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Feministen

2.109 Beiträge, Schlüsselwörter: Videospiele, Feminismus, Frautv, Regine Pfeiffer

Feministen

12.01.2013 um 09:22
@insideman
er ist ein Junge, da er ein männliches Geschlechtsteil hat....ist es nötig, dies durch blaue Wäsche, Autos als Bett, Spielsachen für Jungs zu unterstreichen, hervorzuheben, zu prägen? Würde er sonst wirklich nicht zu einem "Mann" werden bzw. zu dem Menschen, der er nun einmal ist?


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Feministen

12.01.2013 um 11:08
Sondern?

Soll ich ihm einen regenbogenfärbigen Strampler kaufen?
Barbies Traumhaus zum spielen?


Wie soll ich ein kleines Kind dass noch entscheidend von mir geprägt wird denn behandeln?
Der kauft sich die Dinge eben nicht selbst.

Der bekommt die Lego Polizeistation und ne tolle Ritterburg und ganz bestimmt nicht den Lego "Regenbogenparade" Truck.

Oder eine Barbiepuppe. Mein Kind darf mal wissen was es ist. Es wird von mir bestimmt nicht zu hören bekommen, dass es keine Buben und Mädchen gibt sondern wir jetzt alle irgendwas sind.

Und wenn er dann mit nem anderen Jungen spielt, sag ich auch nicht, wie süss die 2 sind schon verliebt, weil ich davon ausgehe dass es eh keine Rollen und Geschlechter gibt.

Gibst du einem Hund auch Katzenfutter?


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Feministen

12.01.2013 um 11:37
@insideman
mein Hund frisst Fleisch, Katzen fressen Fleisch....blödes Beispiel

Ich habe meinem Kind (Mädchen) zuerst mal Holzfiguren gekauft, Tiere, Menschen, Bäume etc. da konnte sie selbst spielen, was sie wollte. Sie durfte sich irgendwann aussuchen, womit sie spielen wollte, also zum Beispiel wollte sie die Müllabfuhr von Playmobil, die große Drachenburg, sie wollte auch Polly Pocket, Schminkzeug es war also immer alles dabei, in jeder Hinsicht, bei Büchern genauso.


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Feministen

12.01.2013 um 11:48
@insideman
ich vergaß zu erwähnen, dass sie trotz allem ein Mädchen ist, aber nur da, wo sie will, sich mit wohl fühlt auch dem Clichee entspricht, sie ist sie selbst. Und das zählt.


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Dr.Venkman
ehemaliges Mitglied

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12.01.2013 um 11:54
Der Kern des Problems liegt daran, dass die Frau in unserer Gesellschaft immer auch Objekt sein muss und ihre Subjektivität dadurch verloren gehen kann.


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12.01.2013 um 12:14
@insideman

Und wenn der Junge gerne mit puppen spielt?

Schließlich gibst du ja selber zu, dass du ihn zu einem rollenbild machen möchtest, behauptest aber weiterhin, er soll doch wissen was er ist.
Du aber legst fest, was er sein soll.

Ich hab früher weil ichs in der werbung gesehen hab als ich jünger war mir polly pocket figuren gewünscht, das unmännlichste überhaupt.
So what? Bin ich jetzt kein junge mehr obwohl ich sowas hatte und damals sailormoon toll fand?


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12.01.2013 um 12:18
@CrvenaZvezda

Wenn du und inside jetzt aber sagen, ein junge ist so und so, dann legt ihr natürlich ein bild fest was ihr selber gelernt habt von euren eltern usw..

Es impliziert ja schon, dass ihr einen Jungen nicht als echten Jungen wahrnehmen würdet, wenn er nicht so ist, oder wie inside das überspitzt ausdrückt 'eine gender schwuchtel ist', womit inside wohl meint, dass er sich nicht dem rollenbild was er vorsieht entsprechend verhält.-

Das ist dann natürlich mit unterdrückung von solchen jungen und männern verbunden, die anders leben möchten und eben einige dinge die eigentlich 'für frauen' sind toll finden.

Ich bin froh, dass mich meine eltern spielen haben lassen womit ich wollte und ich im kindergarten auch tun konnte was ich wollte.
Es gibt schließlich nicht nur entweder oder, rosa oder blau.


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Feministen

12.01.2013 um 12:23
Interessant ist ja, dass es hier Männer gibt, die denken, sie sind so "männlich" wie sie sind, weil sie mit dem richtigen Spielzeug gespielt haben und die Kleidung die richtige Farbe hatte......


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12.01.2013 um 12:28
@Tussinelda

Viele Männer verklären ihre feminine ader auch als männerfreundschaft wenn man zusammen peinliche dinge tut oder machen sowas nur wenn sie saufen :p


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CrvenaZvezda
ehemaliges Mitglied

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12.01.2013 um 12:43
@shinoro

Schau, ich probiere jetzt sachlich kühl zu bleiben und meinen Standpunkt zu erklären.
Ich will und werde meinen Kindern den Weg weisen, der bisher sehr gut funktioniert hat in der Evolution...Ein Mann ist ein Mann und eine Frau ist eine Frau. Wie Insideman schon gesagt hat, ein Mann "spielt" nun mal nicht mit Püppchen Teeparty....mir wurde NIE aufgezwungen, etwas zu sein, was ich nicht bin. Ich wollte instinktiv mit Autos und Baggern und Waffen spielen als ich klein war, ganz einfach, weil es mir und allen anderen freunden damals einen riesen Spass gemacht hat.

Das da Ausnahmen kommen, ist gut möglich und nicht weiter verwunderlich....aber das sind nun mal seltene ausnahmen, wenn ein Junge einen Drang verspührt, sich die Nägel zu lackieren oder mit einen rosa Tütü durch die Welt zu tänzeln.

Und da wir, Gott sei dank, Zwei total verschiedene Geschlechter sind mit total verschiedenen geschlechtsspezifischen Stärken und Schwächen ausgestatten sind, weichen solche Ausnahmen von dem "Normalbild" der menschlichen Natur ab, deswegen werde ich einen Gender oder einen Homosexuellen Menschen nie als 100% männlich oder weiblich betrachten, was nicht mit Hass oder Diskriminierung zu tun hat, sondern ganz einfach damit, das dieses Verhalten nicht spezifisch für das Geschlecht der betroffenen Person ist.

Und, mein lieber @shinoro, es hat nichts mit einer femininen Seite zu tun, wenn ich mich mit meinen Kumpels nach einem Tor umarme und freue und lauthals schreie....das ist eine völlig natürliche Reaktion und man braucht da echt nicht zu kommen mit.....ach all diese brüllenden, stadionbesuchenden Männer die so klischeehaft ein Fussballspiel anschauen, sind latente Homosexuelle. DAS ist purer Unsinn, und hat mit dem Thema hier nix zu tun.

Worauf ich hinaus will....
Es kann und darf nicht sein, das man sich bemüht, den Kindern erklären zu wollen, sie seien doch alle gleich und sollten geschlechtsneutral spielen und sich entwickeln....dadurch gehen unter Anderem eben diese geschlechtsspezifischen Stärken und Schwächen, die eine Person ausmachen, verloren.

Will ein Junge sich die Nägel färben und mit Barbie spielen, um jeden Preis und ein Mädchen mit einer Pistole und einem Bagger, dann soll es das auch und dann soll man auch akzeptieren. Dieser Fall ist und wird auch immer eine Ausnahme bleiben.....ausser man "züchtet" geschlechtsneutrale Kinder ;).

Ich hoffe, du verstehst diesen doch langen Text nicht als ein sexistishes, hasserfülltes und diskriminierendes Schreiben. Und wenn doch, dann kann ich Nichts mehr tun, um dir und anderen "Kritikern" meinen Standpunkt und den der grossen Mehrheit näher zu bringen. Versucht habe ich es.

Grüsse


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12.01.2013 um 12:55
@CrvenaZvezda
Kinder spielen in der Regel das nach, was sie sehen, erleben....was bedeutet, dass auch ein Junge, der seine Mami kochen sieht, eine Küche haben will, wo er kochen spielen möchte, oder Müllmann, weil er sieht, wie die den Müll abholen etc.
hier etwas dazu:
Die soziokulturellen Aspekte der Geschlechtsidentität

Einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechtsidentität hat das Aufwachsen in einer bestimmten Kultur. So gibt es gravierende Unterschiede vom Selbstverständnis eines Kindes in einer Stammeskultur in der Südsee und in einem Industrieland.

Wie Menschen ihre Geschlechtsrolle in einer bestimmten Kultur leben, wird von Kindern häufig durch Nachahmung übernommen. Bereits Kinder im Alter von zwei Jahren ahmen Erwachsene ihres eigenen Geschlechts lieber nach als Erwachsene der gegengeschlechtlichen Seite. Jungen interessieren sich für die Tätigkeit des Vaters, Mädchen für die der Mutter. Da häufig nur die Tätigkeit erlebt wird, die Väter und Mütter zu Hause ausüben, werden diese Rollen in die eigene Vorstellungswelt integriert. Deshalb ist das Verhalten von Vater und Mutter und ihre gegenseitige Akzeptanz sehr wichtig für Kinder beiderlei Geschlechts. Wo sie erleben, dass alle Tätigkeiten von Vater und Mutter gemeinsam als wichtig empfunden werden und wechselweise je nach Bedarf übernommen werden, entstehen bei Kindern keine Bewertungen von negativ besetzten Geschlechtsrollen.

Allerdings ist der Einfluss der Familie sehr begrenzt. Sobald das Kind einen Schritt in die Außenwelt macht, wird es dort ebenfalls mit unterschiedlichen Frauen- und Männerrollen konfrontiert. Außerdem hört es Äußerungen über die Bewertung des eigenen Verhaltens: "Du benimmst dich ja wie ein Junge!" oder: "Ein Junge ist doch nicht wehleidig!" machen auf Kinder "Eindruck". Selbst wenn es gut gemeinte Sätze sind, die ein Kind hört, wird es immer auch die Vorstellungen, was für ein Mädchen oder einen Jungen "richtig" ist, mithören.

Sehr bald spielt hier auch die Gleichaltrigengruppe eine sozialisierende Rolle. Vor allem bei Jungen, die in einem überwiegend weiblichen Umfeld aufwachsen (ohne oder nur mit einem zeitweilig zur Verfügung stehenden Vater oder einer anderen Männerperson), spielt der große, starke, übermännlich sich gebärdende Junge (oder Phantasiemann aus der Fernsehsendung) eine nachahmenswerte Rolle bei der Geschlechtsorientierung.


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CrvenaZvezda
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12.01.2013 um 12:59
Kleiner Nachtrag

Einem Kind kann man von Geburt an vorleben, ein Alien zu sein.....das Kind kopiert das Verhalten der Eltern und wird sich mit der Zeit logischerweise immer mehr als ein solches fühlen und für "Aliendinger" interessieren.

Und man sollte nicht krampfhaft versuchen, die angeborenen Fähigkeiten einer Mutter zu verneinen. Ein Kind braucht den mütterlichen Instinkt einer Frau und die starke Vaterrolle. Sollten diese verschwinden, in dem Wunsch die "Rollenbilder" auszuradieren, kann es später zu grösseren identitären Komplikationen beim Kind führen, was mein nur schon bei Trennungen beobachten kann, wenn eine Rolle fehlt.

Also, manche Sachen können noch besser gemacht werden, andere hingegen, die sich als unabdingbar erwiesen haben, sollten so gelassen werden und nicht gewaltvoll geändert werden.
Es ist keine sexistische Diskriminierung, wenn ein Mädchen lernt, Ihren natürlichen Mutterinstinkt auszubauen.


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12.01.2013 um 13:05
Shionoro schrieb:Du aber legst fest, was er sein soll.
Nein das macht das erste Ultraschallbild.


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CrvenaZvezda
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12.01.2013 um 13:09
@Tussinelda

Ich verstehe grossteils, worauf du hinaus willst. Ich sage nicht, du hast Unrecht oder alles, was du sagts, ist militant feministisch. Das wäre Unsinn.

Ich möchte dir nur eine gut gemeinte Frage stellen und bitte dich, mir diese ehrlich zu beantworten.
Findest du, es sei schlecht oder nicht erstrebenswert, wenn ein Junge lernt, eine starke Beschützerrolle mit allen Vor-und Nachteilen zu "erlernen", die später auch seinen Kindern von grosser wichtigkeit sein werden.

Und findest du es nicht erstrebenswert, wenn ein Mädchen lernt, fürsorglich und emotional aber zugleich auch stark zu sein, um später der Familie den nötigen Halt zu verleihen, ohne den die Familie zerbrechen würde? Eine Frau ist emotional stärker als ein Mann, viel stärker. Und diese Tatsache ist weit von einer sexistischen Unterdrückung der Frau entfernt.
Und das obwohl das "typische" familiäre Rollenbilder sind, vor deren sich die Gesellschaft die diese versucht zu beseitigen, so graust.

Unterdrückung und Sexismus ist es, wenn die Frauen für die gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn bekommen, wenn sie nicht die gleichen Rechte wie die Männer besitzen und umgekehrt. Und DAGEGEN sollte und MUSS man kämpfen.


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12.01.2013 um 13:24
@CrvenaZvezda
Jeder Mensch hat eine Geschlechtsidentität, beide Geschlechter bringen bestimmte "Voraussetzungen" mit, die sich natürlich ergeben, die aber nicht festgemauert sind, an gesellschaftlichen Normen. Deshalb denke ich, ein Mädchen, dass mit Polizeiautos spielt und ein Junge, der mit Puppen spielt wird sich trotzdem seiner Geschlechtsidentität entsprechend entwickeln. Das Denken ist nur nicht so eingeschränkt, somit auch nicht das Verhalten, als ob es wirklich etwas an der Männlichkeit, der Kraft ändern würde, wenn ein Mann fürsorglich wäre, er kann ja trotzdem im Schützenverein sein oder "Lederjacken" tragen.
Ich finde es befremdlich, um ganz ehrlich zu sein, wenn etwas von jedem Jungen erwartet wird, er "dahin erzogen" wird, was er vielleicht gar nicht erfüllen kann oder will und sollte er es nicht können oder wollen, er als weniger männlich eingestuft wird. Das gleiche gilt für Mädchen.


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CrvenaZvezda
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12.01.2013 um 13:37
@Tussinelda

Ich sagte ja bereits, Ausnahmen gibt es.
Aber ein Mann der sich die Nägel lackiert oder weiblich benimmt, wird nicht der Vaterrolle gerecht, die ein Kind nun mal ebenso braucht, wie die Mutterrolle.

Ein Kind das die "Voraussetzungen nicht erfüllen kann", was man dabei auch immer für sich unter Voraussetzungen versteht, wird nun mal in der Gesellschaft nicht als männlich oder weiblich empfunden, als männlich oder weiblich in dem Sinne, wie es sich in der menschlichen und tierischen Natur und Evolution, nicht ohne Grund, etabliert hat.
Da wird man Nichts ändern können. Was man ändern kann und soll, ist, dass die Diskriminierung aufgrund dieser Umstände verschwindet.


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12.01.2013 um 13:37
Warum soll man etwas ändern was schon seit Jahren so verläuft und nie Probleme gemacht hat?


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12.01.2013 um 14:55
@CrvenaZvezda
mein Vater hat mir die Fingernägel lackiert (weil ich es mit der linken Hand nicht konnte, aber toll aussehen wollte und meine Mutter diesbezüglich unfähig war) und ist immer mit mir Klamotten kaufen gegangen, insbesondere BHs, weil meine Mama mir ihren Geschmack aufdrängen wollte. Meine beiden Eltern haben das gemacht, was sie gut konnten, haben sich aufgeteilt, so gut es ging (obwohl meine Mama Hausfrau war) und da gab es nie die Frage, macht das ein Mann oder eine Frau......sondern, wer steht zur Verfügung, wer kann es, wen hat das Kind gefragt.....


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CrvenaZvezda
ehemaliges Mitglied

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12.01.2013 um 15:27
@Tussinelda

Du missverstehst mich
Klar sollten beide Elternteile gleich viel für das Kind da sein, völlig egal um was es sich handelt. Nur sagte ich, wenn ein Vater sich selbst die Fingernägel färbt und sich schminkt, kann da keine richtige Vaterrolle abgeben.
Aber ob jetzt ein Vater mit seiner Tochter im Traumschloss spielt oder eine Mutter mit Ihrem Jungen im Schlamm kämpft, spielt doch keine Rolle und ist auch notwendig.


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Feministen

12.01.2013 um 16:56
@insideman

nein, das machst ganz allein du.


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