weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturHelpdeskAstronomieGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

21.01.2013 um 09:10
@Ahiru
Durch Befragungen, in die Wege geleitet mittels Opferaufrufe. Ansonsten können wir die Diskussion beilegen, das KFN ist raus und deren Konzept hinfällig. Was die Päderastie und die alten Griechen betrifft, auch da haben wir nun unseren Nenner, denn so wie du zuletzt habe ich es anfänglich dargestellt.


melden
Anzeige
Demandred
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

21.01.2013 um 09:11
Ich hoffe ja immer noch darauf, dass die Katholische Kirche von den verschiedenen Regierungen enteignet und aufgelöst wird, um das ganze zusammengeklaute Geld endlich nützlich angelegt werden kann.
Dann gibt's da auch keine kircheninternen Ermittlungen mehr oder so eine Scheiße, sondern wirkliche Bestrafung durch das Justizsystem.


melden

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

21.01.2013 um 09:13
@Demandred
das wäre ne möglichkeit, jedoch müsste die ganze welt da mitziehen und das mit jeder organisierten religion machen


melden
Demandred
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

21.01.2013 um 09:30
@Blutfeder
Ja, das sowieso. Utopische Vorstellung, aber eigentlich nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass immer mehr Leuten ein Licht aufgeht und sie sich von organisierten Sekten abwenden.


melden

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

21.01.2013 um 09:34
@Demandred
ja
gegen glauben an sich habe ich nichts nur die organisierten regilionen gehen mir auf den geist


melden
emanon
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 07:50
Ein Trauerspiel.
Wollte die Kirche die Studie anfangs noch so chnell wie möglich anderweitig vergeben, so cheints jetzt mit dem Eifer nicht mehr so weit her zu sein.
Sogar ihren Schäfchen gibts jetzt schon zu denken.
„Wir sind Kirche“ kritisiert Schweigen

Die Laienorganisation „Wir sind Kirche“ erklärte, offenbar gebe es nur bei einer Minderheit der Bischöfe echten Willen zur Aufklärung. Ein anderer Teil will weiter vertuschen und die große Mehrheit schweigt und traut sich nicht voran, sagte ein Sprecher der Kirchenbewegung. Kirche müsse sich als Organisation, die viele öffentlichen Mittel bekomme, bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle auch der öffentlichen Kontrolle stellen.
Völlig richtig! Wurde ja bereits durch Politiker angemahnt. Die Kuttenträger erwecken momentan den Anschein das aussitzen zu wollen.
Hat sich noch kein willfähriger Büttel gefunden, der den Knebelvertrag der Kirche akzeptiert?
Na ja, bei dem Bild, dass die Kirche momentan abgibt wirds wohl auch nicht einfach. Hier kann man sehen, wie die Kirche versucht unliebsame Äusserungen zu unterdrücken.
Abmahnung für Kriminologen Pfeiffer
Aufarbeitung gescheitert

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer hatte die Bischofskonferenz dem Wissenschaftler am Freitag (18.01.13) erneut eine Abmahnung zukommen lassen. Darin soll sich der Wissenschaftler verpflichten, nicht mehr von Zensur zu sprechen. Pfeiffer kündigte jedoch an, das Schreiben nicht zu unterzeichnen. Die Frist zur Unterzeichnung der Erklärung läuft nach Informationen des NDR am Montagabend (21.01.13) ab. Ein Anwalt der Kirche habe empfohlen, Pfeiffer nach Ablauf der Frist zu verklagen.
Es sollte von Seiten des Staates ein unabhängiger Untersuchungausschuss eingesetzt und den Kuttenträgern das Heft aus der Hand genommen werden.
Die Zitate sind folgendem Artikel entnommen http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/bischof-hofmann-missbrauchsstudie-100.html


melden
jinping
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 07:59
Die Kirche hat kein Geld zusammengerafft, sondern es wurde ihr von ihren eigenen Mitgliedern vermacht. Schon in der Urkirche hatten alle alles gemeinsam.


melden

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:04
@Ahiru
http://www.shortnews.de/id/1005623/weiterer-fall-eines-von-katholischer-klinik-abgewiesenen-vergewaltigungsopfers-bekann...

da sieht man mal wieder wie gut sich die kirche um ihre schäfchen kümmert mit ihren karritativen einrichtungen
da scheint es doch nur begründet, anzunehmen das die kirche auch die missbrauchsfälle aussitzen will


melden
jinping
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:20
Ja gut, es hat halt auch relativ wenig Sinn, eine Vergewaltigung zwar medizinisch festzustellen, dann aber nicht die Pille danach zu geben. Das hat die Vergewaltigte ja auch schon vorher gewusst, dass sie vergewaltigt wurde. Sie möchte halt nur nicht schwanger werden, deswegen geht sie in ein Krankenhaus. Aber in kath. Krankenhäusern wird man so etwas nicht bieten natürlich. Wo ist da jetzt der Skandal? Soll sich die Kirche jetzt etwa an Empfängnisverhütung und Frühabtreibung beteiligen? Da würde ich aber sofort austreten. Skandalös ist vielmehr, dass verhütet und abgetrieben wird.


melden
emanon
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:29
@jinping
Skandalös sind die Sonderrechte der Kirchen, alte Zöpfe, die abgeschnitten werden müsen.
Die momentan in allen Medien präsente Unfähigkeit der RKK setzt hoffentlich einen Denkprozess in Gang, an dessen Ende eine umfassende Neubewertung der Situation steht.


melden

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:30
@jinping
jinping schrieb:Aber in kath. Krankenhäusern wird man so etwas nicht bieten natürlich. Wo ist da jetzt der Skandal? Soll sich die Kirche jetzt etwa an Empfängnisverhütung und Frühabtreibung beteiligen? Da würde ich aber sofort austreten. Skandalös ist vielmehr, dass verhütet und abgetrieben wird
ich hoffe mal ganz stark, dass das ironie war
jinping schrieb:Ja gut, es hat halt auch relativ wenig Sinn, eine Vergewaltigung zwar medizinisch festzustellen, dann aber nicht die Pille danach zu geben. Das hat die Vergewaltigte ja auch schon vorher gewusst, dass sie vergewaltigt wurde. Sie möchte halt nur nicht schwanger werden, deswegen geht sie in ein Krankenhaus.
jep, das ist genauso als würde der notarzt nach nem autounfall zum Opfer gehen sagen: "Sie sind verletzt"
und dann einfach wieder gehen


melden
emanon
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:34
@Blutfeder
@jinping
Hier habe ich ein Interview eingestellt, dass genau aufzeigt, wie wenig die Kirche in "ihre" Krankenhäuser investiert.
Auch ein Zopf der abgeschnitten gehört.
Diskussion: Untersuchung nach Vergewaltigung verweigert (Beitrag von emanon)


melden
Bodo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:35
@jinping
Ich dachte immer, die Kirche sei ein Zufluchtsort bei Problemen und man kümmert sich schon um seine Schäfchen. Aber eine vergewaltigte Frau im Unwissen lassen, ob ihr Peiniger sie geschwängert hat und "sie wie nen nassen Fetzen davonjagen" ist an Merkwürdigkeit kaum noch zu überbieten.

Gut, ich bin auch für Abtreibungen, einen grünen Zweig werden wir da nie finden :D


melden
emanon
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:39
Solange Dogmatik über Nächstenliebe geht, macht sich die Kirche halt weiter unglaubwürdig.
Mich störts nicht. :D


melden
Bodo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:47
Ist vermutlich bei jedem Glauben so, da wird von Nächstenliebe gefaselt und trotzdem der Glaube über die Menschlichkeit gestellt. Jeder legt die "heiligen Bücher" so aus, wie er es will um Andersgläubige zu schikanieren oder eins auf die Gurke zu geben.

Ich hab ja kein Problem, wenn Menschen sich Kraft aus Religion holen und glücklich damit sind. Nur manche Fanatiker lassen einen schon den Kopf schütteln.

"Wasser predigen und Wein trinken" ist wohl das Problem für mich :)
EDIT: Ich hab aber natürlich auch tolle Priester/Pfarrer kennengelernt, keine Frage.


melden

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 08:52
@Bodo
das mit dem wasser und dem wein hab ich auch shcon angesprochen aber einige nutzer wollten des nich glauben


melden
habe-fertig
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 09:05
@emanon
Ein sehr schönes Interview, damit werde ich mich heute abend nochmal in aller Ruhe beschäftigen. Herzlichen Dank fürs finden und posten.
Besonders gefiel mir diese "Kompetenz-Kompetenz". Willkür reinsten Wassers. Kann man eigentlich noch unsozialer und eigensinniger handeln? Wohl kaum.
Wichtig ist aber, dass man diese Typen in seltsamen Gewändern hofiert als hätten sie höchstpersönlich den Krebs besiegt.
Eine Gesellschaft die sich dermaßen an die Rockzipfel dieser Erleuchteten hängt hat mEn ein gewaltiges Problem mit ethisch-moralischen Grundwerten - und ist ganz bestimmt noch lange nicht bereit dafür sich neuen, zukünftigen Problemen zuzuwenden.


melden

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 16:41
Hier meldet sich Pfeiffer zu Wort
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/christian-pfeiffer-spricht-im-interview-ueber-den-streit-mit-der-kirche-a-87...


melden
pere_ubu
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

22.01.2013 um 17:52
Demandred schrieb:Ich hoffe ja immer noch darauf, dass die Katholische Kirche von den verschiedenen Regierungen enteignet und aufgelöst wird,
das bahnt sich bereits in irland an ,wo soviele missbrauchsfälle vorliegen ,dass die RKK es anscheinend nicht mehr bezahlen kann und vor der enteignung steht:

Seit 2002 werden Opfer von physischer Misshandlung oder sexuellem Missbrauch in den staatlichen und kirchlichen Einrichtungen Irlands in organisierter Form entschädigt. Dazu wurde das Residential Institutions Redress Board eingerichtet. Diese Einrichtung verwaltet die von Staat und Kircheninstitutionen bereitgestellten Gelder und regelt ihre Verteilung. Insgesamt wurden von Staat und Kirche Gelder in Höhe von 2,1 Milliarden Euro bereitgestellt.[493]

Nach einer Prüfung erhalten die Antragsteller je nach Schwere der Misshandlung oder des Missbrauchs eine Entschädigung in Höhe bis zu 300.000 Euro. Bis 2010 wurden 14.753 Anträge auf Entschädigung eingereicht. Die Mehrzahl der Opfer wurde mit bis zu 100.000 Euro entschädigt.[494]

Details der Entschädigungen sind zwischen irischem Staat und kirchlichen Einrichtungen nach wie vor umstritten. So verlangte der irische Bildungsminister Ruairi Quinn im August 2011, dass die katholischen Orden in Irland ihren Anteil an den Entschädigungen von 476 Millionen auf 680 Millionen Euro erhöhen sollten. Im Falle von Zahlungsunfähigkeit schlug Quinn den Orden vor, Teile ihres vorhandenen Besitzes an den irischen Staat abzutreten.Im Falle von Zahlungsunfähigkeit schlug Quinn den Orden vor, Teile ihres vorhandenen Besitzes an den irischen Staat abzutreten.[495]


Wikipedia: Kindesmissbrauch_in_der_katholischen_Kirche#Entsch.C3.A4digungen_durch_Kirche_und_Staat


melden
Anzeige
emanon
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Päderastensammelstelle katholische Kirche?

23.01.2013 um 08:48
Nachdem die Kirche nicht müde wird mantraartig ihre Darstellung der Geschehnisse in schwammiges Geschwafel zu hüllen, meldet sich jetzt endlich auch mal der von den Talarträgern geschasste Professor Dr. Pfeiffer zu Wort. Nachfolgend ein aktuelles Interview aus dem auch deutlich wird, dass die Kirche die erste Schlappe schon einstecken musste, was sie natürlich ganz vergessen hat mitzuteilen.^^
-----------------------
SPIEGEL ONLINE: Herr Pfeiffer, warum ist die Kooperation mit der katholischen Kirche und damit die Aufarbeitung des Missbrauchs gescheitert?

Pfeiffer: Das Projekt ist an den Bedrohungsgefühlen gescheitert, die unsere Forschungspläne bei der Kirche ausgelöst haben. Auf diese Ängste reagierten viele Kirchenvertreter mit dem Wunsch nach mehr Kontrolle. Kurz vor dem Start der eigentlichen Datenerhebung wurden wir im Mai 2012 mit der Forderung konfrontiert, dass Studienergebnisse nur mit Billigung der Kirche veröffentlicht werden dürfen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das unzumutbar.

SPIEGEL ONLINE: Das Projekt ist mit viel Getöse gestartet worden, es war mit großen Hoffnungen verbunden. Haben Sie versucht, es zu retten?

Pfeiffer: Wir hatten in den ersten Monaten mit konkreten Vorbereitungsarbeiten für die Aktenanalyse und die Opferbefragung einen guten Start und konnten auch gemeinsam mit Kirchenvertretern ein sehr gutes Datenschutzkonzept entwickeln. Ausgehend von der Erzdiözese München-Freising gab es dann aber wachsende Widerstände. Zwar hat uns Bischof Ackermann noch bis Mai 2012 darin unterstützt, den geltenden Vertrag umzusetzen. Aber ab dann setzten sich in der Kirche diejenigen durch, die das Projekt durch Änderungen des Vertrags unter Kontrolle halten wollten.

SPIEGEL ONLINE: Inzwischen geht es vor allem um die Deutungshoheit über den Konflikt. Die Kirche geht gerichtlich gegen Sie vor.

Pfeiffer: Die Kirche hat in der Tat am 13. Januar beim Landgericht Hamburg den Erlass einer Einstweiligen Verfügung gegen mich beantragt. Ich sollte nicht mehr behaupten dürfen, dass die Kirche gegenüber dem KFN als Vorbedingung für das weitere Forschen Zensurwünsche geltend gemacht hat. Am 16. Januar ist dann bei den Gerichten unsere Schutzschrift eingegangen. Daraufhin hat die Kirche ihren Antrag auf Erlass der Einstweiligen Verfügung zurückgezogen. Sie wird nun die Kosten einschließlich unserer Anwaltsgebühren zu tragen haben. Und ich kann weiterhin ohne Maulkorb das verkünden, was ich von Beginn an als Grund des Scheiterns benannt hatte. Die Unterlassungsandrohung war reine Show.

SPIEGEL ONLINE: Ab welchem Punkt war für Sie klar, dass das Projekt nicht mehr zu retten ist?

Pfeiffer: Der Bruch kam, nachdem ich Ende Oktober mit zwei Briefen an die Bischöfe klären wollte, ob sie noch hinter dem Projekt und unserem Vertrag stehen. Die Kirche hat das als Vertrauensbruch bewertet. Ich sah keinen anderen Weg, weil ich die Bischöfe auch fragen musste, in welchem Ausmaß es bei ihnen zu Aktenvernichtungen gekommen ist. Das konnten nur sie beantworten und nicht der Verband der Diözesen Deutschlands.

SPIEGEL ONLINE: Am Ende ist es wie in einer Beziehung: Es bleibt die Frage, wer Schluss gemacht hat. Haben Sie die Zusammenarbeit für beendet erklärt oder waren es die Vertreter der Kirche?

Pfeiffer: Die Kirche hat gekündigt, nachdem wir uns geweigert hatten, einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben, der uns zum Schweigen verpflichtet hätte.

SPIEGEL ONLINE: Für die Kirche handelte es sich um ein Prestigeprojekt, dessen Umsetzung nach dem Missbrauchsskandal von großer Bedeutung war. Warum hat sie die Zusammenarbeit beendet?

Pfeiffer: Es gibt einen Moment, von dem ich rückblickend denke, dass er entscheidend war. Ich habe vor Vertretern der Kirche einen Vortrag gehalten, warum der sexuelle Missbrauch in den USA in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Die Erkenntnis der dort durchgeführten Studie war: nur 5 Prozent der Täter innerhalb der Kirche waren pädophil, 95 Prozent sogenannte Ersatzhandlungstäter, die sich an Kindern vergehen, weil der von ihnen bevorzugte Sexualpartner nicht verfügbar ist. Doch das hat sich durch die sexuelle Revolution gewandelt. Priester, die sich nicht an den Zölibat halten wollten, konnten mit ihren Wunschpartnern Beziehungen eingehen. Doch dieser Erklärungsansatz war für die Kirche eine enorme Bedrohung.

SPIEGEL ONLINE: Die Erklärung wäre doch für die Kirche eher von Vorteil gewesen.

Pfeiffer: Die Kirche hat diese Liberalisierung der Sexualmoral über Jahrzehnte bekämpft. Sollte meine Hypothese stimmen, wäre die sexuelle Revolution von Vorteil gewesen für die Kirche. Sie drohte, ihre alte Bastion zu verlieren. Auch der Zölibat war bedroht.

SPIEGEL ONLINE: Die Anwälte der Bischofskonferenz haben Ihnen unterstellt, Sie wollten die Forschungsergebnisse am liebsten in der "Gala" veröffentlichen.

Pfeiffer: Ich habe das als Provokation empfunden und gedacht: Vielleicht ist das der Versuch, uns zu einer Kündigung des Vertrags zu bewegen, damit man uns nicht kündigen muss. In den vergangenen Wochen bin ich häufig persönlich angegriffen worden. Bewusst habe ich nie entsprechend zurückgeschlagen. Wenn mir ständig vorgehalten wird, ich hätte mit meinem Zensurvorwurf die Unwahrheit gesagt, zeigt das nur: Die, die so etwas behaupten, nehmen das 8. Gebot nicht ernst. 'Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.'

SPIEGEL ONLINE: Bischof Ackermann sagt, "die Kündigung des Vertrags hat wirklich viel mit der Person Pfeiffer zu tun".

Pfeiffer: Das sind alles Ablenkungsmanöver. Für mich ist das schlechter Stil. Die Kirche diffamiert mich, weil ihr Sachargumente fehlen.

SPIEGEL ONLINE: Die Kirche spricht von einem Vertrauensbruch. Wie ist ihr Verhältnis?

Pfeiffer: Ich bin von einigen menschlich sehr enttäuscht. Dass Pater Langendörfer die Chuzpe hat, in der "Beckmann"-Sendung zu behaupten, ich hätte die Unwahrheit gesagt, schockiert mich geradezu. Unter welchem Druck muss dieser an sich doch kluge und kultivierte Mensch stehen, dass er so vom Kurs abkommt?

SPIEGEL ONLINE: Hätten Sie es nicht im Interesse der Opfer schaffen müssen, friedlich auseinanderzugehen? So haben alle Schaden genommen - vor allem das Projekt selbst.

Pfeiffer: Gerade die Opfer müssen die wahren Gründe für das Scheitern des Projekts erfahren. Deswegen kam ein friedliches Auseinandergehen, bei dem sich beide Seiten zum Schweigen verpflichten, für mich nicht in Betracht.

SPIEGEL ONLINE: Man kann den Eindruck gewinnen, in diesem Streit kreisen alle Beteiligten derzeit vor allem um sich selbst. Was sagen Sie den Opfern, die große Hoffnungen in die Untersuchung gesetzt hatten - und jetzt vor allem wütend sind?

Pfeiffer: Ihre Wut ist berechtigt. Ich bitte die Opfer um Verständnis dafür, dass wir unter den Bedingungen der Kontrolle und Zensur nicht forschen können. Wir bitten die Opfer, beim KFN unseren Fragebogen anzufordern, damit sie ihn anonym ausfüllen und zurücksenden können. Wir möchten aufdecken, was sie erlebt haben und wie die Kirche mit ihnen umgegangen ist. Die Opfer haben einen Anspruch darauf, dass das geklärt wird.

SPIEGEL ONLINE: Wie werten Sie persönlich den Bruch?

ANZEIGE
Pfeiffer: Es ist der größte Frust meines gesamten Wissenschaftlerlebens, dass dieses Projekt nicht realisiert werden kann.

SPIEGEL ONLINE: Bleibt nach all dem Unmut etwas, dass Sie aus der Auseinandersetzung gelernt haben?

Pfeiffer: Ich habe den Kooperationspartner Kirche in seiner Komplexität unterschätzt. Ich war euphorisch. Mit den Vertragspartnern haben wir bei gutem Wein gemeinsam auf das Große angestoßen, was wir vorhatten. Doch dann war alles viel schwieriger als ich gedacht hatte. Ich war naiv.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/christian-pfeiffer-spricht-im-interview-ueber-den-streit-mit-der-kirche-a-87...

Erstaunlich wie ruhig der Mann bleibt, ich denke ich hätte deutlichere Worte gefunden.
Dass die Kirche vor Gericht einen Rückzieher gemacht hat lässt sie in noch schlechterem Licht erscheinen. Sollten die Vorwürfe Pfeiffers zu recht bestehen (und danach sieht es wohl aus) so scheint der VDD ein Sammelbecken von Lügnern zu sein.
Schönes Vorbild für die Christen in Deutschland und weltweit. Es scheint anbebracht darüber nachzudenken ob man für die Zwiesprache mit Gott unbedingt Mitglied in diesem Aberglaubensclub sein muss.
Die noch selbst denkenden Gläubigen werden wohl mit den Füssen darüber abstimmen.
Gut, dass Pfeiffer den Betroffenen weiter die Möglichkeit bieten will ihren Missbrauch publik zu machen, das verhindert auch, dass ein willfähriger Büttel die Verfehlungen der Kirche schönredet.


melden
263 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Gefallen am Kampf163 Beiträge
Anzeigen ausblenden