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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

2.577 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Auto, Wald, Paar, Göhrde, Lüneburg

Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

04.06.2014 um 20:01
@LuckyLuciano
LuckyLuciano schrieb:Eine sadistische Prägung käme beispielsweise dann in Betracht, wenn er seine Opfer vor der Tötung noch quälte. Diese Überlegung ist vor allem im Hinblick auf die Abtrennung der Brüste von Bedeutung, denn das muss nicht zwingend nach der Tötung erfolgt sein.
ich denke das opfer wird sich wehren mit allen kräften und der täter müßte sie dann schon irgendwo angebunden haben um diese quälereien durchzuführen.
dazu bedarf er sicherlich beide hände.
ich denke nicht das das opfer dabei noch lebte


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04.06.2014 um 20:04
da es anscheinend noch andere verletzungen gab ,würde ich dann eher auf genitalbereich tippen .


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

04.06.2014 um 20:07
@zweiter

Sofern es ihm gelungen sein sollte die Opfer zu fesseln, was sich ja anhand des Einsatzes des Leukoplast-Klebebandes nachweisen ließ, wäre eine Fixierung auch zuvor bereits möglich gewesen. Es wäre auch vorstellbar, dass er das männliche Opfer zunächst durch einen gezielten Schuss tötete, sich bei der Tötung des weiblichen Opfers hingegen Zeit ließ. Das sind aber natürlich Vermutungen basierend auf Deiner Überlegung zum Ablauf.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

04.06.2014 um 20:10
@LuckyLuciano
meine überlegungen basieren aber auf deiner idee.
das der mann vorher getötet wurde, davon würde ich mal ausgehen .
weil er eine gefahrenquelle für den täter war ,der ihm hätte in den rücken fallen können.
es sieht ja eher so aus ,als wollte sich der täter mit der frau beschäftigen.


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Neue Erkenntnisse im Fall der Göhrde-Morde

04.06.2014 um 21:17
Wenig zur Sprache gekommen ist die Frage nach einer Planung der Tat. Ich glaube dass der Täter bei seinen Besuchen im Wald immer zu Morden bereit und vorbereitet war, es aber eben nicht immer dazu kam. Womöglich weil er auf keine für ihn "geeigneten" Opfer traf. Deshalb hatte der Täter eine gewisse zeitliche Unabhängigkeit.

Doe Gegenthese wäre dass der Täter genai zweimal in der Göhrde war: nämlich zu den Taten. Wen dem so ist, dann hat ein äußerer Einfluss die Tateb ausgelöst etwa eine Erniedrigung im Beruf etc

Dies bedeutet es gibt zwei Möglichkeiten

1. Der Täter war eher alleinstehend und in einer permanenten Phase der Aggression. Die beiden Paare waren dann der Auslöser der Tat

2. Der Täter stand eher in geregelten Verhältnissen mit Job, Familie etc Dennoch entwickelte er einen latenten Hass der sich durch ein äußeres Ereignis entlud u d damit unabhängig vob den Opfern war.


Schwäche der zweiten Möglichkeit ist dass sie nur unzureichend erklärt warum es zwei Taten gab


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04.06.2014 um 21:28
@LuckyLuciano
Sadismus kannst Du m.E. ruhig unterstellen, schon wegen der Übertötung und der Verstümmelungen.
Es war auch von abgetrennten Kieferteilen die Rede, z.T. sogar von einem herausgetrennten Oberkiefer. Die Taten können kaum ohne sadistische Ader ausgeführt werden, wobei ggf. auch sexuelle Motive und auch Kannibalismus möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich sind. Ich vermute eine Mischung verschiedener Motive wie Hass, Sadismus und sexuelle Triebbefriedigung.

Der Täter ist hochgradig gestört, m.E. so sehr, dass ein bürgerliches Leben (Pflege von Freundschaften, Familienleben, geregelter Beruf, Pflege von Sozialkontakten) nahezu ausgeschlossen ist.


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04.06.2014 um 21:29
@vorsichtfalle
Ich glaube auch, dass der Täter bei seinen Besuchen im Wald immer zu Morden bereit und vorbereitet war, aber nur selten für ihn "passende" Opfer erschienen.

Ich könnte mir vorstellen, dass er selbständig war oder einem Beruf nachging, der Tagesfreizeit ermöglichte.

Er muss nicht zwingend Einzelgänger gewesen sein. Vielleicht hatte er eine Partnerin, die andere Arbeitszeiten hatte als er selbst.
Jemanden also, der nicht bemerkte, wenn der Partner am späten Vormittag oder über die Mittagszeit seine Freizeit im Wald verbrachte, da diese Person morgens bis früh nachmittags berufstätig war.


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04.06.2014 um 21:33
@vorsichtfalle
Die Taten waren natürlich geplant, schon wg. der erforderlichen "Tatutensilien". Der Täter war auch nicht nur zweimal da und hat "zufällig" zweimal geeignete, auf sein Suchmuster passende Opfer gefunden. @LuckyLuciano hat ja beschrieben, wie einsam die Jagen sind und dass man kaum auf Menschen dort trifft.
Nein, ich bleibe vorerst bei meinem schon hier skizzierten Bild eines menschenjagenden und -auflauernden, sich anpirschenden, die Opfer überwältigenden und vom Weg in den Wald abdrängenden Täter.


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04.06.2014 um 21:37
@Ideengeber
Im Prinzip wäre ich auch geneigt so zu denken wie Du, dass diese Person so gestört ist, dass ein bürgerliches Leben mit Partnerin, geregeltem Beruf und Sozialleben unmöglich erscheint.

Trotz allem gehe ich beinah davon aus, dass diese Person zumindest nicht so offensichtlich auffällig gewesen ist.
Partnerin, Beruf mit freier Zeiteinteilung, Schichtdienst, Vereinsmitgliedschaft in Schützen, Sportverein etc. würde ich nicht ausschließen wollen.

Bezüglich der Motivation zur Tötung und Verstümmelung der Opfer gehe ich auch von einer Kombination verschiedener Motive aus: Sadismus gepaart mit sexueller Abartigkeit und ungezügelter Hass, evtl. auch Kannibalismus.

Ich gehe auch nach wie vor davon aus, dass der Täter sich an die Opfer im Wald herangepirscht hat, nach kurzer Sichtung, evtl. von einem Hochsitz aus.
Sehr wahrscheinlich, dass er die überraschten Opfer dann vom Hauptweg abgedrängt hat und sie im Dickicht überwältigte.


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04.06.2014 um 21:48
@Strandschwalbe
Offensichtliche Gestörtheit schließe ich schon deshalb aus, weil er es geschafft hat, 25 Jahre nach den Taten immer noch auf freiem Fuß zu sein. Er kann seine Abartigkeit also im Alltag durchaus verbergen.
Ihm fehlt es aber m.E. an jeglicher Empathie, was Freundschaften und Beziehungen kaum möglich erscheinen lässt. Eine solche Brutalität und Mitleidlosigkeit lassen mich daran zweifeln, dass der Täter imstande ist, tiefergehende Bindungen, seien es Freundschaften oder Beziehungen, einzugehen.


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04.06.2014 um 22:05
@Ideengeber

Er hat vermutlich kein Mitgefühl, was aber nicht heißt, dass er es nicht vortäuschen kann. Solche Menschen sind oft sehr intelligent und wissen wie sie sich der Norm entsprechend verhalten müssen um nicht aufzufallen.

Wenn er auch noch gut kommunizieren kann, dann hat er vermutlich ein hervorragendes soziales Umfeld.

So stelle ich mir das zumindest vor. Kann natürlich total falsch sein. Ich hab keinerlei Ahnung von Psychologie oder so. Ist halt das, was man sich so im Laufe der Jahre aneignet.


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04.06.2014 um 22:05
@Ideengeber
Ich sehe es wie Du, dass der Täter kaum Empathie fähig war, möglicherweise hatte er auch keine tiefergehenden Beziehungen zu anderen Menschen.
Aber auch auf dem Land fällt man damit nicht mehr auf. Es kommt kaum jemand auf die Idee, einem Mann mit z.B. Scheidung oder mehrfach wechselnden Frauenbeziehungen noch Unfähigkeit zu tiefergehenden Bindungen zu unterstellen.
Da werden aus den gescheiterten Beziehungen ja in der Regel keine Details bekannt, wenn es z.B. sexuelle Auffälligkeiten gab.
Keine Frau würde offen zugeben, sich getrennt zu haben, weil der Partner da seltsame Neigungen hatte.
Damit meine ich sexuelle Wünsche noch jenseits von BDSM oder dergleichen. Viele Männer verhalten sich ja zunächst mal so, wie sie glauben, dass es eine Frau erwartet.
Manchmal laufen Beziehungen schon jahrelang und die Frau sieht dann zufällig ihren Partner in Damenwäsche vor dem Spiegel stehen.
Das ist jetzt mal ein Beispiel, als zugegeben harmlose Variante, was aber auch schon für eine Trennung reicht, wenn die Frau den Partner danach nicht mehr respektieren kann.

Ich denke eben auch, dass der Täter wahrscheinlich zwei Gesichter hat. So warnte z.B. der verurteilte Norderstedt- Mörder immer seine pubertären Töchter sehr eindringlich selbst davor per Anhalter zu fahren.
Kurz zuvor hatte er, auf dessen Konto fünf Frauenmorde gingen, selbst eine junge Frau als Anhalterin mitgenommen und umgebracht.

Zu Männerfreundschaften kann ich als Frau natürlich nicht so viel beisteuern. Aber ich habe den Eindruck, dass bei Männern da immer der Sachaspekt im Vordergrund steht.
Sprich das gemeinsame Interesse am Sport, Wettkampf, an der Jagd, dem Handwerk, Computer etc.
Dass man sich gegenseitig hilft, aber Männer eben nicht ganz so intime Dinge untereinander austauschen wie Gespräche über Gesundheit, Sexualität, Familie,ihre Gefühlslage etc.


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04.06.2014 um 22:13
@Lady_Amalthea
@Strandschwalbe

Er muss seine Abartigkeit verborgen haben, er muss also eine Rolle spielen, 24/7/365. Das kann im Vereinsleben klappen, vielleicht auch bei Männerfreundschaften, aber in Liebesbeziehungen hält man das m.E. dann kaum durch.


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04.06.2014 um 22:20
@Ideengeber
Das stimmt wohl. Im Vereinsleben sehe ich auch den Sachaspekt im Vordergrund, eben den Spass an der Sache/ die Organisation des Vereins, der Unternehmungen und man muss sich nicht so persönlich offenbaren.

Auf jeden Fall ist es schwieriger in Liebesbeziehungen, keine Frage. Aber manche Frauen haben auch bei z.B. offensichtlichen/ nachweisbaren Misshandlungen durch einen Ehemann/ Partner enorme Schwierigkeiten sich zu offenbaren und evtl. zu trennen.
Das erfahre ich immer wieder zum Beispiel beim Frauennotruf.
Bei manchen gutbürgerlichen Fassaden stimmt es auch nur äußerlich. Das hat auch nicht, wie viele glauben zwingend mit dem Bildungsstand/ Einkommen zu tun.


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04.06.2014 um 22:28
@Strandschwalbe
Womit wir fast bei der Ursachenforschung sind. Warum wird jemand so? Genetischer Defekt? Sozialisiert? Bin ja kein Psychologe, aber m. E. sind dir Ursachen in der Kindheit des Täters zu suchen. Ich bleibe da immer wieder bei Deiner Vorstellung vom brutalen Vater / Aussiedlerhof etc. hängen. Wenig soziale Kontrolle, generell wenige Sozialkontakte, Vater vielleicht Kriegsheimkehrer mit unverarbeiteten Erlebnissen, zur Liebe nicht mehr fähig, brutal zum Kind, die Mutter bot keinen Schutz, Angst vor den Eltern, so in etwa könnte ich mir das auch gut vorstellen.


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04.06.2014 um 22:37
@Ideengeber
Die eine, einzige Ursache für eine solche Entwicklung gibt es nicht. Was Du aufführst, kann alles zutreffen.
Er könnte als Sohn bei seinem Vater als männliches Rollenvorbild evtl. gelernt haben, dass man Frauen nicht respektieren muss und auch Gewalt anwenden "darf", wenn Frau nicht pariert.

Hat der Vater als Konfliktlösung gewalttätiges Handeln vorgelebt, wird der Sohn dies übernehmen, es sei denn, es treten andere Personen in sein Leben die anderes Verhalten vorleben und auf das Kind einen ausgleichenden Einfluss ausüben.

Ein kriegstraumatisierter, wenig empathischer Vater ist auch vorstellbar. Eine Mutter die ohne eigenen Beruf und eigenes Geld an einer unguten Beziehung festhielt, weil sie keine Alternativen sah und Scheidung damals einer Katastrophe gleichkam.

Das ist alles möglich.


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04.06.2014 um 22:52
Kannibalismus wollen wir mal nicht hoffen, aber möglich ist alles.

@Strandschwalbe
Komme ja aus Hamburg und bin hartgesotten. Aber was ich in Lüneburg und
Umgebung schon an schrägen Vögeln gesehen habe, ist extrem. Transvestiten im Glockenrock,
ohne jeglichen Glamour, einfach nur bekloppt. Billigste Perücken und oberpeinlich.
Kein Vergleich zur Bugis Street in Singapur.

Das fiel mir gerade wieder ein, als ich las, dass der Täter evtl. in Frauenkleidung
erwischt wurde.


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04.06.2014 um 23:13
@spookytooth
Ich musste gerade lachen , über Transvestiten im Glockenrock in LG.

Nein, der Täter wurde nicht in Frauenkleidung erwischt. Ich habe das nur als Beispiel für eine Trennung (wegen sexueller Differenzen ) von Paaren gebracht. Und als Beispiel dafür, dass manche Frau nach langer Ehe sich bezüglich der Sexualität ihres Mannes getäuscht hat, wenn sie den Göttergatten plötzlich in Damenwäsche vor ihrem Spiegel stehen sieht.

Als harmloses Beispiel dafür, dass man sich als Partnerin und Frau sehr täuschen kann. Und dies leider auch bei einem Frauenmörder der Fall sein kann.
Der zu Hause ganz bürgerlich daherkommt. Kinder, Beruf, Gesangs- und Sportverein.

Dass es auch jemand sein kann, der die Morde begangen hat, von dem es keiner erwartet hätte.


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04.06.2014 um 23:32
@Strandschwalbe

Gut, dass Du mal lachen konntest, muß ja auch mal sein.
Deinen Ansatz in diese Richtung finde ich ganz interessant.

Der Täter wurde natürlich noch nicht erwischt - bis dato - weder in Frauen-,
Förster-, Jäger-, Polizei-, Militär-, Gärtner-, Waldarbeiter-, Krankenpfleger-,
Arzt-, Bademeister-, Hausmeister-, Zivil - K l e i d u n g.


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05.06.2014 um 00:07
@LuckyLuciano
Du schriebst am 2.4.2014:
quote
Interessant ist, dass dort von einer Person mit einer roten Mütze
gesprochen wurde, die man mit 300 Polizisten im Wald suchte.
Der Mann war von Zeugen im Wald und vom Feuerwachturm in
der Göhrde gesehen worden und hatte sich auffällig verhalten.
unquote

Das war wohl schon eine sehr intensive Suche mit 300 Polizisten!!!

Beantworte mir doch bitte mal meine Frage bezüglich der
Überprüfung von Rotkäppchen.


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