Flitzschnitzel schrieb:
nocheinPoet schrieb:... was der Kern? ... Aber da schneidest Du dann die Diskussion mit ab, da ist dann Ende und da kommt kein wirkliches Argument von Dir.
Der Kern ist, dass ab manchen Ebenen nichts zu berechnen ist.
Gut, das mag so sein oder auch nicht, denn wie auch immer, ging es in meiner Aussage gar nicht darum etwas zu berechnen.
Schauen wir noch mal weiter zurück, bis fast an dem Anfang unseres Dialoges:
nocheinPoet schrieb am 20.02.2024:Das bestreite ich, ohne Universum mag es keine Naturgesetze geben, aber die Mathematik ist meiner Meinung nach hyper-universell, existiert immer und außerhalb von Raum und Zeit.
Darum ging es, es ging um die Existenz von Etwas, und ich habe die Position vertreten, dass Mathematik außerhalb von Raum und Zeit existiert, auch ohne Universum. Hab es auch ein wenig versucht zu begründen.
Du hast genau das zitiert, schauen wir noch mal eben auf Deine Antwort:
Flitzschnitzel schrieb am 23.02.2024:Was am Ende aber auch nur ein Glaube bleibt. Sofern es, überspitzt dargestellt, nicht ein Mensch schafft außerhalb des Universums zu stehen. Mathematik versucht mit abstrakten logischen Mitteln, etwas auf Eigenschaften und Muster zu untersuchen. Solange dieses Etwas aber weder Zahlen noch andere messbare Hinweise bietet, es auch keine Rückschlüsse auf ein Außerhalb von diesem Universum gibt, dürfte eine scheinbar logische Betrachtungsweise in Wahrheit schlichtes Wunschdenken sein.
Im Grunde eine ähnliche Vorgehensweise im Denken wie ein Gläubiger, der durch die imposante Natur, der Flora und Fauna, für ihn scheinbar logische Rückschlüsse auf einem Gott sieht. ...
Tja, da hätte mir das im Grunde schon auffallen können, Glaube, Gott, ... die Richtung hab ich nicht erwartet und somit übersehen.
Flitzschnitzel schrieb:Weder durch gedankliche Experimente um Gott, noch durch die reine Wahrnehmung von Licht indem wir zu den Sternen schauen. Es ist ähnlich wenn man in sich selbst reist. Erst ist es meist gedankliches Rauschen, vielleicht kann man die Emotionen und Mechanismen dahinter ausmachen. Aber umso tiefer man geht, umso diffuser und scheinbar willkürlicher scheint es zu werden. Am Ende ist Stille, die nicht berechnet werden kann und nicht berechnet werden muss.
Das ist alles ganz nett, gut und schön, aber passt nicht zu dem was ich schrieb.
Und davon abgesehen bleibe ich bei meiner Aussage, dass das für mich zu esoterisch klingt, religiös, und nach einem Ende, das bewegt sich dann nichts mehr, und Du schreibst ja auch, vom Ende, da wo Stille ist. Darum ging es mir nie, darum konnte ich auch das was Du geschrieben hast, wohl nicht einordnen, es war ja nicht einzuordnen.
Flitzschnitzel schrieb:Die Aussage "wie würdest du Gott berechnen wollen?", war kein Aufruf zum Rechnen, sondern sollte verdeutlichen dass ab manchen Ebenen einfach Schluss ist.
Ja, und Bananen sind oft grünlich und werden gelb, Du sagst etwas, auf ein Zitat von mir, was gar nicht dazu passt. Wie gesagt, ich wollte nie was rechnen.
Flitzschnitzel schrieb:
nocheinPoet schrieb:Was Du damit aber nun auch sagst, es gibt ja keine Antwort, nicht mal im Ansatz, auf das Omnipotenz-Paradoxons, das ich angesprochen habe.
Ich habe dir gesagt, dass die Operatoren deiner paradoxen Gleichung sich an Parameter wie Zeit udgl. im menschlichen Maßstab binden, es aber um Gott geht.
Das es im Beispiel von mir um Gott geht, war ja klar und nun unstrittig. Aber nur, weil Du "Gott" als Begriff in den Thread gepresst hast. Vermutlich als Aufhänger. Ich wollte keine Diskussion um oder über Gott führen und habe das auch nicht getan. Es ging mir nicht um Gott, es ist eine alte philosophische Frage, kommt nicht aus dem Kindergarten, ich habe das aufgegriffen, den Begriff, ohne zu erkennen, in welche Richtung das wohl gehen soll.
Da steckt dann ja auch "implizit" schon wieder eine Aussage drin, Gott steht über allen, über Raum und Zeit und jeder Logik, egal was wer fragt, für Gott gelten keine Regeln, keine Gesetze, zumindest kann ich das da so schon riechen.
;) Und nein, an so einer Debatte hab ich kein Interesse.
Flitzschnitzel schrieb:Nebenbei muss Gott, wahrscheinlich so wenig wie auch du, nicht immer "machen und denken". Weswegen ich recht wenig davon halte.
Ja, wahrscheinlich, mutmaßlich, Du glaubst und dann hältst Du von etwas anderem, als jenes was Du eben glaubst, recht wenig. Suboptimale Basis für einen Dialog im Bereich Philosophie.
Flitzschnitzel schrieb:Was soll ich da nun mehr drauf eingehen. Wenn du tatsächlich Gott näher verstehen willst, meine persönliche Empfehlung, geh in einen Klartraum, spiele mit der Zeit(!), erschaff Entitäten oder neue Gesetzmäßigkeiten, spiele Gott, verlier dich nicht. Und der wichtigste Punkt, enjoy. Schalte mal ab. Gedanklich.
Oh man, also, danke, ich habe kein Wort von Gott gesagt gehabt, Du fingst mit Deiner Frage an. Ich bin darauf kurz eingestiegen, verstand aber den Kontext nicht, nun ist klar, es gab keinen zum Verstehen. Offenbar wolltest Du das Thema ändern, mir oder wem auch immer was über Gott erzählen, oder einfach nur so was über Gott erzählen, keiner hat da aber nach gefragt. Ich will auch keine Meditationsanleitung oder was auch immer das nun werden sollte. Ich mache schon seit meiner Jugend luzide Träume, ob man das nun Gott spielen nennen muss, nun ja, Deine Träume, Deine Sache.
Also, ich war nicht auf eine Lebensberatung aus. Wenn Du so was im Kopf hast, dann noch Deine Bilder von Gott und nun "gutes" tun willst, und einfach so was in einen Thread schreibst, mich oder wen dazu zitierst, es Dir aber gar nicht um das ging, was Thema war, sondern Du nur einen minimalen Aufhänger suchst, und selbst wenn es den nicht gibt, dann los legst, wirst Du wohl kaum verstanden werden können.
Du magst das total gut gemeint haben und auch weiter meinen, Deine Motive mögen ehrenhaft, philanthropisch und uneigennützig sein, will ich alles nicht in Abrede stellen, aber das war ganz sicher nicht das Gespräch, das ich glaubte zu führen, meine Aussage war ja doch recht klar.
Flitzschnitzel schrieb:Die schwierigste Weisheit der Philosophie ist vielleicht die Einsicht, dass es nichts gibt, woran man sich innerlich festhalten kann, und dass genau darin Freiheit liegt.
"Freiheit beginnt dort, wo das Denken aufhört, sich an ein inneres Bild, eine Erfahrung oder ein Werden zu klammern, denn jedes Festhalten ist bereits die Fortsetzung von Angst in der Zeit."
Wie auch immer, ganz im Ernst, dass ist was für einen Blog, ganz sicher war es nicht das, was ich von einem Dialog hier erwarte, Lebensweisheiten und gute gemeinte Ratschläge. Keine Ahnung, ernsthaft, was das so soll.