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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

4.122 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Glaube, Außerirdische, Bibel, ET, Andere Dimension

Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 12:33
@Fritzi
Warte Fritzi...

wie ich rauslesen konnte bist du Katholik und weil die Kirche Mist gebaut hat, darfst du das nicht auf alle Christen beziehen. Es gibt nichtkirchliche Christen die sich in kleinen Gemeinden sammeln, aber zusammengezählt eine große Menge der Christen in Deutschland ausmachen.

Seit einigen Jahrhunderten ist die Bibel für Normalsterbliche auch zu haben.

Ganz ehrlich die Katholiken bauen Mist an vielen Ecken, deswegen wäre es ratsam für dich eher erstmal deine Institution anzuzweifeln, anstelle der Bibel.

Es gibt keine Hinweise darauf das die Bibel gefälscht wurde, der Kanon stand schon kurz darauf fest und die Manusskripte sind identisch bisauf kleinere Ausnahmen.
Fritzi schrieb:daß diese nicht mehr ursprünglich sein kann, weil zu viel daran "gebastelt" wurde.
Eben nicht, es gibt keinen Beweis dafür... das sind die Bibelkritiker die das behaupten...
Fritzi schrieb:Es ist leider in der Religion zu viel abgeändert und verfälscht worden.
Was für eine Religion? Ich bin nicht religiös... ich hoffe du auch nicht


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 12:35
@-Therion-
-Therion- schrieb:bis vor kurzen ist gut es war im 1199
Mag sein, daß ich mich irre oder unwissend bin, aber ich meine, daß es erst seit ca. 1960 oder später dem "ordinären" Volk erlaubt war, eine Bibel zu besitzen....? :D


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 12:44
@Salachrist
Salachrist schrieb:Eben nicht, es gibt keinen Beweis dafür... das sind die Bibelkritiker die das behaupten...
Versuche bitte einmal neutral zu sein. Glaubst du allen ernstes, daß in den über 2000 Jahren bei allen neuen Übersetzungen und Überarbeitungen stets der originale Text der Bibel beibehalten wurde?

Was ich für eine Religion meine? immer nur die Katholiken.
Religiös bin ich sicher nicht, aber ich glaube aus ganzem Herzen und voller Überzeugung.

Wenn ich alleine an das Glaubensbekenntnis denke, die Stelle: ich glaube an die einige, heilige, katholische und apostolische Kirche, da wird mir anders!
Diese Kirche ist so etwas von "wurmstichig", die kann sich doch unmöglich noch ernsthaft als heilig bezeichnen, schon lange nicht mehr!!! Heiliger Vater, heiliger Stuhl, alles eklig das so zu nennen, das ist leider total ausgeufert.


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17.09.2014 um 13:04
@Salachrist
Salachrist schrieb:Es gibt keine Hinweise darauf das die Bibel gefälscht wurde, der Kanon stand schon kurz darauf fest und die Manusskripte sind identisch bisauf kleinere Ausnahmen.
unmengen an indizien gibt es aber wer sie nicht sehen WILL dem ist leider nicht zu helfen !
Fritzi schrieb:Glaubst du allen ernstes, daß in den über 2000 Jahren bei allen neuen Übersetzungen und Überarbeitungen stets der originale Text der Bibel beibehalten wurde?
sehr richtig -----------> zudem gibt es den originaltext der bibel garnichtmehr wo man kontrollieren könnte und jahrhundertelang wurde er MÜNDLICH weitergeben und wir wissen doch alle was dabei herauskommt wenn man "stille post" spielt :)


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 14:06
@Fritzi
Fritzi schrieb:Versuche bitte einmal neutral zu sein. Glaubst du allen ernstes, daß in den über 2000 Jahren bei allen neuen Übersetzungen und Überarbeitungen stets der originale Text der Bibel beibehalten wurde?
Viele Manusskripte anhand derer die meißten Bibelübersetzungen abstammen sind aus der Zeit der ersten Christen und in denen steht das selbe drinne wie in unserer Bibel die wir kennen.

Diese sind aus den verschiedensten Orten und Zeiten... und diese stimmen alle überrein. Ich glaube du hast eine falsche Vorstellung davon, wie die heutige Bibel zustande gekommen ist.

In der heutigen Bibel steht das selbe drinne, wie in den ersten Bibel bisauf einige Apokryphen die rausgenommen wurden.

Allein vom alten Testament kann man ausgehen, dass diese Original erhalten blieb... der Kanon wurde kurz vor Jesu Zeit zusammengefasst und die Juden haben sie bis heute erhalten. Die Juden und Christen waren ja feindlich gesinnt, von daher ist nicht davon auszugehen, dass sie zusammen Schriftenverfälschung betrieben haben.

Der Tenach und unser altes Testament stimmen vollkommen überein...
Wikipedia: Tanach

Oder bei den Funden von Qumran wurde ja eine vollständige Jesaja-Rolle gefunden die 2000 Jahre alt ist und die stimmt ebenso mit unserer heutigen Bibel überrein.

Es gibt einen sogenannten Codex Vaticanus der auf 350 n. Chr. zusammengefasst wurde, es enthält das vollständige Alte und Neue Testament, wobei einige Stellen "fehlen".
Vom Neuen Testament sind noch 142 von ursprünglich 162 Blättern erhalten. Es fehlt der Schluß ab Hebräerbrief 9,15 mit 1. und 2. Timotheusbrief, Titus- und Philemonbrief und der Offenbarung.
Quelle: http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/biblische_manuskripte.html
Diese ist ebenso identisch mit unserer heutigen Bibel.

Also sogesehen ist eine Verfälschung der Bibel zwischen 350 n. Chr. bis zum heutigen Tag ausgeschlossen. Falls es eine Verfälschung gegeben hätte, könnte sie nur unmittelbar nachdem die Apostel starben passiert sein.

Wie kann man als Göttgläubiger davon ausgehen, dass Gott nicht in der Lage gewesen ist, nur 2 Jahrhunderte über die Schrift zu wachen? Er war der Verfasser, so wird er auch sein Werk vollenden. Er ist stärker wie sein Widersacher.

Ich finde es schade von dir, dass du die Bibelkritik ohne nachzuprüfen hinnimmst.
Fritzi schrieb:Wenn ich alleine an das Glaubensbekenntnis denke, die Stelle: ich glaube an die einige, heilige, katholische und apostolische Kirche, da wird mir anders!
Diese Kirche ist so etwas von "wurmstichig", die kann sich doch unmöglich noch ernsthaft als heilig bezeichnen, schon lange nicht mehr!!! Heiliger Vater, heiliger Stuhl, alles eklig das so zu nennen, das ist leider total ausgeufert.
Dem kann ich nur zustimmen... und nein ich bin kein Protestant. Der Vatikan hält sich selbst nicht an die Bibel in vielerlei hinsichten.

Mt 23,9: Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 14:43
http://www.das-wort-der-wahrheit.de/receptus-5


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 15:09
@Fritzi

(Überrascht) bis ins 20. Jahrhundert durften gläubige Katholiken keine eigene Bibel besitzen? Krass. Ich hatte ja schon viel von der RKK gehört, aber das...

Schau mal, ich denk mir das ein bisschen anders. Aber selbst wenn es stimmt, gerade dann wenn das stimmt, frag dich doch mal eins:

Wenn die Bibel so zurechtgebastelt wurde dass sie der Theologie der RKK am besten gerecht wird - warum sollte die RKK verbieten wollen dass "Normalos" die Bibel selbst besitzen oder lesen? Im Gegenteil, sie müssten es doch nach besten Kräften fördern.

Anders sieht es aus wenn die Bibel NICHT verfälscht oder verändert wurde. Dann wäre es zumindest von einem gewissen Standpunkt logisch dass sie den 08/15-Gläubigen vom Selbst-lesen der Bibel abhalten wollten. Wenn sie nämlich befürchten mussten dass das was da steht im Widerspruch zu ihrer Theologie stünde - und unbequeme Fragen vermeiden wollten.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 16:51
@-Therion-
früher hiess es noch wer arbeiten will der bekommt auch einen job - heutzutage zählt nicht mehr der wille sondern die abschlüsse und das alter - ab 40 ist man schon nicht mehr gefragt egal wieviel erfahrung man vorweisen kann und hat man keine abitur zählt man sowieso nicht zu den "auserwählten" die man in seiner firma haben möchte und es wird immer schlimmer ..... als mensch/persönlichkeit zählt man doch garnichts mehr, man ist nurnoch eine nummer im arbeitsleben genaus wie sonstwo.

die gesellschaft wird immer oberflächlicher ....
Ja so ist es leider.
-Therion- schrieb:ja, da gehen die meinungen weit auseinander .... bist du eigentlich getauft
Ja. Und falls Du das als nächstes fragen wolltest: Nein, ich fühle mich nicht anders als vorher ;)
O:
Ich finde keine andere plausible Erkärung für diese Verse, weil ich eben auch andere Bibelstellen (über die Taufe) kenne die dann genau dazu passen (DAS meine ich immer mit dem Kontext).

-->Th:
es steht aber nichts eindeutiges dort - wenn wirklich die taufe zum ewigen leben führt warum sollte man das dann nicht genauso schreiben - in einem satz ?
Das klingt auf den 1. Blick logisch.
Auf dem 2. Blick sage ich mir:
Wenn in der Bibel alles ganz eindeutig drin stünde, würde man sie lesen, alles sofort kapieren und dann weglegen, weil man dann keine Veranlassung mehr hätte, sie immer wieder in die Hand zu nehmen und darüber nachzusinnen. Weißt was ich damit sagen will? ;)

Ich finde es also so gesehen sehr weise, dass die Bibel stellenweise so oder auch anders ausgelegt werden kann.
Vielleicht steht auch aus diesem Grund in der Offenbarung z.B. "Wer WEISHEIT besitzt "berechne" die Zahl...."

Das "Berechnen" ist sicher nicht mathematisch gemeint. ;)
Unter dem "wer Weisheit besitzt" verstehe ich die "Führung Gottes".
Therion an Fritzi:
das ist sehr venünftig von dir ! -----> fast bin ich dazu geneigt in dieser denkweise wirklich gottes führung zu erkennen :)
Du wirst doch nicht etwa noch zu unserem Lager überlaufen - ganz ausversehen? ;) :D
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Salachrist:
Ganz ehrlich die Katholiken bauen Mist an vielen Ecken, deswegen wäre es ratsam für dich eher erstmal deine Institution anzuzweifeln, anstelle der Bibel.

Es gibt keine Hinweise darauf das die Bibel gefälscht wurde ... das sind die Bibelkritiker die das behaupten...
der Kanon stand schon kurz darauf fest und die Manusskripte sind identisch bis auf kleinere Ausnahmen.
Das unterschriebe ich, weil ich das auch schon von MEHREREN Seiten SO erfahren habe und vor allem weil es auch für mich logischer ist, dass Gott über sein Werk gewacht hatte, @Fritzi .


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 16:57
@Fritzi
@Salachrist


Kanon und Kirche: künstliche Konstrukte

Das Judentum und das Christentum (wie auch der Islam) sind Buch-Religionen. Die Auswahl und die Anzahl der Bücher, die in die sog. „Heilige Schrift“ aufgenommen wurden, waren völlig willkürlich. Ursprünglich gab es 80 Evangelien! – Die Auseinandersetzungen mit Häretikern („Ketzern“) führte zur Gründung der Katholischen Kirche. Doch deren „Autorität“ wird nirgendwo in der Bibel legitimiert.


Die Anfänge des biblischen »Kanons«

Das Verzeichnis der Bücher, die in die sog. „Heilige Schrift“ aufgenommen wurden, wird „Kanon“ genannt (kanón, griech.: Maßstab), weil sie den „verbindlichen“ Maßstab für den Glauben darstellen. Das erste Kanon-Verzeichnis der Kirche, das alle heutigen Bücher der Bibel enthält, wurde auf der Synode von Rom (382) willkürlich festgelegt und auf den Synoden von Hippo Regius (393) und Karthago (397 und 419) „bestätigt“. Es geht auf den Bischof Athanasios von Alexandria zurück (s. u.) und beruht auf der (fehlerhaften) Übersetzung der griechischen Bibel ins Lateinische, der sog. „Vulgata“ (s. u.). Auf dem Konzil von Trient (1546) erklärte die Römisch-Katholische Kirche die Vulgata zur „Heiligen Schrift“ und als „unfehlbar“ und „unantastbar“, weil sie wortwörtlich „Gottes Wort“ sei. (Doch von der Kirche selber wurde in diese angeblich „unantastbaren“ Texte jahrhunderte-lang massiv eingegriffen – hinzugefügt, gestrichen, verändert, umgeschrieben und gefälscht.)



Das Judentum und das Christentum (wie auch der Islam) sind Buch-Religionen – obwohl in ihren Anfängen fast alle Gläubigen Analphabeten waren, also nicht lesen und schreiben konnten (deswegen wurde ursprünglich vor den versammelten Gläubigen, der Gemeinde, vorgelesen). Das hebräische / aramäische Alte Testament, das Buch des „Alten Bundes“ Gottes mit „seinem auserwählten Volk“ Israel, ist die „Heilige Schrift“ der legendären antiken „Zwölf Stämme“, auch Tanach oder Tenakh genannt. Es besteht aus der Thora („Gesetz“, „Gebot“, „Weisung“: die fünf Bücher des Mose oder der Pentateuch [„Fünf Schriftrollen“; von griechisch pente: fünf und teuchos: Behälter für die Schriftrollen]), den Nevi´im (Bücher der Propheten) und den Ketuvim („Schriften“: Psalmen, Sprüche, Lieder). Das griechische Neue Testament, das Buch des „Neuen Bundes“ Gottes mit allen Menschen, wird üblicherweise gegliedert in die vier Evangelien, die Apostelgeschichte, die Paulinischen Briefe, die Katholischen Briefe und die Offenbarung an Johannes („Apokalypse“).



Die aramäisch sprechenden Jesus, seine Jünger, die Apostel (vorausgesetzt, sie alle lebten tatsächlich) und die ersten jüdischen „Christen“ kannten keine anderen heiligen Schriften als den Tanach oder Tenakh. Das Alte Testament ist ursprünglich größtenteils in Althebräisch, zu einem kleinen Teil in Aramäisch geschrieben. Doch schon in der Antike konnten viele Juden in der Diaspora (griech.: Zerstreuung [einer konfessionellen Minderheit im Ausland]), z. B. in Ägypten, die hebräische Bibel nicht lesen und verstehen, denn die lingua franca (lat.: Verkehrssprache) des östlichen Mittelmeer-Raumes war zu jener Zeit das (Alt-) Griechische.



Deswegen wurden zwischen 300 und 100 v. u. Z. die hebräischen und aramäischen Bücher der jüdischen Bibel, des später so genannten Alten Testamentes, ins Altgriechische übersetzt. Dabei wurden verschiedene ältere und jüngere Fassungen der biblischen Bücher verwendet. So entstand die „Septuaginta“ (lat.: „Siebzig“). Nach der Überlieferung sollen nämlich angeblich genau siebzig jüdische Schriftgelehrte unabhängig voneinander in genau siebzig Tagen siebzig Übersetzungen für die Bibliothek von Alexandria zur Regierungszeit Ptolemäus II. (283 – 247 v. u. Z.) geschaffen haben, und die siebzig Übersetzungen sollen auch noch bis auf das letzte Wort exakt übereingestimmt haben – doch das ist natürlich nur eine fromme Legende. (Übrigens: Die erste direkte Übersetzung / Übertragung der griechischen Septuaginta ins Deutsche wurde, nach über zehnjähriger Arbeit von bis zu 80 Wissenschaftlern aller Fakultäten, erst 2009 fertiggestellt!)



Im ersten Jahrhundert nach Jesus Christus lasen sowohl Juden wie auch jüdische „Christen“ die griechische Septuaginta. Doch war die Übersetzung schon damals dem seinerzeit herrschenden hellenistischen Weltbild angenähert und angepaßt worden. (Es gibt nämlich keine wörtliche Eins-Zu-Eins-Übersetzung, wie jeder Dolmetscher weiß.) Im zweiten Jahrhundert fand der gemeinsame Gebrauch der Septuaginta von Juden und Christen dann auch ein Ende, weil die Christen sie in ihrem Sinne, also willkürlich-ideologisch, auslegten. Die des Hebräischen mächtigen Juden empörten sich darüber, daß die Christen wichtige Formulierungen der Septuaginta als „Offenbarung Gottes“ für sich in Anspruch nahmen, die jedoch einfach nur falsch aus dem Hebräischen ins Griechische übersetzt worden waren.



Die Entstehung des Kanons der biblischen Bücher, wie wir ihn heute kennen, war das Ergebnis heftiger ideologischer (theologischer) Auseinandersetzungen unter „orthodoxen“, traditionellen, konservativen, gemäßigten und reformatorischen Juden und Christen in den Jahrhunderten nach Jesu Tod. Es ist keineswegs selbstverständlich, daß gerade aus jenen Texten die heutige Bibel wurde, die wir heute in ihr vorfinden; auch geschah dies nicht in einem einmaligen Akt, sondern in einem langen Prozeß. Noch nach dem Konzil zu Konstantinopel im Jahr 692 (sog. „Trullanum“) verabschiedete die Griechisch-Orthodoxe Kirche Kanon-Verzeichnisse mit und ohne die Offenbarung an Johannes. Die Einteilung in Kapitel stammt aus dem 13. Jahrhundert; die Einteilung in Verse wurde erstmals in einer Druckausgabe des Jahres 1551 vorgenommen (Editio Princeps des holländischen Humanisten Desiderius Erasmus). Auch die Reihenfolge der Texte wurde mehrmals geändert.



In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten tauchten zahlreiche „Evangelien“ auf, die aus ideologisch-theologischen Gründen willkürlich nicht in den biblischen Kanon aufgenommen wurden, so beispielsweise das Ebioniter- / Nazaräer-, das Hebräer-, das Maria-, das Petrus-, das Thomas-, das Philippus, das Nikodemus-, das Bartholomäus- und das Ägypter-Evangelium, das Protevangelium des Jakobus, die Kindheits-Evangelien u. a. Diese nicht-kanonischen Schriften werden „apokryph“ („verborgen“) und „Apokryphen“ oder „Pseud-epigraphen (Pseudo-Schriften) genannt 1). Ursprünglich gab es 80 (achtzig!) Evangelien, doch auf der Synode von Laodicea (363 n. Chr.) unter Papst Liberius wurden nur vier anerkannt!



Der erste „Christ“, von dem wir heute wissen, daß er eine Art „Kanon“ von Schriften zusammenstellte, die nach seiner persönlichen, subjektiven Meinung die „heiligen“ und „verbindlichen“ Glaubenstexte waren, war Mitte des zweiten Jahrhunderts (um 140 n. Chr.) der aus Sinope in Pontus in Kleinasien stammende, gebildete, reiche römische Reeder Marcion, nach Hippolyt ein Gnostiker und Kyniker. Sein Kanon enthielt zehn Briefe des Apostels Paulus sowie ein Evangelium, das dem heutigen Lukas-Evangelium ähnelte. Das war alles. Es gab kein Altes Testament, nur ein Evangelium und zehn Briefe, also elf Bücher.



(Die heutige Bibel umfaßt 66 Bücher: 39 hebräische / aramäische [Altes Testament] und 27 griechische [Neues Testament]) Marcion „korrigierte“ und „harmonisierte“ die elf Bücher seines Kanons, indem er alle Hinweise auf den alttestamentarischen Gott, die Schöpfung, das Gesetz u. a. eigenmächtig und willkürlich kurzerhand einfach herausstrich. (Dafür wurde er um 144 n. Chr. von der römischen Gemeinde als „Ketzer“ [„Häretiker“] exkommuniziert.)



Als Reaktion auf den Häretiker (Ketzer) Marcion entstand nun auch unter den „orthodoxen“ („rechtgläubigen“) Christen eine Sammlung von Schriften, die als „heilig“ angesehen wurden. Ein Neues Testament im Sinne eines Kanons, der dem Alten Testament gleichberechtigt zur Seite gestellt wurde, hatten die christlichen Gemeinden Anfang des zweiten Jahrhunderts noch nicht gehabt. Nun aber wurden Altes und Neues Testament nach und nach nebenein-ander- und gleichgestellt. Irenäus, der Bischof von Lugdunum (Lyon), kannte um 178 n. Chr. eine Art „Neues Testament“, das die vier Evangelien, die Apostelgeschichte und die apo-stolischen Briefe umfaßte, nicht aber den heute im Kanon zu findenden Hebräer- und Jakobus-Brief. Dafür zählten die später nicht mehr „anerkannten“ und aus der Bibel ent-fernten „Hirt des Hermas“ und der Erste Clemensbrief zum „Neuen Testament“ des Irenäus. (Hermas war einer der letzten der „Apostolischen Väter“, die keine Priesterweihe empfangen hatten. Nach dem Kanon Muratori war er der Bruder des Bischofs Pius. Bei ihm findet sich zum ersten Mal in der christlichen Literatur das Motiv des „Fegefeuers“ [„Purgatorium“].)



Zeitgleich mit Marcion, aber unabhängig von ihm, hatte ein gewisser Papias von Hierapolis, einer der (angeblichen) „Apostolischen Väter“, ebenfalls an einer Zusammenstellung der Evangelien gearbeitet. Papias scheiterte am Widerstand der Gemeinden; seine in den Jahren 130 – 140 n. Chr. verfaßte Schrift ist bis auf einige spätere Zitate verlorengegangen. Der nächste, der sich an einer Zusammenstellung der Evangelien versuchte, war Tatian, ein in Rom bekehrter Syrer, der nach seiner Rückkehr in seine Heimat die ostsyrische Kirche begründete. Er unternahm den ersten bekannten Versuch einer „Harmonisierung“ der vielen unterschiedlichen Evangelien; das Ergebnis war das sog. „Diatessaron“ (griech. „durch [die] vier“ [Evangelien]), in syrischer Sprache, von dem aber nur noch ein winziger Pergament-Fetzen erhalten ist. (Um 830 entstand in Fulda unter dem Mainzer Erzbischof Hrabanus Maurus eine Übersetzung einer griechischen oder lateinischen Fassung ins Althochdeutsche)



Erst gegen Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts taucht zum ersten Mal der griechische Begriff diathéke für das hebräische Wort berit („Bund“) auf. Um 170 übersetzte Melito von Sardes den griechischen Ausdruck palaia diathaekae („Alter Bund“ [2. Kor 3: 14]) erstmals mit „Vetus Testamentum“ („Altes Testament“). Der Kirchenvater Tertullian übersetzt 192 n. Chr. analog diathéke in 1. Kor 11: 25 mit „Novum Testamentum“ („Neues Testament“). Zur gleichen Zeit werden erstmals Stimmen laut, die in den Paulus-Briefen und in den Evangelien „Gottes heiliges Wort“ sehen wollen. Der erste, der diese persönliche Meinung als Vorgabe für die Gläubigen ausspricht, ist Bischof Theophilus von Antiochia.



Der Theologe, der zum ersten Mal die 27 Bücher als „verbindlich“ benannte, die wir heute als „Neues Testament“ kennen, war Athanasios, der Bischof von Alexandria. Das war im Jahr 367 n. Chr., fast 300 Jahre, nachdem die ersten Schriften des späteren Neuen Testamentes verfaßt worden waren. In jenem Jahr schrieb Athanasios seinen jährlichen „Hirtenbrief“ an seine ägyptischen Gemeinden und zählte darin jene Bücher auf, die als „Heilige Schrift“ in den Gottesdiensten gelesen werden sollten. Doch es sollten noch Jahrhunderte vergehen, bis die griechischen Schriften, die Bücher des heutigen Neue Testamentes, und die hebräisch-aramäischen Schriften, die Bücher des heutigen Alten Testamentes, endgültig als verbindlicher Kanon und „Heilige Schrift“, nämlich als das „Wort Gottes“ festgelegt wurden.



Besonders wichtig für die Überlieferung der Texte waren die Übersetzungen ins Lateinische, denn viele Christen im Westen des Römischen Reiches sprachen nur Latein, die lingua franca im westlichen Teil des Imperiums. Sehr bald entstanden jedoch Probleme mit den teilweise sehr fehlerhaften lateinischen Übersetzungen, weil es so viele von ihnen gab und sie sich extrem voneinander unterschieden. Ende des vierten nachchristlichen Jahrhunderts beauftragte deshalb Papst Damasus I. den größten Gelehrten seiner Zeit, Sophronius Eusebius Hieronymus (ca. 345 – 420), eine „offizielle“ Übersetzung der griechischen Schriften ins Lateinische anzufertigen. Hieronymus, der sieben Sprachen beherrschte, wählte die vermeintlich „beste“ verfügbare lateinische Übersetzung aus, verglich diese mit den vermeintlich „besten“ verfügbaren griechischen Manuskripten und schuf so 382 – 390 n. Chr. eine neue lateinische Ausgabe des späteren Neuen Testamentes, die für die Katholische Kirche bis heute als „fehlerlos“ geltende u. „verbindliche“ „Vulgata“ (lat.: „die Allgemeine“)



Hieronymus war verzweifelt: auch nicht zwei Texte stimmten miteinander überein. So änderte er die Schrift nach eigenen Angaben an mindestens 3.500 Stellen (sic!), doch hielt er sich sogar noch sehr zurück, wie er selber zugab: „Wird sich auch nur einer finden…, der mich nicht … einen Fälscher und Religionsfrevler schelten wird, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern?“ 2) In dem Brief an seinen Auftraggeber, Papst Damasus I., heißt es weiter: „Auch meine Verleumder müssen bestätigen, daß in Abweichungen nicht die Wahrheit anzutreffen ist. Wenn nämlich auf die lateinischen Texte Verlaß sein soll, dann mögen sie doch bitte sagen: auf welche denn? Gibt es doch beinahe so viele Textformen, wie es Abschriften gibt.“ 2)



(Hieronymus lag auch das verschollene Hebräer- oder Ebioniter-Evangelium vor, das die wahrscheinlich authentischen Lehren Jesu an seine Jünger enthielt. Das Ebioniter-Evangelium war die griechische Übersetzung des Nazaräer-Evangeliums, das wiederum das ursprüngliche Matthäus-Evangelium in aramäisch-chaldäischer Sprache, jedoch mit althebräischen Lettern geschrieben und verschlüsselt, gewesen war [nach Carsten Strehlow]. Doch Hieronymus erklärte es zur „Häresie“ [„Ketzerei“], obwohl der Kirchenvater Eusebius es mit der Offenbarung an Johannes verglichen und auf die gleiche Stufe gestellt hatte!)



Dennoch postulierte die Römisch-Katholische Kirche auf dem Konzil von Trient 1546 die Vulgata als „endgültige“ Form der „von Gott selber wortwörtlich offenbarten und vom Heiligen Geist eingegebenen Heiligen Schrift“ und verhängte einen „Fluch“ (Anathema) über alle, die das nicht glaubten; gleichzeitig wurde bestimmt, daß allein die Kirche wisse, was „Gottes Wort“ sei (sic!). Anno 1590 wurde die Vulgata unter Papst Sixtus V. als Editio Sixtina vom Vatikan herausgegeben und für „fehlerlos“ erklärt. Tatsächlich war sie voller Fehler. Deshalb wurde sie schon nach zwei Jahren, 1592, unter Papst Klemens VIII. durch die wiederum „fehlerlose“ Editio Clementina ersetzt, die aber auch wieder unzählige Fehler enthielt. Die 1598 erneut revidierte Fassung strotzte ebenfalls von Fehlern. Am 15. 04. 1979 stellte Papst Johannes Paul II. die vorläufig letzte „korrigierte“ Fassung der Vulgata vor…



„Die Kirche unterdrückte von Anfang an die Information über die Ungesichertheit des neutestamentlichen Textes bis zu Beginn der Neuzeit mit schweren Strafen.“ (A. Mayer) 3)



Heute existieren nahezu zweimal so viele Versionen der lateinischen Vulgata (etwa 10.000), wie es Fassungen griechischer Manuskripte des Neuen Testamentes gibt. Gegenwärtig sind rund 5.700 verschiedene griechische Manuskripte des Neuen Testamentes erhalten und katalogisiert. Und darin sind bisher über 400.000 Abweichungen (sic!) gefunden worden – fast eine halbe Million! Es gibt mehr Variationen als Wörter in den erhaltenen Manuskripten des Neuen Testamentes! Dabei sind die Manuskripte in anderen Sprachen wie der syrischen, koptischen, armenischen, altgeorgischen und slawischen noch gar nicht berücksichtigt…



„Es wird wohl heute keine Abschrift sogar des Neuen Testamentes geben, weder in Griechisch noch in Latein, Syrisch oder Arabisch, die wahrhaft authentisch genannt werden kann, denn es gibt keine, in welcher Sprache sie auch immer verfaßt sein mag, die absolut frei von Zusätzen ist. Ich kann außerdem versichern, daß die griechischen Umschreiber sich beim Schreiben ihrer Kopien eine sehr große Freiheit genommen haben, wie an anderer Stelle belegt werden wird.“ schreibt der französische katholische Gelehrte Richard Simon 1689. 4)



Von den ursprünglich etwa 7.000 Abschriften der griechischen Bibel (das griechische Alte und Neue Testament) enthielten nicht einmal zehn jemals den vollständigen Bibeltext, also die komplette Bibel. Alle diese weniger als zehn Manuskripte weisen heute erhebliche Mängel auf (fehlende Seiten), und nur vier davon sind vor das 10. Jahrhundert zu datieren.



In der Regel unterscheiden moderne Textkritiker vier Arten von griechischen Manuskripten: Papyrus-Manuskripte aus dem Zeitraum vom 2. bis zum 7. Jahrhundert; Majuskel- (Großbuchstaben-) Manuskripte auf Pergament aus dem 4. bis 9. Jahrhundert; Minuskel- (Kleinbuchstaben-) Manuskripte auf Pergament vom 9. Jahrhundert an und Lektionare (Schriftlesungen an Sonn- und Feiertagen) aus der Zeit von Anfang bis heute. 5)



Zudem kennen wir die Schriften der griechischen Kirchenväter Clemens von Alexandria, Origines und Athanasius sowie der lateinischen Kirchenväter Tertullian, Hieronymus und Augustinus. Sie alle zitierten ausführlich ihnen noch vorliegende Texte des Neuen Testamentes, die nicht mehr erhalten sind, und ermöglichten damit eine Rekonstruktion der jeweils von ihnen verwendeten Manuskripte, die später größtenteils verloren gegangen sind.



Origines beispielsweise klagte über die ihm vorliegenden Abschriften der Evangelien: „Die Unterschiede zwischen den Manuskripten sind groß geworden, entweder durch die Nachlässigkeit einiger Kopisten oder durch die eigensinnige Unverfrorenheit anderer; sie vernachlässigen es entweder zu überprüfen, was sie abgeschrieben haben, oder sie machen im Prozeß des Überprüfens Hinzufügungen oder Auslassungen, wie es ihnen gefällt.“ 6)





Die Institution »Katholische Kirche« – ein künstliches Konstrukt

Die Auseinandersetzungen mit den „Abweichlern“ oder „Ketzern“ führten letztlich zur Gründung der Katholischen Kirche. Zu der Zeit der Urchristen lagen die geistlichen Funktionen innerhalb der Gemeinde in den Händen der „charismatisch Begabten“. Unter „Charisma“ (griech.: Gnadengabe) verstand man „die Begabung durch den „Heiligen Geist“ / „Geist Gottes“. Die schon damals so genannten Presbyter (Älteste), Episkopen (Aufseher / Bischöfe) und Diakone (Diener) waren lediglich Gehilfen für formale, äußere Angelegen-heiten, also soz. „Beamte“. Doch im Laufe der Zeit verschwanden die Charismatiker. In die Lücke traten die Bürokraten: Es entstand der hierarchische (rangmäßig gegliederte) und monarchische (alleinherrschende) Episkopat – die Katholische Kirche. Doch deren „Autorität“ wird nirgendwo in der Bibel legitimiert – mit keinem einzigen überlieferten Wort!



Für die nun herrschenden Beamten war „selbstverständlich“ eine Hierarchie, eine Kirchen-Ordnung notwendig. Die älteste erhaltene, bekannte Kirchen-Ordnung ist die Didache oder „Lehre der Zwölf Apostel“ vom Beginn des zweiten Jahrhunderts. Eine antike Handschrift der Didache wurde 1883 in der Bibliothek von Konstantinopel entdeckt. Es handelt sich dabei um ein in Syrien kompiliertes Handbuch mit Instruktionen an die Gemeinde. Neben liturgischen Vorschriften enthält es auch Wahlordnungen für Presbyter, Episkope und Diakone. (Übrigens: Nach der Didache war Jesus Christus kein „Gott“, sondern lediglich ein „Diener Gottes“…!)



Nicht minder wichtig als eine feste Kirchen-Ordnung für die Beamten war die Festlegung auf einen verbindlichen Schriften-Kanon für die Gläubigen. Außerdem mußten die Schriften für die des Lesens unkundige Masse der Bevölkerung auch ausgelegt werden. So entstand der Beruf des Theologen: Die Bildung einer katholischen Theologie und die Entstehung des zweiteiligen Schriften-Kanons gingen also Hand in Hand und bedingten sich gegenseitig.



Man erfand (sic!) die „apostolische Tradition“: Die mehr und mehr institutionalisierte Kirche allgemein und ihr Vorsteher, der oberste Bischof („Papst“), insbesondere behaupteten (und behaupten noch heute), „von den Aposteln eingesetzt“ worden zu sein und „in ununter-brochener Nachfolge“ (Sukzession) des Apostels Petrus, ja Jesu Christi selber zu stehen. Die (getürkte) Apostel-Geschichte bringt „die Erfindung apostolischer Traditionen“ (Burton L. Mack) in die christliche Welt. Die Fiktion von zwölf Jüngern, die zu „Aposteln“ (Glaubens-boten) gemacht wurden, wurde nachträglich maßgeschneidert von einer geld- u. macht-gierigen Elite, „die zentristische Neigungen und institutionelle Tendenzen verfolgte“ (Mack).



Die Phantasien und Deutungen des Lukas in seiner „Apostel-Geschichte“ waren die ideologische Voraussetzung für das spätere Entstehen und die Entwicklung der Katholischen Kirche. Im Nachhinein wurde mit der erfundenen Legende eines (nicht historischen) „Apostel-Konzils“ von einem „apostolischen Zeitalter“ gesprochen, das scheinbar eine unmittelbare, ununterbrochene „Traditions-Linie“ von Jesus bis zu den Kirchen „belegte“ – insbesondere zu jenen Kirchen, die der Kirche in Rom das besondere Privileg der Führung der gesamten Christenheit und der Herrschaft über die gesamte christliche Welt zuerkannte (sic!).



„Analysiert man die christliche Kirche zu Beginn des 4. Jahrhunderts, hat man allergrößte Schwierigkeiten, in ihr die Gemeinde der [vor-] apostolischen Zeit wiederzuerkennen, ja, man wird sie gar nicht wiedererkennen können….“ (Charles Guignebert) 7)



Die Verlagerung des Interesses und des Focus von Jesus auf die Apostel hat die Evangelien „auf ein Glaubensbekenntnis reduziert, und die Wiederholung dieses Credos wurde zum Zeichen der apostolischen »Autorität«. Die apostolische »Autorität« stützte eine konkrete gesellschaftliche Institution, die Kirche, und diese hatte nunmehr ihren Mythos fertiggestellt: Sie hatte ihre Stiftergestalt, ihren göttlichen Herrn, ihre Apostel, ihre eigenen Beamten und Führer, ihre Rituale, ihr Ensemble an Praktiken und ihren Bestand an Lehren.“ 8) Mit anderen Worten: Die Apostel-Geschichte „rechtfertigt(e)“ vorgeblich die Kirchen-Geschichte.



Doch Petrus war nie in Rom, und die beiden ihm fälschlich zugeschriebenen Briefe stammen nicht von ihm. Der erste „Brief des Petrus“ wurde während der frühen Regierungszeit des Kaisers Domitian geschrieben, d. h. in dem Zeitraum zwischen 81 und 90 n. Chr., also nach Petri Tod. Der Text ist in gehobenem Griechisch verfaßt; Petrus aber war ein einfacher, ungebildeter Fischer (s. Mk 1: 16). Der unbekannte Verfasser zitiert das Alte Testament ausschließlich nach der griechischen Übersetzung (Septuaginta); Petrus selber aber hätte als palästinensischer Jude natürlich die hebräische Bibel zitiert. Der Brief endet mit der Formulierung: „Es grüßt euch aus Babylon…“ (1. Pe 5: 13); die Gleichsetzung von Rom mit Babylon aber ist erst für die Zeit nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer im Jahre 70 belegt, also wiederum nach Petri Tod. (Nach Reinhard Feldmeier)



Der sehr genaue und umfangreiche sogenannte „Kanon Muratori“ – ein Verzeichnis der Bücher des Neuen Testaments, von Muratori zwischen 190 und 200 n. Chr. in Rom zusammengestellt – führte den ersten Petrus-Brief nicht auf. (Die sog. „Katholischen Briefe“ – die Briefe, die nicht den Namen des Empfängers, sondern des [vermeintlichen] Verfassers tragen: der Jakobus-Brief, der Judas-Brief, die beiden Petrus-Briefe und die drei Johannes-Briefe – sind Fälschungen aus späterer Zeit, was den Kirchenlehrern durchaus bekannt war und ist.) Auch der zweite „Brief des Petrus“ stammt nicht von dem gleichnamigen Jünger Jesu, bezieht sich aber auf den ersten Brief. Nach Erkenntnissen des verstorbenen protestantischen Neutestamentlers Jürgen Roloff ist er eine der am spätesten entstandenen neutestamentlichen Schriften, die erst zwischen 125 und 130 n. Chr. niedergeschrieben wurde.



Doch auf den beiden „Briefen des Petrus“ beruht, neben der Apostel-Geschichte des Lukas, die Behauptung und die Berufung auf die „apostolische Tradition“ und die „Sukzession“ der Katholischen Kirche und des Papstes. Die Petrus-Briefe verbreiteten die Vorstellung, daß der Apostel Petrus das Evangelium nach Rom gebracht hätte und Leiter der dortigen Gemeinde gewesen wäre. Das ist historisch falsch. Petrus war nie in Rom. Der Neutestamentler Burton L. Mack kommentiert die Wirkungs-Geschichte der beiden falschen Petrus-Briefe so:



„Da stets diese beiden Briefe die »Beweisstücke« für die »Tradition« lieferten, sollte klar sein, daß diese »Tradition« in Wirklichkeit ein Mythos ist. Die sogenannte »petrinische Tradition« wurde im zweiten Jahrhundert mittels pseudonymer Schriften geschaffen.“ 9)



Petrus hat keine Briefe hinterlassen, war nie in Rom und schon gar nicht „der erste Papst“. (Der angebliche „Stuhl Petri“ stammt frühestens aus dem 9. Jahrhundert, und das „Grab Petri“ ist eine Fälschung.) Die Verfasser der Evangelien sind unbekannt. Die meisten „Zitate“ sind Jesus in den Mund gelegt. Paulus war ein Epileptiker, Fanatiker, Dogmatiker und Fälscher. 10) Das „Apostolische Glaubens-Bekenntnis“ stammt nicht von den zwölf Aposteln, sondern von einer späteren christlichen Gemeinde in Rom; die „Apostolische Tradition“ ist eine Lüge.



Übrigens: Die Apostel lebten nicht im Zölibat, sondern waren verheiratet. (Es gab damals auch noch keine „Priesterweihe“, die heidnischen Ursprungs ist.) Selbst Petrus (Kephas), auf den sich die Päpste berufen und als dessen „Nachfolger“ sie sich gerieren, war kein „Single“, wie Paulus selber in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth ausdrücklich betont: „Haben wir nicht die Befugnis, eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder [sic!] des Herrn [Jesus Christus] und Kephas [Petrus]?“ (1. Kor 9: 5)



Der Zölibat (Zustand der Ehelosigkeit; Verpflichtung zur Ehelosigkeit bei sonstiger völliger geschlechtlicher Enthaltsamkeit bei katholischen Priestern) wurde erst viel später, im Laufe des 3. Jahrhunderts, nach und nach in die Katholische Kirche eingeführt. Er beruht auf der uralten heidnischen (sumerischen / babylonischen) Vorstellung, daß der Beischlaf „unrein“ und unfähig zur Ausführung des rituellen Kultus mache. Das generelle Verbot der Priesterehe in der Römisch-Katholischen Kirche wurde endgültig im 11. u. 12. Jahrhundert durchgesetzt.



Das Dogma der Sukzession und der selbstherrliche Anspruch auf die „Schlüsselgewalt Petri“ beruhen einzig und allein auf einem nicht historischen und obendrein aus dem Kontext gerissenen, vorsätzlich falsch übersetzten und ausgelegten Satz des Matthäus, der bei den anderen drei Evangelisten nicht vorkommt: „Du bist Petrus, und auf diesen Stein will ich meine Versammlung bauen, und die Tore der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Mt 16: 18) Die Katholische Kirche übersetzt das hebräische Wort qehillathí (Versammlung), das mit ekklesían (Gemeinde) bereits tendenziös ins Griechische übersetzt worden war, sinn-verfälschend mit „Kirche“. Das Wort „Kirche“ aber leitet sich über althochdeutsch kiricha von spätgriechisch kyriakon: Gotteshaus, das dem Herrn gehörende Haus, zu kyriakos: dem Herrn gehörend, zu kyrios: Herr, ab und gab es zu jener Zeit im Griechischen noch gar nicht! (Der Jesus nur von Matthäus zugeschriebene Ausspruch ist eh nur ein Wortspiel: Der aramäische Name kephas, griechisch petros, lateinisch petrus, bedeutet „Felsstück“, „Stein“)





„Paulinismus“ statt „Christentum“ oder Drohbotschaft statt Frohbotschaft

Die Kerngedanken des „Christentums“ gehen, wie textkritisch bewiesen ist, ausschließlich auf Paulus zurück. Paulus überhöhte Jesus zum „Christus“ und zum „Gott“, erfand den „Opfertod“ und die „Auferstehung“ und stellte alles in das Zentrum seiner „Theologie“, die wiederum von den Kirchenvätern begeistert aufgegriffen und übernommen wurde.



Die dogmatische Konstruktion der institutionellen Kirche steht und fällt, neben der Lehre von der angeblichen „Auferstehung“ Christi, mit der Lehre von dem angeblichen „Opfertod“ Jesu. Ihr zugrunde liegt die Deutung der Ermordung / des Todes Jesu als ein „Opfer“ durch den Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom („Römer-Brief“). Paulus wußte, daß seine Adressaten die hebräische Thora kannten; er konnte sich also auf das Alte Testament berufen. Und so verband er den fiktiven Mythos des behaupteten „Sündenfalls“ (Adams und Evas im Paradies) und der angeblichen „Erbsünde“ mit der willkürlichen Deutung einer tatsächlichen (?) Begebenheit, des Todes des Wanderpredigers Jesu am Kreuz.



Das, was wir heute fälschlich als „Christentum“ bezeichnen, ist nicht die authentische Lehre Jesu von der Liebe und der Erkenntnis der geistigen Welt, sondern die von Paulus (und den Redakteuren „seiner“ Briefe) plagiierte Pseudo-„Theologie“ der „Erbsünde“, des „Sühnetodes Gottes“ am Kreuz, seiner „Wiederauferstehung und Himmelfahrt“. Die Vergewaltigung seines Leibes und die Verwaltung der Gläubigen durch eine Hierarchie von selbsternannten materialistischen, macht- und geldgeilen Priestern, die allein „wissen“ und vorgeben, wie die Gläubigen zu leben haben, um nicht in die „Hölle“, sondern ins „Paradies“ zu gelangen – das ist keine „Frohbotschaft“ (Evangelium), sondern eine „Drohbotschaft“ (Holger Kersten).



Paulus predigte eine „Mysterien-Religion“ (Elmar R. Gruber), die den Menschensohn Jesus in den „Gottessohn Christus“ verwandelte: „Wie tief sich auch diese Lehre unter den Christen eingebürgert hat, so hat doch der wirkliche Jesus nichts davon gewußt.“ 11) Paulus ist der Stifter der Religion, die wir heute fälschlich „Christentum“ nennen; „Paulinismus“ (Holger Kersten) wäre die richtige Bezeichnung: „»Christentum« ist die von Paulus gegründete Religion, die an Stelle des Evangeliums Jesu ein Evangelium von Jesus setzt.“ 12) Dieser Paulinismus ist eine Mißdeutung und Verfälschung der wahren Lehre Jesu – keine Froh-Botschaft (griechisch euaggelion, lat. / deut. Evangelium), sondern eine Droh-Botschaft: „Alle schönen Seiten des Christentums knüpfen sich an Jesus, alle unschönen an Paulus.“ 13)



Schon 1901 weist William Wrede in seiner bedeutenden Schrift „Das Messias-Geheimnis in den Evangelien“ darauf hin, daß der (Aber-) Glaube an Jesus als „Erlöser“, als „Heiland“, also als „Messias“ erst nach der Kreuzigung unter den Anhängern der Jesus-Bewegung entstand. 14) Ganz offensichtlich wurden nach der Kreuzigung die wahren Anliegen und Absichten Jesu von den Vorstellungen, Interessen und Motiven fanatischer Anhänger verdrängt. Deren (Wahn-) Ideen und Motive waren die „Mutter“ dessen, was wir heute „Christentum“ nennen:



„Die Behauptung, daß Jesus von, aus seinem göttlichen Vater käme, ist Teil einer Theologie, die sich erst lange nach der Kreuzigung entwickelt hat.“ (Oscar Cullmann) 15)



Das ist richtig: Erst auf dem von dem oströmischen Kaiser Konstantin einberufenen ersten Konzil von Nicäa bei Konstantinopel (heutiges Iznik / Türkei) im Jahre 325 wurde Jesus willkürlich als „gezeugt aus dem Wesen seines Vaters“ und „gezeugt, nicht erschaffen“ und „eines Wesens mit seinem Vater“ definiert. So wurde Jesus zu „wahrer Gott und wahrer Mensch“ gemacht, erstmals formuliert auf der Synode von Chalcedon im Jahre 451.



Doch „… nach heutiger Exegese ist diese Zweinaturenlehre keineswegs identisch mit der ursprünglichen Christusbotschaft des Neuen Testamentes“, so der Theologe Hans Küng. 16)



Die bösen Wunsch- und kranken Wahnvorstellungen des (historisch nicht gesicherten) Zelt-tuchmachers und Epileptikers Saulus / Paulus aus Tarsos / Kilikien im Süden der heutigen Türkei bilden bis heute die „Rechtfertigung“ der weltlichen Macht und des materiellen Reichtums der Institution „Kirche“! Die bedenkliche, gefährliche Maxime „Der Zweck heiligt die Mittel“, die spätere „Quintessenz der Jesuitenmoral“ (Georg Büchmann), war also schon zu Paulus´ Zeiten geläufig und gebräuchlich. Er erweist sich hier als Propaganda- Sprachrohr und Wegbereiter der bereits in den Startlöchern kauernden Priesterkaste der späteren „Institution der organisierten Kriminalität“ (Karlheinz Deschner) – der Kirche. Jedenfalls haben die wirkmächtigen Paulus-Briefe ihren Zweck – Hegemonie (Vorherrschaft) und Privileg (Macht und Reichtum) des Klerus – voll erfüllt. (Auch der französische Absolutismus, der italienische Faschismus und ein krimineller Kirchenstaat wie der Vatikan wären ohne diese perfide ideologische Indoktrinierung nicht möglich gewesen.)



(Übrigens hat die jüngste Forschung zu dem vorläufigen Ergebnis geführt, daß alle „Paulus-Briefe“ Fälschungen aus dem zweiten Jahrhundert seien [„Holländische Radikal-Kritik“]. Demnach habe der Häretiker Marcion [s. o.] die Figur des „Paulus“ nach dem Vorbild des ebenfalls nur legendären Simon Magus aus Samaria [Hauptstadt des israelischen Nordreiches] entworfen. Später habe sich die Römisch-Katholische Kirche die gefälschten „Paulus-Briefe“ angeeignet und für ihre Absichten überarbeitet. Jedenfalls lassen sich marcionitische Elemente und katholische Einschübe in den „Paulus-Briefen“ textkritisch nachweisen, und die Person des Saulus / Paulus ist historisch keinesfalls gesichert.) 17)



Die Römisch-Katholische Kirche hat sich mit ihrem Katechismus (katechísmos, griech.: [religiöse] Unterrichtung, Unterweisung) und dem „Apostolischen Glaubens-Bekenntnis“ ein- für allemal auf das „wirklich geschehen“ festgelegt – damit könnte sie sich ein Eigentor geschossen haben… Es geht nämlich um historische „Tatsachen“ – Heils-Tatsachen zwar, aber eben Heils-Tatsachen. Sind es aber keine historischen Tatsachen, dann ist der christliche Glaube seines Inhaltes beraubt, und dann ist den christlichen Gläubigen mit der Grundlage ihres Glaubens der Boden unter den Füßen weggezogen. Und dann sollte und müßte der Kirche, dieser „Institution der organisierten Kriminalität“, die „die gewaltigste Blutspur“ (K.H. Deschner) der Menschheits-Geschichte gelegt (Verfolgung der „Heiden“, Ausrottung der „Ketzer“, Verbrennung der „Hexen“, Kreuzzüge, Conquista, „Heilige“ Inquisition) sowie Anstiftung und Beihilfe zum Völkermord („Neue Welt“, Drittes Reich, Jugoslawien, Ruanda etc.) geleistet hat, die den Abwurf der Atombomben und Kriege „gerechtfertigt“ hat sowie Tierversuche, Massentierhaltung, Fleischessen und Jagd billigt und Waffen „segnet“, der strafrechtliche Prozeß wegen des größten Betruges aller Zeiten gemacht werden!

http://www.mmnews.de/index.php/etc/18720-kanon-und-kirche-kuenstliche-konstrukte


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 17:10
Therion an Fritzi:
das ist sehr venünftig von dir ! -----> fast bin ich dazu geneigt in dieser denkweise wirklich gottes führung zu erkennen :)
Du wirst doch nicht etwa noch zu unserem Lager überlaufen - ganz ausversehen? ;) :D
----------------------------------------------------
nein keine angst das wird nicht passieren :)
Optimist schrieb:Das klingt auf den 1. Blick logisch.
Auf dem 2. Blick sage ich mir:
Wenn in der Bibel alles ganz eindeutig drin stünde, würde man sie lesen, alles sofort kapieren und dann weglegen, weil man dann keine Veranlassung mehr hätte, sie immer wieder in die Hand zu nehmen und darüber nachzusinnen. Weißt was ich damit sagen will? ;)

Ich finde es also so gesehen sehr weise, dass die Bibel stellenweise so oder auch anders ausgelegt werden kann.
Vielleicht steht auch aus diesem Grund in der Offenbarung z.B. "Wer WEISHEIT besitzt "berechne" die Zahl...."

Das "Berechnen" ist sicher nicht mathematisch gemeint. ;)
Unter dem "wer Weisheit besitzt" verstehe ich die "Führung Gottes".
ich sehe das eher so, dass die schriften absichtlich nicht direkt auslegbar sind damit man eben interpretieren MUSS denn wo keine direkten aussagen stehen gibt es auch nichts dass man als falsche aussage entlarfen könnte - je schwammiger um so besser.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 17:23
@-Therion-
So kann man es natürlich sehen.
Aber es ist ja immerhin auch nicht alles schwammig. Zum Beisp. "der Glaube rettet" oder dass Jesus auferstanden ist und noch vieles Andere, was sehr wichtig ist für Gläubige, das ist alles kanz eindeutig. ;)


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 17:32
@-Therion-
Die Abhandlung über die Bibel scheint Wahrheiten, Halbwahrheiten aber auch sehr viele Ungereimtheiten, vielleicht Lügen zu enthalten. Alles in allem für mich nicht sehr vertrauenswürdig.

Nur mal ein Beispiel:
-Therion- schrieb:das Judentum und das Christentum (wie auch der Islam) sind Buch-Religionen.
Die Bücher alleine sind noch keine Religion.
Die Menschen machten daraus dann eine.
-Therion- schrieb: Die Auswahl und die Anzahl der Bücher, die in die sog. „Heilige Schrift“ aufgenommen wurden, waren völlig willkürlich.
Das stimmt so nicht. Die ersten Christen (da gab es noch keine Kirche) lasen bevorzugt bestimmte Schriften. Und diese Bevorzugung könnte z.B. genauso von Gott inspiriert gewesen sein, wie das AT und dann in der Folge die Zusammenstellung der Bibel.
Zumindest kann niemand beweisen, dass dies ausgeschlossen ist.
-Therion- schrieb:Ursprünglich gab es 80 Evangelien!
Wie gesagt, und von diesen Evangelien bevorzugten die ersten Christen bestimmte Teile... und sicher nicht ohne Grund. :)
-Therion- schrieb: führte zur Gründung der Katholischen Kirche. Doch deren „Autorität“ wird nirgendwo in der Bibel legitimiert.
Das nun wiederum ist sehr wahr. Die KK ist weder biblisch noch anderweitig legitimiert. Sie hatte sich einfach mal so als Stellvertreter Gottes ausgegeben.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 17:37
Optimist schrieb:So kann man es natürlich sehen.
Aber es ist ja immerhin auch nicht alles schwammig. Zum Beisp. "der Glaube rettet" oder dass Jesus auferstanden ist und noch vieles Andere, was sehr wichtig ist für Gläubige, das ist alles kanz eindeutig. ;)
der glaube rettet vor was und warum und warum will/muss man überhaupt gerettet werden ? ja ich weiss was in der bibel steht ..... es geht mir alleine darum dass auch diese aussage zu unzähligen antworten/sichtweisen führt und nicht wirklich eindeutig ist.

auch bei der auferstehung das selbe .... ist sie körperlich oder geistig ist sie symbolisch, erfunden oder tatsächlich passiert. - egal um was es geht in der bibel es kann IMMER in verschiedenen richtungen interpretiert werden.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 17:43
@-Therion-
-Therion- schrieb:der glaube rettet vor was und warum und warum will/muss man überhaupt gerettet werden ?
Das ist sehr deutlich in der Bibel erklärt.
-Therion- schrieb:auch bei der auferstehung das selbe .... ist sie körperlich oder geistig ist sie symbolisch, erfunden oder tatsächlich passiert.
Auch hier gibt die Bibel aufschluss darüber, dass es weder symbolisch noch erfunden gewesen ist.

Das Fundament ist kaum mehrdeutig zu verstehen...


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 17:49
das Judentum und das Christentum (wie auch der Islam) sind Buch-Religionen.
Die Bücher alleine sind noch keine Religion.
Die Menschen machten daraus dann eine.
Der Begriff Buchreligion bezeichnet Religionen, die eine Heilige Schrift besitzen und diese in schriftlicher Form festgehalten haben. Verwandte Begriffe sind Offenbarungsreligion, Weltreligion und Schriftreligion.
Die Auswahl und die Anzahl der Bücher, die in die sog. „Heilige Schrift“ aufgenommen wurden, waren völlig willkürlich.
Das stimmt so nicht. Die ersten Christen (da gab es noch keine Kirche) lasen bevorzugt bestimmte Schriften. Und diese Bevorzugung könnte z.B. genauso von Gott inspiriert gewesen sein, wie das AT und dann in der Folge die Zusammenstellung der Bibel.
Zumindest kann niemand beweisen, dass dies ausgeschlossen ist.
wenn von 80 evangelien nur 4 anerkannt wurden dann ist das sehrwohl reine willkür !!!

das christen bevorzugt irgendwelche schriften lasen ist (d)eine mutmassung denn in damaligen zeiten konnte das "kleine volk" nicht mal lesen ! also da ist sehr viel wunschdenken dahinter auch in bezug auf eine inspiration gottes.

was bewiesen werden kann ist, dass jahrhundertelang nur mündlich überliefert wurde und das keinerlei originale mehr vorhanden sind. ich denke das alleine reicht aus um die bibel und dessen inspiration auszuschließen !
Ursprünglich gab es 80 Evangelien!
Wie gesagt, und von diesen Evangelien bevorzugten die ersten Christen bestimmte Teile... und sicher nicht ohne Grund. :)
die machthaber bevorzugten gewisse teile und zwar jene die ihnen passten aber nicht das allgemeine volk dass nicht mal lesen konnte und absolut nicts zu sagen hatte.
führte zur Gründung der Katholischen Kirche. Doch deren „Autorität“ wird nirgendwo in der Bibel legitimiert.
Das nun wiederum ist sehr wahr. Die KK ist weder biblisch noch anderweitig legitimiert. Sie hatte sich einfach mal so als Stellvertreter Gottes ausgegeben.
eben und da liegt es doch nahe, dass die "kirche" sich aussuchte was die bibel enthalten darf und was nicht.


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17.09.2014 um 17:53
auch bei der auferstehung das selbe .... ist sie körperlich oder geistig ist sie symbolisch, erfunden oder tatsächlich passiert.
Auch hier gibt die Bibel aufschluss darüber, dass es weder symbolisch noch erfunden gewesen ist.

Das Fundament ist kaum mehrdeutig zu verstehen...
doch ist es - denn ist die auferstehung nun geistlich oder körperlich zu sehen ?

die bibel gibt darüber keine eindeutige auskunft denn einmal erscheint jesus indem er durch türen geht also muss er geistig gewesen sein und einmal legte ein jünger seine hand in jesus wunden also muss er körperlich gewesen sein ----------> was jetzt körperlich oder geistig oder doch nur symbolisch ?


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 18:02
@-Therion-
Er ist auferstanden und hat einen besonderes Leib bekommen, den wir ebenso bekommen werden, wenn wir entrückt werden oder sterben.

Die Auferstehung wird ja durch dein Argument nicht angezweifelt, sondern die Beschaffenheit seines Körpers. Er hat gelebt, in welcher Form auch immer.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 18:05
@-Therion-
-Therion- schrieb:wenn von 80 evangelien nur 4 anerkannt wurden dann ist das sehrwohl reine willkür !!!

das christen bevorzugt irgendwelche schriften lasen ist (d)eine mutmassung denn in damaligen zeiten konnte das "kleine volk" nicht mal lesen !
Ja, die ersten Christen konnten nicht lesen. Sie trugen aber die Evangelien mündlich weiter. Auf welche Weise sie bestimmte Evangelien bevorzugt hatten, ist somit also egal. :)
-Therion- schrieb:was bewiesen werden kann ist, dass jahrhundertelang nur mündlich überliefert wurde
Genau. Hatte ich vorhin noch gar nicht gelesen. :)
-Therion- schrieb:und das keinerlei originale mehr vorhanden sind. ich denke das alleine reicht aus um die bibel und dessen inspiration auszuschließen !
Finde ich ganz und gar nicht ausreichend. Aber ich weiß, es wird ja den ersten Christen das "stille Post-Prinzip" unterstellt. Das ist genauso wenig bewiesen, dass dies gewirkt haben muss wie so vieles andere.
Ursprünglich gab es 80 Evangelien!
Wie gesagt, und von diesen Evangelien bevorzugten die ersten Christen bestimmte Teile... und sicher nicht ohne Grund. :)

-->
die machthaber bevorzugten gewisse teile
Dann hätten sie sich aber bei so manchen Textstellen Eigentore geschossen. :)

-------------------------------------------
@-Therion-
@Fritzi

Diese Seite (woraus Therion zitierte) ist nebenbei bemerkt, sehr bekannt für alle möglichen Verschwörungstheorien (auch politische) : http://www.mmnews.de

@Fritzi, glaubst Du an die Auferstehung Jesu, bzw. dass er sich für uns Menschen geopfert hatte?
Wenn ja, lies mal das hier aus Therions Link und dann kannst Du Dir Dein Urteil bilden, wie vertrauenswürdig diese Seite ist. ;)
-Therion- schrieb:Die dogmatische Konstruktion der institutionellen Kirche steht und fällt, neben der Lehre von der angeblichen „Auferstehung“ Christi, mit der Lehre von dem angeblichen „Opfertod“ Jesu. Ihr zugrunde liegt die Deutung der Ermordung / des Todes Jesu als ein „Opfer“ durch den Apostel Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom („Römer-Brief“). Paulus wußte, daß seine Adressaten die hebräische Thora kannten; er konnte sich also auf das Alte Testament berufen. Und so verband er den fiktiven Mythos des behaupteten „Sündenfalls“ (Adams und Evas im Paradies) und der angeblichen „Erbsünde“ mit der willkürlichen Deutung einer tatsächlichen (?) Begebenheit, des Todes des Wanderpredigers Jesu am Kreuz.
Wenn Du bezüglich des Wahrheitsgehaltes über die Auferstehung von Jesus etwas lesen möchtest, könnte ich Dir diesen Thread empfehlen: Diskussion: Jesus wahrhaftig auferstanden (Beitrag von Dennis75)


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 18:21
Salachrist schrieb:@-Therion-
Er ist auferstanden und hat einen besonderes Leib bekommen, den wir ebenso bekommen werden, wenn wir entrückt werden oder sterben.

Die Auferstehung wird ja durch dein Argument nicht angezweifelt, sondern die Beschaffenheit seines Körpers. Er hat gelebt, in welcher Form auch immer.
..... also keine eindeutige aussage !

und natürlich wird durch mein argument die auferstehung angezweifelt gerade deshalb WEIL nicht klar definiert wurde in welcher form er auferstanden sein soll ! hätte man es wirklich gewusst bzw. wäre es tatsächlich passiert dann hätte eine klare aussage stattgefunden aber so ist es ziemlich unglaubwürdig/zweifelhaft und bekommt dadurch wenn überhaupt nur einen symbolischen charakter.


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Ist der Gott der Bibel im Grunde ein Außerirdischer?

17.09.2014 um 18:32
@-Therion-
Vielleicht weil du ein Klischee im Kopf hast, was geistige Erscheinung angeht.

Mose und Elia erschienen auch in geistiger Form, diese waren jedoch für normale Menschen sichtbar. Rein physisch unmöglich, wenn man vom Klischeedenken ausgeht.

Die visuelle Erscheinung hätte ja einen Einfluss auf die materielle Welt und bricht das Licht, so das die Erscheinungen reflektiert werden und letzendlich durchs Auge wahrgenommen werden.

Jesus wurde anschließend in den Himmel emporgehoben... ins All? Wohl kaum...

Wir haben sowas von absolut kein Plan wie die geistige Welt beschaffen ist.


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