Unruhen in der Ukraine - reloaded
14.07.2014 um 21:47Der NDF gelingt es immer wieder Tanks abzuschiessen.
Alarmstufe „Rot“ – ein weiterer Denkanstoß von Willy Wimmer
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Die Ukraine scheint die Blaupause für weiteres Vorgehen in Europa und darüber hinaus zu werden. Das Vorgehen des ukrainischen Machthabers Poroschenko gegenüber dem Osten seines eigenen Landes und vor allem der dort lebenden Bevölkerung hat nichts mehr von dem an sich, wie Schwierigkeiten im eigenen Land beigelegt oder angegangen werden können. Das ist Krieg gegen die eigene Bevölkerung und das mit einer angeblich aus dem Boden gestampften „Nationalgarde“, die aus den faschistischen Gruppen, vor allem aus der Westukraine, geschaffen worden ist. Den Menschen in der Ostukraine wird auf diese Weise demonstriert, dass jene Kräfte zurückkehren, die in der Vergangenheit millionenfaches Leid nicht nur über diese Landstriche gebracht haben. Europa sollte sich schämen, diesen Gestalten auch nur den Schimmer eines Verständnisses zukommen zu lassen.
Das amerikanisch-Kiew-ukrainische Ziel dieses Vorgehens wird notfalls auf den offenen Krieg mit Russland aus sein, um letztlich die Ukraine als Bollwerk nicht nur gegen Russland nutzen zu können. Sollte es gelingen, die Ukraine derart den USA dienstbar zu machen, wird es einen kompletten Riegel unter US-Kontrolle zwischen dem Baltikum über Polen und die Ukraine zum Schwarzen Meer geben. Ein amerikanisches Ziel, das auf dem NATO-Gipfel in Riga 2006 schon einmal angesteuert worden ist. Da dieser amerikanische Vorstoß am Widerstand der Europäer seinerzeit gescheitert ist, hat jetzt Washington die Daumenschrauben gegenüber den unbotmäßigen Europäern angesetzt. Dann eben Totalkontrolle über die Ukraine ohne die Europäer...
Lugansk/Kiew –
Mit dem Abschuss eines Militärflugzeugs durch prorussische Separatisten hat sich der Konflikt in der Ostukraine weiter verschärft.
Die achtköpfige Besatzung der Antonow An-26 habe sich vermutlich per Fallschirm retten können, sagte am Montag Verteidigungsminister Waleri Geletej in Kiew. Er machte indirekt Russland für den Abschuss mitverantwortlich. «Die Maschine wurde von einer starken Rakete getroffen, die wahrscheinlich von russischem Territorium aus abgefeuert wurde», sagte Geletej. Das Flugzeug sei in 6500 Meter Höhe geflogen, was zu hoch sei für Waffen der Aufständischen. Moskau kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.
Die Separatisten teilten mit, sie hätten vier Besatzungsmitglieder gefangen genommen. Zudem meldeten sie den Abschuss eines Kampfjets vom Typ Suchoi Su-25. Der Pilot habe sich per Schleudersitz gerettet.
Nach großen Verlusten im Kampf gegen die Aufständischen kündigte Präsident Petro Poroschenko eine massive Aufrüstung der Armee an. In den vergangenen drei Tagen seien neue russische Raketensysteme gegen Regierungseinheiten eingesetzt worden, sagte er in Kiew bei einer Krisensitzung des Sicherheitsrats. Zudem gebe es «Beweise», dass Offiziere der russischen Armee aufseiten der Aufständischen in der Ostukraine kämpfen würden. «Darauf müssen wir reagieren», sagte Poroschenko. Moskau hatte einen solchen Einsatz stets zurückgewiesen.
Über die zunehmende Eskalation des Konflikts wollten am Abend Merkel und Putin im brasilianischen Rio de Janeiro sprechen. Der Westen fordert von Putin eine stärkere Einflussnahme auf die prorussischen Separatisten, damit diese die Waffen niederlegen und sich an Friedensverhandlungen beteiligen. Friedensbemühungen - auch unter Vermittlung Deutschlands - hatten bisher zu keinem greifbaren Ergebnis geführt.... und ich fordere vom Westen ne stärkere Einflußnahme auf die profaschistischen Nationalistengarden, damit diese die Waffen niederlegen und sich an Friedensverhandlungen beteiligen.
Die Kämpfe in der Ostukraine dauern seit Mitte April an. Die ukrainische Führung will mit dem militärischen Vorgehen verhindern, dass sich die nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk komplett von der Ukraine abspalten. Die russisch geprägte Region Donbass erkennt die proeuropäische Führung in Kiew nicht an.
Nein, den kann man auch so nicht konstruieren.unreal-live schrieb:Mir wird gerade ganz übel. Würde man diese Brigade in der Ukraine einsetzen, würden wir dann nicht automatischen einen NATO Bündnisfall heraufbeschwören? Soll da etwa eine Hintertür für einen NATO Einsatz geschaffen werden?

TFür mich klinkt das einfach nur amüsant, das bedeutet nichts anderes das in Europa mit Hilfe der anglikanischen Mächte, eine Wiederauferstehung des polnisch litauischen Reiches geplant ist. Das ist eigentlich seit 200 Jahre Tod. Es ist in Zukunft auch überhaupt nicht klar ob dieses Reich sich nicht sein eigenes Europa aufbaut. Ich stelle mir gerade vor das Deutschland vor hat eine ungarisch- österreichische deutsche Armee aufzustellen. Oder eine holländisch dänisch schwedische Armee.
Mir wird gerade ganz übel. Würde man diese Brigade in der Ukraine einsetzen, würden wir dann nicht automatischen einen NATO Bündnisfall heraufbeschwören? Soll da etwa eine Hintertür für einen NATO Einsatz geschaffen werden?
"WATCH: Haide Rizayeva, a Maidan activist and coordinator for people displaced from Ukraine's troubled regions, told journalists in Kyiv she was briefly abducted and threatened. Rizayeva said the abductors, one of whom spoke with a "strong Russian accent," offered her money if she agreed to remove a tent now housing families from Crimea on Kyiv's Independence Square. (RFE/RL's Ukrainian Service)"jeremybrood schrieb:Amnesty International:
Die Separatisten ("Volkswehr") haben Hunderte von Menschen entführt und gefoltert.
[...]Da liegt also des Pudels Kern! Wenn man das Referendum anerkennen würde, müßte man im nächsten Zuge auch die Militäraktion sanktionieren. Sehr interessant.
Die Anerkennung der Unabhängigkeit
Das zentrale und damit eng verknüpfte Problem betrifft die Rechtmäßigkeit etwaiger Anerkennungen der Unabhängigkeit dieser Gebiete. Sergei Tsekov, der neue Vertreter der Krim im russischen Föderationsrat sprach sich bereits dafür aus, dass die Welt das Ergebnis der Abstimmungen anerkennen solle. Hier liegt des Pudels Kern: betrachtet man diese Gebiete als eigenständige Staaten, ist die Rechtslage eine gänzlich andere. Die Ukraine würde mit ihrem Vorgehen gegen das Gewaltverbot verstoßen, Russland und andere Staaten könnten auf Grundlage des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung intervenieren und eine Aufnahme in die russische Föderation wäre nicht nur möglich sondern stünde als Ausübung des Rechts auf Selbstbestimmung sogar unter gebührendem Schutz. Schwerwiegende Folgen, die nach einer näheren Auseinandersetzung verlangen.
[...]Zweitens ist das Ausmaß der Beteiligung Russlands von entscheidender Bedeutung. Im Gegensatz zur Krim ist diese Frage derzeit noch ungeklärt [...]Damit wäre auch gleich noch die westliche Doppelmoral (im Umgang mit derartigen Seperatismusbewegungen) anhand des Sudans offenbart.
Sofern das russische Handeln als schwerwiegender Verstoß gegen das Gewaltverbot zu qualifizieren wäre, würde Artikel 41 der ILC Artikel zu Staatenverantwortlichkeit zur Anwendung kommen: diesem zufolge sind Staaten einerseits zu gemeinsamen Handeln aufgerufen, um derartige Verstöße zu beenden und andererseits dazu verpflichtet, daraus resultierenden Situationen die Anerkennung zu verweigern, bzw. ihre Aufrechterhaltung nicht zu unterstützen. Denkbar wäre eine derartige Feststellung grundsätzlich, da das Gewaltverbot, wie der IGH im Nicaragua-Fall entschied, auch die über Finanzielles hinausgehende Unterstützung von bewaffneten Gruppen abdeckt. Ob und unter welchen Umständen solche Maßnahmen auch als „schwerwiegend“ im Sinne von Artikel 41 der ILC-Artikel gelten, ist jedoch fraglich. Die ILC-Kommentare nennen nur den klar gelagerten Fall der irakischen Invasion in Kuwait 1990. Auch die gerne ins Feld geführte Anerkennung des Kosovo trotz der völkerrechtlich nicht gedeckten humanitären Intervention ist nicht zuletzt aufgrund von Sicherheitsrats-Resolution 1244, die diesen Rechtsmangel gewissermaßen geheilt hat, wenig hilfreich. Eine Parallele wäre die jeweilige Unterstützung der Separatisten in Eritrea und Südsudan im Zuge des äthiopisch-sudanesischen Konflikts, die der internationalen Anerkennung dieser beiden neuen Staaten nicht im Weg stand. Daher ist dieser zweite Punkt letztlich wohl weniger eine Frage des Rechts, das sich hier wohl weit auslegen ließe, sondern der politischen Interessenlagen.
Die Bundesregierung entdeckte bald ihre Sympathie für den schwarzafrikanisch geprägten Südsudan, der seit Jahrzehnten Krieg gegen den Norden führte. Auf seinem Territorium liegen rund drei Viertel der gesamtsudanesischen Erdölvorräte; klar war also, daß Khartum bei einer Abspaltung des Südens nicht nur ein riesiges Gebiet, sondern auch beträchtliche Einkünfte verlieren würde. Seit Ende der 1990er Jahre bauten nun deutsche Organisationen ihre Beziehungen zu den Separatisten aus.http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Suedsudan1/pipeline.html
[...]http://www.juwiss.de/65-2014/
Die Reaktion der Staatengemeinschaft
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt deuten freilich keine Anzeichen darauf hin, dass die Staatengemeinschaft – sollte die ukrainische Regierung langfristig die Kontrolle über die strittigen Gebiete verlieren und diese Frage somit immer drängender werden – sich in ihrer Anerkennungspraxis wesentlich von jener im Falle Abchasiens und Südossetiens unterscheiden würde, die lediglich von 6, bzw. 4 Staaten anerkannt werden. Rechtliche Schlüsse ließen sich aus dem Ausbleiben einer Anerkennung ohne entsprechende Begründung allerdings nicht ableiten – man darf nicht vergessen, dass die Anerkennung von Staaten eine Ermessensfrage ist. Anders ausgedrückt: Da es keinen Anspruch auf Anerkennung gibt, muss deren Ausbleiben nicht notwendigerweise auf einer Rechtsverletzung beruhen, zumal Staaten, allen voran Russland selbst, Sezessionen in der Regel aus politischen Gründen ablehnen. [...]
Es sind angeblich schon knapp 500.000, die Zahlen sind aber unbestätigt:Z. schrieb:... bisher ca. 100.000 Flüchtlinge verursachten, ...
Russische Behörden berichteten von einer „humanitären Katastrophe“ auf ihrem Staatsgebiet. Mehr als 22.000 Flüchtlinge hielten sich demnach am Sonntag in den insgesamt 321 eingerichteten Übergangslagern auf, wie das Zivilschutzministerium mitteilte. Die Gesamtzahl der aus der Ostukraine Übergesiedelten liegt nach Angaben der russischen Migrationsbehörde bei rund einer halben Million Menschen. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.
Juri Vitaliyowytsch Odartschenko (ukrainisch Юрій Віталійович Одарченко, * 5. April 1960 in Cherson)[1][2] ist ein ukrainischer Politiker und Mitglied der Partei Allukrainische Vereinigung „Vaterland“. Seit dem 2. März 2014 ist er der Gouverneur des Oblast Cherson.[3][4]Hält also eine beträchtliche Position in der Ukraine seit März diesen Jahres!
Provinzgouverneur Yuri Odarchenko nennt Hitler in Rede einen "Befreier"
Bei einer öffentlichen Rede zum "Tag des Sieges" hat der regionale Gouverneur von Kherson, Yuri Odarchenko, viele Gefühle der Veteranen verletzt und Adolf Hitler einen Befreier der Ukraine genannt.
Diese Rede sorgte für großen Tumult unter den vielen Zuschauern. Eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm versuchte sogar, die Rede zu unterbrechen, daraufhin wurde sie von mehreren Sicherheitskräften entfernt.
Bei der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg wurden bis zu 105.000 Bürger der Stadt getötet und über 60.000 Menschen in deutsche Arbeitslagern verschleppt, so die Historiker.
