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Sind wir mit allem verbunden?

162 Beiträge, Schlüsselwörter: Universum, Gedanken, Verknüpfungen

Sind wir mit allem verbunden?

15.03.2020 um 11:45
0 schrieb:Wie hast du festgestellt, dass du im traumlosen Schlaf anwesend bist?
Ich gehe davon aus - so, wie davon auszugehen ist, dass es auch morgen wieder einen Sonnenaufgang geben wird. Ist der Karton mit Osterdeko noch im Keller, auch wenn man nicht hinuntergeht, um nachzuschauen?
Meinst du, das Ich verließe den Körper im Schlaf? Aus welchem Grund?
0 schrieb:Als erstes sollten wir klären wann der Körper, welcher hier nun mit dem Menschen gleichzusetzen ist, seinen Anfang hat.
Aus Ethischem Blickwinkel, aus biologischem? Ich kann das nicht beantworten.
Das ist ja auch der Dreh- und Angelpunkt bei der Debatte um Schwangerschaftsabbrüche: Ist ein Zellhaufen mit Potentzial zur Menschwerdung kurz nach der Befruchtung Leben?

Wann beginnt das Leben?


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15.03.2020 um 15:24
FlamingO schrieb:Ist der Karton mit Osterdeko noch im Keller, auch wenn man nicht hinuntergeht, um nachzuschauen?
Solange ich nicht hinunter gehe, um die Osterdeko als solche zu erkennen, ist auch keine Osterdeko vorhanden.

Wie soll ein umstürzender Baum ein Geräusch erzeugen, wenn es erst im Bewusstsein zu dem wird was wir Geräusch nennen?

Wie soll ich oder gar mein Körper, im Schlaf vorhanden sein, wenn sie erst im Bewusstsein geformt werden?
FlamingO schrieb:Meinst du, das Ich verließe den Körper im Schlaf? Aus welchem Grund?
Nein, das Ich kann den Körper nicht verlassen, da weder das Ich noch der Körper Eigenständigkeiten sind, welche aus etwas aussteigen könnten. Beide sind bewusstseins- und beobachtergebunden. Im Schlaf ist schlicht keine Beobachtung vorhanden und demnach nichts was beobachtet werden könnte.
Die Trennung zwischen Beobachter und Bewusstsein wird nicht mehr aufrechterhalten.
Das was da traumlos Schläft ist das unausschöpfbare Potential unendlicher Möglichkeiten. Stabil, formlos, zeitlos, ohne Beschränkung, frei von Täuschung, wahr,
bereit sich in jeder Wirklichkeit zu erleben, das Geräusch, der Baum, die Osterdeko, der Körper, das Ich, bevor sie im Bewusstsein geformt werden.
FlamingO schrieb:Ist ein Zellhaufen mit Potentzial zur Menschwerdung kurz nach der Befruchtung Leben?
Nahrung ist Leben, Baby ist Leben. Wie kann das dazwischen aufhören zu leben?


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15.03.2020 um 17:19
0 schrieb:Wie soll ein umstürzender Baum ein Geräusch erzeugen, wenn es erst im Bewusstsein zu dem wird was wir Geräusch nennen?
Erzeugt der umstürzende Baum denn kein Geräusch, wenn ein Tauber daneben steht, es aber nicht hört?
0 schrieb:Solange ich nicht hinunter gehe, um die Osterdeko als solche zu erkennen, ist auch keine Osterdeko vorhanden.
Du gehst also davon aus, dass die letztes Jahr im Keller deponierte Osterdeko nicht vorhanden ist, solange du nicht hinuntergehst? Wo ist die Deko hin? Weshalb taucht sie erst wieder auf, wenn du sie erblickst? Und wenn du sie erblickst, könnte das ja auch eine Einbildung sein.
Woher willst du dann wissen, ob etwas da ist?

Es läuft auf die Fragestellung hinaus, ob die Welt außerhalb des eigenen Bewusstseins real/existent ist - führt also zur Auffassung des Solipsismus, in dem nur das eigene Bewusstsein existiert, nichts aber außerhalb dessen.

Zu der Position, dass nur das eigene Ich existiert, fällt mir immer der Scherz von Rupert Riedl ein: "Ich bin persönlich überzeugt, dass ich einen ganzen Solipsistenkongress mit einem entkommenen wilden Nashorn in die Flucht treiben könnte." :D


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15.03.2020 um 18:44
FlamingO schrieb:Erzeugt der umstürzende Baum denn kein Geräusch, wenn ein Tauber daneben steht, es aber nicht hört?
Die Frage gefällt mir, danke :D
Nein, er erzeugt kein Geräusch. Ganz genau genommen erzeugt der Baum nie ein Geräusch. Es ist das Bewusstsein, das hier ein Geräusch erzeugt.
FlamingO schrieb:Du gehst also davon aus, dass die letztes Jahr im Keller deponierte Osterdeko nicht vorhanden ist, solange du nicht hinuntergehst?
Wie war das nochmal mit Binsenweisheit? :D

Wie sieht ein Baum wirklich aus? Nicht mit subjektiven Augen eines subjektiven Wesens gesehen. Das wahre Wesen des Baums, wie sieht es aus und durch was unterscheidet es sich von dem Vogel, welcher in seinen Ästen sitzt?

Verstehst du was ich damit meine, wenn ich sage, es gibt nichts außerhalb des Bewusstseins?
Natürlich gibt es etwas außerhalb des Bewusstseins. Der Hintergrund welcher soetwas wie ein Bewusstsein und einen Beobachter erst hervorbringt.
Über diesen Hintergrund kann man keine wahre Aussagen machen, da dieser Hintergrund nicht mit seinem wahren Wesen zeigen kann. Warum? Weil wir selbst aus diesem Hintergrund hervorgehen, nichts wahres sind, somit hat alles was aus uns hervorgeht ebenso unwahre Qualität.

Gedankenkrücke (Eine spontan erdachte Vorstellung mit unwahrer Qualität) :
Damit aus einem plasmaartigen Energiehaufen ein Baum werden kann, braucht es einen weiteren plasmaartigen Energiehaufen welcher den ersten Haufen als Baum erkennt. Wenn da niemand ist, der sowas wie einen Baum im Bewusstsein entstehen lassen könnte, ist da auch kein Baum.
FlamingO schrieb:Wo ist die Deko hin?
Sie ist nirgends hin. Das würde nämlich bedeuten, dass sie wirklich ist. Sie ist eine Illusion, jedoch nicht im Sinne von Täuschung, welche jedes mal erscheint wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf sie richten.
FlamingO schrieb:Weshalb taucht sie erst wieder auf, wenn du sie erblickst? Und wenn du sie erblickst, könnte das ja auch eine Einbildung sein.
Woher willst du dann wissen, ob etwas da ist?
Sie ist vorher auch vorhanden, aber nicht in Form einer Schachtel mit Osterdeko, sondern als Hintergrund, mit dem unerschöpflichen Potential alle möglichen Möglichkeiten hervorzubringen :D

Natürlich kann sie auch eine Einbildung sein. Diese Einbildung ist aber nicht weniger oder mehr real wie die uneingebildete Osterdeko, beide entstehen und enden im Bewusstsein.
FlamingO schrieb:Es läuft auf die Fragestellung hinaus, ob die Welt außerhalb des eigenen Bewusstseins real/existent ist - führt also zur Auffassung des Solipsismus, in dem nur das eigene Bewusstsein existiert, nichts aber außerhalb dessen.
Für mich gilt, es gibt keine verschiedenen Bewusstseine. Bewusstsein gibt es nur am Stück. Es ist alles dessen ich mir bewusst sein kann.
Es existiert auch sehr wohl etwas außerhalb dessen, aber eben als wahres unverfälschtes Etwas. Für uns innerhalb des Bewusstseins nicht fassbar. Wenn du traumlos schläfst dann wirst du genau (nicht) sehen können, wie dieses Etwas außerhalb des Bewusstsein aussieht.
FlamingO schrieb:Zu der Position, dass nur das eigene Ich existiert, fällt mir immer der Scherz von Rupert Riedl ein: "Ich bin persönlich überzeugt, dass ich einen ganzen Solipsistenkongress mit einem entkommenen wilden Nashorn in die Flucht treiben könnte." :D
Ich sage ausdrücklich, dass mein Ich eine zeitlich begrenzte Erscheinung im Bewusstsein ist. Das Bewusstsein selbst ist zeitlich begrenzt. Nichts wahres.
Ich stelle mich nicht über andere. Es wäre mir nicht mal möglich, weil ich kein dies oder das bin. Ich bin niemand der sich über andere stellen könnte. Alles was ich kann ist mich mit einem "über anderen stehenden Ich" zu identifizieren, jedoch wird es wieder verschwinden sobald ich schlafen gehe.


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15.03.2020 um 20:33
Was ist denn mit dem Schlaf der Jogis, die sich im Traum bewusst sind, das Sie träumen? Also überhaupt keinen traumlosen Schlaf willensmäßig wollen und dies auch können. Und was ist mit dem Unterbewusstsein? Es hat auch alles mit dem Willen zu tun. Der Körper schläft, das Bewusstsein bleibt wach. Also steht das willensmäßige Ich vor dem Bewusstsein.


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16.03.2020 um 08:28
Dakarnoir schrieb:Was ist denn mit dem Schlaf der Jogis, die sich im Traum bewusst sind, das Sie träumen? Also überhaupt keinen traumlosen Schlaf willensmäßig wollen und dies auch können.
Interessanter Punkt.
Bist du solch ein Jogi, welcher bewusst die Tiefschlafphase meidet? Kannst du dich oder dieser Jogi an jeden Moment, seit dem Erscheinen des Beobachters erinnern, um ausschließen zu können, dass da niemals eine Lücke im Bewusstsein war?
Dakarnoir schrieb:Und was ist mit dem Unterbewusstsein?
Als Unterbewusstsein verstehe ich alles, worauf ich meine Aufmerksamkeit momentan nicht richte (Atmen, Sitzen, Blinzeln), oder nicht richten kann, wenn mir etwas auf der Zunge liegt. Damit es mir wieder einfallen kann, muss es sich im Bewusstsein befinden.
Dakarnoir schrieb:Also steht das willensmäßige Ich vor dem Bewusstsein.
Wille hat etwas mit Verlangen zu tun. Beides kann es nur im Bewusstsein geben.


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16.03.2020 um 12:34
0 schrieb:Wie sieht ein Baum wirklich aus? Nicht mit subjektiven Augen eines subjektiven Wesens gesehen. Das wahre Wesen des Baums
Da ist er wieder, Kollege Kant mit dem Ding an sich im Gepäck.
Diskussion: Gibt es hinter der sinnlich wahrnehmbaren Welt rationale Strukturen? (Beitrag von FlamingO)
Bei der Gelegenheit kann ich hier nun noch ein 's' vor "chematisierten" nachreichen. Trifft sich gut. :)
0 schrieb:Verstehst du was ich damit meine, wenn ich sage, es gibt nichts außerhalb des Bewusstseins?
Nein. Und ich bin bedingt unoptimistisch, dass ich es verstehen werde.
0 schrieb:Damit aus einem plasmaartigen Energiehaufen ein Baum werden kann, braucht es einen weiteren plasmaartigen Energiehaufen welcher den ersten Haufen als Baum erkennt. Wenn da niemand ist, der sowas wie einen Baum im Bewusstsein entstehen lassen könnte, ist da auch kein Baum.
Folglich gab es, bevor der Mensch da war (sagen wir mal, in der Kreidezeit) auf der Erde keine Bäume? Aha. :note:
Weshalb nur fand man aber fossile Funde von ihnen?


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16.03.2020 um 13:16
FlamingO schrieb:Folglich gab es, bevor der Mensch da war (sagen wir mal, in der Kreidezeit) auf der Erde keine Bäume? Aha. :note:
Weshalb nur fand man aber fossile Funde von ihnen?
Wieso verwundert dich das?
Bevor es den Mensch gab, gab es keine Bäume die so, wie wir sie wahrnehmen, wahrgenommen wurden.

Ohne menschlicher Wahrnehmung kann es keine Bäume, wie wir Menschen sie kennen, geben.


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16.03.2020 um 13:18
0 schrieb:Ohne menschlicher Wahrnehmung kann es keine Bäume, wie wir Menschen sie kennen, geben.
Dann sitzen Vögel also auf rein imaginären Ästen, wenn kein Mensch in der Nähe ist, der das wahrnimmt? :D


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16.03.2020 um 13:28
FlamingO schrieb:Dann sitzen Vögel also auf rein imaginären Ästen, wenn kein Mensch in der Nähe ist, der das wahrnimmt?
Bist du der Meinung, dass Vögel nichts wahrnehmen können? :)

Nur weil etwas nicht durch die menschliche Wahrnehmung erfasst wird und kein (menschlich) verfälschter Baum im Bewusstsein erscheint, heißt dass nicht, dass gar kein Baum im Bewusstsein erscheint. Dein Baum ist eben nicht derselbe Baum, wie der Baum des Vogels.


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16.03.2020 um 16:51
0 schrieb:Bist du der Meinung, dass Vögel nichts wahrnehmen können? :)
Aber mitnichten. Im Gegenteil: Sie nehmen sogar einiges wahr, was jenseits der Wahrnehmungsschwelle des Menschen liegt (Orientierung am Magnetfeld der Erde z.B.)
0 schrieb:Dein Baum ist eben nicht derselbe Baum, wie der Baum des Vogels.
0 schrieb:Verstehst du was ich damit meine, wenn ich sage, es gibt nichts außerhalb des Bewusstseins?
Die Welt kann nur durch unser Bewusstsein resp. unsere Sinne wahrgenommen werden, quasi aus zweiter Hand.

Jemandem, dem Augen, Ohren, Nase und Mund verbunden werden und der am Tasten gehindert wird, ist der sinnliche Zugang zur Welt abgeschnitten. Er registriert nichts von dem, was außerhalb des eigenen Körpers ist.
Ein Zustand sensorischer Deprivation führt dann auch bereits innerhalb kurzer Zeit zu Halluzinationen (unser Gehirn bedarf nun mal Außenreizen) und wird auch als probates Mittel weißer Folter eingesetzt.
Aus Experimenten, in denen man einen Menschen in eine Camera silens verbringt,
weiß man mit Gewissheit, dass solche Bedingungen in kürzester Zeit Menschen physisch und psychisch zerrütten können. Physisch tritt eine allmähliche Zerstörung der sogenannten vegetativen Funktionen ein, was sich unter anderem in krankhaften Veränderungen bezüglich des Schlaf-, Nahrungsaufnahme- und Urinierbedürfnisses wie auch in Kopfschmerzen oder Gewichtsverlust auswirkt. Psychisch kommt es zu emotionaler Instabilität, in kurzer Zeit unter anderem auch zu zeitlicher und räumlicher Desorientierung, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedankenflucht und schlechtem Erinnerungsvermögen sowie Sprach- und Verständnisdefiziten.
Gegen die Annahme, alles existiere ausschließlich in unserem Bewusstsein, ein Beispiel:
Die kleine Angela M. streift durch die Uckermark und bleibt vor einem Baum stehen, von dem sie sich einen schönen Apfel plückt ...
Gäbe es den Baum ausschließlich in ihrem Bewusstsein, würde er, wenn Angela sich das vorstellt, auch mit watteartigem Stamm, buntgestreiften Blättern und eiscremeabsondernd dastehen. Der Baum nimmt diese Zustände aber nicht an, sondern verbleibt ein Etwas mit hartem Stamm, grünen Blättern und Äpfeln als Früchten. Er verbleibt als gewohnter Baum, weil er außerhalb Angelas Bewusstsein für sich so vorhanden ist.

Und falls der Baum nicht gefällt werden wird, wird er dort auch noch stehen, wenn Angela später nach Berlin gezogen sein wird. :buka:


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16.03.2020 um 18:49
FlamingO schrieb:Gäbe es den Baum ausschließlich in ihrem Bewusstsein, würde er, wenn Angela sich das vorstellt, auch mit watteartigem Stamm, buntgestreiften Blättern und eiscremeabsondernd dastehen. Der Baum nimmt diese Zustände aber nicht an, sondern verbleibt ein Etwas mit hartem Stamm, grünen Blättern und Äpfeln als Früchten. Er verbleibt als gewohnter Baum, weil er außerhalb Angelas Bewusstsein für sich so vorhanden ist.
Du gehst davon aus, dass wenn sich der Baum für Angela ändert, dass er sich für den Rest der Welt auch ändert. Dem ist nicht so. Demnach müsste jeder Taxifahrer einen Tunnelblick haben, wenn er seine betrunkenen Kurzzeitgäste nachhause transportiert.

Außerdem kann Angela, bei einem vorgestellten Baum, nur die Vorstellung ändern. Da war nie ein Baum vorhanden, außer als eine Erinnerung die verändert und somit zu der Vorstellung eines sehr speziellen Baumes wurde. :D

Ein Baum ist das Ergebnis aufmerksamer Anschauung in einem gewissen Rahmen, je nachdem was der jeweilige Körper hergibt.
"Das Ding an sich" wird sich aber durch aufmerksame Anschauung auch nicht ändern. Was sich ändert ist, die im Bewusstsein entstandene Erscheinung dieses Dinges.

Edit:
FlamingO schrieb:Der Baum nimmt diese Zustände aber nicht an, sondern verbleibt ein Etwas mit hartem Stamm, grünen Blättern und Äpfeln als Früchten. Er verbleibt als gewohnter Baum, weil er außerhalb Angelas Bewusstsein für sich so vorhanden ist.


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17.03.2020 um 10:53
0 schrieb:"Das Ding an sich" wird sich aber durch aufmerksame Anschauung auch nicht ändern. Was sich ändert ist, die im Bewusstsein entstandene Erscheinung dieses Dinges.
Ein gemeinsamer Nenner ist gefunden. :)


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17.03.2020 um 14:20
Hatte der Vormensch und der Frühmensch noch ein kollektives Bewusstsein? Entwickelte sich erst durch eine komplexe Sprache und durch die Schrifft das individuelle Bewusstsein?


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18.03.2020 um 13:58
@FlamingO

Wenn klar ist, dass der Baum, verstanden als zeitlich begrenzte Erscheinung im Bewusstsein, sich durch die Intensität und Qualität meiner aufmerksamen Anschauung ändert, sollte ebenso klar sein, dass das was ich da beobachte und Baum nenne, keine Wahrheit ist, da diese Erscheinung das Kriterium von Wahrheit nicht erfüllt. Denn damit etwas wahr sein kann, muss es nicht nur manchmal, sondern immer wahr sein.

Es ist mir als Mensch gar nicht möglich Wahres zu beobachten, da der Mensch selbst nichts Wahres ist. Er ist ebenso eine zeitlich begtenzte Erscheinung im Bewusstsein. Das Ergebnis aufmerksamer Anschauung in bestimmter Intensität und Qualität.

Niemand muss oder soll mir glauben. Jeder kann das nachprüfen, indem er aufmerksam beobachtet, was im traumlosen Tiefschlaf passiert.
Wenn ich mich im traumlosen Schlaf befinde, so ist nichts mehr für mich vorhanden, weil ich nicht mehr vorhanden bin. Ich kann weder bestätigen: Ja da ist etwas. Noch kann ich sagen: Nein da ist nichts.


Um das Threadthema nochmal aufzugreifen:

In diesem ständigen Wechsel von Sein und nicht Sein, muss es einen unveränderlichen Hintergrund geben, der diese Wechsel ermöglicht. Ein Hintergrund, aus dem spontan ein Beobachter und Bewusstsein mit allen Inhalten hervortritt und wieder verschwindet.

Dieser unveränderliche Hintergrund lässt sich nicht beobachten, da keine Trennung zwischen Beobachter und Beobachtetem vorhanden ist, welche für eine Beobachtung unbedingt notwendig ist.


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18.03.2020 um 19:06
@0

Dieser unveränderliche Hintergrund ist doch das Selbstbewußtsein. natürlich kannst Du Dein Selbst beobachten, es bleibt aber unveränderlich. Dieses Selbstbewußtsein ist unauslöschlich ewig. Ich bin der Ich bin, keine Wahrnehmungen oder Bewußtseinsinhalte können dieses Selbstbewußtsein verändern. Spirituell persönliche ewiges Selbst (Seele).

Dieses Selbst benötigt deshalb auch keine Trennung zwischen Beobachter und Beobachtetem, da es sich eben selber beobachten kann, weil es weiß das es nicht verschwinden oder verändern wird. Es ist für sich reines persönliches ewiges unveränderliches Bewußtsein.

Und das ist das Bewußtsein als solches sowieso, es ist eine Instanz. die eben keine zeitlich begrenzten Erscheinungen noch traumlosen Tiefschlaf kennt, es hat die Möglichkeit sämtliches Unbewußte durch Bewußtseinsausdehnung zu erfahren, wenn das Selbstbewußtsein auch den Willen dazu hat und sich nicht durch Identifikationen und Bewertungen hindert. Interessant ist dies bezüglich wo sich das Bewußtsein während der Tiefschlafphase des Körpers befindet und was es erfährt. Deshalb ist luzides Träumen eine Möglichkeit das herauszufinden um auch sein Unterbewußtsein bewußt zu erforschen.

Eine Übung bei der Pforte der Erkenntnis (Hemi-Sync)ist es z.B die Übung der Schlaferkundung (Welle 1), die auf dem Konzept basiert, das Schlaf eine natürliche Pforte in andere Bewußtseinszustände ist. Das unser nichtphysisches Bewußtsein diese Pforte jede Nacht durchschreitet, ob wir uns daran erinnern oder nicht.

Joga Nidra ist auch diesbezüglich sehr zu empfehlen.


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22.03.2020 um 16:20
Dakarnoir schrieb am 18.03.2020:natürlich kannst Du Dein Selbst beobachten, es bleibt aber unveränderlich.
Du kannst dein Selbst beobachten, aber es ist nicht der Beobachter. Es befindet sich im Bewusstsein und hat sich über die gesamte Beobachtung hinweg, von der Kindheit bis jetzt, nie verändert, außer wenn du dich im traumlosen Tiefschlaf befindest, denn da gibt es kein beobachtbares Bewusstsein mehr, somit auch kein beobachtbares Selbst mehr.

Selbst wenn man den traumlosen Schlaf meidet, ändert es nichts daran, dass das Bewusstsein verschwinden kann(!). Spätestens beim Tod des Körpers, wird es das Bewusstsein so nicht mehr geben.
Dakarnoir schrieb am 18.03.2020:Dieses Selbst benötigt deshalb auch keine Trennung zwischen Beobachter und Beobachtetem, da es sich eben selber beobachten kann, weil es weiß das es nicht verschwinden oder verändern wird. Es ist für sich reines persönliches ewiges unveränderliches Bewußtsein.
Wie sieht das aus wenn du dich selber beobachtest? Ich habe so eine Erfahrung noch nie gemacht. Vielleicht weiß ich wovon du schreibst, wenn du mir von deiner Erfahrung erzählst.

Der Beobachter kann sich nicht selbst beobachten, da er nur sehen kann was sein Auge erblickt, aber nicht das was durch seine Augen blickt. Unabhängig davon was das ist, was der Beobachter beobachtet, es ist nie die Gesamtheit, da der Beobachter selbst nicht in der Beobachtung enthalten ist.


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22.03.2020 um 20:35
@0

Ohne Selbst(Bewußtsein) gäbe es kein Bewußtsein, es erschafft durch Selbstwillen Bewußtsein, es befindet sich nicht im Bewußtsein sondern es ist es selber.

Es gibt Klarträume, wo man sich nicht bewußt ist, daß man träumt. Wer sagt mir jetzt, daß ich nicht gerade träume?

Bewußtsein kennt keinen Schlaf, der Körper schon, nur bin ich mehr als mein physischer Körper, dessen sollte man sich schon bewußt sein. Unser Bewußtsein ist nicht lokal an einem Ort gebunden.

Wer sagt Dir denn oneisenough, daß Du im traumlosen Tiefschlaf kein beobachtbares Bewußtsein mehr hast?

Warum wissen wir im Traum nicht, daß wir träumen?

Ich betrachte den physischen Körper als rein geistige immaterielle Erschaffung des Bewußtseins, an dem Bewußtsein selber ändert sich nichts.

Aber viele verstehen das rein Geistige nicht, da es frei und ohne jegliche Derterminismen auskommt, wie in einem Klartraum, es gehen keine Informationen verloren, es ist so real, wenn nicht noch realer wie das Leben selbst, nur fehlt es an Wahrhaftigkeit, die Personen denen man im Klartraum begegnet sind und man weiß es nicht beseelt, alles ist dem eigenen Willen und Wünschen untergeordnet, man kann tun und lassen was man will lebt in seinen eigenen Universum, man sollte dort eher sein Unbewußtes erforschen und dann sein Bewußtsein ausdehnen.

Denn eines kann ich Dir versichern, daß Dein beobachtbares Selbst niemals verschwindet und es auch deswegen nicht erschaffen worden sein kann, sondern schon ewig ist.

Warum sollte sich auch der Beobachter selbst beobachten, wenn er weiß, daß er in der willentlichen Lage ist durch Bewußtseinsausdehnung alles Unbewußte in Erfahrung bringen zu können?

Was sein Auge erblickt, aber nicht was durch seine Augen blickt? Natürlich kann er das, denn Du besitzt Dein unveränderlichers Selbst und Ich besitze mein uunveränderliches Selbst, sonst könnten wir uns nicht wahrhaftig wiedererkennen, egal in welcher Erscheinungsform wir uns begegnen. Als Beispiel einen wiedergeborenen Menschen, der ein völlig anderer ist den Du durch Dein Auge erblickst, aber Du siehst durch die Liebe dieses Menschen und Deine Liebe zu diesem Menschen ob er es wahrhaftig ist oder nur eine künstliche animierte Person mit gleichem Aussehen Verhalten etc.


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23.03.2020 um 13:40
Dakarnoir schrieb:Ich betrachte den physischen Körper als rein geistige immaterielle Erschaffung des Bewußtseins
Der Geist hat die Physis geschaffen? Wohl eher umgekehrt. Erst wenn der Erste reich wird durch das Preisgeld, welches die Stadt Bielefeld für den Beweis ihrer Nichtexistenz auslobt, bin ich von der Umkehr des Ursache-Wirkungsverhältnisses überzeugt.

Oder hältst du auch rein geistige Operationen an Kranken für praktikabel?

Rein Geistiges wie Ideen, Abstrakta oder Zahlen bestehen ohne körperliche Präsenz als gedankliche Produkte von materiebehafteten Lebewesen. Und diese sind endlich. Entstehen und Vergehen, nichts Ewiges.
Vor dem Eintreten des Organischen (an das der Geist gekoppelt ist) in die Existenz gab es eine Zeit, wo es nicht existiert hat, und nach seinem Ableben wird es eine Zeit geben, wo es nicht existieren wird. Bewusstsein ist temporär. Es wurzelt in organischem Boden, stirbt mein Hirn, stirbt mein Bewusstsein.
Dakarnoir schrieb:oder nur eine künstliche animierte Person
Wer sollte der Animateur sein? Der mit der personalpronominalen Majuskel?


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23.03.2020 um 14:58
Vielen Dank für deinen schönen Beitrag :)
Dakarnoir schrieb:Es gibt Klarträume, wo man sich nicht bewußt ist, daß man träumt. Wer sagt mir jetzt, daß ich nicht gerade träume?
Dakarnoir schrieb:Warum wissen wir im Traum nicht, daß wir träumen?
Nur wenn ich mich für einen Träumenden halte, weiß ich, dass ich träume. Ich befinde mich aber vor dem Träumenden, weil ich das Auftauchen, wie das Verschwinden des Träumenden bemerken kann.
Dakarnoir schrieb:Bewußtsein kennt keinen Schlaf, der Körper schon, nur bin ich mehr als mein physischer Körper, dessen sollte man sich schon bewußt sein. Unser Bewußtsein ist nicht lokal an einem Ort gebunden.
Natürlich bin ich nicht mein Körper. Was könnte der Körper anderes sein, als der kommunikative Ausdruck des Bewusstseins?

Ich bin auch nicht Bewusstsein. Wäre ich Bewusstsein, so hätte ich die Geburt meines Körpers beobachtet. Ich hätte gesehn, wie die Fruchtblase meiner Mutter von innen aussieht und ich hätte bemerkt, wie ich meinen Eltern als Nahrung diene.

Mich gibt es immer, aber nicht in Form von Bewusstsein, da Bewusstsein einen Beobachter benötigt, damit es als solches wahrgenommen werden kann.
FlamingO schrieb:Der Geist hat die Physis geschaffen? Wohl eher umgekehrt.
FlamingO schrieb:Rein Geistiges wie Ideen, Abstrakta oder Zahlen bestehen ohne körperliche Präsenz als gedankliche Produkte von materiebehafteten Lebewesen.
Physis, Geist, Ideen, Abstrakta und Zahlen befinden sich ausschließlich im Bewusstsein und werden erst mit dem Akt des Beobachtens zu dem was wir eine Idee oder einen Geist nennen. Eine Idee benötigt eine körperlichen Präsenz, um sich der Idee bewusst zu werden.
FlamingO schrieb:Bewusstsein ist temporär. Es wurzelt in organischem Boden, stirbt mein Hirn, stirbt mein Bewusstsein.
Um zu erkennen, dass Bewusstsein geboren wird und stirbt, muss Bewusstsein vorhanden sein. Ich kann mir nichts bewusst sein, aber ich kann mir dem Tod des Bewusstseins nicht bewusst sein. Der Tod des Bewusstseins kann somit nur eine Vorstellung im Bewusstsein sein.


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