um 10:30
@Aldaris
während der prohibiton sind mehr menschen zu tode gekommen, als durch den alkohol wenn er zu dieser zeit erlaubt wäre!

zu solchen sinnlosen dinge sind ja nur die amis fähig. die würden ja am liebsten auch den sex verbieten wenn er nicht zu erzeugeung von nachkommen dient.


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15.09.2012 um 10:43
Aldaris schrieb: Es kommt darauf an, was man für ein Bild von Drogen im Kopf hat und was einem präsentiert wird.
Dem kann ich nur zustimmen. So, wie es mit dem Rauchen gemacht wird, kann es auch mit dem Alkohol funktionieren. Rufmord an der Droge begehen, sie verpönt aussehen lassen, sie in bestimmten Situationen, Räumen, Orten, Veranstaltungen nicht mehr dulden, das sehe ich als einen Weg, das Problem zu verringern.


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15.09.2012 um 11:39
Die Prohibition ist übrigens auch maßgeblich auf das Frauenwahlrecht zurückzuführen. Familienväter die ein Großteil des Einkommens versoffen haben und anschließend gewalttätig wurden, waren da eben schön populistisch ausgeschlachtet worden.

@dasewige
Hör doch auf Sozialhilfeempfänger dermaßen zu pauschalisieren. Die Gruppe ist so unterschiedlich wie die Deutschen an sich. Fakt ist nur das die Zahl ausreichend ist um Spielotheken aus dem Boden schiessen zu lassen und das mit dem höchsten Umsatz je m² in allen Branchen.

@Aldaris
Natürlich kommen Sie da unten dran genauso wie bei uns Jugendliche an Cannabis kommen.

Eine Legalisierung aller Drogen wurde in westlichen Ländern genauso wenig ausprobiert wie ein bedingungsloses Grundeinkommen. Beides würde sicherlich funktionieren ... wenn man den Faktor Mensch außer Betracht lässt.


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15.09.2012 um 11:46
@Belafonte
Belafonte schrieb:Hör doch auf Sozialhilfeempfänger dermaßen zu pauschalisieren. Die Gruppe ist so unterschiedlich wie die Deutschen an sich. Fakt ist nur das die Zahl ausreichend ist um Spielotheken aus dem Boden schiessen zu lassen und das mit dem höchsten Umsatz je m² in allen Branchen.
den zusammenhang zwischen staatsallementierten und spielotheken, sollte man in einem extrathread klären und da du soviel über den zusammenhang weiss,


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15.09.2012 um 11:46
@Belafonte

Bei dem bedingungslosen Grundeinkommen bin ich mir das weniger sicher, aber das ist ein anderes Thema.

Den Faktor Mensch hier einzubringen ist paradox. Denn der konsumiert ja bereits Drogen ergo ist gerade der Faktor Mensch die Ursache des Problems, wie wir es derzeit erleben. Es ist unerlässlich gerade diesen Faktor zu integrieren, denn Drogen beeinflussen den Mensch direkt. Das ganze Problem ist keine statische Masse.

Wie dem auch sei, ich habe auf dieses und der letzten Seite ausgiebig erläutert, was das Problem ist und wie man etwas ändern könnte. Es gibt positive Studien mit der Legalisierung von Drogen. Wurde aber bereits in anderen Threads erläutert.


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trance3008
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15.09.2012 um 11:56
Aldaris schrieb: Selbst die tägliche Koffeindosis oder der abendliche Rotwein ist nichts weiter als eine Drogeneinheit, um sich zu berauschen. Daran ist auch nichts Schlimmes zu erkennen, solange der Komsument sein Maß nicht überschreitet.
Also zunächst einmal ist einer, der seinen morgendlichen Kaffee oder abendliches Glas Wein trinkt noch weit von einem Rausch entfernt. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Außerdem erzähl mir mal bitte, wie einer, der harte Drogen mit hohem Suchtpotenzial konsumiert "sein Maß nicht überschreiten" soll? Ist ja mal eine richtig interessante Hypothese...
Aldaris schrieb:Lol, viele Hirnplattmacher werden legal verschrieben. Sind harte Drogen, aber tragen das Siegel des Arztes ihres Vertrauens
Na eben drum. Und da sieht man halt, dass ein kontrollierter Verkauf absolut sinnlos ist. Alkohol wird auch offiziell kontrolliert verkauft. Die Realität zeigt aber, dass der Staat über den Handel von dem Zeug längst jegliche Kontrolle verloren hat. Die Zahl von minderjährigen Alkoholkonsumenten, die an dem Zeug hängen bleiben, steigt immer weiter an.
Aldaris schrieb:Junkys punschen sich aus legalen Stoffen und Dreck Drogen zusammen.
Und die werden ihre Zutaten für die allseits bekannten Drogen ganz sicher nicht ändern, nur wenn ihr Stoff plötzlich legalisiert wird. Im Gegenteil, gerade darin werden sie den Anreiz für sich finden, sich experimentell so richtig auszutoben.
Aldaris schrieb:Du sprichst von Realität, wenngleich du selbige noch nie erfahren hast.
LOL Wie bitte? Dürfte ich dich bitte mal auf das weiter oben bereits erwähnte Thema Alkohol erinnern? Ist das etwa keine legalisierte Droge? Und findest du die Zustände, die durch diese Legalisierung weltweit herrschen etwa tatsächlich soviel harmloser als jene durch den Verbot von anderen Drogen?? Das wird jetzt aber wirklich lächerlich...


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15.09.2012 um 12:10
@dasewige
Woher die ganze im Subtext versteckte Anfeindung? Ich habe mit dem plakativen Beispiel lediglich die IST Situation untermauert, dass es schon jetzt viele (Spiel)Suchtkranke und gefährdete gibt und eine pauschale Legalisierung das Problem deutlich verschlimmern kann. Glücksspiel ist immerhin körperlich kaum schädigend.

@Aldaris
Richtig, was ich genau meinte war, ist das bei solchen liberalisierungsdebatten der Mensch sehr stark als rationales Wesen dargestellt wird, der vernünftig Risiken und Vergnügen abwägt.


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15.09.2012 um 12:40
trance3008 schrieb:Also zunächst einmal ist einer, der seinen morgendlichen Kaffee oder abendliches Glas Wein trinkt noch weit von einem Rausch entfernt. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Außerdem erzähl mir mal bitte, wie einer, der harte Drogen mit hohem Suchtpotenzial konsumiert "sein Maß nicht überschreiten" soll? Ist ja mal eine richtig interessante Hypothese...
Meine Ausführungen so leicht angefunkelt in's Lächerliche zu ziehen, macht deine Argumentation auch nicht besser. Nur soviel dazu.

Was verstehst du unter harten Drogen? Wirken alle harten Drogen gleich? Ist Alkohol keine harte Droge? Ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen, sondern ich möchte eine realistische Sicht auf das Thema vermitteln. Ich schätze mal, für dich bedeutet harte Droge alles was verboten ist. Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, dass so oder so konsumiert wird und man einen Weg finden muss, dass so wenig möglich Menschen darunter leiden.

Nochmal: Verbote haben nichts geändert. Es ist die gleiche Situation wie vor 50 Jahren. Das Geschäft boomt, es wird gefixt und gekokst, geschmissen, gesoffen und geraucht. Die Exekutive ist weiterhin damit beschäftigt, Konsumenten, Dealer und große Fische zu verfolgen. Völlig egal, ist einer gecasht, kommt der Nächste, denn schließlich gibt es auf diesem Markt Umsatzpotential en mass.

Wie bereits oben erläutert, ist es einfacher, wenn man eine Droge legalisiert und sie von staatlich-gesellschaftlicher Seite kontrolliert, in dem man beispielsweise das Image entsprechend rationalisiert oder auch abwertet, wie es beim Nikotin geschah und geschieht. Hier sieht man direkte Auswirkungen anhand der rückläufigen Zahl von Neukonsumenten. Fährt man weiterhin die Schiene mit der Kriminalisierung ändert sich nichts. Im Gegenteil: Es verleitet den ein oder anderen etwas Verbotenes zu tun. Man stellt sich die Pubertät vor, in dem die Jugendlichen neues ausprobieren wollen. Etwas interessantes. Man ist neugierig und probiert etwas aus, weil es Verboten ist. Das ist ohne Frage ein Reiz, der einen großen Teil zum Erstkonsum verführt.

Ist es denn so schwer, zu verstehen, dass die jetzige Situation mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt? Wie oft soll ich das Argument des organisierten Verbrechens, der Milliardenumsätze von Kartellen und der Mafia eigentlich noch bringen, bevor irgendjemand mal begreift, worum es geht? Vielleicht ist dir diese Art Parallelgesellschaft unbekannt, nur existiert sie und daran hängen viele Menschen, von denen der Großteil kaputt geht, weil sich wenige am Elend anderer bereichern.
trance3008 schrieb:Na eben drum. Und da sieht man halt, dass ein kontrollierter Verkauf absolut sinnlos ist. Alkohol wird auch offiziell kontrolliert verkauft. Die Realität zeigt aber, dass der Staat über den Handel von dem Zeug längst jegliche Kontrolle verloren hat. Die Zahl von minderjährigen Alkoholkonsumenten, die an dem Zeug hängen bleiben, steigt immer weiter an
Nein, die Anzahl der Komasäufer steigt an, nicht aber der allgemeine Konsum im Jugendalter. Alkohol verliert langsam auch an Prestige.

Ja ja ja .. Woran sieht man, dass ein kontrollierter Verkauf absolut sinnlos ist? Sinnloser als der Verkauf von Dreck auf der Straße? Ist es dir lieber, dass ein Junky gepunschtes Gift kauft, oder wäre es vielleicht doch besser, wenn es über (staatliche) Stellen vertrieben wird, die zumindest Substanzen verkaufen, die zumindest nicht verhunzt sind. Oder ist es dir völlig egal, was mit Drogenkonsumenten geschieht?

Es geht bei einer Legalisierung nicht darum, Stoff unters Volk zu streuen und die ganze Nation high zu machen, sondern die bestehenden Probleme zu lösen. Denn die Probleme sind da, sie haben sich, wie gesagt, nicht gelöst, sondern watscheln weiter vor sich hin und verursachen neben finanziellen vor allem gesellschaftliche Kosten. Ein Konsument ist kein Verbrecher, er im schlimmsten Fall krank. Hilft man kranken Menschen, in dem man sie zusätzlich rechtlich belangt? Sie dadurch auf die Straße treibt, zur Kriminalität zwingt? Das wäre gar nicht notwendig, würden Drogen legal und kontrolliert verkauft werden. Stattdessen hängt man sich weiter daran auf, dass Drogen schädlich sind, obwohl es darum überhaupt nicht geht. Harte Drogen wie Heroin wären weitaus unschäflicher, würde man sie legal verkaufen. So aber gerät der Konsument automatisch auf die schiefe Bahn, ohne Aussicht auf Hilfe, weil man als Junky und Krimineller abgestempelt wird. Meist erst viel später als Erkrankter.

Du kannst mir gerne einen Arschtritt geben, wenn man es mit der Legalisierung probiert hat und es sich als falsch erwiesen hat. Wir kennen die Wirkungen von Verboten von Drogen. Es ist bisher nicht so gewesen, dass man es mal mit einer Legalisierung probiert hat, abgesehen von den Stoffen, die schon immer legal waren.
trance3008 schrieb:Und die werden ihre Zutaten für die allseits bekannten Drogen ganz sicher nicht ändern, nur wenn ihr Stoff plötzlich legalisiert wird.
Daran merkt man, dass du in dem Thema nicht wirklich drin bist. Nehmen wir die Horror-Droge Heroin. Heroin ist vergleichbar mit Morphium, einem starken Opiat und Schmerzmittel. In Reinform ist Heroin nicht annähernd so schädlich wie Alkohol. Man könnte sich getrost jahrelang damit zu dröhnen und würde weitaus besser leben als ein Alkoholiker. Bitte nicht falsch verstehen. Es geht mir hier nicht um eine Verherrlichung.

So, was kauft der Junk auf der Straße? Er kauft gestrecktes Heroin. Strychnin, Rattengift, giftige chemische Substanzen .. sind Streckmittel, die benutzt werden. Das ist Gang und Gäbe. Aber der Junk nimmt natürlich alles an, auch wenns nur Reste des Mittels sind. Fangen wir erst gar nicht mit dreckigen Nadeln, HIV und so weiter an..

Ein Unternehmen, dass meiner Ansicht nach staatliche geführt werden muss, kann jedwede Substanz in Reinform herstellen. Er kann die Dosen entsprechend ausweisen und vor allem kann er den Preis massiv reduzieren, weil die Schwarzmarkt-Spanne wegfällt. Der ganze Spaß soll kein Freifahrtschein sein für eine drogensüchtige Gesellschaft, er soll denjenigen helfen, die durch den Konsum krank geworden sind und sie nicht auf der Straße lasse UND natürlich sollen die Menschen, die konsumieren wollen, die Gelegenheit haben, dies zu tun, ohne dabei direkt in die Kriminalität zu rutschen. Es geht bei einer Legalisierung auch um eine Sensibilisierung und vor allem um Information und Aufklärung. Eine Stelle, die Drogen vertreibt, darf nicht so etwas sein wie eine FastFood-Kette. Ein gesundes Maß an Aufklärung, Unterstützung und Hilfe. Das ist nach meinem Gusto.
trance3008 schrieb:LOL Wie bitte? Dürfte ich dich bitte mal auf das weiter oben bereits erwähnte Thema Alkohol erinnern? Ist das etwa keine legalisierte Droge? Und findest du die Zustände, die durch diese Legalisierung weltweit herrschen etwa tatsächlich soviel harmloser als jene durch den Verbot von anderen Drogen?? Das wird jetzt aber wirklich lächerlich...
Kurz und bündig: Der Zustand, der eintreten würde, wenn Alkohol verboten wäre, wäre weitaus schlimmer als der aktuelle Zustand. Wenn es dir so besser gefällt: Man muss das kleinere Übel wählen.


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15.09.2012 um 13:08
Wie argumentiert die Gesetzgebung eigentlich, dass Alkohol legal ist und Cannabis nicht? Hab mich mit dem Thema weniger befasst...


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15.09.2012 um 13:11
@Belafonte
nein nein, du wolltes einen zusammenhang von sozialhilfeempfänger und spielsucht herstellen!


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15.09.2012 um 14:32
Zyklotrop schrieb:Warum sollte das einem Bekifften nicht passieren können?
Weil die es nicht gepeilt bekommen nach diversen Joints/Keksen whatever rauszugehn :D

Ich finde es ok wenn jemand Alkohol trinkt. Da spricht nichts gegen. Auch wenn es jeden Abend ein bis zwei Gläser Wein oder Weinbrand sind. Wer das für sich tun mag soll es bitte tun. Ein erneutes Verbot ist sicherlich auch garnicht möglich. Das wirtschaftlich und kulturesse Interesse ist dafür einfach zu groß und etabliert. Zudem ist es auch gemütlich in ruhiger Runde etwas zu trinken und sich zu unterhalten. Würd es ein erneutes Verbot geben, wäre es sicherlich so, das wieder viel Schnaps gebrannt werden würde. Das wiederum würde die Qualität von Spirituosen erheblich einschränken und einige würden sicherlich auch Gebrauch von Methanol zum brennen machen. Was wie die meisten wissen schwere Auswirkungen auf den Organimus hat.

Um auf das Cannabis zu kommen. Es gibt unzählige Sorten davon. Einige sind eher schwach bis mäßig potent, andere wiederum wirken ihrer Potenz wegen schon beinah narkotisch. Und auch Cannabis ist nicht gerade das, was man als kulturlos bezeichnen könnte. Hierzulande wurde noch bis zu Beginn des beinah weltweiten Verbotes Gras geraucht, weil Tabak schlichtweg zu teuer war. Eine schädigende Wirkung von Cannabis tritt insbesondere bei Jugendlichen auf, was aber auch für Alkohol zutrifft. Dennoch konsumieren Jugendlich beides. Und das auch zusammen, was eigentlich nicht zu empfehlen ist. Hier muß defintiv etwas getan werden.


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Scox
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Wie gefährlich ist Alkohol wirklich?

15.09.2012 um 14:33
@Drakon
Drakon schrieb:wie hoch ist das Suchtrisiko bei Alkohol, wie schnell wird man
Süchtig, wie schwer ist der Entzug.
Suchtrisiko hoch, Sucht entwickelt sich aber langsam, regelrecht schleichend. Alkohol wirkt u.a. auf die GABA-Rezeptoren ein und erzeugt zunächst eine starke psychische und dann eine sehr starke körperliche Abhängigkeit, ähnlich wie Benzos oder Barbiturate. Ein abrupter Alkohol-Entzug ist für einen Abhängigen durchaus lebensbedrohlich (Delirium tremens), während ein kalter Heroin-Entzug nur selten so dramatisch wird. Das ach so harmlose "Genussmittel" Alkohol gehört damit zu den stärksten Suchterzeugern überhaupt.

Nein, man kann Alkohol nicht kriminalisieren und man sollte es auch nicht. Viel wichtiger wäre mal Aufklärung, was Ethanol / Alkohol eigentlich ist, und zwar in den Schulen, wo man doch angeblich für's Leben lernen soll. Wie groß ist der Anteil der Gesellschaft, der Alkohol überhaupt als Droge wahrnimmt? Heißt es denn nicht immer "Alkohol UND Drogen"? Warum wird Alkohol nicht mit Heroin auf eine Stufe gestellt, zumindest im Drogenverständnis?

Was hier so abläuft, ist eine Schuldverschiebung auf die bösen Raucher. Und dabei könnte der Staat sogar den Nikotinkonsum bewusst "gesünder" machen, und zwar mit E-Zigaretten. Nikotin alleine tötet nicht die Millionen Menschen, sondern die Konsumform, das Inhalieren von Verbrennungschemie, tut es! Stattdessen denkt man nach, die E-Fluppen zu verbieten wegen des angeblich so gefährlichen 1,2-Propandiols, wobei genau derselbe Stoff doch literweise in Diskotheken in Form von Nebelfluid breitgepustet wird und das schon seit JAHREN. Es besteht also durchaus Praxiserfahrung mit dem Stoff, was müssen da noch gespielte Zweifel her?? Pyros sollen gar nicht vom Markt, der Staat braucht die Abhängigen, um zu kassieren. Und damit keiner über Alkohol nachdenkt, schießt sich jetzt alles auf die Raucher ein, sogar mit extra eingeworfenen Unwahrheiten, nur um ein besonders dramatisches Bild zu zeichnen. Parallel dazu wird dann jeder TV-Spielfilm von Rotkäppchen Sekt gesponsert, is klar...

Alkohol IST auch eine harte Droge und erfüllt alle Voraussetzungen, um als solche angesehen zu werden. Ab und zu schafft es diese Erkenntnis auch in die Medien: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/drogen-alkohol-wirkt-verheerender-als-heroin_aid_567757.html

Noch Fragen?

Was sagt denn Frau Merkel dazu, v.a. im Vergleich zu Cannabis? Guckst du hier:

Youtube: Merkel über Cannabis


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15.09.2012 um 14:57
Die Zahl von minderjährigen Alkoholkonsumenten, die an dem Zeug hängen bleiben, steigt immer weiter an.
@trance3008
Es wird Zeit, ein paar Zahlen auf den Tisch zu legen:

Regelmässiger Alkoholkonsum bei jungen Erwachsenen zwischen 18-25 Jahre, mindestens einmal die Woche: Von 70% damals 1976 auf 39,8% 2011.

Regelmässiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen zwischen 12-17 Jahre, mindestens einmal die Woche: Von 25,4% damals 1979 auf 14,2% 2011.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung • Spiegel 34/2012

Dazu noch eine Analyse aus dem Kurzbericht 'Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener':

Die Trends des regelmäßigen Alkoholkonsums sind in Abbildung 1 für Jugendliche im Alter
von 12 bis 17 Jahren und für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren dargestellt. Es
ist jeweils der prozentuale Anteil derjenigen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, abgebildet.

• Der regelmäßige Alkholkonsum geht bei 12- bis 17-jährigen Jugendlichen langfristig
zurück. Die höchsten Anteilswerte sind mit 25,4% bzw. 28,5% in den Jahren 1979 und
1986 zu beobachten. Mit 12,9% ist der regelmäßige Alkoholkonsum im Jahr 2010 unter
den Jugendlichen deutlich geringer verbreitet.

• Der zwischenzeitliche Anstieg bei den Jugendlichen von 14,6% im Jahr 1997 auf
Werte von 21,2% bzw. 21,6% in den Jahren 2004 und 2007 ist wieder kompensiert
worden. Im Jahr 2010 ist der Anteil 12- bis 17-jähriger Jugendlicher, die regelmäßig
Alkohol trinken, so niedrig wie in keiner anderen Untersuchung des gesamten Beobachtungszeitraums.

• Auch bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist ein langfristiger und
deutlicher Rückgang des regelmäßigen Alkoholkonsums zu verzeichnen. Die Anteilswerte
haben sich von 67,1% im Jahr 1973 und 70,0% im Jahr 1976 auf 34,5% im Jahr
2010 in etwa halbiert. Abgesehen von einem kurzfristigen Anstieg zwischen 2001 und
2004 ist seit 1976 in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen ein stetiger Rückgang
des regelmäßigen Alkoholkonsums zu beobachten. Im Jahr 2010 ist der Anteil der 18- bis 25-Jährigen mit regelmäßigem Alkholkonsum so niedrig wie in keiner anderen
Studie seit dem Jahr 1973.


Hier findest du den vollständigen Bericht als PDF. Blätter ruhig mal durch und du wirst schnell merken, dass in sämtlichen Altersgruppen die Zahlen zurückgehen. Lediglich beim Alkoholeinstiegsalter sind die Zahlen durchwachsen. Das ist übrigens auch der Punt, warum man die Aussage über die Komasäufer von @Aldaris mit Zweifel betrachten muss. Jugendliche die zum ersten Mal Alkohol trinken und sich aufgrund fehlender Erfahrung völlig abschiessen, werden zur Gruppe der Komasäufer gezählt.

Abschliessend noch etwas Input vom statistischen Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/DiagnoseAlkoholJahre.html

Auch hier sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Fazit: Von deiner Behauptung bleibt nicht viel.


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Wie gefährlich ist Alkohol wirklich?

15.09.2012 um 16:39
@univerzal

Okay, danke für die Zahlen.


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Drakon
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ehemaliges Mitglied

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Wie gefährlich ist Alkohol wirklich?

15.09.2012 um 23:35
@Scox

Danke für das Video mit der Merkel... ich erkenne eindeutig das sie zeitweise lügt und
das sie selbst auf ihren Wein zum Fisch und ihr Bier zum Schnitzel -nicht- verzichten will.
Aber zwei Millionen Bürger kriminalisieren und mit Gefängnis bedrohen.
Aber was wäre denn das bayrische Bierfest ohne Bier...tja.
Geld regiert die Welt.


Ach wäre das schön wenn man in ganz Europa so vorgehen würde
wie derzeit in Tschechien, obwohl das dort andere gründe hat.


http://www.focus.de/politik/ausland/19-menschen-tot-tschechien-verbietet-schnaps_aid_820483.html
Razzien und Festnahmen in Tschechien:
Weil 19 Menschen durch gepanschten Alkohol gestorben sind, hat die Regierung den Verkauf von Schnaps komplett untersagt.

Wer dennoch Alkohol verkauft, zahlt bis zu 123 000 Euro Bußgeld.
Hier noch ein Video über die Politiker in Österreich,
indem der Bürgermeister von Wien zugegeben hat
das er selbst 4 Gläser Wein -am Tag- trinkt;

http://www.youtube.com/watch?v=ntC1-8gAxWE

Gaunerbande...die einen Konsumenten kriminalisieren aber selbst ...tja.

Schätze es geht eben um sehr viel Geld, aber auch um viele Arbeitsplätze.
Die ganzen Psychologen und Ärzte wollen ja auch was verdienen, ausserdem
sollange Cannabis verboten ist und man um deren schädliche Wirkung nachdenkt und quasselt, solange denkt keiner über ein Alkohol verbot nach...


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