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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

9.248 Beiträge, Schlüsselwörter: Vorfall, Jekaterinenburg, Dyatlov Pass, Dyatlov

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

13.04.2019 um 00:26
@passato
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es noch eine Passage von M., in der er Slobtsov fast wörtlich wiedergibt, wobei dann ein Plural in der Formulierung erscheint, der die S.-Truppe meint. Somit wäre das Statement an sich ja de facto immer noch gleichbedeutend. Das krame ich heute aber nicht mehr raus ;)

Innerhalb der Fallwind-Theorie erklärt sich so vieles ... wird deutlich, das es so ernst war, das nicht mehr an den Verlust von Gliedmaßen gedacht wurde, sondern nur noch pures Überleben zum Ende hin. Da war auch noch ein Eispickel neben dem Zelt in den Boden gehauen zurückgelassen. Woran hätte man gedacht? Werkzeug mitnehmen oder Lampen aufbauen? Es kann auch etwas einfach nur hingeworfen gewesen sein. Einer war draußen Pinkeln, war okay angezogen mit Fellschuhen (richtig so?) hatte aber die Jacke drinnen gelassen. Er könnte auch die Lampe auf das Zelt gelegt haben. War sie festgefroren und ist deshalb nicht runtergefallen, als sie noch rein und raus sind? Es gibt da so einige Dinge, die nicht mehr im Detail, zu klären sind, aber am Gesamten nichts ändern, was im Rahmen der Fallwind-Theorie stimmig ist.
War es nicht so, das Wladimir gezeigt hat, dass der Leuchten-Schalter durch Eis bzw. Abtauen betätigt werden konnte?


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13.04.2019 um 01:06
@passato
Meiner Meinung nach ist dieses Detaill aber für die Fallwindtheorie gar nicht notwendig, sie funktioniert mit oder ohne Taschenlampe.
Seh ich auch so. Eigentlich funktioniert jede Schnell-das-Zelt-verlassen-und-Schutz-im-Wald-suchen These mit und ohne dTaschenlampe.
Was sollte die denn dann da?
Vielleicht nur kurz abgelegt und schon angefroren? Oder, weil sie eventuell doch aus war, tatsächlich einfach vergessen?

Als der Auffinder von "ausgeschalten" sprach, muss nicht die "Aus" Stellung gemeint gewesen sein, sondern einfach, dass sie nicht leuchtete. Als er dann sagte, er habe sie eingeschalten, kann das natürlich auch bedeuten, er hat den Schlater mehrfach hin und her bewegt. So detailliert beschreibt ja niemand ein simple Einschalten einer Taschenlampe.
"Aus" heißt "kein Licht", "ein", sie leuchtete wieder / immer noch / trotzdem.


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13.04.2019 um 18:31
Stephenson schrieb:Wenn ich mich recht erinnere, gibt es noch eine Passage von M., in der er Slobtsov fast wörtlich wiedergibt, wobei dann ein Plural in der Formulierung erscheint, der die S.-Truppe meint. Somit wäre das Statement an sich ja de facto immer noch gleichbedeutend
Unser Problem ist halt, dass wir nicht die russischen Originalformulierungen zur Verfügung haben, sondern immer über englische Übersetzungen gehen müssen, da kann so manches Detail ungenau sein.
Stephenson schrieb:War es nicht so, das Wladimir gezeigt hat, dass der Leuchten-Schalter durch Eis bzw. Abtauen betätigt werden konnte?
Jedenfalls war es seine Idee dass eine eingeschaltete durch Eiseinwirkung ausgeschaltet werden kann.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

18.04.2019 um 22:12
Ich finde die Fallwindtheorie auch interessant,
schließe aber nicht aus, dass es auch gruppeninterne Spannungen und Übergriffe gegeben haben könnte...
Es könnte sogar sein dass nicht das Unwetter an sich, sondern die Gruppendynamik entscheidend gewesen ist, wie mit der Situation umgegangen wurde:
Also um einmal @chelsi etwas Rückenwind zu geben: Also klar: Einen Kampf kann ich mir ebenfalls sehr gut vorstellen...
und wenn Zolotarev ev "nur"untypisch wenig passiert ist bei einem möglichen Messerangriff (ev Schnittwunde an den Fingern),
dürfen wir nicht vergessen, dass er als Kriegsveteran wahrscheinlich einen "Ungeübten"gut parieren kann.

Vielleicht wollte sich auch jemand auf dem Baum retten?
Warum klettert man denn auf einen Baum bei Sturm?Auch wenn sie im Wäldchen geschützter waren, würde ich den Wind oben im Baum nicht herausfordern wollen.
Holz hat es sicherlich auch genug drumherum gegeben im Wäldchen.

Nehmen wir mal an, dass nachdem schon jmd verletzt wurde oder zu Tode kam, sich um Kleidung gezangt wurde?Wer kriegt jetzt was ?etc...villeicht gab es ab einem bestimmten Punkt kein Miteinander mehr, sondern Grüppchenbildung?Wer überlebt jetzt doch noch?

Sehr komisch finde ich das mit dem gebrochenen Zungenbein...jetzt frage ich mal die Ärztin/Arzt unter uns:@chelsi könnte hier auch
ein Erwürgen stattgefunden haben?


Ganz nebennei:
Nicht nur ein Foto kommt mir sehr eigenartig vor: Auf einem ist zu sehen wie merkwürdig Zolotarev während der Abreise 2 kameraden(eine junge Frau und einen jungen mann)weiß die namen nicht,von der seite anschaut...so ganz koscher sieht der blick da nicht aus...hatte er eigendlich eine frau?
sein Blick gefällt mir nicht...auch auf anderen Fotos.

Die Fallwindtheorie ist sehr gut, doch zusätzlich kann man schwere Konflikte nicht ausschließen. Menschen können in Notsituationen plötzlich ganz anderes ticken. Es könnte sich alles hochgeschaukelt haben.


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18.04.2019 um 22:57
@Herzöffnung
Es kann sich jeder viel denken; eine plausible Herleitung solltest du schon liefern. Wenn jemand auf Fotos schräg kuckt, deiner Meinung nach, ist das aber kein Indiz.

Die Endpositionen der Personen auf der Landkarte sind bekannt. Ihr Zustand auch im Großen und Ganzen. Wie sieht denn dein Film aus, wenn du von da zurückspulst?


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

19.04.2019 um 09:37
Herzöffnung schrieb:schließe aber nicht aus, dass es auch gruppeninterne Spannungen und Übergriffe gegeben haben könnte...
Sich einfach mal so was aus dem blauen heraus ohne jeden Zusammenhang mit den vorliegenden Fakten auszudenken ist aber nicht besonders zielführend.

Es gibt nicht den kleinsten, geringsten Hinweis auf interne Spannungen. Und selbst angenommen, ein Gruppenmitglied sei irgendwie ausgerastet, meinst du dann endet das damit dass alle 9 am Ende tot sind?

Die Gruppe hat zu jeder Zeit exzellent miteinander kooperiert. Oder wie stellst Du dir das vor dass bei gruppeninternen Spannungen alle im Gleichschritt in einer Linie den Hang hinunter marschieren? Dann müssten sich doch die verfeindeten Gruppen getrennt haben oder gegenseitig verfolgt haben.

Oder wie sollten sie, wenn sie sich gegenseitig bekämpft haben, zwei Schneegruben ausheben? Oder auch nur das Feuerholz für das Feuer sammeln? Oder sich am Ende sogar noch gegenseitig wärmen? Selbst der letzte Otorten News Eintrag ist wie immer humorvoll geschrieben.

Spekulieren ist ja schön und gut, aber so ein kleiner Zusammenhang zu den Tatsachen sollte doch zumindest gegeben sein.


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19.04.2019 um 09:44
Herzöffnung schrieb:Es könnte sogar sein dass nicht das Unwetter an sich, sondern die Gruppendynamik entscheidend gewesen ist, wie mit der Situation umgegangen wurde:
Die Diskussion über körperliche Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe ist erst kürzlich im dyatlovpass.com-Forum wieder aufgeflammt. Wenn man argumentiert, dass deswegen die Gruppe das Zelt verlassen hat, gibt es nur einen kleinen Haken: Die Fußspuren deuten darauf hin, dass alle zusammen geordnet ins Tal marschiert sind.
Herzöffnung schrieb:Warum klettert man denn auf einen Baum bei Sturm?Auch wenn sie im Wäldchen geschützter waren, würde ich den Wind oben im Baum nicht herausfordern wollen.Holz hat es sicherlich auch genug drumherum gegeben im Wäldchen.
Vllt weil die Äste weiter oben am Baum noch trocken waren? Ansonsten... kein Plan. ^^
Herzöffnung schrieb:Die Fallwindtheorie ist sehr gut, doch zusätzlich kann man schwere Konflikte nicht ausschließen.
*unterschreib*
Die Fallwindtheorie favorisiere ich ja nach wie vor, ich habe allerdings auch schon gute Gegenargumente gelesen, z.B. hier. Die Frage, ob die Gruppe das "windfeste" Zelt in der Situation tatsächlich verlassen hätte, ist durchaus berechtigt, finde ich.
Davon abgesehen, habe ich ja die letzten Tage nach Infos über die im letzten März stattgefundene Expedition zum Dyatlov-Pass gesucht und bin auf den Thread von Shura gestoßen. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden dort Experimente abseits der Staatsanwaltschaft und deren Experten durchgeführt. Demnach könnte nicht nur für die Schneebrett/Lawinen-Theorie, sondern auch für das Szenario mit der Schneehöhle bald Schicht im Schacht sein. Zu Letzterem gibt's auch hier und hier Videos von den Experimenten. Jedenfalls: Dass an der Schlucht teilweise der Boden ausgelegt war (Foto), deutet darauf hin, dass dieser Ort zum Zeitpunkt des Unglücks nicht nennenswert zugeschneit war, da man mit bloßen Händen gar nicht so tief hätte graben können. Ergo hätte eine Schneehöhle auch hier wieder das übergeordnete Problem: zu wenig Schnee.


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19.04.2019 um 10:22
YpersephoneY schrieb:Vllt weil die Äste weiter oben am Baum noch trocken waren? Ansonsten... kein Plan. ^^
Weil sie die unteren schon verfeuert hatten


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21.04.2019 um 09:52
passato schrieb: "So weit ich es verstanden habe, ist das ganze eine Kombination aus Perimortem Fall aus der Schneehöhle durch die Schneebrücke in den Bach und Post mortem Quetschungen durch die Schneelasten über ihnen. Das ist schon eine ganze Menge an Lasten die da auf den Körper einwirken."

Ist auch meine Meinung.

Als "Reserve-Erklärung" habe ich noch die Zeder: Die haben die Äste im Dunkeln und bei Sturm von der Zeder geholt. An den Bruchspuren erkennt man, dass die sicher auf den Ästen rumgesprungen sind, bis die abbrachen. Dabei ist eine(r) abgestürzt und auf die, unter dem Baum liegende Frau (Namen hab ich nicht mehr im Kopf, bin eigentlich raus hier) gefallen. Dann dürften die Rippen auch gebrochen sein, die waren ja weit oben im Baum. Dann hat sich die Gruppe geteilt. 2 blieben am Feuer, der Rest baut Schneeloch. Es ist immer noch kalt, daher versuchen dann 3 zum Zelt zurück zu kommen.

Dieser Teil wird nieeee geklärt werden, weil keiner dabei war, aber es sind 2 Möglichkeiten, die plausibel sind.


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.04.2019 um 15:37
nixsagend schrieb:Dabei ist eine(r) abgestürzt und auf die, unter dem Baum liegende Frau (Namen hab ich nicht mehr im Kopf, bin eigentlich raus hier) gefallen
Wäre eine theoretische Möglichkeit, aber wie ist sie dann in den Bach gekommen?

Und wo kommen Zolotayevs Rippenbrüche her?


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21.04.2019 um 21:46
@nixsagend
Ich musste auch neulich erfahren, dass man nicht um Notizen oder ein Tatort—Layout herumkommt, wenn man in diesem Fall Mutmaßungen anstellt. Wer exakt wo mit welchen Verletzungen gefunden wurde bzw. sich plausibel wohinbewegt haben könnte, das bekommt man anders nicht in den Griff.
Vor einer Woche hatte noch mir das alles im Groben reingepfiffen, heute weiß ich die Namen und Zuordnung der Verletzungen schon nicht mehr.

Die mit den Rippenbrüchen wurde jedenfalls nicht an der Feuerstelle am Baum gefunden, sondern mit der anderen Gruppe, die im Flusslauf ihr Ende gefunden hat. Der Baum kann auch als Ausguck gedient haben, um die Taschenlampe zu orten und/oder die Gruppe, die da auf dem Weg war.


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21.04.2019 um 22:22
Stephenson schrieb:Wer exakt wo mit welchen Verletzungen gefunden wurde bzw. sich plausibel wohinbewegt haben könnte, das bekommt man anders nicht in den Griff. Vor einer Woche hatte noch mir das alles im Groben reingepfiffen, heute weiß ich die Namen und Zuordnung der Verletzungen schon nicht mehr.
Also im Prinzip ist es gar nicht so kompliziert, man kann es sich folgendermassen merken:

Alle 3 die die schweren Verletzungen hatten lagen im Bach, 2 mit Rippenbrüchen und 1 mit Schädelbruch (dazu noch ein Unverletzter)

Alle anderen hatten nur leichte Abschürfungen, ausser einer der Zeltrückkehrer hatte noch eine leichte Schädelfraktur die aber nicht tödlich war.


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gestern um 13:04
passato schrieb:Und wo kommen Zolotayevs Rippenbrüche her?
Einer fällt vom Baum auf den Anderen, dann sind beide verletzt. Dann hat man die Verletzten in das Schneeloch gebracht und wollte zum Zelt zurück. Zwischenzeitlich waren die beiden am Feuer schon tod. Die drei schaften es bei Fallwind (Sturm gefühlt 65° Minus) nicht zum Zelt zurück und die in der Höhle sind eingestürzt und verendet wo sie hingefallen sind. (vlt. waren sie auch schon tod)



http://www.coral-hull.com/testimony/fallenangelsexposed/dyatlovpass/injuries-cedartree1.html

https://www.locklip.com/wp-content/uploads/2014/09/cedar-tree.jpg

http://www.dyatlov-pass-incident.com/visit-to-the-dyatlov-pass/locations-of-the-bodies/


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

gestern um 13:42
passato schrieb:Also im Prinzip ist es gar nicht so kompliziert, man kann es sich folgendermassen merken:
Du bis schon lang genug so intensiv in diesem Thema, dass du es halt mittlerweile alles im Kopf hast.
Ich warte jetzt erst mal ab, ob sich noch was entscheidend bewegt in dieser Sache und frische dann erst bei Bedarf wieder auf :)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

gestern um 14:25
So Ihr Lieben:
hier Infos zum aktuellen Stand der neuen Untersuchungen.
Den Text übersetzt google ganz gut, vlt kann mal jemand der Russisch kann die Videos auf deutsch zusammenfassen.

Es gibt noch mehr Material, meine Suchbegriffe (der lange ist gut, das ist der Name des Staatsanwaltes mit der genauen Behördenbezeichnung):

"Андрей Куряков Свердловск"
"Начальник управления по надзору за исполнением федерального законодательства прокуратуры Свердловской области Андрей Курьяков"

https://www.gazeta.ru/science/2019/03/26_a_12265741.shtml
https://www.gazeta.ru/science/2019/04/01_a_12278443.shtml

Bitteschön!


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gestern um 16:59
nixsagend schrieb:Den Text übersetzt google ganz gut
Wäre aber alles andere als unfreundlich gewesen, mal eine ganz kurze Zusammenfassung zu posten ;)


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

gestern um 17:34
Was auf den Tisch kommt, musst Du schon selber essen. Ich musste auch viiiieeellleee Stunden investieren, bis ich die Fallwindtheorie einbringen konnte.


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gestern um 17:37
nixsagend schrieb:Was auf den Tisch kommt, musst Du schon selber essen.
Was hier gepostet wird, dient aber als gemeinsame Diskussionsgrundlage. Und als Gliederung des gesamten Threads. Und wenn es nur, wie gesagt, ein knapper Absatz dazu ist, was es Neues gibt.


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gestern um 17:40
Dann lies es Dir durch, über 5 Ecken verdreht wieder jeder etwas ein bischen und dann sind wir wieder beim Ufo oder Bär oder....


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Der Dyatlov-Pass-Vorfall

gestern um 17:54
https://www.gazeta.ru/science/2019/04/01_a_12278443.shtml

Google-Übersetzung:


Die Kommission der Staatsanwaltschaft des Gebiets Swerdlowsk führte ein Experiment durch, um die Umstände des Todes von Touristen aus der Gruppe von Igor Dyatlov zu beleuchten. Neun Freiwillige stellten die Bewegung der Dyatlovtsy auf dem Abhang des Berges Belaya unter Nischni Tagil dar, und die Staatsanwälte filmten, was auf dem Video geschah, und bereiten sich jetzt auf ein Studium vor.

Neun Freiwillige folgten der letzten Route berühmter Dyatlov-Touristen, die 1959 auf mysteriöse Weise starben. Zunächst sollte ein Experiment vor 60 Jahren im Rahmen einer Staatsanwaltschaftsprüfung direkt am Ort der Tragödie stattfinden. Am legendären Dyatlov-Pass angekommen, wagten sich die Staatsanwälte jedoch nicht, den Hang vom Zelt zur Zeder hinunterzulaufen, weil sie das Gelände als zu gefährlich empfanden. Daher wurde das Rennen auf den Belaya-Berg in der Nähe von Nischni Tagil, 140 km von Jekaterinburg, verlegt.
Laut Andrei Kuryakov, dem Leiter der Abteilung für die Überwachung der Umsetzung der Bundesgesetzgebung durch die Staatsanwaltschaft des Gebiets Swerdlowsk, war das Experiment am Dyatlov-Pass riskant, da erforderlichenfalls keine qualifizierte medizinische Versorgung zur Verfügung stand und es schwierig war, Personen im richtigen Alter und mit der erforderlichen körperlichen Fitness auszuwählen. In Belaya gibt es medizinisches Personal, an das sich die Teilnehmer wenden könnten, wenn sie sich nicht wohl fühlten, fügte er hinzu.

Ein weiterer Teilnehmer des Experiments war 40 Jahre alt - er war, wie leicht zu erraten, das älteste Mitglied der Touristengruppe, Semyon Zolotarev. Um die letzten Stunden des Lebens der Wanderer nachzuahmen, wurden Personen wie Igor Dyatlov, Nikolay Tibo-Brignol, Lyudmila Dubinin, Alexander Kolevatov, Yuri Doroshenko, Sinaida Kolmogorov, Georgiy Krivonishchenko und Rustem Slobodin speziell ausgewählt.

"Unsere Aufgabe war es, den Weg der Touristen unter der Führung von Dyatlov zu gehen", zitiert der Staatsanwalt kp.ru. - Zweck des Experiments - Überprüfung der Teilnehmer in Bezug auf die Physiologie. Was bedeutet es, anderthalb Kilometer den Berg hinaufzuklettern, oder wie ist es, in einem Vier-Personen-Zelt zu sein? "
Die Kommission bestand aus zwei Experten - einem Landvermesser und einem Meteorologen. Sie und die Staatsanwaltschaft gingen mit den Freiwilligen 1,5 km den Belaya River entlang, fotografierten und filmten, was auf Video geschah, stellten ein Zelt auf und stellten die Versuchsteilnehmer darin auf.

„Wir haben in jeder Phase Erklärungen von allen Freiwilligen gesammelt. Subjektive Gefühle bezüglich Ermüdung, Messung der Koordinaten an jedem Punkt des Experiments, Wetterbedingungen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windstärke, Druck “, schloss Kuryakov, der das Gesetz über die Ergebnisse des Experiments vorbereitete.

Die Staatsanwaltschaft bereitet sich jetzt auf die Ernennung einer Situationsprüfung vor. Erstellen Sie Fragen, die von Experten beantwortet werden sollen.

Nach dem Experiment teilten Freiwillige freiwillig ihre Eindrücke.

"Die Staatsanwaltschaft warnte davor, dass sie anderthalb Kilometer hoch klettern müssten", sagte einer von ihnen. "Aber dann dachte ich, es wäre Unsinn für mich." Es stellte sich tatsächlich anders heraus. Wir sind auf einer unvorbereiteten Spur gegangen. Füße fielen tief in den Schnee. Dyspnoe begann, der Herzschlag wurde stärker, ich schwitzte am ganzen Körper.
Ich kletterte halb so hoch, dass das Zelt aufgestellt war. Wir haben uns gut erholt und sind runtergegangen: wirklich schwer. Die Füße fielen über dem Knie in den Schnee. Du rutschst am Hang entlang. Du fällst Und das ist mit der Bedingung, dass wir warme Kleidung, Sportschuhe tragen. Und Dyatlovtsy, die in Socken untergegangen sind, die barfuß sind! Und halb angezogen! Es ist schrecklich, sich vorzustellen, wie es war! “

Zuvor besuchten Staatsanwälte und Experten unter Leitung von Kuryakov Dyatlov Pass, wo sie Informationen sammelten, um ein 3D-Modell des Territoriums zu erstellen. Sie bestimmten die Koordinaten am Boden und machten eine Rundumfotografie sowie den Hang des Holatchhakhl vom Zelt bis zur Zeder.
Der Grund für den Tod einer gut ausgebildeten Dyatlov-Gruppe, zu der auch Studenten und Absolventen des Ural Polytechnic Institute (UPI) gehörten, ist nach wie vor eines der Hauptgeheimnisse der UdSSR und Russlands im 20. Jahrhundert. Der Alarm wurde ausgelöst, nachdem die Touristen am vereinbarten Tag nicht zur Basis zurückgekehrt waren. Ende Februar wurden vier Leichen mit Verletzungen von freiwilligen Suchern, Vollzeitrettungskräften und Mansi-Jägern gefunden, die sich auf dem Weg vom Zelt zur Zeder an verschiedenen Orten zu ihnen gesellten.

Der Standort von vier weiteren Teilnehmern der Kampagne wurde erst im Mai festgelegt, als die massive Schneeschicht anfing zu tauen. Diese Touristen, darunter Zolotarev, das geheimnisvollste Mitglied der Expedition, wurden im Bachbett gefunden - ihre Rippen waren gebrochen, und Wildtiere fraßen etwas Weichgewebe.

Die Staatsanwälte, die die Überprüfung des Vorfalls erneut überprüft haben, bestreiten die Versionen der kriminellen, von Menschenhand geschaffenen und verschwörerischen Version und üben nur drei - es handelt sich um eine Lawine, einen Hurrikan und ein Snowboard. Die Bekanntgabe der Ergebnisse der Aktivitäten der Kommission Kuryakova wird im August erwartet


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