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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

7.219 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Drogen, Sucht, Stadt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 13:16
Moin liebe Almygemeinde,

ich wollte mich nur mal fix lebend zurück melden. Mir ging es die letzten Tage echt mies und ich hatte keine Kraft zu schreiben, seit gestern geht die Kurve jedoch steil nach oben. Der körperliche Entzug ist geschafft, meine Vitalwerte sind völlig ok und ich bin froh es hinter mir zu haben.

Dennoch möchte ich auch betonen, das die Stimmen, die gemahnt haben, einen körperlichen Entzug nicht alleine zu machen, total recht hatten. Ich habe von allen Seiten - Klinik, Ärzten, Suchtzentrum dermaßen Einläufe dafür bekommen, wie gefährlich das war - und die haben Recht.

Davon mal abgesehen, das man sich mental und vor allem körperlich nicht gut fühlt (der Entzug kostete soviel körperliche Kraft das ich Schwierigkeiten hatte mit meinem Hund einmal die Straße hoch und runterzugehen ohne das mir extrem die Pumpe ging und ich dachte ich sterbe auf der Straße) - hatte ich den Punkt der Angst völlig außer Acht gelassen.

Ich hatte letzten Samstag begonnen zu Entziehen - bis ich Dienstag von diversen Ärzten untersucht wurde (Algemeinarzt, Neurologe, Orthopäde) hatte ich komplett Angst, richtige Panikattacken, weil man jedes Zwicken im Körper als Hinweis darauf sieht, das irgendetwas nicht stimmt. Selbst nach den Untersuchungen, die positiv verlaufen sind hat man zumindest bis zu dem Punkt wo ein epileptischer Krampf nicht mehr möglich, bzw. extrem unwahrscheinlich dauerhaft Angst.

In meinem Beispiel war meine ganze linke Körperhälfte merkwürdig, Finger taub, Füße taub, ich dachte die ganze Zeit mein Herz macht Schlapp, deswegen haben wir dann auch einen EKG gemacht, Herz ist super. Ich war daraufhin beim Orthopäden, ich hatte einfach total viele Blockeden an der Wirbelsäule die gelöst wurden - aber auf diese Idee kommt man ja nicht in seiner Panik.

Also um das mal zusammen zu fassen - der Entzug war sowohl körperlich als auch mental extrem anstrengend und sollte ich je wieder in diese Position kommen (was bei dem Krankheitsbild ja leider nie ausschliessbar ist) dann werde ich auf jeden Fall in eine Entgiftungsstation gehen, vor allem wegen dem psychischen Druck, bzw. der Angst.


Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei euch bedanken, denn selbst wenn ich die letzten Tage nicht mehr geschrieben habe, habe ich es zumindest immer gelesen und es hat mir ganz viel Kraft gegeben um das Ganze durchzustehen (es gab auch ein, zwei Momente wo ich es fast abgebrochen hätte).

Bei all den Meinungsdifferenzen die man in den verschiedenen Threads ab und an hat es zumindest mir gezeigt was für eine tolle Community ist der ich mich vor 8 Jahren anschloss und bei der der Mensch im Mittelpunkt steht wenn es darauf ankommt und das macht mich extrem dankbar und stolz auf Euch.

Liebe Grüße

Cejar

ps und ob Ihr es glaubt oder nicht, als ich den Post eben noch mal selber gelesen habe hatte ich eventuell die eine oder andere Träne im Auge :)


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 13:35
@cejar

Meinen Glückwunsch, dein Weg zeugt von einem starken Charakter, auch wenn es leichtsinnig war, dass solo durchzuziehen, das nächste mal echt,ich hoffe das wird nicht passieren, in die Klinik gehen.Das hast du echt gut gemacht, willkommen zurück im Leben.Und jetzt standfest bleiben, Alkohol in zu großen Mengen ist der Teufel, es versacht so viel elend.Kenne den Alkentzug nicht, den benzoentzug aber umso mehr und ich weiß, dass die Nachsorge ein ewig langer Weg ist, gehe ihn, das Leben ist zwar im Grunde zu hart, aber dann und wann lebenswert, viel Glück, Weisheit und Liebe für dich.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 13:38
@cejar
Ich freue mich sehr für dich!


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20.11.2020 um 16:44
@cejar

Ein Glück, dass es nochmal gut gegangen ist. Hoffen wir weiter das Beste und kämpfen für das Gute.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 16:58
@cejar
Ich war froh, als ich gelesen habe, dass es dir soweit gut geht. Hatte mir Sorgen gemacht... ich drück dir weiter die Daumen. Wie bekommst du das mit der Quarantäne und deinen wichtigen Arztbesuchen geregelt?


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20.11.2020 um 18:25
@cejar

Schön zu hören ! Ich wünsche dir Kraft & Stärke !


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 18:59
@cejar
Schön dass es dich noch gibt. hatte mir schon echt sorgen gemacht weil du nichts mehr geschrieben hattest.

Glückwunsch zum durchstehen des
Entzuges.
Du weisst ja selber das hätte auch in die hose gehen können.
Alkoholentzüge immer im Krankenhaus machen.

Jetzt ist erstmal der unangenehmere Teil vorüber.Trotzdem wirds noch ne ganze Weile anstrengend. Du darfst jetzt keinen Rückfall bauen. Sonst war die Quälerei völlig umsonst.

Du solltest jetzt erstmal dein komplettes Umfeld ändern und Sachen finden die dich innerlich erfüllen. Hobbys wie Sport sind da z.B immer ganz gut. Du musst versuchen allem was dich triggern könnte aus dem Weg zu gehen.
Was ich mir bei Alkohol wirklich sehr schwierig vorstelle so wie allgegenwärtig er ist. Da beneide ich dich echt nicht drum.

Vielleicht wäre ja auch ne Selbsthilfe Gruppe etwas für dich oder gar eine Therapie. Ganz egal was Versuch dich einerseits mit deiner Krankheit zu beschäftigen und andererseits dich so viel wie möglich davon abzulenken.

Auf jedenfall kannste stolz sein es durchgezogen zu haben.

Ich wünsch dir alle Kraft der Welt dafür dass sich dein Leben ab jetzt zum besseren ändert. Es wird ein echt steiniger Weg aber ich wette es lohnt sich.






EDIT: DIESER Post wurde unter dem Einfluss von psychoaktiva geschrieben. Wer Kausale Fehler findet darf sie bunt anmalen.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 19:07
Zitat von cejarcejar schrieb:ich wollte mich nur mal fix lebend zurück melden. Mir ging es die letzten Tage echt mies und ich hatte keine Kraft zu schreiben, seit gestern geht die Kurve jedoch steil nach oben. Der körperliche Entzug ist geschafft, meine Vitalwerte sind völlig ok und ich bin froh es hinter mir zu haben.
Danke für Deine Rückmeldung. Du kannst wirklich stolz auf Dich sein, dass Du das durchgestanden hast.
Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen weiteren Weg !


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

20.11.2020 um 19:15
@cejar
Erstmal Glückwunsch, dass du so weit gekommen bist.
Zitat von PharmiPharmi schrieb:Vielleicht wäre ja auch ne Selbsthilfe Gruppe etwas für dich oder gar eine Therapi
Eigentlich würde ich davon ausgehen, dass er eine begleitende Therapie macht.
Ich jedenfalls würde es jedem empfehlen. Auch mit Therapie sind die Rückfallquoten hoch, aber ohne nooch viel höher.
Zitat von PharmiPharmi schrieb:und Sachen finden die dich innerlich erfüllen. Hobbys wie
Das ist das große Problem nach dem clean werden. Die Drogensucht (egal ob Heroin, Alkohol oder was auch immer) füllt den großen Teil des Tages auf die eine oder andere Weise aus.

Nach dem Entzug klafft da dann ein Riesenloch, wo vorher die Droge war.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.12.2020 um 13:22
Das hier dürfte ziemlich viele verblüffen. Eine Studie hat ergeben, dass intelligente Menschen eher dafür prädestiniert sind illegale Drogen zu konsumieren als Mensch mit geringerem IQ.

https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verhaltensforschung-intelligente-menschen-sind-anfaelliger-fuer-drogenkonsum-a-797764-amp.html


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 06:55
@Pharmi

Verblüffend trifft es genau. Wäre es keine Studie, würde ich es sehr anzweifeln.
8000 Probanden nahmen daran teil... (lass ich jetzt mal unkommentiert )

Äußerst erstaunt war ich u.a. eines Ergebnis, das das Elternhaus keine Rolle spielt. Ich dachte eher das eine schwache soziale Kompetenz und der Selbstwert, im Kindesalter durch "Erziehung" oder "Vorgelebten" prägend ist. Nun ja so kann man sich täuschen.

Danke dir für das reinstellen dieser interessanten Studie !


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 06:59
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Äußerst erstaunt war ich am Ergebnis, das das Elternhaus keine Rolle spielt. Ich dachte eher das eine schwache soziale Kompetenz und der Selbstwert, im Kindesalter durch "Erziehung" oder "Vorgelebten" prägend ist. Nun ja so kann man sich täuschen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es Kids gibt, die gerade auch aus einem sehr behüteten Elternhaus ausbrechen wollen.
Und in der Pubertät hat man oft nur noch bedingten Einfluss auf die Kinder. Da werden Freunde wichtiger, und wenn das die falschen Freunde sind kann sich daraus leider auch eine Suchtabhängigkeit entwickeln.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 07:03
@nairobi
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass es Kids gibt, die gerade auch aus einem sehr behüteten Elternhaus ausbrechen wollen.
Und in der Pubertät hat man oft nur noch bedingten Einfluss auf die Kinder. Da werden Freunde wichtiger, und wenn das die falschen Freunde sind kann sich daraus leider auch eine Suchtabhängigkeit entwickeln.

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Natürlich gibt es nicht nur Drogenabhängige aus "Problemfamilien".
Ich nahm immer an, das Kinder mit gutem Selbstwertgefühl und sozialer Kompetenz einem "Freundeszwang"/"Gruppenzwang" bzgl Drogen besser widerstehen. Aber lt Studie hab ich mich sehr getäuscht.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 07:24
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Ich nahm immer an, das Kinder mit gutem Selbstwertgefühl und sozialer Kompetenz einem "Freundeszwang"/"Gruppenzwang" bzgl Drogen besser widerstehen. Aber lt Studie hab ich mich sehr getäuscht.
Also ich kann mein persönliches Beispiel erzählen. Ich komme aus einem normalen, gutbürgerlichen Elternhaus, so kann man das wohl nennen. Und mit 16, knapp 17, habe ich mal jemanden kennen gelernt, der mit Haschisch zu tun hatte. Ich habe da auch ein paar Mal gezogen aber nix gemerkt. War wohl gut so. Der Kontakt brach dann auch ab. War wohl gut so. Aber ich bin damals mit 14 Jahren durch einen Freund zum Rauchen gekommen. Man wird eben oft durch Freunde zu Dingen "verleitet". Wobei mein Vater auch geraucht hat.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 07:42
@nairobi
Zitat von nairobinairobi schrieb:Also ich kann mein persönliches Beispiel erzählen. Ich komme aus einem normalen, gutbürgerlichen Elternhaus, so kann man das wohl nennen. Und mit 16, knapp 17, habe ich mal jemanden kennen gelernt, der mit Haschisch zu tun hatte. Ich habe da auch ein paar Mal gezogen aber nix gemerkt. War wohl gut so. Der Kontakt brach dann auch ab. War wohl gut so. Aber ich bin damals mit 14 Jahren durch einen Freund zum Rauchen gekommen. Man wird eben oft durch Freunde zu Dingen "verleitet". Wobei mein Vater auch geraucht hat.
Danke für deinen Erfahrungsbericht. Natürlich ist nicht immer ein desolates Elternhaus der Grund zur Drogenabhängigkeit, das hab ich auch und wollte ich nicht behaupten. Drogenabhängigkeit gibt es in allen sozialen Schichten. Mir ging es nur darum das lt. dieser Studie steht, das das Elternhaus keine! Rolle spielt. Und damit habe ich mich getäuscht.

Auch ich komme aus "gutbürgerlichen" Hause wenn man es so sagen will und bin Raucher.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 07:48
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Drogenabhängigkeit gibt es in allen sozialen Schichten
Ja, so ist es, wie es auch in allen Schichten Gewalt in der Familie gibt, sexuellen Missbrauch, Radikalismus etc. pp.
Zitat von allmythoughtsallmythoughts schrieb:Auch ich komme aus "gutbürgerlichen" Hause wenn man es so sagen will und bin Raucher.
Wobei ich zwischen Rauchen und Drogengebrauch da auch nochmal unterscheide. Nicht, was das Suchtverhalten anbelangt, aber halt die Illegalität.


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19.12.2020 um 08:01
@nairobi
Zitat von nairobinairobi schrieb:Wobei ich zwischen Rauchen und Drogengebrauch da auch nochmal unterscheide. Nicht, was das Suchtverhalten anbelangt, aber halt die Illegalität.
Ja absolut !


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 08:58
@allmythoughts
Also ich glaube nicht dass die in der Studie meinen dass das Elternhaus garkeinen Einfluss auf den Drogenkonsum mancher Menschen haben kann. Es geht glaub ich eher darum dass das Elternhaus gerade bei diesen Menschen mit hohem Iq kaum bis garkeinen Einfluss hat.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 09:05
Zitat von PharmiPharmi schrieb:Das hier dürfte ziemlich viele verblüffen.
Nein, überhaupt nicht.

Aber davon abgesehen ist diese Studie jetzt auch nicht besonders aussagekräftig:
Allerdings machen sie keine Angaben, wie oft die Probanden Drogen konsumierten. Sie haben lediglich erfragt, ob ein Teilnehmer Rauschmittel genommen hat, nicht aber, ob das regelmäßig oder nur selten geschah - ein nicht unwichtiges Detail.
Eine Studie mit der man nicht wirklich viel anfangen kann.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.12.2020 um 09:22
@Groucho
Ich schrieb ja auch es dürfte ziemlich viele verblüffen. nicht alle.;)
Es gibt scheinbar mehrere Studien die das selbe besagen. Die die man über den Link erreichen kann war nur am einfachsten zu finden.

Hier das ist auch ganz interessant:
https://www.google.com/amp/s/bigthink.com/amp/intelligent-people-drugs-2639035512

Ich schau nachher wegen anderen studien. Muss jetzt erstmal zum Arzt mein Zeug holen.


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