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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

2.697 Beiträge, Schlüsselwörter: Israel, Juden, Antisemitismus, Linke, Palästina, Judenhass

Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:28
@zoonlogonechon

Ne, du verstehst mich glaube ich falsch. Um die Kritik geht es doch. Es ist richtig und wichtig Israel für Teile seiner Politik zu kritisieren. Wird ja auch gemacht.

Aber derselbe moralische Bewertungsmaßstab müsste eben doch alle Konfliktparteien auf der Welt treffen. Verstehste?

Es ist doch gerade erst Relativierung, wenn man die Luftangriffe der türkischen Armee zum Beispiel auf Stellungen der PKK minder oder gar nicht bewertet als die Luftangriffe der Israelis auf die Hamas. Echte Kritik ist Kritik, die beide Staaten unabhängig von ihrer Religion oder Nationalität kritisiert.

Es ist wichtig und richtig über gefallene Zivilisten in Gaza, und darunter Kinder, zu sprechen und zu berichten. Aber immer in dem Bewusstsein, dass einem die Kinder in Syrien, die in Assads Krieg fallen, nicht unwichtig sind. Assad lässt nebenbei Kinder foltern, hast du mitbekommen, oder?

Darum geht es doch. Alles ist gut (meiner Meinung nach), wenn man alle Seiten beleuchtet und nicht so pseudo tut, als wär da an dieser Stelle was phänomenal einzigartiges am Werk. Plötzlich ist man pseudo Friedensaktivist und Menschenrechtler. Ich will überall auf der Welt Menschenrechte und dass Menschen sicher und frei leben. Doch nicht nur die Palästinenser. Für mich ist das heuchlerisch, aus irgendeinem persönlichen Motiv die einen zu instrumentalisieren, um dann Menschenfreund zu spielen.

Das ist ähnlich wie bei der Debatte um Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland. Das gibt es und muss man bekämpfen. Diese Probleme tun den Betroffenen weh. Aber das Bewusstsein liegt jetzt darin zu sagen, Deutschland ist kein Phänomen. Großbritannien und Frankreich sowie andere Länder haben ähnliche oder die gleichen Probleme mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Von daher kann man dann doch nicht grundsätzlich "die Deutschen" bashen. Aber wie am Beispiel Israel werden oft "die Deutschen" so herangezogen, als gäbe es sonst nirgendwo auf der Welt irgendwelche Probleme. Und das ist der moralische Bewertungsmaßstab. Ich will in Frankreich genauso wenig Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wie in Deutschland. Wenn ich dagegen auf die Straße gehe, demonstriere ich nicht pauschal "gegen die Deutschen", sondern allgemein gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus überall auf der Welt.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:30
Nur der Vollständigkeit halber, hier ist der Live-Ticker aus Essen: http://www.ruhrbarone.de/liveticker-essen-demontrationen-fuer-und-gegen-israel/84091


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25h.nox
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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:36
kofi schrieb:Es ist doch gerade erst Relativierung, wenn man die Luftangriffe der türkischen Armee zum Beispiel auf Stellungen der PKK minder oder gar nicht bewertet als die Luftangriffe der Israelis auf die Hamas. Echte Kritik ist Kritik, die beide Staaten unabhängig von ihrer Religion oder Nationalität kritisiert.
israel ist ein demokratischer rechtsstaat, die türkei nicht...
bei der türkei sind wir froh das sie nicht mit panzern in stanbul parks räumt.


und ir ist doch ein ähnlicher konflikt eingefallen, der nordirland konflikt. von den engländern im namen ihrer inzestmonarchie besetzt, brutales vorgehn gegen die bevölkerung in regelmäßigen abständen...
allderings ist der konflikt politisch gelöst worden in den 90ern. könnte durchaus ein vorbild für den nahostkonflikt sein.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:45
25h.nox schrieb:israel ist ein demokratischer rechtsstaat, die türkei nicht...
bei der türkei sind wir froh das sie nicht mit panzern in stanbul parks räumt.
Ja anscheinend. Ganz genau, das meine ich. Oder zumindest so ähnlich. Aber es ist wie @zoonlogonechon geschrieben oder angedeutet hat im Kontext auch Relativierung. Wenn man sagt, Israel ist ein "Rechtsstaat", aber die Türkei nicht, und deswegen bewerten europäische/deutsche Medien und die Öffentlichkeit den Türken/Konflikt nachsichtiger. Und das ist quasi auch nicht wenig rassistisch, irgendwie.
25h.nox schrieb:und ir ist doch ein ähnlicher konflikt eingefallen, der nordirland konflikt. von den engländern im namen ihrer inzestmonarchie besetzt, brutales vorgehn gegen die bevölkerung in regelmäßigen abständen...
allderings ist der konflikt politisch gelöst worden in den 90ern. könnte durchaus ein vorbild für den nahostkonflikt sein.
Nach unserem Israelmaßstab müssten wir Großbritannien dann wohl auch aus der Sicht einen "Terrorstaat" nennen.

Aber ja, wieso könnte es kein Vorbild sein.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:45
@Aldaris
Erschreckend wie ehrlich die lieben doch sind:
19.08 Uhr: Auch nach der 1. Aufforderung der Polizei, die Versammlung aufzulösen, verharrt anscheinend ein größerer Teil der Hamas Symphatiesanten. Weiterhin fliegen Steine auf die Menschen, die friedlich für Israel demonstrieren. Hielt man sich bislang zurück, zeigen die antisemitischen Demonstranten nun ihr wahres Gesicht. Während die Polizei die 2. Aufforderung ausspricht, schallen “Scheiss Juden” Rufe über den Platz.
Aber ist ja nur Israelkritik oder muss man halt verstehen, ne...

Warum sollte ich solche Menschen eigentlich verstehen wollen ?


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:46
@kofi
Habe ich tatsächlich falsch verstanden.
kofi schrieb:Aber derselbe moralische Bewertungsmaßstab müsste eben doch alle Konfliktparteien auf der Welt treffen. Verstehste?
Ja, selbstverständlich. Die zu Grunde gelegten Kriterien sollten natürlich gleich sein.
kofi schrieb:Echte Kritik ist Kritik, die beide Staaten unabhängig von ihrer Religion oder Nationalität kritisiert.
Nein. Die religion hat außen vor zu blieben, es sei denn sie wäre Grund für die kriegerische Aktivität. Aber Nationalität kann bei Kriegen gar nicht außen vor bleiben, die Nationen sind ja die Akteure. Man kann natürlich keinerlei Bewertung aufgrund einer gewissen Nationalität vornehmen, das sollte klar sein.
Alles ist gut (meiner Meinung nach), wenn man alle Seiten beleuchtet und nicht so pseudo tut, als wär da was phänomenal einzigartiges am Werk.
So einfach ist es aber nicht. Wenn ein gewisses (linkes) Portal das sich mit Friedensforschung die Zeit vertreibt (Namen nenne ich nicht, ist nebensächlich) über Gaza schreibt, dann ist nicht Assad das Thema. Der kommt in einem anderen Artikel vor. Eigentlich relativ einleuchtend. Nur nicht für manche Leute die das Gras wachsen hören. Für die ist jede Dokumentation eines Raketenabschusses ein Zeichen für Antisemitismus und Anlass für Fäkalienbewurf.
Das Problem ist, dass dieses Thema völlig überreizt ist und nicht mehr rational betrachtet wird. Jedes Lager neigt da mittlerweile zur Paranoia. Jedes Wörtchen wird auf die Goldwaage gelegt. Entweder wird überall vermeintlicher Antisemitismus erkannt, oder man wittert die Nazi-Keule.
kofi schrieb: Von daher kann man dann doch nicht grundsätzlich "die Deutschen" bashen.
Wäre ja auch ausgemachter Unsinn. Beim Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gegen eine Gruppe von Menschen zu bashen wäre ja auch Rassismus. Vernunftbegabte Menschen tun das nicht, die demonstrieren, wie du sagtest, gegen Fremdenfeindlichkeit und drehen den Spieß nicht einfach um und erfreuen sich ihrer grandiosen Großtat.


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25h.nox
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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:49
kofi schrieb: Und das ist quasi auch nicht wenig rassistisch, irgendwie.
was hat das mit rassismus zutun? wäre die türkei eine ordentliche demokratie dann würden natürlich die gleichen maßstäbe gelten wie für israel...
kofi schrieb:Nach unserem Israelmaßstab müssten wir Großbritannien dann wohl auch aus der Sicht einen "Terrorstaat" nennen.
bestreitet das irgendwer? die iren haben noch einen vorteil, sie verpacken das ganze musikalisch ansprechend...

Youtube: ONE SHOT PADDY..By JUSTICE


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:55
zoonlogonechon schrieb:Nein. Die religion hat außen vor zu blieben, es sei denn sie wäre Grund für die kriegerische Aktivität. Aber Nationalität kann bei Kriegen gar nicht außen vor bleiben, die Nationen sind ja die Akteure. Man kann natürlich keinerlei Bewertung aufgrund einer gewissen Nationalität vornehmen, das sollte klar sein.
Gewalt, Folter, Unterdrückung und entsprechende Konflikte gibt und gab es in allen Erdteilen. Ob Afrika, Asien, Südamerika oder sonstwo. Mit Religion kann man da tatsächlich nur marginal argumentieren.

Nationalität okay, ob Pinochet in Chile oder die Ayatollahs im Iran, Folter ist Folter, Unterdrückung ist Unterdrückung.
zoonlogonechon schrieb:Das Problem ist, dass dieses Thema völlig überreizt ist und nicht mehr rational betrachtet wird. Jedes Lager neigt da mittlerweile zur Paranoia. Jedes Wörtchen wird auf die Goldwaage gelegt. Entweder wird überall vermeintlicher Antisemitismus erkannt, oder man wittert die Nazi-Keule.
Ja. Damit bin ich einverstanden. Berechtigte Kritik muss man üben dürfen.

Zum Beispiel eben, dass die Israelis raus aus dem Westjordanland müssen, die Siedler gehören da nicht hin. Punkt. Diese "Checkpoints" mit Schikanen von Palästinensern müssten aufgelöst werden. Und viele andere Probleme. Die Kritik muss sich zumindest auf jeden Fall die israelische Regierung gefallen lassen, ob sie will oder nicht. Und nicht vergessen, dass das quasi hochbezahlte? IDF/Mossad/Shin Beth Wesen für Frieden ein Hindernis ist. Solange die aus Angst vor Etat und Einflusslust Friedensbemühungen aktiv in vielen Fällen anscheinend stören, muss die israelische Regierung sich die Kritik auch Gefallen lassen. Aber das ist oder soll zumindest kein Juden-oder Israelbashing oder Instrumentalisierung sein, sondern eine nüchterne Betrachtung.


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25h.nox
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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 19:58
kofi schrieb: Mit Religion kann man da tatsächlich nur marginal argumentieren.
religiöse gesellschaften neigen eher zu gewalt als A-religiöse...
aber das ist in diesem konflikt ziehmlich egal bei es religiöse auf beiden seiten gibt und die auf beiden seiten den ton angeben.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:05
@25h.nox

Joa, Süd- und Mittelamerika ist ja überwiegend christlich, oder?

In Afrika genauso, die meisten Gesellschaften christlich, in den schlimmsten Konflikten massivste unvorstellbare Menschenrechtsverletzungen. Aber Konflikte in Afrika, müsste man sich erst einlesen.
Darüber kriegt man ja auch verhältnismäßig mit. Man sieht ja auch nur das ganze Jahr über dauernd Berichterstattung über Israel im Fernsehen, aber kaum von anderswo...^^
25h.nox schrieb:aber das ist in diesem konflikt ziehmlich egal bei es religiöse auf beiden seiten gibt und die auf beiden seiten den ton angeben.
Wobei die jüdischen Extremisten dennoch im Vergleich immernoch humaner sind als muslimische Extremisten zum Beispiel in Pakistan oder so. Meine ich. Und sicherlich auch humaner sind als die Extremisten von der Hamas. Die im Gazastreifen die Menschen teilweise terrorisieren, wie Amnesty International schreibt. Wie die Fatah im Westjordanland irgendwo auch.

Und die Muslime in Israel haben im Verhältnis zum Beispiel zu den Ahmaddiya und Christen in Pakistan unter den Juden mehr Bewegungsfreiheit und immernoch mehr Rechte. Die Extremisten in der Türkei haben für die Kurden Sprachverbote, Verhaftungswellen und Assimilisierungszwang etc. durchgesetzt. Und bomben eben kurdische Dörfer sehr viel intensiver und mit rabiaterer Gewalt zu als die Israelis palästinensische Dörfer, hab ich den Eindruck.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:07
@kofi

Okay. Argumentieren ist ein weites Feld. Ich drücke es mal anders aus:
Wenn im Staat x die Gläubige y Andersgläubige verfolgen, dann ist das zwar keine Argumentation im eigentlichen Sinne, muss aber zwingend erwähnt werden, da es sich um den Grund für die gnaze Chose handelt.

Das ist es, was mich bei vielen Zeitungsberichten stört.
"Der 17-jährige Muslim hat dies und das (meintwegen geklaut).
Der Glaube interessiert bei dieser Tat gar nicht und wird trotzdem erwähnt.
Klaut ein Deutscher, dann fragt kein Mensch ob der Christ, Atheist, Ufologe oder Graswuchsbeobachter ist.
Ginge es aber um eine religiös begründete Tat, dann wäre das natürlich schon wichtig.
Oft findet man auch unsinnige Hinweise, dass es sich um einen Ausländer handelte, obwohl es mit der Tat in keinem Zusammenhang steht. Der Dieb wird zum Roma oder Türken, bei Deutschen wird das nicht erwähnt. (wozu auch?) Das soll man sich dann denken, oder wird vorausgesetzt.


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25h.nox
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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:09
kofi schrieb:Man sieht ja auch nur das ganze Jahr über dauernd Berichterstattung über Israel im Fernsehen, aber kaum von anderswo..
ist halt immer was los, andere konflikte kühlen schneller ab...
wir hören auch immer wieder was von nordkorea, die haben es auch ganz gut raus was aufmerksamkeit angeht.
Wobei die jüdischen Extremisten dennoch im Vergleich immernoch humaner sind muslimische Extremisten zum Beispiel in Pakistan oder so.
die sind weniger mächtig, nicht weniger extrem.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:13
zoonlogonechon schrieb:"Der 17-jährige Muslim hat dies und das (meintwegen geklaut).
Der Glaube interessiert bei dieser Tat gar nicht und wird trotzdem erwähnt.
Klaut ein Deutscher, dann fragt kein Mensch ob der Christ, Atheist, Ufologe oder Graswuchsbeobachter ist.
Das wird doch gar nicht (mehr) gemacht? Im Gegenteil, entweder wird nicht mehr berichtet, oder die Herkunft und/oder Religion wird nicht erwähnt.
zoonlogonechon schrieb:Ginge es aber um eine religiös begründete Tat, dann wäre das natürlich schon wichtig.
Das ist schwierig. Aber ist doch kaum mehr das Thema.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:13
@kofi
kofi schrieb:Berechtigte Kritik muss man üben dürfen.
Eigentlich in unseren Breitengraden heutzutage ein Selbstverständlichkeit und wird auch ständig praktiziert. Kritik, Gegenkritik, Gegen-Gegenkritik, Kritik der Gegen-Gegenkritik. Ist heutzutage normal.
Nur bei Israel gestaltet sich das regelmäßig extrem problematisch.*
Siehe die heutige Demo der Linksjugend solid-ruhr in Essen, von der schon im Vorfeld bekannt wurde, dass sie von Rechten unterwandert, missbraucht und instrumentalisiert wird.
Da fällt sachliche Kritik wohl ins Wasser und die Rechten grinsen sich einen Wolf.

*Ukraine ähnlich.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:23
@zoonlogonechon

Also die linksjugend ich weiß nicht. Ich hab einmal auf die Seite der solid im Bund geluckt, und keinen einzigen oder zumindest kaum einen Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund gesehen. Das ist oft ein verdächtiges Zeichen, dass intern die sogenannte Diversität nicht reibungslos durchgesetzt oder durchgeführt werden kann. Während man aber nach außen hin ganz anders tut.

Seitdem und generell zweifle ich ohnehin an solchen Organisationen.

Das erinnert mich an die SPD, die sich intern in Fragen von Judentum oder zumindest Islam auch in weiten Teilen schwer tut. Obwohl man das nach außen hin ganz anders verkauft.

Ich hab die linkesten Linken gesprochen, die mir ihr Broder Buch gezeigt haben, und über den Islam philosphiert haben, wie man es von solchen Leuten niemals öffentlich zumindest erwarten würde.

Ich hab auch eher den Eindruck, die linke Szene in Deutschland greift unter anderem das Thema Israel und Judentum auf, weil es um was ganz anderes geht. Innerhalb von SPD/Grün und sicherlich auch CDU/CSU und dieLinke macht sich sicherlich eine klammheimliche vielleicht größere antijüdische Strömung breit. Und das gepaart mit dem Widerstreben von einzelnen gerade bei SPD und Grüne sowie sicherlich dieLinke, Themen wie Homosexualität/Gender/Feminismus mitzutragen. Und auch außerhalb sind eben nunmal in einem Bezirk wie Duisburg Marxloh größtenteils die Themen Juden/Frauen/Homosexualität/Gender verloren. Das muss man so sagen und zugeben. Im Prinzip fängt die deutsche linke Szene an, ihre Themen zu retten, hab ich den Eindruck. Eben unter einem unauffälligen Gewand bzw. unter Deckmantel anderer Themen.

So traurig wie es ist, ein Teil der potentiellen "Islamisten", die derzeit gegen Juden in den Städten Stimmung machen oder gegen die Politik der israelischen Regierung demonstrieren, wählen vielleicht SPD/Grüne/dieLinke oder sind sogar Mitglieder :s

Und ist ne Frage, wie die sich intern innerhalb der Parteien verhalten. Bleibt ja nicht alles ungesehen und ungehört...


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pokpok
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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:28
Und sowas haben wir unter uns. Naja, solche waren es ja auch denen es nicht schnell genung gehen konnte mit uns gemeinsam die Juden zu vernichten.
Anstatt sich der Deutsche heute solidarisiert lassen wir solche Schwachköpfe wie im Video zu hören, zu.
Youtube: Berlin


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 20:33
@kofi

Die linke Szene hat ja so ihre ganz spezielle Vergangenheit mit Israel und Palästina. Das ist deutlich weniger als 70 Jahre her. Das wird gerne vergessen oder unterschlagen.
Warum weiß ich auch nicht. Ich behalte mir allerdings vor, dies seltsam zu finden. Blindheit und mangelhafte Selbsterkenntnis kann so gesund nicht sein.
Nur weil sich die linke Szene (wie das komplette politische Spektrum) stark verändert hat, bedeutet das nicht, dass man künftig immun durch die Kraft der Gedanken sei. Die Rechten unterscheiden sich ja auch von denen vor 70 Jahren und niemand käme auf die Idee, dass die deshalb harmlos wären.


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 22:57
@zoonlogonechon

Hachja, ich bin ein Jahr lang regelmäßig auf SPD Veranstaltungen gegangen. Aber mittlerweile irgendwie, schon lang nicht mehr.

Vielleicht sollte klar sein, dass Juden Wahl- und Parteimitgliederlientel sind. Juden und Muslime sitzen sich in den Parteien in Deutschland gegenüber.

Es hat mich brennend interessiert, wie Juden in der SPD über Muslime denken, ob sie Angst haben, zweifeln oder ob sie Sorgen haben.Einen habe ich gefragt, und der war trotz Spannungen zwischen Muslime und Juden allgemein eigentlich entspannt. Das ist bei den Homosexuellen aber glaube ich ein wenig anders. Ich hab das Gefühl, dass die leicht angespannt sind.Das liegt aber vielleicht auch daran, dass die Muslime, schwerpunktmäßig repräsentiert durch türkischstämmige Mitbürger/innen (also in meiner Heimatstadt), die Sexualität von Genossen diskutieren. Und es Fälle gibt, wo gerade einzelne offen bekennen, dasss sie ein massives Problem mit Homosexuellen haben. Sie könnten einfach nicht die Hand von "solchen Leuten" schütteln oder mit ihnen reden.
Das betrifft sicherlich auch die sowieso als homophob charakterisierten Milli Görus People.

Und auch indirekt diskutieren, wenn sie merken, es gibt einen Juden in den Reihen. Also antisemitische Vorfälle gab es jetzt direkt nicht, nur Verdachtsmomente, ohne Beweise. Zum Beispiel zuletzt durch einen Hadji von der Moschee, der auf seinem Facebookaccount antisemitische Beiträge in Kommentaren zu seinen Postings stehen gelassen hatte, wenn nicht sogar selber welche geschrieben hat.

Steigender Antisemitismus wird halt auch begleitet (glaube ich) von steigender Homophobie und generell einem erstarken von einem Hauch von Kampf gegen "linke Ideen". Generell hinweg über alle Bevölkerungsschichten, ob deutsch oder nicht deutsch bzw. christlich, muslimisch oder atheistisch. Das ist eine Herausforderung für die deutsche Linke, die sie ja auch langsam annimmt. Es gibt nunmal auch unverhohlen seit neuester Zeit auch migrantische Menschen, die in der NPD aktiv sind oder Akif Pirincci heißen, und die deutsche Linke massiv angreifen.

Die Jusos Berlin hatten sich (fast eine Premiere) mitzumachen. Die Grünen haben drum gestritten. Es geht um diesen "al quds Tag" gegen Israel oder so. Eine Berliner Grünenfrau will demonstrieren gegen Antisemitismus, aber der Vorstand will sich anscheinend nicht anlegen mit Wahl- und Parteienmitgliederklientel. Aber in der Sache geht es wahrscheinlich eher um Rettung von bestimmten Themen der linken Szene, die sehenden Auges davonschwimmen.
« Der „Ich kann doch kein*e … sein“-Reflex der Linken

Solidarität für alle außer Jüdinnen und Juden


So­li­da­ri­tät für alle außer Jü­din­nen und Juden – Dis­tan­zie­rung vom Be­schluss des Lan­des­vor­stands der Grü­nen Ju­gend Ber­lin zum Al Quds Tag Ge­gen­bünd­nis

Ges­tern kam mein An­trag auf Un­ter­stüt­zung des an­ti­fa­schis­ti­schen Ak­ti­ons­bünd­nis­ses gegen den Al Quds Tag in Ber­lin auf der Lan­des­vor­stands­sit­zung der Grü­nen Ju­gend Ber­lin nicht durch.
Mit die­sem Blog­ein­trag möch­te ich mich als Mit­glied des Lan­des­vor­stand und po­li­ti­sche Ge­schäfts­füh­re­rin der Grü­nen Ju­gend Ber­lin von die­ser Ent­schei­dung dis­tan­zie­ren und meine Un­ter­stüt­zung für die Ar­beit und die Ziele des Bünd­nis­ses er­klä­ren.

Worum geht es über­haupt?
Am 26. Juli wer­den wie­der meh­re­re hun­dert An­ti­se­mit*innen durch Ber­lin zie­hen und so gut wie nie­man­den in­ter­es­siert es.
Die Ge­gen­de­mos sind im Ver­gleich mit An­ti-​Na­zi-​De­mos spär­lich be­sucht und auch sonst ist die ge­rin­ge Menge an Auf­merk­sam­keit die die­sem Auf­marsch zu Teil wird sehr pein­lich.
Der An­ti­se­mi­tis­mus in ganz Eu­ro­pa nimmt immer wei­ter zu, so etwas wie das At­ten­tat in Brüs­sel ist das töd­li­che Er­geb­nis. Und am Al Quds Tag nut­zen Is­la­mist*innen und Nazis jetzt die Chan­ce um die­ses Ge­dan­ken­gut noch wei­ter zu be­feu­ern.

Ei­gent­lich soll­te es doch eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein, dass man sich die­sem Marsch ent­ge­gen­stellt.
Und dann kom­men wir als Grüne Ju­gend Ber­lin, be­zeich­nen uns selbst als an­ti­fa­schis­tisch und schaf­fen es nicht mal den sim­pels­ten Teil an­ti­fa­schis­ti­scher Ar­beit zu leis­ten – uns ge­mein­sam mit Ver­bün­de­ten gegen wi­der­li­che an­ti­se­mi­ti­sche Po­si­tio­nen zu stel­len.
Das ist pein­lich und damit wird jedes Be­kennt­nis gegen An­ti­se­mi­tis­mus zur Heu­che­lei.
Man kann nicht be­haup­ten An­ti­se­mi­tis­mus zu be­kämp­fen und sich dann gegen so ein Bünd­nis stel­len.

Bei jedem Na­zi­auf­marsch wird zu Pro­tes­ten auf­ge­ru­fen – auch mit höchst frag­wür­di­gen Grup­pen, aber das ist egal, schließ­lich geht es um die Sache, man hat eine ge­mein­sa­me Schnitt­men­ge, den Kampf gegen fa­schis­to­ides Ge­dan­ken­gut. Im Fall vom Al Quds Tag ist das wohl zu viel ver­langt.
Wir ver­wei­gern lie­ber die So­li­da­ri­tät nicht nur mit Jü­din­nen und Juden son­dern auch mit Ho­mo­se­xu­el­len und Trans*-​Men­schen, denn auch diese sind Opfer der beim Al Quds Tag pro­pa­gier­ten Hetze.
Man muss ja schließ­lich schau­en, mit wem man in einem Bünd­nis ist, ein mi­ni­mal Kon­sens wie bei jeder an­de­ren Demo ist wohl zu viel ver­langt.

Auch die Ar­gu­men­ta­ti­ons­li­nie, dass ja nicht alle beim Al Quds Tag an­ti­se­mi­tisch sind, er­scheint ab­surd, wenn man sich über­legt, wir uns da sonst po­si­tio­nie­ren.
„In Dres­den trau­ern ja auch wirk­lich Leute!“ – „Beim ‚Marsch für das Leben‘ wol­len man­che wirk­lich nur disa­b­led per­sons schüt­zen!“
Das sind Schein­ar­gu­men­te um eine Be­we­gung zu ver­harm­lo­sen, die nichts harm­lo­ses an sich hat – und ge­ra­de wenn noch ver­nünf­ti­ge Men­schen dort mit­lau­fen, muss man ihnen mit einem kla­ren Ent­ge­gen­tre­ten auf­zei­gen, was der Rest der Leute dort denkt.
Und jede*r, der*die dann immer noch mit­läuft, stellt sich auch hin­ter die an­ti­se­mi­ti­schen For­de­run­gen und muss sich dafür ver­ant­wor­ten.

Das sich in der Ab­stim­mung bei uns im Lan­des­vor­stand die Mehr­heit ent­hal­ten hat, ist sym­pto­ma­tisch für die An­ti­se­mi­tis­mus-​De­bat­te in der Grü­nen Ju­gend.
‚Bloß nicht bei so etwas kon­tro­ver­sen po­si­tio­nie­ren und damit Leute ab­schre­cken‘ scheint die De­vi­se zu sein. Aber genau das tut man.
Ich kenne meh­re­re Men­schen, die sich auf­grund die­ser Nicht-​Po­si­tio­nie­run­gen aus der Grü­nen Ju­gend zu­rück­ge­zo­gen haben und ich kann das mehr als nach­voll­zie­hen.

Man ist nicht ein­fach neu­tral, wenn man die An­ti­se­mit*innen durch Ber­lin zie­hen lässt ohne sich ihnen ent­ge­gen­zu­stel­len – man be­zieht deut­lich Po­si­ti­on. Und zwar da­hin­ge­hend, dass An­ti­se­mi­tis­mus nicht wich­tig genug ist, um dafür den ei­ge­nen Kopf hin­zu­hal­ten.

Weil nur darum geht es – An­ti­se­mi­tis­mus.
Es geht nicht darum sich ir­gend­wie zum Nah­ost-​Kon­flikt zu po­si­tio­nie­ren. Es geht auch nicht darum in ir­gend­ei­ner Weise allen Mus­lim*innen An­ti­se­mi­tis­mus zu un­ter­stel­len oder Ras­sis­mus zu ver­harm­lo­sen.
Es geht darum sich men­schen­ver­ach­ten­dem Ge­dan­ken­gut ent­ge­gen­zu­stel­len. An­ti­se­mi­tis­mus ge­nau­so wie Ras­sis­mus.
Und so­lan­ge das kein Kon­sens in der Grü­nen Ju­gend ist dis­tan­zie­re ich mich klar: Das ist nicht meine Grüne Ju­gend.
http://dontpanicdora.blogsport.de/


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 23:13
Also der Rechtsstaat Iran, mit seiner staatlich durchgesetzten humanen Menschenrechtspolitik hat es natürlich sehr nötig, seine Bürger/innen zum Widerstand und zur Verurteilung von Israel aufzurufen.

Flaggen der Hamas, Hisbollah etc. lächerlich, wenn solche Gruppen für "Menschenrechte" und gegen "Unrecht" diskutieren und demonstrieren wollen.
Berlin (2013)

Hetze gegen Israel

Etwa 800 Teilnehmer protestierten auf der »Al-Quds«-Demo
Flaggen der Hamas, der Hisbollah, des Iran, des syrischen Assad-Regimes und dazu Parolen aus den Lautsprechern, die skandieren, nicht Hisbollah sei terroristisch, sondern »die Zionisten«. Das war das Bild, das sich am Samstagnachmittag auf der sogenannten Al-Quds-Demonstration auf dem Berliner Kurfürstendamm bot. Etwa 800 Teilnehmer – darunter etliche aus westdeutschen Städten Zugereiste – waren zu der Kundgebung gekommen. Selbst drei Vertreter der ultraorthodoxen Neturei-Karta-Sekte waren mit dabei.

Das Bündnis »No Al-Quds-Tag« hatte zu einer Gegendemonstration aufgerufen, an der etwa 250 Menschen teilnahmen. In Sichtweite des Auftaktortes der »Al-Quds«-Demo und auf Höhe der Zwischenkundgebung protestierte unter anderem das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus unter dem Motto »Kein Al Quds-Tag 2013 in Berlin! Gemeinsam gegen Antisemitismus«.

Handgreiflichkeiten Der Polizei gelang es teilweise nur schwer, die Gruppen voneinander fernzuhalten. Immer wieder tauchten kleinere oder größere Gruppen mit Israelfahnen und Transparenten auf und riefen Parolen gegen die Hamas, das iranische Regime und gegen Antisemitismus. Die Ordner hatten alle Hände voll zu tun, die wutentbrannten »Al-Quds«-Demonstranten zurückzuhalten, die offenbar gewillt waren, auf die »Zionisten« und »Antideutschen« loszugehen. Dennoch sei es zu Körperverletzungen gekommen, sagt die Polizei.

Veranstalter der »Al-Quds« Demonstration war die »Quds AG« um Hauptredner Jürgen Grassmann, der in der nahe gelegenen Kaiser-Friedrich-Straße eine Ikonengalerie betreibt. Immer wieder riefen er und andere Redner die Demonstranten dazu auf, friedlich zu bleiben. Von der Polizei verbotene Parolen wie »Israel – Kindermörder« wurden in »Zionisten – Kindermörder« umgewandelt.

Verschwörungstheorie Kaum ein antisemitisches Klischee, das nicht mindestens einmal von einem der Redner bedient wird. Israel töte Kinder in aller Welt, hieß es da, und Zionisten seien »das Krebsgeschwür der Menschheit«, die Banken und die Presse hätten sie in der Hand, und hinter den Kulissen hätten sie ohnehin die Macht.

Unter den Rednern waren in diesem Jahr auch Bilal Uwe Wilbert, der Vorsitzende der Kleinstpartei Muslimisch Demokratische Union (MDU), und Christoph Hörstel, der Vorsitzende der Minipartei Neue Mitte, die ironischerweise in ihrem Programm die Ausweisung »krimineller Migranten« fordert. Hörstel bezeichnete Israel in seiner Rede als »Unrechtsstaat«.
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16684


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Antisemitische Aufmärsche und aufkeimender Antisemitismus in Europa

18.07.2014 um 23:22
@pokpok
pokpok schrieb:Und sowas haben wir unter uns. Naja, solche waren es ja auch denen es nicht schnell genung gehen konnte mit uns gemeinsam die Juden zu vernichten.
Anstatt sich der Deutsche heute solidarisiert lassen wir solche Schwachköpfe wie im Video zu hören, zu.
Und diese Leute gibt es reichlich in Deutschland. Antisemitismus ist z.B. auf Facebook (DE) alltäglich und wird zu 99% von Muslimen praktiziert.


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