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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

1.585 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Ethik, Vegan ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

um 15:45
Nur ganz kurz, ich will die anscheinend so dringend benötigte Echokammer gar nicht so lange stören:
Das "System Versuchstiere", an dem ihr ja partizipiert
@AnimaLiberate
@Lotte49
gehört doch auch dazu, oder?
Aber partizipieren wollt ihr davon auch in Zukunft, gelle?
Graduelle Unterschiede halt. :shrug:

SpoilerUnbedingt erwähnt werden muss natürlich, dass die Veganer die Vorteile nur widerwillig in Kauf nehmen, moralisch/ethisch weit über den Gemischtköstlern stehen und überhaupt ....

Und jetzt flüssig weiter im Text.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

um 15:49
Zitat von emanonemanon schrieb:Nur ganz kurz, ich will die anscheinend so dringend benötigte Echokammer gar nicht so lange stören:
Das "System Versuchstiere", an dem ihr ja partizipiert
@AnimaLiberate
@Lotte49
gehört doch auch dazu, oder?
Aber partizipieren wollt ihr davon auch in Zukunft, gelle?
Graduelle Unterschiede halt. :shrug:
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/wissen/argumente/pro-contra

Überhaupt ist so ziemlich alles sehr lesenswert und informativ, was von den Ärzten gegen Tierversuche dort vorgebracht wird.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

um 16:30
Zitat von soomasooma schrieb:Er ernährt sich so oder so allerhöchstens vegetarisch. Oder flexitarisch. Oder er möchte gern Veganer werden und ist auf dem Weg dazu. Aber Honig essen ist definitiv keine vegane Ernährung.
Ja, mag durchaus sein. Warum erklärst du mir das jetzt so ausführlich?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ich versuche mal, es am Beispiel Hühner zu veranschaulichen: Ursprünglich legten Hühner 20-30 Eier im Jahr. Heute 280 bis 300 bei reinen Legerassen
@Lotte49 du vergleichst hier ein Wildhuhn in der Natur mit nem Legehybriden industrialisierter Haltung. Das ist einfach unredlich. Genauso ist es schlicht falsch diese hohe Legeleistung als reinen Zuchterfolg hinzustellen. Die gleichen Hühner würden in anderer Haltung viel weniger legen.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Also allein die hohe Legeleistung (unabhängig von der Haltung) bringt für die Tiere gesundheitliche Probleme mit sich - das ist für mich die perfekte Definition von kaputtgezüchtet.
Und ich stimme beim Legehybrid und „Broiler“ durchaus zu. Meine Hühner legen so um die 100 Eier im Jahr und haben keine der von dir geschilderten gesundheitlichen Probleme. Das ist immer noch deutlich mehr als das Urhuhn.
Grundsätzlich finde ich schon die Maximierung von entweder Fleisch oder Ei ziemlich krank. Nochmal, immer wieder: Ich bin ein Gegner der industriellen Tierhaltung. Es macht keinen Sinn, wenn du mir konstant Beispiele aus diesem Bereich bringst.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Also so ziemlich alle "gängigen "Nutz"tierrassen
Was sind denn nun „gängige“ Nutztierrassen? Diejenigen die in der industriellen Tierhaltung gezüchtet werden? Das Thema kannste abhaken, da sind wir einer Meinung. Wir sollten nun auch nicht von einem Schaf zum nächsten Huhn springen, es wäre doch sinnvoller an einem Beispiel klar zu machen, warum das nun immer und ausnahmslos Ausbeutung ist.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Die "Nutz"tiere passen sich aber doch nicht selbst an, sondern werden durch massive Eingriffe des Menschen an dessen Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst.
Bleiben wir beim Wollschaf, okay? Das die Tiere keinen Fellwechsel mehr haben - was hier im Thread bereits als Qualzucht gilt - ist ungefähr 4000 Jahre her.
Gleichzeitig (und deshalb) entwickelte sich der Pastoralismus, eine Form der Landnutzung die die Menschheitsgeschichte massiv veränderte.
Das Schaf hat unsere sozialen und gesellschaftlichen Strukturen geprägt, wir seinen Fellwechsel. Tatsächlich geht das bis in die humane Genetik, die Ausbildung der Laktosetoleranz ist durch Schafe und Ziegen losgetreten worden.
Wir haben uns gegenseitig massiv beeinflusst und nicht der Mensch hat das Schaf einfach gezähmt und nach seinem Willen gestaltet.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ich betrachte das Verhältnis Mensch zu "Nutz"tier längst als komplett gekippt
In jeder Haltungsform? Ist mein Kräher im Garten von mir ausgebeutet und ich ein Parasit?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Wo denn bitte?
Natürlich schützt man seine Tier vor Räubern, Krankheiten, Unfällen. Bitte nicht wieder mit industrieller Landwirtschaft kontern.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ich begreife den Prozess der Domestizierung als Prozess, der mit erheblichen Nachteilen für die Tiere verbunden ist
Du kannst meinen was du willst, dein gutes Recht.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

um 16:32
Zitat von AnimaLiberateAnimaLiberate schrieb:Und dann gibt es tatsächlich Leute wie paxito, die dieses System verteidigen
Ich verteidige das dort geschilderte System nicht die Bohne.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

um 16:35
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ja, mag durchaus sein. Warum erklärst du mir das jetzt so ausführlich?
Weil es auf mich den Eindruck macht, als hättest Du Dich mit dem Thema grundlegend gar nicht beschäftigt und Du und auch Dein Bekannter deshalb die Begrifflichkeiten durcheinanderbringen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

um 16:38
@sooma
Selbstbezeichnungen und theoretische Definitionen passen oft nicht in eins. Mir persönlich ist das völlig egal ob sich jemand der Honig isst als Veganer bezeichnet - soll er, wenn ihn das freut. Das Honig ein tierisches Produkt ist und damit nicht in die Definition fällt ist mir aber völlig klar.


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