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Integration in Deutschland - Top oder Flop?

354 Beiträge, Schlüsselwörter: Integration

Integration in Deutschland - Top oder Flop?

28.08.2014 um 19:41
liaewen schrieb am 22.07.2014:Letztes Jahr habe ich mal ausgerechnet wie hoch der Deutschlandanteil an der Uni in Salzburg ist, das waren ca. 20% Diejenigen machen es genau so wie die Türken. Die kommen zu uns, studieren und arbeiten vl. und gehen dann wieder zurück nach Deutschland ^^ Ist mit Immigranten wohl überall das gleiche ^^
Also ich hab mir mal sagen lassen müssen, Österreicher sind auch nur deutsche.


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Integration in Deutschland - Top oder Flop?

28.08.2014 um 19:48
derpreusse schrieb:Hier gab es noch keine Fälle in denen sich die Bewohner einer Stadt zusammengetan haben um Roma Familien aus ihren Häusern zu jagen.
Rostock- Lichtenhagen, Mölln und Solingen? In Deutschland gab es durchaus solche Fälle, die man nicht relativieren sollte.
derpreusse schrieb:Aber wie gesagt schau mal nach bspw. Schweden. Dort sind es nichtmal radikale Islamisten die in großes Problem darstellen. Dort sind es muslimische/afrikanische Einwanderer die die Kriminalitätsstatistiken anführen. Allen voran Vergewaltigung.
Ich hatte mal einen Link zur Hand in dem eine junge Schwedin auf die massiven Probleme in ihrem Land aufmerksam macht. Aber sowas bleibt ja meist ungehört.
Sozialverhalten und Bildungsgrad hängen miteinander zusammen. Dafür musst du nichtmal nur auf Muslime und Afrikaner schielen.

In ihrer noch sehr präsenten Zeit in Deutschland hat sich die amerikanische Armee bzw. ihre Soldaten auch nicht immer rühmlich präsentiert. Vergewaltigungen von deutschen Frauen durch amerikanische Soldaten sind genauso ein Kapitel deutscher Geschichte, dass sogar noch sehr unaufgearbeitet ist. Aber so schlimm dieses Kapitel ist, man muss genauso davon ausgehen, dass wir wie beim Rest des Themas von einem Unterschichtendilemma ausgehen müssen.

Du wirst aus Menschen, die aus Queens oder der Bronxe in New York oder einem Ghetto in L.A. nicht Menschen machen können, als wären sie aus Beverly Hills.

Das hat auch an sich nichts mit Einwanderer oder Einwanderung an sich zu tun, weil das eine Frage sozialstruktureller Art ist. Als würdest du Bewöhner von Hamburg Billstedt nach Blankenese aussiedeln.
derpreusse schrieb:Was heißt denn Querschießen? Reicht es wenn sie bettelnd durch Wohngebiete ziehen? Oder muss es dafür schon Einbrüche geben?
Es gibt zahlreiche Varianten von Unterschichtenverhalten. Für mich reicht schon das lapidare häufige abhängen in Kneipen und das besoffen rumpöbeln und auf dem Boden rumliegen, um "quer zu schießen". Oder mich beeindruckt hat: Ich war mit meinem Vater abends in einer arabischen Spielunke und war einigermaßen überrascht, was so Klientel rumläuft. Hochgewachsene, breite Männer mit vernarbten Gesichtern, die auf jeden Fall nicht so aussehen, als würden sie sonst ein sozialverträgliches Verhalten an den Tag legen. In manchen Fällen schlafen deutsche Behörden scheinbar einfach.


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28.08.2014 um 20:00
Nachtrag: Wie ein mögliches Unterschichtendilemma aus Menschen mit mangelnder Bildung und schwierigem Sozialverhalten aber zu lösen ist, das weiß ich nicht. Du hast ja auch keine 100% sofort Lösung, was man mit deutschen Bewohnern aus Hamburg-Billstedt oder Berlin Neukölln machen soll. Also dass sie bessere Zukunftsperspektiven und mehr Bildung bekommen.

Vielleicht mit dem Unterschied zu Einwanderung, dass man Menschen aus den sozialen Brennpunkten, Armutsvierteln, Ghettos und Slums dieser Welt nicht unbedingt einwandern lassen muss. Was aber in manchen Fällen einer humanitären Verpflichtung widerspricht.

Das ist ja in den USA ähnlich. Möglicherweise strenge Einwanderungsregeln, aber trotzdem bestehen die gefährlichsten Gangs der Welt aus in Amerika ansässigen häufig migrantischen Leuten. Und die haben ihren Ursprung, wie die Medien berichten, auch häufig in den Ghettos von Mexiko. Aber die Amerikaner sind definitiv nicht (pseudo) "links-grün-versifft". Trotzdem ist der Umgang mit diesen Gangs auch nicht einfach so zu lösen. Oder die Einwanderung aus Mexiko so zu handhaben, dass die Gangs keinen Nachwuchs mehr haben. Aber das ist auch eine Frage sozialer Natur.


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derpreusse
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28.08.2014 um 20:17
kofi schrieb:Rostock- Lichtenhagen, Mölln und Solingen? In Deutschland gab es durchaus solche Fälle, die man nicht relativieren sollte.
Da gabs sowas auch schon? Hab ich nie was von gehört. Auch von den Vorfällen aus dem Ausland habe ich nur über Liveleak erfahren.
kofi schrieb:Du hast ja auch keine 100% sofort Lösung, was man mit deutschen Bewohnern aus Hamburg-Billstedt oder Berlin Neukölln machen soll. Also dass sie bessere Zukunftsperspektiven und mehr Bildung bekommen.
Zunächst mal verhindern das sich immer mehr Menschen aus dem Ausland diesen Parallelgesellschaften anschließen. Mit der momentanen Politik bekommen wir die Probleme sicher nicht in den Griff.
kofi schrieb:Möglicherweise strenge Einwanderungsregeln
Naja momentan werden die an Mexiko angrenzenden Staaten geradezu überschwemmt mit illegalen Einwanderern. Und aus vielen Quellen hört man das es Befehle gibt dagegen auch ncihts zu unternehmen. Aber das ist ein anderes Thema.


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28.08.2014 um 20:41
@derpreusse

Quasi Parallelgesellschaften in Deutschland haben ja auch wieder stückweit so ihre eigene Geschichte. Gastarbeiterzuwanderung, Konzentration von Gastarbeitern in bestimmten Stadtgebieten, Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt..irgendwo müssen Menschen ja wohnen. Wenn sich eine Gruppierung auf einem Fleck konzentriert, dann nicht immer unbedingt absichtlich.

Zu südosteuropäischer Zuwanderung:

Selbst das schwierige Klientel aus Rumänien und Bulgarien zum Beispiel hat nunmal das Recht auf visafreie Einwanderung. In diesem Sinne müsste man an der Personenfreizügigkeit schrauben.

Was da an Klientel kommt...in der Migrantenszene gab es, wie ich glaube, bisher immer so ne Art stille Hierarchie. Ausländer greifen schon Ausländer an, aber das ist meist ausgewählt. Ausländer untereinander können schon wissen, dass sie zum Beispiel nicht Klientel aus Nordafrika oder so angehen. Da hört nämlich der Spaß definitiv auf.

Aber interessanterweise scheren sich so manche neuen Mitbürger/innen aus Südosteuropa anscheinend nicht drum. Sind mehr als mutig. Ich weiß nicht, ob es diese Sinti&Roma sind. Aber es gibt neuere Phänomene, dass Frauen mit Kopftuch um Geld angebettelt, Nordafrikaner überfallen oder penetrant angebettelt werden. Ein algerischer Bekannter wurde überfallen. Also so richtig mit ausrauben und so. Das ist sowas von neu. Also zumindest in meiner Heimatstadt.

Von daher ist das so oder so keine rein "biodeutsche Angelegenheit", sondern eine gesamtgesellschaftliche, wenn die deutschen Behörden, wenn auch im Auftrag der Politik, sich verzetteln. Monokulturelle Auswüchse in Parallelgesellschaften lassen auch kaum eine Diversität an Herkünften zu. Wer unter sich bleiben will, bleibt auch unter sich. Und das ist nicht gut und zu verhindern. Mit allen möglichen Mitteln.


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derpreusse
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28.08.2014 um 20:57
kofi schrieb:Quasi Parallelgesellschaften in Deutschland haben ja auch wieder stückweit so ihre eigene Geschichte. Gastarbeiterzuwanderung, Konzentration von Gastarbeitern in bestimmten Stadtgebieten, Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt..irgendwo müssen Menschen ja wohnen. Wenn sich eine Gruppierung auf einem Fleck konzentriert, dann nicht immer unbedingt absichtlich.
Im Grunde finde ich sowas auch überhaupt nicht schlimm. Dann geh ich durch einen Stadtteil in dem ich ein Stückweit eine andere Kultur erleben kann, garkein Problem. Aber das nimmt im Moment eben ganz andere Züge an. Nährboden für Extremisten und viel Kriminalität etc.
kofi schrieb:Zu südosteuropäischer Zuwanderung:
Mir kann einfach niemand erzählen das die steigenden Einbrüche und Diebstähle nichts mit der Einwanderung zu tun haben. Es ist einfach vollkommen absurd das abzustreiten.
In meiner Stadt ziehen diese Menschen um die Häuser und betteln um Geld. Und die Zahl der Einbrüche ist auch (für Kleinstadtverhältnisse) extrem angestiegen. Würde ich jetzt der Sache nachgehen, würde ich hundert pro irgendwo ein Haus finden in das ein Zigeunerklan eingezogen ist.


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29.08.2014 um 03:09
@derpreusse

Mit einem eventuellen Unterschichtenverhalten kommen natürlich auch viele andere Begleiterscheinungen. Parallelgesellschaften bieten sich halt auch nicht unbedingt an, wenn das deutsche Jugendamt nicht mehr die Sicht in jede Familie hat. Kindesmisshandlung und sonstige Gewalt, sexueller Missbrauch, negative religiöse Indoktrinierung usw., der Staat muss die Möglichkeit haben, an Familien ran zu kommen und u.U. Kinder zu beschützen/zu retten.

Und die Polizei darf nicht zulassen, dass es Räume gibt, die für Homosexuelle, Schwarze, Juden oder u.U. Frauen nicht begehbar sind. Theoretisch muss in Berlin Kreuzberg, Duisburg-Marxloh oder in Bonn Tannenbusch jederzeit ein Christopher Street Day möglich sein. Und zwar so, dass die Sicherheit der Teilnehmer/innen gewährleistet ist.

Aber solche Aspekte muss sich auch die deutsche Linke fragen lassen, wie sie damit umgehen will. Wie wir mal besprochen haben, dass sind ja auch irgendwo ihre Themen: Feminismus/Gender/ Frauen, die sie in bestimmten parallelgesellschaftlichen Strukturen gar nicht mehr so richtig durchbringen können. Wenn man es so sieht, ist Einwanderung jetzt auch nicht unbedingt für die deutsche linke so von Vorteil. Wenn wir schwerpunktmäßig Einwanderung aus sozialen Brennpunkten im Ausland haben, dann sowieso. Akademiker/Fachkräfte etc. neigen ja dann doch oft eher zu rot oder grün?

Traditionell sind aber viele Länder auf der Welt einfach konservativr gestrickt, wie ihre Menschen dann halt auch. Was einwandert ist meist von Natur aus grundsätzlich CDU/CSU nah, gelegentlich auch AfD entsprechend oder noch weiter rechts.

Das Phänomen siehst du auch an vielen Menschen in Deutschland mit osteuropäischen Wurzeln. Da bauen halt SPD und Grüne darauf, dass sie paar Moscheen bauen und dann vor allem die Türken zufrieden sind und die SPD sowie die Grünen mögen. Die CDU springt ja mittlerweile auch auf den Zug auf.


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exul
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29.08.2014 um 03:15
Die Frage ist, was wir von Integration überhaupt erwarten (dürfen). Ich glaube viele treffen die notwendigen Unterscheidungen zwischen Integration, Assimilation und Parallelgesellschaft nicht hinreichend.

Menschen sind nur bis zu einen gewissen Grad biegsam/formbar. Eine vollkommene Integration kann es nicht geben. Denn diese wäre eine vollkommene Assimilation.


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29.08.2014 um 03:46
@exul

Dafür ist ja die deutsche Fußballnationalmannschaft ein ganz gutes Beispiel finde ich.

Betrachten wir mal Miroslaw Klose, Lukas Podolski und Mesut Özil.

Klose in Polen geboren und singt die deutsche Hymne mit, oder? Podolski in Polen geboren und singt glaube ich die Hmyne nicht mit, oder? Özil in Deutschland geboren und singt die deutsche Hymne nicht mit. DAS sollte normal auch nicht sein, wenn man in Deutschland geboren ist und sich kaum was unter Deutschland vorstellen kann und somit die Hymne nicht mitsingt.

Miroslaw Klose ist natürlich ein Idealfall gelungener Integration. Wenn das nicht schon Assimilation ist? Podolski ist sicher Beispielfall für gelungene Integration und Özil ja, sein deutsch ist jetzt nicht sooo gut? wie das von anderen türkischstämmigen Spielern in Deutschland. Aber er ist auch gelungene Integration!?


Warum die Polen Podolski und Klose so unterschiedlich sehen:
http://www.derwesten.de/sport/fussball/em/warum-die-polen-podolski-und-klose-so-unterschiedlich-sehen-id6736861.html
Klose singt die deutsche Nationalhymne mit

Miroslav Klose hingegen ist ein ruhiger, der Öffentlichkeit gegenüber verschlossener Charakter. Er sagt, dass er sich als Deutscher fühlt, im Gegensatz zu Podolski singt er die Nationalhymne mit. Öffentlich spricht er seltener polnisch. All das gereicht zum Nachteil. Vor dem Danziger Eröffnungsspiel geisterten Zitate von Kloses Vater durch die Presse, in denen der Eindruck entstand, Klose wolle nicht viel mit seinem Geburtsland zu tun haben. Daher die Pfiffe.Klose sagt, diese Zitate habe es nie gegeben. „Ich habe mich immer zu Polen bekannt und liebe dieses Land wie Deutschland. In Polen wohnen ein Großteil meiner Familie und viele Freunde.“ Nach Polen fährt er, um beim Angeln zu entspannen. Ein Bekenntnis, von dem Klose hofft, dass es ankommt bei den Fans, die Podolski tiefer in ihr Herz geschlossen haben. Bei der EM 2008 schoss Poldi den 2:0-Sieg gegen Polen mit zwei Toren heraus. Den Jubel unterließ er, stattdessen verbarg er sein Gesicht hinter den Händen. Bei der nun beginnenden EM könnten beide Mannschaften wieder aufeinander treffen. Wenn Polen in der Gruppe Erster wird und Deutschland Zweiter, gäbe es ein Viertelfinal-Duell in Warschau.
Der Stadt, in der Podolski mit seiner Stiftung den Bau eines Kinder- und Jugendzentrums finanziert.
Daniel Berg
Ein Beispiel für Assimilation ist natürlich für die Öffentlichkeit Philip Rösler. Mehr deutsch geht gar nicht.


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exul
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29.08.2014 um 04:20
kofi schrieb:Ein Beispiel für Assimilation ist natürlich für die Öffentlichkeit Philip Rösler. Mehr deutsch geht gar nicht.
:chinamann: :D

Bitte mir zu verzeihen. Aber für mich wirkt das immer recht anorganisch, wenn Ethnien, die eindeutig als nicht der - wie drückt man das korrekt aus? - "nordischen Rasse" (dem in unseren Breitengraden normalen Typus Mensch) angehörend identifiziert werden können (rein optisch) als "deutsch" oder "Deutsche" tituliert werden.

Selbstverständlich sind sie - nach erfolgreicher Einbürgerung - vor dem Gesetz Deutsche. Aber komisch ist das dennoch.

Wenn man mir ein Bild eines schwarzen Menschen ohne weitere Informationen zeigen würde, käme ich von mir aus nie auf den Gedanken, dass es sich um einen Deutschen handeln könnte. Das hat nichts mit einer grundsätzlichen Abwehrhaltung zu tun. Es wäre einfach nicht augenfällig. Zumindest für mich.

Ebensowenig wie ich asiatisch Aussehenden einem afrikanischen Land zuordnen würde.


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exul
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Integration in Deutschland - Top oder Flop?

29.08.2014 um 04:22
Edit:

Was Rösslers Werdegang und seine (unterstellte) Art angeht stimme ich Dir vollkommen zu. Das geht wirklich fast nicht mehr deutscher :D @kofi


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29.08.2014 um 04:36
@Aperitif
Aperitif schrieb:Also ich hab mir mal sagen lassen müssen, Österreicher sind auch nur deutsche.
Erstens stimmts ethnisch nicht, zweitens gabs "Deutschland" erst nach dem WK1, und genaugenommen nach dem WK2 auch nicht mehr, nicht als eigenständige souveräne Nation
Deswegen habens auch nur ein Grundgesetz und keine Verfassung.

Nicht zu vergessen das wir schon lange Teil des Römischen Empire waren nebst Strassen, Büchern und Wasserversogung als ihr noch im Wald gelebt habt - sprichwörtlich ^^

Also sollns uns ned in einen Topf schmeissn, nur weil die Teile unserer Sprache vergewaltigen *ggg*


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29.08.2014 um 04:45
bofh schrieb:Also sollns uns ned in einen Topf schmeissn, nur weil die Teile unserer Sprache vergewaltigen
wir haben euch immerhin euren "exportschlager" abgenommen.... dafür solltet ihr uns auf ewig dankbar sein ! ;)


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29.08.2014 um 05:05
@exul

Diese Denke ist ja recht typisch hier in Deutschland. Gibt es sogar ein Begriff für, den ich aber vergessen habe. Ist aber auf jeden Fall das zwei deutsche Eltern Prinzip. Das tief verwurzelte Festhalten an der deutsch-ethnischen Homogenität oder so.

Das gehört ja genauso zu dem Phänomen, Menschen unabhängig von in Deutschland geboren oder nicht als "Ausländer" oder "Migrant" zu bezeichnen. Das ist so tief verwurzelt, dass das sogar die linkesten deutschen linken machen. Das ist ja, was in Frankreich oder den USA anders ist. Also die Zugehörigkeit zur Nation ist bei Geburt im Inland quasi unbestritten.

Das ist Übungssache oder ein bisschen deutsche Mentalität mit dem schwarzen Deutschen. Wenn ich im TV durch das Programm zappe, auf CNN oder einem französischen Kanal einen schwarzen Nachrichtensprecher sehe, mache ich mir keine Gedanken über die Herkunft. Das sind für mich Amerikaner oder Franzosen.

Aber wenn ich durch das Programm zappe und Hülya Özkan im ZDF sehe, dann frage ich mich ob sie türkischen Migrationshintergrund hat. Ein Schwarzer, da würde auch ich auch 1000 Jahre rumrätseln. Das erlernt man selbst in der migrantischen community, wenn Kinder/Jugendliche/junge Erwachsene sich nicht als Deutsche verstehen, obwohl sie in Deutschland geboren sind und aufwachsenbzw. aufgewachsen sind.


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29.08.2014 um 05:12
Unsere türkeistämmigen Mitbürger/innen sind ja oft ein bisschen sensibel bei diesen Fragen, aber ist trotzdem interessant die Gedanken von Ozan Ceyhun zu lesen. Der als politisch aktiver türkischstämmiger sich auskennt oder auskennen sollte mit deutscher Politik.

http://www.tagesspiegel.de/politik/integration-man-wird-nie-deutscher/1951616.html
Integration Man wird nie Deutscher

Ozan Ceyhun musste das einsehen, als er alles erreicht hatte. Sogar der Kanzler empfing den Politiker. Aber bei Gerhard Schröder passiert es. Da war er wieder nur der Türke. Deshalb ging er fort, in ein Land, in das er auch nicht gehörte.

Erst im Zentrum Deutschlands ist Ozan Ceyhun klar geworden, dass die Deutschen ihn nie ganz akzeptieren würden. Beim Kaffeetrinken mit dem Kanzler war das, vor acht Jahren. Gerhard Schröder, gerade wiedergewählt, wollte sich bei Ceyhun bedanken. Die Bundestagswahl war knapp gewesen. Seinen Wahlsieg hatte er nicht zuletzt den türkischstämmigen Wählern zu verdanken, die Ceyhun mit einem furiosen Wahlkampfeinsatz für die SPD mobilisieren konnte. Das wollte der Kanzler nun persönlich würdigen.

Tiefen Stolz fühlte Ceyhun, als man ihn in das Arbeitszimmer mit Aussicht auf den Reichstag bat. Lange währte das Gefühl nicht. Als Ceyhun den Raum eine halbe Stunde später verließ, hatte er verstanden.
Viel hat der SPD- Politiker über seine Identität nachgedacht. Jetzt hat er die türkische Staatsbürgerschaft beantragt und geht in die türkische Politik.

Manche könnten jetzt denken, er gehe zurück. Aber die liegen falsch. Ebenso falsch wie Gerhard Schröder. Die Begegnung mit dem Bundeskanzler war zunächst so erfreulich verlaufen, wie Ceyhun sich das vorher ausgemalt hatte. Nach dem Händedruck und ein paar passenden Dankesworten erkundigte sich Schröder nach den politischen Plänen seines Besuchers, der damals deutscher Abgeordneter im Europaparlament war und das auch gerne bleiben wollte. Dann lud er ihn zum Espresso ein, ließ zwei Tässchen servieren und plauderte mit ihm über tagespolitische Themen – darunter die Wahlen in der Türkei, bei der die neue AKP von Recep Tayyip Erdogan gerade an die Regierung gekommen war. Damals konnte der Rest Europas noch wenig mit der früheren islamistischen Partei anfangen. „Sag mal, Ozan“, schnitt der Kanzler das Thema an. „Warum haben deine Landsleute eigentlich diesen Erdogan gewählt?“

Unter Platanen an der Küste des Bosporus erzählt Ceyhun von der Unterhaltung, die sein Leben verändert und ihn in den Istanbuler Stadtteil Emirgan geführt hat, wo er aufgewachsen und zur Schule gegangen war, bis er 1980 beim Militärputsch fliehen musste. An ein Leben in der Türkei hatte er als deutscher Staatsbürger und deutscher Politiker, Ehemann einer deutschen Frau und Vater deutscher Kinder nie gedacht, und auch danach ist die Entscheidung erst langsam gereift. Der Schock jenes Augenblicks sitzt ihm noch immer in der Seele, seine Gedanken in jenen Sekunden blitzartiger Erkenntnis sind ihm wie in Zeitlupe ins Gedächtnis eingebrannt. Warum haben deine Landsleute eigentlich diesen Erdogan gewählt?

Sollte er Duzgenosse „Gerd“ wirklich darüber aufklären, dass er gar kein Türke sei und von türkischer Innenpolitik ebenso wenig verstehe wie er? Sollte er ihm vorhalten, dass er sich für seine Unterstützung bedankt und ihn gleich wieder ausgegrenzt hatte?

„Und dann habe ich eine Entscheidung getroffen, ich habe gedacht: nein!“, erzählt Ceyhun. Tausendmal hätte er dem Kanzler wie schon so vielen vor ihm erklären können, dass nicht Erdogan-Wähler seine Landsleute seien, doch es brachte nichts. „Ich habe mir gedacht: Sieh es doch einfach ein, akzeptiere es endlich: Man wird nie Deutscher.“

Ceyhun hält inne, blickt hinaus auf den im Sonnenschein schimmernden Bosporus. Zwischen den lachenden und schwatzenden Istanbulern in dem Straßencafé wirkt er etwas einsam. Als säße er im Schatten einer Einsicht, die damals nicht einfach war für ihn, der sich jahrzehntelang mit Leib und Seele um „Integration“ bemüht hatte.

Ceyhuns Geschichte sagt viel über Empfindlichkeiten, Achtlosigkeiten und Vorurteile, die türkischen Deutschen das Leben in ihrer angenommenen Heimat oft verleiden und die sich auch bei Eliten noch wiederfinden. Ceyhun spricht so gut Deutsch, wie man es nur irgend verlangen kann von jemandem, der eine Sprache erst als Erwachsener gelernt hat. Er hat seine Kinder auf Deutsch erzogen und ihnen Türkisch gar nicht erst beigebracht. Er hat sich die Bestattungsrichtlinie der Gemeinde Nauheim, Paragraf 7, von einer Verwaltungsangestellten diktieren lassen, als Test, um seine Befähigung zur deutschen Staatsbürgerschaft nachzuweisen. Er hat sich als Nazi beschimpfen lassen, als er den Bundesvorstand der Grünen während des ersten Golfkriegs nach Israel begleitete. Und als ein türkischer Bekannter in Rüsselsheim einmal abfällig bemerkte, ein „echter Türke“ trage keinen Ohrring, ließ er sich sofort ein Loch ins Ohrläppchen stechen. Ozan Ceyhun wollte Deutscher sein.

Nicht, dass er sich das ausgesucht hätte. Wer hier am Bosporus so lebt wie seine Familie damals, der verlässt Istanbul nicht freiwillig. Ozan Ceyhuns Vater, Demirtas Ceyhun, war ein prominenter Schriftsteller, die Familie hoch angesehen. Der Sohn ging noch zur Schule, als das Land im Strudel politischer Gewalt versank. Er kann sich erinnern, 17-jährige Schulkameraden aus dem Leichenschauhaus abgeholt zu haben – die linken Gymnasiasten waren den „Straßenkontrollen“ rechter Killertrupps ins Netz gegangen. Der Militärputsch vom September 1980 machte den Straßenkämpfen ein Ende, doch nur die Linken wurden abgeholt, darunter Ceyhuns Vater, der im berüchtigten Metris-Gefängnis eingesperrt wurde. Als sich Soldaten bei seiner Mutter erkundigten, wo er zu finden sei, sprang Ozan Ceyhun in den nächsten Bus nach Bulgarien. Er sollte die Türkei 20 Jahre lang nicht wiedersehen.

Ins hessische Rüsselsheim verschlug es ihn. Nun spricht Ceyhun von Rüsselsheim und vom Landkreis Groß-Gerau als wären es die wichtigsten Ort der Welt. Hier am Main hat er seine Ausbildung gemacht als Erzieher, hier hat er seine Frau geheiratet und die Kinder großgezogen, hier haben ihn die Grünen in die Politik geholt, hier war er viele Jahre lang im Kreistag – und wäre es am liebsten noch immer. Zwar hat die Ausländerbehörde versucht, ihn als „Behördenfehler“ in die Türkei abzuschieben, auch seine schwangere Braut hat man beschuldigt, eine Scheinehe mit ihm eingehen zu wollen.

Zahllose Vermieter haben seiner Frau bei der Wohnungssuche zu verstehen gegeben, dass „Türke“ und „Grüner“ zwei Ü zu viel seien. Aber es war auch ein Rüsselsheimer Bürgermeister, der seine Duldung durchsetzte und ihm den deutschen „Fremdenpass“ verschaffte, als die Türkei seine Papiere einkassierte. Selbst eine Wohnung fand sich am Ende.

Wenn es also irgendwo hätte gelingen können, Deutscher zu werden, dann wäre das in Rüsselsheim gewesen. Doch nicht einmal Ceyhuns Kinder dürfen sich als Deutsche fühlen. „Die Schule, die Gesellschaft …“, seufzt Ceyhun. Seinen jüngeren Sohn Dominik pöbelte der Musiklehrer vor der ganzen Klasse an, was er sich so zu nennen habe: „Mit deinem türkischen Vater solltest du Mohammed heißen.“ Der ältere Sohn, Oliver, wusste von einer Drei-Klassen-Gesellschaft in der Schule zu berichten – „die Kinder deutscher Eltern, die Kinder türkischer Eltern und die Mischlinge“.

Obwohl die Familie in Rüsselsheim weder türkische Nachbarn hatte noch türkische Freundschaften pflegte, umgaben sich beide Söhne mit Türken. Oliver, der inzwischen studiert, hat sich ein Motto in den Arm tätowieren lassen. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, steht da auf Türkisch in altdeutscher Schrift. Beide Kinder kreiden es dem Vater an, dass sie kein Türkisch sprechen können. „Vielleicht ein Fehler“, wie er heute eingesteht.

Obwohl Familie Ceyhun weiterhin in Rüsselsheim lebt, sitzt Ozan Ceyhun nicht mehr in der Landesverwaltung von Hessen. Er sitzt an der Bosporusküste und sein Smartphone piepst und klingelt pausenlos. In Wiesbaden mag seine Mitwirkung nicht mehr gefragt sein, in der Türkei ist sie es umso mehr. Den türkischen Europa-Minister Egemen Bagis berät er und den nordzyprischen Präsidenten Dervis Eroglu. Das Parlament seiner Geburtsstadt Adana hat ihn zum Berater für Europa- Angelegenheiten ernannt. Selbst dem Bürgermeister des Istanbuler Bezirks, in dem Emirgan liegt, weiß Ceyhun ehrenamtlich zu helfen, und dem Bürgermeister des nächsten Stadtbezirks noch dazu. Sie alle schätzen die Erfahrungen und Kontakte, die er aus fast 25-jähriger politischer Praxis mitbringt.

Das Land seiner Jugend hat sich verändert. Seit die AKP an der Regierung ist, reformiert und demokratisiert sich die Türkei, und ihre Wirtschaft boomt. Der Haftbefehl, mit dem Ceyhun jahrzehntelang von den Putschisten gesucht wurde, besteht nicht mehr, ein Gericht hat ihn von allen Vorwürfen freigesprochen. Mit dieser neuen Heimat kann Ceyhun sich identifizieren. Wenn eine europafreundliche Partei ihn für die Wahlen zum türkischen Parlament im kommenden Jahr aufstellen wollte, stünde er zur Verfügung.

„Ich bin natürlich traurig, dass ich nach 30 Jahren in Deutschland einen Punkt erreicht habe, wo ich mir sagen muss: Ozan, du bist doch ein Türke“, sagt Ceyhun. „Aber“, fährt er fort, „wo mein Grab sein wird, das weiß ich noch nicht.“


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29.08.2014 um 07:01
bofh schrieb:Erstens stimmts ethnisch nicht, zweitens gabs "Deutschland" erst nach dem WK1,
Na da würde ich mich aber mal schleunigst mit Geschichte befassen. Das Deutschland bzw deutsche Reich existiert als Staat seit 1871.
Und gerade der etnie nach sind Österreicher deutsche,oder sprichst du kein deutsch? Ein Allgemeinwissen wieder erschreckend.


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29.08.2014 um 13:24
@Aperitif
lol wirklich ahnungslos sprache macht keine ethnie.

In erster Linie waren wir mal Kelten - Kelten waren nie im Deutschen Raum ansässig wenn wir mal Bayern ausklammern (das macht ihr eh sowieso)

Wikipedia: Celts

lies mal und verstehe.
Kelten waren keien Germanen auch wenn gern verwechselt.

http://suite101.de/article/die-germanen-und-die-kelten-a41956#.VABioWPPcuc

zudem hat sich sprache in dem raum zum großen teil relativ unabhängig aus der west germanischen sprache entwickelt.


Dass 1871 gabs zwar mal sowas wie einen Bund das aber so zu schimpfen ist ein bisserl gewagt angesicht das sich da nach wie vor alle länder untereinander Bekriegt haben.

Zudem war da viel nicht drinnen
auch heir hilft wikipedia

Wikipedia: Deutsches_Reich
man beachte die karte, ich glaub da fehlt etwas.

zudem bleibt mein punkt da waren wir schon seit jahrhunderten ein staat.


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29.08.2014 um 13:33
@locotes
ein amifreund hat mal zu mir gemeint das die genialste Leistungs Österreichs darin bestand der Welt weiß zu machen der wäre Deutscher gewesen ^^

Na eh ist eh ein Witz, wir waren ausserdem die einzigen die die Russen wieder losgeworden sind und zwar umgehend, lol

aber hey , bei uns war er hungernder maler, hättest das dabei belassen , aber nein, wolltets scho weida gscheiter sein ,.. na des habs davon. und wenn ich ma eure kanlzerin anschau glaub ich langsam ihr seid ein kollektiv von masochisten *gg*

unsere sind zwar auch idioten dafür ziemlich harmlose *gg*


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29.08.2014 um 15:10
bofh schrieb:Dass 1871 gabs zwar mal sowas wie einen Bund das aber so zu schimpfen ist ein bisserl gewagt
Tip des Tages lies mal deine eigenen links
Deutsches Reich ist der Name des deutschen Nationalstaates in den Jahren zwischen 1871 und 1945 und zugleich auch die staatsrechtliche Bezeichnung Deutschlands bis 1943 (ab 1943 amtlich – jedoch nicht offiziell proklamiert – das Großdeutsche Reich).
Und was das ganze mit kelten zu tun hat erschließt sich mir nicht. Sachsen Bayern Schwaben sind ebenfalls keine Germanen.


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29.08.2014 um 15:11
@Aperitif
Aperitif schrieb:Also ich hab mir mal sagen lassen müssen, Österreicher sind auch nur deutsche.
Sagten das nıcht dıe Nazıs?
Aperitif schrieb:Und gerade der etnie nach sind Österreicher deutsche,oder sprichst du kein deutsch?
Neın sınd sıe nıcht. Österreıch exestıert 5 mal langer als deutschland.


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