Panaetius schrieb:Was wäre denn der Vorteil für Putin, wenn er zunächst für den (kleineren) Gegner, die Ukraine, die neuen Panzer verwendet, statt sich erstmal von den Altbeständen zu trennen, um dann eine ausreichende Zahl neuerer Panzer für den möglichen Krieg gegen Europa / die NATO zu haben, statt umgekehrt?
Mal unabhängig davon, dass die Ukraine kein kleiner Gegner für Russland ist:
Wie ich bereits schrieb, ist es deutlich einfacher, einfachste Technik zu reaktivieren, als dies bei komplexerer Technik der Fall ist.
Was es dort gar nicht gibt, muss dementsprechend auch nicht instand gesetzt werden.
Vor allem auch, was die Elektronik betrifft, steht Russland aufgrund der Sanktionen vor einem Dilemma.
Das geht ja sogar so weit, dass man Waschmaschinen ausschlachtet, um die darin enthaltenen Chips zu verwenden.
Ich will nicht abstreiten, dass Russland nicht womöglich mehr einsatzbereit machen bzw. produzieren kann, als es an die Front schickt.
Also ja, vmtl. baut man eine Reserve auf.
Aber, ich glaube nicht, dass dies in erster Linie deswegen geschieht, damit man sich eines Tages mit der NATO anlegen kann (also, nicht nur sticheln, sondern richtig), sondern, dass dies eher dazu dient, etwaigen Aufständen entgegentreten zu können.
Die größte Gefahr, den Machterhalt betreffend, dürfte für Putin vom eigenen Militär ausgehen (deshalb auch die ständigen Säuberungen).
Um etwas zu verhindern, wie es Prigoschin hätte zuendeführen können (hätte dieser sich nicht belabern lassen), braucht er also auch eine dementsprechend ausgerüstete Nationalgarde.