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Misanthropen - die "anderen" Menschen

Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 18:39
raitoningu schrieb:Also sind Menschen mit sozialen Phobien schwach?
Ich glaube nicht unbedingt, das Misanthropen oder Menschen mit einer Sozialphobie schwach sind. Sie haben nur den mut verloren was zu versuchen.

Ich lebe nur einmal und da will ich mich nicht von irgendwem runter machen lassen und deshalb mit einer sozialen Phobie Leben.

Klar passieren in einem selbst schlimme Dinge, wenn man täglich verprügelt und gemobbt wird. Aber wer gewinnen will muss halt stark bleiben. Ich habe es geschafft. Und deshalb könnte ich nie Menschen hassen, weil ich es liebe von Menschen die mich lieben und die ich liebe umringt zu sein.

Außerdem ist Hass etwas, worüber man erstmal nachdenken sollte bevor man es schreibt.
Hass zerfrisst einen. Wie ein Parasit.
Das will ich mir persönlich nicht antun.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 18:45
@cherymoya
Du gehst da aber von falschen Voraussetzungen aus; zumindest was diejenigen betrifft, bei denen das "Ich mag keine Menschen" eigentlich eher eine Schutzbehauptung ist, weil sie im Grunde Angst vor ihnen haben und sich abgelehnt fühlen.
Man kann sich nicht bewusst für oder gegen ein solches Störungsbild entscheiden und es auch nicht einfach durch "stark bleiben" verhindern.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 18:46
raitoningu schrieb:Man kann sich nicht bewusst für oder gegen ein solches Störungsbild entscheiden und es auch nicht einfach durch "stark bleiben" verhindern.
Dann ist es also doch eine psychische Störung.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 18:56
@Gentian
Gentian schrieb:Wie lebt es sich so als misanthrop??? Gehst du noch raus, wenn du den anblick der menschen nicht ertragen kannst? Oder wie muss ich mir das vorstellen?
He, ich bin Misanthrop, nicht soziophob :D
Misanthrop sein heißt nicht (zumindest in meinem Fall), dass man den Anblick anderer Menschen nicht ertragen kann bzw. auch keine Worte mit ihnen wechseln könnte. Ist ja auch nicht so, als hätte ich als Misanthrop keine Freunde oder Bezugspersonen, die mir viel bedeuten.

Ich hasse den Menschen, nicht das Individuum. Begegne ich einem einzelnen Menschen und wechsle ich ein paar Worte mit ihm, so ist er in erster Linie eine neue Seele, die ich ergründen will. Nicht "Mensch".


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 18:57
@cherymoya
Ich habe das nicht grundsätzlich bestritten.
Zumindest findet man u.a. ausgeprägte soziale Ängste als Symptom bei verschiedenen psychischen Erkrankungen. Ab wann jemand tatsächlich als "krank" anzusehen ist, hängt aus meiner Sicht allerdings stark von der Ausprägung und dem individuell empfundenen Leidensdruck ab.

Daraus kannst du aber nicht ableiten, Misanthropie sei allgemein eine psychische Störung.


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Gentian
ehemaliges Mitglied

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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 19:12
@Asche

Ok, du bist da dann nicht viel anders als ich...;-) doch ob ich damit ein misanthrop bin, glaube ich nicht. Ich lasse von jeher die menschen ab einem bestimmten zeitpunkt nicht mehr an meinen kern heran. Das lasse ich nur wenige und "auserwählte". Dass du die menschen als seelen betrachtest, hat eher einen beigeschmack von "ich sehe den kern des wesens mit all seinen schattierungen, der mensch an sich ist etwas übergeordnetes"...dem ich so nicht viel abgewinnen kann oder will...ist das richtig?


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 19:39
@Gentian
Gentian schrieb:"ich sehe den kern des wesens mit all seinen schattierungen, der mensch an sich ist etwas übergeordnetes"
Vielleicht interpretiere ich diese Aussage anders, als du sie meintest, aber der Mensch ist in meinen Augen definitiv nicht übergeordnet. Eher untergeordnet. Eine Art "Klasse" der Seele, etwas also, das sie näher bestimmt, nichts Größeres oder Höheres, bloß, weil es ein Sammelbegriff ist.
Wie vielen Klassen ist der Menschheit allerdings irgendetwas zueigen - in diesem Fall vermehrt Charakterzüge, die ich nicht positiv werten kann.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 19:58
@Asche
Misanthropie (von griech.:μισείν 'misein' = hassen;άνθρωπος 'anthropos' = Mensch) bedeutet Menschenhass bzw. Menschenscheu (vgl. Anthropophobie); das zugehörige Adjektiv ist misanthropisch. Sie bezieht sich nicht auf bestimmte Individuen, sondern umfasst alle Menschen, auch den Misanthropen selbst.
Eine der vielen Definitionen die ich auf die schnelle gefunden habe, da steht eindeutig alle Menschen. Ich nehme deshalb keinen feinen Unterschied wahr, nein.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 20:05
@Demon_Vega
Schön das du meinen Lieblingssthread wieder belebt hast.
Bin auch heilfroh wenn ich die meisten meiner Mitmenschen auf Abstand halten kann.
Kennt man einen, kennt man alle.
Ich konzentriere mich nur auf Einzelexemplare, da weis ich was ich hab..
Selbst Hass ist mir zu schade für diese, zwar funktionstüchtigen, aber innerlich absenten Mitbürger.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 20:28
@laucott
Danke für die Erläuterung, aber ich fürchte, es erstaunt dich nicht, wenn ich dir sage, dass ich das bereits weiß.

Ich habe mich gerade sowohl bei Wikipedia, dem Standardwerk schlechthin, als auch dem Duden schlau gemacht. Von "alle" und "dem Misanthropen selbst" ist in keiner der beiden Quellen die Rede.
Misanthropie (von griech.: μισεῖν misein ‚hassen‘, ‚ablehnen‘ und ἄνθρωπος anthrōpos ‚Mensch‘) beschreibt die Sichtweise einer Person, die die Menschen hasst bzw. (ihre Nähe) ablehnt. Eine solche Person selbst wird Misanthrop (dt. „Menschenhasser“, „Menschenfeind“) genannt.
- Wikipedia
Menschenhass
- Duden
1. Nein, der Misanthrop muss sich nicht selbst hassen - und ich tue es nicht. Das entspräche nicht meiner Vorstellung von der Stärke einer Seele, die sich niemals selbst ablehnen sollte.

2. Der kleine feine Unterschied zwischen deiner Definition und meiner (bzw. der Wikipedias) besteht darin, dass "alle" so viel wie "ohne Ausnahme" bedeutet. Das kann kein Misanthrop von sich behaupten, es ist schlicht unmöglich, so zu überleben.
Hinzu kommt, dass "Ich hasse Menschen" sich auf die Rasse Mensch bezieht, während "Ich hasse alle Menschen" sich auf alle menschlichen Individuen bezieht. Während ersteres also die Charakteristika der Rasse Mensch hasst, hasst letzteres seelische Eigenschaften, die angeblich jedem Individuum zueigen sind.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 21:41
Ich mag auch nur relativ wenige Menschen. Die meisten empfinde ich eher als dümmlich und mühsam. Ich möchte diese nicht in meiner Nähe haben. Nur eine ausgewählte Handvoll dulde ich in meinem Umfeld.
Bin ich jetzt ein Misanthrop?


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Demon_Vega
ehemaliges Mitglied

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Misanthropen - die "anderen" Menschen

30.01.2015 um 23:53
@cherymoya
cherymoya schrieb:Glaub mir. Ich habe sowas 5 Jahre lang erlebt. Ich wurde gemobbt und misshandelt. Das ist jetzt 5 Jahre her. Und trotzdem bin ich zu einem starken Menschen geworden, habe Freunde und ein sehr geregeltes Leben.
Wenn jemand Menschen nicht mag, ist das kein Zeichen von Schwäche. Man kapselt sich einfach von ihnen ab. Sprich man macht nur das Nötigste z.b reden wenn es wichtig ist. Aber das ist keine Schwäche!
cherymoya schrieb:Ich glaube nicht unbedingt, das Misanthropen oder Menschen mit einer Sozialphobie schwach sind. Sie haben nur den mut verloren was zu versuchen.

Ich lebe nur einmal und da will ich mich nicht von irgendwem runter machen lassen und deshalb mit einer sozialen Phobie Leben.

Klar passieren in einem selbst schlimme Dinge, wenn man täglich verprügelt und gemobbt wird. Aber wer gewinnen will muss halt stark bleiben. Ich habe es geschafft. Und deshalb könnte ich nie Menschen hassen, weil ich es liebe von Menschen die mich lieben und die ich liebe umringt zu sein.

Außerdem ist Hass etwas, worüber man erstmal nachdenken sollte bevor man es schreibt.
Hass zerfrisst einen. Wie ein Parasit.
Das will ich mir persönlich nicht antun.
Also den Mut verloren... Ich habe es immer wieder versucht mit jemanden in Kontakt zu kommen. Sei es mit alten Bekannten oder sonstwen. Ergebnis war immer dasselbe. Das hat mich erst zum Misanthropen werden lassen. Solange es jemanden gut geht ist man vielen sozusagen Sch***egal.

Es ist schön zu hören, dass Du es geschafft hast und es Dir besser geht, nach allden schlechten Erfahrungen die Du gesammelt hast.

Weisst Du, nach so langer Zeit, möchte man einfach nur noch Frieden haben. Ich habe schon viele Tränen gelassen und habe keine Lust mehr auf ständige Verletzungen durch sogenannte Mit...menschen...

@raitoningu
raitoningu schrieb:"Ich mag keine Menschen" eigentlich eher eine Schutzbehauptung ist, weil sie im Grunde Angst vor ihnen haben und sich abgelehnt fühlen.
Schutzbehauptung? Ja und Nein. Das ich keine Menschen mag ist eine Art Schutzschild, der mich vor Verletzungen schützt, die ich ständig Erfahren habe. Angst habe ich indem Sinne nicht, ich gehe ihnen nur aus dem Weg.

@cherymoya
@raitoningu

Wisst ihr, was mir allgemein ganz gehörig auf den Keks geht? Nein ich adde Euch, weil ich das mal sagen will, nicht auf Eure Äußerungen bezogen, dass war schon immer so. Also bitte nix falsch verstehen! Da ihr das Thema psychische Störung angeschnitten habt.

Wisst ihr, es ist so, wenn es jemanden nicht gut geht oder jemand Menschen nicht mag usw., dann denken viele gleich "Der hat einen an der Klatsche und soll zum Seelenklempner". Und genau so ein Verhalten staut eine Wut in mir auf. Also gleich zum Doc und sich mit Meds ruhigstellen lassen, damit man andere nicht mehr belästigt?

Wisst ihr, was wirklich helfen würde? Jemand mit dem man reden kann! Und damit meine ich keinen Seelenklempner bzw. Doc, der das nur für Geld macht oder schnell mal Meds verschreibt.
Da ist jeder nur ein Stein von vielen.

Genauso wäre es mir unangenehm, wenn mich ein Mensch retten würde z.b bei einem Unfall. Nein, ich hab keine Absichten! Außerdem macht das jemand nur, weil es sein Job ist, für das Geld oder um ein Gutes Gefühl zu haben. Darüber habe ich schon eine lange Diskussion mit jemanden geführt.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 00:35
Ich würde mich auch als Misanthropen bezeichnen, zumindest als Teilzeit-Misanthropen. Ob dem Ganzen irgendeine Form von psych. Störung / Auffälligkeit (Soziophobie, Asperger Syndrom...) zugrunde liegt, kann ich nicht einschätzen, aber auch nicht ausschließen.

Hassen wäre ein zu starkes Wort. Aber ich kann tatsächlich mit den meisten Menschen nichts anfangen - und das beruht oft auch auf Gegenseitigkeit. Ich verstehe ihr Verhalten, ihren Humor und andere, scheinbar ganz selbstverständliche Sachen nicht. Es ist für mich schwer mit "Otto Normal" zu kommunizieren. Im Alltag gehen sie mir oft auf die Nerven mit ihrer rücksichtslosen, egozentrischen oder beschränkten Art und Weise.

Gleichzeitig kann ich aber doch nicht ohne Menschen. Ne einsame Insel wär nichts für mich! Bin ein absoluter Großstadtmensch, wenngleich im am liebsten durch menschenleere Straßen laufe.

Die Anwesenheit von Menschen ist für mich erträglich oder sogar manchmal erwünscht, so lange der Abstand groß genug ist ;-) und ich nicht unter dem Druck stehe, zwingend mit ihnen interagieren zu müssen (ich tue das ganz selten mal von mir aus, wenn mir danach ist). Bei Feiern oder Veranstaltungen bin ich gerne Zaungast - aber lieber am Rande statt mittendrin.

Von der Spezies Mensch als solcher halte ich nicht all zu viel. Klar, der Mensch erschafft die tollsten und kreativsten Dinge. Das war's dann aber auch schon.

Die einzelnen Individuen, mit denen ich gut klarkomme / zu denen ich irgendeine Form von Beziehung habe, kann ich an einer Hand abzählen.



@Demon_Vega

Mal von Misanthrop zu Misanthrop: Woran denkst Du liegt es in Deinem Fall, dass Du niemanden zu Reden hast?


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 00:38
@deja-vu.

Bei dem was du beschrieben hast, dürfte bei dir alles in Ordnung sein... :)


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 00:44
@IrreBlütenfee
deja-vu. schrieb:Ich verstehe ihr Verhalten, ihren Humor und andere, scheinbar ganz selbstverständliche Sachen nicht. Es ist für mich schwer mit "Otto Normal" zu kommunizieren.
Das ist normal?


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 00:50
@deja-vu.

Durchaus.

Jeder Mensch hat seine eigenen Vorstellungen bzgl. Humor, Liebe, Hass etc. Was man in der Welt draussen erlebt, sind Kompromisse zw. verschiedenen Vorstellungen, mehr nicht.

Selbst ich, die ausgesprochen friedlich ist, hat manchmal den Bedarf, früh um 8 Uhr mit nem geladenen Sturmgewehr einkaufen zu gehen...überall Rentner... ;)


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Agnodike
ehemaliges Mitglied

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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 00:54
Ich denke ja immer noch es gibt keine von der Natur geschaffenen Misanthropen, sie werden von der Umwelt geformt, Schade eigentlich, dass sie dadurch durchs Raster fallen.

Es sind sehr sensible Menschen, die leider zu wenig gehört werden und wenn es dann doch mal passiert, so wie hier in diesem Thread, werden sie auch wieder ausgegrenzt, weil man ja nicht so sein darf, wie sie gerade ticken, aber warum ticken sie so, interessiert keine Sau.

„Reiß dich zusammen oder du passt nicht“

Einfach nur zum kotzen. Sorry.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 01:07
Ohne Zeo macht dieser thread doch eh keinen spaß mehr


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 01:09
@shionoro

Zeo war klasse.


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Misanthropen - die "anderen" Menschen

31.01.2015 um 01:11
@deja-vu.

Ich mochte Zeo, auch wenn ich selten einer Meinung mit ihm war


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