sooma schrieb:Er ernährt sich so oder so allerhöchstens vegetarisch. Oder flexitarisch. Oder er möchte gern Veganer werden und ist auf dem Weg dazu. Aber Honig essen ist definitiv keine vegane Ernährung.
Ja, mag durchaus sein. Warum erklärst du mir das jetzt so ausführlich?
Lotte49 schrieb:Ich versuche mal, es am Beispiel Hühner zu veranschaulichen: Ursprünglich legten Hühner 20-30 Eier im Jahr. Heute 280 bis 300 bei reinen Legerassen
@Lotte49 du vergleichst hier ein Wildhuhn in der Natur mit nem Legehybriden industrialisierter Haltung. Das ist einfach unredlich. Genauso ist es schlicht falsch diese hohe Legeleistung als reinen Zuchterfolg hinzustellen. Die gleichen Hühner würden in anderer Haltung viel weniger legen.
Lotte49 schrieb:Also allein die hohe Legeleistung (unabhängig von der Haltung) bringt für die Tiere gesundheitliche Probleme mit sich - das ist für mich die perfekte Definition von kaputtgezüchtet.
Und ich stimme beim Legehybrid und „Broiler“ durchaus zu. Meine Hühner legen so um die 100 Eier im Jahr und haben keine der von dir geschilderten gesundheitlichen Probleme. Das ist immer noch deutlich mehr als das Urhuhn.
Grundsätzlich finde ich schon die Maximierung von entweder Fleisch oder Ei ziemlich krank. Nochmal, immer wieder: Ich bin ein Gegner der industriellen Tierhaltung. Es macht keinen Sinn, wenn du mir konstant Beispiele aus diesem Bereich bringst.
Lotte49 schrieb:Also so ziemlich alle "gängigen "Nutz"tierrassen
Was sind denn nun „gängige“ Nutztierrassen? Diejenigen die in der industriellen Tierhaltung gezüchtet werden? Das Thema kannste abhaken, da sind wir einer Meinung. Wir sollten nun auch nicht von einem Schaf zum nächsten Huhn springen, es wäre doch sinnvoller an einem Beispiel klar zu machen, warum das nun immer und ausnahmslos Ausbeutung ist.
Lotte49 schrieb:Die "Nutz"tiere passen sich aber doch nicht selbst an, sondern werden durch massive Eingriffe des Menschen an dessen Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst.
Bleiben wir beim Wollschaf, okay? Das die Tiere keinen Fellwechsel mehr haben - was hier im Thread bereits als Qualzucht gilt - ist ungefähr 4000 Jahre her.
Gleichzeitig (und deshalb) entwickelte sich der Pastoralismus, eine Form der Landnutzung die die Menschheitsgeschichte massiv veränderte.
Das Schaf hat unsere sozialen und gesellschaftlichen Strukturen geprägt, wir seinen Fellwechsel. Tatsächlich geht das bis in die humane Genetik, die Ausbildung der Laktosetoleranz ist durch Schafe und Ziegen losgetreten worden.
Wir haben uns gegenseitig massiv beeinflusst und nicht der Mensch hat das Schaf einfach gezähmt und nach seinem Willen gestaltet.
Lotte49 schrieb:Ich betrachte das Verhältnis Mensch zu "Nutz"tier längst als komplett gekippt
In jeder Haltungsform? Ist mein Kräher im Garten von mir ausgebeutet und ich ein Parasit?
Lotte49 schrieb:Wo denn bitte?
Natürlich schützt man seine Tier vor Räubern, Krankheiten, Unfällen. Bitte nicht wieder mit industrieller Landwirtschaft kontern.
Lotte49 schrieb:Ich begreife den Prozess der Domestizierung als Prozess, der mit erheblichen Nachteilen für die Tiere verbunden ist
Du kannst meinen was du willst, dein gutes Recht.