Panaetius schrieb:Gut, ich möchte leider immer die verlässlichen Informationen. Das bedeutet hier, dass auch weitere (unabhängige) Institute, Zeitungen usw. den Auswertungen oder Indices eine gewisse Seriösität bescheinigen, indem sie sich selbst darauf berufen. Also nachweisbare Rezeption und Resonanz.
Ein Youtube-Video finde ich als Quelle dann spannend, wenn es einen Sachverhalt unmittelbar beweist, aber nicht als Informationsquelle für komplexe Fragen.
Erst mal, auch wenn spät: Wie manche Vorschreiber es skizzierten, diese ganzen "Firepower Indexe" sollte man eher links liegen lassen bzw. diese Daten in der Informationsgewichtung eher hinten bzw. unten anordnen in einer Priorisierung, wegen eben teils schon genannten Argumenten reiner Zahlenspiele und Rechnungen. Zumindest sollte man diese alleine nicht konsultieren sondern diese wenn überhaupt dann in einer Gesamtbetrachtung dann hinten ran noch in den Mix werfen. An tatsächlichen Lagebeobachtungen sieht man dann, dass das rein für sich genommen oft schlecht belastbare Referenzen oder Größen sind - im Zweifel. Das heißt, man kann dem je nach Szenario und Konflikt nur bedingt wertige oder belastbare Informationen entnehmen. Die Ukraine bzw. Russlands Krieg in der Ukraine ist hierfür ein sehr einleuchtendes Beispiel, denke ich.
Ansonsten wirst du bis auf Einzelargumente, wo relativ klare Tatsachenbehauptungen geäußert werden und wo man nach direkten Quellen fragen könnte eher in den Luxus oder die Bedroullie kommen, selbst am Ende durch Eigenrecherche, idealerweise mit adäquater Medienkompetenz, dir Eindrücke aufzubauen. Das ist ab einem gewissen Level hier nur bedingt durch andere User leistbar (wie gesagt, Einzelaspekte aussen vor) weil du alle möglichen Informationsquellen berücksichtigen solltest. Vor allem wirst du auf Dauer nicht ganz umhin kommen, Fachartikel oder Interviewausschnitte usw. zu lesen, etwa von Think-Tanks die sich mit den Themen befassen und Zugänge zu anderen Datenquellen haben und wissenschaftlich anhand von Lagebeobachtungen und Abgleichen dann Analysen verfassen. Und hier dann mehrere unterschiedliche Quellen weil einzelne Quellen gefärbt, voreingenommen oder ggf. eine andere/unterschiedliche Analyse und Ableitung verfassen. Quasi die in der Wissenschaft "herrschende Meinung" (in einem Fachthema oder wissenschaftlichen Feld von den meisten getragener Konsens), so man sie denn ableiten kann, finden. Viel Kleinstarbeit, die ganze Informationskrümel oder Mengen die überall in Daten und Berichten und Videos verborgen sind zu gewichten um sich mit der Zeit ein besseres Bild zu machen.
Panaetius schrieb:Ein Youtube-Video finde ich als Quelle dann spannend, wenn es einen Sachverhalt unmittelbar beweist, aber nicht als Informationsquelle für komplexe Fragen.
Mit dem oben geschriebenen im Sinn, nochmal kurz hierzu: Selbst ein Youtube-Video kann man daher nicht zwingend pauschal als Quelle/Referenz abtun weil darin relevante subjektive oder objektivierte Daten enthalten sein könnten. Hier muss man dann mit idealerweise adäquater Medienkompetenz dann eben auch notfalls Informationen sichten und gewichten. Ggf. werden dort nämlich nicht nur rein subjektive Aussagen/Meinungen geäußert sondern diese mit verbal oder schriftlich genannten Datenquellen und Ansichten unterfüttert, die man dann wiederum konsultieren und abgleichen kann.