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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

1.635 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Ethik, Vegan ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

09.10.2026 um 19:34
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Und nein, ich fühle mich nicht moralisch überlegen. Mir tun einfach die Tiere leid - nicht mehr und nicht weniger.
Oh nein, das ist doch genau das Problem von @paxito Er fühlt sich doch moralisch unterlegen, weil sie ihm nicht leid tun. Das wird wieder einen Endlosbeitrag mit der üblichen Litanei auslösen. 🙈😅


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

09.10.2026 um 19:41
Das ist natürlich nicht dein Problem, @Lotte49
Sondern seine kognitive Dissonanz, er sieht sich ja sogar als Tierrechtler, weil er die Tiere vor der Ausrottung durch uns bewahrt


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

09.10.2026 um 21:59
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Weil viele Veganer nach meiner Erfahrung die Tiere nicht unter dem Aspekt des "Nutzens" betrachten und eher darauf achten, ob sie gestresst wirken o.Ä. Da scheint mehr Platz für Empathie zu sein, wenn der "Nutzaspekt" wegfällt.
Ach komm, gerade Schäfer ist kein Job wo der Nutzenaspekt im Mittelpunkt steht. Es ist ein Knochenjob, häufig nur knapp über Mindestlohn mit extrem langen Arbeitszeiten. Sowas macht man wirklich nur weil man genau das will. Sprich das sind Menschen die wirklich mit Schafen arbeiten wollen, die dieses Leben führen wollen. Die haben idR ne tiefe Verbundenheit mit ihren Tieren, da kann auch keiner mithalten der an ner Weide vorbei geht und dem auffällt das es einem Tier nicht gut geht. Auf Grund ihres Wissens können sie auch das Wohlergehen ihrer Tiere besser einschätzen als irgendwer sonst.
Klar auch da gibt es schwarze Schafe (sorry @Transistor ), auch da läuft nicht alles glatt und gibt es Verbesserungsmöglichkeiten.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Und der Schäfer sagt dir, dass es kein Problem gibt. Schafe können das ab. Es geht ihnen aber erkennbar nicht gut dabei. Und das wird oft ausgeblendet - warum auch immer, aber in der Regel zum Nachteil der Tiere.
Such doch das Gespräch mit dem Schäfer, statt aus einem Eindruck heraus seine Arbeit zu beurteilen.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Das macht dich echt fertig
Nö.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:sich so herabgesetzt zu fühlen
Ich fühl mich nicht herabgesetzt.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Aber ein Tierhalter hat natürlich Zugang zu seinem Tier, persönlich sogar.
Schön das wir einer Meinung sind.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Der entscheidende Unterschied ist aber, das ich aufgrund eines veränderten Zugangs zu mir selbst vegan geworden bin.
Das freut mich für dich.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Es wäre vieles klarer gewesen, hättest du das direkt erwähnt, dass diese Käufe von tierischen Produkten im Zweifelsfall aus der Not heraus geschehen und nicht aus einer Shiceegal-Haltung heraus.
Oh, nicht nur, auch wenn das sicher am häufigsten der Fall ist. Manche Dinge werden da auch differenziert beurteilt (Honig etwa) und dann gibt es auch schlicht den Fall der Ahnungslosigkeit (ich wüsste auch nicht bei jedem Produkt ob da irgendwas vom Tier drin ist).
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Es mag Ausnahmen geben, aber die Regel ist das gerade in Großbetrieben eben nicht.
Ich hab mich hier im Thread, an anderen Stellen im Forum und im RL immer wieder gegen industrielle Massentierhaltung ausgesprochen. Da müssen wir also nicht drüber streiten. Aber selbst dort hab ich Tierhalter kennengelernt die schlicht unter ökonomischen Druck handeln, nicht weil es Ihnen das Tier egal wäre.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Kritisch sehe ich die Haltung von Tieren, um sie zu nutzen.
Weil? Jede Form von Nutzung immer Ausbeutung bedeutet und das moralisch immer falsch ist?
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Er fühlt sich doch moralisch unterlegen, weil sie ihm nicht leid tun.
Ich fühl mich moralisch nicht unterlegen, aber korrekt - mir tun sie nicht Leid. Mitleid habe ich grundsätzlich nur sehr selten.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

09.10.2026 um 22:05
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Sondern seine kognitive Dissonanz
Hör mal auf mit deiner Projektion und deiner Küchenpsychologie. Ich hab dir immer wieder angeboten in eine vernünftige Diskussion einzusteigen und trotz deiner diversen Beleidigungen bin ich freundlich geblieben.
Aber entweder du kehrst zur ner sachlichen Diskussion zurück oder halt die Klappe. Niemand braucht deine adhominem Beiträge in denen du dich an mir abarbeitest und Pseudopsychologie in Ferndiagnose betreibst. Das sagt am Ende auch viel mehr über deine Innere Verfasstheit, als meine.
Wenn du mich also nochmal in der Form angehst, wende ich mich an die Verwaltung.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 08:40
Zitat von paxitopaxito schrieb:an ner Weide
Bitte, wir schreiben über Deichschafe, diese bewegen sich auf einem klar definierten Gebiet mit vielen Menschen und vor allem Hunden. Umherziehende Schäfer sind doch etwas völlig anderes. Und ja, das Deichschaden auch ziehen ist mir bekannt. Darüber hinaus gibt es kaum noch umherziende Schäfer. Die überwiegende Haltungsform ist die Weidenhaltung. Da käme dann noch hinzu, daß sie dort den Wölfen ausgeliefert werden, die, wenn sie in so eine Weide eindringen, in eine Art Blutrausch verfallen und unzählige Schafe töten

Lass das doch einfach.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Auf Grund ihres Wissens können sie auch das Wohlergehen ihrer Tiere besser einschätzen als irgendwer sonst.
Genau, deswegen wissen sie, wann ein Schaf geschoren werden muss. Und das ihr Schaf leidet, wenn dies nicht geschieht.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich fühl mich nicht herabgesetzt.
Wenn du eine Überlegenheit konstatierst, dann muss es auch einen unterlegenen geben, oder?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Schön das wir einer Meinung sind.
Für die Diskussion ist der Umstand des Zugangs aber irrelevant
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das freut mich für dich.
Und ich habe diesbezüglich wirklich echtes Mitgefühl mit dir
Zitat von paxitopaxito schrieb:ich wüsste auch nicht bei jedem Produkt ob da irgendwas vom Tier drin ist).
Du bist ja auch nicht vegan. Ein veganer sollte sich da schon schlau machen und im Zweifel es dann eben nicht konsumieren
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ausbeutung bedeutet und
Schlachtung

Das wird abgelehnt, nicht aus Moral, sondern aus ethischen Gründen
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich fühl mich moralisch nicht unterlegen
Warum, verzeihe den Ausdruck, heulst und reitest du dann immer wieder darauf herum? Auch Usern gegenüber, die das nie geäußert haben (mir)?


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 08:59
Zitat von paxitopaxito schrieb:mir tun sie nicht Leid.
Dann Frage ich mich, warum du dich dann vorgeblich für eine bessere Tierhaltung einsetzt? Und die weitere Haltung zynisch als Tierschutz bezeichnest, da sie sonst "ausgerottet" würden? Aus politischen Protest? Nur zum Spaß? Deine Absichten hier zu diskutieren bleiben undurchsichtig.
Zitat von paxitopaxito schrieb:sorry
Kannste dir auch sparen, deine "Leberwurst" war bewusst als Angriff gewählt. Dafür wäre eine bitte um Entschuldigung angemessen gewesen. Niemand hat etwas gegen schwarze Schafe, die echten, du verstehst?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Projektion
Ich, als, nach deinen Vorstellungen moralisch überlegen, projeziere also meine eigentliche moralische Unterlegenheit auf dich?
Da wundert es mich nicht, das du von
Zitat von paxitopaxito schrieb:Küchenpsychologie
sprichst. Der Begriff kognitive Dissonanz ist klar definiert und erklärt hervorragend, warum du hier überall moralische Überlegenheit witterst.
Zitat von paxitopaxito schrieb:deiner diversen Beleidigungen
Bitte zitieren. Ich kann mich an keine Beleidigung erinnern. Vielleicht hast du dich beleidigt gefühlt. Das war dann aber nicht meine Absicht.
Zitat von paxitopaxito schrieb:wende ich mich an die Verwaltung.
Tu das.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 12:06
Zitat von paxitopaxito schrieb:Such doch das Gespräch mit dem Schäfer, statt aus einem Eindruck heraus seine Arbeit zu beurteilen.
Das tat und tue ich und bekomme dann zu hören, dass Schafe das abkönnen. Können sie vielleicht (aber auch nicht alle), es geht ihnen aber nicht wirklich gut dabei. Wenn man dann z.B. den Vergleich zu Schafen auf 'nem Lebenshof hat, die immer genug Schatten haben, siehst du da keine Schafe mit Hitzestress und der Unterschied ist klar erkennbar.

Letztendlich sind die Schafe auch für engagierte Schäfer reine "Nutz"tiere und ja "Nutz"tiere werden ausgenutzt, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Das kann man sich schönreden, muss dann aber nicht so pampig reagieren wie du, wenn andere Leute da anders rangehen als du und Kritikpunkte anmerken.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Oh, nicht nur, auch wenn das sicher am häufigsten der Fall ist. Manche Dinge werden da auch differenziert beurteilt (Honig etwa) und dann gibt es auch schlicht den Fall der Ahnungslosigkeit (ich wüsste auch nicht bei jedem Produkt ob da irgendwas vom Tier drin ist).
Das mit dem Honig würde mich tatsächlich interessieren. Weil doch gerade Imkerei der industriellen Massentierhaltung schon recht nahe kommt (nur weil die Bienen ausfliegen dürfen, führen die kein gutes Leben). Die Tiere werden mit billigem Zuckerwasser "über Wasser" gehalten (was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirkt), das Schwarmverhalten wird unterdrückt, die Bestände sind viel zu groß um artgerecht zu sein und ganz davon ab sind sie eine enorme Konkurrenz für wildlebende Arten und tragen (ohne was dafür zu können) vermutlich mehr zum Sterben ganzer Arten bei als jeder Veganer, der die Haltung von "Nutz"tieren kritisch sieht.

Mal eine Auflistung der Problematik:
https://freethebees.ch/6-gruende-warum-die-nutztierhaltung-der-honigbiene-schadet/

Man kann die Punkte diskutieren, aber ich wäre z.B. dir @paxito dankbar, wenn du dabei sachlich vorgehen und auf deinen hier leider oft gezeigten "Alles-Quatsch-Ich-weiß-es-als-einziger-besser-Habitus" verzichten könntest.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Weil? Jede Form von Nutzung immer Ausbeutung bedeutet und das moralisch immer falsch ist?
Leider hat sich herausgestellt, dass die Nutzung immer mit Ausbeutung verbunden ist und immer zu Lasten der Tiere (oder andernorts der Umwelt) geht - und ich für meinen Teil will da gar nichts moralisch bewerten, sondern mich einfach nur nicht achselzuckend daran beteiligen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 18:06
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Das tat und tue ich und bekomme dann zu hören, dass Schafe das abkönnen. Können sie vielleicht (aber auch nicht alle), es geht ihnen aber nicht wirklich gut dabei. Wenn man dann z.B. den Vergleich zu Schafen auf 'nem Lebenshof hat, die immer genug Schatten haben, siehst du da keine Schafe mit Hitzestress und der Unterschied ist klar erkennbar.
Ein Schaf muss auch nicht 24/7 vor jeglichem Stress bewahrt werden. Ich kann da schlecht für den Einzelfall Aussagen treffen, ob das nun vertretbar war oder ob Schattenplatz gefehlt hat. Grundsätzlich wie gesagt, kann man auch da einiges optimieren ohne das man die Schafe ausrotten muss. Etwa der Umstieg auf Nolana Schafe - mit Fellwechsel, aber den Eigenschaften die es für die Deichpflege braucht. Ist durchaus möglich (und wird gemacht), dauert aber Jahrzehnte.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Letztendlich sind die Schafe auch für engagierte Schäfer reine "Nutz"tiere und ja "Nutz"tiere werden ausgenutzt, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Ich schrieb ja: das ist symbiotisch, der Nutzen ist beiderseits. Ohne Mensch kein domestiziertes Schaf.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Das kann man sich schönreden, muss dann aber nicht so pampig reagieren wie du, wenn andere Leute da anders rangehen als du und Kritikpunkte anmerken.
Ich rede mir da nix schön, ich verstehe es nicht. Es kann doch nicht darum gehen die Wollschafe auszurotten, Weil die geschoren werden müssen. Geht in meinen Kopf nicht rein.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Das mit dem Honig würde mich tatsächlich interessieren.
Ich kann da nicht viel mehr zu sagen, außer das ich einen Veganer kenne der mit Honig kein Problem hat. Wenn ich ihn wiedersehe frag ich ihn danach.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Man kann die Punkte diskutieren, aber ich wäre z.B. dir @paxito dankbar, wenn du dabei sachlich vorgehen und auf deinen hier leider oft gezeigten "Alles-Quatsch-Ich-weiß-es-als-einziger-besser-Habitus" verzichten könntest.
Ich hab von Imkerei keinen blassen Dunst.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Leider hat sich herausgestellt, dass die Nutzung immer mit Ausbeutung verbunden ist
Konkret gefragt: was soll Ausbeutung hier heißen? Ohne das es zirkulär wird? Ausbeutung bezeichnet eigentlich ein Verhältnis von Mensch zu Mensch (Arbeitsausbeutung) oder Mensch zu Umwelt (Ausbeutung der Natur). Beim Nutztier passt der Begriff mE nicht. Die Nutztiere schwinden ja nicht ( wie z.B. natürliche Ressorcen durch Ausbeutung), genauso wenig macht es Sinn von einem vorenthaltenen Lohn oä zu sprechen.
Das einzige wie mir das überhaupt sinnvoll erscheint ist Ausbeutung gleichzusetzen mit jeglichem Nutzen tierischer Produkte überhaupt - dann wird es aber zirkulär.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:ich für meinen Teil will da gar nichts moralisch bewerten
Was soll Ausbeutung anderes sein, als ein moralisches Urteil? Als marxistisch-ökonomischer Begriff willst du das vermutlich nicht verstanden wissen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 18:31
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Bitte, wir schreiben über Deichschafe
An der Stelle ging es nicht um Deichschafe, zumindest habe ich das nicht so verstanden.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Genau, deswegen wissen sie, wann ein Schaf geschoren werden muss. Und das ihr Schaf leidet, wenn dies nicht geschieht.
Jepp.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Wenn du eine Überlegenheit konstatierst
Okay ich erkläre es dir nochmal. Ich stelle da keine moralische Überlegenheit fest - das ergibt aus meiner Perspektive überhaupt keinen Sinn. Ich stelle fest das aus einer Position der moralischen Überlegenheit heraus argumentiert wird und das halt ich (aus der gleichen Perspektive heraus) für grundlegend falsch. Moral ist eine soziale Konstruktion die wir letztlich selbst setzen.
Es gibt moralische Grundsätze auf die man sich intersubjektiv einigt (kulturell geprägt). Aber es gibt in keiner Gesellschaft eine Einigung die „Tierhaltung ist ein NoGo“ beinhaltet. Heißt konkret das man da unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne das es ein moralisches richtig oder falsch gibt - über das subjektive Empfinden hinaus. Das zu akzeptieren wäre der erste Schritt um überhaupt auf Augenhöhe reden zu können. Wer seine persönlichen moralischen Grundsätze gegenüber anderen für fundamental überlegen hält, mit dem kann man nicht mehr darüber reden. Aus dieser Perspektive wird jede abweichende Meinung falsch. Klarer?
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Kannste dir auch sparen, deine "Leberwurst" war bewusst als Angriff gewählt.
Nö, das war tatsächlich nur mein Humor. Wenn der dich verletzt haben sollte, dann entschuldige das.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Bitte zitieren.
Ach komm, muss ich dir jetzt alle Stellen raussuchen wo du mir in irgendeiner Form psychische Defizite attestierst? Können wir den Quark nicht einfach lassen?
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Und ich habe diesbezüglich wirklich echtes Mitgefühl mit dir
Habs dir schon gesagt und gerne wieder: Ich hab ein ausgezeichneten Zugang zu mir selbst. Kein Mitgefühl nötig.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Dann Frage ich mich, warum du dich dann vorgeblich für eine bessere Tierhaltung einsetzt?
Weil ich das für richtig halte. Ich unterscheide konsequent zwischen Mitleid und Mitgefühl. Mitleid hätte mich zerstört, ohne das es irgendwem genutzt hätte. Mitgefühl hat mir ermöglicht zu helfen.
Zitat von TransistorTransistor schrieb:Der Begriff kognitive Dissonanz ist klar definiert
Und trifft auf mich nicht zu.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 19:58
Zitat von paxitopaxito schrieb:du mir in irgendeiner Form psychische Defizite attestierst?
Starke Dissonanz entsteht insbesondere bei einer Gefährdung des stabilen, positiven Selbstkonzepts, wenn also jemand Informationen bekommt, die ihn als dumm, unmoralisch oder irrational dastehen lassen. In der Alltagssprache werden solche Momente als peinliche Momente bezeichnet.[3] Kognitive Dissonanz motiviert Personen, die entsprechenden Kognitionen miteinander vereinbar zu machen, wobei unterschiedliche Strategien benutzt werden, wie beispielsweise Verhaltensänderungen oder Einstellungsänderungen.
Wikipedia: Kognitive Dissonanz
Kognitive Dissonanz ist kein Fehler, sondern ein natürlicher psychologischer Mechanismus. Indem wir verstehen, wie er funktioniert, können wir:

Uns selbst besser reflektieren,
Andere in Veränderungsprozessen unterstützen,
Und fundiertere Entscheidungen treffen.
https://www.antjeliebe.de/dissonanztheorie-nach-festinger/

Nur zur Information
Kognitive Dissonanz ist kein Defizit.

Der zweite Link spricht von besserer Reflexionsfähigkeit, was gleichbedeutend mit einem besseren Zugang zu sich selbst zu verstehen ist.

Vielleicht fühlst du dich in Zukunft nicht mehr beleidigt, wenn das jemand anspricht. Es ging mir lediglich darum, dir ein Feedback zu geben.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 20:04
Zitat von paxitopaxito schrieb:Konkret gefragt: was soll Ausbeutung hier heißen? Ohne das es zirkulär wird? Ausbeutung bezeichnet eigentlich ein Verhältnis von Mensch zu Mensch (Arbeitsausbeutung) oder Mensch zu Umwelt (Ausbeutung der Natur). Beim Nutztier passt der Begriff mE nicht. Die Nutztiere schwinden ja nicht ( wie z.B. natürliche Ressorcen durch Ausbeutung), genauso wenig macht es Sinn von einem vorenthaltenen Lohn oä zu sprechen.
Ach komm, du weisst doch genau, was gemeint ist.

Die Lebensqualität und Lebenszeit von "Nutz"tieren schwindet dank der Nutzung durch Menschen schon ganz erheblich und den Nutzen hat allein der Mensch. "Nutz"tieren gewährt man für die kurze Zeit, die man sie vor der gewaltsamen Tötung leben lässt, in der Regel nicht mal ein auch nur im Ansatz artgerechtes Leben - irgendwas in Form von Entlohnung gibt es schon mal gar nicht. Menschen machen auf deren Rücken "Nutzen" für sich, ohne eine angemessene Gegenleistung zu gewähren. Wie möchtest du das anders bezeichnen? Ist es keine Ausbeutung, Hühnern anzuzüchten, dass sie viel öfter Eier legen, als es für ihre Körper gesund ist oder so viel Fett ansetzen, dass sie nicht mal mehr stehen können oder Kühen so einen Milchfluss anzuzüchten, dass sie kaum noch laufen können wegen der riesigen Euter (ganz zu schweigen davon, dass ihre Gesundheit durch das ständige Kalben extrem leidet? Und das alles nur zum maximalen Nutzen der Menschen? Und sobald sie keinen Nutzen für den Menschen mehr bringen, geht es ab zum Schlachthof und da müssten sie (könnten sie das reflektieren) noch froh sein, wenn es keinen tage- oder gar wochenlangen Transport bis dahin hinter sich bringen müssen.

Für mich werden da unterlegene Lebewesen skrupellosen zum eigenen Profit wirtschaftlich (ausge)nutzt bzw. ausgebeutet. Wenn du das anders nennen willst, kannst du das gerne tun. Spätestens jetzt dürfte aber klar sein, was ich meine.


Wikipedia: Animal exploitation
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich rede mir da nix schön, ich verstehe es nicht. Es kann doch nicht darum gehen die Wollschafe auszurotten, Weil die geschoren werden müssen. Geht in meinen Kopf nicht rein.
Es geht auch nicht nur um die Schur. Ich hab mehrere Aspekte eingebracht, die für die Schafe zum Nachteil sind, die hier auf den letzten Seiten nachzulesen sind. Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, okay. Aber du könntest schon anerkennen, dass es ganz so simpel nicht ist bzw. es nicht nur die Schur ist, die kritisiert wird bzw. von mir kritisiert wurde.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich kann da nicht viel mehr zu sagen, außer das ich einen Veganer kenne der mit Honig kein Problem hat. Wenn ich ihn wiedersehe frag ich ihn danach.
Wäre interessant, ob diese Person sich selbst auch als Veganer bezeichnet oder sich dabei lediglich auf seine Ernährungsweise bezieht.

Ganz ohne dir zu nahe treten zu wollen, in anderen Bereichen schätze ich deine Beiträge und deine ansonsten besonnene Art sehr. Aber ich hab das Gefühl, dass du dich mit Veganismus noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt hast und das auch gar nicht willst. Das ist okay und das ist zu akzeptieren, es macht eine Diskussion so gut wie unmöglich. Du nimmst Infos wie z.B. die, dass es mir beim Deichschaf und anderen Schafen um weit mehr als nur die Schur geht, die ich kritisch sehe oder Infos zum Begriff vegan irgendwie gar nicht auf/an und kommst dann immer wieder mit den gleichen komplett vereinfachten Interpretationen getätigter Aussagen daher. Sehr anstrengend und vermutlich auch einfach sinnlos. Wir kommen da auf keinen Nenner.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich schrieb ja: das ist symbiotisch, der Nutzen ist beiderseits. Ohne Mensch kein domestiziertes Schaf.
Vermutlich haben sich die Wildformen der heutigen "Nutz"schafe dem Menschen nicht aufgedrängt, um eine sogenannte Symbiose einzugehen. Die heute domestizierten (und zu großen Teilen völlig kaputtgezüchteten "Nutz"tiere aller Art) waren alle mal Wildtiere, die sich sicher nicht danach gesehnt haben, u.a. sich lange vor Erreichen der für ihre Art durchschnittlichen Lebensdauer schlachten zu lassen, von ihren Jungtieren (Elterntieren) getrennt zu werden) oder dem Menschen ihre Milch zu "schenken".


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 21:20
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ach komm, du weisst doch genau, was gemeint ist.
Nein, tatsächlich nicht. Ich bin nebenbei auch Neomarxist, Ausbeutung ist für mich eigentlich ein klarer Begriff. In der Argumentation bekomme ich ihn nicht zu greifen.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Die Lebensqualität und Lebenszeit von "Nutz"tieren schwindet dank der Nutzung durch Menschen schon ganz erheblich und den Nutzen hat allein der Mensch. "Nutz"tieren gewährt man für die kurze Zeit, die man sie vor der gewaltsamen Tötung leben lässt, in der Regel nicht mal ein auch nur im Ansatz artgerechtes Leben - irgendwas in Form von Entlohnung gibt es schon mal gar nicht. Menschen machen auf deren Rücken "Nutzen" für sich, ohne eine angemessene Gegenleistung zu gewähren. Wie möchtest du das anders bezeichnen? Ist es keine Ausbeutung, Hühnern anzuzüchten, dass sie viel öfter Eier legen, als es für ihre Körper gesund ist oder so viel Fett ansetzen, dass sie nicht mal mehr stehen können oder Kühen so einen Milchfluss anzuzüchten, dass sie kaum noch laufen können wegen der riesigen Euter (ganz zu schweigen davon, dass ihre Gesundheit durch das ständige Kalben extrem leidet? Und das alles nur zum maximalen Nutzen der Menschen? Und sobald sie keinen Nutzen für den Menschen mehr bringen, geht es ab zum Schlachthof und da müssten sie (könnten sie das reflektieren) noch froh sein, wenn es keinen tage- oder gar wochenlangen Transport bis dahin hinter sich bringen müssen.
Du haust da jetzt sehr viel ineinander bei dem ich teilweise zustimme, aber der Begriff wird mir nicht unbedingt klarer.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Es geht auch nicht nur um die Schur. Ich hab mehrere Aspekte eingebracht, die für die Schafe zum Nachteil sind, die hier auf den letzten Seiten nachzulesen sind. Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, okay. Aber du könntest schon anerkennen, dass es ganz so simpel nicht ist bzw. es nicht nur die Schur ist, die kritisiert wird bzw. von mir kritisiert wurde.
Aber es reicht doch aus oder sehe ich das falsch? Muss da erst eine kritische Schwelle erreicht werden, bis du eine Nutzrasse ablehnst? Wenn ja, wo liegt die?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:die für die Schafe zum Nachteil sind, die hier auf den letzten Seiten nachzulesen sind
Bei denen ich wieder teilweise zustimme. Aber andere Konsequenzen ziehe.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Wäre interessant, ob diese Person sich selbst auch als Veganer bezeichnet oder sich dabei lediglich auf seine Ernährungsweise bezieht.
Im Grunde würde ich beides bejahen.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Aber ich hab das Gefühl, dass du dich mit Veganismus noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt hast und das auch gar nicht willst.
Wenn ich es nicht wollen würde, würde ich nicht diskutieren. Es gibt einfach bestimmte Punkte wo mir diese „Philosophie“ völlig wirr erscheint. Wie Aliens.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Du nimmst Infos wie z.B. die, dass es mir beim Deichschaf und anderen Schafen um weit mehr als nur die Schur geht, die ich kritisch sehe oder Infos zum Begriff vegan irgendwie gar nicht auf/an und kommst dann immer wieder mit den gleichen komplett vereinfachten Interpretationen getätigter Aussagen daher. Sehr anstrengend und vermutlich auch einfach sinnlos. Wir kommen da auf keinen Nenner.
Und aus meiner Sicht werden da beständig neue Fässer aufgemacht oder sinnlose Diskussionen geführt (Begriffsdebatte) statt sich den Kernproblemen zu widmen.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Vermutlich haben sich die Wildformen der heutigen "Nutz"schafe dem Menschen nicht aufgedrängt, um eine sogenannte Symbiose einzugehen. Die heute domestizierten (und zu großen Teilen völlig kaputtgezüchteten "Nutz"tiere aller Art)
Ich muss vehement widersprechen. Die meisten Nutztierrassen sind nicht „kaputtgetüchtet“. Es sei denn man betrachtet schon die gegenseitige Abhängigkeit als „kaputt“, behindert, Qualzucht ect.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:waren alle mal Wildtiere, die sich sicher nicht danach gesehnt haben, u.a. sich lange vor Erreichen der für ihre Art durchschnittlichen Lebensdauer schlachten zu lassen, von ihren Jungtieren (Elterntieren) getrennt zu werden) oder dem Menschen ihre Milch zu "schenken".
Zu anthropomorph. Es gibt circa eine Milliarde (!) Hausschafe, das Ursprungstier ist extrem gefährdet. Biologisch gesehen war die Domestizierung fürs Schaf ein Riesenerfolg.
Den Prozess der Domestizierung begreift man am besten als koevolutionären Mutualismus, bei dem sich beide Seiten aneinander anpassen und profitieren, dabei aber weiter egoistische Interessen verfolgen. Das kann kippen in Parasitentum und ich sehe diese Gefahr durchaus bei der Beziehung Mensch - Nutztier.
Du blickst auf das individuelle Tier und wie es unter utopischen Bedingungen leben könnte. Real ist die Lebenserwartung von einem Mufflon (Urschaf) nicht wesentlich anders als von einem Hausschaf.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

10.10.2026 um 21:25
@Transistor
Ich habe keine kognitive Dissonanz im Bezug auf Veganismus. Entschuldige aber das Thema ist dafür einfach viel zu unbedeutend in meiner Lebenswirklichkeit. Veganer - wie sie hier im Thread präsentiert werden, als philosophische Lebebsweise - erscheinen mir wie eine ziemlich fremdartige Sekte, sicher nicht als Bedrohung meines positiven Selbstbildes.
Kannste glauben, kannste lassen, aber das führt nirgendwo hin und ich hab dich nun mehrfach gebeten den Käse bleiben zu lassen.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 11:41
Zitat von paxitopaxito schrieb:ich hab dich nun mehrfach gebeten den Käse bleiben zu lassen.
Ich habe da nichts wiederholt, deswegen ist dieser Vorwurf belanglos. Ich habe dir lediglich erklärt, das meine Aussagen, die du als Unterstellung psychischer Defizite wahrgenommen hast, dies nicht sind, damit du dich nicht weiter grämst 🤷


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 11:57
Leute... Lasst bitte das Gezanke sein und kehrt sachlich zum Thema zurück.
Wenn ihr euch kabbeln wollt, macht das via PN.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 11:57
@paxito
Zitat von paxitopaxito schrieb:
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Wäre interessant, ob diese Person sich selbst auch als Veganer bezeichnet oder sich dabei lediglich auf seine Ernährungsweise bezieht.
Im Grunde würde ich beides bejahen.
Er ernährt sich so oder so allerhöchstens vegetarisch. Oder flexitarisch. Oder er möchte gern Veganer werden und ist auf dem Weg dazu. Aber Honig essen ist definitiv keine vegane Ernährung.
Quick-Answer: Was ist der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch?

Vegetarier essen kein Fleisch, aber Milchprodukte, Eier und meist Honig sind erlaubt. Veganer verzichten zusätzlich auf alle tierischen Produkte: Milch, Käse, Joghurt, Eier, Honig, Gelatine plus oft auch auf Leder, Wolle und tierisch getestete Kosmetik. Pescetarier essen zusätzlich Fisch. Flexitarier reduzieren Fleisch, ohne komplett zu verzichten. Der Unterschied liegt nicht nur auf dem Teller. Vegan ist meist auch eine Haltungsfrage, es geht um Tiere und Umwelt. Gesundheitlich sind beide Formen gut belegt, für rein pflanzliche Ernährung zeigen Auswertungen etwas deutlichere Effekte auf die Cholesterinwerte.
Quelle: https://this-is-vegan.com/vegan-vegetarisch-unterschied-ernaehrung/
Am weitesten verbreitet ist der Ovo-lacto-Vegetarismus: Menschen, die sich so ernähren, essen Eier und Milchprodukte, verzichten aber auf Fleisch und Fisch.

Bei einer veganen Ernährung werden gar keine tierischen Lebensmittel verzehrt, also weder Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte noch Honig. Viele Veganer:innen meiden zudem Zusatzstoffe und Aromen, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente, die einen tierischen Ursprung haben. Zu einer veganen Lebensweise gehört auch, keine Kleidung und keine Alltagsgegenstände aus tierischen Materialien wie Leder oder Wolle zu nutzen.

Flexitarier ernähren sich überwiegend vegetarisch und essen nur gelegentlich Fleisch und Fisch. Der Begriff setzt sich aus den Worten "Vegetarier" und "flexibel" zusammen. Viele reduzieren ihren Fleischkonsum bewusst, ohne komplett darauf zu verzichten. Wie häufig "gelegentlich" ist, bleibt offen. Das legen Flexitarier selbst fest.
Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/vegetarisch-vegan-oder-flexitarisch-was-steckt-dahinter-67508

(Fett von mir)


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 12:44
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich muss vehement widersprechen. Die meisten Nutztierrassen sind nicht „kaputtgetüchtet“. Es sei denn man betrachtet schon die gegenseitige Abhängigkeit als „kaputt“, behindert, Qualzucht ect.
Um es noch einmal deutlich zu sagen: Es geht mir nicht nicht um die Abhängigkeit, sondern darum, dass den Tieren zu ihrem Nachteil Merkmale angezüchtet wurden, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden beeinträchtigen.

Ich versuche mal, es am Beispiel Hühner zu veranschaulichen: Ursprünglich legten Hühner 20-30 Eier im Jahr. Heute 280 bis 300 bei reinen Legerassen und 140 bis 200 bei sogenannten Zweitnutzungshühnern. Hühner, die nur 20-30 Eier im Jahr legen, schafft sich doch so gut wie niemand an, weil dann für den Menschen die Symbiose dann doch nicht so dolle ist. Und diese angezüchtete Legeleistung führt u.a. zu Entzündungen der Legeorgane und Osteoporose. Der durch das Legen so unnatürlich vieler Eier entstehende Kalziummangel führt oft zu Brüchen des Brustbeins. Von Masthühnern und -puten, die teilweise nicht mal mehr aufstehen können und vor dem Schlachttermin elendiglich verenden, will ich gar nicht erst anfangen.

Also allein die hohe Legeleistung (unabhängig von der Haltung) bringt für die Tiere gesundheitliche Probleme mit sich - das ist für mich die perfekte Definition von kaputtgezüchtet.

Also so ziemlich alle "gängigen "Nutz"tierrassen erfüllen mehr als einen Aspket der Qualzucht:
https://www.tierrechte.de/2021/08/01/qualzucht-beu-nutztieren-hochleistung-um-jeden-preis/
https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/nutztiere/qualzucht-bei-sogenannten-nutztieren

Und noch mal zu den Qualzuchten bei Geflügel:
https://www.provieh.de/2024/12/qualzucht-bei-huehnern/
https://qualzucht-datenbank.eu/merkblatt-huhn-legeleistung/
Zitat von paxitopaxito schrieb:Den Prozess der Domestizierung begreift man am besten als koevolutionären Mutualismus, bei dem sich beide Seiten aneinander anpassen und profitieren, dabei aber weiter egoistische Interessen verfolgen. Das kann kippen in Parasitentum und ich sehe diese Gefahr durchaus bei der Beziehung Mensch - Nutztier.
Die "Nutz"tiere passen sich aber doch nicht selbst an, sondern werden durch massive Eingriffe des Menschen an dessen Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst. Die haben doch gar keine Chance, irgendwelche Interessen zu verfolgen, schon gar nicht ihre eigenen, auch nicht die der Art. Ich betrachte das Verhältnis Mensch zu "Nutz"tier längst als komplett gekippt, wo obendrauf ja auch noch die mit der immensen Tierausnutzung verbundenen Umweltschäden dazukommen. Wenn das nicht parasitär ist, Tiere und deren Körper bis aufs Äußerste auszubeuten und dafür quasi nichts zurückzugeben und obendrauf noch andernorts den Urwald abholzen zu lassen, um Unmengen Soja mit schwerölbetriebenen Kähnen hierher transportieren zu lassen, um hier massiv Soja zu füttern, damit täglich Fleisch auf den Tisch kommt, dann weiß ich es auch nicht - von den Nitraten im hiesigen Grundwasser hab ich da noch nicht mal angefangen. Und nein, ich sehe nicht, dass der Mensch "Nutz"tieren wirklich Schutz gewähren würde. Wo denn bitte? Dieser sogenannte Schutz greift doch nur, solange dass Tiere dem Menschen nutzt (und die Versicherung im "Verlust"fall nicht zahlt), ansonsten kümmert der Mensch sich einen shice und mazeriert Küken, verschifft Tiere sonstwohin usw.usf. als gebe es kein Morgen.

Als Mutualismus würde ich eher das Verhältnis zwischen Wildbienen und zu bestäubenden Pflanzen oder Eiche und Eichelhäher betrachten. Das Verhältnis zwischen "Nutz"tier und Mensch sehe ich da eher nicht, da die Tiere überhaupt gar keine Kontrolle mehr über die Lage haben und komplett ausgeliefert sind. Ich persönlich glaube auch nicht, dass das für eine Art aus biologischer Sicht wirklich erfolgreich ist, so kaputtgemacht zu werden, dass sie quasi quasi systemimmanent krank und teilweise nicht mal überlebensfähig ist.

Ich begreife den Prozess der Domestizierung als Prozess, der mit erheblichen Nachteilen für die Tiere verbunden ist - sowohl für die Individuen als auch für die Art selbst.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 14:45
nochmal ganz allgemein (ohne Beispiel aus der Lebenswelt):
also Ernährung und Zwangsstörungen, das gehört sehr oft zusammen. Sei es Menschen mit Bulimie, Anorexie oder Adipositas. Und das ist alles kein Geheimnis, sondern bekannt. Oft steht das in Zusammenhang mit weiteren Zwängen, wie Kontroll - , Gedanken- , und sonstigen Störungen, und hier eine Quelle in der das angesprochen wird:

Pflanzliche Ernährung als Deckmantel für eine Essstörung
Allerdings unterscheiden sich die Motive meist stark. Bei Veganern stehen oftmals ethische Aspekte und Naturschutz im Vordergrund, während bei Personen mit ON die vermeintlich „gesunde“ Lebensweise das Ziel ist. Andererseits bietet der Veganismus viele rational nachvollziehbare Gründe für eine solche Ernährungsweise, hinter denen man auch potentiell krankhafte Motive verstecken kann.

Viele Essgestörte, die sich vegetarisch oder vegan ernährten, gaben im Nachhinein zu, dass sie so die Kontrolle über ihre Nahrung verbessern wollten. Hinzu kommt, dass vegane Ernährung im besten Fall viel Gemüse, Obst und Vollkorngetreide enthält, was generell gesundheitsförderlich ist.


Quelle: https://www.univadis.de/viewarticle/orthorexia-nervosa-und-veganismus-besteht-zusammenhang-2025a1000b8k

Themen wie Angst vor Kontaminierung etc. - oder die Gedanken kreisen viel um Ernährung, und es wird sich schon übermäßig und zwanghaft gedanklich damit befasst, was man zu sich nehmen kann, und was nicht, das lesen von Inhaltsangaben auf Lebensmitteln, oder Kalorien zählen usw. usf.

und das sollte jeder der sich übermäßig auf Ernährung fixiert wissen, oder überlegen, ob da bei ihm selbst etwas im Argen liegt, also ob da außer Ernährung noch weitere Zwänge existieren, und dem dann nachgehen, was die Ursache ist usw., welchen Platzhalter die Ernährung einnimmt, und welche ursächliche Problematik da dahinter liegt - (falls ein Leidensdruck besteht)


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 15:29
Möchtest du jetzt Veganern eine Zwangsstörung oder mindestens Esstörung unterstellen?
Zitat von ParcoursParcours schrieb:und das sollte jeder der sich übermäßig auf Ernährung fixiert wissen, oder überlegen, ob da bei ihm selbst etwas im Argen liegt, also ob da außer Ernährung noch weitere Zwänge existieren, und dem dann nachgehen, was die Ursache ist usw., welchen Platzhalter die Ernährung einnimmt, und welche ursächliche Problematik da dahinter liegt - (falls ein Leidensdruck besteht)
Diesen wohlmeinenden Rat könnte man auch ebenso jedem hinwerfen, der sich so sehr auf die Ernährung fixiert, dass er meint, ohne tierische Produkte nicht leben zu können.


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Müssen wahre Tierfreunde vegan sein?

11.10.2026 um 15:33
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Die "Nutz"tiere passen sich aber doch nicht selbst an, sondern werden durch massive Eingriffe des Menschen an dessen Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst. Die haben doch gar keine Chance, irgendwelche Interessen zu verfolgen, schon gar nicht ihre eigenen, auch nicht die der Art. Ich betrachte das Verhältnis Mensch zu "Nutz"tier längst als komplett gekippt, wo obendrauf ja auch noch die mit der immensen Tierausnutzung verbundenen Umweltschäden dazukommen. Wenn das nicht parasitär ist, Tiere und deren Körper bis aufs Äußerste auszubeuten und dafür quasi nichts zurückzugeben und obendrauf noch andernorts den Urwald abholzen zu lassen, um Unmengen Soja mit schwerölbetriebenen Kähnen hierher transportieren zu lassen, um hier massiv Soja zu füttern, damit täglich Fleisch auf den Tisch kommt, dann weiß ich es auch nicht - von den Nitraten im hiesigen Grundwasser hab ich da noch nicht mal angefangen. Und nein, ich sehe nicht, dass der Mensch "Nutz"tieren wirklich Schutz gewähren würde. Wo denn bitte? Dieser sogenannte Schutz greift doch nur, solange dass Tiere dem Menschen nutzt (und die Versicherung im "Verlust"fall nicht zahlt), ansonsten kümmert der Mensch sich einen shice und mazeriert Küken, verschifft Tiere sonstwohin usw.usf. als gebe es kein Morgen.
Schön beschrieben. Ein durch und durch pervertiertes, zutiefst verstörendes System, das die Menschheit da aufgebaut hat. Und dann gibt es tatsächlich Leute wie paxito, die dieses System verteidigen, selbst hobbymäßig Tiere töten und sich dann allen Ernstes als „Tierrechtler“ bezeichnen, LOL.

Wenn das kein Paradebeispiel für kognitive Dissonanz ist, wie hier bereits beschrieben, weiß ich auch nicht mehr. :)


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