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Der Glaube an Nichts

218 Beiträge, Schlüsselwörter: Philosophie, Entstehung

Der Glaube an Nichts

08.06.2020 um 08:27
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Dies bei Flugzeugen zu tun, mutet recht speziell an ... Wie hat es dazu kommen können?
Die zivile Luftfahrt ist mein größtes Hobby. Es ist wie bei Menschen: entweder mag ich ein Flugzeug vom ersten Moment an, oder nicht. Wenn ich in ein Flugzeug einsteige, welches ich wirklich gerne mag, bleibe ich bei der Tür kurz stehen und streichle es an der Außenhaut. Das ist die Begrüßung.

Nicht nur Flugzeuge, sondern viele "Dinge" haben Eigenheiten. Sie machen oft bestimmte Geräusche oder Bewegungen.
Wenn ich mit meinem Lieblingsauto unterwegs bin, habe ich beim Fahren das Gefühl, ich bin mit ihm verbunden. Ich spüre genau, was das Auto braucht (wie es behandelt/gefahren werden will) und wo seine Grenzen sind.
Dieses Auto wird bei mir bleiben, so lange ich lebe. Sollte ich einmal keine Ersatzteile mehr bekommen, steht es halt nur mehr in der Garage.

Mir wird es auch schwer fallen, mich vom anderen Auto (= das Alltagsauto) zu trennen, wenn wir es gegen ein Neueres tauschen müssen. Auch dieses Auto hat seine Eigenheiten. Beim Starten macht es seit Jahren ein eigenartiges Geräusch - keine kommt drauf, was es ist.
Auch dieses Auto hat einen Namen.

Selbstverständlich weiß ich, dass es sich um leblose, von Menschen gebaute Dinge handelt, aber ich bin sie gewohnt (ich bin allgemein ein Gewohnheitstier) und habe sie lieb gewonnen.
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Bei Tieren ist das schon wesentlich naheliegender
Tiere sind Lebewesen. Wir haben leider kein Haustier, aber ich finde es ganz normal, dass man liebgewonnene Tiere als Familienmitglied sieht und man sie auch so behandelt.
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Wir reden mit Dingen, die selbst nicht mit uns kommunizieren können, schreiben Nichtmenschlichem menschliche Eigenschaften zu oder machen uns Ungreifbares durch Personifizierungen vertraut
Schön und treffen ausgedrückt!



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16.06.2020 um 12:19
Zitat von FerneZukunft
FerneZukunft
schrieb am 08.06.2020:
ich finde es ganz normal, dass man liebgewonnene Tiere als Familienmitglied sieht und man sie auch so behandelt.
Ab dem Tag, an dem Hausschlachtungen die einzige Möglichkeit wären, an Fleisch zu gelangen, würden viele Menschen Vegetarier werden. Ich auch.



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stenten
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16.06.2020 um 21:19
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Ab dem Tag, an dem Hausschlachtungen die einzige Möglichkeit wären, an Fleisch zu gelangen, würden viele Menschen Vegetarier werden.
Nicht wirklich.
Da würde sich ein Geschäftsmodell entwickeln.



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16.06.2020 um 21:33
@stenten

Für einige. Für andere würde sich das Leben ändern.



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16.06.2020 um 21:38
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Für einige. Für andere würde sich das Leben ändern.
Ne, ich glaube eher in Richtung Mehrheit!
Angebot und Nachfrage und so weiter....



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19.08.2020 um 00:32
@stenten
Da währe ich mir nicht so sicher, die Menschen sind das nichtmehr gewohnt in unserer "zivilisierten" Welt.
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb am 16.06.2020:
Für einige. Für andere würde sich das Leben ändern.
Ich denke viele hätten die Chance so etwas wie eine geistige Entwicklung zu erfahren.
Durch mehr hinterfragen des eigenen konsums reflektiert man sich denke ich auch selber mehr.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-das-experiment-gaense-schlachtung-in-der-oeffentlichke...

Wenn man sich die Gesichter einiger Menschen bei diesem Experiment so anschaut versteht man vielleicht mehr was ich meine.
Das was der auf dem Weihnachtsmarkt da gemacht hat ist auch eigentlich nur Menschlich, wie die Masse der Tiere wirklich gehalten und geschlachtet wird ist dagegen so schrecklich dass man nur die Augen davor verschließen kann und jeden Gedanken daran am besten verdrängt.
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb am 16.06.2020:
Ab dem Tag, an dem Hausschlachtungen die einzige Möglichkeit wären, an Fleisch zu gelangen, würden viele Menschen Vegetarier werden.
Ich sage sogar die Mehrheit würde das schon alleine wegen dem Preis dann aber nicht nur deswegen. Das selbst belügen währe dann nicht mehr so einfach.

Zum Threadthema will ich jetzt noch was sagen.
Ich glaube im Grunde auch an nichts und gleichzeitig an alles.
Alles ist möglich was man sich vorstellen kann also schließe ich Türen nie ganz falls sich neue begebenheiten ergeben die alles ändern.
So bewahrt man sich mMn. sein kreatives Denken am besten, etwas auf das ich ziemlich viel wert lege.
Ich weiss aber zugleich auch dass ich im grunde nichts weiss.
Ja nichtmal ob ich hier gerade am schreiben bin oder ich existiere kann ich zu 100% sagen, es könnte auch alles nur Täuschung oder ein Traum sein.
Traue niemandem nichtmal dir selbst, eine Lehre die schmerzlich für das Ich sein kann und von den meisten wohl nicht angenommen wird.
Ich denke weil man sich dann auch Fehler in der eigenen Denkweise eingestehen müsste und das tun sich nur wenige selbst an.
Im grunde ein sich selbst belügen wie mit dem Fleisch essen aber nichts von Schlachten wissen wollen.
Heuchelei at its finest nenne ich das ;D



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19.08.2020 um 12:14
Zitat von Materianer
Materianer
schrieb:
Ich denke weil man sich dann auch Fehler in der eigenen Denkweise eingestehen müsste und das tun sich nur wenige selbst an.
Warum sollte man sich diese nicht eingestehen? Daran kann der Geist doch nur wachsen. Ohne dieses Eingeständnis ist keine Korrektur möglich.
Zitat von Materianer
Materianer
schrieb:
Im grunde ein sich selbst belügen wie mit dem Fleisch essen aber nichts von Schlachten wissen wollen.
Heuchelei at its finest nenne ich das
Als heuchlerisch würde ich das nicht bezeichnen, eher als ambivalent. Denn einerseits ist der Mensch von Natur aus (auch) ein Fleischesser, andererseits haben die meisten Menschen indes die Fähigkeit zum Mitgefühl anderen Lebewesen gegenüber, verbunden mit dem Ablehnen von Quälerei.

Ich esse auch saugern Schnitzel oder Rinderrouladen, würde mich aber weigern, das lebende Tier auszuwählen oder gar zu schlachten, welches dazu verarbeitet werden müsste. Das ist der Zwiespalt.
Wer nicht den Umstieg zu komplett vegetarischer Ernährungsweise vollziehen will, der kann halt seinen Fleischkonsum zumindest reduzieren; man muss ja nicht morgens Salamibrot, mittags Schweinebraten und abends Currywurst verzehren.



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19.08.2020 um 17:34
Jene User sind zwar nicht mehr unter, aber diese Ideen noch immer mit uns. SIe verdienen es, näher betrachtet zu werden.
User/in finde die Aussagen des/der TEs, wir wären zufällig und ohne jeden Sinn entstanden, verworren.
Das verwirrt mich, denn ...
Zitat von Anonymus666
Anonymus666
schrieb am 17.03.2013:
Ich denke,wir entstanden aus einen reinen Zufall und das ohne jeglichen Sinn.
... ist mEn völlig klar und deutlich ausgedrückt. Ich kann hier keine Verwirrung sehen.
Für mich ist diese Überlegung
Zitat von saba_key
saba_key
schrieb am 17.03.2013:
Mit diesen Voraussetzungen kannst du nur andere verwirren, ohne selbst in der Erkenntnis voranzukommen.
Eben nicht. Es verwirrt offenbar nur einige, aber nicht alle, schon gar den/die TE.
Und ob und welche Erkenntnis der/die TE aus diesen Annahmen ziehen kann, kann doch ein anderer gar nicht bewerten.
Zumal mir scheint, dass die Aussage (Zufall, ohne Sinn) sehr wohl bereits eine Erkenntnis darstellt.
Zitat von saba_key
saba_key
schrieb am 17.03.2013:
Du solltest dir ein stabiles Fundament erarbeiten.
1. Warum?
2. Ist die Erkenntnis, alles ist sinnloser Zufall, durchaus eine stabile Fundament, um durchs Leben zu kommen.
Zitat von du_selbst
du_selbst
schrieb am 17.03.2013:
Und wenn du aus dem Nichts entstanden bist, und ich aus dem Nichts entstanden bin, sind wir dann nicht im Kern ein und dasselbe Nichts und bist nicht du dann meine Wiedergeburt und ich deine?
Diese Aussagen, obwohl sie Fans fanden, sind dennoch unlogisch.
1. Das Nichts wurde nicht definiert. Somit lässt sich auch nicht diskutieren, ob die Schlussfolgerungen nun plausibel wären oder nicht.
2. Eine Wiedergeburt kann nur erfolgen, wenn der Wiedergeborene voran gegangenerweise wenigstens einmal tot gewesen wäre. Somit können zwei gleichzeitig Lebende (Du und ich) nicht gleichzeitig die jeweilige Wiedergeburt des Anderen sein.
3. Wiedergeburt ist obendrein nicht belegt, somit als Argument ungültig.



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20.08.2020 um 09:47
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Warum sollte man sich diese nicht eingestehen? Daran kann der Geist doch nur wachsen. Ohne dieses Eingeständnis ist keine Korrektur möglich.
Das beobachte ich zumindest immer wieder bei anderen aber auch mich selbs erwische ich ab und zu dabei.
Wie alte Vorstellungen, Werte, Denkweisen oder auch einfach nur das eigene Verhalten nicht einfach so umgeschmissen werden auch wenn sie schon längst überholt sein müssten.

Es kann schmerzen wenn man die eigenen Fehler erkennt und sich eingesteht, wenn man sie von anderen gezeigt kriegt ist das nochmal was anderes, dann passiert es auch häufig dass man sich erst recht dagegen stellt, was dann zum Konflikt führen kann.
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Als heuchlerisch würde ich das nicht bezeichnen, eher als ambivalent.
So kann man es auch nennen ja, ich nenne es vielleicht auch nur so weil ich es selbst nicht mehr konnte.
Das verdrängen dieses inneren konflikts ist schon was komisches, einige wollen ja nichtmal akzeptieren dass es diesen überhaupt gibt.
Wenn man da dann aber näher drauf eingeht tun sich ab und zu Abgründe auf um es vorsichtig zu formulieren :D
Mache ich auch kaum noch, dieses "How dare you!?" will halt auch kaum einer, man kann aber genau an diesem Beispiel meiner Beobachtung nach schon sehen wie weit jemand bereit ist zu gehen, auch an sich selbst zu Arbeiten.

Du bist anscheinend bereit weiter zu gehen als viele andere die vorher schon längst dicht gemacht haben ;D
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Wer nicht den Umstieg zu komplett vegetarischer Ernährungsweise vollziehen will, der kann halt seinen Fleischkonsum zumindest reduzieren; man muss ja nicht morgens Salamibrot, mittags Schweinebraten und abends Currywurst verzehren.
An der Stelle könnte ich jetzt die Frage stellen ob du denkst dass ein Mörder moralisch besser dasteht als ein Massenmörder, oder der der nur zugesehen hat besser als der KZ-aufseher, um es nochmehr zu überziehen.
Aber wie gesagt sowas mache ich nichtmehr bin ja schon froh wenn jemand so weit gegangen ist. Auch wirft das in mir selber dann wieder eigene Innere konflikte auf.

"Soll ich anderen das moralische Messer auf die Brust setzen und steht mir diese Rolle überhaupt zu?"

Was mich unweigerlich auch wieder zum Threadthema führt.
Gibt es einen Richter am Ende oder wird es da nichts geben?
Kann somit jeder Handeln und Denken wie er/sie will ohne jede Konsequenz?
Ist vielleicht das eigene Ich der einzige Richter der das schon selbst übernimmt spätestens im Schlaf. Gerichtet durch das Unterbewusste durch Träume die oft nicht verstanden werden oder wieder bewusst verdrängt/vergessen?
Nach soviel Gedankengulasch passt dann ein Lied wie die Faust aufs Auge.
Auch irgendwie fragwürdig in der message und von vielen werde ich verachtet solche Musik zu hören, so kann sich die Gegenseite wenigstens wieder besser fühlen.;D
Aber egal in meinen Augen (um auf meinen oben gebrachten eigentlich wiederlichen und nicht gerechtfertigten Vergleich mit dem KZ-aufseher zurückzukommen) anscheinend um einiges besser noch als der der zugesehen hat.
"Frauenarzt & Taktlo$$ - Jemand muss es tun"



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20.08.2020 um 14:56
Zitat von Anonymus666
Anonymus666
schrieb am 17.03.2013:
Ich glaube an keine Reinkarnation,auch an keine Seelen,an keinen Gott oder andere mystische Wesen.Ich denke,wir entstanden aus einen reinen Zufall und das ohne jeglichen Sinn.
Dies ist meiner Meinung nach, die bittere Wahrheit.
Die Frage "Warum entstanden wir?",ist demnach eine falsche Frage.
Wir entstanden,weil der Zufall diese gewisse Würfel gewürfelt hat.....

Wie denkt Ihr zu diesen Thema und vor allem woran glaubt Ihr?
Wie groß ist Eure Hoffnung,das wir nicht alleine sind?Die Hoffnung ,niemals von dieser Erde zu verchwinden
Ich glaube exakt an dasselbe wie du.

Das Einzige, woran ich noch am ehesten glauben kann, ist das, dass wir im Universum nicht alleine sind.



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20.08.2020 um 20:10
Zitat von Materianer
Materianer
schrieb:
FlamingO schrieb am 16.06.2020:
Ab dem Tag, an dem Hausschlachtungen die einzige Möglichkeit wären, an Fleisch zu gelangen, würden viele Menschen Vegetarier werden.

Ich sage sogar die Mehrheit würde das schon alleine wegen dem Preis dann aber nicht nur deswegen. Das selbst belügen währe dann nicht mehr so einfach.
Der Mensch ist nicht mehr daran gewöhnt, so etwas von klein auf zu sehen, wenn das aber wieder normal wäre, wäre eine Hürde schon mal weg. Ich denke, Mitgefühl tritt in den Vordergrund, weil es nicht mehr normal ist, so etwas zu sehen. Dadurch gibt es einen größeren Raum dafür, plötzlich schockiert zu sein.

Sonst würde man vielleicht eher denken: Das Tier zuckt ein bisschen so wie immer. Das soll jetzt sooo schlimm sein? Ausnahmen gibt es natürlich immer, ich könnte, da ich selbst nicht so aufgewachsen bin, nicht mit Sicherheit sagen, wie es bei mir wäre.
So etwas kann man unmöglich wissen, ohne in den Schuhen der anderen gelaufen zu sein.Man kann so etwas eben immer nur aus dem Kontext des eigenen Werdens betrachten und das ist eben gefärbt, wie stark, weiß man gar nicht.
Zitat von Materianer
Materianer
schrieb:
Gibt es einen Richter am Ende oder wird es da nichts geben?
Kann somit jeder Handeln und Denken wie er/sie will ohne jede Konsequenz?
Ist vielleicht das eigene Ich der einzige Richter der das schon selbst übernimmt spätestens im Schlaf. Gerichtet durch das Unterbewusste durch Träume die oft nicht verstanden werden oder wieder bewusst verdrängt/vergessen?
Ja.
Im Grunde bleibt die letzte Konsequenz immer gleiche, egal was man gemacht hat: man stirbt.
Ich denke, also bin ich - nicht mehr gültig und das wars, Kiste zu.



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21.08.2020 um 09:52
Zitat von Yooo
Yooo
schrieb:
Der Mensch ist nicht mehr daran gewöhnt, so etwas von klein auf zu sehen, wenn das aber wieder normal wäre, wäre eine Hürde schon mal weg. Ich denke, Mitgefühl tritt in den Vordergrund, weil es nicht mehr normal ist, so etwas zu sehen. Dadurch gibt es einen größeren Raum dafür, plötzlich schockiert zu sein.

Sonst würde man vielleicht eher denken: Das Tier zuckt ein bisschen so wie immer. Das soll jetzt sooo schlimm sein? Ausnahmen gibt es natürlich immer, ich könnte, da ich selbst nicht so aufgewachsen bin, nicht mit Sicherheit sagen, wie es bei mir wäre.
So etwas kann man unmöglich wissen, ohne in den Schuhen der anderen gelaufen zu sein.Man kann so etwas eben immer nur aus dem Kontext des eigenen Werdens betrachten und das ist eben gefärbt, wie stark, weiß man gar nicht.
Da gebe ich dir recht, denke aber dass wenn man es nicht von klein auf kennt es schwierig ist sich an sowas zu gewöhnen.
Meine Oma hat damit auch keine Probleme, die kennt das Töten und zerlegen noch von früher.
Vor ein paar jahren hat sie zweiteres auch noch gemacht bei Wild.
Wobei das auch nochmal 2 unterschiedliche Härtegrade sind würde ich sagen also töten und zerlegen.
Mir hat es schon gereicht als ich in einer Großschlachterei auf Montage war und die Flißbandproduktion da mit ansehen musste, ich denke jeder der Fleischprodukte aus Massenproduktion konsumiert sollte sich das mal angesehen haben.
Wenn ich an den Gedärmeraum denke, die Wärme, den Blutgeruch, Köpfe am Fließband ... ich schreibe mal nicht weiter sonst wird einigen beim Lesen schon schlecht lol
Klar gibt es bestimmt einige die sich daran gewöhnen oder es überspielen könnten, ich denke das währe aber ähnlich schädlich für die Psyche wie bei Kriegsrückkehrern die mit ihren Bildern im Kopf leben müssen, natürlich auch wieder in einer abgeschwächten Form.
Zitat von Yooo
Yooo
schrieb:
Ja.
Im Grunde bleibt die letzte Konsequenz immer gleiche, egal was man gemacht hat: man stirbt.
Ich denke, also bin ich - nicht mehr gültig und das wars, Kiste zu.
Höchstwahrscheinlich schon ja, nur ob es wirklich so ist kann keiner sagen, so wie es Höchstwahrscheinlich keine Reinkarnation und Seele über unser Sein hinaus gibt.

Was ich aber ziemlich unlogisch finde ist das hier:
Zitat von Anonymus666
Anonymus666
schrieb am 17.03.2013:
Ich denke,wir entstanden aus einen reinen Zufall und das ohne jeglichen Sinn.
Nicht an Gott glauben aber dass wir aus einem Zufall heraus entstanden sind (die Frage nach dem Sinn lasse ich jetzt mal aussen vor) wie geht das?
Dazu muss man sich erstmal mit der Frage beschäftigen was Zufall überhaupt ist und wo er in der Natur vorkommt, dar ja alles eine folge von Abläufen zu sein scheint, stichwort Kausalkette.
Auf Quantenebene scheint es Zufall zu geben, wobei Einstein sagte dass das dem Umstand bedingt sei dass wir noch nicht alle Umstände kennen.

Wikipedia: Bohr-Einstein-Debatte

Ich denke manche Sachen sollte man auch einfach offen lassen und sich nicht zu sicher sein mit Aussagen wie:
Zitat von Anonymus666
Anonymus666
schrieb am 17.03.2013:
Wir entstanden,weil der Zufall diese gewisse Würfel gewürfelt hat.....
oder auch dass es keinen Gott gibt.
Denn damit verschließt man sich auch automatisch in gewisser weise, es begrenzt das eigene Denken weil man Sachen ausschließt die aber wahr sein könnten.

Dazu noch ein Einstein Zitat mit das verdeutlicht was ich meine, ich denke auch ohne solch ein offenes Denken ist kaum Fortschritt möglich.
Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen."
Quelle: Albert Einstein, aus "Mein Glaubensbekenntnis", 1932



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Der Glaube an Nichts

21.08.2020 um 20:34
Zitat von Materianer
Materianer
schrieb:
Klar gibt es bestimmt einige die sich daran gewöhnen oder es überspielen könnten, ich denke das währe aber ähnlich schädlich für die Psyche wie bei Kriegsrückkehrern die mit ihren Bildern im Kopf leben müssen, natürlich auch wieder in einer abgeschwächten Form.
Ich war für einige Stunden in einer Sauenzucht, da lagen lauter Fruchtblasen von den geborenen Schweinen rum.
Als ich das angefasst habe, war die Kotze so halb im Hals (ich denke, die meisten kennen dieses Gefühl, kurz davor zu sein los zu kotzen und es still stehend und angestrengt es so gerade eben noch zu unterdrücken). Manche kleine Schweinchen waren deformiert, weil sich die Mütter ständig drauf gesetzt haben.

Die Leute waren alle sehr freundlich dort.
Das geht einfach nicht so wirklich in den Kopf.😅
Daran seh ich halt auch wieder, wie wenig es eine Rolle spielt, was jemand macht oder welche Meinungen er hat und dennoch in anderen Bereichen freundlich und sympathisch sein kann.
Am Schlusslicht kommt dann wohl der sympathische Serienkiller, der alte Leute aus Nächstenliebe über die Straße hilft.^^

War in irgendeiner Doku über einen aus Russland, der Nachbar meinte so: War eigentlich ganz normal, so wie alle anderen auch.😅
Tja: Brust oder Keule?



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21.08.2020 um 20:46
Zitat von Yooo
Yooo
schrieb:
Ich war für einige Stunden in einer Sauenzucht, da lagen lauter Fruchtblasen von den geborenen Schweinen rum.
Als ich das angefasst habe, war die Kotze so halb im Hals [ ... ] Manche kleine Schweinchen waren deformiert, weil sich die Mütter ständig drauf gesetzt haben.
Jeder, der diese Erfahrung nicht machte, kann froh sein um die Ersparnis. Es mag da hartgesottene Zeitgenossen geben, die Erlebnisse solcherart (vermeintlich) wegstecken oder runterreden, doch ruft es in mir Abscheu hervor.



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21.08.2020 um 21:39
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb:
Jeder, der diese Erfahrung nicht machte, kann froh sein um die Ersparnis. Es mag da hartgesottene Zeitgenossen geben, die Erlebnisse solcherart (vermeintlich) wegstecken oder runterreden, doch ruft es in mir Abscheu hervor.
Als ich nach Hause gefahren bin, musste ich erst im Wald halt machen, hatte Angst, einen Unfall zu bauen.
Ist schon kein gutes Gefühl, das erlebt zu haben, manchmal daran zu denken, dass es ganz normal ist und man selbst absolut nichts wirklich relevantes dagegen ausrichten kann.
Ist ja auch die Ohnmacht, die einen beschäftigt.

Ganz kurz kam der Gedanke hoch, ob ich die jetzt ein in die Fresse hauen soll.
Dann aber wieder, wer davon was haben sollte? -> tief durchgeatmet
Also habe ich mich dafür entschieden, mich zu verabschieden und die Gesichter heile zu lassen.

Man müsste Menschen irgendwie von den einen Zustand, in einen anderen bekommen können.



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Der Glaube an Nichts

22.08.2020 um 15:25
Zitat von off-peak
off-peak
schrieb:
Ich kann hier keine Verwirrung sehen.
Verwirrung ist ja auch subjektiv und entsteht nur im eigenen Kopf, oder auch nicht.

Die Vorstellung jedenfalls, dass ein Universum zufällig aus nichts Gegebenem heraus entsteht, empfinde ich ebenfalls als ziemlich verwirrend, solange bspw. a) nicht klar ist, was genau damit gemeint sein soll und b) auch sonst keine näheren Ausführungen etwa zum Ergebnisraum und anderen Details eines typischen Zufallsexperiments erbracht werden.

In einer anderen Diskussion sprach unser User @1.21Gigawatt ja bspw. von einem ominösem und sämtliche Möglichkeiten enthaltenen "Potential", welches eben u.a. auch unser Universum enthalte, so dass es - rein zufällig und aus allen - übrigens überabzählbar unendlich vielen (!) - Möglichkeiten auserwählt wurde, zu existieren. Hurra. Alternativ hätte - demnach - aber auch ein mit sämtlichen Göttern der griechischen und römischen Mythologie befülltes Baseballstadion, eine grün-rose-karierte Salatschüssel oder ein banales Käsetoast in die Existenz katapultiert werden können*, aber nein, es war - zufällig - ein Universum, wie wir es nun vor uns haben. Aber vielleicht wird ja bei der nächsten Ziehung endlich das Käsetoast gezogen, wer weiß das schon...

*hier sämtliche (überabzählbar unendlich vielen) Alternativen aufzuzählen, wäre freilich etwas zu viel...



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Der Glaube an Nichts

22.08.2020 um 19:56
Das Problem ist, das sich die menschliche Gedankenwelt kein "Nichts" vorstellen kann.
In unserer Realität gibt es das nicht. Alles ist irgendwo drin enthalten, bzw wird von irgend etwas umgeben.

Der Stuhl steht im Raum,
Der Raum ist in der Wohnung
Die Wohnung ist im Mietshaus
Das Haus steht in einer Strasse
Die Strasse liegt in einer Stadt
die Stadt ist in einem Land
Das Land auf einem Kontinent der Erde.
Die Erde befindet sich im Weltall.

Aber in welchem Raum befindet sich das Weltall ?
Das All soll sich ausdehnen, aber wohin in welchem Raum ausdehnen? Was kommt danach.

Das sind Fragen, die die Menschheit schon immer beschäftigt haben und diese oft nur mit Hinweis auf eine höhere Macht die dahinter stecken muß beantwortet wurde. Einen "Gott" (oder Götter) die das alles steuern.

Ich denke die Frage nach dem Nichts wird für unsere menschlichen Gehirne nie begreifbar werden



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Der Glaube an Nichts

22.08.2020 um 20:15
Zitat von FlamingO
FlamingO
schrieb am 19.08.2020:
Ich esse auch saugern Schnitzel oder Rinderrouladen, würde mich aber weigern, das lebende Tier auszuwählen oder gar zu schlachten, welches dazu verarbeitet werden müsste. Das ist der Zwiespalt.
Das ist kein Zwiespalt, sondern inkonsequent. Damit sich das ändert wäre es eine heilsame Option, das was man auf dem Teller haben will auch selbst zu töten. War zu den Anfängen des Menschseins ja auch Notwendigkeit.



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22.08.2020 um 20:18
Zitat von Noumenon
Noumenon
schrieb:
aber nein, es war - zufällig - ein Universum, wie wir es nun vor uns haben.
Nein es ist eins, das von unseren Gehirnen begriffen werden kann, für ein anderes reichen womöglich unsere denkerischen Kapazitäten nicht aus.



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22.08.2020 um 20:31
Zitat von KL21
KL21
schrieb:
Das ist kein Zwiespalt, sondern inkonsequent. Damit sich das ändert wäre es eine heilsame Option, das was man auf dem Teller haben will auch selbst zu töten. War zu den Anfängen des Menschseins ja auch Notwendigkeit.
Wahrscheinlich fällst du auch selbst den Baum, wenn du mal wieder 'ne Rolle Klopapier brauchst...
Zitat von KL21
KL21
schrieb:
Nein es ist eins, das von unseren Gehirnen begriffen werden kann, für ein anderes reichen womöglich unsere denkerischen Kapazitäten nicht aus.
Ich sehe zwar keinerlei Bezug und/oder Widerspruch zu meiner (ironischen und aus dem Kontext gerissenen) Aussage, wollte aber eh erst einmal duschen und dann einkaufen gehen...



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